Lisa Ballantyne Der Schuldige

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Inhaltsangabe zu „Der Schuldige“ von Lisa Ballantyne

Ein Kind unter Mordverdacht. Ein erfolgreicher Anwalt vor dem schwersten Fall seines Lebens. Daniel Hunter hat sich in London als Anwalt einen Namen gemacht. Als er die Verteidigung des elfjährigen Sebastian übernimmt, sieht es nicht gut aus für den Jungen. Er ist des brutalen Mordes an einem jüngeren Spielkameraden angeklagt, doch Sebastian beteuert seine Unschuld. Und Daniel glaubt ihm. Denn das Gefühl, am Abgrund zu stehen, kennt Daniel aus seiner eigenen Kindheit: Nur dank seiner Pflegemutter Minnie ist er nicht auf die schiefe Bahn geraten. Als er von Minnies Tod erfährt, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Je mehr Daniel vor Gericht für Sebastian kämpft, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute, zwischen Schuld und Unschuld.

Zwischen diesen Seiten stecken mehr als nur Worte!

— Rena1986

Mitreißender und tiefgründiger Roman um Schuld und Unschuld. Tolles Debut, absolut lesenswert!

— Seehase1977

Der erste Roman von Lisa Ballantyne hat überzeugt. Klar strukturiert und emotional, ohne kitschig zu sein.

— NicoleP

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  • Zwischen Gegenwart und Vergangenheit

    Der Schuldige

    HibiscusFlower

    13. October 2016 um 14:19

    Klappentext des Verlages:Daniel Hunter hat sich in London als Anwalt einen Namen gemacht. Als er die Verteidigung des elfjährigen Sebastian übernimmt, sieht es nicht gut aus für den Jungen. Er ist des brutalen Mordes an einem jüngeren Spielkameraden angeklagt, doch Sebastian beteuert seine Unschuld. Und Daniel glaubt ihm. Denn das Gefühl, am Abgrund zu stehen, kennt Daniel aus seiner eigenen Kindheit: Nur dank seiner Pflegemutter Minnie ist er nicht auf die schiefe Bahn geraten. Als er von Minnies Tod erfährt, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Je mehr Daniel vor Gericht für Sebastian kämpft, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute, zwischen Schuld und Unschuld.Daniel ist ein erfahrener Verteidiger für jugendliche Straftäter, die wegen Drogen, Raubtaten oder Gangmachenschaften angeklagt waren. Mit einem richtigen Kind, einem kleinen Jungen wie den elfjährigen Sebastian Croll hatte er bisher nichts zu tun. Sebastian soll den achtjährigen Nachbarsjungen Ben Stokes auf einem Abenteuerspielplatz mit einem Backstein erschlagen haben. Alle Hinweise führen zu ihm, die Beweise werden noch bearbeitet, doch der Elfjährige hält daran fest, unschuldig zu sein.Zu klein für solch ein brutales Verbrechen, zu höflich, gemessen, klar und sicher erscheint der junge Mandant auf Daniel. Das Eltern-Kind-Verhältnis in der Familie Croll lässt ihn schon viel eher die Stirn runzeln und weckt in Daniel Erinnerungen an seine eigene Kindheit, die durch einen Brief seiner Pflegemutter Minnie verstärkt werden.Zwischen Gegenwart und Vergangenheit bewegt sich die Geschichte, lässt die Leserinnen den erfahrenen Anwalt kennenlernen, denen Kinder/Jugendliche am Herzen liegen und das Kind, das von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergeschoben wurde, weil sich seine drogenabhängige Mutter nicht um ihn kümmern konnte. Es liegen Welten zwischen ihnen und man fragt sich, wie aus dem kleinen, wütenden Jungen solch ein umsichtiger Mann wurde ?Minnie, seine letzte Pflegemutter, die ihn sogar adoptiert hat, wäre die schlichte Antwort, doch wie sich dieser Weg gestaltet hat, sorgte bei mir für ein gefesseltes Lesen, bei dem die Anklage von Sebastian und der darauffolgende Prozess immer weiter in der Hintergrund getreten ist.Was da zwischen dem Kind Daniel und Minnie entstanden, gewachsen und passiert ist, sorgte für einen leichten aber gut eingearbeiteten Spannungsbogen, der zum Spekulieren verleitet hat.Der Schreibstil ist flüssig, bei den Charakteren waren Minnie und Daniel besonders gut ausgebaut, von einer aufregenden Handlung kann nicht die Rede sein, das Ende war mir persönlich zu einfach, die Handlungsstränge nicht optimal zusammengeführt. Doch dafür empfand ich die zwischenmenschlichen Interaktionen als sehr gut in Szene gesetzt.

