Lisa Williamson The Art of Being Normal

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Inhaltsangabe zu „The Art of Being Normal“ von Lisa Williamson

David Piper has always been an outsider. His parents think he’s gay. The school bully thinks he’s a freak. Only his two best friends know the real truth – David wants to be a girl. On the first day at his new school Leo Denton has one goal – to be invisible. Attracting the attention of the most beautiful girl in Year 11 is definitely not part of that plan. When Leo stands up for David in a fight, an unlikely friendship forms. But things are about to get messy. Because at Eden Park School secrets have a funny habit of not staying secret for long . . .

Eines meiner Lieblingsbücher. Einfach nur wunderschön.

— tintentraumwelt
tintentraumwelt
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  • Im falschen Körper - The art of beeing normal

    The Art of Being Normal
    N9erz

    N9erz

    11. May 2017 um 12:56

    David ist ein Außenseiter ganz klar. Mit gerade einmal zwei richtigen Freunden ist er in der Schule oftmals das Opfer von Mobbing. Denn er hat mit acht Jahren einmal den Fehler gemacht ehrlich zu sein - er hat vor der ganzen Klasse erzählt, dass er einmal ein Mädchen werden will. Auch gut acht Jahre später und mitten in der Pubertät hat sich daran nicht geändert aber nur seine beiden Freunde wissen, dass dem immer noch so ist. Als plötzlich der neue Junge Leo in einer erneuten Mobbing Attacke gegen David für ihn einsteigt könnte das der Beginn einer tollen Freundschaft sein. Doch Leo öffnet sich nicht gerne anderen Menschen und hat nicht ohne Grund Schule gewechselt. ----- Die Thematik von "The Art of being normal" - Transgender - empfinde ich prinzipiell als sehr interessant. Gerade in einer Zeit wo die (meisten) Menschen dem Abweichen der Norm so offen gegenüber stehen auf jeden Fall sehr spannend auch einmal in diese Ecke zu schnuppern. Doch leider muss ich sagen - so richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte nicht wirklich. David und sein Problem mit seinem persönlichen Geschlecht sind ein wirklich gutes Grundgerüst. Aber irgendwie hatte ich zumindest sehr lange nicht wirklich das Gefühl es würde hier wirklich vordergründig um Transgender gehen. Sehr viele auch sehr aktuelle Jugendthemen wie Mobbing, Außenseiter oder Freundschaft stehen viel mehr im Vordergrund.  Sehr "schöne" und gute Themen die behandelt werden, aber das eigentliche Thema ist mir dahingehend ein wenig in den Hintergrund gerutscht. Erst ab der zweiten Hälfte rutscht Transgender ein bisschen mehr in den Vordergrund - aber dadurch, dass es lange nur so nebenher plätschert wirkt es fast ein bisschen zu aufgesetzt und zu "einfach". Man darf mich hier bitte nicht falsch verstehen - das Buch hat definitiv seinen Charme, seine schönen und auch sehr emotionalen Züge. Aber der Transgender Gedaneke geht mir persönlich ein bisschen unter. Die Story plätschert so vor sich hin, viele Dinge werden nach ihrem Eintreten einfach sehr leicht hingenommen und bewegen nicht wirklich viel. Der "Alltag" wirkt trotz so großer Diverenzen oftmals einfach viel zu einfach. Schwer in Worte zu fassen aber irgendetwas hat mir gefehlt. Die Geschichte ist schön zu lesen, sehr leicht aber in ihrer Problematik und in ihrem Aufzeigen einfach zu leicht. Gegen Ende hin auf den letzten Seiten wird die Sache endlich ein bisschen fester, konkreter, direkter und damit auch spannender. Aber davor könnte die Story sich auch einfach um eine "normale" neue Freundschaft drehen. Schwer zu beschreiben - aber ich hatte scheinbar definitiv höhere Erwartungen an das Buch. Es ist in Ordnung, Transgender wird einfach und auch für Jugendliche leicht und klar verständlich dargebracht. Es kommt auch auf jeden Fall heraus, dass es nicht abnormal ist Transgender zu sein - denn was is schon normal - aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir trotzdem gewünscht. Ein Start für den Einstieg in Transgender Stories aber auf jeden Fall noch mit einiger Luft nach oben!

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  • Positive Repräsentation von transgender Personen

    The Art of Being Normal
    BloodyBigMess

    BloodyBigMess

    19. September 2015 um 18:32

    Meine Meinung: The Art of Being Normal war mein erstes Buch mit transgender Charakteren im Fokus und ich weiß nicht ob dies daran liegt, dass ich zuvor nie bewusst danach gesucht habe oder die Auswahl so gering ist. Dennoch war es super interessant ein LGBT+ Buch zu lesen, welches das T auch ernst nimmt. So handelt dieses Buch von David, der biologisch als männlich zugewiesen wurde und seiner Identitätsfindung als Kate, ein Mädchen. Es handelt davon, dass sie den Mut dazu finden möchte, ihren Eltern endlich davon zu erzählen und ihre Umwandlung beginnen möchte. Dabei behandelt dieses Buch neben Geschlecht und Sexualität auch ernste Themen wie mobbing, das Vertrauen inerhalb einer Familie, soziale Klassen und Depression, etc. Während die Themen, mit denen unsere Hauptfiguren zu kämpfen haben, ernst sind, fühlt sich das Buch an sich allerdings nicht bedrückend an. Es hat seine traurigen Momente, die einen zu Tränen rühren, aber man merkt das Lisa Williamson dieses Thema mit sehr viel Respekt behandelt und will, dass ihre Figuren sich komplex und real anfühlen und nicht wie die tragischen Wesen einer überspannten Schluchz-Drama. Es ist voller tiefgründiger Gefühle, aber auch Lacher und Liebe. Dabei ist es aber eine sehr verantwortungsbewusste Geschichte, die Respekt verlangt und verstanden werden will. Dabei bleibt sie aber dennoch eine leichte und süße Contemporary, was zum größten Teil Lisa Williamsons Schreibstil zu verdanken ist. Sie schreibt mit einer Leichtigkeit, die einen fesselt und gerne weiterlesen lässt. Ein anderer Punkt, was dieses Buch sehr leicht fühlen lässt, ist unter anderem auch die Liebe und Akzeptanz von seitens Davids/Kates besten Freunden und später auch anderen Figuren. The Art of Being Normal ist mein erstes Buch über dieses Thema und ich habe keine persönliche Erfahrung damit, also kann ich letztendlich nicht 100% darüber urteilen ob es mit dem Thema gut und politisch korrekt umgegangen ist, aber ich hatte zumindest das Gefühl. Mir war es an manchen Stellen doch ein klein wenig kitschig und langsam, aber ich habe es gern gelesen und denke, es ist eine gute, kurze und süße Contemporary, die Menschen in den Vordergrund rückt, die in unseren Medien nicht viel und nicht unbedingt positive Repräsentation erhalten. Wenn man sich für das Thema interessiert und vielleicht nicht so viel darüber weiß, würde ich dieses Buch empfehlen.

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