Lisa O'Donnell Die Geheimnisse der Welt

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Inhaltsangabe zu „Die Geheimnisse der Welt“ von Lisa O'Donnell

Der elfjährige Michael Murray kann zwei Dinge am allerbesten: Ballhochhalten und Geheimnisse bewahren. Seine Familie findet, dass er für Erwachsenenangelegenheiten noch zu jung ist, also lauscht er an Türen. Es ist der einzige Weg, um irgendetwas mitzubekommen. Und Michael hat ein Geheimnis mitbekommen – eines, das vielleicht die Prellungen im Ge-sicht seiner Mutter erklärt. Als das Flüstern zu Hause und in der Nachbarschaft zu laut wird, um es zu ignorieren, fragt sich Michael, ob hinter der ganzen Sache doch mehr steckt, als er dachte. Also macht er sich daran, die Wahrheit herauszufinden, in der Hoffnung, dass dann endlich alles wieder normal wird. Er darf dabei nur ein paar Sachen nicht vergessen: sich auf den bevorstehenden Talentwettbewerb im Dorf vorzubereiten, ein Auge auf seine Erzfeindin »Dirty Alice« zu haben und auf jeden Fall die wässrigen Eintöpfe seiner Granny zu vermeiden. ›Die Geheimnisse der Welt‹ beschwört in einfühlsamer Weise die Ängste und Freiheiten der Kindheit. Es ist ein eindringlicher Roman über die Liebe, den Verlust der Unschuld und die Bedeutung der Familie in schwierigen Zeiten.

Herzerwärmend realistisch und liebevoll gezeichnete Figuren trotz dramatischem Thema. Wundervoll!

— LittleDream
LittleDream

Ein Junge er-trägt ein Familiengeheimnis und erzählt was dieses Geheimnis mit ihm, der Familie und seinen Mitmenschen macht. Gutes Ende :)

— Cappukeks
Cappukeks

Ein Verbrechen, eine Lüge mit bitteren Konsequenzen und der Weg eines Heranwachsenden innerhalb seiner Familie - emotional und packend.

— jenvo82
jenvo82

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  • Schlichte Sprache - ergreifende Wirkung

    Die Geheimnisse der Welt
    LittleDream

    LittleDream

    22. March 2017 um 20:44

    Wie kann eine Autorin es schaffen, aus der Sicht eines Elfjährigen eben jene Monate zu erzählen, die auf die Vergewaltigung seiner Mutter durch einen Fremden im Park folgen?Lisa O´Donnell meistert diese schwierige Aufgabe, indem sie ihren Helden Michael Murray erzählen lässt, was in seinem einfachen Leben als Kind einer Arbeiterfamilie eine Rolle spielt – in kurzen, prägnanten Sätzen, deren Schlichtheit und kindliche Logik uns Lesern häufig mehr berühren als ausschweifende, literarische Formulierungen es könnten.Dabei ist diese Geschichte keineswegs ein Kinderbuch, denn zwischen den Zeilen schwingt oft ein unausgesprochener Sinn. Genauso wie wir Leserinnen ahnen, dass Michaels Erzfeindin „Dirty Alice“ für ihn womöglich gar nicht so „hassenswert“ ist wie er stets behauptet.Der Originaltitel „Closed Doors“ (Geschlossene Türen) sagt mehr über Inhalt und Atmosphäre des Buches als der deutsche Titel.Denn hinter solch einer geschlossenen Tür versteckt sich Michaels Familie (er selbst mit Pa, Ma, Granny) nach dem schrecklichen Erlebnis.Die Gewalttat an der Mutter wird zu einem grauenvollen Geheimnis, an dem die Familie beinahe zu zerbrechen droht. Und doch schafft Lisa O´Donnell es, uns Lesern immer wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht zu zaubern – so herzerwärmend realistisch und liebevoll zeichnet sie ihre Figuren.Wie wichtig der Zusammenhalt von Familie, aber auch Freunden, ist, wird am Ende immer deutlicher. Die Autorin lässt uns miterleben wie aus dem Grauen die Chance zu etwas Neuem erwächst.Ein einfühlsames, bewegendes und außergewöhnliches Buch – sehr empfehlenswert!

