Das Erdbeermädchen

von Lisa Stromme 
3,6 Sterne bei24 Bewertungen
Das Erdbeermädchen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (10):
UlliAnnas avatar

Ein Buch über zwei Liebende, die zusammen gehören, aber nicht zusammen sein können und ein Mädchen das mehr kann als nur Erdbeeren sammeln.

Kritisch (2):
Gudrun67s avatar

eher seicht und Luft nach oben

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Inhaltsangabe zu "Das Erdbeermädchen"

Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453419742
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:13.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Annabeth_Books avatar
    Annabeth_Bookvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch das gut geschrieben ist, von dem ich mir aber leider mehr erwartet hätte
    Das Erdbeermädchen

    Klappentext:

    Neben der tiefsten Finsternis strahlt oft das hellste Licht.

    Sommer 1893. Die Bewohner von Asgardstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die jungen Erdbeersammlerin Johanne  soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause der Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede von Asgardstrand daran zu zerbrechen.

    Autorin:

    Lisa Stromme wurde 1973 geboren. Sie lebt mit ihrem norwegischen Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Asgardstand, dem Küstenort, wo Edvard Munch ein Sommerhaus hatte. Das Erdbeermädchen ist ihr erster Roman.


    Inhalt:

    Johanne soll über den Sommer als Hausmädchen bei den Ihlens arbeiten. Relativ schnell freundet sie sich mit der jüngsten Tochter des Admirals an. Neben besonderen Freiheiten bekommt sie auch mit wie Tullik sich in den Maler Munch verliebt. Und bald ist sie mehr Alibi wie Freundin.

    Erster Satz:

    Ich verstecke mich in Dem Bild, in der Hoffnung, sie würden nicht sehen, was aus mir geworden war.

    Meine Meinung:

    Als ich das Buch beim Bloggerportal entdeckt habe, war ich sofort begeistert von dem Cover und umso mehr hat es mich dann gefreut, als ich den  auch noch zugeschickt bekommen habe.

    Das Cover finde ich, ist es im Allgemeinen ein echter Traum, das Mädchen von dem weißen, alten Kleid und der Steckfrisur. Im Allgemeinen finde ich das Cover wunderschön, aber leider nicht sehr passend zu der Story, mir hätte es besser gefallen, wenn es iwas mit der Kunst zutun hätte. 

    Das selbe ist leider auch mit dem Titel, klar ist er sehr ansprechend, doch in meinen Augen ist das Erdbeermädchen eher im Hintergrund und die Kunst ist eher im Vordergrund deshalb hätte ich mir hier auch eher was in diese Richtung gewünscht.

    Aber nun mal zur Geschichte selbst :)
    Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll, er lässt sich flüssig und leicht zu lesen.
    Doch leider hat sie sich für ihren Roman auch ein sehr schweres Thema in meinen Augen.

    Johanne ist in meinen Augen ein sehr sympathisches Mädchen und eine wahre Freundin auf die man sich verlassen kann.
    Doch leider sehen nur wenig ihr wahres Potenzial, der Mutter ist sie im wahrsten Sinne ein Dorn im Augen. Als sie noch klein war und das Erdbeermädchen war, konnte man mit Johanne Werbung machen. Jetzt ist sie groß, zu alt für das Erdbeermädchen und in den Augen der Mutter ist sie ein faules Ding, das sich nur für Kunst interessiert.

    Als Johanne, dann bei den Ihlens arbeiten anfängt, freundet sie sich relativ schnell mit der Tochter des Admirals an.
    Tullik war für mich eine ziemlich nervige Person, da Johanne immer das machen musste was sie wollte und sie konnte sich ja schlecht zu wehr setzen, da sie die Tochter ihres Arbeitsgeber war.

    Als die beiden dann auf den Maler Munch treffen, merkt man schnell das Tullik einen Narren an ihm gefressen hat, was dann irgendwann sich zu einem Krankhaften Wahn entwickelt. Sie möchte nur noch bei ihm sein und Johanne bleibt ihr Alibi, da ihre Familie nichts davon mit bekommen soll, da Munch ein Maler ist der wegen seiner Kunst geächtet wird.

    Im allgemeinen dreht sich das Buch eher um die Liebe zwischen Tullik und Munch und um dessen Kunst und leider rutscht Johanne immer mehr in den Hintergrund was ich wirklich sehr schade finde. 

    Alles in einem konnte mir der Roman, nicht wirklich überzeugen, aber ich bin jedoch nicht abgeneigt irgendwann mal wieder ein Buch von der Autorin zu lesen.


