Lisa Moore Das Glück hat vier Farben

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Inhaltsangabe zu „Das Glück hat vier Farben“ von Lisa Moore

Seit sie denken kann, ist die sechzehnjährige Flannery in Tyrone verliebt. Aber wann genau ist aus ihrem Sandkastenfreund ein Rebell und der coolste Junge der Schule geworden? Flannery, die sich oft in den Erinnerungen daran verliert, wie einfach früher alles war, beobachtet mit Erstaunen, wie die Welt um sie herum immer schneller kreist. Doch dann kommt ihr für ein Schulprojekt eine folgenreiche Geschäftsidee: Sie fertigt Liebestränke für die Mitschüler an – und ein regelrechter Hype wird ausgelöst. Plötzlich geht das Gerücht um, dass die bunten Mixturen tatsächlich wirken ... Das erste Jugendbuch der Booker-Prize-Kandidatin Lisa Moore: Ein ebenso kluger wie komischer Roman über die Suche nach dem Glück, der voller kleiner und großer Weisheiten steckt. Presse über Lisa Moores ›Im Rachen des Aligators‹ und ›Der leichteste Fehler‹: »Lisa Moore erzählt in einer eindringlichen, sanft schwingenden, kühl reduzierten Sprache ... Ein klug arrangierte(s) Spiel mit wechselnden Perspektiven.« Kulturspiegel »Lisa Moore arbeitet impressionistisch.« FAZ »Lisa Moores Sprache hält mit fotografisch anmutender Präzision Wahrnehmungssplitter fest.« Süddeutsche Zeitung

Ein absolutes Muss für alle, die sich auf dem steinigen Weg zu einem erwachsenen, selbstbestimmten Leben vorwärts kämpfen.

— EmmyL
EmmyL

Irgendwie nicht so meins. Eine Wagenladung Teenieprobleme, die am Ende zu schnell runtergebrochen werden. Schade.

— MissGoldblatt
MissGoldblatt

Ein wunderbarer Contemporary-Roman, der ohne Schönungen und aufgewzungem Happy End aus kommt!

— sweetpiglet
sweetpiglet

Dieses Buch besteht aus liebevoll gezeichneten skurrilen Charakteren und vieler kleinen wundervollen Geschichten

— Esme--
Esme--

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merlin78

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  • Themen
  • Schonungslos ehrlicher Coming-of-Age-Roman voller tiefgründiger Erkenntnisse und Weisheiten

    Das Glück hat vier Farben
    EmmyL

    EmmyL

    13. August 2017 um 18:32

    Flannery ist schon seit dem Kindergarten in Tyrone verliebt. Zwischendurch hatten sie sich aus den Augen verloren doch nun besuchen sie wieder die gleiche Schule. Tyrone ist der coolste Typ der Schule und Flannery freut sich mit ihm gemeinsam an einem Schulprojekt arbeiten zu können. Während die Sechzehnjährige noch von großer Liebe träumt, muss sie feststellen, wie sich um sie herum alles verändert. Ihre Familie besteht aus ihrer Mutter Miranda und ihrem Bruder Felix. Miranda ist Künstlerin. Eigentlich ist sie eine Lebens- und Überlebenskünstlerin, die neben Aktionskunst auch einen Erziehungsblock schreibt. Nach Flannerys Meinung hat ihre Mutter von Erziehung zwar keine Ahnung dafür aber sehr viel Meinung. Als Künstlerin ist sie stets bestrebt die Fantasie ihrer Kinder zu beflügeln und ihre Kreativität zu fördern. Der Roman ist in der Ich-Form im Präsens geschrieben und von vielen gedanklichen Rückblicken in ungeordneter zeitlicher Abfolge durchsetzt. Bei diesem genialen Werk handelt es sich um die philosophische Betrachtung der Welt mit den Augen einer Sechzehnjährigen. Zitat zur Liebe: „…Liebe ist also Arbeit und verändert sich die ganze Zeit, und sie ist Machen und Merken und Brauchen und Geben und Definitiv.“ Während Flannery ihre Erlebnisse in der Gegenwart schildert, schweift sie immer wieder gedanklich ab. In diesen Rückblicken erfährt der Leser viel über ihre Familie, ihre Freunde, ihre soziale Situation und wird Zeuge überraschend ehrlicher, kluger Erkenntnisse. Durch diese Erzählweise gelingen ein umfangreiches Familienporträt sowie eine wundervolle Geschichte über die Tücken der ersten Liebe. Sehr interessant werden verschieden Beziehungskonzepte vorgestellt und miteinander verwoben. So gibt es zum Beispiel die kreative Miranda, die sich als alleinerziehende Mutter trotz widriger Umstände liebevoll um ihre Kinder kümmert. Die große Liebe Tyrone hat leider weniger Glück, denn der brutale Stiefvater schlägt oft um sich und unterdrückt seine Mutter. Auch Flannerys beste Freundin Amber lässt sich von einem kontrollsüchtigen Egomanen vereinbaren. Flannery beobachtet und analysiert die Beziehungen in ihrer Umgebung sehr intensiv. So ist es ihr möglich, sehr klar zu definieren, was sie auf keinen Fall möchte. Flannery weiß was es heißt keinen Vater zu haben, kein Geld für Strom oder Miete, kein Geld für Essen oder Schulbücher. Sie kennt die Peinlichkeit, mit einem Schein der Sozialhilfe Lebensmittel einkaufen zu müssen. Trotz allem steht sie zu ihrer Familie, kümmert sich um ihren Bruder und lernt fleißig für die Schule. Sie ist stolz auf das künstlerische Wirken ihrer Mutter und darauf das diese sich weder unterordnet noch vereinnahmen lässt. Dieser großartige Roman lässt den Leser an allen Erkenntnissen teilhaben. So lernt Flannery das sowohl Liebe als auch Freundschaft viel Achtsamkeit erfordern. Freundschaften verändern sich und Liebe kann vergehen oder wachsen. Schonungslos ehrlicher Coming-of-Age-Roman voller tiefgründiger Erkenntnisse und Weisheiten über die erste große Liebe. Ein wundervolles Werk verfasst für Mädchen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben. Es zeigt offen und direkt alle Fehler auf, die eine spontane Entscheidung mit sich bringen kann.

