Lisa Stromme Das Erdbeermädchen

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Inhaltsangabe zu „Das Erdbeermädchen“ von Lisa Stromme

Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.

Interessant, aber auch anstrengend

— Schmusekatze69

Ein Buch über zwei Liebende, die zusammen gehören, aber nicht zusammen sein können und ein Mädchen das mehr kann als nur Erdbeeren sammeln.

— UlliAnna

Ein historischer Norwegen-Roman, mit dem Maler Munch als Nebendarsteller ...

— MissNorge

Nichts für schwache Nerven. Verstörend, mitreißend, tragisch. Ein wundervolles Buch über die Malerei.

— Thoronris

Ein malerisch schönes Buch !

— Lanna

Wunderbar ist die Beschreibung der Schauplätze, die nach Norwegen einladen. Lobenswert auch die Recherche um den Maler Munch.

— friederickesblog

Eine wunderbar tolle Sommergeschichte über eine verbotene Liebe!

— Eori

Schöne Sommerlektüre mit ein bisschen Düsternis hinter dem hellen Cover.

— jessikrimskrams

eher seicht und Luft nach oben

— Gudrun67

Historisch angehauchte Geschichte um den norwegischen Maler Edvard Munch und das "Erdbeermädchen" Johanne. Interessant, aber holprig erzählt

— Kamima

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  • Die Leidenschaft des Malens

    Das Erdbeermädchen

    Schmusekatze69

    06. January 2018 um 14:21

    Im Debütroman "Das Erdbeermädchen" der Autorin Lisa Stromme wird man nach Norwegen im Jahr 1893 entführt. Hier begeben wir uns nach Asgardstrand, auf die Spuren des Malers Edvard Munch und dem Maler Hans Heyerdahl. Die Geschichte: Jedes Jahr ziehen die reichen Sommerfrischler nach Asgardstrand. Dafür räumen die Bewohner ihre Häuser und ziehen den Sommer über in beengte Fischerhütten. Auch die Familie von Johanne, die „Erdbeersammleri“. Sie trägt durch das Sammeln und den Verkauf zum Lebensunterhalt ihrer Familie bei. Nur diesen Sommer soll sie auch noch im Hause des Admirals als Dienstmädchen arbeiten. Sie freundet sich mit Tullik, der Tochter des Hauses an, was überhaupt nicht gern gesehen war. Gemeinsam streiften sie durch die Wälder und so lernte Tullik auch den Maler Edvard Munch kennen. Tullik fühlt sich von dem Maler magisch angezogen. Und die beiden beginnen eine Affäre und gerät dadurch, zum Leidwesen ihrer Eltern, im Dorf in Verruf .......Fazit:Das Buch sprach mich wegen dem Klappentext und des Covers sehr an. Deshalb habe ich mich entschlossen das Buch zu lesen.Leider war es dann aber nicht ganz das, was ich eigentlich erwartet hatte. Die Handlung fand ich am Anfang unterhaltsam. Ich bekam Einblick in die Sitten der dortigen Gemeinte und wie damals die Bewohner ihre Häuser an reiche Urlauber vermietet haben. Man liest einiges über die typischen Sommeraktivitäten der Jugend, ihren Festen und Feiern, aber auch ihr Leben mit den Familien. Im Mittelpunkt des Buches steht aber Johanne.Wiederholungen störten meinen Lesefluss und machte das lesen zäh. Ich fand den Schreibstil jedoch teilweise sehr anstrengend.Gut gefallen hat mir, dass ich viel über Edvard Munch erfahren habe. Er scheint eine starke Persönlichkeit gewesen zu sein. Auch viele seiner Werke, wie auch "Der Schrei" werden in die Geschichte eingebaut. Öfter habe ich mir seine Bilder zu Gemüte geführt und einige erkannt.Das Ende des Buches war überraschend, aber sehr gut.Trotzdem nur 3 Sterne, weil ich finde, das Buch ist noch nicht rund.

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  • Liebe, Kunst und Schicksal

    Das Erdbeermädchen

    UlliAnna

    18. October 2017 um 17:00

    Die Handlung spielt in Norwegen im Jahr 1893. Johanne ist das Erdbeeermädchen, weil sie immer Erdbeeren sammelt und auf dem Markt verkauft. Ihre Mutter ist sehr streng und so schickt sie Johanne als Magd zur Familie Ihlen. Dort muss sie hart arbeiten, freundet sich aber mit deren Tochter Tullik an, die sie mitnimmt in den Wald, zum Meer oder zum Maler Edvard Munch, welcher von den anderen Leuten gemieden wird. Johanne entdeckt ihre Liebe zur Malerei als ihr Munch Farben  und Staffeln zur Verfügung stellt. Munch malt Johanne und nennt das Bild „Das Erdbeermädchen“.  Tullik verliebt sich unsterblich in den Maler, doch ihre Eltern wollen von der Verbindung nichts wissen wollen. Sie verbieten ihr dem Umgang mit Munch. Schließlich verbrennen Raga, die Köchin, und Frau Berg, die Haushälterin, auf Anordnung von Tulliks Schweser Caroline alle Bilder, die Tullik von Munch bekommen hat. Das ging mir besonders nahe, dass es so dumme und grenzenlos bornierte Menschen gibt, die einerseits Kunst zerstören und andererseits auch damit anderen Menschen großes seelisches Leid zufügen! Ein Bild sollte unversehrt bleiben, „Der Schrei“, der Tullik in ihrem Schmerz darstellt. Johanne und ihr Bruder Andreas hatten es am Dielenboden der alten Fischerhütte versteckt…Es ist die Geschichte von zwei Menschen, Tullik und Edvard Munch, die einander liebten, aber doch nicht zusammen sein konnten. „Es gibt keine Trennung“, sagte Tullik, die ihrem Herzen für immer mit ihm verbunden bleibt. Das Buch ist vom Schreibstil her leicht zu lesen und inhaltlich sehr berührend. Die Personen konnte man sich gut vorstellen, ihr Verhalten war typisch für die damalige Zeit. Es ist aber ein trauriges Buch, weil es in der Vergangenheit und auch wahrscheinlich in der Zukunft Menschen gab und geben wird, die Kunst verachten, ja zerstören. Gut, dass Johanne sich nicht davon abhalten ließ, zu malen. Ein Buch, das bewegt und bis zum Schluss betroffen macht. Auf dieser Welt gibt es Kunstzerstörer, Liebeszerstörer und Lebenszerstörer…

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  • Perfekt!