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  • Vom Verlust einer unbeschwerten Kindheit

    Die Geheimnisse der Welt
    jenvo82

    jenvo82

    22. August 2016 um 13:22

    „Es ist furchtbar, wenn man zu viel über jemanden weiß. Man kommt sich vor wie ein Lügner, weil man so tun muss, als wüsste man nichts, dabei weiß man alles, einfach alles.“ Inhalt Michael Murray führte bisher ein recht normales Leben als 11-jähriger, geprägt von netten Freunden, nervigen Nachbarsmädchen und seiner großen Leidenschaft, dem Fußball spielen. Doch als seine Mutter zum Opfer eines Verbrechens wird, ändert sich seine kleine heile Welt elementar. Plötzlich wird er aus den Erwachsenengesprächen ausgeschlossen, obwohl er das Weinen der Mutter hört, die wütenden Ausbrüche des Vaters mitbekommt und die Hilflosigkeit seiner Eltern gegenüber der veränderten Situation. Alle schicken ihn weg und schließen ihn aus. Doch die Situation spitzt sich weiter zu, nachdem die Nachbarschaft das geschundene Gesicht seiner Mutter wahrgenommen hat und diese behauptet „gestürzt“ zu sein. Plötzlich glaubt alle Welt, sein Vater wäre der brutale Schläger, der seine Ehefrau misshandelt. Michael macht sich daran die Wahrheit herauszufinden und lernt dabei nicht nur etwas über die Kraft und die Verunsicherung einer Lüge, sondern auch über die Frage nach echter Schuld und bloßen Vorwürfen. Meinung Nach ihrem Debütroman „Bienensterben“, der mir bereits ausgesprochen gut gefallen hat, legt Lisa O`Donnell wieder einen emotional packenden Roman über die dunklen Seiten eines normalen Familienlebens vor. Dabei wählt sie eine sehr interessante Erzählperspektive und verwendet viel Zeit und Detailtreue darauf, sich auf die Ebene des Hauptprotagonisten einzulassen. So bekommt der Leser alles Wissen, sämtliche Vorfälle und auch deren Auswirkungen so geschildert, als hätte all dies tatsächlich ein heranwachsender Schuljunge erlebt. Gerade diese Sicht auf die Dinge macht das Buch so besonders und schenkt auch traurigen Situationen ein klitzekleines Stück Humor, weil man als Teenager anders tickt als später. Sehr ansprechend und glaubwürdig wird die Rahmenhandlung in einer Kleinstadt mit ihren allzu neugierigen Bewohnern geschildert, die gerade am Leid anderer Menschen ihren Unterhaltungswert und das gesamte Weltbild festmachen. Klatsch und Tratsch sorgen dafür, dass auch ein Schicksalsschlag nicht im Geheimen bleiben wird und das die öffentliche Ächtung oder das kollektive Mitleid ganz wesentliche Faktoren im Leben sein können, denen man als Individuum erst einmal gewachsen sein muss. Fazit Ich vergebe 4,5 Sterne für diesen unterhaltsamen, nachdenklich stimmenden Roman, der mich oft zum Lachen gebracht hat und gleichzeitig eine subtile Art der Beklemmung zurückließ. Empfehlenswert ist das Buch auch für jüngere Leser, die sich in den Gedanken des Ich-Erzählers vielleicht sogar wiedererkennen. Ein wichtiges Buch über den Zusammenhalt einer Familie und ihren Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Berührend, einprägsam und erfrischend anders.

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    • 7
  • Geheimnisse über Geheimnisse, eine schwierige Erwachsenenwelt

    Die Geheimnisse der Welt
    Bibliomania

    Bibliomania

    20. July 2016 um 11:40

    Der 11-Jährige Michael kann es nicht verstehen: Warum nur haben Erwachsene so viele Geheimnisse? Warum darf man über so Vieles einfach nicht sprechen? Und warum wird er ständig rausgeschickt? Michael lebt das normale Leben eines Jungen: Schule, Freunde, Spielen und Mädchen sind doof. Besonders gut kann er den Ball hochhalten und übt unermüdlich. Als es eines Tages zu einem Verbrechen an seiner Mutter kommt, gerät er in einen immer tieferen Strudel an Geheimnissen, die er wahren muss. Keiner will ich irgendwas erzählen, also lauscht er an Türen, um überhaupt etwas mitzubekommen. Doch manche Dinge sind einfach nicht für Kinderohren gut. Als es zu weiteren Verbrechen kommt, wird die Geheimniskrämerei immer schwieriger...Eigentlich ein gutes Buch. Nur die Wut und das Geschrei der Erwachsenen fand ich ein wenig anstrengend. In jedem Kapitel gab es Zoff, wird geflucht, muss irgendwer Ärger vermeiden. Das erste Buch von Lisa O'Donnell hat mir besser gefallen, aber ich werde auch weitere von ihr lesen. Mit gefällt als Handlungsort Schottland wirklich gut und ich habe mit Michael mitgelitten und mich auch gefreut. Ich wünsche ihm, dass sich für ihn alles zum Guten entwickelt.

