Lisa See Der Seidenfächer

(108)

Lovelybooks Bewertung

  • 123 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 2 Leser
  • 13 Rezensionen
(43)
(43)
(16)
(6)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Seidenfächer“ von Lisa See

China im 19. Jahrhundert: Lilie und Schneerose wachsen in einer Welt auf, in der Mädchen als Last gelten und in der mit dem Binden der Füße auch ihr Herz gefesselt werden soll. Mit siebzehn Jahren werden beide verheiratet. Dank der Geheimschrift Nushu, die nur Frauen vorbehalten ist, gelingt es den Freundinnen, in Kontakt zu bleiben. Zu besonderen Anlässen schreiben sich die beiden Mädchen sogar Gedichte in Nushu auf einen Seidenfächer, der immer zwischen ihnen hin und her wandert. Doch die Sehnsucht nach Liebe, Glück und Freiheit kann ihnen niemand nehmen ...

Kurzweilige Geschichte vor eindrücklicher Kulisse.

— Lio-vanTale
Lio-vanTale

Ein Buch über eine Freundschaft, die die Standesgrenzen überwindet, und das Schicksal zweier mutiger Frauen im alten China. Berührend...

— buffy9004
buffy9004

Eine hinreißende und mitreißende Geschichte einer besonderen und ungewöhnlichen Frauen-Freundschaft über die Grezen des Standes hinaus!

— monerl
monerl

eindringliches Portrait der Frau in der Geschichte Chinas - klingt wie "ach so, dass, kenn ich" .. ist aber besser.

— alma
alma

Stöbern in Historische Romane

Edelfa und der Teufel

Ungewöhnlicher historischer Roman, der im Piemont des 16. Jahrhunderts spielt - auch Fantastisches wie der Teufel fehlt nicht.

Rufinella

Agathas Alibi

Im Stil eines Agatha Christie-Romans geschrieben, leider ohne den Charme des Originals

Yolande

Games of Trust

Unerträglich

Asbeah

Der Preis, den man zahlt

50er-Jahre-Männer-Phantasie mit gewissenlosem Agent ohne Überzeugungen, der plötzlich sein Gewissen entdeckt, warum auch immer

StefanieFreigericht

Das Fundament der Ewigkeit

Historische Fakten und Fiktion bilden eine gewohnt meisterhafte Erzählung, die allerdings eine Weile braucht, um dann gänzlich zu fesseln.

Ro_Ke

Der englische Botaniker

Für Blumenliebhaber und Botaniker interessant!

Lesezirkel

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Kurzweilige Geschichte vor eindrücklicher Kulisse

    Der Seidenfächer
    Lio-vanTale

    Lio-vanTale

    02. December 2015 um 21:04

    Wie viele andere Bücher auch erzählt der Seidenfächer die Lebensgeschichte zweier Frauen, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird, bemerkenswert wird die Geschichte erst durch den Handlungsort, den Lisa See gewählt hat. Die Beschreibung des alten Chinas gelingt ihr gut, sie verliert sich nicht in sachbuchartigen Ausschweifungen, liefert aber dennoch genug Erklärungen, sodass man als Leser die Durchaus befremdlichen  Vorstellungen und Motivationen der Charaktere nachfühlen kann. Positiv hat sich hier sicherlich Sees Recherche in China ausgewirt, für die sie in abgelegenen Orte reiste und die Menschen dort interviewte. Herausgekommen ist dabei insgesamt eine kurzweilige Geschichte vor einer sehr eindrücklichen Kulisse. Rein sprachlich betrachtet ist der Roman guter Durchschnitt. Es gibt kaum phänomenale Sätze, bei denen man hängen bleibt und sie ein zweites Mal liest, es gibt aber auch keine Sätze, die besser gestrichen worden wären. Etwas holprig lesen sich die Übersetzungen der chinesischen Anreden von Personen. Anstatt "Ältere Schwester betrat den Raum" oder "Ehrenwerte Frau Wang sagte", hätte ich mir eher die chinesischen Ausdrücke mit Fußnoten gewünscht. So geht einiges an Authentizität verloren. Mein Leseexemplar war die Bertelsmannausgabe von 2005. Diese ist gebunden, hat aber einen sehr dünnen, biegsamen Einband, ist also eine weniger hochwertige Produktion. Das Cover ist in Rosa gehalten und von der Farbwahl sehr harmonisch. Es zeigt sowohl einen Fächer, als auch eine asiatische Frau, was immerhin oberflächlich betrachtet gut zu dem Roman passt. Wesentliche Motive der Handlung sind aber nicht abgebildet, so bleiben es also letztlich irgendeine Frau und irgendein Fächer, weshalb ich die Buchgestaltung ebenfalls nur durchschnittlich beurteilen würde.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Buecherteich

