Lisa Owens

 3.9 Sterne bei 29 Bewertungen

Alle Bücher von Lisa Owens

Abwesenheitsnotiz

Abwesenheitsnotiz

 (24)
Erschienen am 01.04.2016
Not Working

Not Working

 (5)
Erschienen am 02.06.2017

Neue Rezensionen zu Lisa Owens

Neu

Rezension zu "Abwesenheitsnotiz" von Lisa Owens

Pflichtrotation
EvyHeartvor 3 Monaten

Einige Bücher stellen die Generation Y eher selbstironisch dar, mit Bitterkeit, Trotz, aber Witz. Dieses Buch tut weh. Weh, weil es gut das Hamsterrad beschreibt, in das man gerät, wenn man ausbrechen will. Zu tun, was man möchte, kann schwieriger sein, als man will. Und das die Suche nach Freiheit eigentlich eine Suche nach Halt ist. Daher fand ich sehr bitter, dass  keiner aus Claires Umfeld das erkennt und ihr wirklich hilft.


Worum geht es?


Claire hat studiert und arbeitet in einer Agentur. Sie ist unglücklich und kündigt. Sie will den "richtigen" Job finden und verbringt die Zeit mit unralistischen Bewerbungen auf Jobs, die interessant klingen, aber nicht ihrer Qualifikation entsprechen. Mit Einkaufen. Und einer Pflanze. Außerdem hat sie sich mit ihrer Mutter zerstritten.

Die Figuren


Claire wirkt wie eine Prinzessin im goldenen Käfig. Von ihrer Mutter zum Schlanksein erzogen (was sie nicht erfüllen kann), hat Claire eine gute Beobachtungsgabe. Oft stellt sie die Dialoge ihrer Mitmenchen deren Gestik gegenüber und stellt verunsichert fest, dass vieles nicht so gemeint ist, wie gesagt. Claires Mutter behauptet, sie sehe manchmal Dinge, die nicht da sind. Sie kann sich in Details versenken. Claire ist gut angepasst, selbst ihre Arbeitslosigkeit wird lange toleriert. Aber sie gerät an Grenzen, als sie das Verhalten ihrer Freunde hinterfragt. Ihrem Freund Luke gegenüber wirkt sie oft kindlich, besonders, als sie am Ende Grenzen einfordert. Sie kritisiert ihn dafür, dass er NICHT zur Facharztausbildung in die USA geht. Ich glaube, Claire fühlt sich nur gehört, wenn andere sie anschreien.

Claires Familie i
st schrecklich. Mutter und Tochter können nicht ohneeinander, aber die Mutter gibt Claire oft das Gefühl, dass sie nicht gut genug ist. Auch ihre Großmutter, zu der Claire ein gutes Verhältnis erhalten will, ist oft genervt von ihr. Sie will vieles, bekommt aber nichts, und macht nochmehr, was die Großmutter mit freundlicher Zurückweisung belohnt. Claires Vater wirkt entspannt, steht aber zwischen den Stühlen. Erst recht, als Claire auf der Beerdidung des Großvaters von einem mehrdeutigen Erlebnis berichtet. Claire selbst weiß nicht, was sie davon halten soll. Aber ihre Mutter lehnt es ab, ihren eigenen Vater in ein schlechtes Licht zu rücken. Sie suggeriert ihr sogar, sich falsch zu erinnern.

Luke ist ein Karrieremensch und begegnet Claires Sinnsuche meist mit Verständnis. Die Beziehung ist gut eingespielt, daher hält sie das aus. Aber ich glaube, die beiden entfremden sich. Ich glaube, Luke man an Claire, dass sie verspielt ist.

Gestaltung und Schreibstil


Innerhalb einiger großer Abschnitte/Kapitel notiert die Autorin viele Episoden. Manche sind nur wenige Zeilen lang, andere fünf Seiten. Manche Notizen sind nur Alltagsbeobachtungen mit philosophischem Einschlag, andere folgen der Handlung. Ich finde das gut, weil man leicht pausieren kann.

[Spoiler]Der große Vor- und Nachteil des Buches: Es passiert nur wenig und die Heldin kommt nicht an. Ich habe erwartet, dass Claire "geläutert" wird, dass sie entweder zurück ins Hamsterrad geht oder ausbricht. Aber so ist Claire nicht. Claires Sinn im Leben ist das Rotieren um sich selbst. Ich finde, dass das sehr real ist. Aber als Leser unbefriedigend. [/Spoiler]

Fazit


Das Buch hat mich angezogen und gelangweilt. Angezogen, weil es nicht darum geht, ein Ziel zu erreichen, sondern das Buch Ruhe vermittelt. Andererseits hat es mich gelangweilgt, weil mich das ständige Kreisen der Hauptfigur nervte.

