Lisa McMann Gone

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Inhaltsangabe zu „Gone“ von Lisa McMann

Some nightmares never end... (Quelle:'Flexibler Einband/01.11.2010')
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  • Rezension zu "Gone" von Lisa McMann

    Gone

    Stephie2309

    08. October 2012 um 17:38

    Eigentlich möchte Janie nur ihren Kurzurlaub mit Cabel genießen um ihrem schwierigen Alltag als Traumfängerin für ein paar Tage zu entgehen. Doch die panischen Anrufe ihrer besten Freundin Carrie, weil irgendetwas mit Janies Mutter passiert ist, führen sie schneller wieder zurück nach Fieldridge als geplant, allerdings nicht etwa nach Hause sondern ins örtliche Krankenhaus. Schließlich ist es jedoch gar nicht so sehr ihre Mutter, wegen derer sie ins Krankenhaus kommen musste, sondern vielmehr ihr Vater. Ein Vater, von dessen Existenz sie bisher nichts wusste und den sie noch nie zuvor gesehen hat – und der nun im Sterben liegt. Sie weiß nicht, ob sie ihn sehen und kennen lernen will, sofern letzteres überhaupt noch möglich ist, und nachdem sie beim Betreten seines Zimmers in einen schrecklichen Traum gerissen wurde, aus dem sie sich nur mit Mühe knapp befreien konnte, will sie nicht weiter über ihn nachdenken. Sowohl von Cabel als auch von ihrer eigenen Neugier angetrieben versucht sie dann aber trotzdem ein paar Nachforschungen über ihn anzustellen und kommt zu einer erschreckenden Erkenntnis … Der Schwerpunkt in diesem finalen Teil liegt ganz deutlich auf der Frage nach Janies Zukunft, der nahen sowie der fernen, und ihrer Beziehung zu Cabel – insbesondere ob diese Beziehung dann vielleicht nur noch Vergangenheit ist. Janie steht vor einer schweren Wahl, vermutlich der schwierigsten ihres ganzen Lebens, und muss sich zwischen zwei in etwa gleichermaßen furchtbaren Alternativen entscheiden: Völlige Isolation, sowohl räumlich als auch sozial, oder ein Leben mit Cabel, aber verbunden mit den Folgen eines Lebens als Traumfängerin – Blindheit sowie völlig nutzlose Hände. Obwohl Janie Cabel sehr liebt, zweifelt sie immer wieder an ihrer gemeinsamen Beziehung. Sie will keine so große Belastung für ihn werden und befürchtet außerdem, dass Cabel sie irgendwann verlassen könnte, weil er mit den Konsequenzen von Janies Gabe bzw. ihrem Fluch sowie den daraus resultierenden Auswirkungen auf ihr gemeinsames Leben nicht zurecht kommt und zieht daher immer wieder ein Leben in Abgeschiedenheit und Einsamkeit in Betracht. Sie würde dann zwar nicht mehr bei der Polizei arbeiten, Carrie und Cabel nicht mehr sehen, nicht aufs College gehen und ihre alkoholkranke Mutter sich selbst überlassen, dafür aber ihr Augenlicht und ihre Selbstständigkeit behalten. Sie fragt sich also, was die bessere Variante für sie ist und ob ein gebrochenes Herz nicht vielleicht mit der Zeit heilen würde, sodass die Isolation vorzugswürdig wäre. Doch erst als Janie plötzlich unerwartet mit ihrem Vater konfrontiert wird, von dem sie bisher nie etwas wusste, wird ihr schließlich die eigentliche Wahl bewusst und das keine der beiden