Lisa McAbbey Reise nach Edinburgh

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Inhaltsangabe zu „Reise nach Edinburgh“ von Lisa McAbbey

London 1754: Auf der Flucht vor einer ungewollten Heirat und geldgierigen Verwandten begibt sich die junge Samantha Fairfax als Bursche verkleidet auf eine folgenschwere Reise nach Edinburgh. Wird man ihr auf die Schliche kommen und sie als Frau entlarven? Mit sechs anderen Passagieren fährt sie in einer Kutsche und macht Halt bei einem Pferderennen, einer Schlägerei, einem Jahrmarkt und einem Maskenball. Da begegnen sie Straßenräubern des berüchtigten Hellfire Clubs. Zum Glück ist einer der Mitreisenden ein eleganter Comte, der Samantha zur Hilfe eilt. Doch kaum ist die eine Gefahr gebannt, geschieht schon das nächste Unglück: Ein Geheimagent ist im Auftrag des Königs in der Kutsche, und er beschuldigt Samantha, eine jakobitische Spionin zu sein.

Hat mir überraschend gut gefallen, spannend, kurzweilig und mit einer guten Portion Humor.

— Jana68

Trotz etwas langatmiger Stellen ein gut recherchierter und überaus romantischer, spannender Roman vor historischem Hintergrund

— Smilla507

Hat mir sehr gut gefallen,ein historischer Roman,der nicht langweilig wird und sich wahnsinnig gut liest.

— Leseratte294

Ein sehr gelungenes Debüt, das ich gern gelesen habe. Unbedingte Lese-Empfehlung!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Kurzweiliges literarisches „Roadmovie“, das im 18. Jahrhundert spielt. Meines Erachtens ein sehr gelungenes Debüt der Autorin.

— Klusi

Eine Reise von London nach Edinburgh. 10 aufregende Tage in einer Kutsche mit den verschiedensten Leuten, die alle ihre Geheimnisse haben.

— Caretta

Eine sehr unterhaltsame Reise, die viele Überraschungen im Gepäck hat :)

— merlin78

Ein wunderbarer historischer Roman, der einen gefangen nimmt und nicht mehr los lässt!

— Ninespo

Überzeugende Lektüre

— seschat

Eine tolle Reise, die ich gern auf mich genommen habe...

— Booky-72

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    Reise nach Edinburgh

    Emma.Woodhouse

    02. July 2015 um 00:00

    Inhalt: 1754, Samantha Fairfax nimmt ihr Schicksal in die eigene Hand und flieht aus dem Haus ihres Onkels. Sie will nicht zwangsverheiratet werden und verkleidet sich daher um mit der Kutsche nach Schottland zu reisen. Sie will zu ihrer Tante doch dafür muss sie unerkannt bleiben. Gelingt es ihr? Oder hat der unausstehliche Landschaftsarchitekt, Henry James sie bereits durchschaut?! Und was ist mit dem schönen französischen Comte? Eine Reise voller Ungewissheit und Abenteuer beginnt... Meinung: Das Cover finde ich sehr schön. Es passt zu der Zeit und lässt eine Reise vermuten wodurch auch der Bogen zum Titel geschlagen wird. Den Titel finde ich ein wenig unspektakulär und nichtssagend und dass passt einfach nicht zu diesem Buch. Wie bereits oft von mir erwähnt, besteht zwischen historischen Romanen und mir eine regelrechte Hass-Liebe. Ich lese sie durchaus gerne aber sie müssen mich halt packen und es gibt nicht vieles was mich überzeugt. Doch Lisa McAbbeys "Reise nach Edinburgh" hat mich schon deshalb angesprochen weil es zum einen in England/Schottland spielt und im 18 Jahrhundert. Ich liebe diese Zeit und ich finde es unheimlich spannend. Interessant war für mich das dass Buch aus einer englischen Sicht geschrieben ist und nicht aus einer schottischen. Denn es ist die Zeit der Aufstände, die Schotten wollen keinen deutschen König und versuchen Bonnie Prinz Charles auf den Thron zu setzen. Von der schottischen Seite wurden schon einige Bücher geschrieben und so war ich sofort fasziniert. Der Anfang hat aber zunächst einen klassischen Aschenputtel-Tatsch. Sam, verliert ihre Eltern und muss vortan bei ihrem Onkel leben, dessen Frau und Töchter ihr das Leben zur Hölle machen. Erst wenn Sam das Haus verlässt fängt die Geschichte wirklich an. Die Reise beginnt und wird zu einem wahren Verwirrspiel. Schnell wird klar das nicht nur Sam vorgibt jemand zu sein, der sie nicht ist. Aber wem kann Sam vertrauen? Wer mich wirklich von Anfang an begeisterte war Henry. Seine ganze Art, seine Haltung, fand ich einfach nur herrlich. Wie er Sam reizt und sich mit ihr kabbelt...das ist einfach grandios. Es macht Spaß ihn und Sam zu beobachten. Denn obwohl er Sam bis aufs äußerste reizt, ist zwischen ihnen eine spürbare Anziehung. Das ist so süß und wirkt auch einfach natürlich, echt. Ich konnte gar nicht aufhören die beiden zu beobachten und ihnen auf ihrer Reise zu folgen. Es gab einfach zu viele Geheimnisse, zu viele Abenteuer. Denn auf der Reise befinden sich auch ein französischer Spion und ein Agent des Königs. Und da ist auch immer noch der verschmähte Ehemann von Sam. Eine grandiose Reise darf man mitmachen und es macht einfach Spaß. Man bekommt gar keine Zeit mal kurz Luft zu holen weil Knall auf Fall etwas passiert. Es ist herrlich und dabei auch noch perfekt in der Zeit verankert. Man vergisst die eigene Gegenwart und verliert sich in der Vergangenheit. Danke für diese Reise, Lisa!

