Lisa Heathfield Hier musst du glücklich sein

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Inhaltsangabe zu „Hier musst du glücklich sein“ von Lisa Heathfield

Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …

Große Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden.

— unendlesspages
unendlesspages

Interessant und spannend

— -Bitterblue-
-Bitterblue-

Ein interessanter Einblick,wenn man was über das Leben bei einer Sekte erfahren möchte.

— Aleena
Aleena

Ein Buch, dessen Inhalt so echt ist, dass es einem fast Angst macht.

— Fuchsiah
Fuchsiah

Absolut weird und irgendwie iik aber doch gut

— Sturmherz
Sturmherz

Es fesselt regelrecht mit seiner Andersartigkeit und überzeugt mit einer beklemmenden Spannung!

— BuechersuechtigesHerz
BuechersuechtigesHerz

Ein toller Schreibstil, allerdings ziemlich enttäuschend vom Inhalt.

— unendless_pages
unendless_pages

Bleibt ein bisschen hinter meinen Erwartungen zurück, gibt aber einen guten Einlick in das Leben in einer Sekte - 3,5 Sterne

— steffis-und-heikes-Lesezauber
steffis-und-heikes-Lesezauber

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Es behandelt ein Thema, was eigentlich oft totgeschwiegen wird.

— Drakonia007
Drakonia007

Echt verstörend, aber sehr spannend! :O

— Alina97
Alina97

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  • Aufwühlend und intensiver als erwartet

    Hier musst du glücklich sein
    missNaseweis

    missNaseweis

    08. August 2017 um 22:44

    Zum Inhalt: Die Gemeinschaft Saat ist Pearls Zuhause und sie ist nie auf die Idee gekommen, dass dort oder mit Papa S. etwas nicht stimmen könnte. Doch seit Ellis mit seiner Mutter und seiner kleinen Schwester in die Gemeinschaft aufgenommen wurde, häufen sich seltsame Vorfälle und Ellis warnt Pearl eindringlich vor ihrer vermeintlichen Familie.Wieder einmal habe ich es YouTube zu verdanken, dass ich auf Hier musst du glücklich sein aufmerksam wurde. Von mir aus hätte ich es wohl nie aus einer Buchhandlung mitgenommen, weil ich im Jugendbuchbereich momentan keine Risiken eingehen will. Weil mich aber das Thema Sekten beziehungsweise Glaubensgemeinschaft in diesem Zusammenhang sehr angesprochen hat, zog es schließlich ein. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass die Geschichte mir teilweise eine solche Übelkeit bereiten würde. Gerade weil es ja doch ein auf jüngere Leser ausgerichtet ist.Bereits von Beginn an hatte ich beim Lesen ein sehr mulmiges Gefühl. Die Handlung wird aus Pearls Perspektive erzählt und man bekommt schnell einen Eindruck davon, wie sehr sie das Leben in der Gemeinschaft zusammen mit ihren „Brüdern“ und „Schwestern“ genießt. Gleichzeitig werden schon am Anfang Traditionen und Rituale der Gemeinschaft thematisiert, die für Pearl völlig normal sind, die man selbst aber bereits als bedenklich oder sonderbar empfindet. Die 15-jährige Protagonistin schaut zu den Mitgliedern von Saat auf und vertraut ohne Hintergedanken Papa S. (dem Oberhaupt von Saat) und seinen Anweisungen, denn sie ist sich sicher, dass er stets das Beste für sie und die anderen Einwohner von Saat will. Diese Naivität ist mit dem Fortschreiten der Geschichte teilweise wirklich schwer zu ertragen. Es geschehen Dinge, die Pearl überhaupt nicht begreift und die deshalb auch nicht direkt ausgesprochen werden, für einen als Leser aber völlig klar sind. Pearl hört nicht auf ihr Bauchgefühl und redet sich stattdessen immer wieder ein, was für ein Glück sie hat, in Saat leben zu dürfen, was mich zur Verzweiflung getrieben hat.Die kurzen Kapitel und die sich immer mehr zuspitzende Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Ich war bis zum Ende von den Ereignissen sehr gefesselt, man muss aber klar sagen, dass es in der Geschichte nicht vordergründig um laute Auseinandersetzungen oder heldenhafte Unternehmungen geht. Im Mittelpunkt steht vielmehr, zu enttarnen, was in Saat wirklich vor sich geht und wie Pearl und ihre „Geschwister“ auf die Veränderungen reagieren, die mit dem Auftauchen von Ellis und seiner Familie angestoßen werden. Denn als Außenstehende, die nicht in Saat geboren wurden, konfrontiert die Familie die Bewohner von Saat mit Dingen, die für sie unbegreiflich sind (beispielsweise mit der Mondlandung).Obwohl die Spannung aufgrund der Kürze des Buches gut gehalten wird, hätte ich gerne ein paar mehr Hintergrundinformationen zu Saat und seinen Bewohnern bekommen. Es wird etwa nicht beschrieben, wie die Siedlung überhaupt genau gegründet wurde oder wie Papa S. es geschafft hat, die ältesten Einwohner von seinem Glauben und seinen Grundsätzen zu überzeugen (Was treibt die Menschen dort an? Was versprechen sie sich von Saat? Was hat sie zu Papa S. getrieben?). Als Leser wird man sozusagen vor vollendete Tatsachen gestellt. Ein paar Perspektivwechsel hätten da Licht ins Dunkel gebracht und wären eine willkommene Abwechslung zu Pearls kindlicher Einstellung gewesen.Insgesamt hat mich Hier musst du glücklich sein sehr überrascht, denn ich hätte nicht mit einer so aufwühlenden Geschichte gerechnet. Natürlich ist und bleibt es noch immer ein Jungendbuch und vielleicht wurden gerade deswegen die zuvor angesprochenen, offenen Fragen nicht näher thematisiert. In mir hat das Buch jedenfalls die Lust geweckt, mehr in diese Thematik einzutauchen und Bücher zu lesen, die sich noch expliziter damit beschäftigen. Frisch ausgeliehen habe ich mir deswegen Unorthodox von Deborah Feldman.