    Das Erdbeermädchen

    thatweirdbookgirl

    11. October 2017 um 19:41

    Heute stelle ich euch ein Buch vor, um das ich lange herumgeschlichen bin. Kurz nachdem es bei mir eingezogen ist, dachte ich dann doch immer wieder: Na, ist das wirklich was für mich? Was wenn die Geschichte doch zu trocken ist - eigentlich bin ich ja kein so großer Kunstfan, was mache ich nun?  Einfach lesen, wie sich herausgestellt hat, denn alle Gedanken und Sorgen waren vollkommen unbegründet. Sobald ich angefangen habe, das Buch zu lesen, bin ich nicht mehr von ihm weggekommen. Ich habe in meiner Freizeit einfach nichts anderes gemacht, als sabbernd jedes Wort des Buches aufzusaugen, weil die Story nicht nur total intensiv war, sie war auch etwas ganz Anderes und Besonderes. "Die Wahrheit wirkt oft vulgär. [...] Während die Lüge funkeln kann wie prächtige Sterne." (S. 87)Edvard Munch (das ist der Typ, der 1893 den "Schrei" gemalt hat, und das wiederum ist das gruselige Ding mit den Händen auf den Wangen und dem aufgerissenen Mund) ist so ein interessanter Charakter, der die Story ebenfalls so ansehnlich (oder eher "anleslich") macht. Heutzutage ist er einer der berühmtesten Maler, aber damals sah das noch ganz anders aus. Er war, ebenso wie seine Bilder, verrufen und in der Gesellschaft als Verrückter bekannt, da er, im Gegensatz zu anderen Malern seiner Zeit, seine Gefühle auf die Leinwand gebracht hat. Er war ein sehr gebrochener Charakter, und das bringt das Buch so gut rüber! Ein weiterer total spannender Charakter des Buches ist Tullik. Sie ist die Tochter einer sehr gut gestellten Familie und dort die jüngste von drei Tochtern. Sie ist das ganze Gegenteil von Munch. Sie ist aufbrausend, impulsiv und sie zieht jeden mit sich. Auch Johanne, unser Erdbeermädchen und unsere Erzählerin der Geschichte, ist von ihr gefesselt. Sie selbst ist aber eher ein stiller, zurückhaltender Charakter, vielleicht böse gesagt ein kleiner Mitläufer. Als Hausmädchen beobachtet sie Munchs und Tulliks Beziehung und dessen Entwicklung von außen, was der Autorin mehr als gut gelungen ist. Es macht einfach süchtig und reißt einen ungelogen hin und her. Ein weiterer toller Punkt des Buches ist die wunderschöne Kulisse der norwegischen Küste, gepaart mit dem wunderbaren malerischen Schreibstil Lisa Strommes. Und nicht nur das, er lässt auch alles total wirklich und intensiv erscheinen, da man bei der Autorin wirklich das Gefühl bekommt, die Handlung am eigenen Leib zu erfahren - beziehungsweise aus Johannes Beobachterperspektive. Hierbei unterstützt Johannes eher stiller Charakter nämlich, dass man den ansteigenden Konflikt gut beobachten kann, ohne direkt von extremen inneren Konflikten Johannes abgelenkt zu werden. Gleichzeitig ist es einfach unfassbar, wie gut Lisa Stromme die damals entstandenen Bilder und bekannten Ereignisse Munchs mit ihrer eigenen Geschichte verknüpft, diese gekonnt in Szene setzt und interpretiert. Es war einfach so glaubwürdig, lebensecht und haach ... Einfach schön! "Ich versuche, die unlösbaren Rätsel des Lebens zu malen, das, was uns verstört [...] Ich versuche das Leben so zu malen, wie es gelebt wird." (S. 87)Mir fällt es gerade, einfach mal ganz ehrlich geradeaus gesagt, richtig schwer, dieses Buch und das, was es in mir ausgelöst hat, in Worte zu fassen. Es ist einfach nicht greifbar. Ich kann euch nur sagen, dass diese Geschichte über Freundschaft, über Liebe, über Selbstvertrauen und -bewusstsein, einfach so viel Gutes vermittelt und so viel in einem selbst freisetzt. Ich bekomme jetzt noch Herzklopfen, wenn ich daran denke.Vor allem das Ende und sogar das Nachwort haben mir nochmal einen richtigen Stoß versetzt ... Ja, das Nachwort! Ich hätte selbst nie gedacht, dass mich eins mal so sehr berühren kann, obwohl die Autorin dort "nur" ihre Intention niederschreibt. Auch das Cover finde ich sehr gut gewählt, weil es mit seiner malerischen Art und der eher rauen und matten Beschaffenheit des Umschlags natürlich stark einem Gemälde ähnelt.Fazit:Ebenso wie Kunst ist dieses Buch  schwer in Worte zu fassen, da es so wunderschön ist. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, weil es mich voll und ganz gepackt hat, obwohl ich nicht mal ein großer Kunstfan bin. Dafür kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass ich dank dieses Buches Kunstliebhaber  viel besser verstehen und nachvollziehen kann. Ich kann die Autorin wirklich nur loben.5 von 5 Sternen★★★★★

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  • Ein Wasserfall von Farben

    Das Erdbeermädchen

    olga_oreschkin

    20. August 2017 um 21:26

    Version mit den Bilder in meinem Blog Handelnde Personen:Johanne ist eine Jugendliche. Sie lebt in Åsgårdstrand. In Sommer war ihre Aufgabe immer die Beeren sammeln und auf dem Markt im Stadt zu Verkaufen. Sie ist noch ein Kind und ihr kann man leicht maniepulieren. Sie kann noch nicht genau ihre eigene Wünsche von Fremden zu teilen. Thomas ist Fischer und einen idealen Junge. Er ist der Freund von Johanna. Ich wollte am Anfang nicht trauen, dass es solcher Junge gibt.Tullik ist die jungerste Schwester in der Familie Ihlen, wo Johanne als Magd arbeiten muss. Sie ist ein Hätschelkind. Sie hat immer bekommen, was sie haben wollte.Munch ist Maler. Alle halten ihm als Verrückter. Er hat nur eine große Liebe und Ehefrau. Es ist Malen. Was kann aus eine Affere zwischen ihm und Tullik sein? Meine Meinung:Ich würde dieses Buch mit einem Wasserfall von Farben vergleichen. Die Autorin hat geschafft die Farben im Worte zu interpretieren. Sie hat die Bilder von einem berümmten Maler in meinem Kopf beleben. Ich bin kein Fan von Malen, aber dankbar diesem Buch habe ich jetzt Sinneswandel auf Bilder. Ich habe nie gedacht, dass ich so was ähnliches fühlen konnte. Wie geыagt, bin ich weit von Kunst, aber in diesem Buch habe ich mich wohl gefühlt. Da gibt es keine Fachsprache, die nur Maler verstehen werden und dazu die Farben und Empfindungen von Farben so beschrieben wurde, dass man sogar die Farben hören. Ja, ja, hören, das war kein Fehler. Es ist richtig schwierig zu erklären, deshalb empfehle ich zu lesen.Und klar im Buch gibt es Liebe. Und hier hat mir gefallen, dass Autorin die Liebe sehr realistisch beschrieben hat. Und kann man auch nicht um Freundschaft vergessen. So was gibt es auch. Aber für mich am ersten Platz waren die Farben. Ganze meine Seele ist voll von den Farben nach dem Lesen. Ich fühle noch jetzt sie. Es ist richtig wannsinnig.