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  • Eine nachhaltige und intensive Geschichte mitten aus dem Leben

    Das Glück hat vier Farben
    Damaris

    Damaris

    13. August 2017 um 12:12

    Bei "Das Glück hat vier Farben" hat mich zu allererst die süße Idee angesprochen (oder besser, die Idee, die ich hinter der Geschichte erwartet habe). Flannery fertigt für ein Schulprojekt Liebestränke an und plötzlich entsteht daraus ein Hype unter den Mitschülern. Wirken die Mixturen, die im Grunde nur aus gefärbtem Wasser bestehen, wirklich? Das klingt witzig und verrückt, sogar ein bisschen nach einer phantastisch angehauchten Story. Und ja, diese Aktion ist tatsächlich Teil der Geschichte. Aber eben nur ein Teil. Flannerys Geschichte ist viel mehr und weitaus ernster und auch tiefsinniger als ich vermutet hätte.Flannery muss im Alltag sehr stark sein und mehr Verantwortung übernehmen, als es ein 16-jähriges Mädchen normalerweise sollte. Einen Vater kennen sie und ihr jüngerer Bruder nicht, und durch die fragwürdigen Kunstprojekte ihrer Mutter, oder deren unkonventionelle Erziehungstipps auf Blogs, kommt kein Geld in die Kassen. Die kleine Familie lebt von Sozialhilfe, das Geld ist immer knapp. So kann sich Flannery ein dringend benötigtes zur Zeit nicht leisten. Trotzdem hat sie eine beste Freundin und viele schöne Erinnerungen an ihre Kindheit, vor allem an die Zeit mit Tyrone, den sie schon immer kennt und in den sie bis über beide Ohren verliebt ist. Ein Schulprojekt bringt nicht nur viele (negative) Veränderungen mit sich, Flannery muss auch erfahren, dass das Leben sehr schmerzvoll sein kann.Lisa Moore hat ein sehr scharfsinniges Buch geschrieben, bei dem man allerdings die Fähigkeit besitzen sollte, sich bedingungslos in die Hauptprotagonistin hineinzuversetzen. Denn ihr Handeln gleicht einem Lernprozess: Das Leben besteht aus Fehlern und Erkenntnissen, nur so gelangt man ans Ziel und findet sich mit Situationen ab. Und auch wenn ich manchmal versucht war, den Kopf zu schütteln, so bin ich mir jedoch sicher, dass ich in diesem Alter in vielen Fällen ähnlich, wenn nicht sogar impulsiver, gehandelt hätte wie Flannery. Ich habe sie bewundert und stark mit ihr gefühlt.Vor allem der Part mit den "Liebestränken" klingt an und für sich recht lustig, und doch nimmt man zwischen den Zeilen noch so viel mehr wahr. Ich empfand die Geschichte als ernsthaft, manchmal tragisch und berührend. Es ist nicht nur eine Coming-of-Age-Geschichte, sondern auch die Geschichte einer Familie. Am Ende ist nicht alles gut, im Sinne von einem Happy End, aber für Flannery und ihre Lebenserfahrungen genau richtig. Es fühlt sich gut an.Das FazitGeschichten, die sich fast komplett gegensätzlich zu meiner Erwartung entwickeln, mich damit positiv überraschen und auf einem völlig anderen Fuß erwischen als gedacht, gehören für mich zu den Perlen der Jugendliteratur. "Das Glück hat vier Farben" hat sich diesen Status verdient. Für mich war die Geschichte nachhaltig und intensiv, manchmal auch sehr herausfordernd für meine Gedanken. Damit ist das Buch eine einschneidende Erfahrung für die Charaktere und ihre Leser ... und so gefühlsturbulent, schmerzvoll und ermutigend wie das Leben eben manchmal ist. 4 von 5 Sterne gibt es von mir.

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  • Das Glück hat vier Farben

    Das Glück hat vier Farben
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    03. August 2017 um 14:36

    "Das Glück hat vier Farben" ist der erste Jugendroman der vielfach ausgezeichneten Autorin Lisa Moore. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Habe zum ersten Mal seit langer Zeit wieder bis tief in die Nacht hinein gelesen, weil ich mich einfach nicht von Flannery trennen und erst dann die Augen schließen konnte, als ich wusste, wie es ihr am Ende des Romans ergeht.Flannery ist eine extrem sympathische Protagonistin. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder, lebt sie in einer kleinen Wohnung. Geld hat die Familie nur sehr wenig. Die Mutter ist (derzeit) arbeitslose Künstlerin. Die Väter von Flannery und Felix wissen nicht, dass sie deren Väter sind und so leben sie als Sozialhilfeempfänger, was den beiden Frauen eigentlich ein bisschen peinlich ist.Flannery hat noch nicht mal ein eigenes Biobuch, da ihre Mutter das wenige Geld, das ihnen zur Verfügung steht, meistens für andere Dinge ausgibt. Bisher war das kein Problem, denn Flannery hat immer noch ihre beste Freundin. Ein Schulprojekt bringt alles aus dem Lot. Flannery sieht sich ganz neuen Problemen gegenüber. Und meistert diese mit viel Mut, Charme und Eigensinn."Das Glück hat vier Farben" ist ein sehr charmanter Jugendroman. Lisa Moore schreibt klug und humorvoll und hat einen wunderbaren Blick für Zwischenmenschliches. Das Buch zu lesen hat mir sehr viel Freude bereitet.Flannery hat mir gezeigt, dass es nicht darauf ankommt, was man hat, sondern nur, wer man ist. Mutig tritt sie Problemen entgegen und zeigt, dass es manchmal darauf ankommt, fest an das eigene Glück zu glauben, damit es sich erfüllt. Ein zauberhaftes Buch, das mir mit aller Kraft gezeigt hat, dass das Glück in kleinen Dingen steckt und das wichtigste auf der Welt die Menschen sind, die dich lieben.

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  • Nicht so wie erwartet...

    Das Glück hat vier Farben
    OoKathleenoO

    OoKathleenoO

    25. July 2017 um 09:06

    Cover & Klappentext:Das Cover spricht mich nicht wirklich an. Aber dafür hat es vier Farben, was wiederum zum Titel passt. ;)Der Klappentext ist sehr kurz, doch er hört sich interessant an. Ich erwarte eine rebellische Liebesgeschichte mit spannenden Zügen. :)Rezension:Mit der großen Vorfreude auf ein romantisches Jugendbuch mit rebellischen Zügen bin ich in dieses Buch gestartet. Der Schreibstil war gleich locker flockig im jugendlichen Slang gehalten. Zudem konnte die Autorin auch gleich mit ihrem gut rübergebrachten Humor überzeugen. Zum Einstieg hat mir das Buch sehr gut gefallen. Wieder einmal findet man tagtägliche Situationen, wie zum Beispiel eine alleinerziehende Mutter,  Kinder , die ihren Vater nicht wirklich kennen, oder aber auch die große Sandkastenliebe... Dennoch kam bei mir leider nicht das Gefühl auf, das Buch nun unbedingt in einem Rutsch durchzulesen. Vielleicht hatte ich mir unter dem Rebell Tyrone einfach eine spannendere Geschichte vorgestellt. Für mich kam das Buch nie richtig in Fahrt und dann kam auch wieder diese unnötige Dreiecksbesziehungsgeschichte... Vom Schreibstil her also top, vom Inhalt her eher unspektakulär.... Interessant fand ich aber das Thema BWL in dem Buch, da ich ab September in dem Bereich auch starten werde. ;) Dieses Buch sprudelt also nur so von Charme und Witz, ist aber eher für Freunde von ruhigeren Jugendliebelein.Fazit:Nicht so wie erwartet...Ein toller Schreibstil, aber leider nicht die erhoffte spannende Liebesgeschichte.