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  • Hier musst du glücklich sein

    Hier musst du glücklich sein
    Kleine8310

    Kleine8310

    22. June 2017 um 22:32

    "Hier musst du glücklich sein" ist ein Jugendroman der Autorin Lisa Heathfield. Auf dieses Buch bin ich aufgrund des spannenden Thema's aufmerksam geworden, denn wenn sie gut beschrieben werden können solche Inhalte Jugendliche durchaus wachrütteln und auch Erwachsene noch zum Nachdenken anregen.   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Pearl. Pearl lebt seit sie zurückdenken kann in einer kleinen Gemeinschaft, die sich komplett von der Welt zurückgezogen hat. Das Oberhaupt Papa S. behauptet, dass die Welt, außerhalb der Gemeinschaft vergiftet ist und dass er sie alle davor beschützen wird.    Pearl hat nie an den Worten von Papa S. gezweifelt, da es keinen Grund dazu hab, aber als der gleichaltrige Ellis und seine Familie sich der Gemeinschaft anschließen, beginnt Pearl's bisheriges Weltbild zu schwanken. Schnell wird klar, dass Ellis nicht an die Lehren von Papa S. glaubt und auch Pearl, der Ellis mehr und mehr ans Herz wächst, beginnt Dinge zu bezweifeln. Flucht scheint letztlich der einzige Ausweg zu sein, aber kann sie trotz der starken Kontrolle überhaupt gelingen?   Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Lisa Heathfield erzählt die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Pearl, was auf den ersten Blick sehr einfach und naiv wirkt. Wenn man allerdings manche Konstellationen, besonders mit den männlichen Sektenmitgliedern anschaut, wurde mir manchmal ganz anders, denn es war durch die Blume sehr deutlich auf welche Übergriffe alles hinauslaufen würde. Das fand ich zum Teil gut gemacht, da es beim Lesen sehr unter die Haut geht, aber ich bin nicht ganz sicher, ob jüngere LeserInnen mit solchen Erkenntnissen schon immer umgehen  können.    Die Thematik wird durch Pearl sehr eindringlich rübergebracht und Lisa Heathfield schafft es auch die Manipulationen innerhalb der Gemeinschaft glaubwürdig rüberzubringen, was ich gut fand. Leider gab es dann aber auch Dinge, die ich als zu unrealistisch empfunden habe, wie zum Beispiel, dass Ellis und seine Familie einfach so dazustoßen und keiner mit Problemen, in Form von Schilderungen der wahren Außenwelt rechnet. Ich denke, dass sowas in einer Sekte von vornherein vermieden werden würde.    Die Handlung ist ruhig und lebt ganz klar durch die Emotionen und Pearl's Erkenntnisse. Das ist durchaus bewegend und ich habe manches Mal mit ihr mitgefühlt, da für das junge Mädchen ja ihr ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt wird. Spannend war die Geschichte, für mich, nur am Ende, wozu auch der Cliffhanger beigetragen hat. In punkto Glaubwürdigkeit und Spannung kommt die Geschichte für mich nicht ganz an beispielsweise "Gated" von A. C. Parker heran, was ich aber nicht so tragisch finde, da es noch einiges an Potenzial für die Fortsetzung zu geben scheint. Von mir gibt es für den Auftakt 3,4 Rosen, abgerundet auf 3. Positiv:  * flüssiger Schreibstil * einige Themen regen extrem zum Nachdenken an * die Protagonistin wirkte in ihrer Entwicklung glaubwürdig auf mich   Negativ:  * ich hätte mich über ein bisschen mehr Spannung gefreut  * einige Geschehnisse waren, für meinen Geschmack, zu unrealistisch    "Hier musst du glücklich sein" ist ein Buch mit einigen eindringlichen Inhalten, die zum Nachdenken anregen und schockieren. Manches war mir leider zu einfach gestaltet und nicht immer realistisch. Dennoch finde ich das Buch durchaus lesenswert und sehe noch einiges an Potenzial für die Fortsetzung!

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  • Hör nur auf Mutter Natur, sie wird dich retten

    Hier musst du glücklich sein
    -Bitterblue-

    -Bitterblue-

    30. May 2017 um 11:08

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Pearl, die schon in Saat geboren wurde und die Gemeinschaft nie verlassen wollte. Sie liebt Papa S, den Anführer, und kann sich ein Leben in der „verseuchten“ Außenwelt nicht vorstellen. Niemand in der Gruppe zweifelt die Reden und Eingebungen ihres Anführers an, Saat scheint der einzige Weg zu sein um gesund, glücklich und im Einklang mit der Natur zu leben. Eines Tages tritt eine neue Familie in die Gemeinschaft ein. Ellis und seine Familie stammen aus der Außenwelt und sind auf der Suche nach einer neuen Zukunft. Während Mutter und Tochter sich schnell in die Gemeinschaft einleben, bleibt Ellis skeptisch und vorsichtig. Ellis löst bei Pearl seltsame Gefühle und Gedanken aus und sie beginnt langsam einige Dinge in Frage zu stellen.   Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Ich fand Saat, Papa S und die Regeln in der Gemeinschaft sehr interessant. Die Naivität der Bewohner war manchmal sehr anstrengend, aber auch nachvollziehbar. Gerade das Verhalten Ellis Mutter verdeutlicht, wie schnell sich gebrochene Leute in eine solche Gesellschaft flüchten und ihre Augen und Ohren vor der Wahrheit verschließen.   Die Geschichte bleibt kontinuierlich spannend und überzeugt mit verschiedenen Wendungen. Es gibt dramatische Stellen, die den Leser nicht los lassen. Gerade zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Der Abschluss war super, ein wenig hatte ich es erwartet, war aber dennoch geflasht.