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  • Rezension - Die Geheimnisse der Welt

    Die Geheimnisse der Welt
    Willia

    Willia

    07. September 2015 um 14:03

    Auf der schottischen Insel Rothesay lebt Michael Murray mit seiner Familie. Die Geschichte spielt in der Zeit während Margaret Thatcher Premierministerin des Vereinigten Königreichs ist. Michael ist elf Jahre alt und lernt gerade langsam das Interesse an Mädchen kennen und spielt gern mit seinen Freunden im Wald. Sein Vater ist arbeitslos, seine Mutter ist Putzfrau in der Schule und seine Granny lebt ebenfalls bei ihnen unter einem Dach. Eigentlich eine ganz normale Familie, bis eines Tages Michaels Mutter von der Arbeit auf dem Weg nach Hause überfallen und vergewaltigt wird. Seit dem verändert sich Michaels Familie und ihr Leben schlagartig. Aber wie löst man ein Problem, wenn niemand darüber reden darf? Es ist das größte Geheimnis, das Michael für sich behalten muss. Nur kommt jedes Geheimnis einmal ans Licht. Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen. Der Schreibstil und die Ich-Perspektive von Michael waren gut gewählt, sodass ich das Buch fließend durch lesen konnte. Die Geschichte war einfach interessant, weil man aus der Sicht des 11-jährigen Michaels die Welt der Erwachsenen erleben konnte und dadurch vieles einfach unverständlich erschien. Das Leben eines Erwachsenen ist eben doch komplizierter als es sich Kinder vorstellen können. Es wurde sehr viel Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen gelegt, dabei ging die Handlung eher etwas verloren. Fazit: Einige Szenen waren etwas langatmig. Der Leser wird sehr tief in das Familienleben miteinbezogen. Der Sprung in eine frühere Zeit hat mir dabei gut gefallen.

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  • Ein Roman, der in einfühlsamer Weise die Ängste und die Freiheiten der Kindheit beschreibt

    Die Geheimnisse der Welt
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    19. August 2015 um 08:09

    Wir befinden uns im Jahr 1982 auf einer kleinen schottischen Insel. Margaret Thatcher regiert in Großbritannien, die wirtschaftliche Lage ist schlecht und ein Krieg mit Argentinien um die Falkland-Inseln steht kurz bevor. Auf dieser Insel lebt der ich-erzählende elfjährige Michael Murray in einem kleinen Dorf zusammen mit seiner Großmutter, seinem arbeitslosen Vater Brian und dessen Ehefrau Rosemary. Michaels Mutter putzt nachmittags und abends die Schule, in der Michael mit etlichen anderen Kindern des Dorfes unterschiedliche Freundschaften und Rivalitäten pflegt. In dem kleinen Dorf bleibt nichts geheim, auch wenn insbesondere die Großmutter versucht, die katholisch geprägten Traditionen aufrechtzuerhalten. Rosemary passt da nicht so recht hinein, das sie aus einem protestantischen Elternhaus kommt. Schon von der ersten Seite an spürt man, dass die Familie durch die Arbeitslosigkeit und das Trinken von Brian unter erheblichen Spannungen leidet. Streit und Sprachlosigkeit dominieren in einem Familiensystem, das stark versehrt ist und auseinanderzubrechen droht. Als dann Michaels Mutter auf dem Rückweg von der Arbeit in einem Wäldchen, das sie durchqueren muss, überfallen und vergewaltigt wird, erklären die Erwachsenen dem erschütterten Michael, sie sei auf der Flucht vor einem Exhibitionisten gestürzt und habe sich daher ihre schweren Verletzungen im Gesicht zugezogen. Fortan muss Michael mit einem schweren Geheimnis leben, denn auch als er immer mehr von der wahren Geschichte herausbekommt, muss er schweigen und die Gerüchte im Dorf erdulden, sein Vater habe seine Mutter so übel zugerichtet. Rosemary zieht sich in sich selbst zurück, fängt zum Entsetzen ihre Mannes etwas ganz Eigenes an, als sie bei Open University zu lernen beginnt, kann aber trotz Medikamenten nicht zu einem normalen Leben zurückfinden. Dennoch weigert  sie sich zur Polizei zu gehen, auch dann als, noch zwei weitere Frauen aus dem Dorf Opfer des Vergewaltigers werden. Alle Familienmitglieder sehen sich verpflichtet, dieses Geheimnis zu wahren. Schon hier wird für den erzählenden Michael trotz häufigen Streits deutlich, welche Kraft durch die gegenseitige Liebe und Wertschätzung in seiner Familie liegt. Aufmerksam, nachdenklich, stellenweise sehr witzig und vollkommen glaubwürdig erzählt Michael die Geschichte seiner Familie, der es gegen alle Anfeindungen gelingt, sich neu zu erfinden. Besonders die Rolle, die Michaels Vater spielt, wie er trotz aller Anfeindungen zu seiner Frau hält, die das Erlittene stark verändert hat, ist beeindruckend und beeinflusst schon in der Zeit der Handlung seinen Sohn positiv.  Denn der erfährt in den Beziehungen zu anderen Kindern, mit denen er aufwächst, mit Paul, mit Dirty Alice und dem dicken Ralph, wie sich Menschen verändern und Beziehungen verbessern können. Zunächst als ein Buch für Erwachsene gedacht, ist es aber auch für ältere Jugendliche zu empfehlen, Ein wunderbarer Roman, der in einfühlsamer Weise die Ängste und die Freiheiten der Kindheit beschreibt. Es  geht um Liebe, den Verlust der Unschuld und die immense Bedeutung der Familie gerade in schwierigen Zeiten, in Zeiten, in denen „die Geheimnisse der Welt“ sie auseinanderzureißen und ihre Mitglieder daran zu zerbrechen drohen lässt.

