Ein guter Tag zum Leben

von Lisa Genova 
4,6 Sterne bei41 Bewertungen
Ein guter Tag zum Leben
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Neue Kurzmeinungen

YasminRs avatar

Zum Mitfiebern, die Familie lieben und das Leben schätzen.

ElisabethF.s avatar

sehr berührend

Alle 41 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ein guter Tag zum Leben"

Als Joe erfährt, dass er an der seltenen Krankheit Chorea-Huntington leidet,
ist er 44 Jahre alt. Wenn es gut läuft, bleiben ihm noch zehn Jahre. Jahre, in denen
er die Kontrolle über seinen Körper mehr und mehr verlieren wird.
Wie jedes seiner vier Kinder muss auch Katie befürchten, die Krankheit ihres Vaters
geerbt zu haben. Gewissheit könnte ein Gentest bringen. Doch kann sie tatsächlich
mit dem Wissen leben, das der Test ans Licht bringt?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785725474
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:450 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:14.01.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.01.2016 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    heyannis avatar
    heyannivor einem Jahr
    Eindrücklich und nah

    Joe ist seit vielen Jahren Polizist in Boston, er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern wie viele andere immigrierte Iren in Charlestown. Er hat noch etwa elf Jahre bis zu seiner Rente vor sich, ein Tag, an dem seine Rosie nach all den Jahren endlich nicht mehr fürchten muss, dass er nicht wohlbehalten aus dem Dienst zurückkehren wird. Seine Kinder sind alle erwachsen, auch wenn sie noch unter seinem Dach wohnen: Der älteste JJ mit seiner Frau Colleen, Meghan, Ballerina im Boston Theatre, Patrick, der in einem Pub arbeitet, und schließlich Katie, die Jüngste, die Yoga Lehrerin ist.Als Rosie ihn bittet, sich untersuchen zu lassen, weil sich sein bester Freund wegen mehrerer Auffälligkeiten im Dienst Sorgen macht, ahnt Joe nicht, was das lostreten wird: Er geht davon aus, dass sein Knie ihm eben so seine Probleme bereitet - und jeder vergisst mal etwas, oder? Doch als sie einige Wochen später die Diagnose Huntington erfahren, ändert sich alles: Es ist eine Krankheit, an der er in wenigen Jahren sterben wird. Eine Krankheit, die ihm die Kontrolle über seinen Körper und damit einen großen Teil seines Lebens nehmen wird. Und es ist eine Krankheit, die jedes seiner vier Kinder mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent ebenso haben könnte...Jedes Familienmitglied geht mit dieser Diagnose anders um: Weil JJ und Colleen endlich ihr erstes Kind erwarten, ist es für ihn wichtig, sich testen zu lassen - auch wenn das Ergebnis niederschmetternd ist. Meghan entschließt sich auch zu dem Test, während Katie sich von all den Entscheidungen, die so große Auswirkungen auf ihr Leben haben werden, wie gelähmt fühlt. Immerhin ist sie gerade frisch in einer wunderbaren Beziehung - und eigentlich gibt es noch so viel, was sie tun möchte. Was ist schlimmer: Das Unwissen, ob man gesund oder krank ist oder das Wissen, dass man sterben wird?

    Die Bewertung

    Lisa Genova nähert sich in diesem Buch einer furchtbaren Krankheit: Huntington reißt die Erkrankten mitten aus dem Leben, viel zu früh versterben sie. Auch wenn der Leser durch Joe und seine Tochter Katie, aus deren Perspektiven das Buch geschrieben ist, nur die ersten Symptome der Krankheit kennenlernen, ist es intensiv beschrieben, was sie für die verschiedenen Personen bedeuten. Während Joe lernen muss, sein Leben neu auszurichten und sein Selbstverständnis neu zu definieren, ringt Katie mit so vielen Entscheidungen, dass sie sich kaum mehr vom Fleck rühren kann. 
    Das Buch ist nicht nur das Porträt einer Krankheit, es zeichnet auch eine irisch-amerikanische Familie zwischen den Generationen ab, fesselt auf die verschiedensten Weisen.

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    S
    Shamandalievor 2 Jahren
    Berührend

    Wirklich gut geschrieben, wie eine Familie damit fertig werden zu versucht, eine tödliche Erbkrankheit zu haben.