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  • Der Schuldige

    Der Schuldige

    Seehase1977

    Klappentext: Daniel Hunter hat sich in London als Anwalt einen Namen gemacht. Als er die Verteidigung des elfjährigen Sebastian übernimmt, sieht es nicht gut aus für den Jungen. Er ist des brutalen Mordes an einem jüngeren Spielkameraden angeklagt, doch Sebastian beteuert seine Unschuld. Und Daniel glaubt ihm. Denn das Gefühl, am Abgrund zu stehen, kennt Daniel aus seiner eigenen Kindheit: Nur dank seiner Pflegemutter Minnie ist er nicht auf die schiefe Bahn geraten. Als er von Minnies Tod erfährt, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Je mehr Daniel vor Gericht für Sebastian kämpft, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute, zwischen Schuld und Unschuld. Zum Inhalt: Daniel Hunter ist ein aufstrebender junger Anwalt aus London. Nachdem der elfjährige Sebastian wegen Mordes an seinem jüngeren Spielkameraden Ben angeklagt wird, übernimmt Hunter dessen Verteidigung. Anders als bei deutschem Recht, bei dem Kinder unter vierzehn noch nicht als strafmündig angesehen werden, liegt die Grenze in England bei zehn Jahren. Sebastian soll Ben mit einem Backstein brutal ins Gesicht geschlagen haben, so dass dieser seinen schweren Hirnverletzungen erlag. Der aufgeweckte und intelligent wirkende Junge beteuert standhaft seine Unschuld. Daniel glaubt dem Jungen und empfindet auch Mitleid mit ihm. Sebastians Mutter wirkt labil und ist tablettenabhängig, der Vater schreckt vor häuslicher Gewalt gegenüber seiner Frau nicht zurück. Daniel Hunter erkennt Parallelen zu seiner Kindheit. Er wurde seiner drogensüchtigen Mutter durch die Fürsorge weggenommen und kam zu Minnie, die seine Pflegemutter wurde, ihn später adoptierte und der Daniel es zu verdanken hat, dass er nicht auf die schiefe Bahn geraten ist. Doch ein weit zurückliegendes und immer noch andauerndes Zerwürfnis zwischen Daniel und Minnie machen dem jungen Anwalt bis heute schwer zu schaffen. Die Frage um Schuld oder Unschuld schwebt nicht nur bedrohlich über Sebastians Verhandlung, sondern spielt auch ein großes Thema in Daniel Hunters Leben... Der Debütroman „De Schuldige“ von Lisa Ballantyne wird auf dem Cover als „furioses Debüt – spannend bis zur letzten Seite“ angepriesen. Dem kann ich nur zustimmen! Die aus Schottland stammende Autorin erzählt in zwei Handlungssträngen. Zum einen die Geschichte des angeklagten, elfjährigen Sebastian, der angeblich seinen zwei Jahre jüngeren Spielkameraden Ben brutal ermordet haben soll. Der Leser lernt Sebastian als cleveren und aufgeweckten Kerl kennen, der sehr wohl zwischen richtig und falsch, Lüge und Wahrheit unterscheiden kann und der sich aufgrund der häuslichen Gewalt durch seinen Vater für seine Mutter verantwortlich fühlt. Dennoch fiel es mir schwer, den Jungen einzuschätzen, oder Sympathie für ihn aufzubauen und unterschwellig war ich mir nie sicher, ob Sebastian nicht doch für den Tod des kleinen Ben verantwortlich ist. Schon allein deswegen ein großes Lob an die Autorin. Der zweite Erzählstrang handelt von der schweren Kindheit des Anwalts Daniel Hunter, der seiner drogensüchtigen Mutter weggenommen wird, als schwieriges und aggressives Kind gilt, das schon zahlreiche Pflegefamilien durchlaufen hat, bis er schließlich bei Minnie landet. Minnies Charakter ist Lisa Ballantayne meines Erachtens sehr gut gelungen, eine warmherzige und liebevolle Frau mit voluminösem Köper und großem Herzen, die aber auch durch eigene Schicksalsschläge tiefe Trauer in sich trägt. Durch einen schwerwiegenden Fehler verliert sie später Daniels Vertrauen und Liebe, doch hierzu möchte ich nicht zu viel verraten. „Der Schuldige“ ist ein wirklich toll erzählter menschlicher und warmherziger Roman, spannend und tiefgründig. Ein bisschen erinnert mich die Geschichte um den jungen Sebastian an den Film „Zwielicht“ mit Edward Norton und Richard Gere. Die Autorin hat mich von der ersten Seite an mitgenommen und gefesselt. Ein mitreißender Roman der auf jeden Fall nachwirkt und für den ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann.

