Lisa Wingate Der Ruf des Meeres

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Inhaltsangabe zu „Der Ruf des Meeres“ von Lisa Wingate

Die erfolgreiche Restaurantbesitzerin Whitney will expandieren. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Mutter ihr ein altes Hotel am Atlantik vererbt. Vielleicht lässt es sich ja noch zu Geld machen? Doch ihre Sondierungsreise nach Roanoke Island stellt Whitney vor ungeahnte Schwierigkeiten: Sie muss sich nicht nur mit ihrem Stiefvater auseinandersetzen, der für sie lange ein Fremder war, sondern auch noch mit Mark, der in dem historischen Gebäude einen Surfshop betreibt und von ihren Plänen alles andere als begeistert ist. Außerdem hält das alte Gemäuer für Whitney die eine oder andere rätselhafte Entdeckung bereit.
Während sie die Schätze sichtet, die das Hotel birgt, beginnt für sie eine Reise zu ungeahnten Familiengeheimnissen …

Gemächlicher Start, gegen Ende immer interessanter

— peedee

Ein spannendes Buch mit kleineren Schwächen

— Curin

Eine gut geschriebene Geschichte, mit einer Prise Humor, interessante historische Begebenheiten, einer Romanze und einem "happy end".

— strickleserl

Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen und geben ein spannendes Familiengeheimnis preis. Anfangs etwas träge, aber stetig fesselnder.

— Smilla507

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  • Eine Reise zurück zu den Wurzeln

    Der Ruf des Meeres

    Traeumerin109

    13. December 2017 um 22:16

    In Whitneys Leben scheint gerade alles schiefzulaufen. Da nimmt sie gerne die Gelegenheit wahr, zu dem alten Familienhotel an der Küste zu fahren und dort endlich einmal die Hinterlassenschaften ihrer Großmutter zu sichten. Doch sie ist nicht vorbereitet auf das, was sie findet: Alte Briefe, ungelesen, die einen ungeahnten Einblick in alte Familiengeheimnisse liefern. Zum Cover: Sehr hübsch gestaltet, mit schönen Farben. Eine Abstufung an Blautönen, dazu als Farbklecks die Frau im gelben Kleid. Passt auf jeden Fall zur Geschichte und lädt zum Lesen ein. Zum Inhalt und Schreibstil: Wie ich es von Lisa Wingate kannte, ein schön geschriebener Roman. Sie hat einen klaren, angenehmen Schreibstil, dem man sich als Leser gerne überlässt. So taucht man leicht in die Geschichte ein und fiebert mit der Hauptfigur mit. Es handelt sich um eine Geschichte voller Geheimnisse und Rätsel. Die Personen müssen schwierige Entscheidungen treffen und tun sich damit auch nicht leicht. Aus dieser Sicht wirklich ein sehr gutes Buch. Die Handlung lässt allerding ein bisschen auf sich warten. Sie plätschert so vor sich hin. Leider habe ich auch ansonsten Einiges zu bemängeln. Ich habe in vielerlei Hinsicht auch etwas vermisst. Allgemein wohl eine gewisse Frische und Authentizität. Vor allem die Dialoge zwischen den Personen wirken stellenweise unecht und ein bisschen „erzwungen“. Auch die Charaktere an sich sind oft oberflächlich und zeigen keine wirkliche Entwicklung. Sie haben keinen Tiefgang. Authentische Charaktere und Gespräche gehören für mich aber zu einem wirklich guten Roman unbedingt dazu. So kommt es, dass die an sich schöne und geheimnisvolle Geschichte ein wenig verblasst. Fazit: Zur Unterhaltung zwischendurch sicherlich ein Roman, der anderen Romanen in nichts nachsteht. Jedoch kein Leseerlebnis, das mich begeistert zurücklässt oder unbedingt Lust auf mehr macht. Daher von mir nur drei Sterne.