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    Pelikanchens avatar
    Pelikanchenvor 2 Jahren
    Mit Huntington leben .....................................

    In dieser Geschichte erzählt uns Lisa Genova ungeschönt, wie eine Familie plötzlich von dieser Krankheit betroffen ist und damit weiter leben muss. Sie zeigt uns den Verlauf der Krankheit und wie die betroffenen vielleicht darüber Denken und wie sie lernen mit dieser Krankheit weiter zu machen.
    Die Charaktere der irischen Familie, mit Joe der als Polizist arbeitet, seiner Frau Rosie, die eine streng gläubige Frau ist und den gemeinsamen Kindern Meg, JJ, Pat und Katie, wurden für mich lebensecht und glaubwürdig beschrieben. Mir ist die ganze Familie ans Herz gewachsen und ich habe mit Joe, bei dem die Krankheit bereits ausgebrochen ist und mit seinen Kindern, die mit einer 50% igen Chance vielleicht auch schon Genpositiv sind enorm mit gelitten. 
    Die Geschichte rührt an einigen Stellen wirklich zu tränen, es ist berührend und emotional geschrieben und hat mich zum nachdenken bewegt. 

    Eine klare Leseempfehlung für ein spannendes und auch lehrreiches Buch, das nicht nur über Huntington, sondern auch um das LEBEN selbst geht.

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    biblio_phils avatar
    biblio_philvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine bewegende Geschichte über eine interessante Krankheit
    Das Leben ist schön - und manchmal ganz schön grausam

    Inhalt:
    Es gibt einiges im Leben, worauf Joe O'Brien stolz ist: seine mittlerweile Erwachsenen Kinder, seine immer noch glückliche Ehe mit Rosie, seine Arbeit als Polizist.
    Mit 44 Jahren geht er aufgrund seltsamer Muskelzuckungen zum Arzt. Die erschreckende Diagnose: die vererbbare Krankheit Chorea Huntington, bis dato unheilbar und in spätestens 10 Jahren seine Todesursache. In den nächsten zehn Jahren wird er die Kontrolle über seinen Körper vollständig verlieren.
    Doch das Schlimmste für Joe ist, dass jedes seiner vier Kinder mit einer fünzig prozentigen Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Chorea Huntington erkrankt ist.

    Fazit:
    "Ein guter Tag zum Leben" ist das erste Buch, das ich von Lisa Genova gelesen habe. Auch wenn ich mich anfangs bei weitem nicht so gut in die Charaktere einfühlen konnte, wie ca. bei der Hälfte des Buches, hat mich die Geschichte von anfang an gefesselt. Es war interessant, mitzuverfolgen, wie sich die Krankheit langsam auf Joe ausgewirkt hat, was mich allerdings noch um einiges mehr packte, war die Frage, ob die Kinder von Joe selbst erfahren wollten, ob sie das Huntingtion-Gen besitzen und vor allem die Tatsache, wie sie mit dem Ergebnis umgingen.
    Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne mehr über die Krankheit an sich erfahren will, aber auch all jenen, die auf etwas dramatischere Familiengeschichten stehen.

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    W
    WinfriedStanzickvor 2 Jahren
    Ein bewegender Roman



    Lisa Genova hat als promovierte Neurologin und Psychologin ihre bisherigen Romane immer mit neurologischen Themen bestückt und so den Lesern die unterschiedlichsten Krankheitsschicksale nahe gebracht. In ihrem ersten Buch „Still Alice – mein Leben ohne gestern“, das weltweit erfolgreich war, spielte Alzheimer die Hauptrolle. Der zweite Roman „Mehr als nur ein halbes Leben“ befasste sich mit dem Neglect und das dritte mit dem Autismus.

    Auch in ihrem neuen hier vorliegenden vierten Roman geht es um ein medizinisches Thema. Es handelt von einer Familie, die von Chorea Huntington betroffen ist. Die Hauptperson des Buches heißt Joe O`Brien, ist 44 Jahre alt und von Beruf Polizist. Er führt ein zufriedenes und bescheidenes Leben mit seiner geliebten Frau und seinen vier Kindern. Eines Tages bekommt  er mit, dass seine Kollegen hinter seinem Rücken über ein angebliches  Suchtproblem tuscheln, das er offensichtlich habe. Auch seiner Frau sind Veränderungen im Verhalten von Joe nicht verborgen geblieben. Nach einen Arztbesuch, zu dem sie ihn überredet, bricht seine Welt zusammen: die Diagnose lautet Chorea Huntington, eine Generkrankung, unheilbar und tödlich.