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  • Die Geheimnisse der Welt

    Die Geheimnisse der Welt
    SABO

    SABO

    16. August 2015 um 15:10

    Lisa O`Donnell - Die Geheimnisse der Welt - Dumont-Verlag Eine kleine schottische Insel, Thatcher Aera Der 11jährige Michael wohnt mit seinen Eltern und seiner Granny auf einer schottischen Insel, in der kleinen Gemeinde kennt sich jeder. Man tratscht gerne, trinkt gerne und lacht gerne darüber. In Michaels Mikrokosmos hat Essen seinen besonderen Rang. Kuchen, Schokolade, Pralinen und deftige Eintöpfe, die seine Granny leider nicht zu seiner Zufriedenheit kocht, einfach ärgerlich.. auch die knallharten Scones lässt er schon mal gerne verschwinden..unhöflich möchte er ja nicht sein, dazu liebt er seine Granny viel zu sehr. Sein Dasein um seine Familie und zu seinen Freunden hält er für ganz selbstverständlich wichtig und es ist für ihn deswegen auch ganz okan der Tür zu lauschen oder Nachforschungen anzustellen - meistens zieht das eine das andere mit sich. Die Erwachsenen reden manchmal komisches Zeug, aber wozu gibt es Wörterbücher..? Ist ihm ein Begriff unbekannt, schlägt er es nach, den Sinn muss er sich manchmal trotzdem zusammenreimen. Sein Vater ist, wie so viele, arbeitslos und die Mutter geht putzen. Nach der Arbeit ist es schon finster und so, wie man eine Haustür nicht abschließt, weil man allen vertraut, nimmt Rosemary eines Abends die Abkürzung durch den dunklen Park. Ein Fremder nutzt die arglose Idylle der kleinen Insel aus, blutüberströmt schafft es Rosemary nach Haus. Für das, was seiner Mutter passiert und die geflüsterten Worte in seinem Zuhause findet Michael diesmal keine Erklärung in seinem schlauen Buch. Er weiß nur, das plötzlich alles anders ist und seine "Probleme" nicht mehr Nr 1 in diesem Hause sind. Alles was er sich erhofft und erträumt muss eine Weile warten. Die Planänderung ist die, herauszufinden, was Ma fehlt, warum sie da ganz allein in ihrem Zimmer sitzt und weint. Michael hat eine große Zuversicht, das alles wieder gut wird, aber das es diesmal etwas mehr braucht, als einen süßen Kuchen. Herzerwärmender Roman mit einem kleinen Helden, der es schafft, den Leser immer wieder zum Lächeln zu bringen, so auch seine Mutter Rosemary. Ganz zauberhaft und eigen! Eine klare Buchempfehlung! Danke, für so viele kleine Geheimnisse!

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  • Eine Sozialstudie aus dem Blickwinkel eines 12jährigen

    Die Geheimnisse der Welt
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    16. August 2015 um 09:27

    Im letzten Jahr habe ich bereits “Bienensterben” von Lisa O’Donnell gelesen und war bezaubert von ihrem Stil und ihrer Feinfühligkeit und dennoch der teilweise schon fast groben Erzählweise. Natürlich mußte ich dann auch das nächste Buch von ihr sofort lesen. “Die Geheimnisse der Welt” hat im Grunde eine ähnliche Thematik, wie “Bienensterben”, präsentiert sich aber sprachlich und erzählerisch ganz anders. Es geht um den kleinen Micheal, der in der Arbeiterschicht groß wird, sein Vater ist arbeitslos, die Mutter träumt von einem Studium, die Großmutter wohnt mit im Haus. Es sind einfache aber liebevolle Verhältnisse, die Micheal kennenlernt. Das Buch ist aus seiner Sicht geschrieben und die Sprache daher eine sehr einfache kindliche, was mir zugegeben zwischenzeitlich schon mal ein wenig auf die Nerven ging, weil ich fand, dass die Autorin es für einen 12jährigen, dann doch zu einfach ausgedrückt hat. Grundsätzlich war “Die Geheimnisse der Welt” aber ein absoluter Lesegenuss, es ist fantastisch, wie O’Donnell die Probleme in dieser Familie und dem Umfeld herausarbeitet. Wie sie an das Hauptproblem herangeht und das Zwischenmenschliche aus der Sicht von Micheal schildert. Micheal, der erst nicht versteht, was seiner Mutter zugestoßen ist und warum man ein Geheimnis daraus macht. Michael, der das Wort Vergewaltigung nachschlagen muß, weil er sich nicht traut zu fragen. Michael, der heimlich irgendwie doch in eines der Nachbarsmädchen verliebt ist und auch mit diesen neuen Gefühlen ganz schön zu kämpfen hat, zumal alle anderen ihre eigenen Probleme mit sich herumschleppen und niemand da ist, der sich wirklich mal mit ihm beschäftigt. Sehr gelungen fand ich auch den sozialen Aspekt des Buches, wie reagiert eine Nachbarschaft, wenn etwas passiert, welche Probleme ergeben sich, wer gibt wem die Schuld woran, wie überwindet man Ängste und Hass. Das hat Lisa O’Donnel wieder sehr gut in Worte gefasst und auch wenn ich den kleinen Michael manchmal schütteln wollte, weil mir die einfache Kindersprache dann doch irgendwie auf die Nerven ging, habe ich es sehr genossen, seine Erlebnisse zu teilen und seinen Reifungsprozess zu beobachten. Eine Leseempfehlung für die Freunde intelligenter und anspruchsvoller Literatur, die nicht nur eine gute Geschichte lesen möchten, sondern dabei auch noch ihr Hirn benutzen wollen.