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  • Die Hüterinnen des Meeres

    Der Ruf des Meeres

    LEXI

    13. November 2017 um 17:43

    „Wenn man wüsste – wenn man IMMER wüsste – wann etwas zum letzten Mal im Leben kommt, würde man anders damit umgehen. Man würde es genießen. Man würde innehalten. Man würde sich diesen Moment durch nichts rauben lassen.“Für Whitney Monroe war der Krebstod ihrer geliebten Mutter vor fünf Jahren ein einschneidendes Erlebnis, das sie zugleich auch zur Vollwaise machte. Für die geschiedene Frau Ende dreißig ist die Zeit ihrer permanenten Wanderschaft zu Ende. Durch die Gründung eines erfolgreichen und gut gehenden Restaurants gemeinsam mit ihrer Cousine Denise scheint sie endlich ihren Lebensmittelpunkt und die Erfüllung all ihrer Träume in Michigan gefunden zu haben. Doch Whitneys Expandierungspläne und die Eröffnung eines zweiten Lokals werden durch üble Machenschaften blockiert. Als sie plötzlich ein Hilferuf aus ihrer Heimat North Carolina hinsichtlich ihres kranken Stiefvaters Clyde Franczyk erreicht, beschließt Whitney, zu den Outer Banks zu reisen, wo Clyde auf Roanoke Island in einem alten Hotel am Meer lebt, das Whitneys Mutter ihr hinterlassen hatte. Clyde wurde ein Wohnrecht auf Lebenszeit eingeräumt und obgleich er sich nicht mehr selber hinreichend versorgen kann, weigert er sich vehement, das Haus zu verlassen. Whitneys Verbitterung gegenüber ihrem egoistischen und besitzergreifenden Stiefvaters ist groß und es kostet sie enorme Überwindung, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch angesichts der prekären Lage ihres Restaurants in Michigan und der damit verbundenen finanziellen Probleme ist sie gezwungen, sich mit ihrem Erbe auseinander zu setzen und über einen etwaigen Verkauf des Hauses zu entscheiden. Dass ihr hierbei weder von Seiten Clydes, noch der anderen Mieter des Hauses Wohlwollen entgegengebracht wird, ist vorprogrammiert… Lisa Wingate erzählt in diesem Buch die Geschichte einer Familie, die viele Schicksalsschläge hinnehmen musste. Ihre Protagonistin Whitney Monroe trauert immer noch um ihre verstorbenen Eltern, sie hat starke Bindungsängste und besitzt einen ruhelosen Geist. Ihr Drang zur Perfektion treibt sie zu immer größeren Leistungen an, sie läuft Gefahr, sich selber zu verausgaben. Withneys Großmutter Ziltha Benoit weilt ebenfalls nicht mehr unter den Lebenden, man darf sie jedoch anhand vieler Rückblenden in die Vergangenheit näher kennen lernen. Die Tochter aus gutem Hause wurde sehr früh Witwe und musste ihren einzigen Sohn alleine großziehen. Zilthas schwierige Persönlichkeit und ihre nörgelnde Arroganz verhinderten zusammen mit ihrer mangelnden Zuneigung zu ihrer Enkeltochter Whitney jegliche Annäherung. Als zweite Protagonistin dieses Buches spielt Alice Lorring, die Zwillingsschwester Zilthas, eine bedeutende Rolle. Alice war ein so genannter „Federal Writer“ und wurde gemeinsam mit vielen anderen Schreibern von Präsident Roosevelt damit beauftragt, durch das Land zu reisen und die Geschichten vieler Menschenleben zu Papier zu bringen. In einem zweiten Erzählstrang beschäftigt Lisa Wingate sich mit Alices Geschichte, die eng mit den Ereignissen der Gegenwart verwoben ist und viele überraschende Wendungen und Erkenntnisse bereithält. Die Autorin verwendet kursiv gedruckte Briefe von Alice an ihre Schwester Ziltha als Stilmittel, um ihre Leser an deren Schicksal teilhaben zu lassen. Zwar konnte mich die Charakterzeichnung von Whitney nicht vollständig überzeugen, umso mehr schaffte Lisa Wingate dies jedoch mit der Figur der Alice Lorring. Der etwas zähe Einstieg in die Handlung und die Darstellung der Whitney Monroe bildeten gemeinsam mit der Tatsache, dass dem Glauben nur sehr wenig Raum gegeben wurde, meine einzigen Kritikpunkte. Da diese Geschichte ab der Hälfte des Buches jedoch an Fahrt aufnimmt und man als Leser in die Geschichte der alteingesessenen und berühmten Familie Benoit regelrecht hineingezogen wird, werden diese Schwächen zusammen mit dem flüssigen Schreibstil Lisa Wingates wieder ausgeglichen.Fazit: „Der Ruf des Meeres“ war eine Geschichte, die es erst ab der Hälfte des Buches schaffte, mich in seinen Bann zu ziehen. Dennoch war ich fasziniert von den Ereignissen in der Vergangenheit, die Lisa Wingate auf sehr interessante Art und Weise nach und nach enthüllt. Die Volksgruppe der Melungeons und deren Geschichte bilden das zentrale Thema dieses Buches und regen dazu an, sich näher mit ihrer Identität und ihrer ethnischen, sprachlichen, kulturellen und geographischen Herkunft zu beschäftigen.

