Lisa Owens Abwesenheitsnotiz

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Inhaltsangabe zu „Abwesenheitsnotiz“ von Lisa Owens

Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten", sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen.

Eine kurzweilige, amüsante Geschichte über eine Frau, die auf der Suche nach sich selbst und irgendwo nach ihrem eigenen Sinn des Lebens ist

— sommerstuermisch
sommerstuermisch

Abwesenheitsnotiz: Claire Flannery auf dem Weg zur Selbstfindung - planlos, rastlos und frech

— schreibwasueber
schreibwasueber

sehr amüsant - ich habe das Buch in weniger als einem Tag ausgelesen.

— LisaKristina
LisaKristina

Claire kündigt ihren Job und will ihre Berufung finden. Was auf beruflicher Ebene beginnt, wird bald zu einer allesübergreifenden Suche...

— buchbunt
buchbunt

Claire: ein so absurder und dann doch wieder vertrauter Charakter, leicht verschroben und amüsant. Genauso liest sich auch das Buch.

— Poesiesoso
Poesiesoso

Das Buch in 3 Worten: verrückt, spannend und hilfreich!

— jasimaus123
jasimaus123

Sinnbild der 30-somethings vor der Frage nach dem Sinn des Lebens

— miss_mesmerized
miss_mesmerized

Nicht so meins.

— MsChili
MsChili

Grossartige Literatur über den ganz normalen Wahnsinn des Lebens mit viel Situationskomik und britischem Humor. Einfach wunderbar!

— PaulaAbigail
PaulaAbigail

Ein faszinierend ehrlicher Einblick in die Generation Y. Voller Selbstzweifel, dem Druck zu funktionieren und dem Drang auszubrechen.

— MissGoldblatt
MissGoldblatt

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  • Abwesenheitsnotiz | Rezension vivreavecdeslivres

    Abwesenheitsnotiz
    vivreavecdeslivres

    vivreavecdeslivres

    15. March 2017 um 17:54

    Aufgefallen ist mir dieses Buch, da ich das hübsche Cover immer wieder mal entdeckte und von vielen Seiten gehört habe, dass Claire eine wahnsinnig sympathische Protagonistin ist. Was soll ich sagen - ist sie. Sie ist authentisch und witzig, emotional und ehrlich. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr einen Tag lang nichts zu tun habt und dann auch nichts tut? In solch einer Phase befindet sich Claire nämlich während des ganzen Buches. Sie hat ihre Arbeit aufgegeben, da sie sie nicht erfüllte - wer sollte ihr das verbieten? Deswegen tut sie die meiste Zeit eigentlich auch nicht viel. Oder tritt in ein Fettnäpfchen, wie es so unschön heisst. Dennoch wird es uns mit ihr nicht langweilig. Denn sie ist kreativ. Das Buch ist wahnsinnig nah am Leben und gibt Claires Stimmungen unmittelbar und perfekt rüber. Wenn ihr unwillig zumute ist, dann ist der Abschnitt auch kurz. So ist der Schreibstil ehrlich und unverkennbar einer, der einem jungem Mensch gehört, der mitten im Leben steht. Im Verändern und Erfahren, Täuschen und Erkennen. Man kann sich köstlich amüsieren und fühlt sich emotional dennoch sehr tief mit Claire verbunden - mir ging es jedenfalls so. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendjemandem anders gehen sollte. Die Charaktere und der Schreibstil machen den stärksten Teil des Buches aus. An Handlung gab es leider nicht viel, dafür umso mehr Inhalt. Und ich merke in letzter Zeit zwar, dass mir dieser viel wichtiger ist als Handlung, trotzdem wünsche ich mir ab und zu einen Spannungsbogen. Der war meiner Meinung nach hier nicht unbedingt so enthalten, wie er es hätte sein können. Die Geschichte plätscherte immer so ein wenig vor sich hin, hatte zwar dank des Schreibstils einen Fluss, aber trotzdem fehlte das gewisse Extra, welches das Buch herausstechen lassen würde. Was ich mit dem Inhalt meine, ist aber die Bedeutung, die immer verhalten zwischen den Zeilen stand und mir ans Herz wuchs. Das Buch ist nicht aufdringlich, im Gegenteil. Aber wenn man dann danach greift, offenbart sich einem eine Geschichte, die aus unserem Leben gegriffen sein könnte - oder einer Parallelversion davon. Wie auch immer, mich begeisterte die Lässigkeit des Romans.www.wonderful-ne-books.blogspot.de

