Lisa See Snow Flower And the Secret Fan

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Inhaltsangabe zu „Snow Flower And the Secret Fan“ von Lisa See

In the vein of Memoirs of a Geisha and Empress Orchid, a mesmerizing novel about two young girls growing up in feudal China
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  • Rezension zu "Snow Flower And the Secret Fan" von Lisa See

    Snow Flower And the Secret Fan
    Saralonde

    Saralonde

    15. February 2012 um 21:09

    China im 19. Jahrhundert: In einem kleinen Dorf in einer abgelegenen Region Chinas lebt die kleine Bauerstochter Lily in ärmlichen Verhältnissen. Als die Heiratsvermittlerin des Nachbarorts ihre Füße sieht, ist klar: Lily ist etwas Besonderes, ihre Füße könnten einmal perfekte Lotosfüße werden, das wichtigste Kriterium für eine Heirat. So hat sie nicht nur die Aussicht, einen wesentlich besser gestellten Mann zu heiraten, ihr wird auch eine besondere Freundin, eine “laotong” aus besseren Verhältnissen vermittelt. Die kleine Snowflower und Lily sind bald unzertrennlich. Doch wird ihre Freundschaft ein Leben lang halten und alle Schicksalsschläge überstehen? Ich muss aufpassen, dass ich bei der Beschreibung dieses Buches nicht zu sehr ins Schwärmen gerate. Lisa See hat genau meinen Geschmack getroffen. Die Lebensgeschichte der beiden Chinesinnen hat mich von der ersten Seite an gefesselt und fasziniert. Kaum zu ertragen das Kapitel über das “Binden der Füße”, eine Prozedur, die zahllose Chinesinnen über sich ergehen lassen mussten, um dem damaligen Schönheitsideal gerecht zu werden. 1 von 10 Mädchen starb dabei, die übrigen waren für immer verkrüppelt. Bereits als Kinder werden die Mädchen mit ihren zukünftigen Ehemännern verlobt. Die ganze Beschreibung der Kultur, der Bräuche und Rituale ist mitreißend, vieles davon ist befremdlich, manches aber auch schön, wie etwa die Stickereien oder die rezitativen Gesänge der Frauen. Für uns heute kaum zu akzeptieren ist die Haltung der Frauen sich selbst gegenüber, sie sehen sich als wertlos und ihr Leben dient einzig dem Zweck, Söhne zu gebären. Doch diese Auffassung war war damals Normalität, man muss das einfach hinnehmen. Ich konnte trotzdem ganz in die Kultur abtauchen. Ich finde es sehr interessant, dass hier einmal keine Rebellinnen beschrieben werden, sondern ganz normale Frauen ihrer Zeit. Sehr gewundert habe ich mich über Rezensionen, in denen Leser die Geschichte als langweilig beschreiben, ich fand sie im Gegenteil sehr spannend und kurzweilig und absolut nicht kitschig. Da sieht man mal wieder, wie die Erwartungen und Geschmäcker auseinander gehen, ich finde hingegen die meisten Actionelemente langweilig und liebe Lebensgeschichten aus anderen Epochen… Eine wunderschöne, herzzerreißende Geschichte über Schicksal und Freundschaft. Und für mich eines der schönsten Bücher, die ich ich seit Langem gelesen habe.

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