Lisa Eckhart

 3,1 Sterne bei 90 Bewertungen
Autor von Omama, Omama - Live und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lisa Eckhart

Lisa Eckhart, geboren 1992 in Leoben, studierte in Paris und Berlin Germanistik und Slawistik. Heute lebt sie in Leipzig. Seit Erscheinen ihres Debütromans ›Omama‹ ist sie regelmäßig Gast in namhaften Talkrunden und tritt als Kabarettistin in diversen TV-Programmen auf. Zu sehen war sie u.a. bei Nuhr im Ersten, der Kabarett-Gala der radioSpitzen im BR und beim 3satFestival. ›Omama‹ fand ein großes Medienecho.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Omama (ISBN: 9783423219686)

Omama

Erscheint am 20.10.2021 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Lisa Eckhart

Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)

Omama

 (85)
Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches Metrische Taktlosigkeiten (ISBN: 9783950390766)

Metrische Taktlosigkeiten

 (1)
Erschienen am 10.05.2017
Cover des Buches Omama (ISBN: 9783423219686)

Omama

 (0)
Erscheint am 20.10.2021
Cover des Buches Omama: Roman (ISBN: B087CC6SWX)

Omama: Roman

 (0)
Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches Omama - Live (ISBN: 9783838798127)

Omama - Live

 (3)
Erschienen am 21.12.2020
Cover des Buches Omama (ISBN: B08F82J96T)

Omama

 (0)
Erschienen am 28.08.2020

Neue Rezensionen zu Lisa Eckhart

Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)Belladonnas avatar

Rezension zu "Omama" von Lisa Eckhart

Alles andere als fade Skandal-Literatur!
Belladonnavor 4 Monaten

Meine Meinung

Die gebürtige Lisa Lasselsberger ist mir durch die kabarettistischen Auftritte ihrer Kunstfigur Lisa Eckhart bekannt, die sich durch provokante Schonungslosigkeit und bitterbösen Humor mit österreichischer Dialektik auszeichnen. Mit ihrem Debütroman »Omama« wagt Lisa Eckhart einen urkomischen Ausflug durch ihre Familiengeschichte, dabei überlässt sie es dem Leser selbst, ob er die Geschichte als Rufmord oder Hommage betrachten möchte.

Im Mittelpunkt von Lisa Eckharts Erzählungen steht, wie der Titel richtig vermuten lässt, ihre Großmutter Helga liebevoll Omama genannt. Helga wuchs mit ihrer attraktiven aber etwas depperten Schwester Inge in ländlicher Abgeschiedenheit auf. Als nach dem Krieg die Russen kommen buhlen die Mädchen um die Aufmerksamkeit der Soldaten und Helga wittert ihre Chance, als Inge unters Bett kriechen muss, um sich und ihre Schönheit vor den Besatzern zu verstecken.

Kaum sind die Besatzer abgezogen, werden die Töchter von der Mutter angehalten ihre eingegangenen Verpflichtungen einzulösen (von denen sie niemals geglaubt hätte, dass nach dem Krieg noch ein Hahn danach kräht) und später wird Inge zu einem Doktor in die Stadt geschickt während Helga ihr Leben in einer Dorfwirtschaft aufnimmt und dort eine Liason mit dem Dorfschönling beginnt. Ein letzter Abschnitt nimmt uns mit auf Helgas Schmugglerfahrten nach Ungarn, Familienfeste und die Reisen von Omama und Enkelin.

Die Anekdoten aus dem Leben der »Omama« werden aneinandergereiht und bestechen durch aufreizende Ironie, Lokalkolorit und den rustikalen österreichischen Dialekt.

Die vierfache Einfältigkeit der dörflichen Gemeinschaft (Depp, Trinker, Matratze, Schönling) wird dabei genauso pietätlos auseinandergepflügt wie die Mutter- und Großmutterrolle. Frauen spielen bei diesen Episoden immer die tragenden Rollen, sodass z. B. die Existenz von Helgas Bruder, der Autorin erst recht spät in einem Nebensatz eine Erwähnung wert ist, und das alles dem Roman eine leicht feministische Note verleiht.

Lisa Eckhart beweist in »Omama« ihr kluges Betrachtungsgeschick und setzt ihr Talent, anhand von Stereotypen und Klischees gesellschaftliche Strukturen und (eigentlich offensichtliche) Wahrheiten aufzudecken, bravourös unter Beweis. Dabei nimmt die junge Österreicherin kein Blatt vor den Mund, öffnet zuweilen Wunden und weidet diese genüsslich aus. Begrifflichkeiten wie »Popscherl« und »Flitscherl« stehen mit weiteren umgangssprachlichen Wortkanonen auf der Tagesordnung und bei den meisten erschloss sich die Bedeutung direkt im Kontext. Als kleines Goodie wäre natürlich für deutsche Leser*innen eine Übersicht der Übersetzung im Buch oder auf einem Lesezeichen grandios gewesen.