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  • Abwesenheitsnotiz: Claire Flannery auf dem Weg zur Selbstfindung - planlos, rastlos und frech

    Abwesenheitsnotiz
    schreibwasueber

    schreibwasueber

    04. July 2016 um 20:22

    Wer hätte nicht schon einmal daran gedacht, noch einmal von vorne anzufangen. Den etablierten Job an den Nagel zu hängen und dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben? Das was sich die meisten nicht trauen setzt die Protagonistin, Claire Flannery, gnadenlos … sagen wir einmal planlos … um. Bereits das Buchcover des witzigen und frechen Erstlingswerkes von Lisa Owens, erschienen im Piper Verlag, unterstreicht die Verwirrung in Claires Gemütszustand, die ihren Job in dem Bewusstsein gekündigt hat, dass eine neue Lebensperspektive, bei vollständiger Ahnungslosigkeit im Hinblick auf die Perspektive, her muß. „Abwesenheitsnotiz“ stellt hervorragend die Beobachtungsgabe von Claire für ihre Umwelt heraus und beschreibt dabei wundervoll, wie wenig von dieser Beobachtungsgabe sie auf sich selbst anwenden kann. Die mangelhafte Selbstreflexion von Claire ist ein exzellenter Spiegel für die meisten von uns. Lisa Owens beschreibt vortrefflich die verschiedenen Konfliktpunkte in Claires Leben. Da ist zum einen die Beziehung zu ihrem Freund, von dem sie sich nicht ernst genommen und teilweise schulmeisterlich, von oben herab, behandelt fühlt. Eine Beziehung, die größtenteils daraus besteht, das wesentliche Themen antizipiert, aber nicht besprochen werden. Auf der anderen Seite steht die Familie von Claire, die mit dem Freiheitsdrang von Enkelin und Tochter nichts anzufangen weiß. Später im Buch wird deutlich, dass Claire hier ebenfalls als Spiegel „verpasster Chancen“ für die Oldie Fraktion fungiert, denn auch Eltern und Großeltern hatten irgendwann in ihrem Leben die Chance auf einen Wendepunkt oder Neuanfang, der dann nicht genutzt oder umgesetzt wurde. Und dann gibt es ja noch Claires naserümpfenden Freundes- und Bekanntenkreis, der sich nahezu vollständig rekrutiert aus Menschen, die sich ausschließlich über ihre Arbeit und ihren Wohlstand definieren. Insgesamt schafft es Lisa Owens mit „Abwesenheitsnotiz“ und der „korpulenten und arbeitslosen“ (Zitat) Protagonistin Claire, ein Spiegelbild unserer Gesellschaft zu schaffen, die geprägt durch die Geschwindigkeit von (sozialen) Netzwerken, Postings, SMS und angepasster Selbstoptimierung dabei ist wesentliches aufzugeben: Die eigene Meinung und Mut zu Entscheidungen. Mehr auf schreibwasueberPUNKTde.