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  • Male, was Du fühlst ...

    Das Erdbeermädchen

    MissNorge

    17. August 2017 um 09:46

    Kurz zum Inhalt(lt.Verlagsseite)Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.Meine MeinungDas Buch hat mich alleine schon dadurch neugierig gemacht, weil die Geschichte in Norwegen angesiedelt ist und wieder einmal haben schon die Naturbeschreibungen diesen Roman lesenswert gemacht."Das Erdbeermädchen" ist das Debüt der Autorin Lisa Stromme und neben den historischen Fakten hat sie den Maler Edvard Munch zu einer der Nebenfiguren auserkoren. Der Maler wurde 1863 in Norwegen geboren und starb im Jahr 1944 auch dort. In dieser Geschichte agiert er als verschrobener, noch völlig unbekannter Maler, vor dem sich die Damenwelt in Acht nehmen soll. Doch wie es kommen muss, verliebt sich Tullik, die Tochter des Admirals Ihlen, in Munch und setzt damit ihre Freundschaft zu Johanne auf´s Spiel, die als Dienstmädchen im Haus der Ihlen´s angestellt ist. Die Freundschaft bekommt Risse und der bürgerliche Frieden droht zu zerbrechen. Die Charaktereigenschaften der jungen Frauen sind gut vorstellbar und fein hervorgehoben. Die Gefühlsebenen und die nicht ausgesprochenen Gedanken, hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, um den beiden jungen Frauen noch näher zu kommen. Aufgrund des Covers könnte man denken, es wäre ein sommerlicher und leichter Roman, doch Vorsicht, so ist es nicht. Mir kam der Inhalt oftmals eher düster und beklemmend vor. Es kommen keine großartigen Geschehnisse vor, sondern man treibt durch einen historischen Sommer in Norwegen. Welcher Satz mir sehr gut gefallen hat war von Edvard Munch, wie er Johanne das sich Fallen lassen beim Malen beschrieb: "Male was Du fühlst, nicht was Du siehst." FazitDie Hauptthemen dieses Romanes sind: die Kunst, die Malerei, eine geheime Liebe, Freundschaft, Verrat, Lüge und ein dunkles Ende. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn man an dieser oder jener Stelle der Geschichte auch etwas hätte tiefgründiger sein können.

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  • Potenzial verschenkt

    Das Erdbeermädchen

    Zeliba

    06. August 2017 um 15:04

    Johanne - das Erdbeermädchen - lernt den wenig bekannten Maler Munch kennen, welcher sie aus eigenem Antrieb ebenfalls in der Malerei fördert. Johanna liebt das Malen und ist fasziniert von den Farben und den Welten und Möglichkeiten, die in ihnen verborgen liegt. Als sich jedoch ihre neue Freundin Tullik in den unbedeutenden Maler verliebt, nimmt die Geschichte ihren Lauf.Mit diesem Buch habe ich mich schwer getan. Was zum einen an dieser teilweise wirklich furchtbar holprigen Sprache lagt, zum anderen an den Charakteren, die leider sehr blass für mich blieben. So war es trotz der interessanten und sehr gut recherchierten Hintergrundstory eher ein langwieriges vergnügen. Es fehlte Spannung, war zu absehbar. Aus dem Potenzial das da war, hätte man mehr machen können. Wobei sich da in Sachen Stil die Frage stellt, inwieweit das Buch da vielleicht auch durch die Übersetzung verloren hat.

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  • Mitreißend, emotional, verstörend

