Schnitzler. Fräulein Else

von Lisa Holzberg 
3,8 Sterne bei100 Bewertungen
Schnitzler. Fräulein Else
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nscho-tschis avatar

Als Schullektüre eigentlich mal ganz anders und interessant

Idunas avatar

ein Klassiker in Monologform

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Inhaltsangabe zu "Schnitzler. Fräulein Else"

Vorwort 1. Autor: Leben und Werk 1.1 Biografie 1.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund 1.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken 2. Textanalyse und -interpretation 2.1 Entstehung und Quellen 2.2 Inhaltsangabe 2.3 Aufbau 2.4 Personenkonstellation und Charakteristiken 2.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen 2.6 Stil und Sprache 2.7 Interpretationsansätze 3. Themen und Aufgaben 4. Rezeptionsgeschichte 5. Materialien Literatur

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783804418066
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:67 Seiten
Verlag:Bange, C
Erscheinungsdatum:02.04.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    Nadl17835s avatar
    Nadl17835vor 3 Jahren
    Erfrischend anders

    Die Hauptperson Else befindet sich in einem italienischen Kurort bei ihrer wohlhabenden Tante, als sie den Brief ihrer Mutter, mit der dringenden Bitte den reichen Dorsday um 30.000 Gulden zu bitten, um den Vater vor dem Gefängnis zu retten, erhält. Gleich darauf bittet sie Dorsday ihr das Geld für ihren Vater zu leihen, woraufhin Dorsday unter der Bedingung zustimmt, Else solle sich vollkommen nackt vor ihm entblößen, damit er ihren Körper für eine Weile betrachten könnte. Die junge Else verlässt empört den Raum. In den folgenden Momenten, kann die Zerrissenheit und Unentschlossenheit Elses anhand ihrer Gedanken gut nachvollzogen werden. Einerseits möchte sie ihrem Vater unbedingt helfen und ihn nicht im Stich lassen. Andererseits möchte sie frei über ihren Körper entscheiden können und sich nicht von anderen ( dem männlichen Geschlecht - Dorsday) dominieren lassen. Hin und her gerrissen und durch ständige Änderungen ihrer Entscheidungen, beschließt sie schließlich sich vor allen anderen Gästen des Hotels zu entblößen, somit auch vor Dorsday, um der Bedingung gerecht zu werden. Nachdem sie sich auszieht und von allen Seiten schockierende Blicke erhält - so auch von ihrer Tante, die sie als Schande empfindet - fällt sie in eine gespielte Ohnmacht, um der Situation zu entkommen. Daraufhin wird sie in ihr Zimmer gebracht. Dort nimmt sie die doppelte Dosis des Schlafmittels Veronal, in der Absicht ihrem Leben ein Ende zu setzen. Dann sickert sie weg. Ob sie tatsächlich stirbt bleibt offen.

     

    Besonders toll fand ich, dass das Werk in einem inneren Monolog geschrieben ist -  bis auf einige Gespräche mit anderen Gästen. Dadurch erhält man einen tiefen Einblick in die Gedankengänge von Else und bemerkt, wie sie versucht aus dem Dilemma herauszukommen, aber festellen muss das es keinen Weg gibt, außer Selbstmord zu begehen. Besonders der Inhalt bietet sich hervorragend für einen inneren Monolog an, da dieser nie langweilig wird. Etwas nervend ist Elses ständiger Meinungswechsel und was sie als nächstes tun möchte, da der Wechsel sehr oft vorkommt und das hin und her sich oft wiederholend durch den ganzen Text zieht. Dennoch fand ich das Buch sehr erfrischend geschrieben, weil es mal etwas anderes ist.

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    Quinn_s avatar
    Quinn_vor 5 Jahren
    Fräulein Else - großer Klassiker oder großer Mist?