    Buecherteich

    19. February 2013 um 20:40

    Ein wundervolles Buch über Leben und Kultur in China, zugleich eine bezaubernde Geschichte über Liebe und Freundschaft.

  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    04. February 2013 um 06:26

    KLAPPENTEXT: China im 19. Jahrhundert: Lilie und Schneerose wachsen in einer Welt auf, in der Mädchen als Last gelten und in der mit dem Binden der Füße auch ihr Herz gefesselt werden soll. Mit siebzehn Jahren werden beide verheiratet. Dank der Geheimschrift Nushu, die nur Frauen vorbehalten ist, gelingt es den Freundinnen, in Kontakt zu bleiben. Zu besonderen Anlässen schreiben sich die beiden Mädchen sogar Gedichte in Nushu auf einen Seidenfächer, der immer zwischen ihnen hin und her wandert. Doch die Sehnsucht nach Liebe, Glück und Freiheit kann ihnen niemand nehmen ... AUTORIN: (Quelle: Blanvalet) Lisa See, geboren in Paris, aufgewachsen in Los Angeles in Chinatown, entstammt einer chinesisch-amerikanischen Familie. Sie arbeitete dreizehn Jahre lang als Journalistin. Ihr erstes Buch »On Gold Mountain« (dt. »Auf dem Goldenen Berge«, 1997) war ein internationaler Bestseller und erhielt 1995 die »Notable Book«-Auszeichnung der New York Times. Als Kuratorin betreut sie mehrere große Ausstellungen, die sich mit interkulturellen Beziehungen zwischen Amerika und China beschäftigen. Im Jahr 2001 wurde sie von der Organisation Chinesisch-Amerikanischer Frauen als »National Woman of the Year« ausgezeichnet; im Herbst 2003 erhielt sie den »Chinese American Museum´s History Makers Award«. Vor vier Jahren hat sie mit ihrem Roman »Der Seidenfächer« einen Weltbestseller geschrieben. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Los Angeles. EIGENE MEINUNG: „Ich bin, was sie in unserem Dorf `eine, die noch nicht gestorben ist´ nennen – eine Witwe von achtzig Jahren. Ohne meinen Mann gehen die Tage langsamer vorüber. An den besonderen Speisen, die Päonie und die anderen zubereiten, liegt mir nichts mehr. Auf die vielen glücklichen Ereignisse unter unserem Dach freue ich mich nicht mehr. Mich interessiert allein die Vergangenheit. Nach all dieser Zeit kann ich nun endlich all das aussprechen, was ich früher nicht sagen durfte – als ich noch abhängig von meiner eigenen Familie war oder mich darauf verlassen musste, dass mich die Familie meines Mannes ernährte. Ich habe ein ganzes Leben zu erzählen; zu verlieren habe ich nichts mehr, und es gibt nur noch wenige, die sich daran stoßen könnten.“ Dieser Abschnitt, der der erste im Buch ist und aus Lilies derzeitigem Leben stammt, ist bezeichnend für all das was ihr während ihres Lebens, aus dem sie in den weiteren Kapiteln des Romans erzählt, widerfährt. Es spiegelt die Hilflosigkeit der Frauen zur damaligen Zeit, ihre „Nutzung“ und ihre Abhängigkeit von ihrer Familie, der Familie in die sie verheiratet wird, von Schicksalen und Gottesgefügen. Lilie ist noch ein Kind, gerade sechs Jahr alt, als zuerst ein Wahrsager und dann eine Heiratsvermittlerin ins Haus kommen, um über ihr weiteres Leben zu bestimmen. Sie soll wie alle