Lisa Genova Mein Leben ohne Gestern

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Inhaltsangabe zu „Mein Leben ohne Gestern“ von Lisa Genova

Alice ist zufrieden mit sich und ihrem Leben. Sie ist glücklich verheiratet, ihre drei Kinder sind bereits aus dem Gröbsten raus, und auch beruflich hat sie ihren Traum verwirklichen können. Als Professorin für kognitive Psychologie ist sie eine anerkannte Größe in Harvard. Doch plötzlich beginnt sie, die immer so zuverlässig war, Termine zu vergessen, sie verlegt ihre Sachen, und beim Joggen weiß sie auf einmal nicht mehr, wie sie nach Hause kommt. Obwohl sie nur wenige Blocks weit gelaufen ist. Ein beängstigender Verdacht schleicht sich in ihr Leben: Ein Hirntumor? Alice rechnet mit dem Schlimmsten. Als sie erfährt, dass sie an einer frühzeitigen Form von Alzheimer leidet, kann sie es zunächst gar nicht glauben. Sie ist doch erst fünfzig! Machtlos muss sie dabei zusehen, wie ihre Erinnerungen ihr mehr und mehr entgleiten... Eine ergreifende Geschichte einer Frau in den besten Jahren, die ihr eigenes und wohl vertrautes Leben schwinden sieht. "Mein Leben ohne Gestern" ist ein schmerzliches Porträt und ein Buch, das Sie nicht vergessen werden. Lisa Genova zeigt uns: Wenn die Gedächtnisleistung nachlässt, bleiben immer noch die Gefühle.

Wie fühlt es sich an, Alzheimer zu bekommen? Nach diesem Buch weiß man es. Schrecklich!

— sursulapitschi

Das Hörbuch wartet noch auf mich... bin schon sehr gespannt =)

— Tigerbaer

ein schicksal, das man niemandem so wünscht, auf einfühlsame und besondere art erzählt. einfach schön-traurig. tolle sprecherin!!!

— monerl
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  • Immer noch Alice

    Mein Leben ohne Gestern

    Wortklauber

    06. June 2017 um 20:56

    Alice ist Psychologieprofessorin an der renommierten Universität Harvard, glücklich verheiratet, Mutter dreier erwachsener Kinder. Sie ist beliebt bei ihren Studenten und, abgesehen von elementaren Meinungsverschiedenheiten mit der jüngsten Tochter, die dem Vorbild ihrer Eltern, eine akademische Karriere anzustreben, so überhaupt nicht nacheifern will, glücklich und zufrieden. Bis sie eines Tages an sich Dinge feststellt, die sie bis dahin so überhaupt nicht an sich kannte: Beim Joggen verläuft sie sich, weiß plötzlich nicht mehr, welchen Weg sie einschlagen muss, dabei ist es eine seit Jahren bekannte Strecke. Sie vergisst Dinge. Dinge, die ihr sonst leichtgefallen sind, fordern plötzlich viel mehr Energie von ihr. Gerade 50 Jahre alt geworden, schiebt sie dies zunächst auf die beginnenden Wechseljahre. Nachdem sich die beunruhigenden Vorfälle häufen, sucht sie einen Arzt auf. Der unterzieht sie Tests, deren Ergebnisse ihn aufhorchen lassen. Nach weiteren Untersuchungen muss er Alice eine niederschmetternde Diagnose verkünden: Alice ist mit hoher Wahrscheinlichkeit an früh einsetzendem Alzheimer erkrankt, einer tödlich verlaufenden degenerativen neurologischen Erkrankung und genetischem Defekt, der sich mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit an ihre Kinder vererbt hat. „Still Alice“ (mit Julianne Moore in der Titelrolle verfilmt, die dafür mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde) ist ein traditionell, chronologisch, in der dritten Person aus Sicht von Alice erzählter Roman. Mit fortschreitenden Datumsangaben begleitet man Alice auf ihrem Weg ins Vergessen, bekommt ihre Nöte nahegebracht, ihre sich steigernde Verwirrung und ihr Ringen um Halt in einer immer unsicherer werdenden Welt. Als (in Harvard promovierte) Neurowissenschaftlerin weiß die Autorin, wovon sie spricht. Der Roman geizt nicht mit Fachwissen, die entsprechenden Passagen fügen sich aber eins zu eins in die Handlung ein, wirken weder belehrend noch fehl am Platz. Wo Genova – wie ich annehme – die Grenzen des Wissens verlassen muss (weil die Wissenschaft letztendlich nicht erforschen kann, wie ein in späteren Stadien an Alzheimer Erkrankter denkt und fühlt), z. B. wenn sie Alice denken lässt, diese aber gleichzeitig weiß, dass sie nicht in der Lage ist, dieses Gedachte auszudrücken, erscheinen die Passagen glaubhaft – vielleicht möchte man es aber auch nur glauben. Der Kunstgriff, eine Universitätsprofessorin an Alzheimer erkranken zu lassen, bildet sicherlich nicht den „Normalfall“ ab, ist aber wohl nötig, um Alices Gefühls- und Gedankenwelt trotz fortschreitender Krankheit noch glaubhaft abbilden zu können. „Still Alice“ ist ein mitreißender, ergreifender Roman, mit mehr als nur einer Passage, die einen schlucken lassen. Letztendlich ist Alices Schicksal eines, das – wenn auch nicht in der frühen Form der Erkrankung – in einer immer älter werdenden Gesellschaft immer mehr Menschen ereilen wird.