    Die Novelle „Fräulein Else“, von Arthur Schnitzler im Jahr 1924 geschrieben, handelt von dem jungen Fräulein Else, die in große innere Konflikte gerät, als sie ihrem Vater aus einer finanziellen Notlage heraushelfen soll.
    Fräulein Else gilt als bahnbrechend in seiner Erzählweise, da Arthur Schnitzler sich konsequent, als einer der ersten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum, des inneren Monologs bedient. Oft verwirrt diese Erzählweise den Leser, denn es sind Fräulein Elses Gedanken, die durchgängig geschildert werden und sehr sprunghaft und dadurch auch schwer nachzuvollziehen sind.
    Die Haupthandlung ist die einzige die erzählt wird, es gibt nur einen Handlungsstrang, und in dem geht es nur um das Geld, welches Else auftreiben muss. Aus jenem Grund besteht auch gefühlt das ganze Buch aus dem Wort „fünfzigtausend“.
    Die komplette Geschichte ist klischeehaft, das kleine Mädchen aus guten Verhältnissen, welches dann ihren Vater retten muss und doch schließlich unter diesem Druck zusammenbricht. Ein solches Frauenbild halte ich für veraltet und auch sexistisch! Es hätte auch anders ausgehen können, sodass sich Fräulein Else als starke und selbstbewusste Frau verweigert.
    Die Geschichte inklusive des Frauenbilds ist also dementsprechend sehr zeitgebunden und ist von einem in der heutigen Zeit lebenden Menschen nicht unbedingt immer nachzuvollziehen.
    Allgemein lässt sich sagen, dass die Novelle „Fräulein Else“ unter Literaturliebhabern Gefallen findet, jedoch nicht zur persönlichen Unterhaltung eines Durchschnittslesers dient.

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    FriediMs avatar
    FriediMvor 6 Jahren
    Rezension zu "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler

    Arthur Schnitzlers Monolognovelle “Fräulein Else” begleitet die Gedankenwelt einer jungen Protagonistin.

    Else ist 19 Jahre alt und stammt aus der gehobeneren Klasse der Wiener Gesellschaft. Sie befindet sich im Urlaub, als sie ein Telegramm ihrer Mutter ereilt, in welchem sie darum gebeten wird den Kunsthändler Herrn von Dorsday nach einem Darlehen für ihren Vater zu erfragen, da dieser Spielschulden von 30.000 Gulden hat.
    Else, die sich direkt Gedanken darüber macht, welchen fleischlichen Preis sie Herrn von Dorsday für diese gute Tat zu zahlen hat, schwankt nun zwischen der Last sich ihrem Vater aufzuopfern und dem Suizid den sie zu begehen wünscht anstatt von Dorsday eine “Bezahlung” für sein Darlehen zu erstatten.

    Von Dorsday wünscht die Protagonistin für eine halbe Stunde nackt zu sehen, und verspricht danach die Schulden ihres Vaters zu tilgen. Else, die sich daraufhin vollkommen verrückt macht, und über den Kunsthändler empört ist, weiß sich nicht zu helfen und beschließt ihrem Vater diesen Gefallen zu tun. Nach ihrer Zusage gerät die junge Fraue jedoch ins Zweifeln. Ist es das richtige was sie getan hat? Wird Herr von Dorsday ihr vielleicht noch schlimmeres antun?
    Else bereitet bereits das Schlafmittel Veronal vor, mit welchem sie gedenkt sich im Nofall umzubringen, kleidet sich nach dem Abendessen nur in einen schwarzen Pelzmantel (darunter trägt sie natürlich nichts) und sucht Herrn von Dorsday, den sie schließlich im Musikzimmer vorfindet.
    Darauffolgend fällt sie offensichtlich in eine Scheinohnmacht, wird von den Anwesenden in ihr Zimmer getragen und greift in einem unauffälligen Moment zu dem Vironal, der sie scheinbar in tiefe erlösende Träume fallen lässt. Ob sie stirbt bleibt bis zum Ende unklar.

    Diese Novelle, geschrieben von Arthur Schnitzler im Jahre 1924, ist eindeutig der Wiener Moderne bzw. dem Ästhetizismus zuzuschrieben. Sie zeigt nicht nur den Konflikt mit Elses innerer und äußerer Existenz, sondern auch ihre verwirrenden Gedankengänge auf, die sich mit ihrem Dasein als Frau sowie dem Frauenbild jener Zeit auseinandersetzt. Sie will sich emanzipieren, schafft es jedoch nicht vollkommen. Die Protagonistin stammt aus einer höheren Gesellschaft, Geld ist hier alles, und genau so ist das Geld bzw. die Schulden ihres Vaters der ausschlaggebende Grund, wieso sie in diese missliche Lage gelangt. Der Respekt vor Elses Vater, und vor allem die Angst, dass ihm etwas schlimmes zustoßen könnte lässt sie Dinge tun, die eindeutig der Prostitution nahe kommen, und so ist es klar, dass Else Gewissensbisse bekommt.
    Die Novelle an sich ist mit viel Anstrengung zu lesen, da Elses Monologe teilweise sehr springend und vor allem voller lebhafter Entrüstung sind, gleichzeitig verschafft dieser Schreibstil der Novelle jedoch eine gewisse Authentizität.