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  • Manche Bücher stressen mich beim Lesen und machen mich wütend…

    Das Glück hat vier Farben
    Normal-ist-langweilig

    Normal-ist-langweilig

    17. June 2017 um 18:35

    Meine Meinung: Das Buch hat mich unheimlich angesprochen, vor allem, weil ich langsam, aber sicher auf die Suche nach geeigneten Büchern für meine Tochter gehe. Die Idee mit den Liebestränken fand ich klasse und habe auf ein wenig Magie gehofft. Leider kam es nun ganz anders… DENN: Manche Bücher machen mich wütend beim Lesen. wütend auf eine Mutter, die zu unbedarft und unbesorgt in den Tag lebt, ohne an ihre zu versorgenden Kids zu denken…, wütend auf Schule und Lehrer, die teilweise so verbohrt sind und die Menschlichkeit vergessen…, wütend auf die Protagonistin, weil sie ihre rosarote Liebesbrille nicht absetzen will, obwohl ihr gefühlte „Leuchtpfeile“ einen besseren Weg zeigen würden…  Und als sie sie dann absetzt, sieht sie so sofort klar! Beides sehr aufreibend für mein Verständnis!, wütend auf den Klappentextschreiber, der mir vorgaukelte, dass die Liebes-/Zaubertränke einen viel größeren Stellenwert in der Geschichte haben würden. Viele finden die Geschichte richtig toll, ich wurde nur mäßig unterhalten. Erstens musste ich mich oft aufregen! Dazu kommen noch viele ausschweifende Erklärungen und Rückblicke, die mir die Charaktere sympathischer machen und mir das Verständnis erleichtern sollen. Verstehe ich! Jedoch zog sich die Geschichte durch die Vielzahl an Rückblicken in die Länge. Leider wird mir die Mutter trotzdem nicht sympathischer und Verständnis für Flan kann ich nur mäßig aufbringen. Sie ist alt genug, um so einiges mehr zu kapieren als sie tut. Ja, ich weiß, das Leben ist nicht immer leicht und viele werden auch in „falsche“ Familien hineingeboren. Das wird oft zum Anlass genommen, sie in Geschichten abstumpfen und absacken zu lassen. Warum nicht einmal ein Zeichen setzen, dass jeder etwas für sein Glück tun kann? Dass man auch als Kind oder Jugendlicher für sein weiteres Leben kämpfen muss und etwas tun kann! Vielleicht möchte man das nicht so gerne lesen? Aber mitfiebern könnte man hier allemal! Der Epilog entschädigt mich ein wenig, da am Ende doch alle etwas dazugelernt haben! Für mich ein Buch, das mich beim Lesen gestresst hat, da ich mich so aufregen musste. Der Schreibstil ist jugendlich und lässt sich flüssig lesen. Da gab es nichts auszusetzen. Insgesamt einfach „nicht mein Buch“ und damit:  (2 / 5)

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  • Leider ein Fehlgriff

    Das Glück hat vier Farben
    LillianMcCarthy

    LillianMcCarthy

    30. May 2017 um 14:33

    Das Glück hat vier Farben klang für mich nach einer zuckersüßen Liebesgeschichte mit einem Hauch von Magie und so war für mich klar, dass ich mich sehr aufs Lesen dieser Geschichte freute. Die Idee mit den Liebestränken, die vielleicht tatsächlich Wirkung entfalten, klang einfach innovativ und ich war gespannt, was sich Lisa Moore damit ausgedacht hat. Im Laufe des Buches wurde ich dann jedoch sehr von der Geschichte enttäuscht. Fangen wir jedoch zunächst einmal mit den positiven Aspekten an. Der Schreibstil war absolut passend für ein Jugendbuch und lies sich sehr angenehm lesen. Sehr schön besonders deshalb, da die Autorin normalerweise nicht in diesem Genre zu Hause ist und ich solch eine Wandlungsfähigkeit bewundere. Außerdem gefiel mir sehr gut, dass durch das ganze Buch hindurch Lebensentwürfe angesprochen werden, die nicht den klassischen Bildern entsprechen und der Geschichte so eine Menge Diversität mitschwang. Dennoch konnte mich Das Glück hat vier Farben nicht von sich überzeugen. Trotz den oben genannten Punkten glich es mehr einer 0815 Liebesgeschichte bzw. Contemporary Geschichte und konnte sich nicht von der Masse abheben. Die Sache mit den Zaubertränken, die mich angezogen hat und die ich sehr innovativ fand, nahm leider keinen großen Platz im Buch ein und war schnell wieder vergessen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Flannery und Tyrone, die im Klappentext noch sehr thematisiert wurde, verlor sich leider zwischen der Vielzahl an anderen Themen. Bei diesen war es aber genauso, weshalb alle parallel laufenden Handlungen auf mich sehr blass wirkten und keine so richtig herausstechen kann. Das Ziel von Contemporary Büchern ist für mich immer ein Reifen der Protagonistin anhand der gegeben Probleme und Tatsachen. Davon hat Flannery eine ganze Menge, denn ihre Mutter kann nicht mit Geld umgehen, sie ist in ihren Freund aus Kindheitstagen verliebt, der sich verändert hat und ihre Liebe scheinbar nicht so wirklich erwidert und seit ihre beste Freundin einen Freund hat, benimmt auch diese sich total merkwürdig. Das bietet eine ganze Menge Potential, das leider nicht genutzt wird. Alles muss Flannery vorgelegt werden und 90% der Dinge merkt sie erst im letzten Kapitel. Den Rest überhaupt nicht. Somit hat mir nicht nur die Geschichte selbst leider nicht zugesagt, auch der eigentliche Sinn eines Contemporary Buches wurde in meinen Augen leider nicht erfüllt. Fazit: Obwohl ich den Schreibstil von Lisa Moore sehr mochte, konnte mich Das Glück hat vier Farben leider nicht von sich überzeugen. Die Geschichte blieb zu blass und auch die Protagonistin Flannery macht in meinen Augen keine Wandlung durch. Schade, denn der Klappentext machte so viel Lust auf die Geschichte.