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  • Ein mitreißender Roman voller Abenteuer

    Reise nach Edinburgh

    Buchfeeling

    19. May 2015 um 08:59

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Von der ersten Seite an war ich gefesselt von den abwechslungsreichen und interessanten Protagonisten. Mit dem Buch folgen wir einer Kutsche und ihren Insassen auf ihrer Fahrt von London nach Edingburgh. 10 Tage lang sind 6 Reisende, die unterschiedlicher nicht sein könnten, auf engstem Raum ständig zusammen. Dass es hier zu Spannungen kommt, ist vorhersehbar. So erleben wir als Leser jeden Tag der Reise ausführlich geschildert mit. Wir lernen die Reisenden kennen, wobei jeder seine ganz eigenenen Geheimnisse hat und sich nicht in die Karten sehen möchte. Andererseits möchte aber auch jeder so viel wie möglich von den Anderen erfahren. So kommt es zu vielen spannenden Geschichten, die sich nach und nach als gut durchdachte Lügenstorys herausstellen. Auf dieser Reise scheint niemand der zu sein, als der er sich ausgibt. Rund um die Geschichte gibt es sehr viele historische Infos, die ausführlich und trotzdem verständlich ausgeführt werden. Dadurch kann man die Beweggründe der Mitreisenden gut verstehen und ist gefühlt viel intensiver in der Handlung drin. Sam, die junge Frau auf der Flucht vor der erzwungenen Hochzeit, die sich als Samuel in der Kutsche ausgibt, ist unheimlich sympatisch und für die damalige Zeit auch sehr selbstständig und mutig. Doch durch die eigenen Interessen, die jeder in der Kutsche verfolgt, gerät sie zwischen die Fronten von Spionen, Hochverrätern und anderen Geheimnisträgern. Wem kann sie trauen? Wird sie ihr Ziel unbeschadet erreichen und wird sie jemals richtig frei sein? Ein wirklich spannendes Abenteuer in einer Zeit, als Reisen noch eine Herausforderung waren. Nachdem am Anfang eher wenig Spektakuläres passiert und man der Reise eher ruhig folgen kann, kommt es dann aber doch zu dramatischen Ereignissen, Mord und Entführung. Auch die Liebe bekommt auf dieser Reise eine kleine Rolle, doch gerät sie durch die vielen Verwicklungen nicht zum Kitschthema und ist daher einfach süss mitzuerleben. Fans von Geschichten wie “Die drei Musketiere” werden diese Story lieben. Es ist romantisch, abenteuerlich, spannend und historisch…. Ich habe jedenfalls mit den Protagonisten mitgefiebert und war gefangen in einer Zeit der Degen, Musketen und Postkutschen.

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  • Eine Reise mit Spannung und Romantik

    Reise nach Edinburgh

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Eckdaten zum Buch: Autor/in: Lisa McAbbey Titel: Die Reise nach Edinburgh Erscheinungsjahr: 2014 Genre: Historischer (Liebes-)Roman Länge: 473 Seiten Thema: Eine junge Frau auf der Flucht vor einer Zwangsheirat, Reisen, politische Intrigen Plot in einem Satz: Um an ihr Erbe zu gelangen, wollen Samanthas Verwandte sie zwangsverheiraten, doch die junge Frau flieht als Mann verkleidet in einer Kutsche Richtung Schottland, wobei sie allerlei Abenteuer erlebt. Erster Satz:  Samantha Fairfax wandte ihren Blick vom nebelverhangenen Londoner Himmel, den zögerlich eine blasse Morgenröte färbte, zurück zu dem geschäftigen Treiben, das trotz der frühen Stunde bereits den Hof des Black Swan Inn erfüllte. Inhalt: Die verwaiste Samantha Fairfax wächst bei Verwandten auf, die sich des Erbes ihrer Eltern bemächtigen wollen und sie darum mit einem älteren Mann zwangsverheiraten wollen. Doch Samantha entschließt sich kurzerhand zur Flucht. Sie möchte eine Schwester ihres Vaters suchen, die in Edinburgh leben soll und verkleidet sich als Mann, um nicht gefunden zu werden. In der Kutsche trifft sie auf eine Reihe sehr unterschiedlicher Reisegefährten. Bald stellt sich heraus, dass auch andere der Mitreisenden nicht das zu sein scheinen, was sie vorgeben. Samantha wird in die Suche nach einem französischen Spion und jakobitischen Aufwieglern verwickelt und begegnet Wegelagerern und dem berühmt-berüchtigten "Hellfire Club".  Was mir gefallen hat: Man konnte sich sehr gut in die Zeit einfühlen. Natürlich bin ich kein ausgesprochener Experte und kann mich für die historische Korrektheit nicht bis ins kleinste Detail verbürgen, aber der Roman wirkte auf mich gut recherchiert mit viel liebe zum Detail. Die Bedingungen einer Reise von London nach Schottland (die heute mit dem Bus oder dem Auto etwa acht Stunden in Anspruch nehmen würde), fand ich sehr realistisch dargestellt. Es war interessant, sich einmal auf eine längere Reise mit der Kutsche zu begeben und sich vorzustellen, was Reisen damals für die Leute bedeutet hat. Die Stimmung in der Kutsche erinnerte mich zu Beginn sehr an die Canterbury Tales. Sehr unterschiedliche Reisende aus allen möglichen Berufen und sozialen Ständen treffen aufeinander und müssen irgendwie miteinander auskommen. Dabei geraten sie untereinander auch leicht in Streit. Bald schon merkt man aber, dass auch die anderen Mitreisenden so ihre Geheimnisse haben und es wird spannend. Mir persönlich hat natürlich Mr James sehr gut gefallen. Ein männlicher Gegenpart nach meinem Geschmack. Er hatte mein Interesse geweckt, sobald er die Kutsche bestieg. Die Geschichte hat einige überraschende Wendungen und ist trotz des anfangs langsamen Erzähltempos und dem Hang zum Detail spannend. Was mir nicht gefallen hat:   Ich fand, dass der Schluss ein bisschen zu sehr gezogen wurde. Ich hätte mir das Ende noch ein bisschen knackiger gewünscht, aber das ist eine Geschmacksfrage. Ich bin an wenigen Stellen über Begriffe gestolpert, die mir zu modern vorkamen (z.B.: Verdammter Mist!), aber insgesamt war auch die Sprache dem historischen Stoff gut angepasst und trug zur Atmosphäre gut bei. Wem würde ich das Buch empfehlen? Fans von historischen Romanen und Lesern, die damit klarkommen, wenn auch mal ein bisschen mehr beschrieben wird und das Erzähltempo nicht immer rasant ist. Man konnte das Buch gut und flüssig hintereinander lesen, brauchte aber schon ein kleines bisschen Konzentration, um die Zusammenhänge zu durchschauen. Vielleicht eher etwas fürs gemütliche Wochenende als für die Zugfahrt zur Arbeit. Der Roman bietet gute Unterhaltung und ein Abtauchen in eine andere Zeit.

