Lisa O'Donnell Bienensterben

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Inhaltsangabe zu „Bienensterben“ von Lisa O'Donnell

Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht.
Mit schnörkelloser Präzision, großem Einfühlungsvermögen und finsterem Humor erzählt Lisa O’Donnell die verstörend komische Geschichte dreier verlorener Seelen, die für sich selbst keine Verantwortung tragen können, aber füreinander bedingungslos einstehen.

Eine Geschichte über Schwestern, die ihre eigenen Eltern begraben und sich durchs Leben schlagen mit ungewöhnlichen Freunden.

— AnjaSc

Schräg und vorlaut erzählte todtraurige Geschichte mit dem Silberstreifen am Horizont

— ichundelaine

Für mich eine große Enttäuschung

— Amber144

Makabre, bedrückende Geschichte über zwei vernachlässigte Teenager

— schnaeppchenjaegerin

Erschreckend, mit viel Einfühlungsvermögen

— Pergamentfalter

Der Roman „Bienensterben“ ist unfassbar, unglaublich, verrückt und außerordentlich lesenswert!

— Regenblumen

Manche Kinder sind ohne ihre Eltern besser dran ... super Buch aus der Sicht von zwei vernachlässigten und missbrauchten Kindern.

— ConnyMc

Nichts für sehr schwache Nerven. Verstörend-schön.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein sehr gutes Buch, das traurig und schön zugleich ist.

— birdsong

Erschreckend authentisch, könnte durchaus auch in Deutschland passiert sein.

— Sonne63

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  • Rasch gelesen, aber ich kann nicht sagen ob es mir gefallen hat

    Bienensterben

    AnjaSc

    27. September 2017 um 18:01

    Inhalt: Marnie und Ihre Schwester sind völlig auf sich gestellt nach dem Tod der Eltern und müssen sich jetzt alleine durchs Leben schlagen. Waschen, putzen, Leichen entsorgen, Hausaufgaben machen und einen Job finden, damit alle Rechnungen bezahlt werden können. Die Situation bleibt natürlich nicht sonnig, denn die Lügen häufen sich, Probleme entstehen und es fällt dann doch auf, dass die Eltern weg sind. Das ganze eskaliert durch den plötzlich auftauchenden Großvater, den niemand kennt, den Dealer Mick, der noch Geld zu bekommen hat von dem Vater der beiden Mädchen und nicht zuletzt als die Schule die Eltern sehen möchte, wegen der Fehlzeiten von Nelly. Sie finden aber auch Verbündete mit denen sie nicht gerechnet hätten und kommen daher eine ganze Weile mit der aktuellen Situation durch und auch klar. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt und so erhält man einen Gesamteindruck der Geschichte. Fazit: Nachdem mich Arthur Gordon Wolf mit seiner Rezension bei den Bookaholics mächtig angefixt hatte, habe ich mir das Buch besorgt. Leider war mir Marnie nicht sympathisch und irgendwie bin ich immer wieder mit ihrer Art angeeckt. Sie bezeichnet ihre kleine Schwester ständig als dumm oder minderbemittelt und findet sich selber ganz toll. Sie arbeitet für einen Dealer, mit dem sie auch gelegentlich ins Bett geht - obwohl sie weiß, dass er verheiratet ist und sie ist anscheinend hochbegabt. Eine Entwicklung in den Charakteren ist durchaus festzustellen während der Geschichte, denn das müssen die beiden Mädchen auch. Lennie, der alte einsame Mann und Nachbar ist eine tolle Figur in diesem Buch und leider wird er schwer gebeutelt vom Leben, aber er ist für die Mädchen dar und nimmt vieles auf sich um sie zu schützen. Im Ganzen muss ich dann leider sagen: Das alles war mir zu viel und ich konnte weder den Humor noch das Einfühlungsvermögen in dem Buch finden, von dem im Klappentext die Rede war. Die ganze Situation würde ich als extrem beklemmend und surreal beschreiben. Ich gestehe, dass ich von der Geschichte so gefesselt war, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe, aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann kann ich jetzt nicht sagen, wie und ob mir der Roman wirklich gefallen hat. Eine Bewertung bleibt von mir an dieser Stelle aus - denn ich sehe mich nicht in der Lage diese abzugeben.

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  • Für mich eine große Enttäuschung

    Bienensterben

    Amber144

    08. May 2017 um 12:57

    Das Buch habe ich wegen seinem Klappentext unbedingt haben wollen. Außerdem findet man überall sehr gute Rezensionen dazu und deswegen musste es mit.Es lag lange Zeit bei mir und ich habe es mehrfach angefangen und immer wieder abgebrochen. Nun habe ich es beendet.Die vielen Personen haben mich am Anfang völlig verwirrt. Teilweise werden nur ein paar kurze Sätze auf einer Seite von einer Person veröffentlicht und dann kommt schon wieder die nächste Person.Das Thema ist bedrückend, aber für mich wurde es falsch rüber gebracht und hat mich nicht gefangen genommen.Der Schreibstil ist stellenweise sehr vulgär und unpassend. Für mich war es leider das völlig falsche Buch. Man hätte das Thema auf andere Weise auch veröffentlichen können, z.B. als normale Textform und nicht mit so vielen unpassenden Personensprüngen. Wirklich schade, deswegen nur 2 Sterne von mir.

