Lisa Kränzler

 3.7 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Nachhinein, Lichtfang und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Lisa Kränzler

Nachhinein

Nachhinein

 (13)
Erschienen am 11.08.2014
Lichtfang

Lichtfang

 (7)
Erschienen am 02.09.2014
Export A

Export A

 (6)
Erschienen am 01.02.2012
Schriftproben

Schriftproben

 (0)
Erschienen am 14.03.2013

Neue Rezensionen zu Lisa Kränzler

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Rezension zu "Lichtfang" von Lisa Kränzler

Ein Roman zum Heulen. Und das in mehrfacher Hinsicht.
WinfriedStanzickvor 4 Jahren




Dieses Buch ist für den Leser harter Tobak. Inhaltlich und sprachlich ist er eigentlich eine Zumutung. Und so wundert es nicht, dass man nach etwa einem Dutzend Seiten das Buch für Wochen aus der Hand legt, um ihm später noch einmal eine Chance zu geben.

Angenehmer wurde die Lektüre nicht. Nur der Inhalt und die Charakterisierung der beiden jungen Protagonisten haben ich bei der Stange gehalten.

An der weiblichen Hauptfigur könnte man verzweifeln. Sie heißt Lilith(!), ist 19 Jahre alt, Borderlinerin und ist gerade von einem Austauschaufenthalt in Kanada zurück in ein kleines schwäbisches Dorf gekommen. Sie trinkt übermäßig, isst dafür umso weniger und das, was sie zu sich nimmt, kotzt sie wieder aus. Das regelmäßige Koksen tut sein Übriges, und das Ritzen ihrer Arme verbessert ihren Zustand auch nur kurzfristig: . "Wenn man das Leben würgt, wird es strampeln, nach Luft schnappen, sich bemerkbar machen. Liliths Schlinge erpresst Lebendigkeitsbeweise."

Lilith verliebt sich in den hässlichen Rufus. In aber auch Allem ist er das genaue Gegenteil von ihr. Natürlich wird das nichts mit dieser Liebe und Lilith hadert mit ihrem Schicksal und bedauert sich selbst. Permanent beschäftigt sie sich mit sich selbst, nährt sich von ihrer Besonderheit und fühlt sich von allen unverstanden. Ihren Körper erlebt sie als „ein Fass voll Furcht.“

Alles mündet in ein dramatisches und entsetzliches Ende. Ein Roman zum Heulen. Und das in mehrfacher Hinsicht.




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Emilis avatar

Rezension zu "Export A" von Lisa Kränzler

Kränzler, Lisa - Export A
Emilivor 5 Jahren

Kurzbeschreibung:
(Quelle: Buchcover/Verlag)
In Kanada, diesem für sie fremden Land, muss sich Lisa Kerz als Austauschschülerin in das Highschool-Leben mit seinen neuen Regeln und Hierarchien einfügen. Und sie ist hin- und her gerissen zwischen den Extremen: Auf der einen Seite das aufregende Neue, die Stoner, verlorene Jungs, die sie kennen lernt und mit denen sie schließlich in eine Wohngemeinschaft zieht - mit Punkrock, Drogen, Alkohol, Hunger und Zärtlichkeit. Auf der anderen Seite stehen die sonntäglichen Kirchenbesuche mit der Schwester, mit Predigten, die einer ausgeklügelten Choreografie folgen und angefüllt sind von Gottesliebe, aber auch von Warnungen vor dem Teufel und dem Bösen - und  die unbedingte christliche Demut und Enthaltsamkeit verlangen. Lisa droht, zwischen der Angst vor der ewigen Verdammnis und ihrem wilden Leben zerrieben zu werden. Als sei das noch nicht genug, geschieht Lisa etwas Unsagbares, das alles verändern wird, und sie lädt eine Schuld auf sich, die sie ihr ganzes Leben begleiten wird.
In Rückblenden und mit feinsinniger Montagetechnik erzählt Lisa Kränzler in einer wunderbaren Sprache vor der Folie einer in Eis und Kälte erstarrten Landschaft, die Isolation bedeutet, von Einsamkeit und Erwachsenwerden, von Ekstase und Schuld. Ein packender Debütroman!

Meine Meinung:
Auch wenn ich noch so gespannt war auf diesen Roman, dessen Kurzbeschreibung mich sehr neugierig auf den Inhalt gemacht hat, hat es mich leider nicht gepackt.

Und es lag nicht an der Geschichte, die das 16- jährige Mädchen zu erzählen hatte. Die war auf jeden Fall interessant, bewegend und von einer Art der Emotionalität geprägt, die zwar für mich weniger zugänglich war,  dennoch deutlich machte, dass diese Ereignisse das Leben der Hauptprotagonistin geprägt haben und ihr seelisches Leben beeinflussten. Schonungslos erzählt die Autorin die Geschichte der Lisa Kerz, die sicher biographisch angelehnt ist.
Wie gesagt, die Thematik entsprach schon meinem Interesse.

Was mir an dem Buch nicht gefallen hat, war der Stil, in dem der Roman geschrieben ist und der vom Verlag als "feinsinnige Montagetechnik" und "wunderbare Sprache" bezeichnet wurde. Ich würde es kaum als wunderbare Sprache bezeichnen.
Leider kenne ich keinen Begriff aus dem Bereich der Literatur, der diese Erzählart treffend bezeichnen würde.

Ich versuche es zu erklären, wie ich den Schreibstil der Autorin erlebt habe: Ich musste beim Lesen an die Musikstücke denken, die in Staccato gespielt werden. Vielleicht könnte man dazu "nicht fließend", stockend, stoßend sagen...?
Ich vermute, dass sollte das gefühlsmäßige Durcheinander der Protagonistin widerspiegeln.

Außergewöhnlich und eigen war der Stil der Autorin für mich auf jeden Fall, aber nicht mein Geschmack. Schade.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Roman seine Leser finden würde.

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