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  • Dramatisch und echt, ein Buch mit Tiefgang

    Hier musst du glücklich sein
    Fuchsiah

    Fuchsiah

    01. May 2017 um 17:32

    Hier musst du glücklich sein ist eines der Bücher, die einen mit düsteren Gedanken zurück lässt.Ich wurde zu Beginn in das kalte Wasser geworden. Hatte ich doch eine einfache Hierarchie erwartet und je mehr ich in die Geschichte ein tauchte, umso mehr verstand ich, dass das Ganze eine Sekte war. Der Anfang hat es mir ehrlich gesagt schwer gemacht. Ich hatte Probleme, die Protagonistin in ihren Gedankengängen nachvollziehen zu können. Aber wie sollte ich das auch, wenn ich als Leser eine ganz andere Weltanschauung besitze. Die Weltanschauung der "Draußenwelt". Das ist mir allerdings erst zum Ende hin richtig klar geworden.Ohnehin versteht man viele der Zusammenhänge erst gegen Ende der Geschichte. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Pearl, der Protagonistin gefallen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, die sie aufgrund ihrer Denkweise jünger als 16 oder 17 haben wirken lassen, konnte ich immer mehr die Gedankengänge verstehen. Als Leser muss man sich das so vorstellen, dass man auf eine Gesellschaft trifft, mit ganz anderen Regeln und Bräuchen, die man anfangs gar nicht kennt. Folglich entstehen dort auch zwischen Leser und Protagonistin anfängliche Kommunikationsprobleme.Je weiter die Handlung fort schritt, desto mehr merkte ich, wie Pearl begann, zu hinterfragen, obwohl sie an alles glauben wollte. Und ehrlich? Ich konnte es verstehen.Besonders bei einem Sektenthema, mit einem angedeuteten Missbrauch der Fürsorgepflicht - ich drücke es bewusst so aus, denn es passte für mich in die Gesamthandlung und ich denke wirklich, dass es Menschen gibt, die die Unschuld und Naivität von Kindern ausnutzen- ist es immer eine Gradwanderung des Verstehens.Interessant fand ich hier, dass solche schwierige Themen gekonnt miteinander verknüpft wurden und welche Gedankengänge der Protagonistin dabei durch den Kopf gingen. Das half mir als Leser zu verstehen - und ich meine wirklich zu verstehen. Ich hatte als Leser das Gefühl der Bedrückung. Ich wollte helfen und wusste nicht wie. Ich konnte Pearl in diesen Momenten sogar verstehen und ich hätte nicht anders gehandelt.Das waren Momente, in denen ich den Hut vor ihr gezogen habe und wenn ihr diese Szenen lest, wisst ihr auch, was ich meine. Die Handlung spitzt sich immer mehr zu und man merkt auch die Anspannung und Erkenntnisse bei der Protagonistin.Aus strahlendem Sonnenschein ist dunkles Regengewitter geworden. Dabei dachte ich anfangs doch, dass Saat gar nicht so schlimm sein kein... nun, nicht alles, was Gold ist, glänzt.Umso beeindruckter war ich von dem Stil der Autorin. Sie hat die Idee des Ganzen so authentisch umgesetzt, dass ich zum Ende hin mitten drin, anstatt nur dabei war und hell auf begeistert bin.Dieses Buch mag seine anfänglichen Schwächen haben, doch vermittelt es das Bild einer Sekte und die Folgen davon wirklich unfassbar gut. Ich saß bei der Danksagung davor und hätte mir gerne mehr gewünscht.Das kann doch nicht das Ende sein, denn ich möchte wissen, wie es weiter geht.Die Geschichte als solche ist schlichtweg authentisch und überzeugend, sodass ich es gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein Buch, das berührt, bewegt und einem in gewisser Weise auch die Augen öffnet. Es ist schonungslos ehrlich und beschönigt keine Stellen.Eine Geschichte, die ich jedem wärmsten ans Herz lege, der sich mit diesem Thema beschäftigen möchte und ein Gefühl der Bedrückung verspüren will. Mich hat es bewegt und in Atem gehalten, doch hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, auch wenn ich zugeben muss, dass ein anderes vermutlich weniger gut zur Geschichte gepasst hätte. Von mir eine klare Leseempfehlung für all diejenigen, die sich bereits beim Klappentext dazu berufen fühlen, es zu lesen. Aber seid gewarnt, hinter jeder Schönheit lauern auch tiefste Abgründe.

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  • Saat, mein nicht perfektes Paradies

    Hier musst du glücklich sein
    Sturmherz

    Sturmherz

    27. April 2017 um 10:53

    Pearl lebt in Saat, einem Ort dessen Leben der Natur gewidmet ist. Papa S ist der geistige Anführer der kleinen Gemeinschaft, jeder bringt sich mit ein und lebt nach den Gesetzten der Natur. Alles geschieht im Einklang damit. In ihrem eigenen, kleinen Kosmos hat die Gemeinschaft von Saat ihr kleines Paradies gefunden und ein jeder Bewohner ist glücklich und zufrieden. Papa S, der Anführer der Gemeinde propagiert das alles was von aussen, der Draussenwelt kommt aus Gift besteht, gefährlich irreführend ist. Dann aber kommt eine Familie aus der Draussenwelt nach Saat. Hier sollen sie geheilt werden und ein neues und gesundes Leben das Natur gewidmet ist leben. Ellis, der Sohn der Neuankömmlinge übt auf Pearl einen magischen Eindruck, einen verbotenen, denn er stellt das perfekte Paradies von Saat in Frage. Stellt Fragen die bisher keine gestellt hat und gibt Pearl das Gefühl das ihr geliebtes zu Hause nicht ist was es scheint. Aber hat er recht damit? Und warum fühlt sich Pearl immer beobachtet?Unbedingt lesen, auch wenn es mich oft geschüttelt hat, weil hier Dinge vorgehen die nicht richtig sind und nicht so sein sollen wollte ich wissen was in Saat los ist und wer zum Geier diese Papa S ist.