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  • Makabre, bedrückende Geschichte über zwei vernachlässigte Teenager

    Bienensterben

    schnaeppchenjaegerin

    06. March 2017 um 18:57

    Zu Beginn des Romans wird der Leser unmittelbar mit dem Tod der Eltern von Marnie und Nelly konfrontiert. Der Vater liegt seit mehreren Tagen tot im Bett und die Mutter baumelt erhängt in der Gartenhütte. Scheinbar ohne Skrupel und emotionslos verscharren die beiden Schwestern den Vater unter Lavendel, als der Verwesungsgeruch im Haus unerträglich wird. Die beiden unterschiedlichen Mädchen - die hübsche, sensible, musikalisch begabte Nelly und die etwas burschikose, abgebrühte Marnie - vertuschen das Ableben ihrer Eltern und versuchen mit den übrig gebliebenen Ersparnissen über die Runden zu kommen. Um zumindest etwas zu Essen zu bekommen, freunden sie sich sogar mit dem als Perversling verschrienen Nachbarn Lennie an, dem die beiden schon fast verwahrlosten Mädchen Leid tun. Bald kommt es aber nicht nur der Schule, sondern auch ihm seltsam vor, dass die Eltern so lange verreist sein sollen und dann beginnt auch noch Hund Bobby damit, Leichenteile auszugraben...Das Buch ist ähnlich wie ein Tagebuch aufgebaut und erzählt die Geschichte aus den drei Perspektiven der Protagonisten. "Bienensterben" ist ein Roman voll von schwarzem Humor, das Schicksal der Mädchen allerdings traurig. Es ist eine makabre, zu tief bedrückende Geschichte über zwei vernachlässigte Teenager, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen, obwohl es sie völlig überfordert. Lisa O'Donnell schreibt sehr direkt, so dass der Roman nichts für Zartbesaitete sein dürfte, aber genau dieser Schreibstil macht die Geschichte so berührend authentisch. Bis zum Schluss ist man gebannt zu erfahren, ob es für Marnie und Nelly ein positives Ende geben wird und wie dies aussehen soll.

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  • Erschreckend, mit viel Einfühlungsvermögen