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    Schmusekatze69s avatar
    Schmusekatze69vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Interessant, aber auch anstrengend
    Die Leidenschaft des Malens

    Im Debütroman "Das Erdbeermädchen" der Autorin Lisa Stromme wird man nach Norwegen im Jahr 1893 entführt. Hier begeben wir uns nach Asgardstrand, auf die Spuren des Malers Edvard Munch und dem Maler Hans Heyerdahl.
    Die Geschichte:
    Jedes Jahr ziehen die reichen Sommerfrischler nach Asgardstrand. Dafür räumen die Bewohner ihre Häuser und ziehen den Sommer über in beengte Fischerhütten. Auch die Familie von Johanne, die „Erdbeersammleri“. Sie trägt durch das Sammeln und den Verkauf zum Lebensunterhalt ihrer Familie bei. Nur diesen Sommer soll sie auch noch im Hause des Admirals als Dienstmädchen arbeiten. Sie freundet sich mit Tullik, der Tochter des Hauses an, was überhaupt nicht gern gesehen war. Gemeinsam streiften sie durch die Wälder und so lernte Tullik auch den Maler Edvard Munch kennen. Tullik fühlt sich von dem Maler magisch angezogen. Und die beiden beginnen eine Affäre und gerät dadurch, zum Leidwesen ihrer Eltern, im Dorf in Verruf .......
    Fazit:
    Das Buch sprach mich wegen dem Klappentext und des Covers sehr an. Deshalb habe ich mich entschlossen das Buch zu lesen.
    Leider war es dann aber nicht ganz das, was ich eigentlich erwartet hatte. Die Handlung fand ich am Anfang unterhaltsam. Ich bekam Einblick in die Sitten der dortigen Gemeinte und wie damals die Bewohner ihre Häuser an reiche Urlauber vermietet haben. Man liest einiges über die typischen Sommeraktivitäten der Jugend, ihren Festen und Feiern, aber auch ihr Leben mit den Familien. Im Mittelpunkt des Buches steht aber Johanne.
    Wiederholungen störten meinen Lesefluss und machte das lesen zäh. Ich fand den Schreibstil jedoch teilweise sehr anstrengend.
    Gut gefallen hat mir, dass ich viel über Edvard Munch erfahren habe. Er scheint eine starke Persönlichkeit gewesen zu sein. Auch viele seiner Werke, wie auch "Der Schrei" werden in die Geschichte eingebaut. Öfter habe ich mir seine Bilder zu Gemüte geführt und einige erkannt.
    Das Ende des Buches war überraschend, aber sehr gut.
    Trotzdem nur 3 Sterne, weil ich finde, das Buch ist noch nicht rund.

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    UlliAnnas avatar
    UlliAnnavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch über zwei Liebende, die zusammen gehören, aber nicht zusammen sein können und ein Mädchen das mehr kann als nur Erdbeeren sammeln.
    Liebe, Kunst und Schicksal

    Die Handlung spielt in Norwegen im Jahr 1893. Johanne ist das Erdbeeermädchen, weil sie immer Erdbeeren sammelt und auf dem Markt verkauft. Ihre Mutter ist sehr streng und so schickt sie Johanne als Magd zur Familie Ihlen. Dort muss sie hart arbeiten, freundet sich aber mit deren Tochter Tullik an, die sie mitnimmt in den Wald, zum Meer oder zum Maler Edvard Munch, welcher von den anderen Leuten gemieden wird. Johanne entdeckt ihre Liebe zur Malerei als ihr Munch Farben  und Staffeln zur Verfügung stellt. Munch malt Johanne und nennt das Bild „Das Erdbeermädchen“.  Tullik verliebt sich unsterblich in den Maler, doch ihre Eltern wollen von der Verbindung nichts wissen wollen. Sie verbieten ihr dem Umgang mit Munch. Schließlich verbrennen Raga, die Köchin, und Frau Berg, die Haushälterin, auf Anordnung von Tulliks Schweser Caroline alle Bilder, die Tullik von Munch bekommen hat. Das ging mir besonders nahe, dass es so dumme und grenzenlos bornierte Menschen gibt, die einerseits Kunst zerstören und andererseits auch damit anderen Menschen großes seelisches Leid zufügen! Ein Bild sollte unversehrt bleiben, „Der Schrei“, der Tullik in ihrem Schmerz darstellt. Johanne und ihr Bruder Andreas hatten es am Dielenboden der alten Fischerhütte versteckt…Es ist die Geschichte von zwei Menschen, Tullik und Edvard Munch, die einander liebten, aber doch nicht zusammen sein konnten. „Es gibt keine Trennung“, sagte Tullik, die ihrem Herzen für immer mit ihm verbunden bleibt. Das Buch ist vom Schreibstil her leicht zu lesen und inhaltlich sehr berührend. Die Personen konnte man sich gut vorstellen, ihr Verhalten war typisch für die damalige Zeit. Es ist aber ein trauriges Buch, weil es in der Vergangenheit und auch wahrscheinlich in der Zukunft Menschen gab und geben wird, die Kunst verachten, ja zerstören. Gut, dass Johanne sich nicht davon abhalten ließ, zu malen. Ein Buch, das bewegt und bis zum Schluss betroffen macht. Auf dieser Welt gibt es Kunstzerstörer, Liebeszerstörer und Lebenszerstörer…

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    thatweirdbookgirls avatar
    thatweirdbookgirlvor einem Jahr
    Perfekt!