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  • Ein realistisches, beklemmendes, emotionales und sprachlos machendes Buch

    Hier musst du glücklich sein
    Line1984

    Line1984

    15. April 2017 um 10:07

    Der Klappentext des Buches fiel mir sofort auf.Die ganze Thematik des Buch konnte mich auf Anhieb überzeugen, das Cover finde ich wunderschön gestaltet.Pearl lebt in einer Gemeinschaft, die nennt sich Saat, sie Leben stark zurück gezogen, weit weg von den Städten, noch niemals hat Pearl die Außenwelt wirklich gesehen.Die Natur sorgt für sie und gibt ihnen alles was sie brauchen. Papa S ist das Oberhaupt der Gemeinschaft und er beschützt seine Familie vor der vergifteten Welt da draußen.Als Papa S. schließlich neue Mitglieder von der Außenwelt aufnimmt überschlagen sich die Ereignisse, langsam erkennt Pearl dass sie fliehen muss um sich selbst zu retten...Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen.Dadurch habe ich dieses Buch in einem Zug ausgelesen.Die Autorin schildert das Leben in einer Sekte ausführlich, emotional und intensiv.Als normaler Mensch kann man sich ein solches Leben kaum vorstellen, ein Leben abgeschottet von der Außenwelt, ein Leben ohne Technologie und ohne medizinische Versorgung.Was ich besonders schlimm fand war die Tatsache das den Müttern nach der Geburt ihre Kinder angenommen werden und dann von der gesamten Gemeinschaft aufgezogen werden.Wie alle anderen Jugendlichen weiß somit auch Pearl nicht wer ihre wahre Mutter ist.Die Thematik des Buches ist es die es so besonders macht, denn auch heute noch Leben eine Vielzahl von Menschen in Sekten, die Autorin schaffte es dieses sensible Thema authentisch und realistisch umzusetzen.Die Charaktere sind authentisch gezeichnet.Gerade Pearl war mir sehr sympathisch, sie macht im Verlauf der Story eine glaubhafte Wandlung durch. Denn endlich erkennt sie das es Papa S. nicht so gut mit ihr meint wie sie dachte.Papa S. verhalten wird immer merkwürdiger und auch gefährlicher, Bestrafungen die an Folter grenzen stehen an der Tagesordnung.Die Handlung des Buches ist sehr berührend und emotional.Teilweise war ich während des lesen schockiert mit welches Mitteln Papa S die regeln von Saat umsetzt. Er manipuliert und setzt die Bewohner unter enormen Druck, dafür scheint ihm jedes Mittel recht zu sein.Die Handlung ist spannend, fesselnd, emotional, berührend und auch sehr beklemmend.Ein Jugendbuch welches nichts alltägliches hat, eine außergewöhnliche Story, außergewöhnliche Charaktere und eine Thematik die es in sich hat.Ein Buch welches ganz klar zum Nachdenken an regt, ein Buch welches ich so schnell nicht vergessen werde.Klare und uneingeschränkte Empfehlung.Fazit:Mit "Hier musst du glücklich sein" ist der Autorin ein realistisches, beklemmendes, emotionales und sprachlos machendes Buch gelungen welches mich auf ganzer Linie überzeugte. Ein Buch welches man so schnell nicht vergessen wird.Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

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  • Beklemmende Story die anders ist!

    Hier musst du glücklich sein
    Buechertraeume

    Buechertraeume

    16. March 2017 um 07:47

    Meine Meinung zum Buch: Das Cover ist vom Buch ist einfach richtig richtig schön, findet ihr nicht aus? Mir gefallen die Farben und vor allem gefällt mir, dass dieses Cover nicht sonderlich aufwendig gemacht wurde sondern eher in die schlichte Sparte wandert. Es spiegelt für mich sehr klar und deutlich den Inhalt und hat etwas besonderes an sich, was ich euch aber nicht sagen kann, da ich selbst noch auf der Suche danach bin. :PDie Kapitelüberschrift ist zwar nichts besonderes, aber dennoch finde ich sie toll. Warum? Weil ich es gut finde, dass die Kapitelzahlen ausgeschrieben sind und nicht Nummeriert wurden. Ich bin Fan davon, wenn man nur die Kapitelzahlen nennt, dass diese ausgeschrieben sind und nicht einfach nummeriert, denn so macht es schon einen anderen Eindruck auf mich. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich fesselnd und spannend. Dadurch konnte ich dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen und ich habe mich mit diesem sehr wohl gefühlt. Durch die spannende Erzählweise der Autorin war es so, dass die Geschichte eine unglaubliche Spannung aufbaute und mich fesselte. Die Charaktere im Buch waren für mich so ein Teil, bei denen ich oftmals den Kopf schüttelte weil ich sie nicht verstanden habe. Oft fragte ich mich, warum sie Papa S' Art und Weiße nicht in Frage gestellt haben und als Pearl und Ellis endlich das tun was ich längst früher getan hätte, wurde es ernst. Pearl und Ellis waren zwei super sympathische und authentische Charaktere die ich dann doch sehr gemocht habe.Der Handlungsstrang und die Geschichten waren so voller Spannung und vor allem war sie beklemmend, wie viele sagen. Ich mochte den Verlauf der Geschichte rund um Pearl sehr, da dies keine Alltägliche Story war sondern etwas ernsteres und dies hat man im Buch auch deutlich gemerkt. Ich mochte das Buch gerne. :D Mein Fazit zum Buch: Hier musst du glücklich sein ist ein Buch, welches beklemmend, rasant und angsteinflößend ist. Ich mochte die Geschichte sehr gerne, da sie immer an spannender Geschwindigkeit zugenommen hat und mich stetig in ihren Bann gezogen hat. Ich muss auch sagen, dass ich nach dem Buch noch weiter drüber nachgedacht habe und irgendwie ist es beängstigend, dass es im Buch die Gesellschaft um Papa S gibt und keiner die Augen öffnet. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Diamanten.