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  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 3

    Die Geheimnisse der Welt
    TinaLiest

    TinaLiest

    In der dritten Woche des LovelyBooks Lesesommers gibt es wieder tolle Bücher, grandiose Lesetipps und einliegen vor uns. In der 3. Woche stellt euch der Dumont Buchverlag auf unserer Übersichtsseite Buchtipps für den Sommer vor - und ihr könnt Buchpakete mit insgesamt fünf Büchern gewinnen! Zusammen mit dem Dumont Buchverlag verlosen wir 3 Buchpakete bestehend aus "Die Geheimnisse der Welt", "Tödliche Camargue", "Septemberkinder", "Der dunkle See" und "Herzlich willkommenčić". Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier! Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, solltet ihr einfach mit uns in Sommererinnerungen aus der Kindheit schwelgen und uns folgendes verraten: Was ist eure schönste Kindheitserinnerung aus dem Sommer? Welche Spiele habt ihr gespielt, wo ward ihr unterwegs, an was könnt ihr euch besonders gut erinnern? Für das Beantworten dieser Fragen in 5-10 Sätzen gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte! Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen und die Fragen beantworten! Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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    • 341
  • Einen Einblick in das Leben einer Arbeiterfamilie

    Die Geheimnisse der Welt
    TochterAlice

    TochterAlice

    13. August 2015 um 12:05

    im Schottland der frühen 1980er Jahre erhalten die Leser dieses Buches: Maggie Thatcher und ihre überaus restriktive Innenpolitik, der Falklandkrieg, Nicoles Grand Prix d'Eurovision-Sieg für Deutschland mit "Ein bisschen Frieden" - das waren die Themen, über die man sprach, um nur einige zu nennen. Für den 11jährigen Michael Murray, aus dessen Perspektive erzählt wird, standen eher andere Themen im Vordergrund: vor allem die familiäre Situation - er wächst als Einzelkind in recht einfachen Verhältnissen auf, Arbeitslosigkeit ist hier nicht nur ein Politikum, sondern auch ein persönliches Thema. Doch obwohl der Vater ganz gern mal einen hebt, die Mutter von höheren Weihen träumt und ein im Familienverbund nicht unumstrittendes Hochschulstudium aufnimmt und die in der Familie lebende Großmutter überall ihren Senf hinzugibt, ist das Zusammenleben recht stabil - bis, ja bis der Mutter ein großes Unglück zustößt, das sie komplett verändert und über das man - das gilt auch für Michael, der nichts Genaues weiß - mit niemandem sprechen darf. Dieses Geheimnis erfordert von den Murrays ein Zusammenstehen, ein Füreinander-Einstehen, das oft genug auf die Probe gestellt wird. Werden sie es gemeinsam durchstehen können, sich gegen die Nachbarn, das Umfeld behaupten können. Das ist das große Thema dieses Buches, doch natürlich gibt es noch viele kleine, denn Michael muss sich natürlich dem Problem Vorpubertät stellen, einem Phänomen, das jeden in dem Alter ausgiebig auf Trab hält - und da ist er keine Ausnahme. Ein warmherziges, manchmal etwas anstrengend zu lesendes Buch über das Leben eines jungen Menschen, der versucht, sich durchzuschlagen, einfach zu überleben. Der Blick ins Leben der schottischen Arbeiterklasse der 1980er scheint ausgesprochen treffend, auch wenn es für mich manchmal in Bezug auf die (vor)pubertäre Problematik ein bisschen zu viel war. Trotzdem: ein ungewöhnliches und durchaus lesenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehle!