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  • Reise nach Edinburgh

    Reise nach Edinburgh

    Klusi

    London 1754 Samantha Fairfox besteigt eine Kutsche nach Edinburgh. Sam ist als junger Mann verkleidet, denn sie möchte unerkannt bleiben. Die junge Frau ist vor ihren Verwandten auf der Flucht, bei denen sie seit dem Tod ihrer Eltern gelebt hat. Durch Zufall belauschte sie ein Gespräch zwischen Onkel und Tante, durch das sie erfuhr, dass sie um ihr Erbe betrogen worden war. Ihre Verwandten wollten sie schnellstmöglich loswerden und an einen ungeliebten Mann verheiraten. Die Reise mit der Kutsche dauert zehn Tage, und so nach und nach lernt man Sams Reisegefährten in der Kutsche kennen. Auf den ersten Blick könnte man die kleine Gesellschaft in der Kutsche für harmlose Reisende halten, aber mit der Zeit erfährt man, dass kaum einer das ist, was er zu sein vorgibt. Sam macht ja in dieser Hinsicht auch keine Ausnahme. Man begleitet die junge verkleidete Frau und die anderen Fahrgäste auf ihrer beschwerlichen und abenteuerlichen Reise, denn sie lernen unterwegs nicht nur denkwürdige Schauplätze und historische Persönlichkeiten kennen, es geschehen gleich mehrere Überfälle und ein Mord. Fast jeder macht sich verdächtig, und der muffelige Landschaftsarchitekt Mr. James, der ebenfalls inkognito reist und eigentlich ein Geheimagent des Königs ist, beschuldigt Sam sogar, eine jakobitische Spionin zu sein. Und dann wird Sam auch noch von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt und findet sich in einem ihrer Albträume wieder. Der Roman ist ähnlich wie ein Tagebuch aufgebaut. Man begleitet Samantha und ihre Reisegefährten auf ihrem Weg nach Norden. Alle wollen nach Edinburgh, doch es ist fraglich, wer von ihnen letztendlich ankommt. Die Geschichte erzählt die Erlebnisse in den elf Tagen ab dem Zeitpunkt der Abreise. Es lässt sich alles sehr geheimnisvoll an, denn Sams Mitreisende sind nicht durchschaubar. Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen. So nach und nach werden einige Geheimnisse gelüftet, und die Insassen der Kutsche machen unterwegs sogar die Bekanntschaft eines berüchtigten Räubers, den es übrigens wirklich gegeben hat, nur die Episode im Roman ist natürlich erfunden. Dick Turpin ist nicht die einzige historische Figur, die in der Geschichte auftaucht. Man lernt mit der Zeit einige reale damalige Zeitgenossen kennen und begegnet sogar Mitgliedern des derzeit berüchtigten Hellfire Clubs. Der Roman ist kurzweilig und amüsant, dabei aber auch sehr spannend, und ab und zu wird es richtig dramatisch. Sam ist eine sehr liebenswerte Heldin, wenn auch manchmal ein wenig arg begriffsstutzig. Aus dem Landschaftsarchitekten Henry James wird sie nicht so recht schlau. Der Mann provoziert sie, hilft ihr andererseits aber auch aus so mancher Patsche. Besonders die Dialoge zwischen Sam und Henry haben mir großes Vergnügen bereitet. Zum Schluss wird der Roman dann auch noch richtig romantisch. Lisa McAbbeys Geschichte hat alles, was man sich von einem historischen Roman an guter Unterhaltung wünscht: Spannung, Action, Zeitkolorit und Romantik. Es ist ihr ein wirklich gutes Debüt gelungen, das Lust auf mehr macht. Ich hoffe auf weitere spannende Stories aus der Feder der Autorin. Wer sich für die politischen Hintergründe dieser Zeit interessiert, sollte auf der Website der Autorin vorbei schauen, denn da gibt es viele weitere interessante Informationen zum Buch.

