Zusammen werden wir leuchten

von Lisa Williamson 
4,4 Sterne bei55 Bewertungen
Zusammen werden wir leuchten
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (51):
Saphirosas avatar

Ein schönes Buch über das Thema Trans*, allerdings ist die Sicht darauf doch häufig distanziert beschrieben. Dennoch lesenswert.

Kritisch (1):
placeboducks avatar

Wichtige Thematik, für mich hat sich die Autorin jedoch nur oberflächig am Thema vorbei gemogelt. Leichte Lektüre die ich vergessen werde.

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Inhaltsangabe zu "Zusammen werden wir leuchten"

Eine Geschichte über Freundschaft und Vertrauen – leichtfüßig, humorvoll und herzerwärmend

Es ist Davids vierzehnter Geburtstag und als er die Kerzen ausbläst, ist sein sehnlichster Wunsch … ein Mädchen zu sein. Das seinen Eltern zu beichten, steht auf seiner To-do-Liste für den Sommer – gaaaanz unten.

Bisher wissen nur seine Freunde Essie und Felix Bescheid, die bedingungslos zu ihm halten und mit denen er jede Peinlichkeit weglachen kann. Aber wird David jemals als Mädchen leben können? Und warum fasziniert ihn der geheimnisvolle Neue in der Schule so sehr?

Mutig, wichtig und mit Witz erzählt – ein Buch wie ein Leuchtfeuer!

'Eine Geschichte, die man in einem Rutsch liest, und die noch lange in einem nachklingt.' The Bookseller

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783733500764
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Erscheinungsdatum:10.12.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    zuendegelesens avatar
    zuendegelesenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Auf der Suche nach der Definition von Normalität gibt es tolle Geschichten wie diese.
    Auf der Suche nach der Definition von Normalität gibt es tolle Geschichten wie diese.

    Meinung

    Die erste Situation im Buch ist David Pipers Geburtstag. Man begegnet diesem Charakter und lernt gleich die Familie kennen. Das Seltsame daran ist, dass er sich auf seiner eigenen Feier nicht wohlfühlt. Eher sieht er sich darin bestätigt, unbeliebt zu sein, weil alle anderen geladenen Gäste erst gar nicht erschienen sind. Nach dieser Einführung stellte sich mir die Frage: Wird das eine Geschichte, in der es darum geht, einem pubertierenden Jungen dabei zu begleiten, wie er seinen Frust an der Welt auslässt? Das ließ keinen positiven ersten Eindruck bei mir zurück. Ich wollte trotzdem offen bleiben für alles, was noch kommen sollte. Als plötzlich Leo – ein neuer Charakter – im Fokus stand, war ich verwirrt. Eine kleine Recherche hat ergeben, dass es um zwei Jungen geht. Der entscheidende Hinweis war der Klappentext im englischen Original „The Art of Being Normal“. Der Leser wird also vorab darauf aufmerksam gemacht, dass es zwei Handlungsstränge gibt. Im Deutschen hat man das nicht für nötig gehalten und den Fokus ganz anders gesetzt. Diesen Hinweis hätte ich mir dennoch gewünscht.

    Dieser Wechsel zieht sich durch das ganze Buch. Einige Kapitel lang liest man aus der Sicht von David und dann von Leo. Es hat eine Weile gedauert, zu begreifen, dass es zwischen den beiden Handlungen Parallelen gibt. Andeutungen waren zwar genügend vorhanden, diese fühlten sich aber eher wie Vermutungen an.

    Trotz des verwirrenden Starts muss ich dem Buch zugutehalten, wie sich die Charaktere weiterentwickelt haben, im Laufe der Handlung. Jeder bekommt seine eigenen, individuellen Raum. Es gelingt beim Lesen, die beiden – David und Leo – langsam kennenzulernen. Es entpuppt sich als ziemlich interessant, vor allem, weil man gerne immer weiter gelesen hätte, aber erst den anderen Teil lesen musste, bevor es aus der anderen Sicht weiter ging. So bleibt die Handlung spannend, weil man natürlich wissen möchte, wie die beiden Leben miteinander verwoben sind.

    »Er sieht hoch, und mir verschlägt es fast den Atem, denn, wow, was ich gerade in der Schlange gehört habe, war total falsch. Leos Augen sind überhaupt nicht irre, sondern wunderschön. Sie sind fast hypnotisch, als blicke man in ein Kaleidoskop – meergrün mit goldbraunen Flecken um die Pupille. Sie wirken unglaublich intensiv, als könnten sie dir in die Seele blicken oder so.«

    Seite 40, Kapitel 7

    David ist ein Junge, der viel von Ängsten geplagt ist. Weil er ein Mädchen sein möchte, fühlt er sich nicht wohl und ist sehr angreifbar. Er hat Träume und ist hoffnungslos in Zachary Olsen verliebt. Zachary ist ein Freund von Harry Bearmont, ein typischer Footballspieler auf der Eden Park Schule. Zusammen mit seinen Anhängern suchen sie sich Leute, die sie ärgern können. David ist für sie leichte Beute. „Freakshow“ ist sein Spitzname. Darauf reagiert er nur selten und wenn, dann zur falschen Zeit. David denkt, dass das Leben anderer Leute besser ist als seines, weil er nicht normal sein kann. Zum Glück hat David seine beiden besten Freunde Felix und Essie, die ein Paar sind. Mit ihnen kann er über alles reden. In der Schule sind sie immer zusammen, sie nennen sich „Die Nonkonformisten“ – sie gehören nirgends dazu.

