Lisa Glauche , Matthias Löwe Campusmord in Bielefeld

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Inhaltsangabe zu „Campusmord in Bielefeld“ von Lisa Glauche

Bröker langweilt sich. Nachdem der gemütliche Privatier seinen ersten Fall gelöst hat, fällt er in ein tiefes Loch. Da kommt ihm ein Mord im Schwimmbad der Bielefelder Uni gerade recht.Mit Feuereifer macht sich Bröker an die Aufklärung des Falls. Doch die Polizei kommt ihm zuvor: Rasch ist der Schuldige gefunden. Und die Beweislast erdrückend. Doch ist die Polizei wirklich auf der richtigen Fährte? Bröker vertraut seinem Instinkt und ermittelt weiter. Dabei stößt er zusammen mit seinem jungen Mitbewohner Gregor auf allerlei Ungereimtheiten. Stück für Stück tasten die beiden sich vor – und stoßen auf ein dunkles Geheimnis.

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waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

LeseSprotte

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  • Wer atemberaubende Stunts sucht, von einem kaltblütigen Mörder...

    Campusmord in Bielefeld
    Carl

    Carl

    10. May 2013 um 08:53

    ... und von Hunden gehetzt durch dichte Vegetation, über Strickleitern von Baumhaus zu Baumhaus, mit anschließender Flucht auf einem Hightech-Zweirad – der wird hier fündig! Auch wenn es nicht um Agent 007 im Dienste Ihrer Majestät geht, sondern um Privatier Bröker im Dienste seiner Schlaflosigkeit, und der Schauplatz nicht etwa im Dschungel von Borneo liegt, sondern auf einem Kinderspielplatz in einem Vorort von Bielefeld. Denn Bröker ist Genussmensch und weniger ein Mensch der Tat. Deswegen wird der geneigte Leser Brökers Handicaps berücksichtigen, als da wären seine liebenswürdig umständliche, ja geradezu skrupulöse Art zu denken und seine beträchtliche Leibesfülle, und seinen körperlichen Einsatz dem eines Agenten Ihrer Majestät als gleichwertig erachten. Und Tränen lachen über seine äußerst knappe Flucht auf einem Tretroller. Überhaupt bringt sich Bröker bei seinen Ermittlungen in einem wendungsreichen Mordfall in peinlich-komische Situationen, die er nur mit viel Glück und der wohlwollenden Hilfe von Freunden und Gefährten bei der Polizei, der Presse und seinen Mitbewohnern meistert. Die Figuren sind liebevoll und psychologisch stimmig gezeichnet, die Handlung ist trotz unglaublicher Zufälle plausibel, und auch wenn der Mörder früh feststeht, sind Motiv und Tathergang für einige Überraschungen gut und die Spannung bleibt bis zu Brökers grandiosem Bluff am Ende erhalten! Sehr gerne gelesen...

