In diesem Buch sollen wir also erfahren, was Hillary Clinton wirklich denkt. Und das ausschließlich aus öffentlichen Reden, Interviews, Büchern und Artikeln. Als ich die Vorankündigung zu diesem Buch las, habe ich leider übersehen, dass es nur aus solchen Zitaten bestehen würde. Nach Themen alphabetisch geordnet, etwa von Abtreibung bis Zukunft, geht es durch alles und nichts. Früher dachte ich immer, dass zu solchen Büchern eine andere Staatsform besser passen würde. Aber immerhin ist Hillary Clinton schon eine gefühlte Ewigkeit die beliebteste Frau des Jahres in den USA. Und sie ist mit dem beliebtesten Demokraten der USA verheiratet. Der wiederum, so erfährt man von ihr, hat ein orales Problem. Er isst nämlich keine Schokolade.
Zu Bill gibt es das Stichwort "Ehemann". Und da findet man eine Reihe von Huldigungen und Liebeserklärungen, die man ihr natürlich gerne abnimmt. Immerhin gibt sie wenigstens zu Protokoll, dass es ihr einstmals sehr schwer fiel, zu entscheiden, ob sie mit ihm weiter verheiratet bleiben soll. Wer sich durch dieses Buch liest, der findet dort sicher nicht, wie die einstige Außenministerin, zurückgetretene Präsidentschaftskandidatin und Präsidentengattin tatsächlich denkt, sondern vielmehr, was sie möchte, dass andere über sie denken.
Man kann sich natürlich auch Fragen stellen. Zum Beispiel, ob Hillary Clinton oder andere Menschen in vergleichbaren Positionen tatsächlich das glauben, was sie sagen. Oder wie es sich anfühlt, wenn man andere über Menschenrechte belehrt und gleichzeitig ein Gefangenlager unterhält, das nur schwer mit solchen Rechten in Übereinstimmung zu bringen ist. Man liest auch, dass sich die USA als die führende Macht der Welt fühlen und man spürt das Sendungsbewusstsein, mit dem amerikanische Politiker offenbar gesegnet sind. Die Vorstellung, dass eine deutsche Bundeskanzlerin solche Sätze wie Hillary Clinton formuliert, würde in Europa ein Sturm der Entrüstung hervorrufen. Bei ihr gehen Allmachtsansprüche dagegen wie selbstverständlich durch.
Um dieses Buch als das anzusehen, was es sein will, muss man vielleicht etwas naiv sein, denn es gehört wohl eher in die Abteilung Imagepflege und Propaganda. Und wenn man es so liest, wird es zwar auch nicht spannender, aber wenigstens interessanter. Sollte Hillary Clinton tatsächlich die nächste Präsidentschaftskandidatin der Demokraten werden, dann weiß man als Leser aus den in diesem Buch veröffentlichten Aussagen immerhin, dass es formal gesehen kaum politische Unterschiede zum jetzigen Präsidenten geben würde.
Lisa Rogak
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Lisa Rogak
Dan Brown
Hillary Clinton - Was sie wirklich denkt
So denkt Papst Franziskus
Familienglück
Bill Gates: In His Own Words (In Their Own Words) (English Edition)
Dan Brown
Propaganda Girls: The Secret Women of World War II Intelligence
The Man Behind 'The Da Vinci Code'
Neue Rezensionen zu Lisa Rogak
Sicher ohne es wirklich zu wollen hat sich Papst Franziskus mehr Aufmerksamkeit gesichert als ihm selbst wohl lieb ist. Er stellt sich anders dar als sein Vorgänger, eben auch weil er Jesuit ist: den Armen zugewandt, mit Prunk und höfischem Gehabe mehr als fremdelnd und mit mehr Mut zum Anderssein als Benedikt, der vielleicht im Geiste ähnliche Züge besitzt, aber doch eher ein Intellektueller als ein Mann des einfachen Volkes ist.
Die beiden Autorinnen dieses Buches versuchen den Drang nach Klarheit über den zukünftigen Weg des neuen Papstes mit dieser Zitatensammlung zu befriedigen. Für einen wahrscheinlich weltweiten Verkaufserfolg mussten sie dazu nur alle verfügbaren Dokumente wie Predigten oder anderen Verlautbarungen des ehemaligen Kardinals Bergoglio und heutigen Papstes Franziskus nach bestimmten Begriffen durchforsten und dann die entsprechenden Zitate auswählen.
Ob man daraus wirklich Schlüsse über die Denkweise des Papstes ziehen kann, sei einmal dahingestellt. Viele dieser Zitate sind aus dem Zusammenhang gerissen, einige ziemlich banal und manche wiederum durchaus aussagekräftig.
Die 300 Zitate passen auf 150 Seiten. Den Rest des Buches besetzen Quellenangaben und ein kurzer Werdegang des Papstes. Im Vorwort liest man, dass Benedikt XVI. als ein "eher strenger und rückwärtsgewandter" Papst empfunden wurde, während der neue Papst "durch seine umgängliche Art" erfreue. Bei dieser tiefschürfenden Analyse scheinen den Autorinnen einige Zitate aus diesem Buch wohl entfallen zu sein, denn sie zeugen von einer ganz ähnlichen Strenge im Glauben, wie man sie bei Benedikt beobachtete. Die beiden Päpste mögen im äußeren Erscheinungsbild und in ihrem Habitus völlig unterschiedlich sein. Ihre geistige Nähe wird jedoch noch so manchen überraschen.
Natürlich ist es das Recht jedes Glaubens, ihn für den einzig möglichen zu halten. Manchem wird dieser göttliche Alleinvertretungsanspruch allerdings weniger gefallen. "Wer nicht zu Christus betet, der betet zum Teufel.", heißt es in diesem Buch.