    Bienensterben

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 21:18

    Die Geschichte beginnt erschütternd und präzise formuliert, ohne auf den möglicherweise empfindlichen Magen eines Lesers Rücksicht zu nehmen: Nelly's und Marnie's Vater Gene ist seit ein paar Tagen tot, sein Körper hat bereits begonnen zu verwesen. Flüssigkeiten treten aus seinem Körper aus und die Haut hält nicht mehr dicht, als Marnie und Nelly ihn, eingewickelt in ein Laken, die Treppe hinunter und aus dem Haus schleppen, um ihn ihm winterlichen, gefrorenen Garten zu begraben. Ähnlich ergeht es ihrer Mutter. Izzy hatte sich im Schuppen im Garten erhängt und war in einem kaum weniger erbärmlichen Zustand als Gene. Ausgehend davon entwickelt sich eine Geschichte, die im ersten Moment wie die Geschichte zweier Teenager erscheint, deren Eltern es einfach nicht aus dem Sumpf von Alkohol und Drogen schaffen, und die daher allein zurecht kommen müssen. Doch der Schein trügt. Abwechselnd erzählt die Autorin aus der Perspektive von Marnie, Nelly und Lennie und bietet somit unterschiedliche Blickwinkel und die Möglichkeit, die drei Protagonisten persönlich kennenzulernen. Schnell wird deutlich, dass insbesondere die Schwestern gleiche Begebenheiten unterschiedlich einschätzen. Einerseits ist da Nelly mit ihren teils kindlich-naiven Ansichten, die sich weigert, erwachsen zu werden und sich über alles den Kopf zerbricht - auch über das diesjährige "Bienensterben", nachdem sie einen Bericht darüber gesehen hat. Ein Talent auf der Violine, mit einer etwas veraltet wirkenden, aber dennoch gebildet klingenden Sprache. Das vollständige Gegenteil von ihr ist Marnie, die trinkt, raucht und ihre Unschuld schon vor längerer Zeit verloren hat. Sie ist wahrlich eine "Rotzgöre", schafft es aber dennoch ohne Mühe, super in der Schule zu sein. Nach dem erschreckenden Beginn verläuft die Geschichte eher in ruhigeren Bahnen, ehe es erst wieder gegen Ende wirklich spannend wird. Man fiebert mit den Mädchen - erlebt, wie die Beziehung zwischen ihnen und Lennie wächst, wie die Lügen immer schwerer auf den Mädchen lasten, wie sie zunehmend verzweifelt versuchen, den Schein zu wahren... Und doch wirkte die Geschichte fern. Ich als Leser blieb ein Zuschauer und konnte nicht in die Geschichte eintauchen, was mir an manchen Stellen allerdings auch ganz lieb war. Lisa O'Donnell formuliert klar und deutlich, ohne verschönernde und verschleiernde Beigaben. Man muss kaum "zwischen den Zeilen lesen", denn die Aussagen sind präzise. Es sind die ungeschönten Gedanken zweier Mädchen und eines alten Mannes, die mit ihrem Leben zurechtkommen müssen. Die eine an der schwierigen Grenze zum erwachsen, zum Frau werden. Die andere auf der unbewussten Suche nach Zuwendung und einer klaren Richtung und der letzte mit der Last der Vergangenheit auf seinen Schultern. Die Autorin beweist ein großes Einfühlungsvermögen, als sie von den Problemen der einzelnen Charaktere schreibt, von ihrem Leben und ihren Beziehungen. Auch wenn ich ein Zuschauer blieb, erschien die Geschichte real, als könnte sie genau so gerade in irgendeiner verwaisten Kleinstadt stattfinden. So absurd die Geschichte manchmal erscheinen mag, am Ende musste ich mir eingestehen, dass es so etwas in der heutigen Gesellschaft wirklich geben kann. Erschreckend... Gestalterisch war ich zunächst etwas irritiert von dem Cover. Schwarz-weiß, mit zwei Gesichtern im Profil und so manchen Kleinigkeiten. Nach dem Lesen ergibt jedoch so einiges einen Sinn. Nelly und Marnie, umgeben von dem, was sie ihr Leben nennen - nennen müssen. Einerseits Nelly's Violine, Lennie und ein Zuhause, das so wirklich gar keines ist. Andererseits Drogen, Zigaretten und Gewalt. Ein Zwiespalt, in dem die Schwestern von einem auf den anderen Tag allein gelassen werden... FAZIT "Bienensterben" wirkt, als hätte man es aus drei Tagebüchern zusammengesetzt. Schonungslose Wahrheiten, die nicht immer auch für zart Besaitete geeignet sind. Es ist eine Geschichte, die man zunächst gern als reine Fiktion abtun möchte, aber bei der man dann doch irgendwann einsehen muss, dass es tatsächlich real sein kann. Wirklich als spannend bezeichnen möchte ich es nicht, aber es war interessant, den Weg der Schwestern ein Stück zu begleiten. Für die Geschichte und das schreibtechnische Talent der Autorin, Präzision und Einfühlungsvermögen zu verknüpfen, gebe ich gern vier Sterne, doch ein letztes Fünkchen fehlte, damit mich das Buch richtig hätte packen können.

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  • "Ach du meine Güte!"

    Bienensterben

    Regenblumen

    19. December 2016 um 19:28

    Schwarz, weiß, weiß, schwarz – eine Farbkombination, die ich sehr mag. In der Bücherei zog mich das Buchcover des Romans „Bienensterben“ von Lisa O’Donnell daher magisch an und es hat sich gelohnt, diesem Impuls zu folgen. Es war ein überaus spannendes und manchmal sogar empörendes Leseerlebnis! Inhalt Familie. Familie, das sind Nelly, Marnie und Lennie. Doch das war nicht immer so. Bis zu Marnies fünfzehnten Geburtstag haben die beiden Schwestern ihren Nachbarn Lennie gar nicht beachtet. Doch dieser Tag, der zufällig auf Marnies fünfzehnten Geburtstag fällt, ändert alles: Sie finden ihre Eltern tot im Haus und begraben sie im Garten. Niemand soll mitbekommen, dass ihre Eltern gestorben sind. Die beiden Schwestern wollen zusammenbleiben, versuchen irgendwie über die Runden zu kommen und wollen eines bloß nicht: auffallen. Lennie fällt die Abwesenheit der Eltern auf, wo sie sind, weiß auch er nicht und er beschließt sich um die beiden fremden Mädchen zu kümmern. Die drei rücken näher zusammen und es geht ihnen eigentlich ganz gut, wäre da nicht immer diese Frage, die viel zu viele Menschen stellen: „Wo sind eigentlich eure Eltern?“. Und als wäre das nicht genug, verkompliziert sich die Lage auch noch durch das Auftauchen eines weiteren – lange für tot gehaltenen – Verwandten. Bewertung Die Autorin Lisa O’Donnell erzählt die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven. Nelly, Marnie und Lennie erhalten jeweils eine eigene Stimme. Die drei Perspektiven sind gut voneinander zu unterscheiden, da sie zum einen namentlich gekennzeichnet sind, zum anderen sich durch einen eigenen Sprachstil auszeichnen. Lennie blickt immer wieder in die Vergangenheit zurück und wendet sich an seinen verstorbenen Partner. Nelly, die jüngere Schwester, klingt sehr erwachsen und wählt oft altbackene Redewendungen. Marnie, die ältere Schwester, neigt in ihrer Wut zu selbstzerstörerischen Verhalten und sieht die Realität gleichzeitig glasklar vor sich: „Die echten Außenseiter sieht man überhaupt nicht. Die sehen zwar so aus, als würden sie dazugehören, nur wissen sie genau, dass sie es nicht tun. Das sind die Leute, die alles tun würden, um normal zu wirken, dabei wissen sie tief im Inneren, sie sind alles andere als normal.“ (S. 74) Während des Lesens war ich versucht mich auf die Seite der einen oder anderen Person zu schlagen. Im Grunde war das gar nicht möglich, da sich die Hauptcharaktere in ihrer Rolle als Sympathieträger_innen gegenseitig ablösen und aneinander wachsen. Diese Dynamik steigert die Spannung sehr stark! Der Roman „Bienensterben“ ist unfassbar, unglaublich, verrückt und außerordentlich lesenswert!