    Heute stelle ich euch ein Buch vor, um das ich lange herumgeschlichen bin. Kurz nachdem es bei mir eingezogen ist, dachte ich dann doch immer wieder: Na, ist das wirklich was für mich? Was wenn die Geschichte doch zu trocken ist - eigentlich bin ich ja kein so großer Kunstfan, was mache ich nun?  Einfach lesen, wie sich herausgestellt hat, denn alle Gedanken und Sorgen waren vollkommen unbegründet. 
    Sobald ich angefangen habe, das Buch zu lesen, bin ich nicht mehr von ihm weggekommen. Ich habe in meiner Freizeit einfach nichts anderes gemacht, als sabbernd jedes Wort des Buches aufzusaugen, weil die Story nicht nur total intensiv war, sie war auch etwas ganz Anderes und Besonderes. 

    "Die Wahrheit wirkt oft vulgär. [...] Während die Lüge funkeln kann wie prächtige Sterne." (S. 87)
    Edvard Munch (das ist der Typ, der 1893 den "Schrei" gemalt hat, und das wiederum ist das gruselige Ding mit den Händen auf den Wangen und dem aufgerissenen Mund) ist so ein interessanter Charakter, der die Story ebenfalls so ansehnlich (oder eher "anleslich") macht. Heutzutage ist er einer der berühmtesten Maler, aber damals sah das noch ganz anders aus. Er war, ebenso wie seine Bilder, verrufen und in der Gesellschaft als Verrückter bekannt, da er, im Gegensatz zu anderen Malern seiner Zeit, seine Gefühle auf die Leinwand gebracht hat. Er war ein sehr gebrochener Charakter, und das bringt das Buch so gut rüber! Ein weiterer total spannender Charakter des Buches ist Tullik. Sie ist die Tochter einer sehr gut gestellten Familie und dort die jüngste von drei Tochtern. Sie ist das ganze Gegenteil von Munch. Sie ist aufbrausend, impulsiv und sie zieht jeden mit sich. Auch Johanne, unser Erdbeermädchen und unsere Erzählerin der Geschichte, ist von ihr gefesselt. Sie selbst ist aber eher ein stiller, zurückhaltender Charakter, vielleicht böse gesagt ein kleiner Mitläufer. Als Hausmädchen beobachtet sie Munchs und Tulliks Beziehung und dessen Entwicklung von außen, was der Autorin mehr als gut gelungen ist. Es macht einfach süchtig und reißt einen ungelogen hin und her. 
    Ein weiterer toller Punkt des Buches ist die wunderschöne Kulisse der norwegischen Küste, gepaart mit dem wunderbaren malerischen Schreibstil Lisa Strommes. Und nicht nur das, er lässt auch alles total wirklich und intensiv erscheinen, da man bei der Autorin wirklich das Gefühl bekommt, die Handlung am eigenen Leib zu erfahren - beziehungsweise aus Johannes Beobachterperspektive. Hierbei unterstützt Johannes eher stiller Charakter nämlich, dass man den ansteigenden Konflikt gut beobachten kann, ohne direkt von extremen inneren Konflikten Johannes abgelenkt zu werden. 

    Gleichzeitig ist es einfach unfassbar, wie gut Lisa Stromme die damals entstandenen Bilder und bekannten Ereignisse Munchs mit ihrer eigenen Geschichte verknüpft, diese gekonnt in Szene setzt und interpretiert. Es war einfach so glaubwürdig, lebensecht und haach ... Einfach schön! 

    "Ich versuche, die unlösbaren Rätsel des Lebens zu malen, das, was uns verstört [...] Ich versuche das Leben so zu malen, wie es gelebt wird." (S. 87)
    Mir fällt es gerade, einfach mal ganz ehrlich geradeaus gesagt, richtig schwer, dieses Buch und das, was es in mir ausgelöst hat, in Worte zu fassen. Es ist einfach nicht greifbar. Ich kann euch nur sagen, dass diese Geschichte über Freundschaft, über Liebe, über Selbstvertrauen und -bewusstsein, einfach so viel Gutes vermittelt und so viel in einem selbst freisetzt. Ich bekomme jetzt noch Herzklopfen, wenn ich daran denke.
    Vor allem das Ende und sogar das Nachwort haben mir nochmal einen richtigen Stoß versetzt ... Ja, das Nachwort! Ich hätte selbst nie gedacht, dass mich eins mal so sehr berühren kann, obwohl die Autorin dort "nur" ihre Intention niederschreibt. 

    Auch das Cover finde ich sehr gut gewählt, weil es mit seiner malerischen Art und der eher rauen und matten Beschaffenheit des Umschlags natürlich stark einem Gemälde ähnelt.