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  • Abwesenheitsnotiz

    Abwesenheitsnotiz
    Kleine8310

    Kleine8310

    27. May 2016 um 00:36

    "Abwesenheitsnotiz" ist ein Roman der Autorin Lisa Owens. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Claire Flannery. Claire ist Mitte zwanzig und lebt gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Luke in ihrer ersten gemeinsamen Wohnung in London. Beruflich ist für die junge Protagonistin einiges in Aufruhr, denn Claire hat ihren Job, der ihr nur wenig Erfüllung gebracht hat, gekündigt, um für sich die Frage zu klären, was sie in ihrem Leben erreichen möchte und welcher Beruf wirklich gut zu ihr passen könnte.  So treibt es Claire von banalen Alltagssituationen bis hin zu den großen Sinnfragen und ihre berufliche Auszeit bringt nicht nur positives mit sich. Wird Claire am Ende finden was sie so sehnlichst sucht, oder muss sie doch ihre Erwartungen an ihre berufliche Zukunft anpassen? Auf dieses Buch hatte ich mich schon lange gefreut, denn ich hatte es schon in den letzten Vorschauen des Piper Verlages gesehen und war super neugierig darauf. So blieb es natürlich auch nach seinem Einzug bei mir nicht lange ungelesen. Der Schreibstil von Lisa Owens hat mir sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig und ohne Probleme lesen und die Autorin schafft es in ihren Worten wahre Botschaften zu verpacken, die mich als Leserin mehr als einmal zum nachdenken gebracht haben. Dieser Roman ist in sehr viele kleine Kapitel aufgeteilt, die aber, meiner Meinung nach, gut zu Claire's Situation passen.    Der Leser/ die Leserin stößt bei diesem Buch auf die verschiedensten Themen. Dies fängt bei Fragen nach dem passenden Beruf an, geht über Gedanken, was man von seiner Zukunft erwartet und schließt aber auch die kleinsten Alltagsmomente ein, die man manchmal durch Unachtsamkeit übersieht. Claire hat mir als Protagonistin gut gefallen, und auch die Nebencharaktere wurden von Frau Owens gut ausgearbeitet. Durch Claire's Eindrücke vom Leben, bestimmten Themen oder den Leuten die sie trifft lernte ich die Protagonistin bald kennen und ich war sehr auf ihre weitere Entwicklung gespannt! Zwischenzeitlich hatte ich leider das Gefühl, dass Claire immer mehr ins Negative fast schon depressive abrutscht und das blieb leider auch so. Leider habe ich bei Claire bis zum Ende des Buches gar keine richtige Entwicklung gesehen. Zuerst fand ich das "Treiben lassen" und "sich finden" sehr interessant geschrieben, aber nach einer Weile hatte ich das Gefühl ich würde gemeinsam mit der Protagonistin auf der Stelle treten. Das hat mich ein bisschen enttäuscht. Zudem kamen während des Lesens bei mir ein paar Fragen auf, die leider auch am Ende überhaupt nicht geklärt wurden. Das hat mich dann doch etwas unzufrieden zurückgelassen! Alles in allem trafen bei diesem Roman eine großartige Idee, tolle Passagen und Ideen auf bis zum Schluß offene Fragen und kaum Entwicklung bei der Protagonistin, sodass ich leider nicht die sehr gute Bewertung geben kann, die ich gern gegeben hätte, da zuviel Potenzial einfach ungenutzt blieb!    "Abwesenheitsnotiz" schickte mich auf eine Achterbahn der Gefühle, teils war das Buch etwas ganz Besonderes und teils konnten meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt werden! Trotzdem ist es auf jeden Fall ein lesenswerter Roman, der den Leser/die Leserin dazu bringt sich selbst zu hinterfragen!  

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  • Eine Jobsuche auf Umwegen!