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  • Das Glück hat vier Farben

    Das Glück hat vier Farben
    sweetpiglet

    sweetpiglet

    30. May 2017 um 11:32

    Eigentlich könnte man denken, dass "Das Glück hat vier Farben" ein einfacher Jugendroman über das Leben ist. Doch schon nach wenigen Seiten ist klar, wie viel mehr in diesem Buch steckt. Lisa Moore schafft es in der kanadischen Kleinstadt ein realistisches Bild der Jugendprobleme zu zeichnen.Unsere Protagonistin Flannery ist etwas besonderes, dass erkennt man vielleicht nicht direkt auf der ersten Seite, aber je mehr man sich in sie hineinversetzt, umso mehr versteht man ihre Art und ihre Ansichten. Sie ist stark und fürsorglich, und das obwohl ihre Mutter Miranda sie nicht fördern kann und selbst mit ihrem Leben nicht fertig wird. Einen Vater hat Flannery nicht, zumindest kennt sie ihn nicht, so ist ihre einzige Familie ihre Halbbruder und ihre Mutter. Diese vertrackte Familiensituation wird durch die Arbeitslosigkeit der Mutter noch verstärkt, und damit realistisch.Oftmals sind mir Falnnerys Gedanken über ihre Situation sehr nah gegangen, sie kämpft darum, etwas Anerkennung zu erhalten, doch letztendlich wenden sich alle gegen sie. Und genau da setzt ihre Stärke ein, sie mag zwar ein schwieriger Charakter sein, doch sie kann kämpfen, sie hält durch und bleibt standhaft, auch in schweren Situationen. Der im Klappentext angesrpochene Tyrone hat zum Glück nicht so viel Präsenzzeit, denn ich fand den sozialen Aspekt viel interessanter, als die Liebesgeschichte. Zudem fand ich Tyrone sehr sntrangend und zu sprunghaft.Das Buch wird durch ein nicht perfektes Ende abgerundet, durch ein Nicht-Happy-End mit dennoch positiven Ereignissen, schafft es Flannery sich weiter zu entwicklen. Die Fäden in der Geschichte werden zu Ende gebracht und es bleibt kaum eine Frage offen. Die Geschichte liest sich flüssig und angenehm, ebenso bleibt der Spannungsbogen durch die verschiedenen Story Linies konstant oben.Fazit:"Das Glück hat vier Farben" ist ein wunderbarer, realistischer und tiefgründiger Jugendroman. Lisa More schafft es durch Flannery zu zeigen, wie schwer ein junges Mädchen haben kann, die Sozialhilfe braucht und alles alleine stemmen muss. Das wunderbare ist, dass Flannery stark ist und Kraft hat durchzuhalten, mit ihr als Protagonistin wurde die Geschichte angenehm aufgefrischt.

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  • LL rezensiert

    Das Glück hat vier Farben
    lenasbuecherwelt

    lenasbuecherwelt

    21. May 2017 um 19:33

    „Das Glück hat vier Farben“ ist eine Geschichte mit einer spannenden Idee: Flannery hat es wirklich nicht einfach. Ihren Vater kennt sie nicht, ihre Mutter ist mehr Teenager als sie selbst und verprasselt das wenige Geld, mit dem die Familie leben muss, mit unwichtigen Dingen und für ihre beste Freundin Amber ist Flannery abgeschrieben, seit sie Gary immer näher kommt. Zudem ist Flannery unglücklich verliebt. Ob das Schulprojekt dies ändern wird?  Das Buch lässt sich wirklich gut lesen und fesselte mich nach dem Beginn endgültig an seine Seiten.  Flannery ist eine sympathische Charakterin, authentisch und mit vielen Problemen, die sie auf ihrem Weg erwarten.  Lisa Moores Charaktere sind allesamt ungewöhnlich und entsprechen so gar keinem Klischee.  Es dauerte etwas, bis ich wirklich das Gefühl hatte, in der Geschichte zu sein und mit den Charakteren mitzufühlen. Der Schreibstil ist eher kühl und knapp als ausschweifend und emotional und dementsprechend habe ich nicht gleich Zugang zu den Charakteren gekriegt. Eine nachdenkliche Geschichte, die in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich ist.

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  • Leseempfehlung ! Richtig toller Coming-of-Age-Roman !

    Das Glück hat vier Farben
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    09. May 2017 um 13:07

