Lisa Genova Mehr als nur ein halbes Leben

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Inhaltsangabe zu „Mehr als nur ein halbes Leben“ von Lisa Genova

Sarah hat alles, wovon sie immer träumte: einen interessanten Job, ein schönes Haus und eine wundervolle Familie. Nur eins hat sie nicht: Zeit. Jede Stunde ihres Tages ist verplant, zur Ruhe kommt sie nie. Bis sie nach einem schweren Verkehrsunfall im Krankenhaus aufwacht. Sie kann ihre linke Körperhälfte nicht mehr steuern und ist bei jedem Schritt auf Hilfe angewiesen. Sarah ist gezwungen, ihr Leben dramatisch zu entschleunigen. Doch während es ihr allmählich besser geht, stellt sie sich immer öfter die Frage: Will ich mein altes Leben überhaupt zurück?

Es könnte jeden treffen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

— Sieben-Schwester
Sieben-Schwester

Nach "Mein Leben ohne Gestern" wieder ein bemerkenswertes, starkes und ganz wunderbares Buch!

— Katjuschka
Katjuschka

Wunderbares Buch, hab es sehr gerne gelesen! Nicht schnulzig, nicht herzzerbrechend, aber ehrlich und mitfühlend...

— DieDada
DieDada

Wahnsinn! Dieses Buch geht unter die Haut.

— PrinzessinAurora
PrinzessinAurora

so oft leider wahr - man erkennt Dinge, die wertvoll sind zu spät

— dieFlo
dieFlo

Geht unter die Haut. Leseempfehlung!

— wandablue
wandablue

Wunderschönes Buch. Ich konnte es kaum weg legen. Sehr spannend und traurig zugleich. Muss gelesen werden, es lohnt sich sehr.

— YinYang
YinYang

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    Mehr als nur ein halbes Leben
    Katjuschka

    Katjuschka

    Sarah führt ein Leben auf der Überholspur mit Ehemann, 3 Kindern und einem 80-Stunden-Job. Doch nach einem Autounfall liegt sie kurz im Koma und zurück bleibt ein linksseitiger Neglect. Sie kann links nicht mehr erkennen. Nirgends. Sarah weiß, sie hat eine linke Hand, kann sie aber weder sehen noch finden, schon gar nicht benutzen. In einem Buch findet sie die linken Seiten nicht und auf ihrem Teller isst sie nur das, was auf der rechten Seite liegt. Personen im linken Teil eines Raumes kann sie hören, aber nicht sehen. Sogar einen 3 Meter hohen geschmückten Weihnachtsbaum übersieht Sarah, denn er steht in der linken Zimmerseite. Links existiert einfach nicht!Mit viel Energie, Willen und Kampfgeist versucht Sarah mit der Hilfe und Unterstüzung ihres Mannes und ihrer Mutter ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Nach "Mein Leben ohne Gestern" hat Lisa Genova wieder ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Der tägliche Kampf um die Bewerkstelligung ganz gewöhnlicher Tätigkeiten (Gang zur Toilette, sich selbst anziehen) oder Handgriffe (eine Cola aus dem Kühlschrank holen, Zeitung lesen) wird extrem realistisch beschrieben. Und genau wie Sarah nicht bemitleidet werden will, so kommt auch während des lesens weder Mitleid noch Fremdschämen auf. Eher Respekt und sehr viel Sympathie für eine echte Kämpferin mit eisernem Willen, die trotz einiger Rückschläge ihr Ziel nicht aus den Augen verliert.Wenn ich schon von Alice angetan war, so hat mich Sarah richtig begeistert. Für mich eine eindeutige Leseempfehlung!

