Rezension zu "Philosophinnen. Von Hannah Arendt bis Mary Wollstonecraft" von Rebecca Buxton
jacky_liestIn Philosophinnen. Von Hannah Arendt bis Mary Wollstonecraft werden in kurzen Kapiteln insgesamt 20 Philosophinnen von unterschiedlichen Autorinnen beschrieben. Dementsprechend ist die Qualität der Artikel sehr unterschiedlich. Viele Artikel fand ich sehr aufschlussreich und sehr vielfältig. Unter anderem wurden historische, politische und soziale Umstände eingebracht und die jeweilige Philosophin sehr gut eingeordnet. Manche Autorinnen haben sich auch kritisch mit der jeweiligen Philosophin auseinandergesetzt und sie sehr gut sowie kritisch und aktuell eingeordnet. Andere Artikel haben leider den Fokus auf männliche Mitphilosophen gelegt und die Philosophin somit nur in Abgrenzung oder Zugehörigkeit zum Mann gedacht.
Wie in vielen Artikeln des Buchs auch angesprochen wird, handelt es sich hierbei um einen weiten Philosophiebegriff und damit werden teilweise auch Frauen aufgelistet, die man weniger aus der philosophischen Forschung, sondern vor allem aus der literaturwissenschaftlichen Forschung, kennt.
Alles in allem lohnt sich dieser kurze Überblick - sowohl für Anfänger*innen als auch für ,Fortgeschrittene' - meines Erachtens auf jeden Fall. Man lernt viel neues und die guten Artikel überwiegen. Besonders wichtig ist der Aktualitätsbezug der Forschung der Philosophinnen und deren Einordnung in aktuelle Situationen.
Außerdem ist die Aufmachung sehr gelungen: sowohl das Cover als auch die zeitliche Gliederung überzeugen. Außerdem fand ich die kurzen Absätze zu den jeweiligen Autorinnen der Artikel sehr lesenswert, da man hier nochmal die Bezüge der Autorinnen, die sich mal mehr und mal weniger selbst eingebracht haben, erkennen und nachlesen konnte.
Das Buch eignet sich für alle, die mehr über Frauen in der Philosophie lesen wollen!