Es ist ein nettes, einzigartiges Buch.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Not Working" von Lisa Owens

Not Working - naja ...
Kiwi1989vor 2 Jahren

Lisa Owens‘ Debütroman „Not Working“ dreht sich um die Sinnkrise einer Mit-Zwanzigerin: Claire hat ihren Job gekündigt, weil er sie so gar nicht erfüllt hat, und sucht nun nach einem passenderen. Aber welche Stelle ist die richtige bei der riesigen Anzahl an Möglichkeiten? Eingrenzung ist wohl die falsche Herangehensweise. Da könnte man glatt was verpassen. So nimmt sich Claire viel Zeit, eine Lösung zu finden. Während ihre Freundinnen in ihrem Job aufblühen, sich verloben oder versuchen, Kinder zu kriegen…

Als ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich große Erwartungen, die aber ganz und gar nicht erfüllt wurden. Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass man sich zu Beginn gut in die Protagonistin reinversetzen kann. Allerdings wirkt Claire nicht unbedingt immer sympathisch, z.B. wenn sie 1-2 Gläser Wein zu viel intus hat. Auch fehlte mir eine Entwicklung im Laufe der Geschichte. Claire verrennt sich ziemlich in dem Gedanken, den perfekten Job zu finden, ohne dabei Einschränkungen zu treffen (z.B. welche Talente sie hat, was ihr bis jetzt Spaß gemacht hat, …) oder ein Praktikum zu absolvieren. Wer sich eine tiefsinnigere Betrachtung des Problems und der Sinnfrage wünscht, kann lange danach suchen. Bis auf die Erkenntnis (Achtung-Spoiler!), dass es vielleicht nicht den RICHTIGEN Job gibt, wie es auch nicht den RICHTIGEN Mann gibt, findet man keine Lösungsansätze oder eventuelle Ratschläge, die sich ins echte Leben übertragen lassen.

Lisa Owens‘ Schreibstil ist zwar frisch, jugendlich und lässt sich leicht lesen. Der angepriesene Humor hat mir jedoch bis auf ein paar Schmunzler gefehlt. Vielleicht war es auch einfach nicht mein Humor. Ein weiterer Kritikpunkt sind die vielen kleinen Kapitel. Auch wenn die Schilderung von Kleinigkeiten (U-Bahn-Fahrten, Einkäufe, etc.) den Blick für das Alltägliche schärfen mag, haben die meisten dieser Abschnitte meiner Meinung nach nicht wirklich zur Geschichte beigetragen.

Summa summarum keine wirkliche Leseempfehlung!

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Not Working" von Lisa Owens

Not Working
Kleine8310vor 2 Jahren

"Not Working" ist ein Roman der Autorin Lisa Owens. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Claire Flannery. Claire ist Mitte zwanzig und lebt gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Luke in ihrer ersten gemeinsamen Wohnung in London. Beruflich ist für die junge Protagonistin einiges in Aufruhr, denn Claire hat ihren Job, der ihr nur wenig Erfüllung gebracht hat, gekündigt, um für sich die Frage zu klären, was sie in ihrem Leben erreichen möchte und welcher Beruf wirklich gut zu ihr passen könnte. 


So treibt es Claire von banalen Alltagssituationen bis hin zu den großen Sinnfragen und ihre berufliche Auszeit bringt nicht nur positives mit sich. Wird Claire am Ende finden was sie so sehnlichst sucht, oder muss sie doch ihre Erwartungen an ihre berufliche Zukunft anpassen? 


Der Schreibstil von Lisa Owens hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig und ohne Probleme lesen und die Autorin schafft es in ihren Worten wahre Botschaften zu verpacken, die mich als Leserin mehr als einmal zum nachdenken gebracht haben. Dieser Roman ist in sehr viele kleine Kapitel aufgeteilt, die aber, meiner Meinung nach, gut zu Claire's Situation passen. 

 

Der Leser/ die Leserin stößt bei diesem Buch auf die verschiedensten Themen. Dies fängt bei Fragen nach dem passenden Beruf an, geht über Gedanken, was man von seiner Zukunft erwartet und schließt aber auch die kleinsten Alltagsmomente ein, die man manchmal durch Unachtsamkeit übersieht. Claire hat mir als Protagonistin gut gefallen, und auch die Nebencharaktere wurden von Frau Owens gut ausgearbeitet. Durch Claire's Eindrücke vom Leben, bestimmten Themen oder den Leuten die sie trifft lernte ich die Protagonistin bald kennen und ich war sehr auf ihre weitere Entwicklung gespannt! Zwischenzeitlich hatte ich leider das Gefühl, dass Claire immer mehr ins Negative fast schon depressive abrutscht und das blieb leider auch so. 

 

Leider habe ich bei Claire bis zum Ende des Buches gar keine richtige Entwicklung gesehen. Zuerst fand ich das "Treiben lassen" und "sich finden" sehr interessant geschrieben, aber nach einer Weile hatte ich das Gefühl ich würde gemeinsam mit der Protagonistin auf der Stelle treten. Das hat mich ein bisschen enttäuscht. Zudem kamen während des Lesens bei mir ein paar Fragen auf, die leider auch am Ende überhaupt nicht geklärt wurden. Das hat mich dann doch etwas unzufrieden zurückgelassen! Alles in allem trafen bei diesem Roman eine großartige Idee, tolle Passagen und Ideen auf bis zum Schluß offene Fragen und kaum Entwicklung bei der Protagonistin, sodass ich leider nicht die sehr gute Bewertung geben kann, die ich gern gegeben hätte, da zuviel Potenzial einfach ungenutzt blieb! 

 

"Not Working" schickte mich auf eine Achterbahn der Gefühle, teils war das Buch etwas ganz Besonderes und teils konnten meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt werden! Trotzdem ist es auf jeden Fall ein lesenswerter Roman, der den Leser/die Leserin dazu bringt sich selbst zu hinterfragen!

Kommentieren0
6
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 66 Bibliotheken

auf 23 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks