"Das Erdbeermädchen" spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts in Norwegen. In den Sommermonaten ziehen die Bewohner von Asgardstrand aus ihren Häusern, damit diese für die reichen Sommergäste als Urlaubsresidenz dienen können. Johanne ist 16 und dafür bekannt, Früchte, insbesondere Erdbeeren zu finden. Ihre Mutter vermittelt ihr eine Arbeit als Dienstmagd bei der Familie des Admirals Ihlen mit dessen Tochter Tullik sie sich vom ersten Tag an versteht. Tullik wiederum hält nichts von gesellschaftlichen Konventionen und behandelt Johanne, als würde es keine Klassenunterschiede zwischen ihnen geben. Als Tullik Edvard Munch begegnet, ist es um sie geschehen und Johanne steht ihrer Freundin treu zur Seite.
Ich habe das Buch recht schnell gelesen, da die Schreibe flüssig und das Buch keine 350 Seiten hat. Doch so schnell ich es auch gelesen bekommen habe, werde ich es auch umso schneller wieder vergessen, da die Geschichte mich einfach nicht in der Form gefesselt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Johanne hat wie Munch eine künstlerische Seite an sich, welche sie aber stets zurückstecken muss, da es im Buch im Grunde nur um die verbotene Beziehung zwischen Munch und Tullik geht- was im Übrigen kein Spoiler ist, es steht nämlich schon auf dem Klappentext, was mich auch ein wenig geärgert hat.
Gerade jedoch die künstlerische Entfaltung einer Frau, die nicht die finanziellen Mittel hat und kaum Kontakte besitzt, die sie in ihrem Tun unterstützen, hätten mich am meisten interessiert Generell empfand ich die Protagonistin in ihrem Handeln ausschließlich in Verbindung mit anderen Personen stark, für sich selbst hat sie ihre Stimme während des Buches nicht gefunden.