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    mcabbey

    01. February 2015 um 12:29
  • Tolles Debüt, das Hoffnung auf mehr macht!

    Reise nach Edinburgh

    fraeuleinbuecherwald

    In dem Roman – übrigens McAbbeys Debütroman! – finden wir uns in England, Mitte des 18. Jahrhunderts, wieder. Acht Jahre sind vergangen seit die schottischen Rebellen versucht haben, König George zu stürzen und bei Culloden vernichtet wurden. (Übrigens, wer sich jetzt überlegt, woher er diesen Teil der Geschichte eigentlich kennt: In der Highlandsaga von Diana Gabaldon begleitet man die Schotten in diesen Kampf! ;-)) In dieser Zeit verliert die junge Samantha Fairfax ihre Eltern und muss fortan bei ihrem Onkel und dessen geldgieriger Frau leben, die nur hinter ihrem Erbe her ist. Doch Samantha beschließt, sich gegen ihre Tante und die von ihr arrangierte Heirat mit einem absolut widerlichen Kerl zu wehren, verkleidet sich als Junge und macht sich auf nach Edinburgh zu Verwandten. In der Reisekutsche, die sieben Passagiere von London nach Edinburgh bringen soll, trifft sie auf eine illustre Reisegesellschaft, in der keiner das ist, was er zu sein vorgibt… Sam wird hineingezogen in einen Strudel aus Abenteuer, Misstrauen und dann wartet da vielleicht auch noch die ganz große Liebe – nur, welcher der Herren spielt ein falsches Spiel? Für einen Debütroman ist „Reise nach Edinburgh“ wirklich unglaublich gut. Lisa McAbbey versteht es schon jetzt prima, den Leser zu fesseln und ihm immer wieder falsche Fährten zu legen. Außerdem ist Sam eine wirklich sympathische Hauptfigur, mit der man sich gerne identifiziert. Die historischen Fakten entsprechen übrigens weitestgehend der Realität, im Nachwort erklärt die Autorin dies aber auch und weist auf einen Punkt in ihrer Geschichte hin, den sie von seinem tatsächlichen zeitlichen Geschehen an ihre Geschichte angepasst hat. Die politischen Verwicklungen, mit denen Sam sich im Laufe der Handlung auf einmal konfrontiert sieht, werden ebenfalls gut aufbereitet und verständlich erklärt, sodass man auch ohne größeres historisches Vorwissen das Buch gut verstehen kann – vorausgesetzt, man interessiert sich etwas für diese Epoche der englischen und schottischen Geschichte. Ab und zu war mir die Heldin dann aber doch ein wenig zu begriffsstutzig. Das bleibt aber auch der einzige Kritikpunkt. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Handlung schon hätte weiter sein können, wenn Sam bloß einfach mal den Gesprächen in ihrer Umgebung besser zuhören würde, aber das ist sicherlich auch eine Kunst beim Planen der Geschichte, die mit der Erfahrung eines Autors immer besser wird. Insgesamt ein wirklich packender, spannender und emotionaler Roman, der mich auf eine wunderbare und abenteuerliche Reise mitgenommen hat. Ich habe ihn innerhalb von zwei Tagen gelesen und das trotz meiner Leseflaute der letzten Wochen. Er hat mich aus diesem Lesetief wieder komplett herausgeholt und mich absolut überzeugt. Ich bin mir sicher, man wird von Lisa McAbbey in Sachen „historischer Frauenroman“ noch einiges hören und freue mich auf weitere Bücher von ihr!

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  • Leserunde zu "Reise nach Edinburgh" von Lisa McAbbey

    Reise nach Edinburgh

    mcabbey

    Hallo Ihr Lieben, im September ist mein erstes Buch "Reise nach Edinburgh" erschienen, ein historischer Roman, der im England des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist. Ich möchte die "Reise nach Edinburgh" gerne mit Euch besprechen und lade Euch daher ganz herzlich zu einer gemeinsamen Leserunde ein. London 1754. Die junge Samantha Fairfax flüchtet, als Bursche verkleidet, in der Edinburgh-Kutsche vor einer ungewollten Heirat und geldgierigen Verwandten. Eine abenteuerliche Reise beginnt, zu deren Stationen u.a. ein berühmtes Pferderennen, eine Schlägerei mit Dorfburschen, ein Jahrmarkt und ein eleganter Maskenball sowie Begegnungen mit Straßenräubern und dem berüchtigten Hellfire Club gehören. Zum Glück ist einer ihrer Mitreisenden, ein gutaussehender französischer Comte, zur Stelle, um ihr aus mancher Patsche zu helfen. Und dann ist da noch der unausstehliche und selbstgefällige Henry James, ein Geheimagent im Auftrag des Königs, der sie beschuldigt, eine Spionin der Jakobiter zu sein ... Beim Schreiben dieses Romans habe ich mich weniger an vorgegebenen Genres orientiert, sondern wollte einfach eine Geschichte erzählen, die spannend und romantisch zugleich ist, dabei aber historisch genau - und natürlich zum Schmunzeln einlädt! Ich bin schon sehr gespannt, wie Euch die "Reise nach Edinburgh" gefällt und freue mich sehr auf eine interessante Leserunde und Eure Rezensionen! Gemeinsam mit den Ullstein Buchverlagen verlose ich dazu 10 ebook-Exemplare der "Reise nach Edinburgh". Wenn Ihr teilnehmen möchtet, dann bewerbt Euch hier bis Sonntag 26. Oktober 2014. Bei mehr als 10 Bewerbungen entscheidet die Glücksfee! Natürlich können auch LeserInnen teilnehmen, die das ebook bereits erworben haben. Ich freue mich auf Euch! Die Leserunde startet am Samstag 1. November 2014. Übrigens, auf meiner Website http://lisa-mcabbey.com/ findet Ihre weitere Infos zum Buch und eine Leseprobe! Zur Autorin: Lisa McAbbey, geboren 1970 in Wien, hat Rechtswissenschaften studiert und - vor ihrem Sprung ins Berufsleben - einen sechsmonatigen Aufenthalt in London eingeschoben, um ihre Sehnsucht nach der "Insel" ausgiebig zu stillen. Seitdem ist sie zu einem eingeschworenen Großbritannien-Fan geworden. Heute ist Lisa für einen internationalen Konzern tätig, ihre Freizeit verbringt sie mit Schreiben und dem Versuch, ihrem Hund Manieren beizubringen.