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  • Solider Entwicklungsroman

    Die Geheimnisse der Welt
    Miramis

    Miramis

    13. August 2015 um 08:01

    Inhalt: Auf einer schottischen Insel vor Glasgow lebt der 11jährige Michael mit seiner Familie; wir schreiben die 1980er Jahre und die Gesellschaft ist geprägt von Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Schieflage. Als Michaels Mutter eines Abends verletzt und verstört nach Hause kommt, ist nichts mehr wie früher. Ab sofort prägen Geheimnistuerei und Zwistigkeiten innerhalb der Familie den Alltag, und Michaels Leben verliert seine Unbeschwertheit. Meine Meinung: Zunächst musste ich mich in die Erzählweise der Autorin einlesen, denn die Welt aus dem Blickwinkel eines 11jährigen Jungen zu erleben, ist für mich einerseits ungewöhnlich, andererseits musste ich auch viel zwischen den Zeilen lesen, um die Geschichte hinter der Geschichte zu begreifen. Rückblickend kann ich aber sagen, dass dieser Spagat der Autorin sehr gut gelungen ist. Wir erleben mit Michael, wie die Erwachsenen mit einer Extremsituation, einem Schicksalschlag, umgehen. Er soll möglichst von den Ereignissen ausgeschlossen und vor dem Wissen bewahrt werden, aber wie das so mit einem aufgeweckten Jungen ist, natürlich bekommt er mit, dass etwas Furchtbares mit seiner Ma passiert ist und reimt sich im Laufe der Zeit nach und nach das Wesentliche zusammen, clever wie er trotz seiner kindlichen Art ist. Die Auflage, über nichts zu reden und über allem Stillschweigen zu bewahren, bringt Michael in ein Netz aus Lügengespinsten, das sich vor allem über seine Freundschaften erstreckt. Man spürt beim Lesen direkt das Unwohlsein, dass sich über einen längeren Zeitraum auf Michaels Leben legt. Gleichzeitig erleben wir seine erwachende kindliche Sexualität mit und seine Interaktionen mit den Mädchen und Jungen in Schule und Nachbarschaft, die durchaus auchmal derb sind. Dass Schweigen und Lügen keine Lösung sind und wie sehr Michael unter dieser Situation leidet, müssen die Eltern auf dramatische Art und Weise erfahren. Als alles ans Tageslicht kommt, erfährt die Handlung eine Wendung. Die Autorin hat es sehr schön dargestellt, wie sich die Konfliktsituation langsam auflöst und zum Guten wendet. Manches war mir in dieser Phase des Buches zwar ein bisschen dick aufgetragen und das Ende fand ich sogar ein wenig arg weich gespült, aber gefallen hat es mir trotzdem recht gut. Michael auf diesem kleinen, schwierigen Stück Lebensweg zu begleiten und die Welt, aber auch sein Inneres aus seiner Perspektive zu sehen, war ein interessantes und manchmal auch emotionales Leseerlebnis. Mich hat Lisa O'Donnell mit ihrer Geschichte überzeugt, wenn auch nicht durchgehend mitgerissen.

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  • Schweigen ist nicht immer Gold