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  • Neue Chancen im Leben....

    Der Ruf des Meeres

    pallas

    08. October 2017 um 15:51

    Der sehr unterhaltsame und lesenswerte Roman "Der Ruf des Wassers" von Lisa Wingate berichtet über eine Menschenrasse, genannt Melungeons.Der Herzenswunsch von Whitney Monroe, einer jungen erfolgreichen Frau, ist es ein zweites Restaurant TAZZA 2 zu eröffnen, was ihr allerdings von Dritter Seite erschwert wird. In dieser für sie recht komplizierten Zeit erfährt sie, dass sich ihr alleine lebender Stiefvater bei einem Sturz verletzt hat und ihre Hilfe benötigt.Ihr Stiefvater lebt in Outer Banks, North Caroline, und bewohnt dort zurückgezogen das historische Hotel "Excelsior", welches einst Whitneys Großmutter gehörte. In diesem Hotel verbrachte sie gerne ihre Sommerferien, als ihre geliebte Mutter noch lebte. Mit dem Tod der Mutter erbte Whitney zwar das Anwesen jedoch lebte und kümmerte sich der Stiefvater Clyde Franczyk um das Haus. Mit dem eigenwilligen Clyde versteht sich Whitney allerdings nicht besonders gut und versucht nun, so gut es geht, sich um ihn und seine beim Sturz zugezogene Verletzung zu kümmern.Im Haus findet Whithney eine Reihe abgestellter Kartons, die noch von ihrer Großmutter stammen. Für sie völlig überraschend findet sie in ihnen wertvolle Objekte, die sie zu einem wohl gehüteten Familiengeheimnis leiten und schließlich sogar ihre eigene Identität in Frage stellen.In diesen Kartons finden sich auch einige Briefe von Alice, einer Schwester ihrer Großmutter. Über ihre Briefe entwickeln sich auf dramatische Weise zwei Erzählstränge, die den Leser auf eine erstaunliche Reise von Alice und ihrem Begleiter Tom zu den Melungeons mit nimmt.Das Leben der mir unbekannten Melungeons, die ein Mischvolk aus Europäern, Indianern und Afrikanern ist, entfaltet sich als herrliches Kopfkino vor dem geistigen Auge des Lesers. Ich habe diese Briefe regelrecht verschlungen; schenken sie so viele unfassbare Informationen über die damalige Zeit und die Lebensweise dieser faszinierenden und doch so unbekannten Rasse.Die Inhalte vieler dieser Briefe fesseln auch Whitney und den mürrischen Clyde, der mit der Zeit immer umgänglicher zu ihr wird. Schließlich liebte er ihre Mutter und vermisst sie sehr. So fanden sich zwei Menschen, die im Schmerz um den verlorenen Menschen vereint sind.Whitney möchte die Immobilie verkaufen und stößt dabei auf heftigen Widerstand in Mark, dem Besitzer des Surfshops im Erdgeschoss des Hotels "Excelsior". Er denkt gar nicht daran sein Geschäft aufzugeben und stellt sich Whitney in den Weg.Lisa Wingate schuf für ihren Roman überzeugend authentische und lebendig modellierte Charaktere. Whitney, die ständig auf der Suche nach der eigenen Identität ist und sich nach dem frühen Tod ihres Vaters, schon als Kind traumatisiert, schließlich als junge Frau in die Arbeit stürzt, um den Schmerz zu bewältigen und die ganze Welt im Zuge ihrer Tätigkeit als Managerin bereisen kann. Mit dem Tod ihrer geliebten Mutter häufen sich die emotionalen Berge erneut, die es zu bewältigen gilt. Denise, ihre Cousine, ist ihr schon seit den Kindertagen Hoffnung, Wegweiser und eine Oase der Ruhe für sie gewesen. Der Stiefvater und schließlich Mark, der Ladenbesitzer im Excelsior, sind Personen, die ihr Leben zutiefst beeinflussen.Die ruhige, tiefgründige Atmosphäre des Buches zielt in die Herzen seiner Leser. Wer sich auf ihn einlässt gewinnt allemal die Erkenntnis, dass man sich seinen Mitmenschen öffnen sollte und es stets das Beste ist, dem Leben immer wieder auf's Neue eine Chance zu geben. Wir leben im Hier und Jetzt und Gott segnet und wacht über uns zu jeder Zeit.Ein Schlüsselsatz des Buches wird mir in diesem Zusammenhang stets im Gedächtnis bleiben: "Segen ist erst ein Segen wenn man andere daran teilhaben lässt"Ich möchte den sehr ansprechenden, ruhigen Roman daher sehr gerne weiterempfehlen. So bedanke ich mich recht herzlich beim Francke Verlag für die Publikation dieses gewinnbringenden und schönen Romans.