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  • Hat mich nicht ganz überzeugt ...

    Bienensterben

    engineerwife

    31. March 2016 um 10:10

    Trotz der vielen guten Rezensionen an den bekannten Stellen im World Wide Web kann ich mich der Meinung dieser Leser nicht in allen Punkten anschließen. Ich hatte durch die kurzen Kapitel, die immer zwischen den beiden Schwestern Marnie und Nelly und dem Nachbarn Lennie hin und her sprangen, das Gefühl, mich nicht richtig in die Geschichte vertiefen zu können. Ich wurde einfach nicht warm mit diesen bedauernswerten Mädchen. Am ehesten konnte ich mich mit Lennie anfreunden. Das nahm ja alles eine recht dramatische Wendung mit ihm! Vielleicht war mir die Geschichte beim Zeitpunkt des Lesens einfach ein bisschen zu viel. Ich stelle mich langsam auf den Frühling ein, da ist die Lektüre ein bisschen leichter ;)   

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  • Fazit: Ein sehr gelungener aber auch krasser Roman, der zum nachdenken anregt.

    Bienensterben

    YvisLeseecke

    30. March 2016 um 19:26

    Der Schreibstil war einfach toll. Für mich las sich das Buch sehr flüssig. Ich bin aber auch ein Fan von kurzen präzisen, aussagekräftigen Sätzen. Also wer hier lange detaillierte Schachtelsätze mag, ist bei diesem Buch definitiv falsch. Die Sprache ist auch sehr umgangssprachlich und teilweise sehr vulgär und grob. Es wird nichts beschönigt sondern alles direkt und klar formuliert. Aber dies passt einfach zur Geschichte und zu den Charakteren und lässt dadurch beides sehr authentisch wirken. Der Autor lässt uns hier die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Nelly (12), Marnie (15) und Lennie (ca. 70) verfolgen. Auch das fand ich sehr gut, weil es dadurch an keiner Stelle langweilig oder gar langweilig war. Die Charaktere waren alle sehr gut ausgearbeitet und man konnte die Emotionen und Handlungen sehr gut nachempfinden. Die Geschichte ist echt krass und definitiv nichts für zartbesaitete. Es beginnt sehr rasant und spannend. Dennoch gibt es auch ruhigere Passagen in dem Buch, die dennoch nichts an Spannung verlieren. Das Buch war an keiner Stelle vorhersehbar und konnte mich durchweg überraschen. Auch das Ende hätte ich so niemals vermutet. Fazit: Ein sehr gelungener aber auch krasser Roman, der zum nachdenken anregt.

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  • Geschwister die zusammen halten