    Fazit:
    Ebenso wie Kunst ist dieses Buch  schwer in Worte zu fassen, da es so wunderschön ist. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, weil es mich voll und ganz gepackt hat, obwohl ich nicht mal ein großer Kunstfan bin. Dafür kann ich jetzt im Nachhinein sagen, dass ich dank dieses Buches Kunstliebhaber  viel besser verstehen und nachvollziehen kann. Ich kann die Autorin wirklich nur loben.


    5 von 5 Sternen★★★★★

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    olga_oreschkins avatar
    olga_oreschkinvor einem Jahr
    Ein Wasserfall von Farben


    Version mit den Bilder in meinem Blog 


    Handelnde Personen:

    Johanne ist eine Jugendliche. Sie lebt in Åsgårdstrand. In Sommer war ihre Aufgabe immer die Beeren sammeln und auf dem Markt im Stadt zu Verkaufen. Sie ist noch ein Kind und ihr kann man leicht maniepulieren. Sie kann noch nicht genau ihre eigene Wünsche von Fremden zu teilen.
    Thomas ist Fischer und einen idealen Junge. Er ist der Freund von Johanna. Ich wollte am Anfang nicht trauen, dass es solcher Junge gibt.
    Tullik ist die jungerste Schwester in der Familie Ihlen, wo Johanne als Magd arbeiten muss. Sie ist ein Hätschelkind. Sie hat immer bekommen, was sie haben wollte.
    Munch ist Maler. Alle halten ihm als Verrückter. Er hat nur eine große Liebe und Ehefrau. Es ist Malen. Was kann aus eine Affere zwischen ihm und Tullik sein? 


    Meine Meinung:

    Ich würde dieses Buch mit einem Wasserfall von Farben vergleichen. Die Autorin hat geschafft die Farben im Worte zu interpretieren. Sie hat die Bilder von einem berümmten Maler in meinem Kopf beleben. Ich bin kein Fan von Malen, aber dankbar diesem Buch habe ich jetzt Sinneswandel auf Bilder. Ich habe nie gedacht, dass ich so was ähnliches fühlen konnte.
    Wie geыagt, bin ich weit von Kunst, aber in diesem Buch habe ich mich wohl gefühlt. Da gibt es keine Fachsprache, die nur Maler verstehen werden und dazu die Farben und Empfindungen von Farben so beschrieben wurde, dass man sogar die Farben hören. Ja, ja, hören, das war kein Fehler. Es ist richtig schwierig zu erklären, deshalb empfehle ich zu lesen.
    Und klar im Buch gibt es Liebe. Und hier hat mir gefallen, dass Autorin die Liebe sehr realistisch beschrieben hat.
    Und kann man auch nicht um Freundschaft vergessen. So was gibt es auch.
    Aber für mich am ersten Platz waren die Farben. Ganze meine Seele ist voll von den Farben nach dem Lesen. Ich fühle noch jetzt sie. Es ist richtig wannsinnig.

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    MissNorges avatar
    MissNorgevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein historischer Norwegen-Roman, mit dem Maler Munch als Nebendarsteller ...
    Male, was Du fühlst ...

    Kurz zum Inhalt
    (lt.Verlagsseite)
    Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.

    Meine Meinung
    Das Buch hat mich alleine schon dadurch neugierig gemacht, weil die Geschichte in Norwegen angesiedelt ist und wieder einmal haben schon die Naturbeschreibungen diesen Roman lesenswert gemacht.
    "Das Erdbeermädchen" ist das Debüt der Autorin Lisa Stromme und neben den historischen Fakten hat sie den Maler Edvard Munch zu einer der Nebenfiguren auserkoren. Der Maler wurde 1863 in Norwegen geboren und starb im Jahr 1944 auch dort. In dieser Geschichte agiert er als verschrobener, noch völlig unbekannter Maler, vor dem sich die Damenwelt in Acht nehmen soll. Doch wie es kommen muss, verliebt sich Tullik, die Tochter des Admirals Ihlen, in Munch und setzt damit ihre Freundschaft zu Johanne auf´s Spiel, die als Dienstmädchen im Haus der Ihlen´s angestellt ist. Die Freundschaft bekommt Risse und der bürgerliche Frieden droht zu zerbrechen. Die Charaktereigenschaften der jungen Frauen sind gut vorstellbar und fein hervorgehoben. Die Gefühlsebenen und die nicht ausgesprochenen Gedanken, hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, um den beiden jungen Frauen noch näher zu kommen.
    Aufgrund des Covers könnte man denken, es wäre ein sommerlicher und leichter Roman, doch Vorsicht, so ist es nicht. Mir kam der Inhalt oftmals eher düster und beklemmend vor. Es kommen keine großartigen Geschehnisse vor, sondern man treibt durch einen historischen Sommer in Norwegen.
    Welcher Satz mir sehr gut gefallen hat war von Edvard Munch, wie er Johanne das sich Fallen lassen beim Malen beschrieb: "Male was Du fühlst, nicht was Du siehst."