    Intensiv beschreibt Lisa Genova die Reaktion von Joe auf diese Diagnose, die Phasen der inneren Auseinandersetzung damit, bis er endlich lernt, das Unabänderliche zu akzeptieren. Was ihm aber kaum gelingt ist die Angst zu zähmen davor, dass er womöglich mit seinen Genen die Krankheit an seine Kinder weiter gegeben hat.  Als dann schließlich herauskommt, dass bei zwei seiner Kinder, die sich dann doch alle haben untersuchen lassen, die Diagnose positiv ist, ist Joe extrem niedergeschlagen. Doch einer seiner Söhne wird selber Vater, obwohl er mit 50% Wahrscheinlichkeit die Krankheit an sein Kind weitergibt.

    Wie kann eine Familie mit solch einer Krankheit leben? Lisa Genova schafft es nicht nur, auf verständliche Weise den Leser über Chorea Huntington zu informieren, sondern verschafft ihm auch einen tiefen Einblick in die Seelenwelt der Familie O`Brien. So kann er  nachvollziehen, was das Leben mit dieser Diagnose bedeutet. Ein täglicher Kampf, der nie enden will,  heftige Schuldgefühle, tiefe Angst seine Familie nicht richtig versorgt zu wissen. So erlebt Joe all das. Aber auch die Kinder leiden, fragen sich ob sie ein eigenes Leben leben dürfen. Und immer wieder die Frage: will ich die Wahrheit wissen? Lasse ich mich untersuchen?

    Ein bewegender Roman nicht nur über eine Krankheit, sondern auch über die unendliche Kraft einer Familie mit ihr umzugehen und zu leben.


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    Chibi-Chans avatar
    Chibi-Chanvor 3 Jahren
    Aufklärung in einem gefühlvollen Roman - erschreckend echt

    Meine Meinung
    Allgemein

    Der Einstieg in das Buch fiel mir nur bedingt leicht. Die Sichtweise ging von Joe aus und kam für mich rüber wie ein typischer Kerl. Er lebt für seinen Beruf und seine Familie und scheint zunächst sehr pragmatisch. Doch schnell lebte ich mich in seiner Welt ein. Er lebt mit seiner Familie in Boston und führt - durch seine Frau - ein relativ strenges katholisches Leben. Der Glaube kommt häufig im Buch vor, doch nicht übermäßig störend.
    Doch kaum hat man sich in Joes Welt eingelebt kommt die Diagnose: Huntington. Schon ziemlich nah am Anfang beginnen Joes Symptome und man fiebert der Diagnose entgegen. Positiv, wie auch negativ. Endlich kann Joe benennen, was mit ihm los ist, doch das schmälert die Tatsachen nicht. Mir schlug das Herz höher, als die Diagnose ausgesprochen wurde und die Welt seiner Frau in sich zusammenfällt. Den Joe will es zunächst nicht wahrhaben und so geschieht es, dass man in dem Buch den Prozess verfolgen kann, wie Joe körperlich und seelisch abbaut und langsam die Huntington nicht mehr ignorieren kann.
    Sehr gut gefallen hat mir, wie gut recherchiert das Buch ist. Joe - und so auch man selbst - wird von seinem Arzt über die Krankheit aufgeklärt. Doch zwischendurch gibt es auch mal ein oder zwei Seiten, die nur Infos über den Verlauf, die Vererbung und die Heilung preisgeben. So kann man sich bewusst auch selber mit der Krankheit befassen.
    Das Buch ist in drei Teile unterteilt und im zweiten ging es mit einer Tochter Joes weiter. Huntington ist zu 50% vererbbar und somit muss jedes seiner Kinder nun mit der Gewissheit leben, es kriegen zu können. Die Möglichkeit besteht, sich testen zu lassen. Aber möchten die Kinder das, oder doch lieber auf gut Glück ihr Leben leben? Kathy ist sich dabei total unsicher. Zig Sachen in ihrem Leben machen sie schlaflos. Sie will über nichts nachdenken, keine Entscheidungen treffen, da alles droht sie zu überfordern. Mir gefiel es aus der Sicht eines "Ahnungslosen" lesen zu dürfen. Wie geht man mit dem Wissen um, dass man mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit eine unheilbare Krankheit hat? Und wie lässt es sich damit leben, den eigenen Vater beim körperlichen und geistigen Verfall zuzusehen? 
    Im letzten Teil kann man dann aus beiden Sichten lesen und so langsam haben alle ihren Weg gefunden, mit dieser Krankheit umzugehen. Es gab nur zwei Faktoren, die mich am Ende noch störten: Zum einen wollte der Vater an einer Forschung teilnehmen, von der man nur ein weiteres Mal sehr kurz gelesen hat, zum anderen wollte die Tochter sich testen lassen und ist sich bis zum Ende des Buches unschlüssig, ob sie das Ergebnis wirklich wissen möchte. (Spoiler!) In dem Buch ging es ja mehr darum, wie die Personen mit dem Wissen leben. Trotzdem endet das Buch ohne nun zu wissen, ob Kathy sich umsonst Sorgen gemacht hat. Irgendwie hat mir das noch gefehlt. (Spoiler Ende!)
    Insgesamt muss ich sagen, dass ich das Buch großteils wirklich sehr bedrückend fand und es zum Nachdenken definitiv anregen konnte. Ich fand es zum Beispiel sehr erschreckend, wie wenig Hilfe Menschen mit unheilbaren Krankheiten doch bekommen. Wie drastisch zum Beispiel die Rente runtergeht, obwohl man treu viele Jahrzehnte gearbeitet hat und wie wenig die Familie nach dem Ende an Hilfe bekommt. Die Konsequenzen werden sehr direkt aufgelistet.
    Die Autorin schreibt oftmals spannende Kapitelanfänge, sodass man nur denken kann, dass erneut etwas schreckliches passiert. Das Gute daran war, dass man nicht wusste, wann wirklich was schlimmes geschieht und wann nicht. So bleibt die Spannung konstant bestehen.