    Bienensterben

    luan

    12. March 2016 um 11:34

    Marnie und Nelly hatten leider keine so schöne Kindheit.Beide Eltern waren drogenabhängig. Ein wohlbehütetes Heim und regelmäßiges Essen auf dem Tisch kennen die beiden Geschwister nicht. Nachdem sie beide Eltern tot auffinden, beschließen sie die aus Angst im Heim zu laden, im Garten zu begraben. Der Nachbar Lennie, der perverse Alte, merkt schon bald die Abwesenheit der Eltern. Die Geschwister erzählen ihm, dass die Eltern verreist sind. Solange die Eltern nicht wieder auftauchen beschließt er sich  um die Geschwister zu kümmern...Obwohl die Geschwister sich nicht immer ausstehen können und Marnie, Nelly des öfteren wegen ihrer merkwürdigen Art, eine auf die Rübe hauen könnte, zeigt uns die Geschichte wie stark Geschwisterliebe sein kann. Nelly musste ihrer großen Schwester versprechen, niemanden von den toten Eltern im Garten zu erzählen, die Arme leidet schwer darunter und würde sich Lennie am liebsten anvertrauen. Ich habe Nelly besonders ins Herz geschlossen. Am liebsten spielt sie auf ihrer Geige und hat auch keine Scheu sich auf die Straße zu stellen um anderen was vor zu spielen. Sie spricht wie eine Erwachse und sitzt lieber in der Schulbibliothek wie im Unterricht, weil sie glaubt in der Bibliothek mehr zu lernen wie auf der Schulbank.Auch Marnie ist was ganz besonderes, trotz ihrer unschönen Kindheit hat sie Köpfchenmässig ganz schön was auf dem Kasten. Ihren Schulnoten bestehen nur aus Einser und hält es auch nicht für nötig zu lernen. Da irgendwann das Geld von der Sozialhilfe ausbleibt, muss sie zusehen Geld zu beschaffen um die Miete bezahlen zu können. Die einzige Möglichkeit die sie sieht um an schnelles Geld zukommen, sind Drogen zu verkaufen. Die trauert nicht wie Nelly um ihre Eltern, sie trauert nur darüber was ihre Mutter ihr nie gegeben hat, Liebe, Geborgenheit und Wärme...Mit Lennie hatte ich einfach nur Mitleid. Nicht ohne Grund hat er den Titel "der Perverse" von der Nachbarschaft erhalten. Er mag kaum noch das Haus verlassen und nimmt stillschweigend hin wenn sein Gartenzaun beschmiert wird. Er kümmert sich rührend um die Mädchen, klärt Nelly auf als sie das erste mal ihre Periode bekommt und geht für sie sogar in die Apotheke um ihr Tampons zu kaufen. Ein Schulbrief flattert ins Haus, weil Nelly den Unterricht geschwänzt hat. Lenny gibt sich bei der Schulleitung als Onkel aus um die Mädchen wegen der Abwesenheit der Eltern nicht in Schwierigkeiten zu bringen...Eine berührende Geschichte die uns zeigt wie es Kindern ergeht wenn sie von ihren Eltern vernachlässigt werden und der starke Zusammenhalt von Geschwistern die unterschiedlicher nicht sein können.4 Sterne

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  • Vom Aufwachsen in der Hölle

    Bienensterben

    Babscha

    22. February 2016 um 01:51

    Es ist Weihnachten 2010, als die Schwestern Marnie, 15, und Nelly, 12, im Garten des elterlichen Hauses in einem sozialen Brennpunkt der Stadt Glasgow ihre beiden ungeliebten Erzeuger, die kurz vorher das Zeitliche gesegnet haben,  in einer Nacht- und Nebelaktion notdürtig verscharren. Wie sich das Leben der beiden Mädchen fortan, zumindest im nachfolgenden Jahr, unter dem permanenten und immer stärker werdenden Druck, dass ihr kleines Geheimnis jederzeit auffliegen könnte, so gestaltet, davon erzählt dieses Buch. Und je weiter die Handlung fortschreitet, desto klarer formt sich das bedauernswerte, durchaus realitätsnah gezeichnete Bild von zwei völlig vernachlässigten, verkümmerten Mädchen, die mit ihren durchgeknallten, drogenabhängigen, degenerierten Eltern in einer absoluten Ghettoumgebung aufzuwachsen gezwungen werden. Und das mit sämtlichen Defiziten, die man sich dazu nur vorstellen kann. Ich muss sagen: Hut ab! Vor der Erzählkunst der Autorin, die die ganze traurige Story in permanent wechselnder Perspektive durch die beiden Schwestern und ihren Nachbarn, den alten, nach aussen sonderbaren, im Grunde aber höchst menschlichen, herzensguten Nachbarn Lennie ausbreiten lässt. Sie setzt dabei gerade diese drei Figuren mit  ihren ganzen Eigenheiten so gekonnt in Kontrast und Interaktion zueinander, dass es einfach nur Spaß macht, das Buch zu lesen. Hier Marnie, ein völlig abgedrehter illusionsloser Teenager, geprägt durch negative, unsägliche Erlebnisse in Elternhaus und sozialer Umgebung, rauchend, kiffend, dealend, aber im Grunde hellwach und clever und mit einem IQ auf Höchstlevel gesegnet. Dann Nelly, die Kleine, schüchtern, beobachtend, sensibel, der klassischen Musik zugetan, immer angstvoll und abwartend. Und Lennie, ein Mann um die siebzig, schwul, seit langem  allein lebend, distinguiert, aber voll im Leben stehend, der sich den Mädchen sodann annimmt und seine schützende Hand über sie hält, so gut es eben geht. Bis sich die Schlinge dann irgendwann zuzieht. Eine wirklich außergewöhnliche,  überzeugende Geschichte, in die abzutauchen sich lohnt. Die durchgängig harte, vulgäre, aber nichtsdetotrotz hier völlig angebrachte und den äußeren Umständen entsprechende Sprache des Buches sollte den Leser hierbei allerdings nicht abschrecken. Manchmal ist so was eben so richtig wie erforderlich.