    Leo gibt sich nach außen hin ganz gelassen. Ihn scheint gar nichts zu beeindrucken. Er ist auf der Schule ein Mysterium, um den sich Geschichten wie Sagen und Legenden ranken. Diese nutzt er zu seinem Vorteil, da sich die Schüler von ihm fernhalten und er die meiste Zeit seine Ruhe hat. Sie haben Angst vor ihm und halten ihn für irre, doch eigentlich ist Leo das genaue Gegenteil von einem gefährlichen Typen. Zu Hause merkt man, dass er ein sehr angespanntes Leben hat, in schlechten sozialen Verhältnissen. Zwischen Armut und täglichem Streit bleibt wenig Zeit für ein vernünftiges Gespräch mit seiner Mutter. Sie ist den ganzen Tag arbeiten oder geht weg, um sich neue Kerle aufzureißen. Leo versucht währenddessen herauszufinden, wie er seinen leiblichen Vater finden kann. Denn er hat nur einen Namen und ein Bild. Reicht das aus?

    Auffällig ist, dass zwischen den beiden Protagonisten eine soziale Kluft herrscht, welche im Buch nur selten direkt angesprochen wird. Beide denken, dass der andere ein besseres Leben führt – doch äußern sie es nie. Daran ist aber auch sicher die Verschlossenheit von Leo gegenüber anderen Schuld, die solche Gespräche nicht wirklich zulässt. Was sehr schade ist, weil eigentlich ist Leo ein ziemlich guter Charakter, der durchaus hätte mehr sein können.

    »›Freundschaft ist kein Schimpfwort, Leo.‹ ›Ich soll teilnehmen?‹ (…) ›Woran soll ich denn Teilnehmen?‹ (…) ›Am Leben, Leo. Ich möchte, dass du anfängst, am Leben teilzunehmen.‹«

    Seite 123, Kapitel 19

    Das Buch ist ziemlich jugendlich und leicht geschrieben. Passt daher also perfekt zur Zielgruppe. Statt einer „Coming-out“-Story hätte ich mir eher etwas gewünscht, was in die Richtung Aufklärung geht. Es ist wichtig, alle Facetten eines Lebens zu kennen, aber mindestens ebenso wichtig ist es, aufzuklären, um Missverständnisse vorzubeugen und vor allem die Toleranz zu fördern. In diesem Buch gab es durchaus Stellen, die selbst mir – als offenen und toleranten Menschen – noch zeigen konnten, dass ich längst nicht alles weiß. Aus der Tatsache heraus, dass die Autorin mit Transgender zusammengearbeitet hat, wird mir ein bisschen wenig Wissen vermittelt.

    Die Geschichte bietet reichlich Abwechslung. Zwischen den einzelnen Leben der Charaktere gibt es noch unvorhergesehene Wendungen, die die Gedankenwelt durcheinanderwirbeln. Der Alltag in der Familie, in der Schule, eigene Wünsche und Bedürfnisse. Es prasselt so viel auf einen herein. Die Transsexualität steht dabei immer wieder im Vordergrund, da sie im Leben der Jungen dominiert. Liebe, Freundschaft und Familie. Was davon ist normal, wenn ich nicht normal bin? Warum kann ich nicht normal sein? Vor allem, als es darum geht, sich zu verlieben und mit dem „Geheimnis“ große Probleme zu verursachen. Um so mehr passiert ist, desto spannender wurde es. Wie geht es weiter?

    Ich bin zudem sehr froh, dass die Geschichte keine Meinung aufdrückt und jemanden abstempelt. Sie ist so geschrieben, dass sie zum Nachdenken anregt und zeigt verallgemeinert, wie das Leben von Transgender aussehen kann. Für mich ist es an vielen Stellen aus eigener Erfahrung nachvollziehbar. Gerade die Ängste, sich zu öffnen und selbst zu sich zu stehen, trotz einer anderen Sexualität und das Wohlfühlen im eigenen Körper, das sind Dinge, die für einen großen Anteil der Menschen sehr selbstverständlich ist, aber nicht verstanden wird, wenn es nicht so ist.

      

    Fazit

    Lisa Williamsons Werk ist sehr wichtig auf dem deutschen Buchmarkt, da es eines der wenigen bekannteren Bücher ist, in dem es um Transsexualität geht. Davon sollte es viel mehr geben. Nicht nur für die jugendliche Zielgruppe. Es sollte zur Normalität werden, dass Transsexuelle in Geschichten vorkommen, ohne große Erklärungen ablegen zu müssen.