    Mehr auf meinem Blog: vitrinenglas.wordpress.com

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    cosima73s avatar
    cosima73vor 6 Jahren
    Rezension zu "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler

    Drei Erzählungen, welche die Welt aus der Innensicht zeigen. Arthur Schnitzler zeigt die Macht der Gedanken und präsentiert, ohne moralisierend zu wirken, die Gesellschaft seiner Zeit und die Kräfte, welche in ihr wirken.

    Blumen
    Innerer Monolog eines Mannes, der einer verflossenen Liebe gedenkt. Er denkt an ihre letzte Begegnung, denkt an den Abschied, an die Gefühle, die schon lange schweigen. Er erfährt von ihrem Tod, der ihm nichts bedeutet. Er fühlt sich gefühllos, hart. Alles ist kalt, alles ist tot, bis er Blumen erhält. Wie jeden Monat an einem bestimmten Tag, ihrem gemeinsamen Tag. Diesen Blumen gegenüber empfindet er all die Gefühle, welche er vorher nicht zulassen konnte. Er steht in ihrem Bann, sieht sie langsam verwelken, kann sich nicht trennen. Und er merkt, dass er alles beherrschen konnte und kann in seinem Leben, nur die eigene Erinnerung nicht. Und diese Erinnerung haftet an den Blumen.

    "Gespenster! – Sie sind, sie sind! – Tote Dinge spielen das Leben. Und wenn welkende Blumen nach Moder riechen, so ist das nur Erinnerung an die Zeit, wo sie blühten, dufteten. Und Gestorbene kommen wieder, solange wir sie nicht vergessen."

    Eine Geschichte über die Macht der Gedanken. Arthur Schnitzler, im Denken Freud und seiner Psychologie verwandt, zeigt auf, wie das Unbewusste sich an Dinge klammert, die man im Bewusstsein unterdrückt. Erst wenn man sie durchlebt, sie verarbeitet, kann man sich von ihnen befreien. Die Blumen in dieser Geschichte dienen als äusserer Anstoss für diese Arbeit an der Vergangenheit und an den eigenen Gefühlen. Oft ist es einfacher, die inneren Konflikte im Aussen zu sehen und zu lösen. Sinnbildlich für das Innen. Das Innen wird dem Aussen folgen.

    Der Andere
    Nach vielen glücklichen gemeinsamen Jahren ist die geliebte Frau gestorben. Zurück bleibt ihr trauernder Mann, welcher in einem inneren Monolog seine Trauer reflektiert. Sein Leben, all sein Tun ist geprägt von dieser Trauer und von der Erinnerung an die Verblichene, welche ihn auffrisst.

    "Meine Trauer hat nichts Mildes…ich bin zornig, ich knirsche mit den Zähnen, ich hasse alles und alle… Vor allem diejenigen, die mit mir leiden."

    Er steht am Grab und sieht die anderen Trauernden. Er spürt keine Verbundenheit mit ihnen, im Gegenteil.

    "Etwas in mir lehnt sich dagegen auf, dass alle diese da zwischen den Gräbern herumirren mit demselben unsäglichen, ewigen Schmerz."

    Wäre der Schmerz nicht ewig, wäre das Betrug, dessen ist er sich sicher. Die Zeit, welche den Schmerz schwinden liesse, die Betrügerin. Er ist gefangen in seinem Schmerz, bis er einen anderen Trauernden sieht, der ihn mitleidig anschaut. Dieser Mann nimmt ihn in seinen Bann, bis er ihn eines Tages am Grab seiner Frau sieht und die Gedanken vom Schmerz über den Verlust hin zu einem möglichen Betrug im Leben wandern. Gefangen von dieser Idee verurteilt seine Frau, zögert an ihrer Liebe, zögert an seiner eigenen Geschichte mit ihr.