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    • 151
  • 10 Tage, viele Überraschungen

    Reise nach Edinburgh

    Caretta

    Die Reise beginnt in London vor einem Gasthaus. Eine Kutsche steht bereit und wartet auf die 7 Reisenden, die sich für dir 10 Tage dauernden Reise nach Edinburgh entschieden haben. Unter diesen Pesonen gibt es einen Pfarrer,  eine nette alte Dame, einen Anwalt, einen Comte, einen Geschäftsmann, einen Landschaftsgärtner und Sam, die Hauptperson dieser Geschichte. Sam heißt in Wirklichkeit Samantha und flieht vor ihrer Tante, die sie möglichst gewinnbringend verheiraten möchte.  Sam ist also kurzerhand von ihrer Tante geflohen und hat beschlossen,  sich möglichst weit weg ein neues Leben aufzubauen, wozu sie allerdings in die Sachen eines Jungen geschlüpft ist, um ihre Tante von ihrer Fährte abzubringen.  Nun reist sie also mit dieses Gruppe aus sehr verschiedene Charakteren durch das halbe vereinigte Königreich. Diese Reise ist sehr lang, bedenkt man, dass man sie die meiste Zeit eingeengt mit 6 weiteren Personen in eines holpernden Kutsche verbringen muss. Dass hält jedoch Sam nicht auf, auch wenn sie jeden Tag befürchten muss, dass sie entdeckt wird. Mit Sam erlebt man als Leser eine Achterbahnfahrt der Gefühle nach der nächsten und man fiebert das ganze Buch mit Sam mit.  Besonders spannend wird es, da man die Geschichte nicht nur aus Sams Sicht sieht, sondern noch von einem weiteren Mitreisenden, der ein großes Interesse an Sam hat und diese immer genau beobachtet.  Die ganze Kutschfahrt lang passiert eins nach dem anderen und immer wenn man gerade denkt, dass man weiß,  was als nächstes passiert, wird man eines Besseren belehrt. Trotz der sehr langen Kutschfahrt schafft es die Autorin die Zeiten in der Kutsche zu begrenzen, sodass man wenig von den vielleicht nicht so spanneden Episonden erfährt. Bis zum Ende hin bleibt es spannen und man muss gespannt darauf warten, ob Sam ihr Glück findet.  Was ich besonders gut fand, war, dass die Autorin so genau recherchiert hat, sodass man wirklich den Eindruck hatte, dass es alles eine reale Geschichte sein könnte.   Alles in allem möchte ich dieses Buch gerne jedem emfehlen, der gerne historische Romane list. Es ist jede Seite wert. 

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    • 2
  • Eine aufregende Reise, die perfekt unterhält!

    Reise nach Edinburgh

    merlin78

    England, 1745: Samantha hat es nicht leicht in ihrem Leben. Vor vier Jahren verlor die damals 14jährige ihre Eltern an das Fieber und muss seither bei ihrer Tante leben, die sie nichts anderes als ausnutzen möchte. Samanthas Erbe hat die Familie um die boshafte Tante bereits verjubelt, nun soll noch die Mitgift an sie fallen, wenn Samantha endlich verheiratet ist. Doch davon will die junge Frau nichts wissen. Im letzten Moment nimmt sie Reißaus und verschwindet mit einer Postkutsche aus London in Richtung Schottland. Mit an Bord der Kutsche befinden sich ein paar sehr skurrile Persönlichkeiten, die Sam zunächst nicht so recht einordnen kann. Glücklicherweise reist auch sie in Verkleidung, so dass sie sich als junger Bursche Samuel Hart unter die Reisegesellschaft mischen kann. Doch es wird immer schwerer, ihre Tarnung aufrecht zu halten. Besonders, da ihre Tante ihr bereits gefährlich nah auf den Fersen ist. Gleichzeitig reist noch ein anderer Passagier mit, der eine geheime Mission verfolgt. Angeblich soll ein Spion in der Kutsche sein, der wertvolle Informationen nach Schottland schmuggeln soll. Er ist der Einzige, der das ganze verhindern kann. Doch als er sich am Ziel glaubt, muss auch er erkennen, dass er dem wahren Spion längst auf den Leim gegangen ist. Eine spannende Fahrt beginnt und offenbart eine Menge Geheimnisse, die alle Passagiere mitgebracht haben… Das Debüt der österreichischen Schriftstellerin Lisa McAbbey katapultiert den Leser bereits auf den ersten Seiten ins England des 18. Jahrhunderts und schildert lebendig und aufregend die Reise von sieben Weggefährten auf dem Weg von London nach Edinburgh. Gleich zu Beginn wird deutlich, dass in diesem Buch zwei Personen im Mittelpunkt stehen. Zum einen gibt es dort Samantha, die von allen nur Sam genannt wird. Sie hat sich verkleidet und bangt in ihrer Tarnung um ihre persönliche Freiheit und Zukunft. Sie ist ein starker Charakter, die als Frau nur wenig zu sagen hat. Doch ihrem Gegenüber bietet sie gerne Paroli. So auch dem angeblichen Landschaftsdesigner Henry James, der Sam in der Kutsche direkt gegenüber sitzt. Henry erkennt gleich zu Beginn, dass Sam eine Frau ist, doch scheint er damit alleine zu sein. Er reizt diese gerne und bringt sie damit regelmäßig aus der Fassung. Sam ahnt jedoch nicht, dass auch Henry nicht alles offenbart hat. Er hat eine Mission und muss alle Anwesenden genau in Augenschein nehmen. Zu seinem Pech verfällt er Samanthas grünen Augen recht schnell. Obwohl die 10-tägige Reise gerade zu Beginn noch relativ lang erscheint, schafft es Lisa McAbbey spielerisch, kleine feine Noten in die Unterhaltungen hineinzubringen und die Fahrt mittels einiger unvorhersehbarer Ereignisse aufzupeppen. Da alle Personen mögliche Spione sein könnten, kann auch der Leser während der ganzen Lesezeit mit raten. Einzig Samantha ist als mögliche Kandidatin ausgeschlossen. Alle anderen Reisenden geben sich große Mühe, ihre wahre Natur zu verheimlichen. Die Handlung ist aufregend und voller Spannung beschrieben. Wenn auch ab und an die Dialoge zwischen den Protagonisten etwas langatmig erscheinen, schafft es die Autorin hervorragend, die nächsten Aktionen in Szene zu setzen und dadurch wieder für neue Unterhaltung zu sorgen. Die Geschichte beinhaltet neben dem kriminalistischen Hintergrund auch eine reizende Romanze, die für zusätzlichen Schwung in der Erzählung sorgt. Sam und Henry geben sich regelmäßig einen herrlichen Schlagabtausch, der keinem von beiden in nichts nachsteht. Ihre Wortgefechte bieten eine humorvolle Note, die nicht zu verachten ist. Einzig der Abschluss hätte ein wenig mehr Leidenschaft verdient. Dabei blieben ein paar sprühende Funken auf der Strecke, die für ein großes Finale hätten sorgen können. Doch die Auflösung um den Spion, den Agenten auf geheimer Mission und die Flucht vor der intriganten Familie ist ideal gelungen und lässt das Werk so in einem glaubhaften Licht erscheinen. Fazit: „Reise nach Edinburgh“ bietet nicht nur für Fans des historischen Genres wunderbare Unterhaltung. Die Geschichte ist bildlich beschrieben und vermittelt eine gute Dynamik, die verzaubert und fesselt. Mit authentischen und sympathischen Protagonisten und einer bezaubernden Liebesgeschichte im Gepäck, macht die Reise nach Edinburgh ihrem Namen alle Ehre. Von mir gibt es 5 von 5 möglichen Sternen und eine große Leseempfehlung. Interview & Rezension zum Buch findet ihr auch bei Merlins Bücherkiste!