Alternativen tatsächlich besser ist als die andere, sondern beide gewisse Opfer verlangen, denn auch er war ein Traumfänger. Leider redet Janie nicht offen mit Cabel über ihre Ängste und ihre Zukunft, was ihr ihre Entscheidung vielleicht erleichtert hätte. Durch seine Träume, die auch Janie kennt, merkt man jedoch, dass ihm die Konsequenzen einer gemeinsamen Zukunft durchaus bewusst sind und er hart damit zu kämpfen hat, was nur allzu verständlich ist. Obwohl der Er/Sie-Erzähler eine gewisse Distanz zu Janie und dem ganzen Geschehen erzeugt, hat man dennoch viel Mitgefühl für Janie und die unangenehme Situation, in der sie sich befindet. Man kann ihre Gefühle und ihre innere Zerrissenheit sehr gut nachvollziehen, möchte aber auf keinen Fall in ihrer Haut stecken und vor allem nicht ihre schwere Entscheidung treffen müssen. Spannung kommt im letzten Teil der Trilogie nicht so wirklich auf, höchstens in Bezug auf Janies Wahl und was es mit ihrem Vater auf sich hat. Aber das ist auch nicht schlimm, denn man ist mit Janies Problemen mehr als genug beschäftigt und allein der Wunsch wissen zu wollen, wie Janie sich schließlich entscheiden wird, reicht aus um den Leser zum weiter lesen zu animieren. Das Ende selbst ist einerseits relativ offen gehalten und lässt einige Fragen unbeantwortet, sodass es nicht vollkommen zufrieden stellend ist. Andererseits passt es aber irgendwie zur Geschichte und auch zu Janie. Man hätte es sich vielleicht etwas anders gewünscht, ist aber nicht vollkommen enttäuscht. Das einzige Manko an Gone, wie auch schon an den beiden Vorgängern, ist, neben der geringen Seitenzahl, der Schreibstil. Die Sätze von Lisa McMann sind wieder sehr häufig kurz und abgehackt, wodurch das Lesen äußerst unangenehm ist. Oftmals werden sogar einfach die Personalpronomen völlig weggelassen. (Vor allem auf Englisch kann das zu Verständnisschwierigkeiten führen, da so eine Erschließung aus dem Kontext nahezu unmöglich gemacht wird.) Das gleiche gilt auch für die Verwendung von Umgangssprache sowie Slang und die plötzlichen Zeitsprünge. Letztere sind zwar durch die stets vorhandenen Zeitangaben immer sofort ersichtlich, unterbrechen aber trotzdem den Lesefluss. Lediglich die länger ausformulierten Passagen sowie einige Dialoge lassen sich besser lesen. Unglücklicherweise überwiegen diese aber, zumindest dem Gefühl nach, leider nicht. Gone mag seine beiden Vorgänger nicht unbedingt übertreffen, ist aber wenigstens ein würdiger Abschluss für diese markante Trilogie. Viele Fragen bleiben offen, aber die wohl wichtigste wird mehr oder weniger beantwortet, sodass man die Geschichte um Janie und Cabel bzw. deren Erzählung nun als beendet betrachten kann. Lisa McMann hat mit dieser Reihe auf jeden Fall bewiesen, dass sie tolle Ideen hat und authentische Charaktere schaffen kann, mit denen man mitfiebert und die man gern auf ihrer Reise begleitet. Für ihre darauf folgenden Werke bleibt jedoch zu hoffen, dass sie sich mehr auf das Ausformulieren von Situationen konzentriert und somit die große Schwäche ihres Schreibstils verringert.