    Fräulein Else

    Else wird von ihrer reichen Tante in ein nobles Hotel eingeladen, als sie eine Depesche ihrer Mutter erreicht, dass zur Rettung ihres Vaters, welcher Mündelgelder veruntreut hatte, dreissigtausend Gulden nötig wären. Sie verlangt von Else, sich in dieser Angelegenheit an Vicomte Dorsday, einen alten Freund des Papas, zu wenden. Er sei die letzte Hoffnung.

    Also, ich soll Dorsday anpumpen… Irrsinnig. Wie stellt sich Mama das vor? Warum hat sich Papa nicht einfach auf die Bahn gesetzt und ist hergefahren?

    Immer schneller drehen die Gedanken, Else ahnt, dass das Geld nicht ohne Gegenleistung zu haben ist. Sie schwankt zwischen der Aufopferung als Tochter und der Scham vor dieser Aufgabe. Schlussendlich ringt sie sich durch und wendet sich an Dorsday

    …für diesmal will ich genügsam sein, wie Sie. Und für diesmal will ich nichts anderes, Else, als – Sie sehen. [...] ich bin nur ein Mensch, der mancherlei Erfahrungen gemacht hat, – unter andern die, dass alles auf der Welt seinen Preis hat…

    Eine zweite Depesche der Mutter erhöht den geforderten Betrag noch und Else versinkt in einer inneren Verzweiflung. Die Gedanken überschlagen sich, gehen von Selbstmord über die Suche nach einer anderen Lösung bis hin zur Rechtfertigung einer solchen Handlung für diesen Preis. Sie denkt sich förmlich in einen Fieberwahn hinein, verzweifelt an dieser ihr gestellten Aufgabe. Sie fühlt sich allen ausgeliefert, dem Vater, den Männern, der ganzen Welt.

    Sie hat sich selber umgebracht, werden sie sagen. Ihr habt mich umgebracht, Ihr alle, Ihr alle.

    Arthur Schnitzler erzählt die Geschichte von Else aus deren Innensicht, aus ihrem inneren Monolog. Durch ihre Augen und ihre Gedanken erlebt man die Welt der Reichen und sieht die Verzweiflung der jungen Frau, welche sich in dieser Welt prostituieren soll, um ihren Vater vor dem Gefängnis zu retten. Fräulein Else ist eine kritische Sozialstudie und ein unbarmherziger Blick auf die Zustände der Gesellschaft der damaligen Zeit, ohne dabei moralisierend zu wirken.

    Fazit:
    Geschichten, die aufzeigen, wie die eigenen Gedanken zur Realität werden können, der man nicht mehr entfliehen kann. Meisterhaft erzählt und absolut lesenswert.

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    Asaviels avatar
    Asavielvor 8 Jahren
    Rezension zu "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler

    Else ist die Tochter eines Rechtsanwalt. Sie befindet sich im Urlaub in Italien, als ein Brief ihrer Mutter sie erreicht. Hier wird sie darum gebeten, den Herrn Dorsday, einen Kunsthändler, darum zu bitten eine größere Summe Geld für ihren Vater bereit zu stellen. Elses Vater hat (nicht zum ersten Mal) Mündelgelder veruntreut. Ihm droht nun das Gefängnis.

    Else geht tatsächlich auf den Kunsthändler zu und schildert die Situation. Dorsday stimmt zu, ihrem Vater zu helfen. Da es aber auf dieser Welt nichts umsonst gibt, fordert er als Gegenleistung Else nackt sehen zu dürfen.

    In einem ständigen Hin und Her erleben wir in dem inneren Monolog, in dem die gesamte Erzählung verfasst ist, wie Else abwägt, ob sie sich dieser Erniedrigung hingeben will und kann. Am Ende wird Dorsday sie nackt sehen, aber auch ganz andere Weise als erwartet und danach versucht Else den letzten Fluchtweg zu nehmen, der übrig bleibt.

    Die höhere bürgerliche Schicht ist getränkt von Problemen, nicht nur Liebe, sondern auch die Existenz steht mancherorts auf dem Spiel. Mit diesen Grundlagen ist „Fräulein Else“ ein typisches Werk der Wiener literarischen Moderne. Unterstrichen wird dieser Charakter noch damit, dass Geld der Auslöser des Konfliktes ist und immerzu die Hauptrolle spielt.

    Fräulein Else ist – wie alle anderen Frauen der Gesellschaft, so suggeriert Schnitzler – den Wünschen der Männerwelt hilflos ausgeliefert. Bis zuletzt wird sie von den umgebenden Personen nicht verstanden. Ihre eigene Persönlichkeit ist dabei entweder noch nicht voll entwickelt oder ist großen Schwankungen unterworfen, wobei sie viele Entscheidungen eher spontan trifft.

