Mörderisch und Fesch

von Lisa Gallauner 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Mörderisch und Fesch
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Ein köstlicher Cosy-Krimi mit viel Wortwitz und Wortspielereien - bitte, bitte mehr davon

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Inhaltsangabe zu "Mörderisch und Fesch"

Die Uschi ist das schönste Mädchen im Dorf. Nicht verwunderlich, dass sie seit einiger Zeit als Model arbeitet, nachdem sie ein Manager in einer Disco entdeckt hat. Umso verwunderlicher aber, dass die Uschi jetzt mit eingeschlagenem Kopf am Boden liegt. Irgendjemandem passten die hochtrabenden Pläne des aufstrebenden Model-Stars offensichtlich überhaupt nicht. Der erste Fall des neuen Ermittlerduos Friedrich Fesch und Michi Mörderisch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783903092808
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Federfrei Verlag
Erscheinungsdatum:31.03.2017

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein köstlicher Cosy-Krimi mit viel Wortwitz und Wortspielereien - bitte, bitte mehr davon
    Mörderisch & Fesch - ein kongeniales Duo

    Man stelle sich folgendes vor:

    Irgendwo in Österreich, ein idyllisch gelegenes Dorf namens Sankt Lindenbrunn mit einem Polizeiposten und zwei Beamten. (ja so etwas Ausgefallenes gibt es noch)

    Einer davon heißt Friedrich Fesch, doch leider hält Mutter Natur nicht, was sein Name verspricht. Einsam, schlaksig, wenig Haare auf dem Kopf und mit Segelohren ausgestattet ist er. Außer einem Schnurrbart, den er häufig zwirbelt hat er nur eine, beim jugendlichen Völkerball spielen, dreifach gebrochene Nase aufzuweisen. Der Polizist, (er hat es mit der modernen Technik nicht so) hört lieber auf seinen Bauch und bäckt gerne Torten, was aber niemand wissen darf, da es ja der Männlichkeit abträglich wäre. Dieser Friedrich Fesch lebt nach seiner Scheidung mit Wolfgang und Paul, zwei Wellensittichen, allein in seinem Haus.

    Diese Idylle wird jäh gestört, als Uschi Herzigman, die unbestrittene Dorfschönheit und zukünftige Miss Lindenblatt, erschlagen aufgefunden wird.

    Man schickt, sehr zu Feschs Missfallen, sofort einen Ermittler der Kriminalpolizei. Dieser entpuppt sich als Kommissarin Michaela Mörderisch, ausgesprochen hübsch und  mit einem Hang zum Rallye-Fahren.

    Nun müssen die beiden gegensätzlichen Charaktere zusammenarbeiten. Man untersucht das familiäre Umfeld der Toten, lauscht bösen Gerüchten und macht sich seine eigenen Gedanken.

    Dann wird Levin Liguster, ein abgewiesener Verehrer der Toten, verletzt auf der Fahrbahn liegend gefunden. Blöderweise leidet er an einer Amnesie, oder nicht?

    Liegt darin der Schlüssel zur Aufklärung? Und was hat der Manager von Uschi, der zwar von allen Dave genannt wird, aber eigentlich auf den klingenden Namen Titus David Pluzer hört, mit dem Tod seiner aussichtsreichen Miss-Kandidatin zu tun?

    Meine Meinung:

    Lisa Gallauner ist ein herrlicher Krimi mit viel Humor und grandiosen Wortspielen gelungen.

    Die Namen der Protagonisten sind so herrlich, dass ich mehrmals lauthals aufgelacht habe: Ein Mann der „Fesch“ heißt und eigentlich gar nicht ansehnlich ist.

    Eine Kriminalbeamtin mit dem Namen „Mörderisch“ ist doch zum Schießen, oder?

    Beim Namen „Liguster“, denkt auch jeder an die gleichnamige Hecke.

    Und erst der Name des Managers: Titus David Pluzer. Pluzer (auch Plutzer) hat in Österreich gleich mehrere Bedeutungen:

    1. Kürbis (Steiermark)
    2. (großer) Kopf (Wien)
    3. Keramik- oder Glasgefäß, ähnlich einer Amphore nur rundlicher, zur Aufbewahrung von Wein (Steiermark und Burgenland).

    Kein Wunder, dass er lieber „Dave“ genannt werden will.

    Liebevoll werden die Marotten der Sankt Lindenbrunner Einwohner beschrieben.

    Auch die liebenswürdige Feindschaft zwischen Sankt Lindenbunn und Unterlindenbrunn (nein, es gibt kein Oberlindenbrunn) wird thematisiert.

    Der Dorftratsch nimmt ebenso einen großen, aktiven Raum ein. Manchmal, aber nur manchmal, enthält er ein klitzekleines Körnchen der Wahrheit.

    Herrlich die Wortspielereien, z.B. „der Rest dieses Arbeitstages war für A. und F. ..ein Sprichwort, das der Friedrich schon alleine auf Grund seines Vornamens ganz amüsant findet.“

    Besonders gut gefallen mir die Bezüge zur Mentalität und das Lokalkolorit, auch wenn es sich diesmal um einen fiktiven Ort handelt.

    Der österreichische Verlag „Federfrei“ ist immer für witzige, manchmal auch boshafte oder durchaus ernste Krimis aus Österreich gut. Ich bin bislang nie enttäuscht worden.

    Fazit:

    Ein Feuerwerk an Wortwitz, dessen einzige Mangel ist, dass der Krimi so kurz war. Ich gebe gerne fünf Sterne sowie eine Leseempfehlung – und wünsche mir im Gegenzug eine Fortsetzung.

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