    Das Erdbeermädchen

    Thoronris

    01. August 2017 um 14:01

    Manchmal greife ich nach einem Buch, ohne tatsächlich zu wissen, was mich erwartet. So ging es mir mit der Geschichte vom Erdbeermädchen Johanne. Der Klappentext und das Cover versprachen mir eine romantische, wenn auch vielleicht tragische Liebesgeschichte, doch was ich bekommen habe, war sehr viel mehr. Zusätzlich muss ich gestehen, dass ich als Liebhaberin der Impressionisten (schon als Kind war ich von Monets Werken verzaubert) noch nie sonderlich viel mit Expressionismus anfangen konnte, weder in der Malerei, noch in der Literatur. Entsprechend war mir das gesamte Buch über nicht bewusst, dass der Maler Edvard Munch tatsächlich ein existierender Künstler gewesen ist. Er war nicht irgendeiner, ihm wird zugeschrieben, den Expressionismus insbesondere in Deutschland begründet zu haben. Obwohl auch hinter dem titelgebenden Bild „Das Erdbeermädchen“ ein echtes Gemälde steckt, ist es doch eigentlich Munchs Der Schrei, um das es hier geht. Das alles war mir jedoch erst nach Abschluss der Lektüre klar. Meinem Verständnis und Genuss tat meine naive Unwissenheit jedoch keinen Abbruch.Johanne Lien ist ein von der Autorin erdachtes, sechszehnjähriges Mädchen, welches sie als Vorbild für Heyerdahls Gemälde „Das Erdbeermädchen“ darstellt. Die Geschichte ist aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, doch sie ist nicht die wirkliche Hauptperson. Die Geschehnisse werden auf eine Art erzählt, die deutlich macht, dass sie mit viel Abstand und dem Wissen und der Weisheit des Alters für den Leser präsentiert werden. Der Schreibstil ist reflektierend, mitreißend und einfühlsam auf eine Weise, die beinahe verstörend ist.Am Rande des Dorfes Åsgårdstrand lebt der im Jahre 1893 noch nicht berühmte Maler Edvard Munch. Johanne ist ihm schon als Kind häufiger begegnet, sie fühlt sich zu ihm hingezogen, da sie seine Art, die Welt zu betrachten, teilt. Sie denkt in Farben und Emotionen, er schenkt ihr Goethes Werk Zur Farbenlehre, um ihr Interesse und ihr Talent zu fördern. Während des schicksalhaften Sommers arbeitet Johanne als einfaches Dienstmädchen für die – ebenfalls real existierende – Familie Ihlen, deren zwanzig Jahre alte Tochter Regine, genannt Tullik, in ihr sofort eine Freundin sieht. Mit Hilfe von Johanne kommt Tullik in Kontakt zu Edvard Munch, Tragik ist vorprogrammiert. Die Liebe zwischen Tullik und Edvard Munch wird die zentrale Geschichte in diesem Buch.Edvard Munch ist am Ende des 19. Jahrhunderts bei den Bewohnern von Åsgårdstrand geächtet, weil seine Bilder als sündhaft gelten. Insbesondere die Familie Ihlen hasst ihn, da bereits die Tochter Milly eine Affäre mit ihm gehabt hatte, welche zum Ehebruch führte. Ein weiterer Skandal mit diesem Maler würde die Familie zerbrechen. In Kristiania, dem heutigen Oslo, gehört Munch zur Bohéme, eine Künstlergruppe, die bewusst anti-bürgerlich lebt und denkt. Auch das wird in Åsgårdstrand als Bedrohung empfunden, denn klassische Hierarchien, Anstand und gute Sitten sind hier in allen Familien fest verankert. Genau jene rebellische, intellektuelle Ader ist es jedoch, durch welche sich die hoffnungslos romantische Tullik angezogen fühlt. Sie verfällt Munch sofort, so wie er in ihr augenblicklich eine Muse findet. Johanne beobachtet die Beziehung, lügt für ihre Herrin und Freundin, steht Ängste und Befürchtungen durch und will Tullik eigentlich vor ihrem Untergang bewahren, doch tief in sich ist auch Johanne rebellisch und empathisch. Sie kann nicht anders, als Tullik zu unterstützen.Es ist ein klassisches Motiv in Romanen des 18. und 19. Jahrhunderts, die gegen alle Vernunft liebende Frau als hysterisch und verrückt darzustellen. Sie wird gleichzeitig als heroische Figur romantisiert, die an ihrem gebrochenen Herz sterben könnte, und als alle Normen sprengende Wahnsinnige verurteilt. Es ist beachtlich, wie mühelos es Lisa Strømme gelingt, genau dieses Motiv aus einer vergangenen Zeit wieder zum Leben zu erwecken. Edvard Munch wiederum kämpft mit Alkoholproblemen, er wird als chronisch traurig und auch als verrückt beschrieben. Noch erkennt man psychische Krankheiten nicht, noch steckt man insbesondere Frauen einfach in Krankenhäuser für Wahnsinnige, wenn sie hysterisch und unsittlich wirken. Auch das wird durch die eindringlichen, oft von Farben durchsetzen Beschreibungen aus dem Mund von Johanne mitreißend dargestellt.Als Tullik schließlich durch ihre eigenen Familie gezwungen wird, den Kontakt zu Munch abzubrechen, verfällt sie in tiefe Depressionen, wird wirr und kränklich. Sie verwandelt sich in eine klassische Heldin der romantischen Literatur, die an gebrochenem Herzen zu sterben droht. Ihre strahlende Schönheit verschwindet, ihre Haut verfärbt sich gelblich-grün, sie weint sehr viel, schreit, drückt ihre Verzweiflung hemmungslos aus. Und Edvard Munch malt. Er malt, wie Tullik aussieht, ohne zu wissen, dass sie tatsächlich leidet und tatsächlich so aussieht. Das Gemälde, das Johanne von ihm bekommt, um es zu Tullik zu bringen, nennt er „Der Schrei“, und es ist ein Abbild der Qualen, die Tullik durchleidet. Auch wenn dies nicht die tatsächliche Entstehungsgeschichte hinter jenem Bild ist, so wirkt es dennoch authentisch, fesselnd, emotional. Tullik kann nicht anders, als Munch zu lieben, doch Munch ist zu kaputt, als dass er jemals seine Kunst für eine Frau zurückstellen könnte. Dennoch liebt auch er Tullik und zerbricht daran nur weiter.Ich habe das Buch angefangen in der Erwartung einer Liebesgeschichte, bei der eventuell Johanne und Tullik gegeneinander um die Gunst von Edvard Munch ringen. Bekommen habe ich etwas ganz anderes. Auch, wenn ich selbst beim Anblick expressionistischer Kunst nicht dieselben Gefühle, dieselbe Tiefe verspüre wie Johanne, so verstehe ich doch auf einem intuitiven Level, was Tullik erleidet. Der Reiz, den erwachsene Männer, die intellektuell überlegen und anarchistisch wirken, auf junge Frauen haben, ist mir nur zu bekannt. Die Worte, die Strømme wählt, die wiederholte Verwendung von Farben, die für Gefühle und für Geschlecht stehen, zeichnen ein verzweifeltes Bild. Doch die Verzweiflung ist selbst gewählt. Es ist die Entscheidung von Tullik, sich mit allem, was sie hat, in eine tragische Beziehung zu werfen. Sie ist hoffnungslos romantisch und leidet, aber sie weiß, wie es um Edvard Munch steht. So wird die Verzweiflung, die man als Leser automatisch verspürt, nur noch größer. Das Buch hat mich zerstört, ganz wortwörtlich meine Emotionen durcheinander gewirbelt und mich für einige Stunden in einem Zustand zurückgelassen, wo die Grenzen zwischen den Emotionen der Buchfiguren und meinen eigenen zerstört waren. Das schaffen nur wenige Bücher.FAZIT:Mit dem Roman „Das Erdbeermädchen“ entführt uns Lisa Strømme in ein schillerndes 19. Jahrhundert, das nah an der Realität der damals lebenden Menschen erscheint. Johanne, die Erzählerin, ist ebenso trotzig wie ergeben, während Tullik gleichzeitig romantisch und rebellisch ist. Dem Buch liegt eine intensive Recherche über den Maler Edvard Munch zu Grunde und das spürt man auf jeder Seite. Mit eindringlicher Intensität schildert Strømme eine tragische Liebesgeschichte, die das Herz berührt und die Seele weinen lässt. Es ist keine leichte Kost, doch wer sich auf die Reise einlässt, wird mehr als belohnt. Ich spreche eine ganz klare Kaufempfehlung aus, denn dieses Buch muss man gelesen haben. 

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  • Ein malerisch schönes Buch !