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  • sehr bedrückend

    Hier musst du glücklich sein
    Flatter

    Flatter

    12. March 2017 um 22:01

    Zum Inhalt: Klappentext Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz - und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten..... Meine Meinung: Ich war sehr neugierig auf die Geschichte und sie ist sehr bedrückend. Ich war regelrecht geschockt von diesen grausamen Dingen, die hier passieren. Gleichzeitig konnte ich es nicht aus der Hand legen, da ich wissen mußte wie es weitergeht. Irgendwie mitgerissen aber sehr oft fassungslos, saß ich vor den Seiten. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und welche Konsequenzen gewissen Handlungen und Entscheidungen mit sich ziehen. Pearl tat mir unendlich leid, in solch einer Umgebung aufwachsen zu müssen. Oft kamen mir ihre Handlungen doch sehr naiv vor. Hier wird mit Vertrauen und Ängsten gespielt. Ihr Charakter entwickelt sich in der Geschichte stark, das hat mir gut gefallen. Die Autorin versteht es ganz toll mit den Gefühlen des Lesers zu spielen und ihnen dieses Thema schonungslos näherzubringen. Auch Ellis ist ein starker Charakter und es war sehr spannend mehr über die Figuren herauszufinden. Es gibt einige sehr schlimme Szenen, die mich sprachlos gemacht habe. Alles andere als eine leichte Lektüre. Cover: Das Cover ist seinen dunklen Farben sehr bedrückend und passt toll zur Geschichte. Fazit: Die Geschichte ist bedrückend und faszinierend zugleich und klasse umgesetzt.

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  • Es fesselt regelrecht mit seiner Andersartigkeit und überzeugt mit einer beklemmenden Spannung!

    Hier musst du glücklich sein
    BuechersuechtigesHerz

    BuechersuechtigesHerz

    07. March 2017 um 11:14

    Pearl lebt draußen in der Natur, in ihrer kleinen Gemeinschaft, wo nichts von der Technologie und den Werten in der Welt verseucht wird. Papa S. ist der Anführer dieser Gruppe und achtet darauf, dass niemand vergiftete Gedanken hat. Außer das Pearl manchmal gern wüsste, wer ihre Mutter ist, hinterfragt sie nichts. Bis Ellis mit seiner Mutter bei der Gemeinschaft auftaucht, von der Welt draußen erzählt und Fragen stellt. Ist die Gemeinschaft wirklich gut für Pearl?Ich muss zugeben, dieses Buch hätte ich vom Cover her nicht in die Hand genommen. Es wirkt unscheinbar, auch wenn das Cover auf seine Weise sehr schön und auch passend ist.Der Klappentext machte mich schon neugierig, aber eigentlich passte es nicht so in das Genre, das ich sonst so lese. Trotzdem wurde es mir vom Carlsen Verlag empfohlen und ich bin froh, dass ich es probiert habe - denn es hat mir aus meiner Leseflaute rausgeholfen!Dieses Buch ist aufjedenfall sehr anders und genau das macht es zu etwas besonderem.Der Einsteig fiel mir ganz leicht, ich war vom ersten Moment an gefesselt. Wir lernen ruhig und leise Pearl und die Gemeinschaft kennen. Alles ist sehr fremd, da wir nicht genau wissen, worum es sich handelt und was das Ganze soll, aber genau das macht es auch faszinierend. Die Gemeinschaft lebt außerhalb, in der Natur und es ist einfach sehr fesselnd, zu lesen, wie sich die Tage der Protagonistin Pearl dort gestalten und was sie über ihr Leben denkt. Sie ist dort aufgewachsen und kennt es nicht anders. Sie verhält sich so fügsam und glaubt an das, was Papa S. erzählt, dass es irgendwie einfach nur gruselig ist. Dennoch konnte ich mich seltsamerweise in sie hinein versetzen, da sie nichts anderes kennt, weiß sie auch nicht, was wahr ist und was nicht. Das macht sie sehr verletzlich und ich hatte ständig das Gefühl sie beschützen zu wollen.Nach und nach erfahren wir mehr über die Gemeinschaft und deren Anführer. Es werden immer mal wieder Situationen angedeutet - aber nie genau beschrieben, was das Ganze noch beklemmender macht, da man sich seinen Teil sehr gut denken kann. Wir erfahren nur das, was Pearl erlebt.Im Laufe des Buches konnte ich gar nicht schnell genug lesen. Ich bangte um Pearl und hoffte, sie würde endlich aufwachen und verstehen, dass etwas schief läuft.Der Wendepunkt kommt mit Ellis und seiner Familie, die von allen kritisch aufgenommen werden, da sie Unruhe in die Gemeinschaft bringen. Es dauert nicht lange, da fängt Pearl an sich auch Gedanken zu machen, versucht aber dennoch am Gewohnten fest zu halten. Es gab immer wieder Überraschungen und unerwartete Wendungen für mich.Das Ende ist wirklich dramatisch und spannend - es war letzendlich viel zu schnell zu Ende.Ich hätte gern mehr Bücher von dieser Art!Ein sehr besonderes Buch, das ich nur empfehlen kann. Es fesselt regelrecht mit seiner Andersartigkeit und überzeugt mit einer beklemmenden Spannung!Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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  • Ziemlich aufgesetzt

    Hier musst du glücklich sein
    unendless_pages

    unendless_pages

    04. March 2017 um 14:57

    Abgeschottet von der restlichen Welt liegt Pearls Zuhause. Hier ist sie aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher. Bis ein Ellis plötzlich in ihre Welt kommt und ihr ganzes Weltbild verändert. Pearl zweifelt an den Lehren von Papa S, dem Oberhaupt. Alle scheinen mehr über die Ausenwelt zu wissen als sie vorgeben zu tun. Welches Geheimnis hütet Papa S und was hat es mit der scheinbar so kaputten Ausenwelt auf sich ? Ein toller Schreibstil den die Autorin hat. Das Buch ließ sich schnell und flüssig lesen. Aber die Grundidee war nichts mehr neues. Es war einfach nur ein billiger Abklatsch. Alle schienen mehr zu wissen als Pearl und schob ab der ersten Seite war die ganze Handlung des Buches klar. Manchmal frage man sich wirklich, ob die Protagonistin einen Hauch von Verstand besitzt. Sie wirkte ziemlich aufgesetzt und nahm alles ohne zu fragen hin. Leider kein gutes Buch.