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    • 3

    merlin78

    26. November 2014 um 08:34
  • Spannender historischer Roman

    Reise nach Edinburgh

    jackdeck

    25. November 2014 um 16:32

    Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen.. Die junge Samantha verkleidet sich als Bursche, um so der ungewollten Hochzeit die ihre hinterlistige Verwandtschaft organisiert hat, zu entfliehen. Denn die liebe Verwandten wollten von je her nie ihr bestes sondern nur das Geld der jungen Waise. Das Erbe haben sie schon verprasst.  Da sie dort nicht mehr hält, bleibt Samamtha nur die Flucht, sie landet als Samuel Hard in einer Postkutsche mitsamt einer illustren Reisegruppe teilen sie sich nun für 10 Tage das Abteil. Auf dem Weg von London nach Edinburgh passiert so einiges Spannendes während dieser Fahrt, ein Spion soll unter den reisenden sein, als Leser ist sofort mein kriminalistisches Gespür gefragt. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz und  Samantha wird  einem auf und ab des Herzen ausgeliefert. Wem, kann sie trauen? Ein wirklich unterhaltsames Buch, besonders hervorheben möchte ich die Erzählkunst der Autorin sie entführte mich in die damalige Zeit und ich finde es immer besonders wichtig bei historischen Romanen mir eine geistige Kulisse aufzubauen. Durch eine gute Recherche von Seiten der Schriftstellerin gelang  mir dies problemlos. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ein wirklich empfehlenswertes Buch.

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  • [Rezension] „Reise nach Edinburgh“

    Reise nach Edinburgh

    Ninespo

    25. November 2014 um 08:55

    Das Buch in drei Worten? Situationskomik, historisch, Liebesgeschichte. Wie war die Handlung? Die Handlung des Buchs hat mir wirklich gut gefallen. Im Hauptfokus liegt die Reise von sieben Fahrgästen von London nach Edinburgh, auf der den so unterschiedlichen Figuren allerlei spannende, komische und unerwartete Dinge geschehen, die ich so nicht erwartet hätte. Bereits zu Beginn hat man einen starken Spannungsanstieg, der in Verlauf der Geschichte langsam weiter ansteigt um kurz vor Schluss noch mal stark in die Höhe zu schnellen. Dabei gab es unerwartet Wendungen, die mich überraschten und bangen ließen. Wie waren die Figuren? Vor allem die beiden Protagonisten Sam und Henry haben es mir angetan. Die beiden passen so perfekt zusammen, dass es fast schon zu schön ist. Es ergibt sich sehr viel Situationskomik, da die beiden sich unentwegt aneinander reiben und den Leser zum Lachen bringen. Sam ist eine junge Frau, die weiß was sie will, allerdings noch recht unerfahren und naiv ist, was sie aufgrund der Reise aber recht bald ablegt. Ihre Entwicklung vom kleinen Mädchen zur Frau hat mir sehr gut gefallen. Und auch Henry hat es in mein Herz geschafft. Je mehr man über ihn erfährt, desto mehr mag man ihn. Allein mit seiner zynischen Art, mit der er Sam immer wieder aufzieht, hat er mich von sich begeistern können. Die Nebenfiguren sind alle sehr gut gezeichnet und haben genug Tiefe, um ihren Teil der Geschichte beizutragen ohne die Hauptpersonen zu überstrahlen. Besonders gern habe ich Henrys Großvater. Wie war der Schreibstil? Eine Freude. Wortwahl und Ausdrücke passen gut in die vergangene Epoche. Es war nicht zu modern, aber auch nicht zu klassisch. Der Schreibstil war flüssig und angenehm und trug die Geschichte gut voran. Was war gut? Die Figuren, der Schreibstil und die Idee. Auch viele kleinere Nebenstränge und Ideen konnten mich überzeugen. Was war nicht so gut? Dass das Buch nicht endlos ist. Ich würde gerne mehr über die beiden lesen und erfahren, wie ihre Zukunft gestaltet ist. Somit eigentlich nichts Negatives. Gibt es etwas Außergewöhnliches? Für einen historischen Roman der aktuellen Zeit war das Buch sehr genau recherchiert. Es watet mit vielen historischen Persönlichkeiten auf, die geschickt in die Geschichte eingearbeitet wurden. Dennoch ist das Buch flüssig und leicht. Tolle Arbeit! Kann ich das Buch weiterempfehlen? Auf jeden Fall. Das Buch macht Spaß, bietet eine schöne Handlung und eine angenehm hintergründige Liebesgeschichte. Im Vordergrund steht eine Reise, die Sinnbildlich für Freiheit steht. Ich bin begeistert und werde künftige Werke der Autorin ebenfalls lesen. Die Rezension im Original auf: http://www.ninespo.de/2014/11/25/rezension-reise-nach-edinburgh/

