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CulturalNoise

vor 10 Monaten

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Um einen kleinen Überblick zu geben, was euch in dieser Anthologie erwartet, möchte ich euch fünf der elf Geschichten vorstellen. Los geht's:

Von der ersten Geschichte "Prosecco-Träume" von Laura Gambrinus bin ich total begeistert. Sie ist richtig toll und sehr, sehr süß - perfekt zum Träumen und Schmunzeln. Die Ich-Erzählerin Ina ist klasse. Ich mag sie total. Man kann sich wahnsinnig gut in ihre Situation hineinversetzen und ihre Urlaubsbekanntschaft ... hach, sooo sympathisch! Ich will weiterlesen, warum gibt es keinen ganzen Roman über die beiden? Laura Gambrinus, bitte, bitte schreib weiter an der Geschichte! Ich liebe sie so, ich muss sie gleich noch einmal lesen :D

Die zweite Geschichte "Blue Moon" von Martina Gercke ist gar nichts für mich, ich bin echt enttäuscht! Sie ist so realitätsfremd. Der Schreibstil ist zwar gut, mit leicht verständlichen Sätzen und guten Beschreibungen - ich konnte mir also alles bildlich vorstellen. Aber diese Grace! Ihre Mutter ist im Krankenhaus und sie muss für die Behandlungskosten auskommen, hat aber kein Geld dafür. Als Psychologie-Studentin kann sie ja kaum ihre Miete zahlen. Na ja, also fängt sie an, in einem Club zu arbeiten - mehr wird nicht verraten. Jedenfalls verliebt sie sich sofort in einen Kunden und das ist so unglaubwürdig! Auch das Ende geht gar nicht. Diese Geschichte gefällt mir überhaupt nicht, ich habe für Grace' Reaktionen kein Verständnis. So würde in der Realität niemand reagieren, tut mir leid.

Als ich die dritte Kurzgeschichte "Game over - Love on" von Ilka Hauck zu Ende gelesen hatte, war ich wieder versöhnt. Ich muss sagen, die ist wirklich niedlich! Da gibt es ganz oft diese tollen Schmunzelmomente und ich liebe die Ich-Erzählerin Clara. Sie ist klein und pummelig, allein das macht sie in meinen Augen schon sympathisch und ihre Art ist einfach total süß. Sie erlebt eine typische Chatromance - ihr wisst schon, sie verliebt sich so langsam in ihn, weiß aber ganz genau, dass sie es nicht tun sollte und versucht die ganze Zeit, sich davon zu überzeugen, dass er in Wirklichkeit ein Vollidiot ist und so weiter ... hach, es ist wirklich, wirklich putzig! Ehrlich, die Geschichte brauchte nicht lange und ich dachte: Oh mein Gott, oh mein Gott, ist das süß! Ich habe richtig mitgefiebert - wie reagiert er, wie reagiert sie, wenn sie sich zum ersten Mal sehen? Und sie sind so niedlich! (Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es stimmt eben!) Also, es ist eine wunderschöne Romanze, total süß!

Okay, nun zu "Zuckersüße Verführung" von Paula Herzbluth. Der Schreibstil ist ganz gut, allerdings ist die Geschichte selbst recht lahm. Sie kommt einfach nicht in Gang, es ist keine Spannung drin. Also eigentlich kann man nach der Hälfte aufhören und verpasst trotzdem nichts. Die Ich-Erzählerin ist im Prinzip ganz interessant. Nadine ist Konditorin und es funkt zwischen ihr und ihrem Auftraggeber. Nur die Handlung passiert zu schnell. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob da irgendwas fehlt. Viele Sachen passen irgendwie nicht zusammen. Na ja, die Geschichte ist nicht ganz uninteressant, aber ich hätte auch nichts verpasst, wenn ich sie nicht zu Ende gelesen oder sie niemals angefangen hätte.

Zum Schluss möchte ich noch eine richtig tolle Geschichte vorstellen: "Ein Milliardär zum Dessert" von Greta Schneider. Sie ist wieder wahnsinnig, wahnsinnig süß. Im Vergleich ist diese Geschichte zwar nicht ganz so gut wie die von Laura Gambrinus, aber sie hat definitiv Charme und Spannung. Die Ich-Erzählerin ist überhaupt nicht wie ich, aber die Romanze, die hier erzählt wird, ist wahnsinnig niedlich. Der Schreibstil gut, flüssig und ohne Probleme verständlich. Maja ist wahnsinnig sympathisch und ihr Flirt total liebenswert. Was seinen Beruf angeht, da dachte ich gleich: Das kann nicht sein! Ich kenne das Buch ja inzwischen. Aber wie fertig Maja dann am Ende ist - hach, süß! Immer wenn die beiden sich getroffen oder einfach Blicke ausgetauscht haben, bin ich fast dahingeschmolzen. Eine wirklich süße, spannende, interessante Geschichte.

Fazit:
Ihr merkt, die Geschichten sind alle unterschiedlich und so dürfte für jeden etwas dabei sein. Ich habe jedenfalls ganz ganz viel geschmunzelt, weil die meisten Romanzen so unglaublich süß sind. Leute, kauft diese Benefizanthologie - schon, weil es für einen guten Zweck ist, aber auch, weil sich die Geschichten toll lesen!

(Diese Rezension ist erschienen auf www.cultural-noise.de / Text: YH)

Autor: Lisa Torberg
Buch: Wie angelt frau sich einen Milliardär?: 11 Autorinnen - 11 Antworten - 11 Storys (Benefizanthologie)
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