jungen Mädchen in China die Füße gebunden bekommen, damit sie den damals herrschenden Schönheitsidealen entspricht und die Chance bekommt mit einem wohlhabenden und angesehenen Mann verheiratet zu werden. Obwohl eins von zehn Mädchen beim Prozess des „Füße bindens“, bei dem unter anderem der Knochen gebrochen wird, stirbt, hält man an dieser Tradition fest. Auch Lilie lässt dies über sich ergehen und es passiert das, was man für sie vorhergesehen hatte: sie findet einen wohlhabenden Mann, gebiert ihm Söhne und steigt im Ansehen der Gesellschaft. Doch welchen Preis muss sie dafür zahlen? Schmerzen, Kummer und Ärger beherrschen ihren Alltag, doch zum Glück hat sie Schneerose, ein Mädchen, mit dem sie eine innige Freundschaft, die schon fast einem Liebesverhältnis gleicht, führt. Auf einem Seidenfächer schicken sie sich Briefe, Liebesbekundungen und Worte die ihnen helfen durch zu halten. Geschrieben in Nushu, der Schrift, die nur Frauen lesen können. Lisa See schreibt sehr authentisch, aber auch sehr eindringlich, eine Geschichte, wie sie im China des 19. Jahrhunderts sicher Alltag war. Nicht immer hatten die Mädchen so viel Glück im Unglück wie Lilie. Sie hat trotz aller Qualen und der Tatsache, dass sie immer gehorchen muss und keinen wirklich eigenen Willen hat, wenigstens ausreichend essen und eine Freundin, die ihr immer den Rücken stärkt, doch dann stößt Lilie ausgerechnet diese Freundin vor den Kopf … Es ist erschreckend und schockierend was im damaligen China Gang und Gäbe war und wo die Tradition hinführte. Zu Qual, Leid und Unterdrückung. Schon gleich zu Anfang erfährt man wie wenig ein Mädchen in der Familie bedeutet. Es ist ein weiteres Maul, das gestopft werden muss. Einzige Möglichkeit Anerkennung zu bekommen besteht darin einen Mann zu heiraten, der wohlhabend ist. Es hat mich regelrecht erschüttert wie kalt die eigene Mutter zur kleinen Lilie war und durch welche Qualen sie ihre Tochter hat gehen lassen. Qualen, die sie am eigenen Leib erfahren hat. Die geschichtlichen Aspekte werden im Roman sehr gut dargestellt. Man lernt einiges über chinesische Tradition, Religion und das Leben dort in früheren Zeiten. Ich selbst habe China immer irgendwie mit etwas mystischem verbunden, doch das hat Lisa See mir genommen und für Klarheit gesorgt. Zu Lilie und Schneerose bekommt man sehr leicht einen Zugang und trotz der kühlen Atmosphäre der Umgebung, in der die beiden aufwachsen, ist ihr inniges, warmes Verhältnis für den Leser deutlich spürbar. Die Schreibe der Autorin ist sehr schön, lässt sich jedoch nicht so ganz leicht lesen, da ihre Sätze so voller Erlebnisse stecken und doch sehr poetisch angehaucht sind. FAZIT: „Der Seidenfächer“ ist ein Roman über Freundschaft im China des 19. Jahrhunderts. Schockierend, fesselnd und bewegend erzählt Lisa See die Geschichte zweier Frauen, die wie viele Frauen ihrer Zeit, den Fesseln von Tradition und Unterdrückung ausgeliefert waren, und genau dort etwas sehr wertvolles gefunden haben. Interessant, spannend und bewegend.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Larijana