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  • Frage zu "Gone" von Lisa McMann

    Gone

    Bookaholic

    Gibt es 'Gone' von Lisa McMann schon auf Deutsch ?

    • 11
  • Rezension zu "Gone" von Lisa McMann

    Gone

    Ami Li Misaki

    02. January 2012 um 17:38

    Janie macht mit Cabel (Carl) einen verdienten Urlaub. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn Janies Mutter scheint etwas zugestoßen zu sein. Kurzerhand fahren die beiden zurück und erfahren eine schockierende Nachricht: Janies Vater wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Er liegt im Koma und keiner weiß, was ihm fehlt. Während Janie erst mal die Nachricht verdauen muss, dass der Fremde ihr Vater ist und schon immer in ihrer Nähe lebte, lässt Cabel (Carl) Janie ihren Freiraum. Doch auch er plagt sich, unbewusst, mit Fragen um ihrer beider Zukunft. Dazu kommt, dass Janie die vollen Ausmaße ihres "Fluches" entdeckt und eine Entscheidung treffen muss... Der dritte und letzte Band der Wake-Reihe. Der Schreibstil läuft fließend weiter. Sprich: Kurze, prägnante Sätze, die trotzdem Gefühl erzeugen. Während die Geschichte aus Janies Sicht erzählt wird, dritte Person, Präsens. Die Kapitel sind wie in den beiden Vorgängern in Uhrzeiten unterteilt, die wiederum einem 'größeren' Kapitel unterstehen. Zum Lesen fand ich das sehr angenehm. Janie bleibt Janie. Sie ist klug, aber unsicher, grüblerisch und immer noch etwas in sich gekehrt. Auch hier erfährt sie wieder einiges über sich, ihre Vergangenheit und den 'Traumfänger-Fluch'. Das ist alles natürlich nicht leicht zu verdauen und manchmal hätte ich Janie auch gern geschüttelt, weil sie alles mit sich selbst ausmacht. Andererseits konnte ich sie aber auch gut verstehen. Cabel/Carl ist irgendwie nach wie vor die ruhende Konstante. Ich mag ihn nach wie vor sehr gerne - er ist eben auch ein toller Kerl. Wobei er im letzten Band ein bisschen in den Hintergrund tritt. Da ich die beiden Vorgänger ja auf deutsch gelesen habe, ist mir natürlich ein kleines Manko aufgefallen: Im Original heißt Carl Cabel. Klar, ich verstehe, dass der Name im Deutschen sehr verwirrend sein kann. Ebenso seltsam fand ich aber auch "Carl". Vielleicht hätte man das mit einer Anmerkung (?) lösen können und den Originalnamen beibehalten können. Nicht, dass mir dieser Name geläufiger wäre. Ich hab mich aber auch schnell dran gewöhnt, nachdem ich ihn zwei, dreimal gelesen hatte. Ansonsten möchte ich eigentlich gar nicht mehr viel dazu sagen, außer, dass ich die Reihe einfach liebe. Die Bände schwanken nicht in Qualität und Storyführung, reißen von der ersten Seite an mit und bieten mal wirklich eine neue Geschichte mit einer ganz anderen Herangehensweise. Kurz: Ein absolut fantastischer Abschluss. Die Serie ist von vorn bis hinten gut durchdacht und schwächelt - in meinen Augen - in keinster Weise. Die Charaktere sind authentisch und auf ihre Art liebenswert. Ansonsten bleibt mir nur vom Covertext/Cassandra Clare zu zitieren: "A lyrical, shuddersome novel whose images linger with you."

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  • Rezension zu "Gone" von Lisa McMann