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    clary999

    14. February 2016 um 21:43
  • Der Schuldige

    Der Schuldige

    NicoleP

    04. December 2015 um 17:19

    Daniel Hunter ist in London ein erfolgreicher Rechtsanwalt. Eines Tages übernimmt er den Fall eines 11-jährigen Jungen, der angeblich einen 8-jährigen anderen Jungen erschlagen haben soll. Dieser Fall erinnert Daniel an seine eigene Vergangenheit. Er ist nicht in einem wohlhabenden Elternhaus aufgewachsen. Seine Mutter war drogensüchtig und konnte sich nicht um ihn kümmern. Das Jugendamt hatte Probleme, für Daniel eine geeignete Pflegestelle zu finden, da er ein problematisches Kind war. Eines Tages kam Daniel zu Minnie als Pflegekind. Doch während alle anderen Pflegestellen gescheitert waren, schaffte es Minnie, dass er zur Schule ging und seinen Abschluss machte. Dabei hatte Minnie ein eigenes schweres Schicksal zu tragen. Dessen Tragweite erfuhr Daniel erst nach ihrem Tod und so manch merkwürdiges Verhalten seiner Pflegemutter erklärte sich so im Nachhinein. Der 11-jährige Sebastian steht unter Verdacht, seinen Spielkameraden mit einem Stein ermordet zu haben. Obwohl er dies abstreitet, sichert die Polizei genug Indizien um ihn vor Gericht zu stellen. Je länger das Verfahren dauert, desto mehr taucht Daniel auch in die Familiengeschichte von Sebastian ein. Eine Mutter, die nichts auf die Reihe bekommt, und ein gewalttätiger Vater haben die Kindheit von Sebastian nicht gerade positiv beeinflusst.Aber kann das eine Erklärung für ein Verbrechen sein? Daniels Geschichte wird mit viel Gefühl erzählt. Er ist das Kind einer Drogenabhängigen, und doch schafft er es raus in ein gutes Leben. In seiner kindlichen Vorstellung war er der Meinung, er müsse auf seine Mutter aufpassen. Hier zeigt sich wieder, wie groß die Liebe eines Kindes zu seiner Mutter sein kann. Daniel liebt seine Mutter so sehr, dass er erst nicht mehr wegläuft, als klar ist, dass sie tot ist und er – aus seiner Sicht – keine Verantwortung mehr trägt. Erst jetzt ist er frei für sich und seine Zukunft. Sebastian dagegen ist ein Kind mit vielen Gesichtern. Seine Mutter lässt ihm alles durchgehen und nimmt ihn in Schutz, egal was passiert. Der Vater ist ein gewalttätiger Tyrann, der seine Ehefrau misshandelt, egal ob der Sohn zusieht oder nicht. Da ist es doch kein Wunder, wenn Sebastian die zu Hause erlebte Gewalt auch im Umgang mit seinen Freunden an den Tag legt, oder? Ist er wirklich ein Mörder oder ein Opfer seines Elternhauses, so wie Daniel? Während der Passagen, die von Sebastian und seinen Befragungen handeln, bekommt man den Eindruck, dass hier kein Kind vor Gericht steht. Die Staatsanwaltschaft lässt keinen Zweifel an seiner Schuld aufkommen und geht auch entsprechend vor. Sebastian ist ein kluger und raffinierter Junge, der als hochintelligent eingestuft wurde und sich im Verfahren auch so verhält. Daher entsteht oft der Eindruck, es säße ein „kleiner Erwachsener“ auf der Anklagebank. Der erste Roman von Lisa Ballantyne hat überzeugt. Klar strukturiert und emotional, ohne kitschig zu sein. Der Leser kann sich gut in Daniel, aber auch in Sebastian hineinversetzen. Spannend bis zum Schluss bleibt die Frage, wer sind wir? Wie viel Einfluss hat unsere Kindheit auf den Rest unseres Lebens, denn auch Daniel beschäftigt dieser Frage. Wäre er nicht zu Minnie gekommen, würde er heute Klienten vor Gericht vertreten oder hätte er selbst als Teenager auf der Anklagebank gesessen? Als Fazit bleibt: Die Vergangenheit muss akzeptiert und verstanden werden, dann kann daraus die Zukunft entstehen.