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  • Eine lesenswerte Reise

    Reise nach Edinburgh

    seschat

    16. November 2014 um 13:54

    Inhalt:Wir schreiben das Jahr 1754. Die 18-jährige Samantha Fairfax ist seit 4 Jahren Vollwaise und lebt bei der Familie ihres Onkels in Sussex. Die Yieldings missbrauchen Samantha, genannt Sam, als gemeines Dienstmädchen und verprassen als Mündel ihr Erbe. Sie ist eindeutig Besseres gewohnt gewesen; wuchs sie doch in London auf und wurde von ihren Eltern liberal und kultiviert erzogen. Ihre geldgierige Tante Harriet schert sich darum nicht, sondern will Sam mit einem einfältigen, ungepflegten und unstandesgemäßen Mann verheiraten. Da sieht Sam rot. Hals über Kopf verkleidet sie sich als junger Bursche und will zu einer Tante nach Edinburgh (Schottland) flüchten. Hierfür kauft sie sich in London ein Billet für eine 10-tägige Kutschfahrt. Letztere wird von einigen Turbulenzen bekleidet. So muss Sam sich immer wieder an ihre neue Geschlechterrolle erinnern und lernt neben den 6 anderen Mitreisenden die "Welt" kennen. So besucht sie ein Pferderennen, einen Jahrmarkt und sogar einen Maskenball. Doch neben dem Amüsement gibt auch allerhand Prüfungen zu bestehen (Mordfall an einem männlichen Passagier, Raubüberfall der Kutsche etc.). Der verhasste Mitreisende Henry James, alias Herr Rüpel, gefällt es sehr, sie aufzuziehen. Er, der verdeckte Spion des engl. Königs, verdächtigt Sam sogar, für den französischen König zu arbeiten, um den schottischen Stuartclan wieder an die Macht zu bringen. Sam ist mehr als empört. Wird es ihr gelingen, Henry von ihrer Unschuld zu überzeugen? Wird sie unerkannt nach Edinburgh gelangen oder doch noch von der Familie ihres Onkels aufgespürt werden? Meinung:Ich finde die Story der Autorin Lisa McAbbey sehr unterhaltsam. Warum? Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt, weil die Protagonisten Sam und Henry einfach zwei liebenswerte Charaktere sind, die ich sofort in meine Herz geschlossen habe. Besonders ihre Wortgefechte sind sehr lesenswert. Sam, die anfangs noch sehr naiv in jede Falle tappt und oft vor Scham errötet, lernt sich mit der Zeit gegenüber Henrys nonchalanten Äußerungen zu behaupten und verblüfft diesen damit ein ums andere Mal. Die Figuren gewinnen von Seite und Seite an Farbe, Sam und Henry wandeln sich zum Positiven. Auch die Enttarnung des französischen Spions bringt eine Überraschung mit sich, was an der bunten Mischung der Mitreisenden (Kaufmann, frz. Comte, Rechtsanwalt, Witwe, Pfarrer und Landschaftsarchitekt = Spiegel der damaligen Gesellschaft) liegen mag.Insgesamt weist der Roman einen flüssigen Erzählstil auf, der den Leser über die Seiten fliegen lässt. Die Handlung gewinnt an Spannung, dadurch dass man als Leser nur Stück für Stück hinter die aufgesetzten Fassaden der 7-köpfigen Reisegruppe schauen kann. So ist weder Sam ein junger Geselle noch ist Henry ein erfolgreicher Landschaftsarchitekt. Darüber hinaus haben mich die Schilderung zur historisch-politischen Lage der Zeit, zum angespannten England-Schottland-Verhältnis, sehr überzeugt. Auch die Sprache wurde phänomenal an die damalige Zeit angepasst, was Archaismen wie "Potzdautz" und höfliche Anreden wie "Mylord" oder "Marquis" etc. belegen. Ebenso lädt das atmosphärisch und inhaltlich passend gestaltete Cover zur Lektüre ein. Fazit: Ein lesenswerter, sehr gut durchdachter historischer Roman mit Spannung und einer wunderbaren Note Esprit. Von mir gibt's dafür 5 Sterne.

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  • Tolle Reise mit Happy End

    Reise nach Edinburgh

    Booky-72

    Aus der Inhaltsangabe: London 1754: Auf der Flucht vor einer ungewollten Heirat und geldgierigen Verwandten begibt sich die junge Samantha Fairfax als Bursche verkleidet auf eine folgenschwere Reise nach Edinburgh. Wird man ihr auf die Schliche kommen und sie als Frau entlarven? Mit sechs anderen Passagieren fährt sie in einer Kutsche und macht Halt bei einem Pferderennen, einer Schlägerei, einem Jahrmarkt und einem Maskenball... Ein Historischer Roman, wie er nicht besser sein könnte. Nachdem man die verschiedenen Fahrgäste der Kutsche genau kennengelernt hat, stellt sich diese Frage: Ein Geheimagent im Auftrag des Königs ist mit an Bord, er soll einen jakobitischen Spion entlarven. Samantha wird verdächtigt. Wie soll sie nur ihre Unschuld beweisen, ohne ihre Tarnung zu verlieren? Dann geschieht auch noch ein grausiger Mord und der Tote ist nicht der Richtige... Was natürlich nicht fehlen darf, ist die Liebe... Wie von der Autorin gewollt, spannend, romantisch, historisch genau und viel zum Schmunzeln. Von mir absolute 5 verdiente Sterne für die super recherchierte Geschichte, die mich endgültig überzeugt hat, ab sofort auch Historische Romane zu lesen.

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    • 2
  • Turbulente und geschichtsträchtige Reise durch England!