    Larijana

    28. November 2012 um 16:16

    Lisa See entführt uns mit ihrer Geschichte ins China des 19. Jahrhunderts, wo Lilie, zu Beginn des Buchs noch ein kleines Mädchen, lernt, dass Frauen nur wertlose Äste sind und Schönheit nur durch Schmerz erlangt werden kann. Wie die meisten chinesischen Mädchen zu dieser Zeit muss sie das Füßebinden über sich ergehen lassen, um möglichst kleine und wohlgeformte Füße zu erhalten, die fortan ihren Wert bestimmen und ihr dabei helfen sollen, einen wohlhabenden Ehemann zu finden. Im Haushalt ihres Mannes muss sie ihren Wert schließlich erneut unter Beweis stellen, indem sie ihm so viele Söhne wie möglich schenkt - die einzigen Kinder, die in China wirklich etwas wert sind, da sie den Namen der Familie weiter tragen. An Lilies Seite befindet sich Schneeorse, ihre laotong, oder Weggefährtin – einen Bund, den die Mädchen mit sieben Jahren eingegangen sind. Sie wollen für immer an der Seite der Gefährtin bleiben, doch der steinige Weg, den die beiden Frauen beschreiten müssen, macht es ihnen nicht immer einfach, diesen Schwur zu halten. Durch die geheime Schrift der chinesischen Frauen, Nushu, schaffen es die beiden trotzdem, in Verbindung zu bleiben, auch wenn das Schicksal unterschiedliche Wege für sie bereithält und beide Frauen und auch ihre Freundschaft vor einige Prüfungen stellt. Schneeroses Lügen, die sie ihrer „Ersatzfamilie“ von Beginn an aufgetischt hat und die Verwandlung, die Lilie nach ihrer Heirat durchläuft, lassen beide Frauen mit der Zeit etwas unsympathisch werden. Trotzdem verfolgt man mit Interesse, wie es mit den beiden Frauen weitergeht, vor welche Prüfungen sie wohl noch gestellt werden, und ob ihre Freundschaft tatsächlich Bestand haben wird, was man sich fast schon wünscht. Das Buch vermittelt einige interessante Hintergrundinformationen über die chinesischen Traditionen und die Rolle der Frauen im alten China. Die Geschichte wird als Rückblick von einer achtzigjährigen Lilie erzählt, die mit Reue auf ihr altes Leben zurückblickt; das Buch ist leicht zu lesen, besticht aber durch einen sehr erzählerischen, bildhaften Schreibstil, der durch die chinesischen Redewendungen und Gedichte ausgeschmückt wird. Der Seidenfächer ist ein schöner, leicht zu lesender Roman über eine innige Freundschaft von zwei Frauen, die mehrmals vor die Entscheidung gestellt werden, ihr Schicksal entweder zu akzeptieren oder ihm zu trotzen, und vermittelt ein eindrucksvolles Portrait der Frauen in China.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Angelcurse

