Lisa Kreißler Blitzbirke

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Inhaltsangabe zu „Blitzbirke“ von Lisa Kreißler

Kurz vor seinem 30. Hochzeitstag fällt Eddas Vater vom Pferd. Zwar bricht er sich bloß ein paar Rippen, doch seine älteste Tochter, die sogleich aus Leipzig anreist, wittert Unheil. Ihr neuer Freund Hans, ein schweigsamer Maler, begleitet sie. Er scheint ebenso aus der Zeit gefallen zu sein wie das niedersächsische Heimatdorf Odinsgrund mit seinen Seltsamkeiten: Dort fährt ein freundlicher Riese Motorrad, die Mutter nimmt Betrunkenen Blut ab, aus dem Acker wachsen Muscheln, und ob der Hund wirklich ein Hund ist, muss sich erst noch rausstellen. Kein Wunder also, dass dieser Ort Edda beeinflusst und ihre Wahrnehmung verändert. Denn auch, wenn es allen um sie herum gut geht, meint sie immerzu, ein Unglück herannahen zu spüren. Was Edda in ihrer Jugend nämlich gelernt hat: Man muss immer auf das Schlimmste gefasst sein. Doch jetzt ist Hans an ihrer Seite. In seiner Gegenwart gelingt es Edda, sich von den alten Geschichten zu lösen. Gemeinsam müssen sie nun gleich zwei Wunderlandschaften durchqueren, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen. Lisa Kreißlers Debüt Blitzbirke erzählt eine einfache Liebesgeschichte: Ein Mädchen befreit sich durch das Wunder der Liebe aus den Fängen ihrer Vergangenheit. Doch erst vor dem märchenhaften, naturromantischen Hintergrund der Geschichte kommt das eigentliche Thema des Textes zum Tragen: die fabelhafte Kraft der Gegenwart.

Eine eingängige Familiengeschichte in poetischer Sprache - auf jeden Fall einen Blick wert!

— Schreibschnegel
Schreibschnegel

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  • Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen!

    Die Verratenen
    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, gerade hatte ich spontan eine Idee und vielleicht haben ja ein paar Lust dabei mitzumachen! In diesem Thema soll in jeder Woche ein anderes Wort im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort kann eigentlich jeder Art sein, egal ob Substantiv, Adjektiv, Verb, Farbe etc. - dabei ist nur wichtig, dass man dazu gut etwas assoziieren kann. Für die erste Woche, die am 3. Mai startet, gebe ich als Wort "Muster" vor. Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann könnt ihr in dieser Woche ein Buch beginnen, das hierzu passt. Wie ihr das Wort "Muster" für euch interpretiert, bleibt euch dabei natürlich überlassen. Hat das Cover vielleicht ein bestimmtes Muster oder handelt eine Figur im Buch nach einem bestimmten Muster? Das vorgegebene Thema soll einfach als Anregung dienen, sich vielleicht mal ein passendes Buch vom Stapel ungelesener Bücher (= SuB) zu schnappen! Natürlich soll es viele verschiedene Wörter für Buch-Assoziationen geben - genauer gesagt für jede Woche eins! Wer hier gern mitmachen möchte, kann also direkt auch ein Wort vorschlagen. Die vorgeschlagenen Wörter würde ich einfach in der Reihenfolge eurer Anmeldungen oben für die einzelnen Wochen eintragen. Wer mitmachen möchte, muss das selbstverständlich nicht in jeder Woche tun, sondern ganz so, wie man Spaß daran hat. Wenn ihr euch über die Bücher, die ihr gerade zu einem bestimmten Assoziations-Wort lest, austauschen möchtet, dann tut das bitte immer im zugehörigen Unterthema oben. Einfach auf das Thema klicken und dort eure Beiträge schreiben :-) Falls ihr Fragen und Ideen habt, richte ich dafür auch ein extra Thema ein. Nun wünsche ich uns ganz viel Spaß!

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  • Verzaubert an der Autobahn

    Blitzbirke
    Schreibschnegel

    Schreibschnegel

    08. May 2014 um 11:54

    Als Edda ihrem Heimatdorf Odinsgrund mal wieder einen Besuch abstattet, ist eigentlich alles wie sonst: Die Autobahn rauscht unbeirrt an den Häusern vorbei, die Ernte wird eingebracht, der Familienhund begrüßt die heimgekehrte Tochter und ihren neuen Freund Hans enthusiastisch. Doch hinter der friedlichen Kulisse lauern die Geister der Vergangenheit, die Eddas Puls in die Höhe treiben und sie nachts jedes Zimmer im Haus durchsuchen lassen, um sicherzugehen, dass es ihren Liebsten gut geht. Längst überstanden geglaubte Ängste holen Edda ein – und es ist an Hans, sie zu lehren, wieder in der Gegenwart zu leben. Lisa Kreißlers Debütroman „Blitzbirke“ (mairisch Verlag) erzählt die Geschichte einer Schwarzseherin. Edda ist so sehr geprägt von den Schicksalsschlägen, die ihre Familie in der Vergangenheit heimgesucht haben, dass sie selbst im Kreis ihrer engsten Angehörigen nur auf die nächste Katastrophe wartet. Eddas besondere Beziehung zu diesen Menschen und ihrem Heimatdorf schildert die Autorin poetisch und präzise. Schicht für Schicht entblättert sie Eddas Ängste und die Szenen aus der Familiengeschichte, die sie in Odinsgrund auf Schritt und Tritt verfolgen. Dabei baut sie einen unmerklichen Druck auf, bis der Leser wie Edda nur darauf wartet, dass der Sturm hereinbricht und die schnell liebgewonnenen Charaktere durcheinanderwirbelt. Doch es ist der Außenstehende, der Eddas Innenwelt tatsächlich auf den Kopf stellt: Hans, der Fels in der Brandung, der Künstler, der nur auf die Gegenwart blickt. Ihr Verhältnis zueinander wird unaufgeregt, ohne große Dramatik geschildert, auch wenn schnell deutlich wird, wie wichtig er für Edda ist. Mit ihm hat auch der Leser einen Anker in der ansteigenden Spannung, jemanden, der sich durch nichts verunsichern lässt und immer weiß, wer er ist. Subtil erzählt Lisa Kreißler auch die Geschichte eines Paares, das sich und einander findet. „Blitzbirke“ entführt den Leser an einen einzigartigen Ort, bevölkert von seltsamen Tieren und Menschen, der nachhallt wie ein zauberhafter Traum. Obwohl nicht viel Aufregendes passiert, wird die Geschichte von den zutiefst menschlichen Charakteren und ihren Eigenheiten getragen. In dieser Welt möchte man gern länger bleiben als nur für 186 Seiten.

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