    Die Geheimnisse der Welt
    Lilli33

    Lilli33

    12. August 2015 um 18:32

    Gebundene Ausgabe: 256 Seiten Verlag: DuMont Buchverlag; Auflage: 1 (22. Juli 2015) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3832197797 Originaltitel: Closed Doors Preis: 18,99 € Schweigen ist nicht immer Gold Inhalt: Der elfjährige Michael lebt mit seinen Eltern und seiner Granny auf einer schottischen Insel vor Glasgow. In der Siedlung kennt jeder jeden, und Tratsch und Pubbesuche sind oft die liebsten Beschäftigungen der zum Großteil arbeitslosen Menschen zu Beginn der 1980er Jahre. Als Michaels Mutter Rosemary das Opfer eines Verbrechens wird, deckt die Familie den Mantel des Schweigens darüber. Michael macht es schwer zu schaffen, dass er zum einen nicht genau weiß, was passiert ist, und dass er zum anderen nicht darüber reden darf. Meine Meinung: Lisa O’Donnell katapultiert uns um mehr als drei Jahrzehnte zurück. Es gelingt ihr gut, das Leben einer Arbeiterfamilie in der Ära Thatcher darzustellen. Es unterscheidet sich doch in einigem von der heutigen Zeit und vor allem von der heutigen Zeit in Deutschland. Diesen Blick über den Tellerrand habe ich ziemlich genossen. Erzählt wird die Geschichte von dem elfjährigen Michael, einem ganz normalen Kind, das seinen Platz im Leben noch finden muss und die Geborgenheit der Familie nicht missen möchte. Sein Leben besteht aus Schule mit allem Drum und Dran, seinen Freunden, mit denen er Fußball spielt oder auch mal heimlich „Nacki-Hefte“ anschaut, den Mädchen, die er mal hübsch, dann wieder doof findet, und natürlich seiner Familie, die er über alles liebt. Umso mehr leidet er darunter, dass es seiner Mutter plötzlich so schlecht geht und sie sich auch nicht mehr so auf ihn einlassen kann, wie er das gewohnt ist. Alleingelassen lauscht er hinter der Tür und reimt sich aus den aufgeschnappten Brocken mit Hilfe eines Lexikons zusammen, was seiner Mutter zugestoßen ist. Und er versteht nicht, warum es ein Geheimnis bleiben soll. Die kindlich-naive Sprache des Jungen fand ich recht ermüdend - ich konnte mich bis zum Schluss nicht ganz damit anfreunden. Es wird aber dadurch gut seine bruchstückhafte Sicht auf die Welt, wie er sie sich zusammenreimt, dargestellt. Vieles muss und kann man auch zwischen den Zeilen lesen. Wir begleiten die Familie über einige Monate - eine Zeitspanne, in der der kleine Michael einen großen Schritt Richtung Erwachsenwerden macht. Subtil und doch eindringlich beschreibt die Autorin, welche Auswirkungen das Verbrechen an Michaels Mutter auf die ganze Familie hat, die zwiespältigen Gefühle der Beteiligten, die Auswirkungen des Schweigens, die Lawine, die dadurch ins Rollen kommt und nicht aufzuhalten zu sein scheint. Man kann sich in alle Protagonisten gut hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen, wenn man sie auch nicht immer gutheißen kann. Mir persönlich war das Ende dann zu überspitzt und kitschig. Der Vollständigkeit halber möchte ich aber erwähnen, dass meine Mitleserinnen in der Leserunde es gut fanden, so wie es ist. Ganz konnte mich Lisa O’Connor leider nicht für ihren neuen Roman einnehmen. Ich gebe 3,5 Sterne, aufgerundet 4.

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  • Wenn ein Ereignis dein gesamtes Leben verändert...

    Die Geheimnisse der Welt
    nicigirl85

    nicigirl85

    11. August 2015 um 19:02

    Von Lisa O' Donnell habe ich schon so viel Positives gehört und Optik und Klappentext des Buches sprachen mich so an, dass ich es einfach wagen musste und unvoreingenommen zu lesen begann. Die Geschichte spielt in Großbritannien der 80er Jahre und es geht um den 11-jährigen Michael Murray. Michaels beste Fähigkeiten sind Fußbälle hochhalten und Geheimnisse für sich behalten. Doch dann passiert etwas Schreckliches, dass sein Leben und das seiner Familie für immer verändert. Werden die Murrays aus dieser Krise wieder herauskommen? Und kann er das Familiengeheimnis für sich behalten? Die Ereignisse werden uns über Michael als Ich- Erzähler näher gebracht, was eine besondere Sicht auf die Dinge bietet, da Michael nun mal noch ein Kind ist. Der Einstieg in die Lektüre fiel mir erst einmal schwer, da ich mich an die kindliche Erzählweise erst gewöhnen musste, denn wenn man dauernd liest: "Er sagt, sie sagt, Granny sagt, Dad sagt,'', dann kann das auch mal nerven, aber im Verlauf der Geschichte gewöhnt man sich schnell daran. Zudem wird die Spannung nur langsam aufgebaut, etwas Geduld ist also gefragt. Das Besondere an dem Buch war für mich, dass es in den 80ern spielt, als die Menschen in Großbritannien unter wirtschaftlichen Repressalien zu leiden hatten und die Kinder noch anders erzogen wurden als heute. Das musste ich mir öfter ins Gedächtnis rufen, um das Geschilderte auch zu verstehen und nachvollziehen zu können. Michael ist als Charakter ein typisches Kind seiner Zeit, eben ein Junge, der auch mal etwas Verbotenes oder Unanständiges tut. Manchmal empfindet man ihn als kleinen Rotzbengel, aber im Grunde seines Herzens ist er ein lieber Junge, den man gern hat. Total niedlich fand ich wie Michael seine Umgebung wahrnimmt, denn er weiß ganz genau was richtig und was falsch ist, aber dennoch möchte er nicht wie der brave Luke werden, was auch richtig ist, denn sonst würde er ja an Persönlichkeit missen lassen. Die Handlung an sich dreht sich um ein Verbrechen, dass Michaels Mutter wiederfahren ist und wie die gesamte Familie versucht das zu verarbeiten. Das ist keine leichte Kost, aber immens interessant. Der Autorin gelang es in meinen Augen sehr gut die Gesellschaft der damaligen Zeit glaubwürdig zu zeichnen und das Leben der einfachen Arbeiterschicht zu schildern. Doch nicht nur das, denn auch das Leben in einer kleinen Gemeinde ist realistisch dargestellt. Fazit: Ein Buch, welches zum Nachdenken animiert. Lesenswert, ich empfehle es gern weiter!