    Abwesenheitsnotiz
    jasimaus123

    jasimaus123

    13. May 2016 um 13:06

    In dem Buch geht es um Claire. Sie fühlt sich in ihrem aktuellen Job nicht wohl und beschließt deshalb zu kündigen und einen neuen Beruf zu finden. Denn Claire weiß, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich ist. Doch es ist gar nicht so einfach sich bei einem so zahlreichen Angebot für den richtigen Job zu entscheiden. Die Jobsuche wird also zu einem Selbstfindetrip in dem die junge Claire nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Umfeld, kritisch betrachtet, versucht herauszufinden wohin sie gehen möchte und wie sie dieses Ziel erreichen kann. Im Moment bin ich gerade dabei meine Schulausbildung zu beenden und ich versuche, genauso wie Claire, herauszufinden in welche Richtung es mich treibt. In welchem Bereich ich mich wohl fühle und was ich nicht machen möchte. Deshalb habe ich das Buch genau im perfekten Moment gelesen und ich kann sagen, dass mir Claires Geschichte sehr viel Mut gemacht hat. Zwar nahm Claires Jobsuche einige Zeit in Anspruch, doch meiner Meinung nach, kann man sich für wichtige Entscheidungen nie Zeit genug nehmen. Besser einmal zu oft nachgedacht, als einmal zu wenig. Durch ihre Selbstreflexion ist es mir auch leichter gefallen, mich selbst mit anderen Augen zu betrachten. Genauso wie die Menschen um mich herum. Ich hätte nicht gedacht, dass die Autorin Lisa Owens, mit ihrem Roman so sehr in die Tiefe geht. Claire ist mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Da das Buch nur in kurzen Kapiteln aus ihrer Sicht geschrieben ist, erfährt man ihre Gedanken und Gefühle hautnah und zu jedem nur erdenklichen Ereignis. Sei es auch nur ein kurzer Einblick in ihre Yoga-Stunde. Dadurch das ich mich der Protagonistin Claire so nahe und verbunden fühlte, war schließlich auch der Abschied nicht so leicht für mich. Aber ich glaube es ist auch schwer, die schräge und humorvolle Mitzwanzigerin nicht ins Herz zu schließen.  Der Schreibstil des Romans hat mir auch sehr gut gefallen. Lisa Owens prägnanter Schreibstil passt perfekt zu den kurzen Kapiteln, die manchmal wirklich nur eine Handvoll Sätze umfassen. Zuerst fand ich das etwas komisch, aber schon nach wenigen Seiten kommt man damit gut zurecht und schlussendlich fand ich ihn absolut passend. Dadurch bekam man einfach, wie oben schon gesagt, einen besseren Einblick in Claires Leben. Leider habe ich auch ein kleinwenig Kritik, an diesem gelungen Werk. Grundsätzlich finde ich die Idee des Buches toll, genauso wie die Umsetzung - trotzdem fehlte es mir manchmal an Spannung. 280 Seiten nur über die Jobsuche ist mir doch ein wenig zu viel gewesen, obwohl ich damit nicht ausdrücken möchte dass ich mir gewünscht hätte das Buch wäre kürzer. Im Gegenteil. Ich hätte mir einfach gewünscht, es wäre etwas mehr passiert. ~ FAZIT ~ Dieses Buch hat mich wohl gerade im perfekten Moment gefunden, denn durch Claires Selbstfindungstrip gelang es mir, auch mich selbst mit anderen Augen zu betrachten und das Ziel das ich nach meiner Schullaufbahn anstrebe scheint klarer zu sein als zuvor. Untermalt wird die Geschichte durch Lisa Owens humorvollen Schreibstil und Claires herzlich verrückte Art.