    Fazit
    Die Hauptthemen dieses Romanes sind: die Kunst, die Malerei, eine geheime Liebe, Freundschaft, Verrat, Lüge und ein dunkles Ende. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn man an dieser oder jener Stelle der Geschichte auch etwas hätte tiefgründiger sein können.

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    Zelibas avatar
    Zelibavor einem Jahr
    Potenzial verschenkt

    Johanne - das Erdbeermädchen - lernt den wenig bekannten Maler Munch kennen, welcher sie aus eigenem Antrieb ebenfalls in der Malerei fördert. Johanna liebt das Malen und ist fasziniert von den Farben und den Welten und Möglichkeiten, die in ihnen verborgen liegt. Als sich jedoch ihre neue Freundin Tullik in den unbedeutenden Maler verliebt, nimmt die Geschichte ihren Lauf.


    Mit diesem Buch habe ich mich schwer getan. Was zum einen an dieser teilweise wirklich furchtbar holprigen Sprache lagt, zum anderen an den Charakteren, die leider sehr blass für mich blieben. So war es trotz der interessanten und sehr gut recherchierten Hintergrundstory eher ein langwieriges vergnügen. Es fehlte Spannung, war zu absehbar. Aus dem Potenzial das da war, hätte man mehr machen können. Wobei sich da in Sachen Stil die Frage stellt, inwieweit das Buch da vielleicht auch durch die Übersetzung verloren hat.

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    Thoronriss avatar
    Thoronrisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nichts für schwache Nerven. Verstörend, mitreißend, tragisch. Ein wundervolles Buch über die Malerei.
    Mitreißend, emotional, verstörend


    Manchmal greife ich nach einem Buch, ohne tatsächlich zu wissen, was mich erwartet. So ging es mir mit der Geschichte vom Erdbeermädchen Johanne. Der Klappentext und das Cover versprachen mir eine romantische, wenn auch vielleicht tragische Liebesgeschichte, doch was ich bekommen habe, war sehr viel mehr. Zusätzlich muss ich gestehen, dass ich als Liebhaberin der Impressionisten (schon als Kind war ich von Monets Werken verzaubert) noch nie sonderlich viel mit Expressionismus anfangen konnte, weder in der Malerei, noch in der Literatur. Entsprechend war mir das gesamte Buch über nicht bewusst, dass der Maler Edvard Munch tatsächlich ein existierender Künstler gewesen ist. Er war nicht irgendeiner, ihm wird zugeschrieben, den Expressionismus insbesondere in Deutschland begründet zu haben. Obwohl auch hinter dem titelgebenden Bild „Das Erdbeermädchen“ ein echtes Gemälde steckt, ist es doch eigentlich Munchs Der Schrei, um das es hier geht. Das alles war mir jedoch erst nach Abschluss der Lektüre klar. Meinem Verständnis und Genuss tat meine naive Unwissenheit jedoch keinen Abbruch.


    Johanne Lien ist ein von der Autorin erdachtes, sechszehnjähriges Mädchen, welches sie als Vorbild für Heyerdahls Gemälde „Das Erdbeermädchen“ darstellt. Die Geschichte ist aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, doch sie ist nicht die wirkliche Hauptperson. Die Geschehnisse werden auf eine Art erzählt, die deutlich macht, dass sie mit viel Abstand und dem Wissen und der Weisheit des Alters für den Leser präsentiert werden. Der Schreibstil ist reflektierend, mitreißend und einfühlsam auf eine Weise, die beinahe verstörend ist.


    Am Rande des Dorfes Åsgårdstrand lebt der im Jahre 1893 noch nicht berühmte Maler Edvard Munch. Johanne ist ihm schon als Kind häufiger begegnet, sie fühlt sich zu ihm hingezogen, da sie seine Art, die Welt zu betrachten, teilt. Sie denkt in Farben und Emotionen, er schenkt ihr Goethes Werk Zur Farbenlehre, um ihr Interesse und ihr Talent zu fördern. Während des schicksalhaften Sommers arbeitet Johanne als einfaches Dienstmädchen für die – ebenfalls real existierende – Familie Ihlen, deren zwanzig Jahre alte Tochter Regine, genannt Tullik, in ihr sofort eine Freundin sieht. Mit Hilfe von Johanne kommt Tullik in Kontakt zu Edvard Munch, Tragik ist vorprogrammiert. Die Liebe zwischen Tullik und Edvard Munch wird die zentrale Geschichte in diesem Buch.