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  • Bleibt ein bisschen hinter meinen Erwartungen zurück, ist aber solide - 3,5 Sterne

    Hier musst du glücklich sein
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    04. March 2017 um 08:46

    Kurzbeschreibung:Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …Meinung:Das Thema Sekten und wieso Menschen sich so manipulieren lassen, finde ich ziemlich interessant. Außerdem habe ich die Gated-Reihe von Amy Christine Parker gelesen, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt und mich ziemlich überzeugt hat. Jedoch ist dies schon wieder eine Weile her, weshalb ich gerne was Neues in die Richtung lesen wollte und da mich der Klappentext sofort angesprochen hat, war ich wirklich neugierig auf die Geschichte.Vom Prinzip her ist sie auch wirklich solide und glaubhaft aufgebaut. Es gibt eine kleine Gemeinschaft, die kaum Kontakt zur Außenwelt hat und die nach strengen, vom Oberhaupt vorgegebenen Regeln lebt. Und natürlich erscheinen die Regeln für die in der Gemeinschaft geborenen und aufgewachsenen Jugendlichen ganz normal und logisch, sie kennen es ja nicht anders. So ist es nicht verwunderlich, dass Pearl und ihre Familie leicht lenkbar sind und sich bei vielem nichts denken, wo beim Leser schon bald ein ungutes Gefühl aufkommt.Das Besondere an solch Sekten-Ähnlichen Gemeinschaften ist die Art, wie die Oberhäupter ihre Mitglieder manipulieren. Bei der Gated-Reihe hat mich die Darstellung davon wirklich beeindruckt und beängstigt, hier jedoch hätte die besondere Macht und Anziehungskraft noch ein bisschen ausgeprägter deutlich werden können. Man bekommt zwar schon mit, wie Papa S. fungiert, wie er belohnt und bestraft, wie er seine Herde auf Kurs hält und mit welchen Mitteln er arbeitet, aber es ist mir beim Lesen nicht in Fleisch und Blut übergangen. Dabei ist Stimmung durch die vielen düsteren Andeutungen auch oft bedrückend, aber der letzte Kick hat mir ein bisschen gefehlt.Manches fand ich auch nicht zu 100 Prozent authentisch. So kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Oberhaupt es wirklich erlauben würde, dass ein Jugendlicher von draußen einfach so in die Gemeinschaft kommt. Da war es ja schon von Beginn an vorprogrammiert, dass er die ganzen Lehren und Ansichten nicht so einfach übernehmen und es Ärger geben würde.Jedoch klingt das jetzt alles negativer, als es wirklich war, denn in der Gesamtbetrachtung hat mich die Geschichte doch recht gut unterhalten. Die Charaktere fand ich glaubhaft erarbeitet und Protagonistin Pearl mochte ich wirklich gerne. Ihr Leben und ihre Entwicklung fand ich gut dargestellt. Die Handlung hat durchaus einige Höhepunkte, ist schnell lesbar und recht kurzweilig.Vor allem das Ende hat es wirklich in sich, auch wenn es etwas abrupt und viel zu offen ist. Aber da ja noch eine Fortsetzung geplant ist, kann man damit leben.Fazit:Auch wenn „Hier musst du glücklich sein“ meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat, gibt es einen recht soliden Einblick in das Leben in einer Sekte und weiß recht gut zu unterhalten. Es ist definitiv noch viel Potential vorhanden und nicht nur der Cliffhanger am Ende macht Lust auf die Fortsetzung. Für diesen Auftakt vergebe ich solide 3,5 Sternen.

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  • Die Gefahren einer Sekte

    Hier musst du glücklich sein
    Drakonia007

    Drakonia007

    01. March 2017 um 20:36

    Meine Meinung:Pearl lebt abgeschottet in Saat. Eine kleine Gemeinschaft in der Natur. An sich nicht schlimm. Aber es handelt sich um eine Sekte. Die Regeln stellt der Anführer Papa S auf. Keine technischen Geräte, keine medizinische Versorgung, keine Schule für die Kinder. Papa S wählt sich des öfteren eine "Gefährtin" aus, die eine gewisse Zeit an seiner Seite lebt und das Bett mit ihm teilen "darf". Die ganze Gemeinschaft arbeitet auf dem Feld, bei den Tieren oder an Motoren. Es werden Röcke und Obst auf dem Markt an die Menschen der "Draußenwelt" verkauft. Pearl liebt ihr Leben. Aber sie möchte seit langer Zeit wissen, wer eigentlich ihre Mutter ist. Die Mütter bekommen nach der Geburt ihre Kinder abgenommen und es wird gesagt, die Mutter sei die Natur. Die Kinder werden von der gesamten Gemeinschaft aufgezogen. Pearl ist nicht die Rebellin die direkt mit dem Kopf durch die Wand geht, sondern sie überlegt sich ihre Aktionen zweimal. Auf der einen Seite will sie Dinge wissen, warum sie in Saat so sind wie sie sind, auf der anderen Seite mag sie diese Art zu leben und verehrt Papa S und möchte ihn nicht verärgern.Im Laufe der Geschichte tauchen Ellis, Linda und Sophie auf. Eine Familie aus der Außenwelt. Als Ellis Pearl und den anderen Dinge aus der "normalen" Welt erzählt, wird ihm kein Glauben geschenkt. Alle denken, dass er Blödsinn erzählt, da Papa S etwas anderes behauptet.Es gibt einige Szenen die ziemlich krass sind. Man merkt, dass es in Saat nicht unbedingt mit Rechten Dingen zugeht und Papa S gute Arbeit geleistet hat, die anderen zu manipulieren das sie ihn "vergöttern" und alles glauben.Die Geschichte lässt viel Interpretationsspielraum. Das Ende hat mich doch überrascht und schockiert.