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    Dex-aholics avatar
    Dex-aholicvor einem Jahr
    Wundervolles Buch, das noch lange im Gedächtnis bleibt

    Das Buch "Zusammen werden wir leuchten" hat mich von Anfang an neugierig gemacht und von der ersten Seite an begeistert. Das Thema um Jugendliche (und natürlich anderen Menschen in jedem Alter), die sich ihrer Sexualität bewusst werden müssen, ist wirklich wichtig, ist aber für sehr viele noch sehr mit Problemen behaftet. Dieses Buch beschreibt nun in einer witzigen, mutigen und vor allem ehrlichen und realistischen Art aus der Sicht eines Jugendlichen, wogegen David, unser Protagonist, sich wappnen muss, um zu sich selbst ehrlich zu sein und zu denen, die ihm nahe stehen. Seine Gedanken, wie er sich selbst fremd fühlt, wenn er in den Spiegel sieht und sein Körper sich mehr und mehr verändert und ihn verzweifeln lässt, weil es aus seiner Sicht nicht richtig erscheint, man kann es während des Lesens alles nachvollziehen und leidet oder freut sich mit ihm. Ich mochte David und Leo auf Anhieb, sie kommen so natürlich rüber, dass man sich mit ihnen gleich sehr wohl fühlt. Jeder von beiden hat sein Päckchen zu tragen, wobei beide feststellen müssen, dass geteiltes Leid, halbes Leid bedeuten kann. Ihre Reise, jeweils für sich allein oder auch gemeinsam, ist herzerwärmend und manchmal auch traurig, aber dann auch wieder wunderschön und mutig. Das Ende...oh mein Gott, ich hab mehr als eine Träne vergossen und war gleichzeitig so stolz auf David und Leo, und das nur beim Lesen an sich! Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

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    Korikos avatar
    Korikovor 2 Jahren
    Sehr schönes und wichtiges Jugendbuch

    Story:
    Bereits im Alter von acht Jahren weiß David, dass er ein Mädchen sein will. Seinen Eltern möchte er sein größtes Geheimnis nicht offenbaren – diese rechnen bei einem Coming-Out eher mit der Homosexualität ihres Sohnes, nicht damit, dass er Transgender ist. Lediglich Davids beste Freunde Essie und Felix wissen um Davids geheimen Wunsch. Sie halten zu ihm, auch wenn er in der Schule noch so oft von seinen Mitschülern angegangen und beleidigt wird.
    Das Blatt wendet sich Stück um Stück als mit Leo ein neuer Schüler auftaucht, der aus einem schlechten Viertel und von einer noch schlechteren Schule stammt. Anstatt dem Mobbing tatenlos zuzusehen, verteidigt er David. Die beiden lernen sich kennen und Leo beginnt David Mathenachhilfe zu geben. Nach und nach werden die beiden Freunde und schon bald wird klar, dass auch Leo ein Geheimnis hat, dass vieles ändern könnte …

    Eigene Meinung:
    Der Roman „Zusammen werden wir leuchten“ ist das Debüt der Autorin Lisa Williamson und beschäftigt sich als eines der ersten Jugendbücher mit dem Thema Transgender. Die Autorin gewann mehrere Preise und erhielt weitestgehend positives Feedback. Die deutsche Ausgabe erschien 2015 beim Fischer Verlag.

    Inhaltlich begleitet der Leser nicht nur David, seine Probleme und seine Sehnsüchte, sondern auch Leo, der es sich zum Motto gemacht hat möglichst unsichtbar zu bleiben und nicht aufzufallen. Seine Vorsätze geraten ins Wanken, als er sich in Alicia verliebt und irgendwann vor dem Problem steht, ihr sein größtes Geheimnis anvertrauen zu müssen, was jedoch für mehr Probleme sorgt, als er es sich je gedacht hat. Hauptsächlich geht es in dem Jugendbuch um Freundschaft und Vertrauen, Mut und Selbstbewusstsein. Sowohl David, als auch Leo müssen für das kämpfen, was sie sind und dabei erwachsen werden. Die Freundschaft, die sich zwischen ihnen entwickelt ist eher ruppig und direkt, teilweise schweißt sie nur ein ähnliches Geheimnis zusammen – beide sind Transgender, beide haben mit ihrer Geschlechtsidentität zu kämpfen und dafür, ein normales Leben zu führen. Leo ist David in vielen Punkten voraus, doch seine schwierige Familiensituation sorgt dafür, dass er gegen etliche Probleme anzukämpfen hat.
    Ein wenig schade ist, dass David im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund rückt – wer den Klappentext gelesen hat, geht beinah davon aus, dass es in „Zusammen werden wir leuchten“ um David und seine Probleme geht. Stattdessen steht im Grunde eher Leo im Mittelpunkt, dem mehr Platz eingeräumt wird, als es zunächst den Anschein hat. Da es lange dauert, bis sein Geheimnis gelüftet wird, weiß der Leser nicht so recht, wo er ihn einordnen soll – er hilft David zwar, ist an Freundschaft aber nicht interessiert. Auch später entwickelt sich nur eine recht lose Beziehung zwischen den beiden, da Leo jegliche Versuche Davids abblockt. Man kann Leos Beweggründe am Ende zwar nachvollziehen, doch gerade im Mittelteil sammelt er keinerlei Sympathiepunkte.

    Dennoch ist Lisa Williamson ein solides, wichtiges Jugendbuch geglückt, dem es gelingt die Gefühle von Transgender sehr gefühlvoll und verständlich in Szene zu setzen und die damit einhergehenden Probleme und Ängste gut nachvollziehbar umzusetzen. Die Figuren wachsen einem ans Herz und man kommt nicht umhin, über die Dinge nachzudenken, die im Roman angesprochen wurden. „Zusammen werden wir leuchten“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken und Diskutieren an.