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  • Beeindruckend, berührend, aber manchmal auch etwas unrealistisch.

    Mein Leben ohne Gestern

    kornmuhme

    07. August 2015 um 13:25

    Inhalt: Alice ist ordentliche Professorin für Psychologie a der renommierten Harvard-Universität in Boston. Bei Studenten ist sie äußest beliebt, ihre Forschungen beeindrucken die Fachwelt und sie ist ständig auf Reisen, um Vorträge und Vorlseungen zu halten. Doch mit gerade einmal 50 Jahren wird ihr dieses erfolgreiche Leben unter den Füßen weggerissen: Bei ihr wird die früh einsetzende Alzheimer-Krankheit diagnostiziert und innerhalb von 2 Jahren degeniert Alice' Geist dermaßen, das ein normales Leben nicht mehr möglich ist ... Meinung: Ich habe sehr gut in das Hörbuch eintauchen können. Von Anfang an bekommt man ein klaes Bild von Alice, ihrer Familie und ihrem efolgreichen Berufsleben: Alice ist eine Frau, die mitten im Leben steht, die viel erreicht hat und noch viel mehr erreichen kann. Zusammen mit ihrem Mann (ebenfalls in Harvard tätig) hat sie ein gemeinsames Buch verfasst, ihre drei Kinder sind allesamt wohl geraten und ebenfalls erfolgreich (außer Lydia, die ein wenig aus der Art schlägt) und ihre Arbeit sowie ihr Rat werden in wissenschaftlichen Kreisen außerordentlich geschätzt. Vor diesem beeindruckenden Hintergrund wird die Diagnose Alzheimer natürlich umso erschreckender. Sukzessive wird geschildert, wie Alice merkt, dass ihr Gehirn nicht mehr so funktionstüchtig ist, ja, sogar gravierende Aussetzer bekommt. Diese Beschreibungen fand ich außerordentlich gelungen! Ich konnte regelrecht nachempfinden, wie Alice' Gehirn sich nach und nach zersetzt und welche schrecklichen Konsequenzen das hat! Z.B. als sie plötzlich auf ihrer Laufstrecke die Orientierung verliert und absolut nicht mehr weiß, wie sie nach Hause kommen soll. Oder einmal, als sie nicht mehr weiß, wo in ihrem eigenen Haus die Toilette ist ... Solche Momente fand ich an dieser Geschichte sehr, sehr bewegend (auch auf erschreckende Art!). Warum das Buch von mir dennoch "nur" 4 Sterne erhält? An manchen Stellen ist Alice' Leben einfach zu perfekt: berühmte Professoin in Harvard, ihr Mann ebenfalls dort, die Kinder erfolgreich, intakte Familie (außer leichte Spannungen zwischen Alice und Lydia), Geld spielt natürlich keine Rolle (Ferienhaus inklusive). Wir bekommen hier keine Durchschnittsfamilie präsentiert! Darüber hinaus erscheint mir manches doch unrealistisch bzw. einige Dinge werden schlicht nicht thematisiert. So behält Alice auch im fortgeschrittenen Stadium de Krankheit stets ihre Fähigkeit der Selbstreflexion bei. Sie kann alles überdenken und zumindest gedanklich äußern. Weiß nicht, ob das im Verlauf der Krankheit noch so möglich ist. Ziemlich zum Schluss des Buches hält sie zudem noch eine Rede, die sie selbst verfasst hat - dabei konnte sie schon Monate vorher kein Buch mehr lesen! Außerdem erleben wir Alice nur selten verwirrt und ängstlich, dazu nie aggressiv. Wenn man jedoch desorientiert ist, nicht mehr weiß, an welchem Ort man sich befindet und wer die Menschen um einen herum sind, ergeben sich automatisch Ängste und damit verbunden störrisches und manchmal gar gewalttätiges Verhalten. Dies wird jedoch nicht thematisiert. Alice verfällt geistig, die emotionalen Auswirkungen bleiben recht vage. Fazit: Ein sehr bewegendes Buch über eine Frau, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere die Diagnose Alzheimer bekommt und Schritt für Schritt geistige degeniert. Es gibt schckierende Momente, in denen die Auswirkungen der Krankheit drastisch geschildert werden. Allerdings bleibt auch manches leider unausgesprochen und wird nicht thematisiert. Dazu gehören übrigens auch die Gefühle der Menschen um Alice herum. Diese muss man sich als Leser mehr erschließen und zusammenreimen. Trotzdem, ein Buch, das sich zu lesen lohnt! 4 von 5 Sternen

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