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  • Bröker studiert den Tod

    Campusmord in Bielefeld
    Stefan83

    Stefan83

    22. January 2013 um 15:23

    Regiokrimis sind immer so eine Sache. Was am Ort des Geschehens manchmal für wahre Begeisterungsstürme bei den Lesern sorgt, kann fünfzig Kilometer weiter bereits schon wieder ein desinteressiertes Achselzucken hervorrufen, ist doch in den meisten Fällen der lokale Bezug der Kitt, welcher das Gefüge der Handlung zusammenhält. Und diese muss sich nicht zwangsläufig der typischen Elemente des Kriminalromans bedienen, sondern in erster Linie Wiedererkennungswert bieten, was unter anderem ein Grund ist, warum es viele Autoren schwer haben, einen überregionalen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Ein weiterer ist, wenn das auch in der betreffenden Stadt oder Gegend nicht gern gehört wird, das fehlende Handwerkszeug. Nicht selten betreiben die Schriftsteller ihre Schreiberei nebenberuflich, scheint der Schreibprozess nach dem „Ich-wollte-schon-immer-mal-einen-Krimi“-Schema seinen Anfang genommen zu haben. Als Folge kann darunter die Qualität leiden, was es dem interessierten Leser schwer macht, zwischen gelungenem Kriminalroman oder seichter regionaler Geschichte zu unterscheiden. Mit „Campus-Mord in Bielefeld“ steht nun der zweite Roman des Autorenduos Lisa Glauche und Matthias Löwe auf dem Prüfstand, die hier erneut ihren Hobbyermittler Bröker ins Rennen schicken, wobei letzteres weniger wörtlich zu nehmen ist, da der übergewichtige und gutbetuchte „Privatier“ in der Regel das schnelle Essen der schnellen Bewegung vorzieht. Nun ist der „Mr. Marple“ aus Bielefeld, so genannt von der Presse nach seiner erfolgreichen Mitarbeit bei der Auflösung des Falls Schwackmeier (siehe „Tod an der Sparrenburg“), noch ein Stückchen träger und dicker geworden – die Aufregung eines Verbrechens scheint ihm, der früher die Ruhe stets genossen hat, sichtlich zu fehlen. Um einen Teil der beträchtlichen Leibesfülle los zu werden, schnappt er kurzentschlossen seine mittlerweile viel zu knappe Badehose und macht sich auf ins Schwimmbad der Bielefelder Universität. Bevor er allerdings auch nur seinen Zeh ins Becken halten kann, macht ihm und den anderen Besuchern ein grausiger Fund einen Strich durch die Rechnung. Eingepackt in einen großen Plastiksack wird die Leiche eines jungen Mannes aus dem Wasser gezogen. Plötzlich fällt jegliche Lethargie von Bröker ab. Gemeinsam mit seinem jungen Mitbewohner Gregor macht er sich an die Aufklärung des Falls und hat auch schon bald einen Verdächtigen. Professor Schlangenbader, Dozent an der Universität und Vater des ermordeten Florian Schlangenbader, zeigt nur wenig Kummer ob des Ablebens seines Sohnes und hat offensichtlich auch zu der in den Bodelschwinghschen Anstalten untergebrachten Tochter kein gutes Verhältnis. Bevor jedoch Bröker seine Vermutungen untermauern kann, hat die Polizei schon Haftbefehl gegen diesen erlassen. Doch haben sie wirklich den Richtigen? Bröker, dem der Professor äußerst unsympathisch ist, hat Zweifel und wühlt in der Vergangenheit der Familie Schlangenbader. Und schließlich führt ihn ausgerechnet eine Zeichentrickserie auf die richtige Spur... Die Lektüre von „Campus-Mord in Bielefeld“ war für den Rezensenten auch fast so etwas wie ein persönlicher Blick in die Vergangenheit, kennt er doch die im Buch beschriebenen Örtlichkeiten als Kind der Stadt äußerst genau. Zudem hat er einige Semester am Tatort studiert. Das ist im Falle dieser Rezension Fluch und Segen zugleich, da man den zweiten Fall Brökers aus der Sicht des Zielpublikums, nämlich der Bielefelder und Ostwestfalen, wahrnimmt und somit die Objektivität, welche bei der Bewertung eines Romans ohnehin nie gewährleistet werden kann, unbewusst darunter leidet. So steht am Ende die Frage: War es wirklich die Handlung des Kriminalromans oder nur der „Ach-das-kenn-ich-doch-auch“-Effekt, der hier unterhalten hat? Fakt ist jedenfalls: Das Autorenduo Lisa Glauche und Matthias Löwe hat sich gegenüber dem doch arg zähen Vorgänger steigern können und endlich in den Rhythmus gefunden. „Campus-Mord in Bielefeld“ wirkt, trotz größeren Umfangs, wesentlich zielgerichteter, die Schreibweise ökonomischer. Wenngleich der Leser auch im zweiten Band einige Wiederholungen erdulden muss, so sind diese nun besser dosiert. Statt immer wieder auf dieselben Dinge hinzuweisen und damit die eigentlichen Ermittlungen zu bremsen, kommt man endlich öfters auf den Punkt. Diesmal schläft Bröker während eines Einbruchs nicht plötzlich ein oder lässt sich durch Fußballspiele von seinen Nachforschungen abhalten. So amüsant diese Verbindungen mit der heimischen Arminia waren – in „Tod an der Sparrenburg“ war das der Ballsport-Anekdoten ein bisschen zu viel. Das scheinen auch Glauche und Löwe erkannt und sich stattdessen besonders der Zeichnung der Figuren gewidmet zu haben. Hauptprotagonist Bröker, der im Erstling vor allem eins, nämlich ziemlich einschläfernd und langweilig war, kommt nun weit besser ausgearbeitet daher. Zwar immer noch behäbig und trottelig, zeigt er jetzt endlich Einsatz und Ideenreichtum. Wo zuvor Mitbewohner Gregor mittels Internetrecherche für Fortschritte im Mordfall sorgte, lässt sich diesmal Bröker höchstpersönlich vom Verdächtigen durch die Vorgärten Werthers jagen. Anschließende Flucht auf einem Kinderroller inklusive. Und das liest sich in „Campus-Mord in Bielefeld“ sogar richtig komisch, da Glauche und Löwe in Punkto Timing inzwischen ihre Hausaufgaben machen. Das wirkt sich letztlich dann auch auf die Authentizität der Figuren aus. Es „menschelt“ plötzlich, schmeckt „ostwestfälisch“ – und das tut der Reihe richtig gut. Auch in Bezug auf den Spannungsaufbau legen die Autoren einen Zahn zu. Die Nachforschungen Brökers sind wesentlich aktionsreicher geworden, die Auflösung gelingt diesmal schlüssig und plausibel. Richtige Sogkraft kann „Campus-Mord in Bielefeld“ dann aber trotzdem wieder nicht entwickeln, was schlichtweg daran liegt, dass es bis zum Ende bei einem einzigen Verdächtigen bleibt. Die „Wer-ist-es-gewesen“-Frage wird somit obsolet. Und das letztliche „Warum“ ist zwar wie erwähnt nachvollziehbar, bietet jedoch auch wenig Neues oder gar ein Überraschungsmoment. Hinzu kommt das weiterhin sehr „ostwestfälische“ Tempo der Geschichte, welches mögliche dramaturgische Höhepunkte immer wieder verschleppt. Am Ende muss man konstatieren: Wer einen richtig spannenden, literarisch runden Kriminalroman sucht, sollte sich beim Verlag Pendragon lieber die Namen Mechtild Borrmann, Frank Göhre oder David Osborn näher anschauen. Freunde regionaler, kurzweiliger Unterhaltungsliteratur aus dem Raum Bielefeld und Umgebung dürfen sich jedoch diesen Blick auf ihre Heimat auf keinen Fall entgehen lassen.