    Das Erdbeermädchen

    Lanna

    30. July 2017 um 18:40

    Das Erdbeermädchen - Lisa Stromme Erschienen im Heyne Verlag am 13.Juni 2017 - 352 Seiten - Taschenbuch - 10,99 € Die Autorin: Lisa Stromme 1973 geboren in Yorkshire, lebt mit Ihrer Familie in Norwegen in der nähe von Åsgårdstrand diesen Ort wählte Sie auch für ihren Debütroman Das Erdbeermädchen. Das Cover: Das Cover ist lässt einen einfach zwei mal hinschauen ich sehe hier ganz klar die Protagonistin Johanne die über die Hügel rennt um Tullik aus der Patsche zu helfen. Ich finde es wunderschön, es lädt zum eintauchen ein. Der Inhalt: Norwegen - Åsgårdstrand - Sommer 1893. Normalerweise sammelt die 16 Jährige Johanne Erdbeeren  und verkauft sie im Ort auf dem Markt. Doch diesen Sommer hat ihre Mutter für Sie eine Stelle als Magd bei der Familie Ihlens besorgt. Johanne liebt das Erdbeerpflücken, ihre große Leidenschaft ist aber die Malerei. Aus diesem Grund hat es sie in das Haus des Malers Edvard Munch verschlagen, dieser hat ihr Talent erkannt und hilft Johanne beim entfalten ihrer Leidenschaft. Johanne freundet sich schnell mit Tullik, der Tochter ihres Arbeitgebers an. Tullik ist eine besondere Persönlichkeit, die sich in den Fänger der Zeit eingeschlossen füllt und zieht ihre neue Freundin zum Anwesen, des aufgrund seines Lebensstils verachteten Edvard Munch. Tullik verliebt sich schnell, bedingungslos und leidenschaftlich in Edvard. Ohne Rücksicht auf Verluste, zieht sie Johanne in vermeintliche Abendteuer hinein. Doch geht es Tullik schnell nicht mehr um die Freundschaft, sondern wie sie den Künstler für immer für sich beanspruchen kann.    Meine Meinung: Als ich im Klappentext gelesen habe das Edvard Munch ( berühmtes Werk: Der Schrei) eine Rolle spielt freute ich mich auf diese Buch.  Es fängt die Liebe zu Farben ein, beschreibt malerisch schön Atomsphäre, Gefühle und Stimmungen. Doch nicht nur die Malerei hat in der Geschichte eine große Rolle, ich liebte die verwendeten Zitate und Hinweise auf große Werte von Johann Wolfgang von Goethe wie die Farbenlehre und Faust oder auch aus Dostojewskis Werken. Hier trifft die Malerei die Sprache. Doch ist es keineswegs zu viel, oder nur für Kunstinteressierte und Klassiker Kenner geeignet. Den die Geschichte der beiden Freundinnen, die so ungleich ist und nicht sein dürfte, ist spannend und hat mich mitfiebern lassen. Tullik ist ist sehr fanatisch und leidenschaftlich verliebt und handelt ohne Rücksicht auf Verluste. Edvard Munch scheint sehr sprunghaft zu sein und man weiß einfach nicht ob man beide Charakter mögen soll oder nicht. Anders ist es bei Johanne, die so loyal ist und man wünscht ihr alles Glück der Welt, doch lässt sie sich einfach zu sehr mitreißen. Es ist alles in diesem Buch was ich so gerne lese, die Leidenschaft zu Bücher und zu Worten. Auch wenn ich kein Kunstbelehrter oder Kunstinteressierter Mensch bin, so konnte ich das Buch in vollen Zügen genießen. Ich hoffe sehr das die Autorin noch weiter Bücher schreiben und veröffentlichen wird.   Fazit: Ich muss zu diesem Buch einfach eine Leseempfehlung aussprechen. Die Reise durch die Zeit, zum Maler Munch, zu einer gar nicht so berauschenden Liebesgeschichte und Freundschaft, hat mich fasziniert. Hier habe ich ein Buch entdeckt das sich nicht so schnell mit etwas anderem vergleichen lässt. Ich lasse mich nie von Covern zu einer von mir im Kopf fertigen Geschichte verleiten, somit konnte ich ein ganz besonderes Schätzchen für mich entdeckten. Ich weiß jetzt schon das es ein Buch sein wird das ich so vielen Menschen empfehlen und verschenken werde.

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  • Freundschaft, Liebe und ein Maler

    Das Erdbeermädchen

    friederickesblog

    26. July 2017 um 09:15

    Klappentext Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.   Die Autorin Lisa Strømme, geboren 1973, stammt aus Yorkshire und studierte an der University of Strathclyde in Glasgow. Mit ihrem norwegischen Ehemann und zwei Kindern lebt sie in der Nähe von Åsgårdstrand, dem Küstenort, in dem Edvard Munch ein Sommerhaus hatte. Hier spielt Das Erdbeermädchen, Lisa Strømmes erster Roman.   Das Cover Das Cover zeigt in zarten Farben eine junge Frau in typischer Kleidung des 19. Jahrhunderts. Das Gesamtbild verbreitet eine warme Stimmung. Es ist ein typisches Cover für einen romantischen Liebesroman und macht neugierig.   Die Geschichte (Achtung Spoiler!) Ein Fischerdorf in Norwegen. Mittelpunkt ist das Dienstmädchen Johanne, das sich mit Tullik der Tochter des Admirals anfreundet, in dessen Haushalt sie über den Sommer arbeitet. Schon alleine die gesellschaftlichen Unterschiede der Mädchen sind belastend. Auch zu Munch dem unbekannten und geächteten Maler hat sie Kontakt, der ihr das Malen beibringt. Als Tullik dann mit Munch, der am Rande des Dorfes lebt, eine Affäre beginnt, kommt alles ins Wanken und selbst die Freundschaft der beiden Mädchen droht zu zerbrechen. Auch für Johanne ist es nicht ganz einfach. Ihre Mutter sieht in ihr immer noch das kleine Mädchen, welches noch Erdbeeren pflückt, während sie schon von Thomas dem Fischer umworben wird. Vieles was die beiden Freundinnen tun, läuft im Geheimen ab und bringt sie immer wieder in Schwierigkeiten. Meine Meinung Das Cover und der Klappentext suggerierten mir eine sommerliche Liebesgeschichte und da ich gerne Geschichten aus dem 20. Jahrhundert lese, freute ich mich zunächst sehr. Leider hat mich die Erzählung aus verschiedenen Gründen nicht durchgängig mitgenommen. Warum? Die Geschichte wurde in der „Ich“- Form geschrieben, was normalerweise den Lesern gestattet den Protagonisten von innen und außen ganz nah sein zu dürfen. In diesem Fall war das leider nicht so, denn die Autorin selbst sagte im Anhang, dass sie Johanne als Erzählerin brauchte. Und genau das war sie dann auch. Eine Erzählerin, die von außen hinein schaute, obwohl sie selbst eine Hauptfigur war. Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, aber bleiben oberflächlich und zu weit weg. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um die zwei Mädchen und den Maler. Sie plätschert relativ düster vor sich hin, indem Johanne ununterbrochen ihre Freundin deckt und in ihrem Verhalten zwischen den Vorgaben ihrer Mutter und den Wünschen ihrer Freundin hin und her pendelt. Der Maler ist in seiner eigenen künstlerischen Welt, man weiß nicht genau, wie er zu seiner Geliebten steht, und seine Figur ist sehr zurückgenommen. Anstrengend finde ich, dass Johanne ständig in Farben denkt, weil man selbst nicht so tief in der Malerei drin ist. Ansonsten ist der Schreibstil flüssig. Wunderbar hingegen ist die Beschreibung der Schauplätze, die nach Norwegen einladen. Lobenswert auch die Recherche um den Maler Munch, sowie die Einbindung einige seiner berühmten Bilder. Ich bin insgesamt etwas gespalten, weil die Geschichte ihr Potenzial nicht ausgespielt hat. Meine Leseempfehlung ist dieses Mal dementsprechend etwas leise. Aber das ist ja auch alles meine persönliche und subjektive Meinung.   friedericke von "friederickes bücherblog"  