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  • Die Suche nach dem Sinn

    Abwesenheitsnotiz
    selda

    selda

    07. May 2016 um 15:08

    Jeder der schon mal einen ungeliebten Job gemacht hat, um das Geld zum Leben zu verdienen, kennt das Gefühl, abends völlig erledigt und ausgelaugt nach Hause zu kommen, zu müde um noch Zukunftsvisionen zu entwickeln aber im Herzen den brennenden Wunsch eine Auszeit zu bekommen, in der man sich darüber klar werden kann, was man wirklich mit seinem Leben anfangen will… Claire, um die dreißig, hängengeblieben in einem Bürojob, der eigentlich nur vorübergehend ihr Leben finanzieren sollte, erfüllt sich diesen Wunsch: sie kündigt. Ihr Freund, angehender Hirnchirurg, verdient genug für beide und unterstützt sie bei ihrer Sinnsuche. Claire lässt sich treiben und die Tage vergehen, ohne dass die zündende Idee auftaucht. Aus der anfänglich positiven Neugier ihrer Freunde und Familie, entwickelt sich Unverständnis. Die Beziehung beginnt zu bröckeln. Claire fühlt sich plötzlich wie ein Außenseiter in einer leistungsorientierten Welt.  Claire auf diesem Abenteuer zu begleiten, hat sehr viel Spaß gemacht. Sie ist cool, sehr sehr witzig und alles andere als perfekt. Sie trinkt zuviel und neigt im angetrunkenen Zustand dazu, ihre Meinung ungefiltert preiszugeben.  Die Geschichte wird in Form kleiner Anekdoten und Gedankengängen erzählt, wie eine Sammlung verschiedener Facetten Claires. Anfangs erst einmal ungewohnt, fand ich diese Art zu erzählen sehr kurzweilig und absolut passend zum Inhalt des Romans. Genauso planlos, wie Claire sich durch die freien Tage treiben lässt, lernt der Leser sie kennen. Ich fand das Thema der Sinnsuche und den Schwierigkeiten dabei sehr spannend und gut erzählt. Lisa Owens beschreibt sehr ehrlich die Fallstricke der Freiheit und die Sehnsucht nach Inhalt und Bedeutung im Leben.  Ein tolles Debüt und ein Buch für die beste Freundin. 

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  • Berührt und regt zum Nachdenken an

    Abwesenheitsnotiz
    raven1711

    raven1711

    06. May 2016 um 10:13

    Inhalt aus dem Klappentext:Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten", sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen.Meinung:Claire Flannery hat ihren Job gekündigt und ist auf der Suche nach einer neuen Berufung. Doch die Suche ist gar nicht so einfach, wenn man nicht genau weiß, was man will. Mit halbherziger Begeisterung geht Claire also der Jobsuche nach, überdenkt ihre Möglichkeiten und Interessen und kann sich doch nicht aufraffen, etwas anzupacken. Und so treibt Claire durch die Tage, beobachtet die Menschen um sich herum und sucht nach Rechtfertigungen für ihr Leben.Wow, Claire ist eine Protagonistin, die erschreckend real wirkt in ihrer Darstellung. Ihre Gedanken, ihre Wünsche, ihre Erfahrungen, das hätte manchmal ich sein können, denn in vielen Gedanken und Handlungen konnte ich Fragmente von mir selber wiederfinden. Lisa Owens schafft es mühelos, dem Leser einen Spiegel vor das Gesicht zu halten. Man stellt sich die ähnlichen Fragen wie Claire und bestimmt hat jeder schon einmal den Wunsch verspürt, mehr aus seinem Leben machen zu wollen, aber den richtigen Ansatz nicht finden können. Genau so geht es Claire, die auf der einen Seite so viel will, auf der anderen Seite aber den nötigen Antrieb nicht findet. Claire steckt in einem Trott fest, den auch ihr Freund Luke nicht zu lösen vermag, reden die zwei doch auch oft aneinander vorbei. Lisa Owens Figuren haben mir sehr gut gefallen, besonders da niemand in diesem Buch perfekt ist und jeder seine Macken und Eigenarten hat.Das Buch ist unheimlich eingängig und liest sich kurzweilig und flüssig. Gerade die Dialoge wirken wie aus dem Leben gegriffen, wirken oft so, als ob sie im eigenen Haushalt so oder ähnlicher Umgebung erfolgt sein könnten und zeigen auf, wie sehr unsere Gesellschaft mit sich selber beschäftigt ist, so dass für die Belange der Mitmenschen oft die nötige Aufmerksamkeit fehlt. Wichtige Themen werden nur angeschnitten und kaum berührt werden, die Entscheidungsfindung fällt der Hauptfigur unheimlich schwer. Überhaupt wirkt der Schreibstil wie Gedankenmitschnitte. Immer wieder gibt es Einsichten und Abschnitte in Claires Leben, formen so ein Bild über sie und ihre Mitmenschen.Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.Fazit:Kurze Sätze, ein klarer Schreibstil - Abwesenheitsnotiz liest sich wie im Sog und lässt einen nicht so schnell wieder los. Der Leser bekommt von Lisa Owens einen Spiegel vorgehalten, was jeder aus den daraus gewonnen Erkenntnissen macht, das bietet viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren.Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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  • Selbstfindungtripp, der einen Nerv trifft

