Lisa Stasse

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Autor von The Forsaken.

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Cover des Buches The Forsaken9781408318805

The Forsaken

 (1)
Erschienen am 01.08.2012

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Rezension zu "The Forsaken" von Lisa Stasse

Rezension zu "The Forsaken" von Lisa Stasse
Shikuvor 7 Jahren

Mit zehn wurde Alenna zur Waise, nun ist sie 16 und muss sich wie jeder in der UNA – ein Zusammenschluss der USA, Kanada und Mexiko – einem Test unterziehen, der feststellen soll, ob sie zur Gewalttätigkeit neigt. Sie ist sich sicher, dass sie bestehen wird, doch statt wieder zurück in ihr altes Leben zu dürfen, findet sie sich auf der Sträflingsinsel wieder, auf die die kommen, die durchfallen. Zunächst glaubt Alenna noch an einen Fehler und will um Hilfe bitten, doch sie muss schnell feststellen, dass sie niemand holen wird. Stattdessen muss sie sich zusammennehmen und anpassen, denn die Insel ist zwischen zwei Gruppen aufgeteilt: Die, die in relativ friedlichen Dörfern zusammenkommen und die, die einem geheimnisvollen „Mönch“ folgen und die Insel komplett übernehmen wollen. Und bei jedem neuen Zusammenstoß besteht die Gefahr, von seltsamen Maschinen mit Fühlern verschleppt zu werden – doch noch besteht Hoffnung, denn manch einer glaubt, einen Weg von der Insel weg zu kennen …

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Wenn man sich den Klappentext durchliest, könnte man ja erst mal denken, dass dieses Buch ziemlich genial ist. Jetzt mal ernsthaft: Sowas-wie-Sträflinge zusammengepfercht auf einer Insel? Das schreit geradezu nach Action, Drama und einer Menge Überlebensschwierigkeiten. Zu einem gewissen Grad ist das auch genau, was man bekommt; das Buch ist stellenweise spannend, hat ein paar wenige interessante Charaktere zu bieten und dass wenig passiert, kann man ihm wirklich nicht vorwerfen. Trotzdem gibt es so einige Dinge, die den Lesespaß zwar nicht verderben, aber deutlich dämpfen. Am Ende war das nichts mit „genial“.

Zum einen sind die meisten Dinge ziemlich vorhersehbar. Das trifft nicht auf alles zu und es gab ein oder zwei Stellen, die mich überraschen konnten, aber manche Dinge waren bereits von Anfang an klar, was logischerweise einiges an Spannung wegnimmt. Ähnliches gilt für unsinniges Verhalten – wenn ein erklärter Feind mich bittet, näher zu kommen, mache ich dann das? Ganz bestimmt nicht; diese Lektion sollte auf der Insel eigentlich jeder gelernt haben.
Ein bisschen gehört dazu auch die Instalove dazu, die es hier natürlich gibt – ich war ja nur froh, dass es zu keinem Liebesdreieck kam. Aber unsere Heldin wirft einen Blick auf den werten Herrn und prompt ist es um sie geschehen – auch mit späteren Entwicklungen wird das nicht weniger nervig, zumal sie von ihm schwärmt, wir als Leser ihn aber nicht wirklich kennenlernen.
Eine gewisse Flachheit bei den Charakteren ist generell ein Problem. Es gibt in der Regel ein oder zwei Eigenschaften, die haften bleiben, aber das war’s dann auch. Liam sieht gut aus und kann jagen, Gadya ebenso, Rika ist die Köchin, Sinxen der Clown der Runde, bei David weiß man teilweise nicht, woran man ist und so weiter. Zu wirklicher tiefer kommt es hier, mit Ausnahme vielleicht von Gadya und Alenna, noch nicht – meist nicht mal ansatzweise, was man von einem ersten Band aber durchaus schon verlangen darf.

Auch ansonsten konnte mich das Buch nicht so recht überzeugen. Anfangs war es ja noch interessant, bisweilen gar spannend, aber schon damals tauchen Probleme auf. Warum zum Beispiel vereinigten sich die USA, Mexiko und Kanada? Gesagt wird, dass es getan wurde, um den Hunger zu bekämpfen (auch gegen den Willen der Bevölkerung), aber inwiefern sollte oder konnte das helfen? Mir ist das nicht so ganz klar geworden.
Sehr schade ist auch, dass die Jugendlichen auf der Insel mit wenig auskommen müssen und zwar manchmal der Dreck und die mangelnde Hygiene erwähnt wird, aber all das, sowie der Hunger und die Hitze nie richtig rüberkommen. Das ist eine prekäre Situation, die einen wahnsinnig machen kann, selbst wenn man gut organisiert und halbwegs versorgt ist – gespürt habe ich davon nichts, im Gegenteil: Die meisten schienen ziemlich gut damit zurechtzukommen, auch wenn die eine oder andere Unliebsamkeit erwähnt wird.

Letztlich hat die Autorin aber nicht alles falsch gemacht, es ist nur noch viel Luft nach oben da. Eigentlich macht das Ende sogar Lust auf den nächsten Band, denn so wie’s aussieht, bahnt sich da was Großes an. Andererseits bestand diese Hoffnung auch am Anfang des ersten Bandes und wie man sieht, ist – für mich – nichts daraus geworden. Aber wer weiß? Wenn grad nichts anderes zum Lesen da ist, ist es sicherlich einen Blick wert.

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„The Forsaken“ von Lisa M. Stasse ist durchaus interessant und ansatzweise spannend – leider sorgen Vorhersehbarkeit und Flachheit der Charaktere dafür, dass das Buch letzten Endes nicht vollkommen überzeugen kann. Nichtsdestotrotz macht das Ende Lust auf den nächsten Band, und ist sicherlich mal einen Blick wert, auch wenn ich mir damit Zeit lassen werde.

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