    Gone

    Erdbeere_Mag_Lesen

    19. August 2011 um 18:28

    Erste Gedanken: Nachdem ich die ersten beiden Teile "Wake" und "Dream" gelesen hatte, musste ich unbedingt wissen, wie es mit Janie und ihrem Schicksal weitergeht. Meine Meinung: !!! Wer die ersten beiden Teile dieser Trilogie noch nicht gelesen hat, es aber noch vorhat, sollte jetzt lieber weg schauen, denn die Rezension beinhaltet Spoiler.!!! Mit Gone hat Lisa McMann nun das letzte Buch der Dreamcatcher - Trilogie geschrieben und beendet damit die Geschichte von Janie und ihrer Gabe. Dieses Mal steht jedoch kein Kriminalfall im Vordergrund, sondern McMann legt ihren Fokus auf Janie, ihre Gabe und ihre Zukunft. Denn am Ende des zweiten Teiles hatten Leser und Protagonistin gemeinsam entdeckt, dass sie durch ihre Gabe bald erblinden und ihr Leben dadurch weitgehend eingeschränkt sein wird. Wird ihr Cable (deut. Carl) beiseite stehen? Und wer ist der fremde Mann aus dem Krankenhaus? Viele Fragen, die sich Janie zu stellen hat. Doch nur sie kennt die Antworten. Wie ich es von Lisa McMann gewohnt bin, fängt die Geschichte mitten im Geschehen an. Keine große Einleitung oder Rückblenden, denn die Autorin hält sich nicht mit Kleinigkeiten auf. Stattdessen schreibt sie zielgerichtet, knapp und prägnant. Aber diesen, anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftigen, Schreibstil weiß ich nur zu begrüßen. Auch wenn man das Gefühl hat, man lese eine Folge von Abhandlungen, wurde es niemals langatmig oder schwer nachvollziehbar. Der Spannungsbogen war immer vorhanden und wurde gekonnt eingesetzt. Da McMann sich diesmal auf Janie konzentriert, bietet das Buch zwar keine düstere Spannung wie in Dream, kann dennoch mit einer melancholischen und gefühlvollen Atmosphäre punkten. Denn nun stellt das Mädchen sich die Frage, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, mit dem Wissen, dass sie nur noch ein paar Jahre sehen und richtig fühlen kann. Janie ist verzweifelt und der Leser leidet mit ihr. In diesen Punkt unterscheidet sich Gone, mit den gereiften Themen und Figuren, von seinen Vorgängern. Janie und Cable waren nie naive Menschen, sondern hatten schon immer mit ihren Problemen zu kämpfe, aber im letzten Teil merkt man es ihnen deutlich an, dass sie bereit sind, sich mit diesen auch auseinanderzusetzen, wenngleich es kompliziert werden könnte (vor allem für Janie, die vor der Entscheidung steht, ihr Leben lang blind, verkrüppelt, aber mit ihrer großen Liebe Cable zusammen zu sein, oder gesund, aber in einer selbst gewählten Isolation zu leben). Doch nicht nur dieses Problem muss sie bewältigen. Da wäre ja auch ihre alkoholkranke Mutter, die in diesem Teil eine größere Rolle zugeteilt bekommt. Man erfährt mehr über sie, wie es dazu kam, dass sie so tief abgerutscht ist und welch Bürde es für Janie ist, sich um sie zu kümmern. Auch die Beziehung zwischen Janie und Cable entwickelt sich nach wie vor weiter, da sie beide erst noch lernen müssen, mit ihrer Liebe und Zuneigung umzugehen. Selten habe ich über eine so schöne, kraftvolle und, vor allem, realistische Beziehung gelesen wie zwischen den beiden. Man merkt, wie sehr sie sich lieben - so sehr, dass es fast schmerzt - aber McMann umgeht den Kitsch fehlerfrei. Leider findet man das nur noch selten in Jugendbüchern. Ich wusste bis zum Schluss nicht wirklich, wie sich Janie entscheiden wird. Denn jede Entscheidung hatte seine Vor - und Nachteile. Es kam nur noch darauf an, wie wichtig Janie die einzelnen Komponenten waren. Ist die Liebe zu Cable und der Drang nach sozialen Kontakt stärker als ihr eigens Wohlergehen? Oder hat sie eine Chance auf ein normales Leben, ohne in den Träumen von Menschen hineingezogen zu werden? McMann hat dies hier geschickt gelöst, sodass es auch für den Leser glaubhaft blieb. Sie rundet mit dieser finalen Entscheidung die Geschichte um Janie, der Traumfängerin, glaubhaft, gefühlvoll und spannend ab. Mein Urteil: Ein würdiger und gefühlvoller Abschluss einer wunderbaren Trilogie. Er punktet im Vergleich zu seinen Vorgängern auf einer anderen Ebene. Wer die Wake und Dream mochte, wird nicht herum kommen, Gone zu lesen und zu mögen! Eine wirklich tolle Trilogie.