    Dieses Buch ist einfach rundum perfekt, ich habe nichts zu bemängeln, noch nicht einmal Kleinigkeiten. Man könnte es direkt 1:1 verfilmen, haha, so viel Spaß hat dieses Buch gemacht.Und das obwohl hier eine ganze Bandbreite an Gefühlen, Problemen und Themen abgehandelt wird. Aber vielleicht ist es gerade deshalb so gut, weil jeder Leser, der zu diesem Buch greift, auf Dinge stoßen wird, die er auf sein eigenes Leben projizieren kann.Da gibt es zum Beispiel die Konflikte zwischen Flannery und ihrer Mutter Miranda. Ganz alltägliche Dinge, aber auch Vorwürfe von Seiten der Tochter, denn Miranda ist alleinerziehend und lebt von der Sozialhilfe, was sich natürlich auf Flannery auswirkt. Nicht mal ein Biobuch ist drin, stattdessen neigt Miranda dazu, das Geld für unnützen Kram aus dem Fenster zu werfen. Die Rollen der Beiden sind ziemlich häufig vertauscht und das geht Flannery gehörig auf die Nerven, weil sie einfach das sein will, was sie ist: Ein Teenager !Hinzu kommt der Wunsch nach einem Vater, denn ihren eigenen hat Flannery nie kennen gelernt und andere Männer, die sie vielleicht als Ersatz hätte akzeptieren können, sind längt passé.Trotz dieser zwei Punkte ist das Band, das sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder verbindet, ein sehr sehr Starkes. Die Drei halten zusammen wie Pech und Schwefel, da passt kein Blatt Papier dazwischen und das ist wunderbar zu sehen. So sollte Familie sein, auch wenns nicht immer leicht ist.Weiterhin geht es um Veränderung. In Flannerys Leben, in Bezug auf ihre Freundschaften, auf Leute die sie schon lange kennt. Das Leben bringt immer wieder Umstände hervor, die dazu führen können, das sich Leute vielleicht von einem abwenden, auch wenn man die Gründe nicht direkt deuten kann. So geht es Flannery in Bezug auf ihre beste Freundin Amber, die plötzlich einen Freund hat und zu cool für Flannery und deren Probleme ist. Dabei brodelt auch bei Amber deutlich mehr unter der Oberfläche, als für ihre Umwelt zu sehen ist.Naja und um das ganze Gefühlswirrwarr noch so richtig kompliziert zu machen, ist Flannery auch noch in Tyronne verknallt, der allerdings auch nicht mehr der Junge ist, den sie einst so gut gekannt hat. Sie verrennt sich da in falsche Vorstellungen, sieht immer noch den kleinen Jungen vor sich, mit dem sie früher im Garten Zaubertränke aus Gras und Blumen gemixt hat. Doch der echte Tyronne hat ein ziemlich vermurkstes Leben und jede Menge Probleme. Einzig positiver Aspekt an ihrer Verliebtheit: Er bringt Flannery für ihr Wirtschaftsprojekt auf die Idee mit den Zaubertränken, die im Klappentext angesprochen werden und die, obwohl sie doch eigentlich keine Wirkung haben, eben doch eine besondere Magie entfalten.Ich mochte dieses Buch wirklich wirklich sehr. Hab ich schon erwähnt, ne ?!Dies ist nicht nur dem Plot geschuldet, sondern auch den wirklich ganz liebevoll gezeichneten Protagonisten, allen voran natürlich Flannery, die uns in ihr Leben und ihre Gedanken Einblick gewährt. Immer wieder lösen bestimmte Szenarien oder Momente Flashbacks bei ihr aus, in denen sie sich sehr ausgeprägt an die Vergangenheit erinnert. Das fand ich als Leserin sehr spannend und es brachte mir Flannerys Sehnsüchte, Wünsche und Ängste noch näher. Ich konnte mich wirklich voll und ganz in sie hineinversetzen.Der Schreibstil:Ein weiterer Pluspunkt; denn er ist gespickt mit unglaublich viel Wortwitz und unterhaltsamen Metaphern, liest sich leicht, flüssig und ist überraschend packend, so das man förmlich durchrauscht, durch die Geschichte.Fazit:Für mich war "Das Glück hat vier Farben" ein wirklich gelungenes Jugendbuch, ja sogar ein echtes Highlight und genau deshalb möchte ich es Euch unbedingt ans Herz legen, sofern ihr für dieses Genre offen seid !

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  • Eine Geschichte voller kleiner Geschichten

    Das Glück hat vier Farben
    Esme--

    Esme--

    04. May 2017 um 18:07

    Inhalt: Seit Flannery denken kann, ist sie in ihren Sandkastenfreund Tyrone verliebt. Doch Tyrone hat ganz andere Prioritäten. Als beide für ein Schulprojekt ein Zweierteam bilden, muss Flannery bald feststellen, dass ihre große Liebe stets nicht da ist, wenn sie ihn dringend braucht. Die Aufgabe des Projekts besteht darin, ein Angebot für ein Produkt zu machen, für welches kein Bedürfnis besteht. Bedarf und Nachfrage müssen also erst geschaffen werden. Flannerys erste Idee, der Entwurf eines Designerpümpels, wird von Tyrones Vorschlag abgelöst. Tyrone ist sich sicher: Herstellungsaufwand sowie geringe Herstellungskosten machen Liebestränke zu einer guten neuen Geschäftsidee. Bald schon beginnt Flannery mit den Vorbereitungen. Es stellen sich viele Fragen. Jedes Problem muss sie alleine angehen, denn Tyrone vertröstet die Freundin immer wieder von neuem. Irgendwie gelingt es Flannery ihr eigenes chaotisches Leben zu meistern und auch noch das Projekt voranzutreiben. Schließlich reicht ihr ein Wort oder ein Blick von Tyrone, wenn sie sich mal kurz auf dem Schulflur treffen. Die Hoffnung bleibt bestehen: Irgendwann wird Tyrone Zeit finden. Irgendwann werden beide zusammen ausgehen und irgendwann wird er sie bestimmt auch küssen ... Schreibstil: „Das Glück hat vier Farben“ ist eine unglaublich komplexe Geschichte. Sie besteht aus vielen kleinen wundervollen Erzählungen aus Flannerys Vergangenheit. Zugleich werden die einzelnen Charaktere liebevoll beschrieben. Hier gibt es zum Beispiel Miranda, Flannerys Mutter, die mit einer Tiara und Leopardenfellmantel durch das Einkaufszentrum läuft. Anstatt ihrer Tochter dabei zu helfen einen Badeanzug zu finden, spielt sie lieber mit einer Videodrohne und lässt sich selbst mit der eingebauten Kamera filmen. In ihrer Freizeit schreibt Miranda einen Erziehungsblog, in dem sie intime Details ihrer Tochter postet. Wenn Flannery anmerkt, dass sie diese Zurschaustellung ihres Lebens nicht billigt, dann steht ihr Argument, das ihrer Privatsphäre, gegen das ihrer Mutter: Meinungsfreiheit. Flannery hat es nicht leicht. Die Mutter kann sich nicht mehr an den Erzeuger ihrer Tochter erinnern, dabei sehnt sich Flannery doch so sehr nach dem Vater, der ihr so ähnlich sein soll. Der Bruder, den Flannery nie haben wollte, bekommt die Drohne geschenkt, anstatt dass Miranda ihrer Tochter ein Biologiebuch kauft oder die längst fällige Stromrechnung bezahlt. Stattdessen soll Flannery ans Telefon gehen, wenn die Behörde anruft. Sie soll den Tod der Mutter vortäuschen und Mitleid erregen. So ist Flannerys Leben. Als wäre das nicht schon genug, scheint sich mit Beginn des Schulprojekts auch die beste Freundin Amber zu verändern. Ihr Teampartner ist ein cooler Musiker. Von einem Tag auf den anderen verändert sich Amber. Sie spricht nur noch von Gary, hängt mit dessen Freunden ab und es gibt kein „ich“ mehr sondern nur noch ein „wir“. Und dieses Wir beinhaltet nicht Flannery. Flannery ist bereit das Schulprojekt irgendwie in Angriff zu nehmen. Sie besorgt Flaschen, entwickelt eine Rezeptur. Sie interviewt sogar eine Wicca. Immer wieder versucht sie Kontakt zu Tyrone aufzunehmen. Doch dieser meldet sich entweder nicht oder er versetzt sie im letzten Moment. Und dann sieht sie ihn plötzlich, wie er ein wundervolles Gemälde an eine Mauer sprayt. Die Enttäuschung, ob seiner Versetzungen, verglüht im selben Moment, wo Flannery Tyrone erblickt. Es ist seine Art, sein Aussehen, sein lässiges Auftreten und seine stets verständnisvolle Art, die Flannery jeden Fehltritt sofort vergessen lässt. Der Schreibstil dieser Geschichte ist außergewöhnlich. Viele kleine Geschichten ranken sich um die einzelnen Charaktere. Hierdurch entsteht nicht nur eine unglaubliche Figurentiefe, auch sorgt die Autorin für skurrile Lebenssituationen. Der Leser klebt an den Seiten und vergisst für einen Moment, dass er ja eigentlich ein Schulprojekt und eine schöne Liebesgeschichte verfolgen sollte. Stattdessen begreift er, dass keiner der einzelnen Charaktere es wirklich leicht hat. In einem Moment ist die Welt noch in Ordnung, im nächsten schlägt das Schicksal wieder erbarmungslos zu. Neben schrulligen Charakteren, einem aufregenden und zugleich auch ein wenig verrücktem Handlungsstrang, gibt es auch noch diese zarte Liebesgeschichte. Flannery empfindet viel für Tyrone. Sie braucht ihn nur zu sehen, schon vergisst sie jeden seiner Fehltritte. Sie sieht ihn durch die sprichwörtliche „rosarote Brille“. Diese erste Liebe wird sehr glaubwürdig dargestellt. Es ist dieses Gefühl, was einen einfach alles tun lässt, was nicht hinterfragt, sondern einfach nur opfert. Es ist schön zu beobachten und zugleich auch traurig mit anzusehen, wie Flannerys Liebe alles übersteht, aber auch zugleich kaum eine Erwiderung erfährt. Fazit: „Das Glück hat vier Farben“ ist eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an gepackt hat. Viele kleine Geschichten beleuchten das Leben der Protagonistin und stellen die Nebencharaktere im Detail vor. Die Lebendigkeit dieser Erzählungen, aber auch die Schrulligkeit der einzelnen Charaktere, die Weisheit, die hinter den Worten der Autorin steckt, sorgen für vollkommenen Lesegenuss. Hier erfährt der Leser, wie zerbrechlich das Leben sein kann, er wird Zeuge von Freundschaften, um die es zu kämpfen lohnt, die aber leider nicht für immer bestehen können und einer ersten Liebe, die bedingungslos gibt und nichts dafür fordert. Dieses Buch möchte ich an Leser/innen weiterempfehlen, die eine vielschichtige und fesselnde Geschichte suchen und zugleich liebevoll gestaltete und schrullige Charaktere kennenlernen wollen. Buchzitate: Mütter können nicht die Freundinnen ihrer Töchter sein. Sie sind ihre Mütter. Höchstens später im Leben, wenn die Mutter eine alte Dame ist und ein kleines trübes Glas mit ihrem Gebiss auf dem Nachttisch hat und ihre Tochter selbst sechs Töchter hat, dann können sie vielleicht Freundinnen sein. - Miranda (Flannerys Mutter) zu ihrer Tochter - Jetzt gerade sitzt sie mit krummen Schultern in ihrem Leopardenfell-Fummel und schmollt mit gerunzelter Stirn. „Tu das nicht mit deiner Stirn“, sage ich. „Sonst brauchst du Botox.“ - Flannery zu Miranda -