Nicht jeder wird Gefallen an Lisa Eckharts teils direkten, teils ironischen und vor allen Dingen schwarzhumorigen Stil finden. Die Kabarettistin nimmt einen großen Teil im Roman ein und lässt zuweilen einen roten Faden vermissen. Die herrlich pointierten Sätze bergen allerdings soviel mehr als Wortwitz und Humor in sich, dass man unweigerlich zum Nachdenken angeregt wird.

Fazit

Ein urkomischer Roman über die Nachkriegszeit, Familie und die Beziehung zwischen Enkel und Großmama. Mit ihrem herrlich pietätlosem und intelligentem Sarkasmus spricht Lisa Eckharts »Omama« die Lachmuskeln genauso an wie den Denkapparat. Alles andere als fade Skandal-Literatur!

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 16.09.2020

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Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)PaulinePrunellas avatar

Rezension zu "Omama" von Lisa Eckhart

boshaft-sarkastisch
PaulinePrunellavor 5 Monaten

Hinter den Kulissen eines scheinbar "idyllischen" Dorfes in Österreich. 

Ich konnte das Buch nur mit Pausen lesen, da mir ab und zu das Lesen des "österreichischen Dialektes" schwer gefallen ist. Ich hätte mir ein kleines Wörterbuch am Ende des Buches gewünscht. Dann hätte ich nicht immer mein Handy zur Hand nehmen müssen. Wer allerdings Bairisch kann, der dürfte keine Probleme haben. Mein Hochdeutsch kam allerdings an seine Grenzen. 

Trotz alledem war das Buch mal was anderes. Ich habe lange mit mir gehaddert, wie viele Sterne ich vergeben soll. Von zwei bis vier Sternen war alles dabei, denn teilweise ist das Erzählte geschmacklos. Ich habe deswegen nach Beendigung des Buches eine Nacht darüber geschlafen. Schlussendlich bin ich zur Entscheidung gekommen, dass das Buch trotzdem vier Sterne verdient hat. Über die Autorin und auch über den Roman kann man sich streiten. Am Ende bleibt es einfach eine Frage des eigenen Geschmackes. 

Wer Probleme mit Polemik und Satire im Allgemeinen hat, für den dürfte der Roman nicht geeignet sein. Insoweit kann ich nur eine Kaufempfehlung für diejenigen aussprechen, die "derben" Humor verstehen, richtig auslegen können und lieben.

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Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)N

Rezension zu "Omama" von Lisa Eckhart

Enttäuschend im Vergleich zu den Bühnenauftritten
Nora_Heepvor 5 Monaten

Als großer Fan von Lisa Eckhart und nach dem Corona-bedingtem Ausfall ihrer Show im letzten Jahr, habe ich mich natürlich mit riesiger Vorfreude auf den Roman gestürzt.

Leider wurde ich ganz schön enttäuscht.
Ja, Lisa Eckhart ist eine Künstlerin, die mit Worten umgehen kann und auf beeindruckende Weise Sätze bildet. Sie ist zynisch, polarisierend und "böse". Aber leider konnte ich in ihrem Roman keinen roten Faden finden. Teil 1 und 2 beschreiben das Aufwachsen ihrer Oma. Allerdings mit Ausschweifungen, die einen so großen Bogen machen, dass man völlig vergisst, welches Buch man da gerade liest. Die Sätze sind teilweise unnötig lang, kompliziert und verschachtelt. Vereinzelt finde ich zwar Stellen, die mich zum Lachen bringen, aber irgendwie helfen die nicht über meine Enttäuschung hinweg. Ich spiele mit dem Gedanken, das Buch nicht fertig zu lesen und quäle mich weiter.

Teil 3 wird etwas besser. Immerhin gibt es hier sowas wie eine Geschichte. Aber auch die entschädigt nicht den vorangegangen Rest. Das Buch polarisiert mindestens genauso stark, wie die Person dahinter. Vielleicht hatte ich auch einfach zu große und komplett andere Erwartungen an den Roman. Weiterempfehlen kann ich das Buch leider nicht. Ob ich ein weiteres Werk von Lisa Eckhart lesen werde, weiß ich noch nicht. Aber auf die Nachholung der Show freue ich mich.

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