    Charaktere

    Im großen und ganzen liest man nur von der Familie O'Brien. Dazu gehören die Eltern Joe und Rosie und die Geschwister Katie, JJ, Patrick und Meghan. Ebenfalls JJs Frau Colleen und Kathys Freund Felix.
    Sie alle haben einen eigenen Charakter und ich konnte zu jedem eine Beziehung aufbauen. Ob nun positiv oder negativ. Jeder hatte seine Macken und sein eigenes Leben und trotzdem war der Familienzusammenhalt sehr wichtig. Das alles kam sehr gut zum Vorschein.
    In erster Linie hat man natürlich von Joe und Kathy mitbekommen.
    Joe wächst einem ans Herz. Als Mann redet er nicht viel und durch seine Krankheit noch weniger. Doch seine Gedanken sind für den Leser real. Sie wirken echt. Und sie verändern sich. Selbst der stärkste Mann hat sein Päckchen zu tragen und leidet darunter, doch immer wieder hat es mich erfreut, wie stark die Liebe zu seiner Familie ihn immer wieder machen konnte.
    Kathy ist noch jung und oftmals dachte ich mir, dass sie einfach Angst vor ihrer Zukunft hat. Angst die falschen Entscheidungen zu treffen. Es gibt so viele große Themen in ihrem Leben und doch weiß sie nicht, was sie tun soll. Doch ich hatte das Gefühl, dass sie schon wusste, was ihr Herz wollte, doch in einem moralischen Konflikt stand. Wie sich das alles im Nachhinein löste, war sehr schön zu lesen.
    Außerdem wurde jeder in der Familie irgendwie mit eingebunden. Der Einzige der etwas unterging war Patrick, doch gegen Ende lichtet sich auch das.

    Schreibstil & Sichtweise

    Durch den Schreibstil gewann das Buch an Authentizität. Ich konnte mit den Charakteren mitfühlen und oftmals wurde mein Herz ganz schwer, wenn über die Folgen der Krankheit gesprochen wurde.
    Geschrieben wurde das Buch aus den Sichten von Joe (dem Vater) und Kathy (seiner Tochter) in der dritten Person.