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  • Das Glück hat vier Farben

    Das Glück hat vier Farben
    Bookeater17

    Bookeater17

    02. May 2017 um 18:36

    Seit sie denken kann, ist die sechzehnjährige Flannery in Tyrone verliebt. Aber wann genau ist aus ihrem Sandkastenfreund ein Rebell und der coolste Junge der Schule geworden? Flannery, die sich oft in den Erinnerungen daran verliert, wie einfach früher alles war, beobachtet mit Erstaunen, wie die Welt um sie herum immer schneller kreist. Doch dann kommt ihr für ein Schulprojekt eine folgenreiche Geschäftsidee: Sie fertigt Liebestränke für die Mitschüler an - und ein regelrechter Hype wird ausgelöst. Plötzlich geht das Gerücht um, dass die bunten Mixturen tatsächlich wirken ...Das erste Jugendbuch der Booker-Prize-Kandidatin Lisa Moore: Ein ebenso kluger wie komischer Roman über die Suche nach dem Glück, der voller kleiner und großer Weisheiten steckt

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  • ine sehr nachdenkliche Geschichte, die mich leider durch die Schreibweise nicht ganz überzeugen konn

    Das Glück hat vier Farben
    Ruby-Celtic

    Ruby-Celtic

    30. April 2017 um 11:28

    Die Schreibweise der Autorin ist sehr distanziert, kühl. Dennoch konnte ich insgesamt sehr leicht folgen. Mir hat diese doch sehr untypische Schreibweise es jedoch sehr schwer gemacht, einen Bezug zum Buch und zu den Charakteren zu bekommen.Erzählt wird alles in der Ich-Perspektive, welche jedoch nicht so gefühlvoll umgesetzt wurde wie ich es mir gewünscht hätte. Mein Bezug zu Flannery konnte nicht wirklich aufgebaut werden, was es mir insgesamt sehr schwer gemacht hat.Flannery ist ein ausgefallener Charakter, welcher viele verschiedene Züge beinhaltet. Man merkt ihr durchaus an, dass sie 16 Jahre sein soll doch gleichzeitig ist sie als Erzählerin sehr distanziert und kühl mit allem. Ich konnte sie nicht richtig einschätzen, konnte ihre Gefühle und Wünsche nur lesen und nicht wirklich wahrnehmen. So war sie für mich leider kein Charakter, der im Kopf hängen bleibt.Alle weiteren Charaktere im Buch wurden zwar aufgegriffen und im Großen und Ganzen auch charakterisiert, dennoch konnte ich auch zu diesen keinen wirklichen Bezug aufbauen.Die Umsetzung der Geschichte ist im Gesamten ganz schön umgesetzt worden. Wir haben hier ein Mädchen, welches an ihrer einen großen Liebe festhält und erst nach und nach merkt dass man sich manchmal in gänzlich unterschiedliche Richtungen entwickelt. Sie lernt die Entwicklungen kennen, wenn Freunde und man selber erwachsen wird.Im Grunde muss ich sagen, dass mir die Geschichte selber sehr gut gefallen hat. Doch hatte ich bezüglich der Schreibweise unheimliche Schwierigkeiten immer dabei zu bleiben. Es viel mir so unglaublich schwer dran zu bleiben, mich der Charaktere nicht zu entziehen und einfach aufzugeben.Ich denke, jedem der mit der distanzierten Schreibweise zurecht kommt der dürfte hier ein schönes Leseerlebnis erleben können. :)Mein Gesamtfazit:Mit „Das Glück hat vier Farben“ hat Lisa Moore eine interessante Geschichte über Freundschaft, Liebe, die persönliche Entwicklung und der Einsicht geschrieben. Man begleitet die junge Flannery auf den Weg zum Erwachsen werden und erkennt, dass sich auf diesem Weg innerhalb kürzester Zeit einige Dinge in verschiedene Richtungen entwickeln können.