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  • [Rezension] Das Erdbeermädchen von Lisa Stromme

    Das Erdbeermädchen

    HappySteffi

    14. July 2017 um 22:08

    Taschenbuch: 352 SeitenVerlag: Heyne Verlag Erscheinungstermin: 13. Juni 2017ISBN-10: 345341974XKlappentextNeben der tiefsten Finsternis strahlt oft das hellste LichtSommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.AutorLisa Strømme, geboren 1973, stammt aus Yorkshire und studierte an der University of Strathclyde in Glasgow. Mit ihrem norwegischen Ehemann und zwei Kindern lebt sie in der Nähe von Åsgårdstrand, dem Küstenort, in dem Edvard Munch ein Sommerhaus hatte. Hier spielt Das Erdbeermädchen, Lisa Strømmes erster Roman. CoverDas Cover zu „Das Erdbeermädchen“ nimmt seinen Betrachter gefühlt direkt mit in eine vergangene Zeit. Das Mädchen, das abgebildet ist trägt ein weißes Kleid und läuft vom Betrachter weg. Das Bild selber wirkt dabei wie ein Foto, das auf altem Papier gedruckt und schon einige Zeit dem Licht ausgesetzt ist. MeinungEine leichte Sommerlektüre erwartend habe ich mich in dieses Buch fallen lassen. Dort lernte ich Johanne kennen, ein Mädchen aus Åsgårdstrand das mit ihrer Familie in eine kleine Fischerhütte zieht um den ankommenden Gästen das Haus überlassen zu können. Hans Heyerdahl, der als Urlauber in den Ort kommt malte Johanne bereits als Erdbeermädchen – einen Namen, den sie dank ihrer Arbeit schon vor dem Gemälde inne hatte, denn sie sammelt und verkauft Früchte.Die junge Frau begegnet aber auch einem anderen Maler. Edvard Munch ist allerdings nicht hoch angesehen. Dennoch malt und fördert er Johanne, die sich selber in der Malerei versucht.Als Tullik, eine Freundin, welche das Erdbeermädchen durch ihre Arbeit kennengelernt hat, sich in eben genau diesen Maler verliebt nimmt die Geschichte rund um die drei Personen Gestalt an. Wie ich schon erwähnt hatte, habe ich eine lockere Lektüre erwartet, die mich in Sommerstimmung versetzt. Was mir dieses Buch aber gegeben hat war weitaus düsterer, als ich erwartet und letzten Endes leider auch nicht so spannend, wie ich mir im Verlauf erhofft hatte. Die Liebesgeschichte zwischen Tullik und Munch steht unter keinem guten Stern und auch die Freundschaft der beiden Frauen erleidet Risse. Die Charaktere werden für mich nicht zugänglich genug und bleiben leider recht oberflächlich, wodurch mir die emotionale Ebene deutlich zu kurz kommt und ich nicht wirklich mit den Personen mitfühlen kann. Schade ist dies vor allem, da sich die Geschichte im Hauptaugenmerk auf Johanne, Munch und Tullik beschränkt und diese bestimmt mehr Profil hätten bekommen können. Die Malerei ist ein großes Thema in „Das Erdbeermädchen“. Nicht nur durch die Personen, auch durch die real existierenden Gemälde, die Erwähnung finden und vor allem durch Johannes Denkweise. Sie denkt in Farben und setzt sich im Kopf Situationen farblich um. Diese Denkweise ist angenehm, wenn man mit ihr die Umgebung erkundet, wird aber leider auf die Dauer etwas zu viel. Was mich auch zum straucheln brachte war leider der Schreibstil der Autorin. Er wirkte auf mich nicht flüssig und eingängig. Zum Teil verstrickt in Details änderte sich der Erzählstil schnell wieder und es wurde über Gegebenheiten wegerzählt. Auch der Spannungsbogen fehlte mir, da diese Geschichte – unabhängig von meinen Erwartungen an das Buch – doch das Potential für eine gewisse Priese Spannung bereit gehalten hätte. So dümpelte die Story für mich leider ein wenig vor sich hin und packte mich nie richtig. FazitDas Erdbeermädchen ist ein Buch, das für mich leider nicht funktioniert hat. Zu gering ist mein Interesse an der Malerei. Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, das ich mir gut vorstellen kann, das jemand, der sich mit Malerei auskennt, vielleicht selber eine Passion fürs Malen hat, seine Freude an den ausschweifenden Umschreibungen für Farben und Bilder hat. 

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  • Ein wunderbarer Sommerroman!

    Das Erdbeermädchen

    Eori

    14. July 2017 um 15:59

    KlappentextSommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Åsgårdstrand zu zerbrechen.EindruckDas Buch hat ein wunderschönes Cover! Auch die Haptik des Buches ist irgendwie besonders, der Einband ist nicht glatt, sondern ähnelt ganz leicht einem in Stoff gebundenen Buch.Am Anfang jedes Kapitels ist ein passendes Zitat aus wahlweise Goethes Farbenlehre oder Munchs Tagebuch zu finden.Meine MeinungEine wunderbar tolle Sommergeschichte über eine eigentlich verbotene Liebe zwischen Tullik und Edvard Munch. Aber obwohl Johanne als armes Dienstmädchen zwischen der reichen Familie Ihlen und dem geächteten Edvard Munch steht, kommt auch ihre eigene Geschichte nicht zu kurz. Das Buch ist ein wunderbarer Sommerroman, der bei genauerem Hinsehen dennoch ziemliche Tiefe besitzt.Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich flüssig und scheint gleichzeitig an die Zeit der Geschichte sowie die aktuelle Zeit zu passen. Schön finde ich außerdem, dass Kunst zwar mit im Vordergrund steht, die Geschichte damit aber nicht erschlagen wird.LieblingszitateS. 130: Dabei könnte man schon einen einzigen Pinselstrich als fertiges Kunstwerk ansehen, wenn er nur mit Gefühl ausgeführt wurde.S. 143: Mit dem Alkohol verwischt er die Kanten.S. 207: Ihre Augen waren voller Liebe und Kummer.