    Cover & Titel

    Das Cover finde ich ganz okay. Keines, was mich sofort magisch anziehen würde. Das Pärchen auf dem Cover ordne ich eher Kathy und Felix zu. Die Beziehung zwischen den beiden fand ich jedoch nicht so ausschlaggebend, als das es auf das Cover müsste. Auch die Katze dort verwirrt mich etwas, da die Familie einen Hund besitzt. Das fröhliche helle blau gefällt mir allerdings sehr gut. Ebenfalls, dass die Personen in weiß gemalt wurden (Verkörperung von Allem.)
    Auch der Titel ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, da sich das Buch in erster Linie darum dreht, wie man mit dieser Krankheit bzw dem Wissen, dass man sie hat/haben könnte lebt. Erst gegen Ende finden die Protagonisten ihren Weg damit zu leben und gewinnen wieder etwas an Fröhlichkeit. Deshalb sehe ich den Titel eher als Aufforderung auf.

    Besonderheit
    Am Ende ruft die Autorin den Leser dazu auf, für die Huntington Medizinforschung zu spenden. Dafür hat sich einen kleinen Infopost eingerichtet, den ihr hier finden könnt: 
    Lisa Genova zur Huntington Krankheit
    Zitat
    "Und so sind sie nun hier, in der Praxis irgendeines schicken Bewegungsspezialisten. Das erscheint Joe absolut übertrieben für einen erschöpften Mann mit einem schlimmen Knie."- Position  1236
    Fazit
    Dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Ein kleiner Einblick in die Gefühlswelt eines unheilbar Kranken und die Angst vorm krank sein. Eine Menge an Authentizität zieht einen förmlich durch das Buch und man möchte wissen, wie es weitergeht.
    Ein offenes Buch, was nicht zu verstecken droht, sondern versucht aufzuklären. Definitiv ein Must-Read! 

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    Dions avatar
    Dionvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gefühlvolle Aufarbeitung einer tödlichen Krankheit.
    Diagnose Huntington... und nun?

    Was passiert, wenn ein 44-jähriger Familienvater die Diagnose Huntington bekommt? Wie gehen seine Frau und seine eventuell ebenso kranken Kinder damit um? 
    Lisa Genova beschreibt sehr gefühlvoll den Ausbruch der Krankheit beim 44-jährigen Joe. Sie lässt uns teilhaben an seinen Ängsten, Hoffnungen, seinen Bemühungen, die Krankheit irgendwie zu verdrängen, um sie schließlich doch zu akzeptieren.
    Auch seine erwachsenen Kinder müssen mit der Bedrohung leben, die Krankheit mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit geerbt zu haben. 
    Die Erbkrankheit Huntington wird in diesem Roman nicht medizinisch zerlegt sondern vielmehr emotional begleitet. Die Geschichte ist sehr flüssig zu lesen, lässt mit den Protagonisten hoffen und macht ihre Ängste fast greifbar. 
    Als sehr angenehm habe ich empfunden, dass die Krankheit in ausgeklammerten Kapiteln kurz erklärt wird. Mitten im Geschehen hätte ich es eher als störend empfunden, denke ich.
    Ein sehr berührendes Buch. Bedingungslos weiter zu empfehlen.

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    Caroass avatar
    Caroasvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Lisa Genova erzählt emotional und berührend in dieser Geschichte wie ein Familie mit der Krankheit Huntington zu leben lernt.
    Eine packende Geschichte über eine irische Familie die mit Huntington lebt

    Lisa Genova erzählt in dieser Geschichte wie ein Familie mit der Krankheit Huntington zu leben lernt. Sie zeigt den Verlauf der Krankheit und die möglichen Gedanken eines Betroffenen. Zugleich hat sie es geschafft aufzuzeigen, was eine Erbkrankheit innerhalb einer Familie bewirken kann.


    Die Charaktere, Joe ein irischer Polizist, seine Frau Rosie eine streng gläubige Irin, seine Kinder JJ, Meg, Pat, Katie und der Freund von Katie Felix, wurden sympathisch und glaubhaft dargestellt.
    Ich fand die aufklärende Hintergrundinformationen die es zu den einzelnen Krankheitsabschnitten gab sehr interessant und konnte während des Lesens nicht umhin die eine oder andere Träne zu vergießen. Man leidet und fiebert mit den Charakteren mit und obwohl es eine tödliche Krankheit ist, hat man immer das Gefühl dass es eine Hoffnung gibt. Joe hat zwar den einen oder anderen Tiefgang aber im Großen und Ganzen ist er positiv eingestellt.
    Seine Kinder verarbeiten diese Information sowie die Möglichkeit zu 50% genpositiv zu sein auf unterschiedliche Art und Weise.