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  • Gemächlicher Start, gegen Ende immer interessanter

    Der Ruf des Meeres

    peedee

    04. October 2017 um 16:32

    Carolina Chronicles, Band 3: Whitney Monroe ist eine erfolgreiche Restaurantbesitzerin, die eben ihr zweites Restaurant eröffnet hat. Doch schon von Beginn an gibt es Probleme mit der Bewilligung, und vor allem mit dem Konkurrenten Tagg Harper, der ihr alle nur möglichen Steine in den Weg legt. Da kriegt Whitney einen Anruf, dass es ihrem Stiefvater nicht gut gehe und sie kommen solle. Jetzt muss sie sich nicht nur mit den Restaurantproblemen auseinandersetzen, sondern auch noch mit ihrem Stiefvater und dem langsam verfallenden geerbten Hotel ihrer Mutter. Es wird für Whitney eine ganz besondere Reise in die Vergangenheit ihrer Familie…Erster Eindruck: Auf dem Cover ist ein schönes Bild einer auf einem Felsen sitzenden Frau mit den Füssen im Wasser. Das Cover ist schon durch das kräftige Blau des Meeres und das Gelb des Kleides auffällig. Die Übersetzung des englischen Titels „The Sea Keeper’s Daughters“ wäre für mich jedoch passender gewesen, als „Der Ruf des Meeres“.Whitney hat mir gut gefallen, ebenso ihre Cousine und Geschäftspartnerin Denise. Leider läuft es ja gar nicht gut mit dem zweiten Restaurant. Es fehlt das Geld, um die Verzögerung kompensieren und um die fortlaufend neuen Auflagen erfüllen zu können. Whitney fühlt sich klein, wertlos und alleine verantwortlich für diese Situation.„Die wichtigste Fertigkeit im Leben ist es zu lernen, das anzunehmen, was man selbst nicht für sich geplant hat.“Als Whitney auf ihren Stiefvater Clyde Franczyk trifft, war das keine schöne Situation. Das letzte Mal haben sie sich bei der Beerdigung ihrer Mutter vor fünf Jahren gesehen. Warum reagiert Clyde so gereizt auf Whitney? Sie trifft auch auf Mark Strahan, der einen Surf-Shop führt. Er reagiert misstrauisch auf Whitneys Anwesenheit. Wieso?Da Whitney nun schon mal in ihrem Hotel steht, kann sie mal ein paar Dinge durchsehen. Vielleicht lässt sich ja etwas verkaufen? Das könnte ihr helfen. Sie findet Dinge in den Geheimfächern eines Schreibtisches, u.a. einen Brief an ihre Grossmutter Ziltha Benoit – sie hat einst das Hotel „Excelsior“ geführt. Sie war eine strenge Frau, sicher auch streng mit sich selbst. Whitney findet noch weitere Briefe und erfährt Rätselhaftes.„Wenn man leben will, wenn man wirklich leben will, darf man sich nicht daran klammern, immer alles unter Kontrolle zu haben, sondern muss die Kontrolle aus der Hand geben.“ Die Abgabe der Kontrolle fällt mir auch immer schwer.Dies war mein drittes Buch von Lisa Wingate, nach „Die Hüterin der Geschichten“ und „Jolas Briefe“. Diese beiden Bücher haben mich absolut begeistert. Erst im Hinblick auf das vorliegende Buch habe ich festgestellt, dass diese drei Bücher zu einer Reihe gehören, nämlich „Carolina Chronicles“. Von Band 1 zu Band 2 habe ich jedoch keinerlei Gemeinsamkeiten entdeckt. Beim diesem Band hier gibt es jedoch einzelne, beinahe versteckte Verbindungen zu den Bänden 1 und 2. Man muss die vorherigen Bände nicht kennen, um dieses Buch zu verstehen. In einem der Briefe, die Whitney findet, wird von dem jungen Mädchen Able erzählt; sie ist ein Melungeon und schwanger. Dies schlägt eine Brücke zu Band 1, wo auch Melungeons vorkamen. Am meisten gefreut hat mich das Wiedersehen mit Tandi aus Band 2, Tandi Jo Reese, die nun Chastain heisst. Somit hat sie ganz offenbar Paul Chastain geheiratet.Die Geschichte um Vertrauen, den Glauben, Melungeons, Familie, die Liebe hat ziemlich gemächlich gestartet und wurde gegen Ende immer interessanter. Die Spannung war meines Erachtens nicht optimal verteilt. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne.