    Die Figuren sind sehr lebendig und authentisch, wenngleich Leo mit der Zeit einen schweren Stand hat. Aufgrund seiner ruppigen, manchmal unsympathischen Natur sammelt er nicht nur Pluspunkte. Allerdings versteht man seinen Charakter im Laufe der Zeit – er hat eine Menge durchgemacht, was ihn geprägt hat. David wiederum ist sehr sympathisch, so dass man ihn schnell ins Herz schließt. Ihm wünscht man, dass all seine Wünsche in Erfüllung gehen und er sich mit der Zeit gegen seine Mitschüler zur Wehr setzen kann.
    Die übrigen Figuren können ebenfalls überzeugen, bleiben jedoch relativ blass. Essie und Felix mögen zwar Davids beste Freunde sein, doch sie kommen lediglich am Rande vor, Alicia und Leos Klassenkameraden wirken ebenfalls ein wenig schablonenförmig. So lebendig und witzig Leo und David sein, die Nebencharaktere kommen leider ein wenig zu kurz. Wenigstens wurde auf Leos Familie eingegangen, die wesentlich mehr Tiefgang haben, als Davids Freunde, Eltern und Geschwister. Das ist sehr schade, da dadurch David mitunter ein wenig untergeht.

    Stilistisch bietet „Zusammen werden wir leuchten“ solide, gut geschrieben Jugendbuchlektüre. Lisa Williamson springt zwischen Davids und Leos Perspektive hin und her (was sogar eine Anpassung des jeweiligen Schriftbildes nach sich zieht). Obwohl die Autorin versucht beide Charaktere dieselbe Aufmerksamkeit zu schenken, hat man doch das Gefühl, dass Leo im Zentrum der Geschichte steht. Ansonsten legt Lisa Williamson ein gutes Debüt vor, das durch gute Dialoge, schöne Beschreibungen und einen guten Einblick in die Gefühlswelten von Transgender besticht.

    Fazit:
    Lisa Williamsons Debüt „Zusammen werden wir leuchten“ ist ein schönes, thematisch wichtiges Jugendbuch, das durch lebendige Charaktere und einen angenehmen Schreibstil besticht. Hin und wieder wünschte man sich eine andere Gewichtung, was die verschiedenen Handlungsstränge betrifft, ebenso hätte die Autorin bei einigen Punkten mehr in die Tiefe gehen können. Dennoch ist der Roman allein aufgrund seiner Thematik ein Buch, das man lesen sollte und ist trotz einiger Abstriche lesenswert. Reinschauen!

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    ClaraOswalds avatar
    ClaraOswaldvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wichtiges Buch. Schön zu lesen, aber teilweise zu viele Klischees. & die Frage, ob Kinder wirklich immer so intolerant sind..?
    David und Kate.

    Bereits mit 8 Jahren weiß David, dass er lieber ein Mädchen wäre. Mit vierzehn vertraut er es seinen beiden engsten Freunden an, aber nicht seinen Eltern. Weil er sich in der Grundschule verraten hat, wird er von einigen Mitschülern gehänselt.
    Leo wechselt auf Davids Schule. Er hat familiäre Probleme, doch die beiden freunden sich an, als er David vor seinem Peiniger beschützt.

    ---

    Das Buch beginnt mit Davids Geburtstag, den er nur mit seinen Eltern und seiner Schwester verbringt. Er hat nicht viele Freunde, deshalb zieht in seine jüngere, beliebte Schwester Livvy ihn damit auf.
    David weiß, dass er ein Mädchen im falschen Körper ist und steht auf Jungs, sein Schwarm ist der beliebteste Junge der Schule: Zachary Olson.
    Zuhause führt er Buch über seine körperlichen Veränderungen. Er hat Angst, weil er weiß, dass ihm die Zeit davonläuft. Auf seiner To-Do-Liste steht ganz unten, dass er es endlich seinen Eltern verraten muss.
    Seine Eltern denken, er ist schwul und warten auf sein Coming-out. Er mochte schon immer rosa und Mädchenspielzeug.
    Wenn er alleine zuhause ist, zieht er sich Mädchenkleidung an, schminkt sich und setzt sich eine Perücke auf. Seine Haare dürfen nicht lang wachsen, weil das nicht den Schulregeln entspricht.

    Eines Tages wird er von einem Schüler Harry vor allen Leuten in der Mensa fertiggemacht. Leo, der Neue an der Schule, verteidigt David, indem er Harry auf die Nase haut.
    Leo wechselt die Schule nach einem Vorfall, über den die Schüler der neuen Schule Gerüchte verbreiten, z. B. dass er seinem Lehrer den Finger abgesägt hat. Erst haben alle Angst vor ihm, dann stehen alle Mädchen auf ihn.
    Leo kommt aus einer armen Familie. Er hat eine kleine Schwester, Tia, und eine Zwillingsschwester, Amber. Seine Mutter hat ständig neue Männer und stört sich nicht daran, sie mitzubringen und sie bei ihr wohnen zu lassen. Sie hat selten einen Job und kümmert sich kaum um ihre Kinder. Leo kauft ein, wenn er genug Geld findet und kümmert sich um Tia. An einem Tag in der Woche spricht er im Jugendcenter mit einer Psychologin über seine Aggressionen.
    Leo verliebt sich in das Mädchen Alicia, sie scheint ihn auch zu mögen, aber Leo hat ein Problem. Als Alicia es herausfindet trennt sie sich von ihm.
    Leo ist so fertig, dass er sich krankmeldet. Doch David glaubt ihm nicht und geht ihn besuchen. Die beiden merken, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie dachten.
    Zusammen machen sie sich auf den Weg um Leos Vater zu suchen. In der fremden Stadt zieht David Mädchenklamotten an und verbringt das Wochenende als Mädchen. Er vertraut Leo an, dass er als Mädchen gerne Kate heißen würde und verspricht, seinen Eltern alles zu sagen.

