Die Autorin Rosie Lowan und ihr Ehemann Chad kommen in New York kaum über die Runden, als sie eine überraschende Nachricht erhalten: Chads verstorbener Onkel hat ihnen seine Luxuswohnung im historischen Windermere-Gebäude vererbt. Das junge Paar kann sein Glück kaum fassen. Doch schon kurz nach dem Umzug beschleicht Rosie ein beängstigendes Gefühl. Die vielen Kameras im Haus und die überfürsorglichen Nachbarn erscheinen ihr seltsam. Ebenso wie die Gerüchte um mysteriöse Todesfälle, die sich im Gebäude ereignet haben sollen. Als kurz darauf eine Leiche gefunden wird, weiß Rosie: Sie muss die Wahrheit über das Windermere herausfinden, bevor auch sie in tödliche Gefahr gerät …
Rosie und ihr Mann Chad stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand, bis sie plötzlich eine Luxuswohnung im altehrwürdigen Windermere in New York erben. Klingt nach Happy End, wäre da nicht überall Kameras, übergriffig freundliche Nachbarn und eine düstere Vergangenheit voller Todesfälle. Als sich die mysteriösen Ereignisse häufen und eine Leiche auftaucht, beginnt Rosie, an allem zu zweifeln. Selbst an ihrem Ehemann.
🔪 spannende Grundidee mit düsterem Setting im historischen Gebäude
🔪 Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit
🔪 sehr langsamer Einstieg, die Spannung lässt sich erst spät blicken
🔪 unsympathische, flache Charaktere (vor allem Chad)
🔪 enttäuschendes, konstruiertes Finale mit fragwürdigen Motivationen
Was gut funktioniert ist die Atmosphäre des Windermere. Ein altes, elegantes Gebäude voller Geheimnisse hat einfach immer Potenzial. Leider bleibt es genau dabei, denn dieses leicht klaustrophobische „hier stimmt was nicht“-Gefühl kommt nur stellenweise durch. Die Story schleppt sich lange vor sich hin, während Rosie zwischen Paranoia, Selbstzweifeln und eher fragwürdigen Entscheidungen pendelt. Die anderen Figuren bleiben blass und Chad ist richtig anstrengend.
Die eingestreuten Mystery- und Horror-Elemente wirken eher wie ein nachträglicher Versuch, doch noch Spannung reinzuquetschen. Auch der Perspektivwechsel in die Vergangenheit hätte spannend sein können, aber die Umsetzung wirkt oft halbgar. Dazu werden interessante Ansätze wie die düstere Hausgeschichte oder Rosies Background aus einer Familie von Kultisten einfach liegen gelassen. Stattdessen dümpelt die Handlung vor sich hin, nur um am Ende hektisch alles irgendwie zusammen zu quetschen.
Ein Thriller hat eine richtig starke Ausgangsidee, die sich aber in Klischees, fehlendem Tempo und einem schwachen Finale selbst sabotiert. Solide Unterhaltung für zwischendurch, aber nichts, was lange in Erinnerung bleibt.





