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  • Bezaubernd, drückend, niederschmetternd

    Bienensterben

    NiWa

    Die Schwestern Marnie und Nelly legen auf den Hl. Abend nicht viel wert, weil es auch ihre Eltern nie getan haben. Aber dieses Weihnachten ist sogar für die Geschwister der Gipfel, denn sie stehen vor einem Loch im Garten, das sie für die Leichen ihrer Eltern gegraben haben. Schnell ist ein Vorwand konstruiert, warum Gene und Izzy verschwunden sind. Ja, die Geschwister reden ihre Eltern mit den Vornamen an und eigentlich gehen die beiden Junkies eh keinen ab. Wenn sie nur die Sache mit dem Geld in den Griff bekämen und der Hund des Nachbarn nicht dauernd Gene ausgräbt … Ich habe hier mit einem interessanten Jugendbuch gerechnet und eine erschreckende Geschichte bekommen. Es geht um Marnie und Nelly, beide sind Teenager, und wurden von ihren Eltern - die beide alkohol- und drogenabhängig sind - grausamst vernachlässigt. Nun sind die beiden tot und die Mädchen versuchen allein zurecht zu kommen, aus Angst, der Fürsorge übergeben zu werden. Die Autorin greift zu einem außergewöhnlichen Stil, um die Geschichte zu erzählen. Sie wechselt ständig die Perspektiven zwischen Marnie, Nelly und Lennie, ein vermeintlich perverser Nachbar, der nun ein Auge auf die Mädchen wirft. Marnie ist eher der grobe Typ, die einfach nur versucht, über die Runden zu kommen. Als Stütze kommen ihre schrägen Freundinnen zurecht, denen sie aber auch nicht alles anvertrauen kann. Nelly ist ein Schöngeist, wie er im Buche steht. Fast unvorstellbar, in diesem Milieu, und trotzdem so glaubhaft, dass man sie auf ihrer Geige spielen hört und sich an ihrer gewählten Wortwahl erfreut. Lennie hat es mit der Nachbarschaft nicht leicht, weil er als alter Schwuler den Stempel „pervers“ aufgedrückt bekam, umso mehr interessiert er sich für die Geschwister, um die er sich wahrhaft Sorgen macht. Durch diesen Erzählstil erhält der Roman eine spannende Dynamik, sodass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Bereits zu Beginn habe ich mich im Schicksal der Mädchen verloren, habe sprachlos von Seite zu Seite geblättert und konnte kaum fassen, was diese Menschen alles erdulden müssen und wie sie trotzdem jeden Tag als neue Herausforderung nehmen. Die Geschichte dieses Trios ist bezaubernd, drückend, niederschmetternd. Lisa O’Donnell betrachtet gesellschaftliche Probleme unserer Zeit: Drogen- , Alkohol- und Kindesmissbrauch, Vernachlässigung, Arbeitslosigkeit, und wie wir Menschen dazu neigen, der Einfachheit halber in Schubladen zu denken, um bloß nicht die Wahrheit zu erkennen. Absolut lesenswert!

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    • 10

    clary999

    28. August 2015 um 20:55
  • einfach wundervoll

    Bienensterben

    pamN

    15. August 2015 um 11:01

    Vor dem Lesen hab ich mir das Buch nicht wirklich angeschaut. Ich wusste nicht einmal worum es geht. Ich hab das Buch für mein Wichtelkind gekauft und weil es mir zu viele Mängel hatte hab ich ihr ein neues Exemplar bestellt und das erste behalten. Eine gute Entscheidung.  Die Schwestern Marnie und Nelly müssen plötzlich alleine klarkommen. Ihre Eltern sind tot und liegen vergraben im Garten. Mit der Hilfe ihres Nachbarn Lennie versuchen beide ihr Leben alleine weiterzuleben. Das Cover ist sehr schlicht. Weisser Hintergrund und schwarzes Motiv. Es passt sehr gut zur Geschichte. Die Erzählperson wechselt von Marnie, Nelly und Lennie hin und her. Was super ist denn dadurch sieht der Leser die Geschichte aus den verschiedenen Blickwinkeln. Der Leser ist mehr oder weniger im Kopf der drei Charaktere. Ich konnte gar nichtaufhören zu lesen, auch wenn mich die Arbeit etwas davon abgehalten hat ; ) Die Charaktere sind total unterschiedlich aber die Zuneigung zueinander verbindet sind. Eine kleine etwas andere Patchwork-Familie. jeder hat mit seinen Problemen zu kämpfen aber slle halten zueinander. 