    Auch ihre letzte Tat der Erzählung – nach dem Schlafmittel zu greifen – scheint hierzu zu gehören. Der Leser erfährt nicht, ob sie an einer Überdosis verstirbt oder lediglich Wahnvorstellungen ihren Geist trüben.

    Arthur Schnitzler gelingt es eine Erzählung zu verfassen, die einerseits flüssig und gut zu lesen ist. Andererseits werden wir durch Else mit Fragen konfrontiert, die die Existenz der jungen Frau bedrohen. Obwohl man manches Mal schmunzeln muss, ist ihr Schicksal und ihr Leben doch tragisch. Durch die Form des inneren Monologes, die durchgehend gewahrt wird, erfährt der Leser von jeder Gefühlsregung und empfindet mal mit Leid, möchte sich ein anderes Mal an den Kopf fassen.

    Eine kurze Erzählung, die Spaß macht und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Auch für alle, die eher selten „alte“ Bücher lesen, zu empfehlen, denn die Sprache ist gut verständlich.

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    Moni 3007s avatar
    Moni 3007vor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Meine Lieblingsmeisternovelle.
    Rezension zu "Fräulein Else Novelle" von Arthur Schnitzler

    Die 19-jährige Else macht gerade Urlaub in den Dolomiten mit Verwandten, als sie der verzweifelte Brief ihrer Mutter erreicht: Der Vater, ein jüdischer Rechtsanwalt, steht vor dem Bankrott, einzig allein Else könne die Familie noch retten, wenn es ihr gelänge, den befreundeten Kunsthändler Dorsay zu bewegen, 300000 Gulden vorzustrecken. Else ahnt, daß die Summe an Bedingungen geknüpft sein wird. Als Dorsay das Geld in Aussicht stellt, wenn Else sich vor ihm entblößt, gerät Else in ein moralisches Dilemma, das sie an die Grenzen ihrer Existenz treibt.
    Die Meisternovelle ist in der Erzähltechnik des inneren Monologs geschrieben.
    Gerade dies ist das ganz Besondere an der sehr mitreißenden Novelle. Man wird immer weiter hineingezogen in die Seelenzustände von Else, in ihre Verwirrung und Erinnerungen.
    Man leidet mit Else mit. Mir ging es jedenfalls so.
    Arhur Schnitzler gehört zu meinen Lieblingsautoren und ich habe schon sehr viele klassische Novellen gelesen. Ich mag sehr die Meisternovellen von ihm und dies ist meine absolut liebste klassische Novelle.
    Bitte unbedingt lesen und ihr werdet es absolut nicht bereuen.
    Das Buch wurde auch meisterhaft und sehr einfühlsam von Senta Berger gelesen.
    Auch das Hörbuch ist sehr zu empfehlen.

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    O
    ottomanpaschavor 10 Jahren
    Rezension zu "Schnitzler. Fräulein Else" von Lisa Holzberg

    gut

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    Madame_Mims avatar
    Madame_Mimvor 10 Jahren
    Rezension zu "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler

    Der Autor Arthur Schnitzler lässt uns Einlass in Fräulein Elses Gedanken und Gefühlswelt. Das Buch ist ausschließlich aus der Sicht einer 19jährigen geschrieben, die im Urlaub in einer Pension einen Brief ihrer Familie erhält. Der Vater, ein Rechtsanwalt, ist durch seine Spielsucht in Geldnot geraten und ersucht seine Tochter, einen Freund um einen großen Geldbetrag zu bitten. Dieser allerdings verlangt eine Gegenleistung von Fräulein Else und bringt das Mädchen in eine große Not.
    LESENSWERT!

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    urlaubs avatar
    urlaubvor 10 Jahren
    Rezension zu "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler

    nicht schlecht, aber Else trieb mich an den Rande des Wahnsinns

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 10 Jahren
    Rezension zu "Fräulein Else" von Arthur Schnitzler

    Normalerweise bin ich kein großer Klassiker -Leser, aber Fräulein Else war eifach toll. Die Art wie sie denkt - genau so denke ich. Nicht WAS sie denkt, sondern WIE sie es denkt. Unglaublich gut beschrieben!

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