    Edvard Munch ist am Ende des 19. Jahrhunderts bei den Bewohnern von Åsgårdstrand geächtet, weil seine Bilder als sündhaft gelten. Insbesondere die Familie Ihlen hasst ihn, da bereits die Tochter Milly eine Affäre mit ihm gehabt hatte, welche zum Ehebruch führte. Ein weiterer Skandal mit diesem Maler würde die Familie zerbrechen. In Kristiania, dem heutigen Oslo, gehört Munch zur Bohéme, eine Künstlergruppe, die bewusst anti-bürgerlich lebt und denkt. Auch das wird in Åsgårdstrand als Bedrohung empfunden, denn klassische Hierarchien, Anstand und gute Sitten sind hier in allen Familien fest verankert. Genau jene rebellische, intellektuelle Ader ist es jedoch, durch welche sich die hoffnungslos romantische Tullik angezogen fühlt. Sie verfällt Munch sofort, so wie er in ihr augenblicklich eine Muse findet. Johanne beobachtet die Beziehung, lügt für ihre Herrin und Freundin, steht Ängste und Befürchtungen durch und will Tullik eigentlich vor ihrem Untergang bewahren, doch tief in sich ist auch Johanne rebellisch und empathisch. Sie kann nicht anders, als Tullik zu unterstützen.


    Es ist ein klassisches Motiv in Romanen des 18. und 19. Jahrhunderts, die gegen alle Vernunft liebende Frau als hysterisch und verrückt darzustellen. Sie wird gleichzeitig als heroische Figur romantisiert, die an ihrem gebrochenen Herz sterben könnte, und als alle Normen sprengende Wahnsinnige verurteilt. Es ist beachtlich, wie mühelos es Lisa Strømme gelingt, genau dieses Motiv aus einer vergangenen Zeit wieder zum Leben zu erwecken. Edvard Munch wiederum kämpft mit Alkoholproblemen, er wird als chronisch traurig und auch als verrückt beschrieben. Noch erkennt man psychische Krankheiten nicht, noch steckt man insbesondere Frauen einfach in Krankenhäuser für Wahnsinnige, wenn sie hysterisch und unsittlich wirken. Auch das wird durch die eindringlichen, oft von Farben durchsetzen Beschreibungen aus dem Mund von Johanne mitreißend dargestellt.


    Als Tullik schließlich durch ihre eigenen Familie gezwungen wird, den Kontakt zu Munch abzubrechen, verfällt sie in tiefe Depressionen, wird wirr und kränklich. Sie verwandelt sich in eine klassische Heldin der romantischen Literatur, die an gebrochenem Herzen zu sterben droht. Ihre strahlende Schönheit verschwindet, ihre Haut verfärbt sich gelblich-grün, sie weint sehr viel, schreit, drückt ihre Verzweiflung hemmungslos aus. Und Edvard Munch malt. Er malt, wie Tullik aussieht, ohne zu wissen, dass sie tatsächlich leidet und tatsächlich so aussieht. Das Gemälde, das Johanne von ihm bekommt, um es zu Tullik zu bringen, nennt er „Der Schrei“, und es ist ein Abbild der Qualen, die Tullik durchleidet. Auch wenn dies nicht die tatsächliche Entstehungsgeschichte hinter jenem Bild ist, so wirkt es dennoch authentisch, fesselnd, emotional. Tullik kann nicht anders, als Munch zu lieben, doch Munch ist zu kaputt, als dass er jemals seine Kunst für eine Frau zurückstellen könnte. Dennoch liebt auch er Tullik und zerbricht daran nur weiter.


    Ich habe das Buch angefangen in der Erwartung einer Liebesgeschichte, bei der eventuell Johanne und Tullik gegeneinander um die Gunst von Edvard Munch ringen. Bekommen habe ich etwas ganz anderes. Auch, wenn ich selbst beim Anblick expressionistischer Kunst nicht dieselben Gefühle, dieselbe Tiefe verspüre wie Johanne, so verstehe ich doch auf einem intuitiven Level, was Tullik erleidet. Der Reiz, den erwachsene Männer, die intellektuell überlegen und anarchistisch wirken, auf junge Frauen haben, ist mir nur zu bekannt. Die Worte, die Strømme wählt, die wiederholte Verwendung von Farben, die für Gefühle und für Geschlecht stehen, zeichnen ein verzweifeltes Bild. Doch die Verzweiflung ist selbst gewählt. Es ist die Entscheidung von Tullik, sich mit allem, was sie hat, in eine tragische Beziehung zu werfen. Sie ist hoffnungslos romantisch und leidet, aber sie weiß, wie es um Edvard Munch steht. So wird die Verzweiflung, die man als Leser automatisch verspürt, nur noch größer. Das Buch hat mich zerstört, ganz wortwörtlich meine Emotionen durcheinander gewirbelt und mich für einige Stunden in einem Zustand zurückgelassen, wo die Grenzen zwischen den Emotionen der Buchfiguren und meinen eigenen zerstört waren. Das schaffen nur wenige Bücher.




