Lisa Genova

 4.5 Sterne bei 406 Bewertungen
Autorin von Still Alice, Mehr als nur ein halbes Leben und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lisa Genova

Wahre Geschichten: Lisa Genova hat zunächst Psychologie studiert und an der Harvard University in Neurowissenschaft promoviert.Passend zu ihrer Ausbildung schreibt sie Romane über Menschen mit neurologischen Krankheiten oder Problemen. Hier achtet sie besonders darauf die Gefühlswelten der Betroffenen, sowie die Wissenschaft zugänglich zu machen. Ihr Debütroman "Mein Leben ohne Gestern" wurde zu einem international Bestseller. Auf diesen Erfolg folgten natürlich auch weitere: Ihr Roman Still Alice, beispielsweise, wurde mit Julianne Moore in der Hauptrolle verfilmt.

Neue Bücher

Im Traum höre ich dich spielen

 (5)
Neu erschienen am 30.11.2018 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe.

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Still Alice

Still Alice

 (231)
Erschienen am 12.02.2015
Mehr als nur ein halbes Leben

Mehr als nur ein halbes Leben

 (53)
Erschienen am 16.08.2013
Ein guter Tag zum Leben

Ein guter Tag zum Leben

 (42)
Erschienen am 14.01.2016
Der Liebe eine Stimme geben

Der Liebe eine Stimme geben

 (31)
Erschienen am 13.08.2015
Im Traum höre ich dich spielen

Im Traum höre ich dich spielen

 (5)
Erschienen am 30.11.2018
Ein guter Tag zum Leben

Ein guter Tag zum Leben

 (0)
Erschienen am 26.10.2017
Mein Leben ohne Gestern

Mein Leben ohne Gestern

 (14)
Erschienen am 20.12.2013
Ein guter Tag zum Leben

Ein guter Tag zum Leben

 (1)
Erschienen am 14.01.2016

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Neue Rezensionen zu Lisa Genova

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Rezension zu "Im Traum höre ich dich spielen" von Lisa Genova

Folgen einer grausamen Krankheit
tootsy3000vor 6 Tagen

Anfangs, nach einigen Kapiteln, hatte ich echt schon die Befürchtung, mich würde der Roman völlig kalt lassen. Denn das hatte die Geschichte wahrlich nicht verdient. Zu Beginn beschränkte sich das Geschehen aber zu sehr um die gescheiterte Ehe von Richard und Karina. Ihre gegenseitigen Schuldzuweisungen. Rein gedanklich, doch ihre Vergangenheit war noch sehr präsent, noch nicht verarbeitet. Zwar war da kein Hass zwischen den Beiden, aber die gegenseitige Ablehnung war doch spürbar. Erst als die grausame Krankheit, ihr Verlauf und was es aus Richard macht, immer mehr in das Geschehen einfloss, entwickelte sich allmählich so etwas wie Mitgefühl bei mir. Für Richard, wie er mit der Krankheit umging. Seine Ängste, seine Selbstreflexion während des Krankheitsverlaufes. Was diese Krankheit aus ihm machte. Aber auch zu Karina hatte ich am Ende den allerhöchsten Respekt.

Natürlich stellte sich dann auch die Frage, warum tut sie das? Warum opfert sie sich für ihren Ex-Mann auf? Hat sie wirklich ein so großes Herz oder verbirgt sich dahinter doch mehr? Die Antworten bekommt man dann nach und nach geliefert. Man kann sich auch gut in Karina, als die pflegende Angehörige, hineinversetzten. Welche Ängste, welchem Stresslevel sie ausgesetzt ist und was dies bei ihr auslöst. Wirklich gut nachvollziehbar und lebensecht dargestellt.