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    • 9
    Janna_KeJasBlog

    Janna_KeJasBlog

    29. March 2016 um 11:20
  • TOTAL wichtig und WIRKLICH wichtig können unterschiedlicher nicht sein

    Mehr als nur ein halbes Leben
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    Höher, schneller, weiter - ist für Sarah kein Mantra, mit dem sie sich selbst anfeuert, um besser als alle anderen zu sein. Viel mehr ist es eine Passion, eine Leidenschaft, die durch ihre Adern fliesst. Ein gedrosseltes Tempo, Freizeit ohne Terminplaner, Zeit für die Familie, ohne auf die Uhr zu blicken, kommt so gar nicht in Frage. Jede Minute, die ein Tag so hergibt, ist für etwas gut, ausgefüllt und wird genutzt. Alles ist unter Kontrolle, alles ist organisiert und spontane Dinge werden ausgeknobelt. Alles ist so, wie es für sein sein muss, damit das Leben, ihr Leben einen Sinn ergibt. Doch dann wird sie aus ihrem durchgeplanten Alltag hinauskatapultiert und es wird eine Bremse gezogen, die sie weder kennt, noch so recht verstehen mag. Ein Überflieger-Leben hat sich Sarah zusammen mit ihrem Mann Bob geschaffen. Zielstrebig gehen sie gemeinsam durch ihr Leben. Hochbezahlte Jobs ermöglichen ein gutes Leben in einer schönen Umgebung mit einem Kindermädchen, das sich um die 3 bezaubernden Kinder kümmert, die trotz oder neben dem Karrieregang das Familienbild komplettiert haben. Ein "schauen wir doch mal, was der Tag so bringt" oder "lass uns dies oder jenes machen, weil es Spass macht", kann es für die beiden nicht geben. "Der Job ist wichtig!" - kann man verstehen. "Ich bin für den Job wichtig. Ohne mich würde es nicht laufen." - kann nur derjenige behaupten, der fest darin steckt und die Möglichkeit der Ersetzbarkeit, so gar nicht in Betracht zieht. Schliesslich ist man ja wichtig. Was wirklich von Bedeutung ist, stellt man meist er dann fest, wenn das vermeintlich Wichtige "wegbricht". Es ist ein Autounfall, der für Sarah ein Schädel-Hirn-Trauma mit sich bringt, welches einen linksseitigen Neglect auslöst. Für sie gibt es kein Links mehr. Links ist kein Teil ihrer Wirklichkeit. "Da muss ein Links sein", doch Sarah hat keine Ahnung, wo dieses abgeblieben ist. Ihr Gehirn blendet es einfach aus. Selbst ihre linke Körperhälfte ignoriert es dabei vollkommen. Verlust, Einschränkungen, Veränderungen, Ängste vs. Ehrgeiz, Mut, Stärke, Neuorientierung. Dies führt zwangsläufig zu der Frage "Was ist wirklich WICHTIG im Leben ?", die sich jeder von uns stellen sollte, auch ohne eine Bremse die fremdbestimmt gezogen wird. Für mich ist dies ein Buch, das man erlebt, so echt, so greifbar, so ehrlich, bei dem man unter dem Lesen im Dialog mit der Protagonistin steht, weil man "nein" oder "bitte nicht" oder "du machst zu viel" oder "das kann nicht gut gehen" sagen mag. Ein kleiner Teil Wiedererkennungswert ist für mich dabei. Klein, weil ich Sarahs Leben kenne, mich aber selbst ausgebremst habe, da Verlust, egal welcher Art, nicht mit Anerkennung ausgeglichen werden kann. Der Ehrgeiz verschwindet nicht. Er verlagert sich. Und manchmal, aber nur manchmal entwickelt er ein Eigenleben und mag die Oberhand gewinnen. Doch dann kommt unser 9-jähriger Sohn und sagt: "Mama, morgen ist auch noch ein Tag."^^ Lesen, erleben, fühlen, sich zusammen mit Sarah eingestehen, entwickeln und verändern - dies lässt mich 5 Sterne vergeben, neue Wünsche und kleine Ziele haben.

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    • 7
  • Das Leben ändern müssen