    ---

    Das Buch liest sich sehr leicht. Die Hauptpersonen Leo und David und deren Familie und Freunde werden sympathisch beschrieben.
    In Leos Familie ist die Mutter schwierig, aber das ist nachvollziehbar, vor allem, wenn man ihre Geschichte später kennt. Dennoch tut sie alles für ihre Kinder und akzeptiert sie so wie sie sind.
    In Davids Familie ist nur die kleine Schwester nervig – natürlich, sie ist ja auch die kleine Schwester.
    Manche Dinge kommen mir zu klischeehaft vor, z.B. dass David/Kate sich schon immer rosa Wände und ein Barbiehaus gewünscht hat. Dennoch ist er sehr authentisch.
    Vielleicht hätte die Autorin noch mehr auf ‚das Genderding‘ eingehen können.
    Als Leo von seinem ganzen Jahrgang gemobbt/ignoriert wird, konnte ich mir kaum vorstellen. Sind Kinder wirklich so intolerant und gemein?
    Dass Lehrer immer etwas unfähig daneben stehen und nicht mehr tun können, oder die Situationen nicht richtig erfassen, entspricht leider der Wahrheit.
    Die Reaktionen der Eltern sind schade, aber nachvollziehbar, so wie Kate sie schon beschrieben hatte. Sie tun gerne tolerant, warten eigentlich nur auf sein Coming-Out als schwuler Junge.
    Vielleicht liegt es auch an meiner Toleranz, dass ich nicht alles nachvollziehen kann.
    In allem eine schöne und wichtige Geschichte und schlussendlich auch real möglich.

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    EmmyLs avatar
    EmmyLvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Authentische Charaktere, tiefe psychologische Einblicke und eine fesselnde Geschichte klären auf und räumen Vorurteile aus dem Weg.
    Zwei starke Charaktere leuchten tatsächlich

    Als David mit acht Jahren sagen soll, was er später einmal werden will, antwortet er: „ Ein Mädchen.“ Dieser Wunsch hat sich in ihm festgesetzt und wird immer größer. Nun ist er 14 und fühlt sich mit seinem männlichen Geschlecht überhaupt nicht wohl. Seine beiden besten Freunde Felix und Essie sind die einzigen, welche diesen Herzenswunsch kennen. Sie wissen auch von seiner Schwäche für den Sunnyboy der Schule. Obwohl David nette und verständnisvolle Eltern hat, scheut er das Gespräch mit ihnen. Als seine elfjährige Schwester Livvy ihre monatlichen Regelblutungen bekommt, erfassen ihn Neid und Verzweiflung. Im Buch beschreibt David seinen langen, harten Weg der Selbstfindung in der Ich-Form.

    Der zweite Protagonist des Romans ist Leo. Auch er beschreibt in der Ich-Form sein Leben. Leo hat soeben die Schule gewechselt. Nun geht er in die 11. Klasse der gleichen Schule wie David. Während Davids Familie zum Mittelstand gehört und in einer ruhigen Gegend wohnt, bewohnt Leo mit seiner Familie ein marodes, kleines Haus im unsichersten, heruntergekommensten, grausten Viertel der Stadt. Leo hat noch zwei Schwestern. Mit seiner Zwillingsschwester Amber teilt er sich ein Zimmer. Auf die siebenjährige Tia muss er sehr oft aufpassen, da seine Mutter ständig unterwegs ist. Die Kinder haben verschiedene Väter. Leider findet die alleinstehende Mutter auch keinen Zugang zu einer festen Beziehung. Ihre Beziehungen wechseln genau so häufig wie ihre Jobs. Permanente Geldsorgen führen zu Unzufriedenheit und Aggressivität in der Familie. Beim Nachhilfeunterricht für Mathe kommen sich Leo und David näher. Bald wird klar, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als anfänglich vermutet. Während eines spontanen Roadtrips zu Leos leiblichem Vater, finden beide Jungen zu sich selbst. Sie gelangen zu innerer Stärke und Zufriedenheit. Mit neuem Mut treten sie ihrer Zukunft entgegen.

    Der Roman ist aus zwei Perspektiven fortlaufend in der Ich-Form geschrieben. Nur wenige Szenen überschneiden sich. In diesen bekommt der Leser die Situation aus einem anderen Blickwinkel vermittelt, der ihm ein objektiveres Urteil erlaubt. Über dem jeweiligen Kapitel steht der Name des erzählenden Protagonisten. Allerdings unterscheiden sich auch die Schriftarten voneinander, so dass man keinesfalls durcheinander kommen kann.