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  • Ein Sommer in Norwegen

    Das Erdbeermädchen

    Miramis

    13. July 2017 um 11:53

    Norwegen im Sommer 1893: das Dorf Åsgårdstrand ist Anziehungspunkt für viele herrschaftlichen Familien aus Kristiana, die dort den Sommer verbringen müssen. Johanne, ein sechzehnjähriges einheimisches Mädchen, geht als Hausmädchen bei der Familie des Admirals Ihlen in Stellung und befreundet sich mit dessen Tochter Tullik. Diese beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit dem Maler Edvard Munch, der als Außenseiter am Rande der Gesellschaft im Dorf lebt. Ein nervenaufreibendes Versteckspiel um eine Liebe jenseits der gesellschaftlichen Konventionen beginnt, und Johanne steckt mittendrin... Edvard Munch war mir vor allem wegen seines Bildes "Der Schrei" ein Begriff, ein Gemälde, das wohl niemanden kalt lässt und und das in der Neuzeit mehrfach Furore gemacht hat. Lisa Stromme widmet sich dem Menschen hinter dem Bild und spinnt eine ergreifende Geschichte um dessen Entstehung. Im Mittelpunkt steht dabei das Mädchen Johanne, das aus der Ich-Perspektive heraus die Rolle der Erzählerin übernimmt. Sie ist das "Erdbeermädchen"; dieser Name hat doppelte Bedeutung. Einerseits sammelt sie tatsächlich Erdbeeren und andere Beeren für die Sommerfrischler in Åsgårdstrand; andererseits ist dies auch der Titel eine Bildes des Malers Hans Heyerdal, für den Johanne als Kind Modell gestanden hatte. Johannes Familie, insbesondere ihre Mutter, sehen in ihr immer noch das kleine "Erdbeermädchen"; dabei ist sie im Begriff, eine junge Frau zu werden und hat durchaus ihre Geheimnisse. Da ist Thomas, der um sie wirbt und mit dem sie zum Tanz geht, unsicher, ob mehr darauf werden kann und darf. Aber auch Edvard Munch ist für Johanne kein Unbekannter; er erkennt ihr Potential, Kunst zu verstehen und auch selbst zu malen; dabei unterstützt er sie im kleinen Rahmen, materiell wie ideell. Selbstverständlich muss dies im Geheimen ablaufen, denn im Dorf ist Munch ein Verrückter und seine Bilder eine Schande, niemand, zu dem ein junges Dorfmädchen Kontakt haben sollte. Ganz anders ist das mit Tullik, der Tochter des Admirals. Sie versteht Munchs Kunst überhaupt nicht, ist aber gerne Modell für die verschiedensten Bilder, und stürzt sich schließlich Hals über Kopf in eine leidenschaftliche Liebschaft mit dem Maler. Johanne ist hierbei Beobachterin und vor allem Verbündete, denn Tullik braucht dringend Ausreden für ihre langen Abwesenheiten. Die beiden Mädchen bauen dabei ein Lügenkonstrukt auf und begeben sich in manche prekäre Situation. Ob das auf Dauer gut geht, wird hier natürlich nicht verraten. Munch selbst bleibt innerhalb der Erzählung als Mensch sehr blass, fast wie ein Mythos. Dennoch kommt seine Verstörtheit, seine absolute emotionale Hingabe an die Kunst, hinter der die menschlichen Beziehungen durchwegs zurück stehen müssen, sehr gut zum Ausdruck. Fast kann man sich vorstellen, wie er in seiner Unfähigkeit, seine Gefühle auszusprechen, dieses wahnsinnige Gemälde schafft und die abstrakt gemalte Figur für sich schreien lässt. Der Schrei zieht sich vor allem durch das letzte Drittel des Buches und nimmt eine wichtige Rolle ein. Lisa Stromme bedient sich in ihrer Erzählung eines eleganten, ausgereiften Schreibstils, der mir sehr gut gefallen hat. Es drängt sich beim Thema Malerei geradezu auf, dass die Sprache bildhafte Motive aufgreift und vieles mit Farben und Formen zu erklären versucht. Besonders schön fand ich die kapiteleinleitenden Auszüge aus "Zur Farbenlehre" von Johann Wolfgang von Goethe, die sehr treffend eingesetzt werden. Am Ende des Sommers darf man als LeserIn nicht erwarten, dass es irgendwelche ausgeklügelten Auflösungen gibt; der Sommer ist vorbei, die Sommerfrischler kehren zurück in die Hauptstadt und alles geht wieder seinen alten Gang. Was bleibt, ist der Nachhall einer Geschichte, die erschütternd und mitreissend gleichzeitig erzählt wurde; wie gemacht für LeserInnen, die weniger handlungsorientiert sind, sondern am inneren Erleben der Figuren interessiert sind und sich auf den Zeitgeist des 19. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der Entdeckung der modernen Kunst einlassen möchten. Mir hat das Buch insgesamt sehr gefallen und ich bin überrascht, wie gut der Autorin die Verknüpfung dieses doch komplexen Themas mit einer guten Portion Unterhaltungswert gelungen ist.