    Mehr als nur ein halbes Leben
    dieFlo

    dieFlo

    Sarah hat alles - absolut alles, einen Job in der Wirtschaft, noch dazu in einer Führungsposition, der ihr einen super Verdienst bietet, einen Mann ,der ebenfalls einen tollen Job, ein tolles Haus, eine Ferienhaus und 3 wunderbare Kinder, ach ja fast hätte ich es vergessen: Sie darf dafür auch 80 Stunden die Woche arbeiten ... Was hat sie nicht? sie hat niemals Zeit, alles ist perfekt durchgeplant, jede Sekunde des Tages muss stimmen, denn sonst kommt sie zu spät. zu spät zum Meeting, zu spät um ihren Kindern wenigstens noch eine Gutenachtgeschichte lesen zu können, bevor der Laptop sie wieder an die Arbeit ruft .... und sie hat kein Verhältnis zu ihrer Mutter,  Doch dann verursacht sie einen Unfall, wacht nach einer Woche Koma wieder auf und nichts ist mehr, wie es war. Sie kann nach einer Gehirnoperation alles was links ist nicht mehr sehen oder fühlen - ihre Welt steht Kopf. Sie muss doch so schnell wieder in ihr Büro, die Kontakte, die Abschlüsse ....  Sarah wird erkennen, dass es andere Dinge gibt, viel kleinere, die das Leben wertvoll machen, das Gesundwerden Zeit kostet und sie wird die Hilfe, der Frau annehmen müssen, die sie so gar nicht sehen mag: ihrer Mutter  Ein Roman, der berührt und auch Angst macht, der aufweckt und und unter die Haut geht. 

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    • 2
    parden

    parden

    25. December 2014 um 23:40
  • Fesselnd und rührend zugleich

    Mehr als nur ein halbes Leben
    Anakin

    Anakin

    27. February 2014 um 14:03

    Wer kennt das nicht?? Den Dauerstress und das Gefühl, möglichst viele Dinge gleichzeitig erledigen müssen, rastlos bis zur Erschöpfung... genau das war der Grund, dass ich mir dieses Buch gekauft habe und ich war begeistert: Sarah führt ein Leben auf der Überholspur und jede Minute ihres Lebens ist verplant: vom 60 – 80 Stunden Job in der Woche, bis zur Erziehung von drei kleinen Kinder scheint sie alles zu meistern. Doch auf einen (Schicksals-)Schlag ändert sich ihr Leben: Während der Autofahrt checkt sie noch ein paar Mails, schaut zu lange auf ihr Handy und schließlich passiert der schreckliche Unfall, der ihr Leben verändern soll. Nach mehrstündiger Not-OP erwacht sie im Krankenhaus – und muss ihr Leben ab sofort mit einem Left Neglect bewerkstelligen. Und als habe sie nicht genug mit sich selbst zu kämpfen, erfährt Sarah, dass ihr Sohn an ADHS leidet und in der Firma ihres Mannes massiv Stellen abgebaut werden. Und dann taucht noch Sarahs Mutter auf, die sich seit dem Tod ihres Bruders Nake nicht mehr um sie gekümmert hat. Trotz alledem fragt sich Sarah mit der Zeit, ob sie ihr altes Leben überhaupt wieder zurück haben möchte? Das Buch ist einfach fantastisch geschrieben, man kann die Geschichte fast vergleichen wie „ziemlich beste Freunde“. Es wird ein "Handicap" beschrieben (Sarah vermeidet den Begriff Krankheit), das kein Mitleid erregen, sondern informieren soll, ja, hier wird sogar nach Lösungen gesucht, um das Leben fortan ein bisschen einfacher zu gestalten. Für den Leser ist es unvorstellbar, wie Menschen mit dieser Krankheit ihr Leben komplett umkrempeln müssen. Obwohl das ein sehr ernstes Thema ist, versüßt die Autorin diese bittere Realität mit witzigen Sprüchen von Sarah, die in diesem Buch sehr stark ist und allen anderen mit dem Left Negclet Mut zu machen scheint. Ein großes Lob an die Autorin: werde mir nach diesem Roman sicherlich auch ihr erstes Buch kaufen…

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  • Change - ein Workaholic wird ausgebremst