Mein Fazit:
Nach meinen anfänglichen Zweifeln konnte mich die Geschichte dann doch noch für sich gewinnen. Tatsächlich hat es die Autorin dann doch noch geschafft, dass mir die Tränen in den Augen standen. Die Charaktere empfand ich als sehr realistisch. Keiner von beiden hatte wirklich großen Sympathiewert, doch waren sie glaubhaft dargestellt. Ihre Entwicklung während des Krankheitsverlaufes, wie sie vorher miteinander umgingen und welche Rolle ihre eigene Kindheit für die charakterliche Entwicklung spielte. Über ALS wusste ich vorher nicht viel. Nur, dass sie grausam und tödlich ist. Jetzt, nach dieser Lektüre, bin ich um einiges klüger. Es ist erschreckend. Die Autorin hat gut recherchiert und ihr Wissen ganz gut in den Roman einfließen lassen.

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Rezension zu "Im Traum höre ich dich spielen" von Lisa Genova

Sehr eindringliche Schilderung der Krankheit ALS, aber wenig tief gehende Erzählung der Beziehung
schnaeppchenjaegerinvor 22 Tagen

Karina und Richard sind beide talentierte Musiker. Für ihre Ehe und aus Liebe zu ihrer Tochter Grace gibt Karina ihre Karriere als Pianistin auf und arbeitet stattdessen als Klavierlehrerin, während Richard große Erfolge als klassischer Pianist feiert. Die Ehe scheitert und was bei Karina zurück bleibt, ist nur tiefer Groll. 
Als sie erfährt, dass Richard an ALS erkrankt ist, kann sie es kaum glauben, bis sie ihn und seine Hilflosigkeit mit eigenen Augen sieht. Richards Körper baut schnell ab, schon bald kann er die Arme nicht mehr nutzen und droht, beim Essen zu ersticken. 
Durch einen Zufall befreit sie ihn später, als Richard kaum mehr alleine leben kann, aus einer misslichen Lage und beschließt, ihn wieder zu sich in das ehemals gemeinsame Haus zu holen. Er zieht in das Musik- und Arbeitszimmer ein, wo sie ihn rund um die Uhr versorgen kann, wenn es nötig ist. 

Lisa Genova schildert die Erkrankung, die zunehmenden körperlichen Einschränkungen, die Gefühle der Hilflosigkeit und die Frage nach dem Warum? mit sehr eindringlichen Worten. Ungeschönt wird beschrieben wie sich der nur 45-jährige Richard einkotet oder beinahe an einem Kuchenkrümel erstickt. 
Dabei nimmt die Nervenkrankheit ALS, die 2014 durch die Spendenkampagne Ice Bucket Challenge kurzfristig in aller Munde war, aber auch einen so großen Raum ein, dass die Beziehung zwischen Karina und Richard und vor allem ihr Scheitern in der Vergangenheit nicht wirklich aufgearbeitet wird. Karinas Entschluss, Richard bei sich aufzunehmen und nicht mehrmals am Tag fachkundigen Pflegekräften zu überlassen, war aufgrund ihrer zuvor geschilderten negativen Gedanken über Richard und der Spontanität ihrer Entscheidung, zunächst kaum nachvollziehbar. Beiden Ehepartner scheint stets die Musik wichtiger gewesen zu sein, als die Beziehung zueinander und aufgrund der Lügen auf beiden Seiten war die Ehe schon lange Jahre vor ihrer Scheidung gescheitert. Geplagt von Schuldgefühlen wird Karinas Entscheidung für Richards Pflege verständlicher.  
So gibt sich Karina einfach nur ein zweites Mal für Richard auf, nur dass sie dieses Mal nicht mehr verheiratet sind. Ist es doch Liebe statt Hass, die sie empfindet? Leidet sie an einem Helfersyndrom und hat einfach nur Mitleid mit einem gebrochenen Mann, für den - im Gegensatz zu einem Stephen Hawking - nicht der Geist, sondern die Hände das Entscheidende sind? Mir fehlten ihre Emotionen, auch wenn die Geschichte sogar abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt wurde. 

