Lisa Signorile Missgeschicke der Evolution

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Inhaltsangabe zu „Missgeschicke der Evolution“ von Lisa Signorile

Die Geschichte der Evolution – so spannend erzählt wie ein Krimi. Wie pflanzen sich Spinnen fort, und warum ist das Urzeitpferdchen noch nicht ausgestorben? Im Zuge der Evolution haben sich unzählige skurrile Tierarten entwickelt, von deren Existenz die meisten Menschen nichts wissen. Und natürlich gibt es auch viele Tiere, die zwar gemeinhin bekannt sind, mit denen sich aber nur die Wenigsten näher befassen möchten. Die promovierte Biologin Lisa Signorile stellt 37 bemerkenswerte Arten vor, von Insekten über Reptilien und Vögeln bis hin zu Säugetieren, und wartet dabei mit beeindruckenden Erkenntnissen, spannenden Geschichten und unvermuteten Überraschungen auf: Begeben Sie sich geschrumpft in ihr eigenes Bett, wo Sie sich Auge in Auge einer Hausstaubmilbe gegenübersehen. Lernen Sie echte Vampire kennen, gewinnen Sie winzige Beutelratten lieb, die wie Äffchen aussehen, und staunen Sie über Elysia, ein Mischwesen aus Schnecke und Pflanze.

Tolles Buch, mit gut recherchierten Geschichten zu vielen Tierarten, die man gar nicht so kennt. Sollte jeder gelesen haben!

— zukunftskind
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  • 'Sie sollten also auf alles gefasst sein und ein Antiemetikum griffbereit halten.'

    Missgeschicke der Evolution
    sabatayn76

    sabatayn76

    31. January 2015 um 14:01

    Inhalt: Lisa Signorile stellt in 'Missgeschicke der Evolution' allerlei bizarre Tiere vor: nahezu unvorstellbare Tiere, die an besonders extreme Umweltbedingungen angepasst sind (z.B. Vampyroteuthis infernalis, Nacktmull, Triops), Parasiten (z.B. Laus, Harnröhrenwels, Saitenwurm), seltene und wenig bekannte Säugetiere, die vermutlich bald aussterben werden (z.B. Kaninchennasenbeutler, Desman, Riesenohr-Springmaus), Tiere mit außergewöhnlichen evolutionären Anpassungen (z.B. Grottenolm, Fettschwalm, Bärtierchen) sowie giftige Tiere (z.B. Pitohui, Einsiedlerspinne, Schlitzrüssler). Mein Eindruck: Ich habe mich schon intensiv mit Darwins Evolutionstheorie befasst und schätze z.B. Richard Dawkins sehr, der Wissen und komplexe Zusammenhänge auf humorvolle Weise und sehr gut verständlich vermitteln kann. Von Anfang an liest sich 'Missgeschicke der Evolution' sehr amüsant, ist sehr informativ, sehr flüssig lesbar und extrem fesselnd. Lisa Signorile kann dabei einem Vergleich mit Richard Dawkins standhalten, schafft es genau wie er, dass man bei der Lektüre staunt, lacht und (beinahe nebenbei) viel lernt. Obwohl ich schon viel über Tiere und über Evolution gelesen habe, bin ich hier auf viele Tiere gestoßen, von denen ich noch nie gehört habe und die so absonderlich klingen, dass man fast nicht glauben kann, dass sie nicht einfach nur der Fantasie der Autorin entsprungen sind. Mir hat die Lektüre durchweg viel Spaß gemacht, und bereits die Kapitelüberschriften haben mich häufig zum Lachen gebracht und neugierig auf die Ausführungen gemacht (z.B. 'Würstel mit Zähnen: die Nacktmulle). Man spürt auf jeder Seite, wie begeistert die Autorin von den Tieren und von der Evolution ist, und genau diese Begeisterung reißt einen beim Lesen auch mit. Mein Resümee: Ein wunderbares Buch über wunderliche Tiere: staunen, kichern, fasziniert sein und sich bisweilen vielleicht auch etwas ekeln.