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  • Spannendes Thema trifft Schreibstil mit viel Interpretationsfreiraum - klasse!

    Hier musst du glücklich sein
    LisaSonnenschein

    LisaSonnenschein

    15. February 2017 um 19:26

    Pearl führt seit ihrer Geburt ein abgeschottetes Leben. Die Gemeinschaft, in der sie lebt, und ihr Oberhaupt "Papa S." halten sich von der Außenwelt fern und leben und arbeiten auf einem kleinen Hof mitten in der Natur, die sie verehren. Kontakt zur Außenwelt ist verboten, alles Unnatürliche ebenso. Als sich Ellis, ein Junge in Pearls Alter, und seine Familie der Gemeinschaft anschließen, gerät in Pearls Weltbild so einiges durcheinander... Das Buch ist aus der Sicht von Pearl verfasst - sie ist ein sehr naives, weil unerfahrenes junges Mädchen und noch viel mehr Kind, als Erwachsene (oder Jugendliche). Das macht es zeitweise unheimlich anstrengend, ihren Gedanken zu folgen, man möchte sie die ganze Zeit gedanklich anstupsen und Justus Jonas-mäßig die Lösung zu ihren Wahrnehmungen präsentieren! Andererseits hat diese Sicht den interessanten Effekt, dass man eben in Pearls Beobachtungen unheimlich viel hineininterpretieren kann - was zeitweise mit Blick auf die Männer der Gemeinschaft wirklich widerlich ist... Diese Interpretationsfreiheit macht die Geschichte sehr emotional und obwohl (bis auf ein furioses Finale) gar nicht so viel passiert, hat sie mich unheimlich mitgenommen. Ein bisschen vermittelt das Buch auch, dass es besser ist, Dinge zu hinterfragen und eigene Erfahrungen zu machen - ohne allerdings mit der moralischen Keule um sich zu schlagen oder belehrend zu wirken. Insgesamt hat diese Geschichte eine sehr melancholische, tiefgehende Art (wenn man denn die Beschreibungen Pearls zu interpretieren versteht - ich kann mir auch vorstellen, dass es auf eine sehr naive, distanzierte Weise gelesen werden kann). Mich hat besonders die Frage sehr beschäftigt, ob es tatsächlich eine "Gemeinschaft" gibt, auf die sich die Autorin mit diesem Buch bezieht - leider bin ich auch nach längerer Suche nicht fündig geworden, ich würde da unheimlich gerne mehr erfahren... "Hier musst du glücklich sein" schafft einen Genre-Spagat zwischen Jugendbuch und sehr erwachsener Literatur. Wer Fantasy-Elemente oder anhaltende Spannung sucht, ist hier an der falschen Adresse, das Buch bleibt realistisch ohne explizit zu werden und erhält auch nur dadurch seinen sehr emotional-berührenden Charakter. Meine Empfehlung hat dieses Buch! Auch wenn es nicht ganz ohne ist, hat es mich doch über zwei Tage sehr begeistert, schockiert und traurig gemacht. Sehr gelungen!

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  • Hier musst du glücklich sein

    Hier musst du glücklich sein
    BeaSwissgirl

    BeaSwissgirl

    15. February 2017 um 13:36

    Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;) Ich hatte dieses Buch schon seit den Neuerscheinungen im Visier eine ansteckende Rezi und folgender Satz; " Dieses Buch wird die Leser fesseln...Die Stimmung kippt langsam, bis zum absolut atemberaubenden Ende" überzeugten mich dann vollends ;) Erzählt wird in der ICH- Perspektive von Pearl gleichzeitig gibt es immer wieder kurze Einblicke in kursiver Schrift, aus der Sicht einer anderen Person. Diese haben mir besonders gut gefallen da sie bei mir zusätzlich die Neugierde schürte. Der Schreibstil ist einfach gehalten, unspektakulär und dennoch gelingt es der Autorin mit wenigen Worten und Andeutungen eine beklemmende, mitreissende Atmosphäre zu erschaffen.  Auch die Charaktere allen voran die Hauptperson Pearl wurden jetzt nicht bis ins kleinste Detail beschrieben oder ausschweifend ausgearbeitet. Trotzdem verspürte ich eine sofortige Empathie und war nicht nur ein stiller Beobachter sondern ich habe regelrecht mitgelitten! Manche Reaktionen oder Handlungen waren für mich natürlich völlig naiv und dennoch auf eine Art erschreckend nachvollziehbar, weil sie eben genau den Missbrauch einer Sekte aufzeigen! Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen so fasziniert, gefesselt und auch geschockt war ich von der Geschichte. Die Autorin hält sich teilweise sehr bedeckt, geht wie schon erwähnt nicht ins Detail und überlässt den Leser seiner eigenen Fantasy. Gegen Ende ging mir dann aber doch alles ein bisschen zu schnell und eine Fortsetzung wäre durchaus wünschenswert.... Für ein Jugendbuch wäre übrigens ein Nachwort zur ganzen Thematik sicher noch sinnvoll gewesen Ich vergebe hiermit 4,5 Sterne