Das Leid der Erkrankung und die verheerenden Folgen von ALS für Betroffene und ihre Angehörigen sind sehr anschaulich dargestellt. Die darüber hinausgehende Handlung ist jedoch banal und wenig überraschend. Sie zeigt, dass ein getrenntes Paar bzw. eine zerbrochene Familie durch eine tödliche Erkrankung wieder zusammengeführt wird und Entscheidungen und Verhaltensweisen der Vergangenheit unvermeidlich bereut werden, um vor dem unvermeidbaren Ende noch die gewissenserleichternden Entschuldigungen auszusprechen und zu einer Versöhnung zu führen. 

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Rezension zu "Im Traum höre ich dich spielen" von Lisa Genova

Eine Geschichte die betroffen macht
Ruffianvor 24 Tagen

Der 45jährige Starpianist Richard erkrankt an ALS. Sie raubt ihm seine Passion das Klavierspiel und nach und nach noch mehr. Detailliert wird aus seiner Sicht beschrieben wie die Krankheit fortschreitet und wie er das immer entsetzter verfolgt. Der Rollstuhl, der bereits in seiner Wohnung steht, ist wie ein Mahnmal, dass ihn daran erinnert, wie seine Zukunft aussieht. Aber auch diese wird nicht allzu lange andauern, denn ALS ist unheilbar und seine restliche Lebensdauer begrenzt.

Den Gegenpart bildet seine Frau Karina. Sie hat eine Karriere als Jazzpianistin aufgegeben, um für ihre Familie da zu sein. Während Richard zum gefeierten Star wird, verkümmert sie immer mehr in der Provinz und widmet sich voll und ganz der gemeinsamen Tochter Grace. Auch nach der Scheidung kann sie ihre Freiheit nicht genießen und lebt weiter wie bisher, ihren Groll gegen Richard hegend.

Es ist faszinierend zu lesen, wie sich diese beiden Menschen, die nur noch die gemeinsame Vergangenheit verbindet, begegnen. Es wird abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählt und es ist nur menschlich, dass sich jeder selbst so sieht, als ob er im recht wäre, als ob er der Betrogene ist. Karina wird von ihrem katholischen Glauben gelenkt. Ob das schon immer der Fall war? Ich bezweifle das, denn in der Vergangenheit scheint etwas vorgefallen zu sein, was nicht nur Richard anzulasten ist.

In fast schon sachlichem Ton schildert die Autorin aus Richards Sicht, wie die Krankheit immer mehr seinen Körper übernimmt. Er wütet nicht, schreit nicht seine Wut hinaus. Nein, er ist entsetzt und oft auch beschämt, weil er so hilfsbedürftig ist. Und als ihm die Erfolge als Pianist verwehrt bleiben, wird ihm bewusst, welche wichtigen Dinge und Personen in seinem Leben, er achtlos zur Seite geschoben hat.

Er hat nur noch einen Wunsch, Frieden zu schließen mit seiner Vergangenheit und auch Karina realisiert, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt um zu vergeben und um Verzeihung zu bitten. Aus ihrer Sicht erlebt man auch, was ALS für die Angehörigen eines Erkrankten bedeutet.

Bisher wusste ich nur wenig über ALS. Durch diese Geschichte wurde mir bewusst, was die Diagnose für die Betroffenen bedeutet und obwohl der Verlauf der Krankheit nie reißerisch ausgeschlachtet wird, ist mir das Lesen nicht leichtgefallen. Es ist eine traurige und bedrückende Geschichte, die mir sehr zu schaffen macht.

Im Nachwort geht die Autorin darauf ein, wie sie auf die Krankheit aufmerksam wurde, welche Menschen mit ALS ihre Erfahrungen mit ihr teilten und wie wichtig es ihr ist, die Forschung nach Heilmethoden zu unterstützen. Alle im Nachwort genannten ALS-Patienten sind inzwischen verstorben. Das führt vor Augen, dass es sich hier zwar um eine fiktive Geschichte handelt, die erschreckend realistisch ist.

Fazit: Die traurige Geschichte eines an ALS erkrankten Pianisten.

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