Andere Aussagen zu praktischen Fragen deuten auf einen gesunden Menschenverstand und klare Anweisungen hin, etwa, wenn Franziskus pädophile Priester nicht einfach nur versetzen will, wie dies bisher wohl besonders in den USA der Fall war. Schließlich würden diese Leute dann nur ihre Veranlagungen mitnehmen. Ein Reformer wird dieser Papst dagegen nicht werden. Jedenfalls kann man in diesem Buch kein Zitat finden, was in diese Richtung geht. Eher neigt er zur Fixierung bewährter Traditionen.
Papst sein bedeutet mehr als nur auf die Menschen zuzugehen und sich besonders den Armen zu widmen. Papst sein heißt auch den schwer durchschaubaren römischen Kirchenstaat zu regieren. Ob Franziskus das besser kann als seine Vorgänger, hängt nicht davon ab, ob er mit den anderen in den Bus steigt oder bescheiden wohnt. Es hat auch nichts damit zu tun, ob man rote Papstschuhe oder einfache und bequeme Treter bevorzugt. Man darf also gespannt sein, wie Franziskus sich auf dieser Ebene schlägt.
Für Gläubige mag dieses Buch interessanter sein als für abseits stehende Menschen. Es bietet einen gewissen, aber sehr begrenzten Einblick in die Gedankenwelt des neuen Papstes. Mehr nicht. Wer mehr erfahren möchte, sollte sich die Originale besorgen, aus denen in diesem Buch zitiert wird. Aber selbst dann wird man noch rätseln, denn die meisten Dokumente entstanden vor oder erst kurz nach Bergoglios Wahl zum Papst. Sein neues Amt wird wie jede neue Erfahrung, die ein Mensch macht, auch ihn und bestimmte seiner Ansichten vielleicht verändern.
In einem einzigartigen Blick hinter die Kulissen des zurzeit wohl bekanntesten und umstrittensten Bestsellerautors der Welt, zeigt Lisa Rogak wie aus dem Sohn eines ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Organistin, der Englischlehrer und zunächst erfolglose Autor Dan Brown wurde.
Inhalt:
Erst mit dem grandiosen Erfolg des Da Vinci Codes gelangte Brown in die Bestsellerlisten und damit in das Licht der Öffentlichkeit, bis dahin hatte er aber bereits einen weiten Weg zu beschreiten, der ihn nach seinem Schulabschluss zunächst nach Hollywood brachte, wo er sich als Singer-Songwriter versuchte und seine Frau Blythe kennen lernte. Wie sich nun auch noch herausstellt, ist und war diese auch nie die viel zitierte Kunsthistorikerin, was vielen Vorwürfen, sie hätte Brown vor gewissen Fehlern in Sakrileg und Illuminati abhalten müssen, die Grundlage entzieht. Nach der gescheiterten Musikerkarriere sah sich Brown wieder gezwungen seinen Beruf als Lehrer für Englisch und Spanisch aufzunehmen. Doch Diabolus war nicht Browns erste Veröffentlich, wenngleich seine beiden "geheimen" Werke eher bescheiden ausgefallen sind und alles andere als skandalöses Potential aufweisen. Mit der gesammelten Erfahrung wagte sich Brown schließlich an Diabolus bzw. Digital Fortress, womit ihm zwar eine Veröffentlichung, jedoch kein Bestseller gelang. Als Illuminati/Angels and Demons, sowie Meteor/Deception Point schlussendlich auch bestenfalls mittelmäßige Verkaufszahlen schrieben, schien seine Karriere gelaufen. Das Buch, das sein Schicksal zu besiegeln drohte, mauserte sich schließlich entgegen aller Erwartungen zu einem weit größeren Erfolg als zu erwarten war, nicht zuletzt durch die überraschend heftigen Kritiken. Zunächst noch begeistert von der damit eröffneten Diskussion, wandelte sich der Traum vom Weltbestseller schließlich zum Albtraum.
Wer glaubte, alles über Dan Brown zu wissen, der wird überrascht feststellen dass dies nicht der Fall ist, wenn er oder sie sich dieses Buch zu Gemüte führt. Vorwiegend befasst sich die Autorin mit den Fragen:
- Wer ist Dan Brown und wie ist sein Leben bisher verlaufen?
- Wie kamen seine Bücher, allem voran The Da Vinci Code zustande?
- Was plant er für die Zukunft (weitere Robert-Langdon-Romane) und wann wird sein nächstes Buch (The Solomon Key) endlich erscheinen?
Unter anderem erfährt man von Browns erster Begegnung mit Codes und Rätseln, die ihn nun schon seit seiner Kindheit begleiten, ebenso wie elitäre Kreise. Vor allem Browns grundlegende Idee für Sakrileg entstammt seiner einjährigen Auslandsstudienzeit in Sevilla, wo er während einem Vortrag in Sevilla von geheimen Botschaften in den Gemälden Leonardo da Vincis erfahren hat. Trotz allen Erfolges, ist ihm auch das Scheitern nicht unbekannt, was anhand seiner gescheiterten Musikerkarriere und den erfolglosen Anfängen seines Schriftstellerdaseins deutlich wird. Für Fans seiner "Romane" dürften zweifellos die zahlreichen Informationen über die Konzepte zukünftiger Bücher, wie auch von The Solomon Key sein von großem Interesse sein, welche auf mehr aus Browns Feder hoffen lassen.
Fazit:
Wer mehr über Dan Brown erfahren möchte oder sich einfach für den Mann hinter dem Da Vinci Code interessiert, dem ist dieses Buch ebenso zu empfehlen, wie den zahlreichen Kritikern Browns, die mit der Lektüre lernen könnten, dass Dan Brown auch nur ein Mensch ist.