    Angelcurse

    03. October 2012 um 19:31

    Powered by Bookaddicted.de / Detailreiche Erzählung für China-Interessierte China im 19. Jahrhundert. Lilie wächst in einer einfachen Bauernfamilie auf und kann sich eigentlich nichts sehnlicher wünschen, als halbwegs annehmbar verheiratet zu werden. Doch die Heiratsvermittlerin sieht etwas "Besonderes" in ihr: Sie schlägt Lilie für den Bund mit einer laotong, einer Weggefährtin, vor. Schneerose, ebenso jung wie Lilie, stammt aus einer wohlhabenden Familie aus der reichsten Stadt im Landkreis, Tongkou. Mit ihr geht Lilie den laotong-Bund ein. Fortan teilen die beiden Mädchen alles: Sie besuchen sich gegenseitig, stehen gemeinsam die grausame Tradition des Füßebindens durch und nichts kann ihre Freundschaft erschüttern. Bis Lilie eines Tages Dinge über Schneerose erfährt, die ihr den Boden unter den Füßen rauben und die die Freundschaft der beiden Mädchen auf eine harte Probe stellen. Auf "Der Seidenfächer" von Lisa See bin ich aufmerksam geworden, weil das Buch verfilmt wurde: Ende Juni 2012 kam er ins Kino und Ende November erscheint er auf DVD. Da ich das Buch gerne vorher lesen wollte, nahm ich es in Angriff. Zunächst kam die Geschichte recht langsam in Schwung und ich musste mich vor allem an die komischen Namen gewöhnen: Lilie und Schneerose, ok, aber dass die Geschwister mit "ältester Bruder" oder "dritte Schwester" bezeichnet wurden, war erst einmal ungewohnt. Die chinesischen Ortsnamen und - leider - wirklich wenigen chinesischen Worte, die im Buch vorkamen, machten mir als Chinesisch-Studierende keine Probleme. Man kann "Der Seidenfächer" aber definitiv völlig ohne (Vor-)Kenntnisse lesen. Trotz des recht gemächlichen Beginns war ich bis zum Schluss des Buches immer neugierig, wie es mit Lilie und Schneerose weitergehen mag und Geschichten über tiefe Frauenfreundschaften faszinierten mich schon immer. Leider kam durch die Erzählweise keine rechte Sympathie für die Protagonisten auf, obwohl Lilie die Geschichte aus ihrer Sicht in Ich-Form erzählt. Dies geschieht leider aber auf eine sehr distanzierte Weise. Das Große PRO an "Der Seidenfächer" ist eindeutig, dass man Vieles über die chinesischen Traditionen in Hunan erfährt, insbesondere über das Füßebinden und die vielen Heiratstraditionen und -zeremonien, die bis ins kleinste Detail geschildert werden. Wer sich dafür interessiert, wird Lisa Sees Bestseller sicher mögen. Hätte ich das Buch einzig und allein nur zur Unterhaltung gelesen, wären es wohl nur 3 Sterne geworden, da ich nicht recht mit den beiden Mädchen mitfiebern konnte. Außerdem ist der Text sehr narrativ, denn es gibt wenig wörtliche Rede und im Grunde handelt es sich um einen einzigen Monolog. Auch gab es für ein einmaliges Lesevergnügen zu viele Details über chinesische Gebräuche und Traditionen. Da ich mich aber andererseits für sowas interessiere, vergebe ich insgesamt 4 Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Annilane

    Annilane

    03. October 2012 um 18:58

    Das Mädchen Lilie wächst im China des 19. Jahrhunderts auf. Ihre Umwelt, aber auch die eigene Familie begegnen ihr mit Härte, denn Mädchen sind nichts weiter als eine Last. Als ihr mit sieben Jahren die Füße geschnürt werden, muß sie unerträgliche Schmerzen erdulden. Doch Lilie begehrt nicht auf, denn als Frau muß man gehorchen, wenn man später ein gutes Leben haben will und wer schön sein will, muß leiden. Ihr einziger Trost ist die Aussicht auf Bildung, darunter auch die Geheimschrift Nushu. Als sie schließlich mit 17 heiratet, kann sie Dank der Schrift ein heimliches, halbwegs selbstbestimmtes Doppelleben anfangen. Absolut faszinierend geschrieben, in schlichter und doch packender Art. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der Einblicke in fremde, geheime Welten mag.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. January 2012 um 22:03

    China im Jahre 1823- Die junge Lilie wird als Tochter einer Bauernfamilie in der Provinz Hunan in China geboren. Zu dieser Zeit herrschte ein starkes Regiment, das heißt, Mädchen sind für eine Familie wertlos und dazu da, um eine gute Partie zu heiraten. Da Lilie's Familie aber selber kaum Geld besitzen, ist es wichtig, dass, wie es damals in China üblich war, den Mädchen der Familie die Füße zu binden. Umso kleiner und Lotus-ähnlicher die Füße nach dieser schmerzhaften Prozedur wurden, umso mehr konnte man auf einen wohlhabenden Mann hoffen. Lilie also kommt in das passende Alter für das Füßebinden und eine Heiratsvermittlerin und Wahrsager prophezeien ihr, dass ihre Füße nahezu perfekt sind für eine schöne Lotusform. Dadurch ermöglicht man Lilie eine sogenannte Laotong Verbindung zu einem Mädchen aus reicherem Haushalt, die durch eine geheimsprache in Kontakt bleiben können. Schon bald entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen, die auch in schlechten Tagen bestand hällt... Lisa See ist ein gerade zu wundervoller Roman gelungen. Die tiefe Freundschaft zwischen Lilie und Scheerose ist sehr schön dargestellt und auch die Gefühle der Charaktere ist See gelungen. EIn sehr schönes Buch für Leute, die sich für das alte China und ihre Traditionen interessieren.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Maggi90