    Dieser Roman klärt sensibel, ausdrucksstark und spannend über das Thema Transgender, Transidentität bzw. Transsexualität auf. Transident ist jemand, dessen eigene Geschlechtsidentität nicht mit dem biologischen Geschlecht seines Körpers übereinstimmt. David ist ein Junge. Damit kann er sich aber überhaupt nicht identifizieren. Als Transgender sind für ihn die gesellschaftlich aufgedrückten Rollenerwartungen ein absolutes Grauen. Warum wird von Jungs erwartet, die Haare in der Schule kurz zu tragen? Er würde so gern Haarspangen und Zopfgummis verwenden. Ganz heimlich gibt er in seinem Zimmer seiner weiblichen Seite Raum. Tür einen Transgender besteht die Möglichkeit, durch hormonelle Angleichung und operativem Eingriff, sein empfundenes Geschlecht zu erhalten. Diese Geschichte begleitet David von den ersten Überlegungen über viele emotionale Hochs und Tiefs bis zum Coming out vor seiner Familie. Auch Leos Geschichte ist unglaublich interessant und trägt zum Verständnis der sensiblen Thematik bei. Sehr authentisch werden die Reaktionen des gesamten Umfelds beider Protagonisten einer Analyse unterzogen. Der Weg zum Coming out ist nicht leicht. Neben allgemeinen Vorurteilen steht auch oft der eigene Schatten im Weg. Gerade Teenager, die mit ihrer Hormonproduktion generell noch nicht zurechtkommen, sind stark verunsichert, wenn sie sich außerhalb des üblichen Rasters bewegen. Mangelndes Selbstbewusstsein lässt sie zu introvertierten Außenseitern werden.

    Das Buch ist wirklich sehr zu empfehlen und kann durchaus in der Schule ab Klasse 9 gelesen werden. Hier wird ein gesellschaftliches Tabuthema fesselnd in Szene gesetzt. Diskriminierung entsteht Großteiles nur durch Unkenntnis und Vorurteile. Der Autorin ist es gelungen, die Geschichten der beiden Jungen geschickt miteinander zu verweben. Durch authentische Schilderung und tiefe Einblicke in das Gefühlsleben findet eine umfangreiche Aufklärung statt. So kann Diskriminierung entgegen gewirkt werden.

    Dieses Buch ist für Jugendliche ab 14 sehr zu empfehlen.

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    Alina97s avatar
    Alina97vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: In jeder Hinsicht ein absolutes Lieblingsbuch! Habe es in einem Rutsch gelesen und bin noch immer sehr gerührt :))
    "So lets fligh higher. Light the stars on fire, together we'll shine!

    Inhalt:
    Als David 8 ist und die Lehrerin von all ihren Schülern wissen möchte, was sie einmal werden wollen, schreibt er: "Ich möchte gerne ein Mädchen sein". Seitdem nennen ihn seine Mitschüler "Freakshow" und er vertraut sich nur seinen beiden besten Freunden an.
    David beneidet seine kleine Schwester und würde so viel lieber Röcke anziehen als Hosen. Doch wie soll man das den Eltern sagen und noch viel schlimmer den Mitschülern?
    Doch dann kommt Leo an die Schule und als die beiden sich anfreunden, schaffen es beide ihre Geheimnisse preis zu geben.
    Denn wenn man zu zweit ist, ist es zwar nicht leichter, aber man ist auf jeden Fall nicht mehr allein.

    Meine Meinung:
    Ich bin immer noch sehr gerührt! Die Autorin hat mich direkt auf der ersten Seite mit in die Geschichte gezogen. Die Hänselein gegenüber David haben mir im Herzen weh getan und ich wäre am liebsten ins Buch gesprungen um ihn in den Arm zu nehmen. Und auch Leo hätte ich gerne Mut zu gesprochen... Das mag jetzt sehr nach Drama klingen, erstaunlich ist aber, dass das Buch nie in die tiefe Einsamkeit abdriftet... es vermittelt Hoffnung sich so zu geben wie man ist. Man selbst zu sein, ganz egal wie schwierig das auch ist... und noch viel wichtiger: dass man nie so alleine ist wie man denkt.
    Das Buch hat mich gefesselt und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Das Thema fand ich sehr interessant und ich finde auch das Lisa Williamson dieses sehr feinfühlig, aber auch mit sehr viel Witz beschreibt. Für die meisten von uns ist das Gefühl "im falschen Körper zu sein" gar nicht vorstellbar und um so wichtiger finde ich es, mich damit auseinander zu setzen und es nachzuvollziehen.
    Denn mit Leo und David hat die Autorin zwei wunderbare Charaktere geschaffen die ich nicht so schnell vergessen werde und immer einen Platz in meinem Herzen haben werden :) Interessantes Thema, umwerfendes Buch... heißt: LESEN! ;)
    Lg Alina

    Kommentare: 1
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    Strigoias avatar
    Strigoiavor 3 Jahren
    Eine Geschichte wie ein Leuchtfeuer...


    "Als ich acht Jahre alt war, sollten wir in der Schule aufschreiben, was wir mal werden wollen. [...]