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  • Bienen sterben nicht allein

    Bienensterben

    jenvo82

    Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes: er befasst sich mit emotional aufgeladenen Themen wie Vernachlässigung, Drogenmissbrauch und düsterer, beklemmender Ausweglosigkeit zweier junger Mädchen in ihrem eigenen häuslichen Umfeld. Die beiden Teenager Marnie und Nelly, leben in einer Familie, die im wahrsten Sinne des Wortes total zerrüttet ist. Die Eltern sind drogen-und alkoholabhängig und kümmern sich einen Dreck um ihre Kinder. Die Schwestern obwohl grundverschieden, bemühen sich um den Zusammenhalt ihrer kleinen Welt. Doch eines Tages hat sich die Mutter erhängt und der Körper des Vaters verwest im Schlafzimmer. Marnie und Nelly schaufeln im Garten ein Grab und teilen fortan ein Geheimnis, welches keiner erfahren darf … Vor allem die Intensität der Erzählung, die Sicht aus ganz verschiedenen Erzählperspektiven und das schockierende Szenario an sich fesseln den Leser. Definitiv keine leichte, unbeschwerte Sommerlektüre dafür aber ein hervorragendes Werk über die Menschlichkeit und deren Mangel. Während einerseits die Willkür, die Ausweglosigkeit und Dummheit regiert baut sich andererseits ein regelrechtes Netzwerk aus Hoffnung, Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein auf. Und das alles im untersten sozialen Milieu, einer Gesellschaftsschicht, der man um keinen Preis angehören möchte, erst recht nicht nach Lesen des Buches. Fazit: Ich vergebe 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung, für alle die ein sozialkritisches, inhaltlich tiefsinniges Buch lesen möchten, über welches man auch im Nachgang noch sinniert. Lediglich die derbe, schonungslose Sprachgewalt und wenige Identifizierungsmöglichkeiten mit den Protagonisten (die mir allesamt etwas fremd geblieben sind) führen zum Punktabzug. Ansonsten ein eindrucksvolles Romandebüt.

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    • 10
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Mitreißende Geschichte einer verlorenen Kindheit

    Bienensterben

    Schlehenfee

    29. May 2015 um 15:50

    „Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, den fälschlicherweise alle für einen Perversling halten, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen....“ (aus dem Klappentext) Sozialkritische Romane reizen mich und Lisa O'Donnells Werk „Bienensterben“ hat mich nicht mehr losgelassen. Die Schwestern Marnie und Nelly haben aller Vernachlässigung durch ihre Junkie-Eltern zum Trotz, gute Noten in der Schule, Nelly ist sogar eine begabte Geigenspielerin (durch ein Schulprojekt). Doch natürlich sind sie bzw. sie tun sehr erwachsen, suchen aber eigentlich nur Halt im Leben, vor allem Marnie. Nach außen hin das toughe Glasgower Ghetto-Girl, innen orientierungslos und verletzlich. Sie hat sich schon seit Jahren darum gekümmert, dass der Haushalt lief und ihre Schwester ab und zu etwas Vernünftiges zu essen bekam. Nun muss Marnie außerdem dafür sorgen, dass die Behörden nicht merken, dass ihre Eltern verschwunden sind. Nelly hat ihre eigene Flucht aus der Misere gefunden: sie redet „als ob sie ein Lexikon verschluckt hätte“ (Lennie) und pflegt ihr Streber-Image. Denn es ist schwer im Glasgower Sozialbau-Viertel, ein Leben zu führen, das nicht mit Drogen, Armut und Kriminalität in Kontakt kommt. Lennie versucht es trotzdem, der alternde Schwule ist aber durch eine kompromittierende Situation als Perverser geächtet. Lennie wird zum Halt der Schwestern, zu ihrem Ersatz-Vater und bekommt selbst noch einmal Sinn im Leben. Alle drei Hauptcharaktere schildern in kurzen, prägnanten Kapiteln die Ereignisse in der Ich-Perspektive bzw. als Brief (Lennie). Die Autorin verwendet eine authentische Sprache, es wird auch mal geflucht etc. und die soziale Schicht dadurch deutlich. Alle drei Erzähler sind unverwechselbar geschrieben, selbst wenn die Überschrift nicht den Namen des Erzählers verriete, wüsste man doch schnell, wer da berichtet. Neben der schnörkellosen Sprache ist auch die Handlung mitreißend. Wie Marnie, Nelly und Lennie aus der Situation herauskommen, welche Rolle der plötzlich auftauchende Großvater spielt und ob die Schwestern doch noch ein Leben außerhalb des Ghettos führen können, das ist spannend, so dass die Seiten wie im Flug gelesen sind. Ein großartiger sozialkritischer Roman, für mich besser als „Scherbenpark“!