    Mehr als nur ein halbes Leben
    wandablue

    wandablue

    18. December 2013 um 14:53

    Sarah und Bob leben den amerikanischen Traum! Beide haben Spitzenjobs, sind Führungskräfte in der Wirtschaft, verdienen exorbitant, eine siebzig bis achtzig Stunden Woche ist überhaupt kein Thema, und zudem haben sie drei wunderbare Kinder und ein unersetzliches Kindermädchen. Ihren stressigen, bis auf die letzte Minute durch geplanten Alltag kann man nur als Perfekt-A Typ und als hingebungsvoller Workaholic bewältigen, den ihnen zustehenden Urlaub zum Beispiel haben beide Elternteile noch nie ausgeschöpft: ihre Firmen brauchen sie doch! Dass diese herausfordernde Lebensweise bereits ihren Tribut gefordert hat und sie ihre Kinder mit ihrem Leistungsdruck überfordern, dämmert Sarah erst als sie durch einen selbstverschuldeten Autounfall schlagartig „die Hälfte ihres Lebens“ verliert: sie erleidet einen linksseitigen Neglect, verliert ihre visuelle linke Wahrnehmungsfähigkeit, was u.a. bedeutet: sie isst nur die rechte Hälfte des Tellers leer, liest nur die rechte Hälfte von Wörtern, bemerkt den links von ihr stehenden drei Meter hohen glitzernden und leuchtenden Christbaum im Wohnzimmer nicht als sie von Krankenhaus und Reha wieder nach Hause darf und hat kein Bewusstsein ihrer gesamten linken Körperhälfte! Alltäglichkeiten, die sie zuvor „mit links“ bewältigt hat, werden zu einem riesigen Problem. Die Geschichte dieses „Change“ geht wahrlich unter die Haut. Das haarsträubende Mammutprogramm der Workaholiks ist so anschaulich, dass der Stress voll rüber schwappt und ich schreie: „So geht das doch nicht, macht mal Pause, kümmert euch um eure wirklichen Bedürfnisse, kümmert euch mehr um eure Kinder!“ Doch Sarah und Bob lachen nur. Sie sind die Besten, rasen auf der Überholspur, haben alles im Griff. Und später möchte ich ihnen Mut machen und ihren sagen, dass sie keine Versager sind, nur weil sie mit den Oberen Zehntausend nicht mehr mithalten können. Aber das geht ja nicht. Sie müssen es selbst herausfinden, – wenn sie es herausfinden! Sarah jedenfalls kämpft mit allen Mitteln darum, wieder in die alte Tretmühle zurückzukehren. Fazit: Lisa Genova hat mich mit dieser Geschichte wirklich mitgerissen. Ihre Protagonisten sind aus Fleisch und Blut und absolut überzeugend. Ein Lesegenuß!

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  • Nachdenken

    Mehr als nur ein halbes Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2013 um 11:04

    Sarah ist das, was man unter einer erfolgreichen Frau versteht. Sie ist glücklich verheiratet, hat eine tolle Familie einen lieben Ehemann und wundervolle Kinder. Sie arbeitet verbissen und jede Minute vom Tag ist ganz genau durchgeplant bis zu dem Morgen, an dem sie einen Unfall hat...... Als Sarah in der Klinik aus dem Koma erwacht, erfährt sie, dass sie noch mal Glück gehabt hat, aber auch, dass sie eine schwere Hirnverletzung erlitten hat. Gezwungener ihr Leben zu entschleunigen versucht sie in ihr "anders" Leben zu finden. Dieses Buch wirkt lange nach, macht es einem doch unmissverständlich deutlich, wie schnell sich das Leben ändern kann und wie wenig man da manchmal selber Einfluss drauf hat. Ich habe mit Sarah mit gelitten. Man kann sich unheimlich gut in diese Frau hineinfühlen und verstehen was sie erlebt auch wenn man selber dankbar ist, nur ein Buch darüber zu Lesen.  Das Leben ist endlich und viel zu oft vergessen wir Menschen es, in unserem durchgetakten Leben, alles läuft genau nach Plan..... wirklich alles????  Ein Buch, was zum Nachdenken und Umdenken anregt, Termine und ein guter Job, sind eben nicht alles.............. super geschrieben. 