    FAZIT:


    Mit dem Roman „Das Erdbeermädchen“ entführt uns Lisa Strømme in ein schillerndes 19. Jahrhundert, das nah an der Realität der damals lebenden Menschen erscheint. Johanne, die Erzählerin, ist ebenso trotzig wie ergeben, während Tullik gleichzeitig romantisch und rebellisch ist. Dem Buch liegt eine intensive Recherche über den Maler Edvard Munch zu Grunde und das spürt man auf jeder Seite. Mit eindringlicher Intensität schildert Strømme eine tragische Liebesgeschichte, die das Herz berührt und die Seele weinen lässt. Es ist keine leichte Kost, doch wer sich auf die Reise einlässt, wird mehr als belohnt. Ich spreche eine ganz klare Kaufempfehlung aus, denn dieses Buch muss man gelesen haben. 

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    Lannas avatar
    Lannavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein malerisch schönes Buch !
    Ein malerisch schönes Buch !

    Das Erdbeermädchen

    - Lisa Stromme

    Erschienen im Heyne Verlag am 13.Juni 2017 - 352 Seiten - Taschenbuch - 10,99 €

    Die Autorin:
    Lisa Stromme 1973 geboren in Yorkshire, lebt mit Ihrer Familie in Norwegen in der nähe von Åsgårdstrand diesen Ort wählte Sie auch für ihren Debütroman Das Erdbeermädchen.

    Das Cover:

    Das Cover ist lässt einen einfach zwei mal hinschauen ich sehe hier ganz klar die Protagonistin Johanne die über die Hügel rennt um Tullik aus der Patsche zu helfen. Ich finde es wunderschön, es lädt zum eintauchen ein.


    Der Inhalt:
    Norwegen - Åsgårdstrand - Sommer 1893. Normalerweise sammelt die 16 Jährige Johanne Erdbeeren  und verkauft sie im Ort auf dem Markt. Doch diesen Sommer hat ihre Mutter für Sie eine Stelle als Magd bei der Familie Ihlens besorgt. Johanne liebt das Erdbeerpflücken, ihre große Leidenschaft ist aber die Malerei. Aus diesem Grund hat es sie in das Haus des Malers Edvard Munch verschlagen, dieser hat ihr Talent erkannt und hilft Johanne beim entfalten ihrer Leidenschaft. Johanne freundet sich schnell mit Tullik, der Tochter ihres Arbeitgebers an. Tullik ist eine besondere Persönlichkeit, die sich in den Fänger der Zeit eingeschlossen füllt und zieht ihre neue Freundin zum Anwesen, des aufgrund seines Lebensstils verachteten Edvard Munch. Tullik verliebt sich schnell, bedingungslos und leidenschaftlich in Edvard. Ohne Rücksicht auf Verluste, zieht sie Johanne in vermeintliche Abendteuer hinein. Doch geht es Tullik schnell nicht mehr um die Freundschaft, sondern wie sie den Künstler für immer für sich beanspruchen kann.

      

    Meine Meinung:
    Als ich im Klappentext gelesen habe das Edvard Munch ( berühmtes Werk: Der Schrei) eine Rolle spielt freute ich mich auf diese Buch.  Es fängt die Liebe zu Farben ein, beschreibt malerisch schön Atomsphäre, Gefühle und Stimmungen. Doch nicht nur die Malerei hat in der Geschichte eine große Rolle, ich liebte die verwendeten Zitate und Hinweise auf große Werte von Johann Wolfgang von Goethe wie die Farbenlehre und Faust oder auch aus Dostojewskis Werken. Hier trifft die Malerei die Sprache. Doch ist es keineswegs zu viel, oder nur für Kunstinteressierte und Klassiker Kenner geeignet. Den die Geschichte der beiden Freundinnen, die so ungleich ist und nicht sein dürfte, ist spannend und hat mich mitfiebern lassen. Tullik ist ist sehr fanatisch und leidenschaftlich verliebt und handelt ohne Rücksicht auf Verluste. Edvard Munch scheint sehr sprunghaft zu sein und man weiß einfach nicht ob man beide Charakter mögen soll oder nicht. Anders ist es bei Johanne, die so loyal ist und man wünscht ihr alles Glück der Welt, doch lässt sie sich einfach zu sehr mitreißen. Es ist alles in diesem Buch was ich so gerne lese, die Leidenschaft zu Bücher und zu Worten. Auch wenn ich kein Kunstbelehrter oder Kunstinteressierter Mensch bin, so konnte ich das Buch in vollen Zügen genießen. Ich hoffe sehr das die Autorin noch weiter Bücher schreiben und veröffentlichen wird.

     

    Fazit:

    Ich muss zu diesem Buch einfach eine Leseempfehlung aussprechen. Die Reise durch die Zeit, zum Maler Munch, zu einer gar nicht so berauschenden Liebesgeschichte und Freundschaft, hat mich fasziniert. Hier habe ich ein Buch entdeckt das sich nicht so schnell mit etwas anderem vergleichen lässt. Ich lasse mich nie von Covern zu einer von mir im Kopf fertigen Geschichte verleiten, somit konnte ich ein ganz besonderes Schätzchen für mich entdeckten. Ich weiß jetzt schon das es ein Buch sein wird das ich so vielen Menschen empfehlen und verschenken werde.