    Reise nach Edinburgh

    Angie*

    Zum Inhalt: London im Jahre 1754. Die junge, noch minderjährige  Samantha Fairfax soll gegen ihren Willen verheiratet werden. Sie ist ihren gemeinen und hinterhältigen  Verwandten hilflos ausgeliefert , da ihre Eltern vor Jahren verstorben sind. Samantha hat von ihren Eltern ein beträchtliches Erbe bekommen und Tante und Cousinen behandeln sie nicht gut und verschwenden die Erbschaft für sich. Sie beschliesst wagemutig aus diesen Verhältnissen zu fliehen und entsinnt sich einer Tante in Edinburgh , dort erhofft sie sich Beistand. Samantha kauft sich kurzerhand eine Fahrkarte für die 10 tägige Kutschfahrt dorthin und beginnt die abenteuerliche Reise, verkleidet als junger Mann. Ihr Name lautet nun Samuel Hard. Während der langen Reisestunden in der Kutsche lernt sie ihre Mitreisenden genauestens kennen und wird in verschiedene Abenteuer verwickelt ,,,,,auch der Liebe ihres Lebens begegnet sie,,,,, Meine Meinung: Zu Beginn der Reise lernen wir die sechs verschiedenen Mitfahrer und deren Charaktere genau kennen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr präzise, mitfühlend mit der jeweiligen Person und deren Lebenslage. Personennamen und vor allem  Orte werden genau, nach meinem Geschmack zu häufig und langatmig beschrieben. Man braucht Geduld um in diese Geschichte hineinzukommen. Das ist meines Erachtens das einzige Problem während der ersten Lesezeit. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten wird der Roman immer flüssiger und zieht die ganze Aufmerksamkeit des Lesers an sich. Sam (Samantha) ist zwar ein willensstarkes Mädel, aber durch Jugend und Unerfahrenheit mit einer grossen Portion Naivität gesegnet. Zum Glück hat der Landschaftsarchitekt Henry James ein Auge auf sie geworfen, erkennt sofort ihre weibliche Identität , behält dieses Wissen aber für sich. Über ihn und sein wahre Identität erfahren wir nach und nach mehr, er ist ein Spion, der im Auftrag  für das Königshaus Hannover (König George) unterwegs ist ,,,Samantha dagegen hat sich in das vornehme Äussere des französischen Comte verliebt.... Die Autorin hat wunderbar und sehr genau die geschichtliche und politische Recherche dieser Zeit betrieben. Die englische Landschaft, die gemütlichen Gasthäuser mit dampfenden Bratenschüsseln, warmen Ale und weichen Schlafstätten werden sehr bildhaft im Kopf des Lesers entwickelt.... auch ungemütliche und schmutzige Unterkünfte werden natürlich auf so einer langen Reise über das Land angetroffen. Mein Fazit: Ein zauberhafter und wunderschöner historischer Roman , der spannend ist bis zur letzten Seite. Die niedliche und reizvolle  Liebesbeziehung zwischen Henry James und Sam tut ein übriges dazu,,,, 

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    • 3
  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Wundervoll !

    Reise nach Edinburgh

    Das_Leseding

    Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn nicht wirklich mit der Geschichte klargekommen bin. Das erste Kapitel zieht sich dermaßen, dass ich immer wieder andere Dinge gefunden hatte, mit denen ich mich beschäftigen konnte. Die Vorstellung der ganzen Personen und die wirklichen Geschichten dahinter gingen mir teilweise zu tief und waren mir zu lang. Aber dann dachte ich mir: Es ist ein historischer Roman, wenn ich “alte” Bücher lesen (Austen, Bronte), dann ist das genauso! Und dann, nach dem ersten Kapitel wurde das Buch flüssiger und lies sich so wundervoll Lesen, dass ich gar nicht mehr aufhören wolle und konnte … Inhalt: 10 Tage soll die Reise von London nach Edinburgh dauern. 10 Tage, in denen Samuel Hard alias Samantha Fairfax mit 6 anderen Herrschaften in einer Kutsche eingepfercht ist. Erst in Edinburgh kann Sam wieder die sein, die sie ist – aber sind die anderen Reisenden alle ehrlich oder haben auch sie ein Geheimnis?! Eine spannende und kuriose Reise beginnt … Schreibstil: Der Schreibstil von Lisa McAbbey ist detailgetreu, verliebt, mitfühlend und plastisch. Es macht Spaß ihrer Geschichte zu folgen und die Entwicklung der Charaktere mitzuerleben. Zu Beginn der Reise lernte ich die Charaktere kennen und konnte mir, genau wie Sam, eine Meinung bilden, schön war, dass die Reisegesellschaft und der Leser mit der Zeit zusammenwachsen. Alle lernen sich besser kennen und man weiß wie diese oder jene Person reagieren wird. Ich mag sowas, vor allem weil ich dann immer mit raten kann wer was macht und wie sich die ganze Situation verändert Der Ausdruck ist passend und gehoben. Charaktere: Sam ist zu beginn sehr naiv. Sie hat zwar einen starken Willen, kennt aber die Gefahren noch nicht. Dank “Mr. Rüpel” wächst sie mit ihren Aufgaben und das hat mir sehr gefallen. Mr. Rüpel ist genial! Obwohl er Henry James heißt, wird er aufgrund seines Benehmens so bezeichnet und es hat hervorragend zu ihm gepasst. Ich mochte ihn irgendwie sofort und dieses Gefühl blieb die ganze Geschichte lang bestehen. Ein ganz toller und einzigartiger Charakter. Der Comte war die einzige Person, die ich nicht greifen konnte. Seine Geschichte wollte ich nicht glauben, aber ich konnte mir auch keine andere Vorstellen, als sein Hintergrund aufgeklärt wurde war ich überrascht und freute mich, dass ich meinem Gefühl glauben konnte. Die anderen Charaktere waren interessant und es machte auch hier Freude zu raten, zu erleben und mit ihnen zu lachen. Cover: Das Cover ist traumhaft schön! Dieses “künstliche” alte ist super umgesetzt und lädt zum Träumen ein. Fazit: Ein wundervoller historischer Roman, der zu Beginn Längen aufweist aber dann durch seinen Zauber besticht. Romantisch, historisch und spannend bis zur letzten Seite! Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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