    Abwesenheitsnotiz
    Franzis2110

    Franzis2110

    04. May 2016 um 18:36

    Claire Flannery weiß, dass sie alleine für ihr Glück verantwortlich ist. Sie ist Mitte zwanzig, hat einen Freund mit dem sie in London lebt und der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat ihren Job gekündigt, weil der nicht zu ihr gepasst hat. Doch, was passt eigentlich wirklich zu ihr? Vor lauter Möglichkeiten, weiß sie nicht, was sie mit sich anfangen soll und treibt so vor sich hin. Mal mit, mal gegen den Strom. Ob dieser Selbstfindungstripp gut geht? Ob sie wirklich das findet, was sie so verzweifelt sucht? Oder verliert sich Claire nur immer weiter? Oder ist sie gar die einzig schlaue, während alle anderen in mittelmäßigen Jobs ihre Zeit totschlagen, nur um Geld zum Leben zu haben, aber ohne glücklich zu sein? Meinung Lisa Owens hat ein sehr einfaches, klares Werk geschaffen mit schlichtem Schreibstil und viel Humor. Zwar handelt es sich bei „Abwesenheitsnotiz“ nicht um ein wahnsinnig philosophisches oder tiefgründiges Buch. Doch trotzdem schafft Owens es, den Nerv der Zeit zu treffen und hat mich als Leser unweigerlich zum Nachdenken und Reflektieren gebracht. Claire ist Mitte zwanzig, machte ein Ausbildung und nahm dann einen der ersten Jobs an, der ihr über den Weg lief, einfach, um etwas zu haben. Doch nun ist sie unzufrieden und kündigt, ohne Aussicht auf etwas neues – ein Schritt, der wie ich finde sehr mutig ist. Ein Schritt, über den vielen in ihrem Familien- und Bekanntenkreis nur den Kopf schütteln können. Vor allem nach mehreren Wochen oder gar Monaten, so ganz ist es nicht klar, fragen sie immer mehr nach, verstehen diesen Selbstfindungstripp immer weniger. Luke, ihr Freund, mit dem sie seit 7 Jahren zusammen ist und der auf dem Weg zum Neurochirurg ist, versucht sie so gut es geht zu unterstützen. Doch auch er bekommt zunehmend Probleme, mit der nicht enden wollenden Suche von Claire. Eine Selbstfindung, die sich zwangsweise auch auf private Fragen nach Familie und Heirat ausdehnt. Lisa Owens trifft mit dieser Selbstfindungsgeschichte von Claire denke ich einen Nerv. Zumindest bei mir. Ich denke, es geht vielen so, vor allem auch vielen, die Studieren, irgendeinen Studiengang und hinterher da stehen, froh sind, einen ersten Job zu haben. Und dann fangen die Zweifel an – war es das wirklich wert, haben sich die Jahre hinter dem Schreibtisch, das viele Geld wirklich gelohnt, nur um jetzt in diesem Job zu sein? Komme ich da wieder raus, wenn es nicht das richtig ist? Wie würde ich es je schaffen, den Sprung in einen anderen Job zu schaffen, wenn der jetzige nicht der richtig ist, wenn ich gar etwas ganz anderes machen möchte? Wie soll man das nur seinem Umfeld erklären, wenn man jahrelang in eine Ausbildung Zeit und Geld investierte? Von was leben, auf dem Weg, das Richtige zu finden? – Fragen über Fragen, die bestimmt viele von uns schon gequält haben oder gerade beschäftigen. Fragen die in einer Zeit entstehen, in der fast jeder von einem erwartet, sein Leben auf die Reihe zu kriegen. In einer Zeit, in der man nicht eine Ausbildung macht und den Rest des Lebens für einen Betrieb arbeitet, ja eher belächelt wird, wenn man es so machen will, wie damals noch die Großeltern/Eltern. Owens schafft es mit, mit Claires Gedanken, ihrem losem Herumtreiben, alle diese Fragen zu wecken. Man ist eben doch nicht alleine damit, es geht vielen so. Man solle sich nur trauen, etwas daraus zu machen. Wir haben noch Jahrzehnte voller Arbeit vor uns, es sollte also nie verkehrt sein und schon gar nicht ist es irgendwann zu spät, den für sich richtigen Weg zu suchen. Das eigene Glück ist schließlich wichtiger als das, was alle anderen denken. Die Geschichte selbst hat zwar kaum Höhepunkte, nichts, worauf sich das ganze zuspitzt. Doch sie unterhielt mich, brachte mich zum Nachdenken, zeigt, dass man sich einfach mal trauen muss. Sie war humorvoll und auf ihre schlichte weiße doch eingehend. Allerdings bin ich vom Ende etwas enttäuscht. Es war vollkommen unrund, abrupt, als wäre ihr einfach nichts mehr eingefallen. Insgesamt dennoch eine lesenswertes, unterhaltsames Buch, mit dem Lisa Owens einen Nerv bei mir getroffen hat.