    Nachdem wir mit Schreiben fertig waren ging [...] unsere Lehrerin, im Klassenzimmer herum und rief die Schüler dem Alphabet nach auf. Jeder musste aufstehen und vorlesen, was er werden wollte. Die anderen Kinder wollten Fußballspieler, Schauspieler oder so etwas werden, und ich bekam dieses Gefühl, das man manchmal nach einer Prüfung hat. Man kommt raus, und am Anfang ist man noch ganz zuversichtlich, aber dann diskutieren alle ihre Antworten, und plötzlich wir dir klar, dass du es völlig versaut hast. Weißt du, was ich meine?"
    "[...] Ich hatte das aufgeschrieben, was ich in Wahrheit sein wollte. [...] Was ich auch wirklich bin."
    [...]
    "Ich schrieb, ich möchte ein Mädchen sein"
    - Seite 212/213

    Das ist alles, was David Piper sich wünscht... Seine Eltern haben davon keine Ahnung! Allerdings steht es auf seiner To-Do-Liste auch ganz weit unten, es Ihnen zu sagen. Zu groß ist die Angst, sie könnten es nicht verstehen. Und die Schule ist für David auch so schön schwer genug. 
    Als dann aber Leo als neuer Schüler an die Eden Park kommt, scheint sich Davids Blatt zu wenden. 
    Gemeinsam müssen die beiden Nachsitzen, weil Leo David bei einem Kampf gegen den Schultyrannen beistand. So kommen die beiden Jungen sich näher und eine besondere Freundschaft könnte entstehen, wenn Leo nicht immer alle wegstoßen würde. 
    Doch David ist festentschlossen sich davon nicht abhalten zu lassen. Und herauszufinden, warum Leo so verschlossen ist. 

    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes! 
    Nicht nur das Lisa Williamson uns Leser von der ersten Seite an mit einem lustigen Erzählstil an die Geschichte fesselt, nein, sie erzählt auch noch eine wichtige Geschichte über einen Jungen, der viel lieber ein Mädchen sein möchte. 
    Transgender sollten in unserer Gesellschaft etwas ganz normales sein. Doch oft treffen diese meist sehr unglücklichen Menschen, sind sie doch in einem falschen Körper gefangen, noch auf Unverständnis und Erniedrigungen. Viele haben Angst davor sich zu outen... Zu erzählen, wie sie sich wirklich fühlen... Angst vor der Reaktion des Umfeldes, vor der Familie... Vor dem Alleinsein...
    All diese Gefühle bringt Lisa Williamson uns hier am Beispiel von David Piper näher. Der 14-jährige Junge wünscht sich nichts sehnlicher als ein Mädchen zu sein. Wenn niemand da ist, schlüpft er in alte aussortierte Kleidungsstücke seiner besten Freundin Essie und fühlt sich endlich zumindest halbwegs wohl in seiner Haut. Essie und Felix sind die einzigen, die von Davids Wunsch wissen. Sonst wäre es für den sensiblen Jungen wohl noch schwerer... 

    Von Anfang an konfrontiert uns Lisa Williamson noch mit einer zweiten Geschichte, die ungefähr in der Mitte des Buches in unser Leserherz eine Kerbe schlägt und zumindest mich kalt erwischt hat.
    Als Leo Denton an die Eden Park Schule wechselt, geht bald das Gerücht um, er hätte einem seiner alten Lehrer den Finger abgesägt und wäre deshalb von der Schule geflogen! Leo gefällt dieses Gerücht, so lassen ihn wenigstens alle in Ruhe. Und das ist das einzige, was Leo möchte, seine Ruhe!
    Doch als Harry, der Schultyrann, David in die Mangel nimmt, kann Leo sich nicht beherrschen und springt ihm bei. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, spätestens ab da, war Leo mein persönlicher Held im Buch! Was die spätere Wendung der Geschichte noch heftiger für mich machte.

    Ein Buch wie ein Leuchtfeuer, das auf den letzten Seiten mit dem Satz überrascht: 

    "Ich denke, ich werde es ihnen sagen."
    - Seite 324

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    MysticSheeps avatar
    MysticSheepvor 3 Jahren
    im falschen Körper geboren

    ist David und das weiss er schon seit dem er 8 ist. Mittlerweile ist er 14 und hasst seinen Körper mehr den je die Mobbing attacken seiner Mitschüler machen es da nicht gerade besser gut nur das seine beiden besten Freunde Essie und Felix bescheid wissen und hinter ihm stehen. Leider weiss David nicht wie er es seinen Eltern beibringen soll damit er endlich aus seiner verhassten Identität ausbrechen kann. Aber das steht auf seiner Liste der Dinge die er in den Sommerferien erledigen muss eh ganz unten als nach den Ferien dann ein Neuer in die Schule kommt scheint sich Davids Schicksal zu drehen.

    "Zusammen werden wir leuchten" ist keine typische Liebesgeschichte und ich würde sie auch nicht als Homosexuelle Liebesgeschicht bezeichnen obwohl zu diesem Thema immer mehr auf dem Markt ist was vielleicht auch an dem riesigen Erfolg der "Boyslove" Manga welle liegt.  Was diesen Roman so besonders macht ist das es eine Transgender geschichte ist. Eine Thema das heute vielleicht noch schwieriger ist als Homosexualiät und das uns Leser einen Blick in die Gedanken und schwierigkeiten von Daniels Welt sehen lässt. Für mich persönlich ist es der erste Roman dieser art den ich in der Hand halte und gerade wegen dem Thema habe ich ihn überhaupt in die Hand genommen. für mich erfüllt der roman genau das was ich erwartet habe eine tolle geschichte mit einem eiklen thema das den lesern dadurch vielleicht noch ein stücken näher gebracht wurde.