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  • Rezension zu "Mehr als nur ein halbes Leben" von Lisa Genova

    Mehr als nur ein halbes Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. August 2012 um 07:28

    Inhalt: Eine viel beschäftigte Mutter und ein viel beschäftigter Vater haben drei Kinder, die sie neben ihrem Beruf auch noch versorgen müssen. Eigentlich leben sie für ihre Jobs und dann ist da noch ihre Familie. Eines Tages sucht die gestresste Mutter, während des Autofahrens im Berufsverkehr, nach ihrem Handy, als sie die Kontrolle über das Auto verliert und einen schweren Unfall erfährt, aus dem sie mit einer "Neglct" davon kommt: Einer Störung, verursacht durch eine Hirnverletzung. Sie muss nun lernen, ihre ganze linke Körperhälfte wieder in ihr Bewusstsein einzubauen, denn durch die Neglect ist ihr die nämlich "abhanden" gekommen... ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Ein interessantes Thema, eine interessante Konstellation: Ein Schicksalsschlag lässt eine ganze Familie neu zusammenwachsen. Aber: Mir waren für ein gutes Buch einfach zu viele Längen drin und Wiederholungen, die mir das Thema einfach "zu schwer" gemacht haben. ** ** ** ** ** ** ***

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  • Rezension zu "Mehr als nur ein halbes Leben" von Lisa Genova

    Mehr als nur ein halbes Leben
    Buchhandlung_Thomas_Schmitz

    Buchhandlung_Thomas_Schmitz

    31. October 2011 um 23:14

    Sarah meistert ihr Leben. Sie hat einen verantwortungsvollen Job, für den sie rund um die Uhr im Einsatz ist. Und sie hat ebenso einen Ehemann und drei kleine Kinder, um die sie kümmert. Einfach einmal nichts zu tun, kennt sie überhaupt nicht. Koffeingepuscht geht sie durchs Leben, hetzt von Termin zu Termin, versucht ihren Job zu meistern, gleichzeitig auch eine gute Mutter und Ehefrau zu sein. Koffein und ihre Uhr sind ihre ständigen Begleiter. Bis ein Unfall ihr Leben schlagartig entschleunigt... Als sie aus dem Koma aufwacht, ist die Diagnose der Ärzte niederschmetternd: linksseitiges Neglect. Alle Dinge, die sich linksseitig abspielen, ignoriert das Gehirn einfach. Sarah hat Schwierigkeiten, mit dieser Diagnose umzugehen. Für sie ist alles normal. Bis sie darauf hingewiesen wird, dass sie einen Teil des Essens gar nicht sieht oder dass bei Bildern, die sie malt, die linke Hälfte fehlt. Selbst das tägliche Ankleiden wird zur Qual. Aber das, was sie vorher in ihrem Job auszeichnete, hilft ihr auch jetzt weiter - der Ehrgeiz. Schließlich will sie schon bald in ihren Job zurück. Doch die Fortschritte sind eher ernüchternd. Nur ganz allmählich findet sie den Weg in ihr altes Leben zurück und steht dann vor der Entscheidung, ob sie ihr altes Leben überhaupt zurück will. Lisa Genova hat ein wirklich sehr nachdenklich stimmendes Buch geschrieben. Was ist wichtig im Leben und was kommt im Alltag zu kurz? Sarah findet da ihren ganz eigenen Weg... (sandra rudel)

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  • Rezension zu "Mehr als nur ein halbes Leben" von Lisa Genova