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  • Rezension zu "Gone" von Lisa McMann

    Gone

    shao

    24. March 2011 um 22:38

    Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe * Nach ihrem Undercoverjob für die Polizei und der folgenden Verhandlung wird Janie nun von ihren Mitschülern schief angesehen. Allerdings steuert ihre Beziehung zu Cabel endlich normale Gewässer an, sofern man bei Janies Gabe, in fremde Träume gezogen zu werden, von einer normalen Beziehung sprechen kann. Als sie am wenigsten damit rechnet, wird Janie jedoch ins Krankenhaus gerufen, dort liegt ihr Vater im Koma. Ihr Vater, den sie nie kennengelernt hat, und der doch die Träume ihrer Mutter bestimmt. Der Vater, der scheinbar an der Alkoholsucht ihrer Mutter die Schuld trägt. Der Vater, der ein Geheimnis in sich birgt, das Janie dazu zwingt, immer wieder in seine verstörenden Träume zu tauchen, egal, was für Folgen dies für sie mit sich bringen könnte… * In diesem letzten Teil der Serie erfährt der Leser mehr darüber, wie es ist, sich um die eigene alkoholkrankte Mutter kümmern zu müssen und taucht tiefer in die Hintergründe der Protagonisten ein. Janies Mitarbeit bei der Polizei ist nicht länger Hauptbestandteil der Handlung, sondern eher Mittel zum Zweck. Dafür hat Janie andere Probleme zu lösen und schwere Entscheidungen zu treffen, die in sich aber sehr nachvollziehbar dargestellt werden und somit sowohl Janie als Person als auch der Geschichte um die Traumfänger mehr Substanz verleihen. * Die übergeordnete Frage wird zufriedenstellend gelöst und somit die Reihe zu einem versöhnlichen Ende geführt. Auch wenn es keinen von Anfang bis Ende erkennbaren Spannungsbogen gibt, so dass die Bücher sich eher wie geschlossene Episoden einer Serie lesen, so fügen sich die einzelnen Teile doch harmonisch zu einem großen Ganzen zusammen. Sprache und Wortwahl wie gewohnt gut zu verstehen, einfach, jugendlich-lässig, gleichzeitig aber auf den Punkt, sehr präzise und treffend. Die Beziehungen der Personen untereinander werden auf ein neues, dichter verflochtenes Level gehoben, so dass deren Leben greifbarer wird. Allen ist im Vergleich zu den vorhergehenden Büchern eine deutliche und glaubwürde Entwicklung anzumerken. * Auch wenn die ganze Reihe nicht hoch anspruchsvoll ist, handelt es sich doch um eine angenehme Lektüre, deren Auslegung auf mehrere Bücher sinnvoll erscheint und die mit diesem dritten Band ein stimmiges Ende gefunden hat.

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  • Rezension zu "Gone" von Lisa McMann