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  • Lisa Owens - Abwesenheitsnotiz

    Abwesenheitsnotiz
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    03. May 2016 um 05:56

    Claire Flannery ist frustriert von ihrem Job, also kündigt sie ihn kurzerhand, um herauszufinden, was sie tatsächlich mit ihrem Leben anfangen möchte. Ihr Freund scheint als angehender Hirnchirurg seine Bestimmung bereits gefunden zu haben, doch sie taumelt im turbulenten London ziel- und planlos umher. Die Freunde beginnen mit Familienplanungen und alle scheinen einen Sinn in ihrer Arbeit zu finden. Und auch ihre Familie scheint sich im Leben gut eingerichtet zu haben, für eine Claire, die nicht weiß, wer sie ist und was sie will, bleibt wenig Platz.Die Protagonistin steht sinnbildlich für die Generation der 30-Jährigen zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Nur ein Großstadtleben mit einem kreativen und/oder sinnhaften Job scheint gesellschaftlich akzeptiert. Jeder ist immer fröhlich und kann von den tollsten neuen Dingen und Ereignissen berichten. Wer ausbricht, verliert sein soziales Netz und die Anerkennung der Gemeinschaft. Unter diesem Druck sich selbst klar zu sehen und zu verstehen, was einem wirklich glücklich machen könnte, fällt da nicht leicht. Die Episoden aus Claires job-loser Zeit sind mal amüsant, mal erschreckend, aber durchaus sehr realitätsnah und authentisch getroffen. 

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  • Eines meiner liebsten Debüts in diesem Jahr!

    Abwesenheitsnotiz
    PaulaAbigail

    PaulaAbigail

    23. April 2016 um 09:34

    "Wer will ich sein, wenn ich sein kann, wer ich will?Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten", sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht?"  Ich möchte zu dem Buch gar nicht so viel sagen, ausser: Grossartige Literatur über den ganz normalen Wahnsinn des Lebens mit viel Situationskomik und britischem Humor; eine herzallerliebste Protagonistin und ihr verständnisvoller Freund, eine schnippische Mutter, eine freche Grossmutter, der gutmütige Vater und viele kleine Beobachtungen aus dem Alltag. Einfach wunderbar und definitiv mein Lieblingsdebüt in diesem Frühjahr! (Ich hatte nach dieser Lektüre richtig grosse Probleme, mich auf etwas anderes einzulassen...)