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  • Das Erdbeermädchen

    Das Erdbeermädchen

    Mylittlebookpalace

    12. July 2017 um 09:41

    Handlung: Johanne ist schon seit jeher bekannt als das junge erdbeermädchden des Dorfes, ein kleines unschuldiges Mädchen, was gerne in den Wald geht und ihr Leben lebt. Doch das soll sich ändern, den ihre Mutter möchte, das sie über den Sommer bei den Ihlens als Dienstmädchen arbeitet. Dort freundet sie sich überraschenderweise sehr schnell mit der energievollen Tochter des Admirals an und sie unternehmen zusammen immer mehr verbotene Dinge und die Stadt fängt langsam aber sicher damit an über die beiden zu reden. Orte: Mir haben die Orte sehr gut gefallen. Johanne lebt nämlich an der Norwegischen Küste und damit am Meer und Nähe eines großen Waldes, was mir richtig gut gefallen hat, da ich das Meer und den Wald einfach liebe. Und sie beschreibt auch das Gefühl, wie es ist barfuß durch den Wald zu rennen und wie verbunden sie mit dem Wald ist, wo ich mich selber sehr mit identifizieren kann. Personen:Am Anfang möchte ich Johanne noch echt gerne, doch als sie sich dann mit Tullik eingelassen hat, hat sie sich selber sehr verändert und neue Seiten an ihr entdeckt, die mir leider nicht gefallen haben. Auch die anderen Personen, wie zum Beispiel Tullik oder auch Johannes Mutter haben mir nicht ganz so gut gefallen. Gestaltung:Ich persönlich finde das Cover sehr schön und es hat mich auch sofort angesprochen, auch die Kapitelgestaltung war sehr schlicht und übersichtlich gehalten, was mir ja immer sehr gut gefällt. Schreibstil:Mit dem Schreibstil kam ich auch sehr gut klar, ich konnte das Buch sehr schnell lesen und ich habe auch alles verstanden. Ich war durch den tollen Schreibstil auch schon nach einem Tag mit dem Buch fertig. Geschichte: Den Verlauf der Geschichte fand ich leider nicht so gut, da einfach ein paar Szenen vorkamen, die für mich einfach seltsam und unergründlich waren, aber ich muss dazu sagen, das es auch viele schöne Szenen gab und mir das Ende sehr gefallen hat. Fazit: Ich fand das Buch im groben und ganzen echt gut, es ist eine tolle Grundidee, die eigentlich auch sehr gut umgesetzt wurde, aber trotzdem ein paar Macken hat. Mir haben die Personen zum Ende nicht mehr ganz so gut gefallen und auch den Verlauf den Geschichte fand ich nur mittelmäßig, allerdings mochte ich die Orte wirklich gerne, der Schreibstil hat mir sehr gefallen und die Orte fand ich wirklich sehr schön. Deshalb gebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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  • Das ERrdbeermädchen

    Das Erdbeermädchen

    LeseKatze

    01. July 2017 um 14:41

    Inhalt:Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.Meine Meinung:Aufgrund dieses Klappentextes und dieses wunderschöne Buchcover wollte ich gerne das Buch lesen indem es sich um Menschen zu damaliger Zeit handelt und wie sie früher gelebt haben diese Thematik interessiert mich sehr. Am Anfang dachte ich es handelt sich hier um eine schöne leichte Sommerlektüre was sich aber ganz anders heraus stellte. Die Handlung wirkt eher düster was aber kein Abbruch erlitt.Es handelt sich hier um die drei Protagonisten Tullik, Munch und Johanne.Johanne freundet sich mit Tulik an aber mir kam es einfach so vor als würde sie diese nur ausnutzen um in der Nähe von Munch zu sein. Diese Freundschaft kam mir nicht echt rüber. Leider konnte ich mich denn Charakteren nicht anfreunden ich hatte keinen Zugang zu ihnen. Die Autorin hätte sie besser ausarbeiten müssen sie wirkten leider öberflächlich und nicht authentisch. Erst im Nachwort der Autorin konnte der Leser heraus finden das Much der Maler ein schwieriger Charakter sei, das man dann doch sein Verhalten nachvollziehen konnte.Es passierte auch in laufe der Geschichte nicht viel, ich hätte mir teilweise mehr Spannung gewünscht.Leider war der Schreibstil nicht flüssig und leicht zu lesen wie ich es eigentlich gerne hätte, ich musste während dem lesen öfter eine Pause einlegen, es war teilweise etwas anstrengend und hat dem Lesefluss gehindert.Fazit:In großen und ganzen war die Geschichte ganz nett aber es ist noch Luft nach oben. Aber ich würde der Autorin nochmal eine Chance geben und noch ein weiteres Buch von ihr Lesen wollen.

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  • Das Erdbeermädchen

    Das Erdbeermädchen

    Maerchenfee

    30. June 2017 um 17:02

    Inhaltsangabe: Der Sommer steht in Åsgårdstrand vor der Türe und die neuen Sommergäste werden erwartet. Daher ziehen Johanne und ihre Familie in ihre kleine Fischerhütte und überlassen ihr Haus dem Maler Hans Heyerdahl, der Johanna bereits als "Erdbeermädchen" gemalt hat. Doch den Titel hat Johanna im wirklich Leben auch, weil sie für die Gäste die Früchte sammelt und sie am Markt verkauft. In dieser Saison verschafft ihre Mutter ihr jedoch auch noch eine Anstellung im Hause des Admirals. Dort freundet sich Johanne mit der jüngsten Tochter Tullik an. Auf Åsgårdstrand lebt aber ab und zu auch der Maler Edvard Munch, der Johanna, die selber malt fördert und ihr ein Buch von Goethe "Zur Farbenlehre" geschenkt hat. Tullik verliebt sich unsterblich in Munch, die beiden beginnen eine heimliche Affäre, da er wegen seiner obszönen Zeichnungen verpönt ist..... Meine Meinung: Die Geschichte hinterläßt mich etwas zwiegespalten. Anhand des Klappentextes und des romantisch gehaltenen Covers habe ich eher an eine leichte Sommergeschichte gedacht. Doch ist das Buch in Wirklichkeit ziemlich düster und es passiert leider nicht viel. Es geht im Grunde die ganze Zeit nur um die drei Personen Tullik, Johanne und Munch. Johanne ist zwar zur Freundin von Tullik geworden, doch scheint die sie nur ständig als Alibifunktion zu brauchen, um sich mit Munch treffen zu können. Tullik ist nahezu besessen in ihrer Liebe zu dem Maler, doch bei ihm wird irgendwie nie klar, wie er zu ihr steht. Er widmet ihr zwar ein Bild nach dem anderen, aber ich konnte ihn nicht richtig einschätzen. Aber so soll es wahrscheinlich auch sein, denn lt. Nachwort der Autorin war Munch ein schwieriger Mensch. Im großen und ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen, fand den Schreibstil jedoch teilweise sehr anstrengend. Um der Geschichte gerecht zu werden, sollte man sich selber mit der Malerei auskennen, denn Johanne denkt stets in Farben. Jede Situation und Begebenheit malt sie sich farblich aus, was mit der Zeit für den Leser doch etwas ermüdend wird. Gut gefallen hat mir jedoch, dass ich viel über Edvard Munch erfahren habe, denn er scheint eine starke Persönlichkeit gewesen zu sein. Auch viele seiner Werke, wie auch "Der Schrei" werden in die Geschichte eingebaut. Der Schluß hat mir dann wieder richtig gut gefallen, sodass ich der Geschichte 3 Sterne gebe.

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