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  • Coming of Age Story, die keine Klischees bedient

    Das Glück hat vier Farben
    Nabura

    Nabura

    29. April 2017 um 11:13

    Flannery ist sechzehn Jahre alt und in Tyrone verliebt, seit sie denken kann. Als Kinder haben sie vieles gemeinsam unternommen, doch dann ist er weggezogen. Nun gehen sie beide wieder auf die gleiche Schule. Aus Tyrone ist ein Rebell geworden, der Graffitis sprüht und ständig die Schule schwänzt. Für ein Schulprojekt müssen die beiden gemeinsam ein Produkt entwickelt. Tyrone schlägt Liebestränke vor und verschwindet dann wieder tagelang. Wird er Flannery helfen? Unterdessen hat ihre beste Freundin Amber einen neuen Freund und entfernt sich zunehmend von ihr. Und ihre Mutter gibt das wenige Geld, das sie als Sozialhilfeempfängerin hat, lieber für Spielzeug für ihren Sohn aus als für die Stromrechnung und Flannerys Schulbücher. Kann Flannery in diesem Chaos für sich selbst einstehen?Das Cover und der Titel des Buches spielen auf die Liebestränke an, die Flannery und Tyrone für ihr BWL-Projekt entwickeln. Zu Beginn des Buches lernt man Flannery kennen, welche die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt und dem Leser zunächst einen groben Überblick über ihr Leben gibt. Da gibt es ihre große Liebe Tyrone, der fast nie in der Schule ist und sie kaum beachtet; ihre beste Freundin Amber, für die Schwimmen wichtiger ist als Schule; ihre alleinerziehende Künstler-Mutter, die nicht mit Geld umgehen kann und ihren kleinen Bruder Felix, auf den Flannery ständig aufpassen muss. Alles in allem hat Flannery kein perfektes Leben, aber sie hat sich damit arrangiert und Menschen, die zu ihr stehen.Schon nach kurzer Zeit geraten die Dinge in Bewegung. Nach wenigen Seiten wird Tyrone Flannerys Partner für das BWL-Projekt. Endlich eine Chance, mehr Zeit mit ihm zu verbringen! Auch Amber wird ihrem Schwarm zugelost, mit dem sie kurz darauf zusammen kommt. Nun will sie aber lieber Zeit mit ihm und den Freundinnen seiner Bandkollegen verbringen als mit Flannery. Und auch dass ihre Mutter gerade wieder absolut pleite ist macht die Situation nicht einfacher. Flannery muss lernen, für sich selbst einzustehen und zu entscheiden, in welche Dinge es sich lohnt, Energie zu stecken.Die Autorin setzt viele Rückblenden ein. In diesen erinnert sich Flannery meist an ihre Kindheit, sodass man als Leser die Beziehung zu ihrer Mutter, Amber und Tyrone besser verstehen konnte. Allerdings sind Flannerys Gedankengänge nicht sonderlich geordnet, sodass ich manchmal verwirrt war, und sie holt weit aus. Außerdem werden wichtige Fakten vertauscht, zum Beispiel ist Tyrone erst am gleichen Tag geboren und plötzlich zehn, während Flannery neun ist. Auch in der Gegenwart grübelt Flannery viel und setzt sich mit ihrer Situation auseinander. Zum einen beschäftigt sie ihre Schwärmerei und die Probleme mit der besten Freundin. Ich muss zugeben, dass ich weder Tyrone noch Amber sonderlich sympathisch fand. Sie sind beide sehr egozentrische Personen, die Flannery in wichtigen Momenten im Stich lassen. Zum anderen wird das Thema Armut angesprochen. Ich fand es zwar merkwürdig, dass Flannery sich gar nicht damit beschäftigt, ob sie mit einem Aushilfsjob ein wenig eigenes Geld verdienen könnte. Doch sie gibt emotionale Einblicke, wie sie sich fühlt, wenn ihre Mutter ihr nicht mal ein Biobuch kaufen kann, die mich nachdenklich stimmten.Die Geschichte entwickelt sich anders, als ich es zu Beginn erwartet hätte. Das fand ich sehr gut, denn viele Klischees werden damit nicht erfüllt. Die Atmosphäre wird zunehmend bedrückend und zeigt, dass manchmal eben nicht alles so läuft, wie man es gerne hätte. Trotz der Masse an kritischen Situationen in kürzester Zeit fand ich die Entwicklung der Charaktere authentisch. Die Entwicklungen rund um den Liebestrank fand ich witzig, sie lockern die Stimmung zwischendurch wieder auf. Das Ende ist schließlich definitiv kein rosa Zuckerguss, es rundet die Geschichte versöhnlich und stimmig ab.„Das Glück hat vier Farben“ ist eine Coming of Age Story, in der die sechzehnjährige Flannery gemeinsam mit ihrem Schwarm Liebestränke für ein Schulprojekt entwickeln will. Doch der lässt sich nur selten in der Schule blicken, ihre Freundin hat kaum mehr Zeit für sie und ihre alleinerziehende Mutter ist wieder völlig pleite. Die Geschichte bedient keine Klischees, sondern spricht wichtige Themen an. Ich empfehle das Buch an Jugendliche weiter, die Lust auf eine Geschichte haben, in der einige Dinge anders verlaufen als gedacht.

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  • Ein Chaos der Gefühle, das mächtig unter die Haut geht.