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  • "Hoffentlich wird mich dieses Lachen immer begleiten."

    Bienensterben

    chuma

    20. May 2015 um 16:07

    Heiligabend in Glasgow: Die 15-jährige Marnie hat Geburtstag und gemeinsam mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Nelly begräbt sie ihren toten Vater im Garten, die tote Mutter im Kohlekasten im Schuppen. Aus Angst vor den Konsequenzen verheimlichen die beiden Mädchen den Tod der Eltern und behaupten diese seien verreist. Zunächst schlagen sich die Schwestern ganz gut - waren sie doch ohnehin oft genug auf sich allein gestellt - doch nach und nach bröckelt die Fassade und als dann auch noch der Hund des alten und vermeintlich perversen Nachbarn Lennie interessiert im Garten gräbt und Lennie beginnt Fragen zu stellen, spitzt sich die Lage zu ... Gestaltung, Stil, Leseeindruck (Broschiert, ISBN: 978-3832197285): Das Cover ist ein wahrer Hingucker: Ein Scherenschnittmotiv, das Details des Buchinhalts widerspiegelt, darin der Titel "Bienensterben", der für sich genommen schon neugierig macht. Die gelackte Schrift, plakativ und schlicht zugleich, ist sehr ansprechend. Der DuMont Buchverlag hat eine Klappenbroschur mit einer tollen Haptik gewählt. Alles in allem gefallen mir das Format und die Gestaltung ausgenommen gut. Wer kein Coverkäufer ist, dürfte jedoch spätestens nach der Lektüre des Klappentextes und des Prologs neugierig geworden sein. Schon lange nicht mehr habe ich einen solch originellen und schockierenden Prolog gelesen. Für mich war nach diesen sieben Zeilen bereits klar, dass mich das Buch begeistern wird – auf die eine oder andere Art. "Bienensterben" ist ein außergewöhnlicher und sehr packender Roman, der beim Lesen die verschiedensten Gefühle hervorruft. Lisa O'Donnell schafft drei wechselnde Erzählperspektiven (Marnie-Nelly-Lennie), durch die der Leser jeweils Ein- und Rückblick in die Geschehnisse und Gefühle der drei Charaktere erhält. Jede Perspektive ist speziell und hebt die Eigenarten und Besonderheiten der jeweiligen Person hervor. Durch dieses Stilmittel schafft die Autorin eine intensive Nähe zu den Handlungsträgern und erlaubt eine differenzierte und detaillierte Sichtweise auf die Ereignisse. Die Spannung bleibt so konstant erhalten und wird im Handlungsverlauf stetig gesteigert. Wir begleiten Marnie und Nelly ein Jahr lang (Winter-Frühjahr-Sommer-Herbst-Winter), erleben mit ihnen und durch sie ein Wechselbad der Gefühle aus Angst, Wut, Verzweiflung, Hass aber auch Liebe, Dankbarkeit und Zusammenhalt. Es ist eine ungewöhnliche Familiengeschichte, die O'Donnell mit sehr viel Feingefühl, Humor und schonungsloser Offenheit erzählt. Die Charaktere sind scharf und detailliert gezeichnet: Marnie mit ihrer schroffen Abgeklärtheit; Nelly, das zartbesaitete, violinspielende, anmutige Mädchen und nicht zuletzt Lennie, der Einsiedler, der so viel Liebe und Feingefühl in sich trägt. Drei Menschen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können und doch eines gemeinsam haben – den Wunsch nach Geborgenheit, Stetigkeit und Familie. Zitat, Seite 142 (Marnie): "Ich weiß, dass ich dankbar sein sollte für Leute wie Lennie, es ist der Wahnsinn, was er alles für uns macht und wie er sich um uns kümmert, aber es macht mir Angst. Keinen Schimmer, warum. Ist einfach so." Auf den Inhalt und die Personen möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, denn dieses Buch sollte jeder für sich selbst entdecken. Die Sprache ist direkt, zuweilen schnodderig und das Beschriebene geht sehr nah. Wer sich nicht sicher ist, ob diese Erzählart einen mitnehmen kann, der sollte das Buch anlesen und dann entscheiden. Ich für meinen Teil hatte bereits beim Prolog eine Gänsehaut und war gefesselt vom Stil der Autorin. Es viel mir sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen (was nicht zuletzt den kurzen Kapiteln geschuldet ist) und hätte es meine Lesezeit zugelassen, so hätte ich es in einem Zug lesen können und wollen. Fazit: Eine ungewöhnliche und fesselnde Geschichte zweier Schwestern, die im Leben nichts geschenkt bekommen haben und sich und ihre Träume dennoch nie aufgegeben haben – eine Geschichte von Freundschaft und Zusammenhalt, die uns auf das Gute im Menschen und in der Welt hoffen lässt. Absolut lesenswert!

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