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    ali-buchfreaks avatar
    ali-buchfreakvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein fesselnder Einblick in die Welt eines Mädchens im Jungenkörper.
    Eine ganz besondere Geschichte über die Liebe...

    Inhalt: Der 14-jährige David wünscht sich nichts lieber, als ein Mädchen zu sein. Regelmäßig trägt er sein Wachstum in ein Buch ein und klebt Zeitungsausschnitte über beispielsweise Models, die früher Jungs waren, und Weiteres, was ihn inspiriert, in sein Scrapbook ein. Seinen Eltern davon erzählen? Kommt für ihn nicht in Frage. Nur seine besten Freunde Essie und Felix wissen davon, und so soll es vorerst auch bleiben. Das Schlimmste, was passieren könnte? Dass seine Mitschüler, die ihn auch so schon mobben, davon etwas mitbekommen könnten. Am ersten Schultag trifft er auf den Neuen Leo, der ihn irgendwie anzieht. Dieser ist wegen eines unbekannten Vorfalls von seiner alten Schule geflogen. Um die Art des Vorfalls ranken sich die verschiedensten und unglaubwürdigsten Gerüchte, die ihn als Psychopath darstellen sollen. Somit ist auch er ein Außenseiter. Langsam freunden sich die beiden an, doch auch Leo hat ein Geheimnis... Meine Meinung: Dies war das erste Buch dieser Art, dass ich in der Jugendbuchabteilung gesehen habe. Der Klappentext hat sich nach einer sehr besonderen Geschichte angehört, also habe ich reingelesen und es dann direkt gekauft. Schon auf den ersten Seiten habe ich feststellen können, dass die Autorin einen angenehmen, leichten Schreibstil hat, der einen nur so durch die Geschichte schweben lässt. David fand ich anfangs sehr sympathisch, gegen Ende allerdings ein bisschen naiv. Leo hingegen mochte ich von Anfang bis Ende. Wie der Klappentext schon vermuten lässt, ist es wirklich eine besondere Geschichte über ein spezielles Thema, das meiner Meinung ruhig öfter mal im Jugendbuchbereich vorzufinden sein könnte. Für mich war die Thematik ja total neu, ich hatte mich auch im Vorfeld nicht viel damit beschäftigt. Manche Stellen fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, beispielsweise, dass David ab und zu das Nachthemd seiner Mutter anzieht und sich schminkt, wenn er alleine zu Hause ist. Dies habe ich nicht als schlimm empfunden, fand die Vorstellung allerdings ein wenig seltsam. Aber so etwas lässt sich, denke ich, bei dieser Thematik nicht vermeiden. Fazit: Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, die erste Hälfte, also vor dem Plot Twist, allerdings lieber.

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    Alabrissvor 3 Jahren
    Herzenswunsch

    Es ist Davids Geburtstag und als er die Kerzen auf seinem Geburtstagskuchen auspustet, da wünscht er sich, was er sich schon seit vielen Jahren wünscht und was er an einem verhängnisvollen Tag mit acht Jahren auch versehntlich in der Schule hinausposaunte: David möchte ein Mädchen sein.

    In einem Scrapbook hält er penibel fest, wie sehr er sich jeden Tag von seinem Ziel entfernt. Bei unangenehmen und herzzerreissenden Körperinspektionen notiert er alle Veränderungen, die ihn langsam vom Jungen zum Mann werden lassen, sowie immer mehr von seinem Ideal entfernen. Mit seinen besten Freunden hat er längst über seinen Wunsch gesprochen, aber mit seinen Eltern? Sie würden ihn nicht verstoßen, das weiß er. Aber würden sie ihn verstehen? Ihm helfen? David weiß es nicht. Und er kann sich einfach nicht überwinden.

    Als Leo an seine Schule wechselt, ein geheimnisvoller Junge aus einem der Ghettobezirke der Stadt, verändert sich plötzlich alles, sowohl für David als auch für Leo. Aber der Weg zu ihrem Glück ist steinig und wohin er führen soll, weiß eigentlich auch keiner der beiden Jungen so genau.

    Ich habe das Buch in die Hand genommen und in einem Rutsch gelesen, so sehr hat es mich in seinen Bann geschlagen. Davids Dilemma wird klar und deutlich, verständlich und ganz offen geschildert,man kommt gar nicht umhin, ihn zu mögen. Mit angehaltenem Atem folgt man seinem Weg und drückt ihm fest beide Daumen. Lehrreich, augenöffnend, spannend und romantisch!

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    Lisa Williamson hat mit ›Zusammen werden wir leuchten‹ einen wunderschönen, bewegenden und lange nachklingenden Jugendroman geschrieben.

    Ein wundervolles Herzensbuch über die Qual des Anderssein.

    Sehr, sehr lesenswert.

    Die leuchtenden Strahlen dieses wundervollen Romans haben mein Herz erwärmt und mich unglaublich glücklich gemacht.

    Die erzählte Geschichte ist gleichzeitig berührend und auf eine passende Weise witzig und humorvoll. Chapeau!

    Ein Buch wie ein Leuchtfeuer.

    Eine Geschichte über Freundschaft und Vertrauen - leichtfüßig, humorvoll und herzerwärmend.

    Geschickt bedient die Autorin zunächst Klischees, um damit hervorgerufene Assoziationen im Verlauf des Buches als Vor-und Fehlurteile zu entlarven.

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