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  • Alles auf Neuanfang

    Abwesenheitsnotiz
    eulenmatz

    eulenmatz

    Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten", sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen. (Quelle: Amazon) Das Buch ist sehr interessant und außergewöhnlich strukturiert. Die Autorin hat hier einmal abweichend von der Norm keine Einteilung von Kapiteln gewählt, sondern die Geschehnisse immer mit einem Nomen gekennzeichnet (wie z.B. Partyzeit). Zunächst wirkt das etwas befremdlich, weil die Abschnitte oft nur ein paar Sätze umfassen, doch schnell gewöhnt man sich daran und das Buch lässt sehr schnell und flüssig lesen. Mir gefiel diese Anordnung, denn die oft sehr kurzen bis kurzen Abschnitte waren oft für die eigentliche Handlung eher unbedeutend, aber doch knackig und vor allem herrlich britisch und humorvoll. Claire geht hier einen Schritt, der in unserem gesellschaftlichen Model eigentlich nicht wirklich vorgesehen ist. Arbeit kann man verlieren, weil man krank ist, weil man sich was Neues gesucht hat oder weil man gekündigt wurde, aber dann fest entschlossen ist sich was Neues zu suchen. Doch Claire kündigt ihren Job, weil sie der Meinung ist, dass es nicht der Richtige für sie ist und sie sich in Ruhe Zeit nehmen möchte den richtigen Job für sie zu finden. Von ihrem gesamten Umfeld, Familie und Freunde, wird sie dafür erwartungsgemäß kritisch beäugt und die Leute versuchen sich immer höflich auszudrücken. Dennoch ist deutlich spürbar, was sie wirklich darüber denken. So ein Ausstieg ist gesellschaftlich einfach nicht vorgesehen. Einzig von ihrem Freund Luke von Claire unterstützt. Auch wenn hier und da zu einige Konflikten kommt, ist dennoch spürbar, dass er sie unterstützt. Mit Mitte zwanzig werden an Claire auch noch andere gesellschaftliche Anforderungen wie Heirat und Kinder gestellt. Auch hier muss sich Claire gefühlt ständig rechtfertigen, dass sie eben auch hier andere Vorstellungen bzw. auch keine Eile hat. Mir hat gut gefallen, dass Claire sich hier aber nicht in die Ecke drängen lässt und versucht hier für den von ihr gewählten Weg einzustehen. Ich fand es oft erschreckend, wie man über sie geurteilt hat und wie oft sie sich für den Ausstieg aus dem Hamsterrad rechtfertigen musste. Aus eigener Erfahrung kann ich aber feststellen, dass die Reaktionen des Umfelds hier absolut nicht übertrieben dargestellt sind, sondern leider der Realität entsprechen. Vor allem junge Frauen, die in Claires Alter sind, müssen sich gefühlt über ein Jahrzehnt rechtfertigen, falls Heirat und Kinder (noch) kein Thema sind, genauso wie noch einmal nach einer anderen beruflichen Herausforderung zu suchen. Das ist schwer verständlich, weil doch scheinbar noch das Ganze Leben vor einem liegt und heutzutage es auch möglich ist noch einmal einen ganz anderen beruflichen Weg einzuschlagen. Gut für den, der wie Claire erkannt hat, dass der Job nicht das ist, was einen zufrieden macht. Das Buch weist keine besonders hohen Spannungsbogen auf und auch das Ende ist teilweise offen, dennoch gefiel mir der britische Charme und vor allem Claire sehr gut. Ich mochte ihren humorvollen, teils trockenen Art sehr gerne und habe das Buch gerne gelesen. Ich denke, es ist für jeden etwas, der im Leben mal kurzzeitig austeigen möchte. Hier bekommt man einen Vorgeschmack, was einen dann von seinem Umfeld zu erwarten hat.

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    • 3
  • 3,5 Sterne

    Abwesenheitsnotiz
    MsChili

    MsChili

    16. April 2016 um 10:02

    KurzrezensionEs geht um Clare, die ihren Job aus Unzufriedenheit kündigt. Man erlebt ihren Alltag mit, mit allen Kleinigkeiten, Höhen und Tiefen.Ich bin leider nicht richtig mit ihr warm geworden, Luke hat mir besser gefallen.Zuerst war auch dieser ständige Ortswechsel ungewohnt, die vielen kurzen Abschnitte. Nach ein paar Seiten ist das besser geworden und zum Ende hin hart es mir gut gefallen. Teilweise war mir Clare's Verhalten zu undurchsichtig, ihre schroffe Art, der Alkoholkonsum...Da hätte man noch mehr rausholen können.

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