    Fazit, ein Buch das einem die Krankheit in einer berührenden, emotionalen und aufrüttelnden Geschichte nahe bringt und von mir gerne weiterempfohlen wird.

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    S
    Sasa51vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Thema Huntington aufklärend in eine schöne traurige Geschichte verpackt
    Schwieges Thema schön umgesetzt ....

    Hallo,

    so das Buch ist gelesen und als Schulnote würde ihm eine gute 3 geben.

    Mir hat daa Thema "Huntington" gut gefallen. Es hat mich sehr zum nachdenken gebracht,
    den auch ich gehöre zu den Leuten, die einen Huntingtonerkrankten mit einen "Besoffenen" verwechselt hätten.
    Es hat mich doch zum grübeln gebracht und vielleicht auch dazu, mal genauer hinzusehen....

    Die Familie um Joe ist einen in dem Buch sehr an Herz gewachsen. So kommt es auch, das man bei jeder Diagnose mit leidet und überlegt wie man selbst damit umgehen würde.
    Ich konnte das Buch, bis auf wenige Ausnahmen flüssig lesen, wobei mir einige Personen zu kurz gekommen sind. Gerne hätte ich mehr von Patrick erfahren.
    Kritisch sehe ich auch den Schluss, wo doch die Rolle "Katie" sehr wichtig war, hätte ich gerne gewußt wie Ihr Schicksal bestimmt ist.
    Liegt eben daran, das ich mit offenen Enden nicht viel anfangen kann.

    Empfehlen kann ich das Buch trotzdem, wobein ich es sogar schon gekauft und an eine gute Freundin verschenkt habe.

    Von der Autorin war es das erste Buch das ich gelesen habe, werde mir aber die anderen auch "vornehmen", da mir der lockere angenehme Schreibstil gefallen hat.....

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    flieders avatar
    fliedervor 3 Jahren
    Ja zum Leben

    Der 44 jährige Joe O`Brien arbeitet bei der Bostoner Polizei, seine Frau Rosie und die 4 mittlerweile erwachsenen Kinder sind sein ganzer Stolz. Sein Leben verlief bisher in ruhigen Bahnen, nun aber machen seine ungewöhnliche, ungelenken Bewegungen und seine Grimassen schnell bei den Kollegen die Runde. Viele glauben, dass er, wie schon seine Mutter, ein Alkohol- und Drogenproblem hat. Ein alarmierender Anruf eines guten Kollegen bei Rosie lässt sie aufhorchen. Auch sie hatte sich schon öfters über Joe´s ungewohnt heftige Wutausbrüche und Zappeleien gewundert. Die Diagnose Chorea Huntington lässt die Familie in ein tiefes Loch fallen. Die Krankheit ist unheilbar und endet nach einem Martyrium immer mit dem Tod. Doch das ist noch lange nicht das Ende des Schreckens, die Erkrankung ist vererbbar und die größte Sorge gilt nun den 4 Kindern. Sind sie gesund oder hat sich diese heimtückische Krankheit auch bei ihnen eingeschlichen?

    Lisa Genova hat mit ihrem neuen Buch Ein guter Tag zum Leben wieder mal ein heißes Eisen angefasst. Wie schon bei Still Alice, das sich mit der Alzheimerkrankheit beschäftigt, versteht sie es prima, den Leser über eine wenig bekannte Krankheit aufzuklären. Chorea Huntington war mir bisher gänzlich unbekannt und ich erfuhr erst durch dieses Buch das es sowas überhaupt gibt. Lisa Genova lässt uns teilhaben am Familienleben und man spürt die Verzweiflung, die die schnell fortschreitende Krankheit hinterlässt. Die Geldknappheit mit der die Familie nun leben muss und die Zwiespältigkeit der Kinder, ob sie sich ebenfalls testen lassen sollen wurden sehr gut beschrieben. Mit jedem Kapitel wachsen die verschiedenen Charaktere und man möchte sie mehr als einmal in den Arm nehmen. Ganz besonders ist mir Katie ans Herz gewachsen, die sich als das schwarze Schaf in der Familie fühlt und total verunsichert ist und sich dann mit einer Stärke zeigt die man in ihr nie vermutet hätte. Ein tolles Buch, dass ich guten Gewissens empfehlen kann. Deshalb vergebe ich auch gerne 5 Sterne

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