    Gone

    Eltragalibros

    06. August 2010 um 09:17

    Inhalt: Das Leben von Janie gerät aus den Fugen. Sie ist ein „Dream Catcher“ und kann in die Träume von anderen Menschen eintauchen. Das geschieht jedoch ohne ihren Willen und sie benötigt all ihre Kraft, um sich aus den Träumen – die jederzeit von ihr Besitz ergreifen können – befreien zu können. Nachdem sie erfahren hat, welches Schicksal ihr blüht, wenn sie weiterhin ihre Gabe nutzt, muss sie die wohl schwerste Entscheidung in ihrem Leben treffen, zwischen ihrer Liebe zu Cabel und einem Leben in Einsamkeit. Meinung: ** Wer die vorangehenden Bände nicht kennt, sollte die Rezension nicht lesen *** Janie ist ein „Dream Catcher“. Sobald ein Mensch in ihrer Nähe träumt, taucht sie gezwungenermaßen in dessen Traum ein. Wenn das passiert wird ihr schwarz vor Augen, sie verliert den Kontakt zu ihrem Körper und wird Teil des fremden Traumes. Sie benötigt all ihre Willenskraft, um wieder in die reale Welt entfliehen zu können. Eine solche Traumattacke kann ihr jederzeit passieren, weshalb sie zum Beispiel kein Autofahren darf, denn das letzte Mal hat sie einen Unfall verursacht. Gott sei Dank hat sie Cabel an ihrer Seite, der ihr Geheimnis kennt und sie in allem unterstützt. Doch das Los der „Dream Catcher“ hat auch eine Schattenseite, wie Janie erfahren musste. Wenn sie weiterhin in die Träume anderer Menschen einsteigt und ihnen dabei hilft diese zu bewältigen, dann wird sie mit Mitte 20 erblindet sein und verkrüppelte Hände haben. So wie es Miss. Stubin ergangen ist, die ebenfalls ein „Dream Catcher“ war, aber nicht wusste, welches Schicksal sie zu erleiden hat, wenn sie ihre Gabe einsetzt. Janie steht vor der wichtigsten Entscheidung ihres gesamten Lebens: Will sie gemeinsames Leben mit Cabel, ihrer großen Liebe, führen und weiterhin in Träume eintauchen – immer mit dem Gedanken, dass sie eines Tages verkrüppelt und blind sein wird? Oder zieht sie ein Leben in völliger Isolation vor, wo die Träume anderer sie nicht erreichen können, in welchem sie allerdings gesund und mit ihrem Augenlicht alt werden kann? Aber nicht nur das belastet das junge Mädchen, denn ihre alkoholkranke Mutter hält Janie für nutzlos und zum ersten Mal begegnet sie unerwartet ihrem Vater. Dieser liegt im Krankhaus im Koma und hat nicht mehr lange zu leben. Nachdem in Fade endlich aufgelöst worden ist, was es mit Janies Gabe auf sich hat und gleichzeitig dem Leser die Schreckensbotschaft ihrer möglichen Zukunft eröffnet wurde, geht es in Gone hauptsächlich darum, wie die Protagonistin mit dieser Situation umgeht. Lisa McManns Sprache zeigt dem Leser nicht nur die Gefühle des Mädchens, sondern lässt auch viel zwischen den Zeilen lesen. Durch die termin-/notizhafte Gestaltung des Romans entsteht einerseits ein nüchterner Erzählstil, der lediglich die Ereignisse aufzählt und andererseits aber gerade dadurch die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung von Janie gut widergibt. Sie scheint in einer ausweglosen Situation und der Leser kann sich nicht vorstellen, wie sie sich entscheiden wird, denn eine Möglichkeit scheint schlimmer als die andere. Diese Entscheidung findet allerdings erst am Ende des Buches statt. Deshalb zieht sich der Mittelteil des dritten Bandes der Wake-Trilogie auch ziemlich. Immer wieder wird der Leser mit Janies Ängsten konfrontiert, die aber nicht wirklich weiter aufgelöst werden, denn man kann einfach nicht erahnen, wie sie sich entscheiden wird. Die Kommunikation zwischen Cabe und Janie ist auch mehr als rar gesät. Zwar tut er alles für sie, was in seiner Macht steht, doch er kann nicht über das grausame Schicksal sprechen, das seine Freundin in der Zukunft ereilen wird. Allerdings sieht Janie seine Albträume, in denen er die Situation verarbeitet. Unausgesprochenes steht zwischen ihnen, was am Ende lediglich dadurch gelöst wird, indem die Autorin schreibt, dass die beiden sich aussprechen. Auch das Ende des Buches ist nicht unbedingt zufriedenstellend. Zwar erhält man eine Antwort darauf, wie sich Janie entscheidet, doch irgendwie will man trotzdem noch wissen, wie die ganze Geschichte endgültig ausgeht (hier will ich nicht zu viel verraten), daher bleibt bei mir doch die Frage zurück, ob nicht doch noch ein Band folgen könnte … Fazit: Lisa McManns dritter Band Gone aus der Wake-Trilogie beschäftigt sich intensiv mit Janie und ihrem Leben. Sie ist keine normale Heranwachsende. Ihre Mutter ist Alkoholikerin, ihr Vater – den sie noch nie zuvor gesehen hat – liegt ohne Bewusstsein todkrank im Krankenhaus und sie ist ein Dream Catcher. Diese Gabe stellt Janie vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens. Auf diesem zwiegespaltenen Weg begleitet der Leser sie. Zwar bleibt es bis zum Ende undurchsichtig, wie die Entscheidung ausfallen wird, doch der Mittelteil stagniert häufig. Auch das Ende ist aus meinen Augen teilweise recht unbefriedigend für eine Trilogie, die so vielversprechend begonnen hat.

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