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  • Rezension: Hier musst du glücklich sein / Lisa Heathfield

    Hier musst du glücklich sein
    MosquitoDiao

    MosquitoDiao

    13. February 2017 um 10:37

    „Weißt du, wie sie die Sterne machen?“, frage ich Sophie. „Nein.“, sagt sie. „Das sind Löcher, die durch die Tränen der Natur entstehen. Und jedes Mal, wenn in der Draußenwelt jemand etwas Schlimmes macht, brennt ein neues Loch in den Himmel.“ Inhalt Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt, auf einem Anwesen inmitten von Erdbeerfeldern: hier ist Perl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher. Die Natur gibt ihnen alles, was sie brauchen, und ihr Oberhaupt Papa S beschützt sie vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gruppe anschließen, beginnt Pearls Weltbild zu wanken. Ihre verwirrenden Gefühle für Ellis werden täglich stärker – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S zu glauben. Langsam wird auch Pearl klar, dass ihr Leben ein Gefängnis ist und sie zusammen fliehen müssen, um sich zu retten… Meinung Ich hatte dieses Buch auch schon in meiner Kategorie „♥ Vorgestellt & Vorgeschwärmt ♥“ gepostet, da mich die die Thematik schon beim Klappentext echt neugierig gemacht hat und ich bisher in diesem Bereich noch nichts gelesen hatte. Nun muss ich allerdings gestehen, dass es mir nicht unbedingt leicht fällt, neutral an dieses Thema ranzugehen, dennoch finde ich es wichtig, genau das in bestimmten Situationen zu können, um sich dementsprechend eine eigene Meinung dazu zu bilden. „Sekte (von lateinischsecta ‚Partei‘, ‚Lehre‘, ‚Schulrichtung‘) ist eine Bezeichnung für eine religiöse, philosophische oder politische Richtung und ihre Anhängerschaft. Die Bezeichnung bezieht sich auf Gruppierungen, die sich durch ihre Lehre oder ihren Ritus von vorherrschenden Überzeugungen unterscheiden und oft im Konflikt mit ihnen stehen. In erster Linie steht Sekte für eine von einer Mutterreligion abgespaltene religiöse Gemeinschaft. Der ursprünglich wertneutrale Ausdruck hat aufgrund seiner Geschichte und Prägung durch den kirchlichen Sprachgebrauch einen meist abwertenden Charakter erhalten und wird seit den 1960er Jahren verstärkt in negativem Sinn verwendet. In der modernen Religionswissenschaft und Soziologie werden statt des Begriffs Sekte neutrale, nicht wertende Bezeichnungen wie „religiöse Sondergemeinschaft“, „neureligiöse Gemeinschaft“ oder „neue religiöse Bewegung“ verwendet.“ Quelle: wikipedia.org Ich bin bestimmt nicht die einzige, die sich darin wiedererkennt, das Wort ebenfalls eher in einem negativen Zusammenhang zu benutzen, anstatt es als neutrale Bezeichnung zu sehen. Aber woran liegt dieser schlechte Ruf? Ist es nicht unfair, alle in eine Schublade zu stecken? Leben und leben lassen ist hier denke ich eine wichtige Devise. Ich bin selbst überhaupt nicht religiös, denke aber, dass Religion eine Privatsache ist, die niemand anderen etwas angeht, solange derjenige auch nur die Entscheidung für sich trifft. So fand ich es in dieser Geschichte ganz schön, dass das Wort „Sekte“ gar nicht gefallen ist, es ging hier „einfach“ um eine Lebensgemeinschaft – Saat. Aber natürlich geht es hierbei -im herkömmlichen Sinne- um eine Sekte, und leider auch mit all den negativen Eigenschaften, die sich ein Mensch vorstellen kann. Ebenso hat mich Saat in vielen Aspekten an eine amische Lebensform erinnert. Pearl als Hauptcharakter fand ich einfach perfekt. Denn es war nicht so, dass etwas Großes passiert und sie von ihrem Glauben abgelassen hat. Sie ist in dieser Lebensform und Gemeinschaft gefestigt, sie kennt nichts anderes  – erst einmal gilt ihr Zweifel viel mehr Ellis – dem Jungen aus der Draußenwelt. Schließlich ist dort alles böse, und nicht andersherum. Es ist ein sehr schleichender Prozess, der wahrscheinlich auch nicht viel mit logischem Denken, sondern viel mehr mit einer Menge Emotionen zu tun hat. Es ist einfach erschreckend, was um sie herum passiert, doch sie versteht das meiste davon einfach nicht. Nicht, weil sie es nicht sehen will, sondern weil sie es nicht kennt und nie gelernt hat, auf so etwas achten zu müssen. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, jeder geht anders an die Situation heran, auch wenn man die meisten anderen Gedankengänge nur erahnen kann, da die Geschichte einzig aus Pearls Sicht erzählt wird. Der Schreibstil ist zwar flüssig, doch der Inhalt sehr bedrückend, zumindest in meinen Augen. Natürlich ist zum Schluss eine Menge passiert – doch in der Geschichte soll eher der Alltag stehen, für mich als Leser dumpf, monoton und bedrückend. Für wen ein Happy End wichtig ist, sollte sich nicht unbedingt dieses Buch schnappen. Ich fand es wirklich faszinierend, auch wenn die Stimmung nach dem Lesen ziemlich im Keller war… So viele Punkte haben mich wahnsinnig gemacht, aber nicht, weil sie schlecht geschrieben waren, sondern weil sie mich einfach fertig gemacht hat. Wie kann man an so etwas glauben? Wie kann man Menschen so etwas antun? Wer sich jedoch für solch ein Thema interessiert und mit dem folgenden Gefühlschaos umgehen kann, wird fasziniert von dem Buch sein. Fasziniert von einer Geschichte, wie er sie vorher noch nicht gelesen hat und die vielleicht auch die Augen öffnet.

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