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  • Rezension zu "Campusmord in Bielefeld: Ein Fall für Bröker" von Lisa Glauche

    Campusmord in Bielefeld
    Eka

    Eka

    25. November 2012 um 13:29

    Bröker heißt der Protagonist dieser Geschichte, einfach Bröker. Unter diesem Namen ist er in Bielefeld bekannt. Er ist bereits mit 41 Jahren aufgrund einer Erbschaft Privatier, wohnt in Bielefeld unterhalb der Sparrenburg in seinem eigenen Haus, ist etwas verschroben und - da er so gern isst - natürlich übergewichtig. Dagegen will er nun etwas unternehmen, will schlanker werden und ist wild entschlossen, morgens zum Schwimmen zu gehen. Das Schwimmbad der Universität Bielefeld erscheint ihm für diese Zwecke sehr geeignet. Doch schon beim ersten Besuch machen er und ein paar andere Leute eine grausige Entdeckung. Auf dem Grund des Schwimmbades liegt ein zugebundener Sack und Tauchutensilien. Als der Sack geborgen wird, steckt in ihm eine Leiche. Schnell stellt die Polizei fest, dass es sich um Florian Schlangenbader handelt, dessen Vater als Soziologe an der Uni Bielefeld tätig ist. Die Polizei hat auch schon einen Verdacht, wer der Täter ist. Doch Bröker mit seinem kriminalistischen Scharfsinn traut der Sache noch nicht und macht es sich zum Hobby, selbst in dieser Sache zu ermitteln. Dadurch gerät er natürlich in viele heikle und gefährliche Situationen. Dies ist der zweite Band einer Krimireihe um Bröker. Er ist spannend geschrieben mit viel Witz und Humor und es dreht sich natürlich alles um und in Bielefeld und Ostwestfalen. Man muss schon oft laut lachen über die Einfälle von Bröker, der natürlich auch ein eingefleischter Arminenfan ist. Der Roman liest sich sehr flüssig, wer allerdings einen blutigen Thriller erwartet, wird vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Aber als Bielefelder Bürger ist es schon fast ein Muss, diese Geschichte zu lesen, zumal man immer wieder auf Dinge stößt, die einem selbst nur zu gut bekannt sind. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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