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  • Was es nicht alles gibt……

    Missgeschicke der Evolution
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Was es nicht alles gibt…… Von den liebevollen, bunten, handgezeichneten Illustrationen her wirkt dieses Buch eher wie ein Kinderbuch, eine Heranführung an das Tierreich in seiner besonderen Form. Ein Eindruck, der sich dabei aber schnell legt (wobei das Buch für ältere Kinder durchaus auch empfehlenswert ist). In klarer, einfacher und verständlicher Sprache gibt Signorile einen breiten Einblick in ungewöhnliche Lebensformen, in den Aufbau und die Biologie sehr exotischer und, zumindest in Teilen, gnadenlos hässlicher Tiere. Nicht nur „Vampyrotheuthis infernalis“ aus der „Dämmerzone“ der Ozeane (zwischen 500 und 1000 Meter Tiefe) ist hier ein Vertreter einer abschreckenden Physis par excellence. Auch wenn der „Vampirtintenfischähnliche“ nun wirklich kein Blut saugt, dem Aussehen nach geht man ihm besser aus dem Weg. Ein Wesen im Übrigen, dessen evolutionäre Linie unklar ist (und wohl bleiben wird). Ein Wesen mit ganz besonderen Anpassungen, die es für ein Leben im Aquarium z.B. völlig ungeeignet sein lassen. Neben solch sehr exotischen, in der Breite eher unbekannten Lebewesen wendet sich Signorile natürlich auch verbreiteten und dennoch nicht sonderlich beliebten oder ästhetisch schönen Gestalten aus dem Tierreich zu. Parasiten wie die Zecke finden so ihren Weg in das Buch. Interessant aber zu hören ist, dass Zecken nur drei „Mahlzeiten“ im Leben benötigen, von denen lediglich eine aus Säugetierblut bestehen muss. Oder auch die „Beutelratte“, bei der Signorile unterhaltsam und dennoch sachlich fundiert darüber informiert, dass dieses Wesen keinerlei lebende Verwandte besitzt, sich dennoch bereits vor 130 bis 140 Millionen Jahren entwickelt hat. „Die Evolution ist kein Festschmaus“ und macht es nötig, aber auch möglich, sich unter bestimmen Voraussetzungen an extreme Bedingungen im Lauf der Entwicklung anzupassen. Extreme Bedingungen, die andersartige, extreme Fähigkeiten benötigen. Und so geht Signorile durch ihre Betrachtungsfelder hindurch und sorgt dabei in vielen Darlegungen und Beschreibungen für ein anregendes Erstaunen. Wasser, Parasiten, Spinnen. Die „schönen und verdammten Säugetiere am Rande des Aussterbens“ bis hin zu ganz außergewöhnlichen evolutionären Anpassungen wie bei der „photosynthetischen Schnecke“ oder „Bärtieren“ (die Signorile „außerirdische Teddys“ nennt“ oder den „Grottenolm“, der eine erkennbare Ähnlichkeit mit „Gollum“ aus dem Herren der Ringe aufweist. Mit besonderem Augenmerk, zum Ende des Buches hin, auf die „Giftmischer der Natur“, darunter gar ein „Giftvogel“. Wobei Signorile es nicht versäumt, neben ihrer genauen Beschreibung des Wesens, der Evolution und der besonderen Lebensumstände, auch die (nicht nur ästhetische) Reaktion auf dieses Lebewesen mit in den Blick zu nehmen (der „Bambi-Effekt“, den diese Lebewesen weitgehend nicht auf sich vereinigen können). Eine Betrachtungsweise, welche dem Leser die allgemeine (und natürlich die eigene) Art der Wahrnehmung der Umwelt klar vor Augen führt und zur Reflexion einlädt, dass eben nicht immer nur das subjektiv Schöne eine wichtige Funktion in sich trägt, die es zu respektieren gilt. „Die Kriterien (für Sympathie oder Antipathie bestimmen Lebewesen gegenüber) sind dabei eher irrational“. Ein interessanter, exotischer und sachgerechter Einblick an die „Ränder der Evolution“ und dabei eine große Hilfe beim Begreifen oft nicht alltäglicher Lebensformen.

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    thursdaynext

    thursdaynext

    18. November 2014 um 07:46