Lisa Nienhaus Die Weltverbesserer

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Inhaltsangabe zu „Die Weltverbesserer“ von Lisa Nienhaus

Reichtum und Bankrott, Erfolg und Untergang, Gier und Glück: Die großen Fragen des Lebens sind Fragen der Wirtschaft. Die Denker der Wirtschaft verändern die Gesellschaft, zetteln Revolutionen an, prophezeien Katastrophen und spalten mit ihren Ideen das Volk. In diesem Buch lernen wir 66 von ihnen kennen. Das sind die einfallsreichsten Ökonomen aller Zeiten, aber auch Schriftsteller, Politiker, Philosophen - jeder von ihnen mit seiner ganz eigenen Biografie. Wir lesen, wie der Nobelpreisträger Amartya Sen zum "Anwalt der Armen" wurde, wieso Charles Dickens sich als radikalen Liberalen sah und warum Ludwig Erhard Banken nicht gerettet hätte.

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  • Umfassende komprimierte Einführung

    Die Weltverbesserer

    michael_lehmann-pape

    16. April 2015 um 13:47

    Umfassende komprimierte Einführung Das „immer mehr immer weniger bringt“, das der „erste Schluck Wasser lebensnotwendig“, jeder weitere Schluck aber immer weniger wichtig wird, bis Wasser zum Waschen von Autos benutzt wird, weil es so wenig wert ist, das ist die Erkenntnis de Herrmann Heinrich Gossen, die gar nicht so weit entfernt ist von der Prognose, dass der Kapitalismus an sich selbst zugrunde gehen wird ob einer zunehmenden „Wertlosigkeit“ (Karl Marx). Dass dies Adam Smith anders sieht und John Maynard Keynes wiederum Adam Smith nicht für der Weisheit letzter Schluss hält, sondern es eben anders denkt, all das ist Teil dieser Zusammenstellung von sehr komprimierten und dennoch aussagekräftigen Portraits vieler, vieler „Denker der Wirtschaft“. Auch wenn die Tendenz des Werkes in all seinen einzelnen Würdigungen und Betrachtungen durchaus in Richtung einer Kritik an „entfesselten Kapitalmärkten“ zu verstehen ist (was bei der schieren Fülle der behandelten Denker der Ökonomie weniger an den Autoren, mehr aber an den Erkenntnissen der Ökonomen selbst liegen dürfte), die „Pole“ kommen durchaus zu Wort in diesem Buch. Von Ayn Rand und ihrem „ent-schränkten Egoismus“ der völligen Freiheit von Markt und Mensch zum konsequenten Liberalismus eines Milton Friedmann hin zu jenem „Geld allein macht auch nicht glücklich“ des Richard Easterlin oder gar der ökonomischen „Ehe-Theorie“ Gary Beckers, tatsächlich alle nur denkbaren Bereiche der ökonomischen Theorien, von Geldschwemme bis Globalisierung, von scharfer Kritik am „entfesselten Kapitalismus (Polany) bis hin zum uneingeschränkten „Lob des Egoismus“ (Alan Smith), der Leser findet im Buch einen reichhaltigen Überblick über die vielen verschiedenen grundlegenden Haltungen zur Ökonomie und deren Verständnis und Steuerung, als auch die wichtigsten Einzelthemen (in Teilen wieder hoch aktuell), wie „Geldschwemme“, „Der Markt braucht Moral“, die notwendige „starke Rolle des Staates“ oder „Der Abstieg der Nationen“. Jeweils geben die knappen Portraits die wichtigsten Informationen zu den grundlegenden biographischen Daten der einzelnen Ökonomen und richten dann ihr Augenmerk auf meist „den einen“ grundlegenden Gedanken, der das Werk und Denken der Portraitierten getragen hat (oder noch trägt). Im Gesamten bietet das Buch einen sehr breiten, flüssig verfassten und verständlichen Blick auf die verschiedenen Haltungen und Herangehensweisen der Ökonomen an die Frage des „guten Wirtschaftens“ vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Die Motivation für Vertiefungen zu den einzelnen Themen und Grundrichtungen liegt dann allerdings beim Leser. Für ein genaueres Verständnis bestimmter Ansätze und Ansichten bedarf es einer weitergehenden, dann gezielt ausgewählten Lektüre. Aber für diesen angestrebten breiten Blick ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen.

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