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  • Hinter verschlossenen Türen

    Die Geheimnisse der Welt
    Irmi_Bennet

    Irmi_Bennet

    11. August 2015 um 09:56

    Isle of Bute, zu Beginn der 80er Jahre im Schottland der Thatcher Ära. Im Örtchen Rothesay lebt Michael, fast 12 Jahre alt, mit seiner Familie in einfachen Verhältnissen. Sein Vater Brian ist arbeitslos, wie so viele Männer in der öden Sozialbau-Siedlung, in der nur der örtliche Pub sowie Klatsch und Tratsch ein wenig Abwechslung bieten. Aus der Erzählperspektive des heranwachsenden Michael erfahren wir von seinen Geheimnissen. Tagebuchartig erzählt er uns von ersten Knutschereien, von versteckten „Nackiheftchen“ und seiner heimlichen Zuneigung zu der schönen Miss Connor, die er manchmal durchs Fenster beobachtet, wie sie tanzt. Und von der Freundin seiner Mutter, die sich manchmal mit einem verheirateten Nachbarn trifft. Doch auch die Erwachsenen haben Geheimnisse. Was passierte Michaels Mutter, als sie eines Abends verletzt nach Hause kommt? Doch wie immer, wenn über „Erwachsenendinge“ gesprochen wird, wird Michael aus dem Zimmer geschickt. Es bleibt ihm nur übrig, heimlich an der Tür zu lauschen und soviel wie nur möglich aufzuschnappen, von dem was geredet wird, wenn er nicht dabei ist. Auf seine Fragen erntet Michael nur Schweigen, so lauscht und beobachtet er weiter ... Seine Mutter wurde im Park belästigt und überfallen, möchte die Tat aber aus Scham und Angst vor dem Gerede der Leute im Dorf nicht anzeigen. In der Folge wird Michaels Vater im Dorf als Schläger verdächtigt und zum Außenseiter. Obwohl er den Pub von nun an meidet, schaut er immer öfter ins Glas Auch Michaels Mutter verändert sich, sie nimmt Kurse an der Volkshochschule und bildet sich weiter, aber vor dem was ihr geschehen ist gibt es auf diese Weise kein Entkommen. Als eine weitere Frau Opfer des Sittenstrolchs wird, ist Michael wild entschlossen, die ganze Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Das schafft er auch, Stück um Stück. Und mit jeder kleinen Erkenntnis versteht er mehr von dem, was seine Eltern beschäftigt und wird mit jedem Schritt ein Stückchen erwachsener. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. In authentischer Weise wird eine sexuelle Gewalttat aus der Sicht eins Kindes erzählt, das, wie in den 80ern üblich, nicht aufgeklärt ist und sich seine Erfahrungen auf diesem Gebiet hart „erarbeiten“ muss – durch Belauschen der Erwachsenen, durch eigene Erfahrungen. Trotz aller Schwierigkeiten hält Michaels Familie auch in den schwersten Zeiten zueinander, was für alle Beteiligten, besonders für Michael, sehr wichtig ist. Am Ende entlässt uns die Autorin mit einem durchaus positiven und hoffnungsvollen Gefühl – ein einfach schöner Roman über das unvermeidliche Ende der Kindheit.  

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    Daniliesing

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    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) franzzi (21/20) fredhel (33 / 30) FritzTheCat (1/20) Gela_HK (1/30) Ginevra (40 / 40) glanzente (34 / 30) Glanzleistung (31 / 30) Gloeckchen_15 (29/20) gra (10/20) GrOtEsQuE (31/30) Gruenente (31 / 30) gst (40 / 40) Gulan (23/30) gusaca (30 / 30) Gwendolina (34/40) hannelore259 (25/40) hexe2408 (20/20) hexepanki (30 / 30) Hikari (27/40) histeriker (24 / 20) Honeygirl96 (0/20) Icelegs (40 / 40) Igela (32/30) Igelmanu66 (39/40) ImYours (15/20) Insider2199 (32 / 30) IraWira (31 / 30) jacky2801 (5/20) Jadra (20 / 20) jala68 (20 / 20) Jamii (7/40) janaka (31 / 30) Jarima (34 / 30) jasbr (40 / 40) Jeami (15/20) Jecke (39/20) joel1 (0/20) JulesWhethether (9/20) JuliB (40 / 40) Kaiaiai (7/20) Karin_Kehrer (27 / 20) katha_strophe (38 / 30) kathiduck (20/30) kattii (34/40) Kerstin-Scheuer  Ketty (20 / 20) Kidakatash (21/30) Kiki2707 (6/20) kingofmusic (20 / 20) KirschLilli (5/20) KitKat88 (5/40) Kiwi_93 (10/20) Kleine1984 (31/30) kleinechaotin (3/40) Klene123 (36/40) Knorke (21/20) 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