    Mehr als nur ein halbes Leben
    robbylesegern

    robbylesegern

    14. October 2011 um 16:59

    Wieder ein sehr berührendes Buch Lisa Genovas Buch "Mein Leben ohne gestern",war für mich ein sehr eindringliches Leseerlebnis, welches ich wohl nie vergessen werde. Auch in ihrem neuen Buch "Mehr als nur ein halbes Leben"schreibt Lisa Genova wieder über ein Leben mit Handicap. Emotional, aber auch sehr informativ wird das Leben von Sarah Nickolsen erzählt, die als Vizepräsidentin in einer Consultingfirma arbeitet.Sie liebt ihre Arbeit und so sind ihr 70 bis 80 Wochenstunden Arbeit nicht zuviel .Auch ihre drei quirligen Kinder im Alter von 7 Jahre ,5 Jahre und 9 Monaten, verlangen ihr einiges ab. Aber alles ist bestens organisiert,die Kinder sind in der Schule und der Kinderkrippe untergebracht, ein Kindermädchen regelt den Rest und Sarah schafft es meistens sogar zur Gutenachtgeschichte zu Hause zu sein, um noch etwas von ihren Kindern zu haben.Sie ist ein Multitasking - Talent, die neben Telefonaten sogar noch einige E-mails beantworten kann, während sie in einer Sitzung ist.Auch ihr Mann hat einen anstrengenden Job,aber beide Verdienste sichern der Familie ein Haus in einem beliebten Vorort von Boston und ein Ferienhaus in Vermont.Sarah ist sich bewusst, dass sie ein Leben auf der Überholspur führt und auch ihre Familie zu kurz kommt, aber sie ist auch stolz darauf, dies alles zu schaffen.Bis sie eines Tages auf dem Weg zur Arbeit einen schweren Unfall hat, verursacht durch Unachtsamkeit, da sie während des Fahrens schnell noch ein paar Mails checkt.Mit einem schweren Schädelhirntrauma wird sie ins Krankenhaus eingeliefert.Als sie aus dem künstlichen Koma erwacht, in das man sie gelegt hat, werden ihr nach und nach die Folgen ihres Unfalls mitgeteilt.Das größte Handicap ist ein sogenannter linksseitiger Neglect, der aufgrund einer Schädigung ihrer rechten Hirnhälfte aufgetreten ist.Das Gehirn ignoriert Information auf der linken Seite,sprich,sie nimmt ihre linke Körperhälfte nicht wahr, was dazu führt, dass sie nicht nur eine körperliche Einschräkung der li.Körperhälfte hat,sie nimmt auch alle Dinge,die in ihrem li .Gesichtsfeld liegen ,nicht wahr.Die Erkenntnis, ihr Leben nicht mehr so weiterführen zu können wie bisher und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, fällt ihr mehr als schwer. Am Anfang dieses Buches fiel es mir sehr schwer, mich für diese Geschichte zu begeistern.Sarahs Leben wird erzählt und ich dachte die ganze Zeit, warum lebt sie freiwillig wie ein Hamster im Laufrad ohne zu merken, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann? Auch ihre Kinder kamen meiner Meinung nach zu kurz, da Sarah ständig mit ihren Gedanken woanders war. Die Kinder wurden vor Videos, Wi und Nintendo geparkt und ihr fiel noch nicht einmal auf, dass ihr ältester Sohn sich nicht altersgerecht entwickelt. Ich fand den Anfang etwas zu"amerikanisch",doch je weiter ich las, je mehr wurde ich in diese Geschichte hineingezogen.Die einzelnen Schritte , die Sarah auf dem Weg einer teilweisen Genesung geht, die Konsequenzen, die sie aus ihrer Erkrankung zieht, aber auch die Gefühle von Wut, Trauer und zum Schluss auch Stolz wurden gut rübergebracht.Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter, die ihr als Pflegeperson zu Seite steht,erfährt eine Wendung, mit der sie nicht gerechnet hat.Alles in Allem wird dem Leser gut nahegebracht, welche Kraft es kostet,ein eingeschränktes Leben führen zu müssen. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen.Einige Passagen sind in Kursivschrift geschrieben und geben Einblick in Sarahs Träume, aus denen der Leser auch einiges ersehen kann. Das Lisa Genova Neurowissenschaftlerin ist, merkt man diesem Buch an. Ist das Gehirn doch das Organ des menschlichen Körpers, das am weinigsten erforscht ist. Umso interessanter fand ich es,hier einiges zu erfahren.Vor allem der Neglect war mir bis dato nicht als Diagnose bekannt. Das Gesamtergebnis dieses Buches würde ich als gelungen bezeichnen, allerdings hat es mir nicht ganz so gut gefallen wie "Mein Leben ohne gestern",was aber auch an dem Thema "Alzheimer"gelegen haben kann, das für mich noch einschneidendere Konsequenzen in der Lebensführung bedeutet wie ein Neglect diesen Ausmaßes, der hier beschrieben wird.

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  • Rezension zu "Mehr als nur ein halbes Leben" von Lisa Genova

    Mehr als nur ein halbes Leben
    Cibo95

    Cibo95

    02. October 2011 um 17:17

    Ein wirklich gutes Buch. Ich habe sehr viel über die Krankheit "Neglect" gelernt und eine wundervolle Geschichte gelesen. Am Ende mussten die Taschentücher her ...