    Maggi90

    10. September 2011 um 19:41

    Lilie wird im China des 19. Jahrhunderts als drittes Mädchen einer eher ärmlichen Bauernfamilie geboren. Das Land und seine Bevölkerung leben noch sehr nach den alten Traditionen, denen zufolge Mädchen nichts wert sind. Ihnen werden die Füße gebunden und Handarbeiten beigebracht, damit sie ihrer neuen Familie, in die sie eines Tages einheiraten werden, Ehre machen und gute Dienste leisten. Der Wahrsager und die Heiratsvermittlerin erkennen Potential in dem Mädchen und versprechen ihr eine Heirat weit über ihrem Stand. Um diese noch sicherer zu machen, soll sie einen ganz besonderen Bund eingehen. Sie bekommt keine Schwurschwestern, wie es üblich ist sondern eine laotong, eine Weggefährtin die, anders als die Schwurschwestern, auch nach ihrer Hochzeit Teil ihres Lebens sein wird. Es ist ein Bund der stärker sein soll, als das Bündnis zwischen Mann und Frau. So begegnen sich Lilie und Schneerose, ein Mädchen aus einer besser betuchten Familie. Sie werden sofort Freundinnen und schwören sich, immer zusammen zu sein und nie Geheimnisse voreinander zu haben. Sie verbringen viel Zeit zusammen, lernen die typischen Frauenarbeiten, erdulden das Füßebinden gemeinsam und erlenen Nushu, die geheime Schrift der Frauen. Ein Seidenfächer wird zum Symbol ihrer Freundschaft, indem sie sich Nachrichten über die wichtigesten Ereignisse ihres Lebens, über diesen Fächer zukommen lassen. Als die Mädchen in jungen Jahren in ihre neuen Familien einheiraten wird die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe gestellt... Die Geschichte wird aus Lilies Sicht erzählt. Sie ist mittlerweile über achtzig Jahre alt und erfahrener als sie es damals war. Sie lässt den Leser an den Gedanken des kleinen Mädchens teilhaben, dass viel Hoffnung in ihre Zukunft gesteckt hat und niemanden je so liebte, wie Schneerose, ihre laotong. Klingt nach "Kenn ich schon"? Genau. Zwar ist die Geschichte ganz gut durchdacht und hat ihre Höhen und Tiefen, dennoch bleibt es irgendwie sehr kitschig und vorhersehbar. Der Schreibstil ist alles andere als anspruchsvoll und das übersetzen der Eigennamen macht es nur noch schlimmer. Wirklich fesselnd fand ich die Geschichte nicht und historisch gesehen ist das Buch nun auch nicht besonders empfehlenswert. Man bekommt einen halbwegs guten Einblick in die Tradition des Füßebindes, aber dabei bleibt es dann auch. Dem Leser wird immer wieder vor Augen geführt, dass Frauen wertlos sind und sich darum kümmern sollen gute Ehefrauen, Schwiegertöchter und Mütter zu sein. Leider war es das dann fast auch schon mit der chinesischen Kultur. Alles in allem ein recht kitschiger Roman über zwei Frauenschicksale.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Thrill

    Thrill

    Die Geschichte von Lilie und Schneerose hat mich fasziniert. Der Anfang des Buches hat mich gefesselt, da ich mir die unvorstellbaren Schmerzen des Füßebindens garnicht vorstellen wollte und auch die Rolle der Frau hat mich wirklich schockiert. Der einzige Lichtblick im Leben der beiden war die Verbindung zueinander, diese wird am Ende auf eine harte Probe gestellt. Sehr gutes Buch, würde ich jedem weiterempfehlen!