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    friederickesblogs avatar
    friederickesblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbar ist die Beschreibung der Schauplätze, die nach Norwegen einladen. Lobenswert auch die Recherche um den Maler Munch.
    Freundschaft, Liebe und ein Maler

    Klappentext

    Sommer 1893. Die Bewohner von Åsgårdstrand, einem malerischen Fischerdorf an der norwegischen Küste, bereiten sich auf die Ankunft ihrer reichen Sommergäste vor. Die junge Erdbeersammlerin Johanne soll den Sommer über als Dienstmädchen im Hause des Admirals Ihlen arbeiten. Johanne freundet sich mit Tullik, der impulsiven Tochter des Admirals, an. Als diese eine verbotene Affäre mit dem noch unbekannten Edvard Munch beginnt, der geächtet am Rande des Dorfes lebt, drohen ihre Freundschaft und der bürgerliche Friede in Asgardstrand daran zu zerbrechen.

     

    Die Autorin

    Lisa Strømme, geboren 1973, stammt aus Yorkshire und studierte an der University of Strathclyde in Glasgow. Mit ihrem norwegischen Ehemann und zwei Kindern lebt sie in der Nähe von Åsgårdstrand, dem Küstenort, in dem Edvard Munch ein Sommerhaus hatte. Hier spielt Das Erdbeermädchen, Lisa Strømmes erster Roman.

     

    Das Cover

    Das Cover zeigt in zarten Farben eine junge Frau in typischer Kleidung des 19. Jahrhunderts. Das Gesamtbild verbreitet eine warme Stimmung. Es ist ein typisches Cover für einen romantischen Liebesroman und macht neugierig.

     


    Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

    Ein Fischerdorf in Norwegen. Mittelpunkt ist das Dienstmädchen Johanne, das sich mit Tullik der Tochter des Admirals anfreundet, in dessen Haushalt sie über den Sommer arbeitet. Schon alleine die gesellschaftlichen Unterschiede der Mädchen sind belastend. Auch zu Munch dem unbekannten und geächteten Maler hat sie Kontakt, der ihr das Malen beibringt. Als Tullik dann mit Munch, der am Rande des Dorfes lebt, eine Affäre beginnt, kommt alles ins Wanken und selbst die Freundschaft der beiden Mädchen droht zu zerbrechen. Auch für Johanne ist es nicht ganz einfach. Ihre Mutter sieht in ihr immer noch das kleine Mädchen, welches noch Erdbeeren pflückt, während sie schon von Thomas dem Fischer umworben wird. Vieles was die beiden Freundinnen tun, läuft im Geheimen ab und bringt sie immer wieder in Schwierigkeiten.

    Meine Meinung

    Das Cover und der Klappentext suggerierten mir eine sommerliche Liebesgeschichte und da ich gerne Geschichten aus dem 20. Jahrhundert lese, freute ich mich zunächst sehr. Leider hat mich die Erzählung aus verschiedenen Gründen nicht durchgängig mitgenommen. Warum?

    Die Geschichte wurde in der „Ich“- Form geschrieben, was normalerweise den Lesern gestattet den Protagonisten von innen und außen ganz nah sein zu dürfen. In diesem Fall war das leider nicht so, denn die Autorin selbst sagte im Anhang, dass sie Johanne als Erzählerin brauchte. Und genau das war sie dann auch. Eine Erzählerin, die von außen hinein schaute, obwohl sie selbst eine Hauptfigur war. Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, aber bleiben oberflächlich und zu weit weg.

    Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um die zwei Mädchen und den Maler. Sie plätschert relativ düster vor sich hin, indem Johanne ununterbrochen ihre Freundin deckt und in ihrem Verhalten zwischen den Vorgaben ihrer Mutter und den Wünschen ihrer Freundin hin und her pendelt. Der Maler ist in seiner eigenen künstlerischen Welt, man weiß nicht genau, wie er zu seiner Geliebten steht, und seine Figur ist sehr zurückgenommen. Anstrengend finde ich, dass Johanne ständig in Farben denkt, weil man selbst nicht so tief in der Malerei drin ist. Ansonsten ist der Schreibstil flüssig.

    Wunderbar hingegen ist die Beschreibung der Schauplätze, die nach Norwegen einladen. Lobenswert auch die Recherche um den Maler Munch, sowie die Einbindung einige seiner berühmten Bilder.

    Ich bin insgesamt etwas gespalten, weil die Geschichte ihr Potenzial nicht ausgespielt hat. Meine Leseempfehlung ist dieses Mal dementsprechend etwas leise. Aber das ist ja auch alles meine persönliche und subjektive Meinung.

     

    friedericke von "friederickes bücherblog"

     

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