    Das Glück hat vier Farben
    merlin78

    merlin78

    28. April 2017 um 14:19

    Seit sie denken kann, ist Flannery Mallone in Tyrone verliebt, doch irgendwann hat sich Tyrone verändert, während Flannery noch immer das brave Mädchen ist, dass sich um ihren kleinen Bruder kümmert und ihrer Mutter Miranda hilft, den Haushalt zu schmeißen. Dabei möchte sie so gerne Tyrones Freundin sein, doch dieser hat sich zu einem Rebellen entwickelt und lässt sich kaum noch in der Schule blicken. Er ist ein Graffiti-Sprayer und besitzt ein eigenes Motorrad, mit dem er haufenweise Mädchen aufreißt. Sehr zu Flannerys Verdruss. Als dann auch noch Flannerys beste Freundin Amber mit Gary Bowen, einem Sänger, zusammenkommt, passt so gar nichts mehr in ihren Alltag. Jetzt muss sie erkennen, wie schwer es ist, mit 16 Jahren den Balanceakt zwischen Freundschaft, Liebe und Respekt zu bewältigen.Herzlich, authentisch und ehrlich, so lässt sich das Werk am besten beschreiben, denn Autorin Lisa Moore erweckt durch ihre Worte die junge Flannery zum Leben und lässt ihre Welt farbenfroh und glaubwürdig entstehen.Wie sieht sich Flannery selbst:(Zitat aus "Das Glück hat vier Farben)Name: Flannery MalloneWie ich aussehe:1)  Sommersprossen (Gebranntes Siena)2)  Helle Haut (Silber)3)  Grüne Augen (Seegrün) …4)  … mit kleinen braunen Sprenkeln (Rohes Siena)5)  Schlaffe, schnurgerade orangefarbene Haare bis zu den Schultern (Sonnenglanz)6)  1,70 auf Zehenspitzen7)  Dünn, bis auf die Brüste, die ich glaube, das kann man so sagen, dick sindIm Fokus des Geschehens steht die junge, sympathische Flannery, die das Herz am rechten Fleck hat. Obwohl sie aus einer sozialschwachen Familie stammt und ihre Mutter arbeitslos und alleinerziehend ist, schafft sie es dennoch, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen. Für ihre 16 Jahre ist Flannery zwar noch etwas naiv, doch dafür bereits verantwortungsbewusst und fürsorglich. Für ihren kleinen Bruder Felix gibt sie alles und für ihre Freunde würde sie durchs Feuer gehen.Natürlich stehen die großen Gefühle hier im Mittelpunkt, schließlich befindet sich die Protagonistin an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Die Schriftstellerin hat es herrlich geschafft, die großen und kleinen Emotionen einzufangen und Flannery lebendig erscheinen zu lassen.Zusätzlich hat Lisa Moore es wunderbar geschafft, Flannerys Vergangenheit mit der Gegenwart in Einklang zu bringen. Sie erzeugt durch ihre Worte eine glaubhafte Kulisse und baut die junge Protagonistin facettenreich auf. Es fällt also sehr leicht, sich auf die Erzählung einzulassen.   Ein Chaos der Gefühle, das mächtig unter die Haut geht.Mein persönliches Fazit:Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und innerhalb weniger Stunden habe ich die Geschichte vollständig verschlungen. Besonders schön ist es mitzuerleben, wie Flannery mit jedem Schicksalsschlag noch erwachsener und mutiger wird. Sie lässt sich trotz diverser Rückschläge nicht entmutigen und findet ihren eigenen Weg, der mich absolut überzeugt hat. Sie ist mir von Anfang an sympathisch und herzlich erschienen und ich habe mit ihr gebangt, gehofft und gefreut.„Das Glück hat vier Farben“ gehört definitiv mit zu den positiven Werken, die für gute Laune sorgen, aber auch zum Nachdenken animieren. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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  • Das Glück steckt im Detail

    Das Glück hat vier Farben
    MelE

    MelE

    27. April 2017 um 06:29

    "Das Glück hat vier Farben" steckt voller Überraschungen. Die behandelten Themen sind genau darauf abgezielt, dem empfohlenen Lesealter ab 14 Jahren eine Story zu bieten, die sie auf ihr eigenes Leben anwenden könnten. Mobbing, Freundschaften, die erste große Liebe und der Druck eines Schulprojekts, welches auf Flannery einstürmt. Die meisten jungen Mädchen werden sich hier und da mit Flannery identifizieren können. Mich hat der Roman überrascht, da ich durch Klappentext und Cover keinen wirklichen Tiefgang erwartet hätte. Die Story ist oft amüsant, hat aber zwischendurch klingt ein leicht  wehmütiger Unterton durch. Flan ist eine echte Persönlichkeit, denn ihr gelingt es sich durchzuschlagen, notfalls alleine und ohne die Hilfe ihrer Mutter. Ihre Mutter ist Künstlerin und sucht ihre eigene Selbstverwirklichung. Manchmal vergisst sie dabei, Prioritäten zu setzen, was zum Beispiel auch den Kauf eines dringend benötigten Biobuchs betrifft oder die Zahlung des Stroms. Auch Tyrone ist ein Künstler, denn er verarbeitet Erlebtes innerhalb seiner Familie durch Sprayen.Das Schulprojekt sollte eigentlich eine Gemeinschaftsarbeit werden, aber Flan muss sich selbst um Planung und Ausführung der Liebestränke kümmern, die letztendlich einschlagen wie eine Bombe. Ob die Tränke nun wirklich funktionieren oder nicht, bleibt dahingestellt, was letztendlich nicht funktioniert oder eine andere unerwartete Wende nimmt, ist Flans eigenes Liebesleben. Der angenehme Schreibstil, die kurzen Kapitel und die angemessene Schriftgröße lassen mich als Leserin förmlich durch das Buch fliegen. Für das angegebene Lesealter ist "Das Glück hat vier Farben" wirklich zu empfehlen. Es liest sich flott, regt zum Nachdenken an und beinhaltet Themen, die angemessen sind für die junge Leserschar. Mich hatte das bunte Cover angesprochen und daher freute ich mich sehr darüber, das Buch lesen zu dürfen. Wirklich bunt ist nur das Kleeblatt und wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die vielen kleinen Punkte nur aus vier Farben bestehen, die sich mit dem Inhalt des Romans auseinandersetzen. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für "Das Glück hat vier Farben", da ich die Story als sehr gelungen empfunden habe, denn sie bleibt nicht oberflächlich, sondern entwickelt von Seite zu Seite echten Charme, der mich letztendlich für sich einnehmen konnte. Flannery als Protagonistin ist deutlich gezeichnet und ihre Probleme nehmen nicht Überhand, sondern gestalten sich zwar oft als schwierig und sind dennoch auf die eine oder andere Weise lösbar. Ihre innere Stärke wird deutlich und zeigt eine junge Frau, die sich weiterentwickelt und trotzdem auch immer noch den Wunsch hegt liebenswert zu sein und ihre Wurzeln zu finden. Es hat mich beeindruckt, wie sie trotz einiger Steine die ihr in den Weg gelegt werden das Projekt beendet und ihre eigenen Schwächen überwinden konnte.  ★★★★★

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