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Huebner

    Huebner

    29. October 2010 um 14:55

    Ein ergreifendes Buch über die Schicksale zweier Mädchen, die mittels eines Seidenfächers in einer von Männern dominierten Welt Chinas im 19.Jh. kommunizieren. Lilie und Schneerose zeigen auf beeindruckende Weise, wie die Lebenswege verschiedener nicht verlaufen könnten, wenn der gemeinsame Pfad sich um einen winzigen Grad trennt. Lisa See benutzt ideenreiche, nicht immer konventionelle Bilder, um die Welten ihrer Heldinnen transparent zu machen. An wenigen Stellen etwas langatmig. Im Großen und Ganzen fantastisch.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    mixtapemaedchen

    mixtapemaedchen

    02. January 2010 um 17:50

    1823 wird Lilie in einem kleinen chinesischen Bauerndorf als drittes Kind ihrer Familie geboren, in einer Zeit, in der sich die chinesische Bevölkerung stark von ihren alten Traditionen leiten lässt und Mädchen nichts wert sind. Als es Zeit wird, der Siebenjährigen nach althergebrachtem Brauch die Füße zu binden, damit sie so winzig werden, wie es dem Schönheitsideal der Zeit entspricht, entdeckt die Heiratsvermittlerin, die das "Potential" des Mädchens beurteilen soll, Anzeichen dafür, dass Lilie für eine gute Partie bestimmt ist und nicht, wie üblich, mit mehreren "Schwurschwestern" einen Freundschaftsbund schließen soll, der bis zur Ehe dauert, sondern eine lebenslange Verbindung mit einem anderen Mädchen eingehen soll. So begegnen sich Lilie und Schneerose, das Mädchen aus dem reichen Dorf Tongkou, zum ersten Mal und schließen augenblicklich Freundschaft. Gemeinsam erdulden sie die grässliche Tortur des Füßebindens, die Lilies jüngere Schwester nicht überlebt, verbringen viel Zeit miteinander in bei Lilies Familie, erlernen die geheime Nushu-Schrift, die nur Frauen lernen, und schreiben sich, wenn sie nicht zusammen sein können, geheime Botschaften auf einen Seidenfächer, den sie hin und her schicken. Der Tradition entsprechend werden die Mädchen im Teenageralter verheiratet. Während Lilie wie vorhergesehen einen Sohn aus höchst angesehener Familie ehelicht, muss sich Schneerose mit einem Metzger begnügen, dem niedersten aller Berufe. Und Lilie erfährt, dass Schneerose ihr nie die ganze Wahrheit über sich und ihre Familie erzählt hat. Schwer enttäuscht wendet sie sich von der Freundin ab ... Ein wunderschön erzähltes Bild dieser längst vergangenen Zeit mit ihren überkommenen Traditionen, denen man blind folgte. Lilie ist keine Protagonistin, wie es sie in historischen Romanen und gerade in Zeiten großer Unterdrückung der Frau häufig gibt, keine, die sich beherzt über die Sitten und Gebräuche ihrer Gegenwart hinwegsetzt, sondern sie ordnet sich den Traditionen unter, ist ganz ein Kind ihrer Zeit und genau deshalb so authentisch. Im zweiten Teil verliert der Roman leider ein wenig an Schwung. Während die Kindheit, insbesondere die Zeit des Füßebindens und der keimenden Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, mit vielen Details geschildert ist, wird später vielleicht etwas zu stark gerafft und gesprungen, doch zum Ende hin holt das Buch wieder auf. Auf jeden Fall lesenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Krizzle

    Krizzle

    01. February 2009 um 14:22

    Leider habe ich das Buch zur Seite gelegt, was ich ganz schlimm finde. Ich fand die Geschichte der beiden Mädchen in ihrer Füße-Binden Zeit sehr interessant, aber auch grausam. Leider konnte mich die weitere Geschichte jedoch nicht packen.

  • Rezension zu "Der Seidenfächer" von Lisa See

    Der Seidenfächer
    Lillith_Trish

    Lillith_Trish

    09. July 2007 um 16:28

    Wanderbuch