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  • Lest dieses Buch, es lohnt sich

    Der Schuldige

    robbylesegern

    03. July 2014 um 20:27

    Das Debüt " Der Schuldige " von Lisa Ballanthyne, ist kraftvoll und trifft mitten ins Herz. Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche, weil ich finde, es hat es mehr als verdient. Der elfjährige Sebastian ist des Mordes angeklagt an seinem 9 jährigen Spielkameraden Ben. Die beiden Jungen wurden, miteinander raufend, von einem Spaziergänger gesehen und dazu aufgefordert, damit aufzuhören. Am nächsten Tag wird Ben erschlagen auf einem nahegelegenen Spielplatz aufgefunden. Die Tatwaffe, in Backstein. Hat Sebastian seinen Spielkameraden ermordet ? Daniel Hunter, Anwalt in London und spezialisiert auf die Verteidigung von Jugendlichen, übernimmt den Fall, nicht wissend, dass er damit auch seine problematische Jugendzeit heraufbeschwört. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart erfährt der Leser viel über die problematischen Familienverhältnisse in Sebastians Elternhaus und erlebt den Prozess mit, der über die weitere Zukunft Sebastians entscheiden soll. Die Vergangenheit taucht tief in Daniels Kindheit und Jugend ein. Daniel, der als einziges Kind einer drogensüchtigen Mutter aufwuchs und sich immer für seine Mutter verantwortlich fühlte, durchlief verschiedene Pflegefamilien, bis er endlich bei Minnie landet. Minnie hat schon früh ihren Mann und ihre Tochter verloren und fungiert jetzt als Pflegemutter, die Kinder auf Zeit aufnimmt, bis sie entweder in die Familien zurück, oder in eine Familie kommen, die die Kinder adoptieren. Minnie lebt auf einem kleinen Bauernhof mit vielen Tieren , ist dem Gin zugeneigt und hat ein genauso großes Herz, wie ihr voluminöser Körper es vermuten lässt. Doch ein Ereignis im Erwachsenenalter, lässt Daniel den Kontakt zu seiner Mutter, die ihn später adoptiert hat, abrupt abbrechen. Dieses Buch ist einfach ein Knaller. Von Anfang an taucht man in die Geschichte ein, ist berührt, teilweise wütend und immer wieder am zweifeln, ob eine Strafmündigkeit ab 10 Jahren, wie es in England der Fall ist, richtig ist. Man fiebert mit Sebastian mit, verfolgt atemlos Daniels Geschichte und kann die beiden sehr gut verstehen, weil die Autorin es geschafft hat, mit ihnen zwei Personen zu schaffen, denen man ihr Handeln abnimmt, weil sie nachvollziehbar agieren. Die Geschichte ist sicherlich nicht lustig, aber dadurch das zwei Geschichten von Kindern erzählt werden, wird deutlich, wie wichtig es ist, problematische Kinder zu verstehen und pädagogisch effektiv zu handeln. Daniel hat seinen Weg gemacht, ist Anwalt geworden, trotz seiner problematischen Jugend, was Hoffnung macht. Das Buch ließ sich sehr flüssig und hat an keiner Stelle Längen. Im Gegenteil, ich habe dieses Buch verschlungen, da es zutiefst menschlich geschrieben ist und sicherlich Schicksale aufzeigt, die in unserer Gesellschaft leider allzu oft zu finden sind.

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