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  • Leserunde zu "Der Ruf des Meeres" von Lisa Wingate

    Der Ruf des Meeres

    Arwen10

    Diese Leserunde findet mit Lesern statt, die wenigstens eins der Vorgängerbände kennen. Es gibt keine Bücher zu gewinnen, weil die Leser schon feststehen. Man kann sich aber sehr gerne mit eigenem Exemplar anschließen. Ich danke dem francke Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Lisa Wingate Der Ruf des Meeres Zum Inhalt: Die erfolgreiche Restaurantbesitzerin Whitney steht völlig unerwartet vor dem Ruin. Da kommt es ihr gerade recht, dass sie von ihrer Mutter ein altes Hotel am Atlantik gererbt hat. Vielleicht lässt es sich ja noch zu Geld machen? Doch ihre Sondierungsreise nach Roanoke Island stellt Whitney vor ungeahnte Schwierigkeiten: Sie muss sich nicht nur mit ihrem Stiefvater auseinandersetzen, der für sie lange ein Fremder war, sondern auch noch mit Mark, der in dem historischen Gebäude einen Surfshop betreibt und von ihren Plänen alles andere als begeistert ist. Außerdem hält das alte Gemäuer für Whitney die eine oder andere rätselhafte Entdeckung bereit. Während sie die Schätze sichtet, die das Hotel birgt, beginnt für sie eine Reise zu ungeahnten Familiengeheimnissen ...

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  • Das Geheimnis alter Briefe

    Der Ruf des Meeres

    Curin

    01. October 2017 um 12:05

    Whitney hat in einem alten Fabrikgebäude ein italienisches Restaurant eröffnet, doch ein skrupelloser Geschäftsmann macht ihr dort das Leben schwer. Während sie darum bangt, ob sie ihr Unternehmen behält und die Gehälter der Mitarbeiter noch zahlen kann, bekommt sie eine weitere schlechte Nachricht. Ihr Stiefvater Clyde ist schwer gestürzt und möchte unter keinen Umständen aus Whitneys geerbten Hotel ausziehen. So macht sie sich auf den Weg nach Roanoke Island und nutzt die Gelegenheit, das alte Gebäude auszumisten und nach wertvollen Gegenständen zu suchen. Doch dabei stößt sie auf alte Briefe, die sie weit in die Vergangenheit zurückführen... .Bei diesem Buch habe ich etwas Zeit gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen und mich an die Figuren zu gewöhnen. Ähnlich wie im Vorgängerband ,,Jolas Briefe" entdeckt hier die Protagonistin Whitney alte und vergessene Briefe, mit denen ein zweiter Handlungsstrang aufgemacht wird. Dieser war für mich zum Teil spannender und interessanter als die Handlung in der Gegenwart.Mit Whitney bin ich lange nicht richtig warm geworden. Nur bruchstückhaft erfährt man etwas über sie und kann sich lange kein richtiges Bild von ihr machen. Auf den ersten Blick wirkte sie auf mich wie eine taffe Geschäftsfrau, die sich von nichts und niemanden ihr Restaurant wegnehmen lässt, aber dann merkt man, dass sie innerlich doch sehr unsicher und scheinbar auch zerbrochen ist. Doch nach und nach macht sie auf Roanoke Island eine Wandlung durch und beweist, dass sie nicht immer nur den leichten Weg wählt.Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Erzählungen aus den ,,Blue Ridge Mountains", die in den Briefen von Alice, einer zunächst für Whitney unbekannten Verwandten festgehalten worden sind. Diese hat im Zuge des Federal Writers Projekt, welches von President Roosevelt ins Leben gerufen wurde, verschiedene Menschen in der Bergregion interviewt und stieß dabei auf die sogenannten ,,Melungeons", die noch stärker als Farbige und Indianer von der Gesellschaft ausgegrenzt und gemieden wurden. Lisa Wingate schreibt flüssig, aber schafft es diesmal nicht so wie sonst, ihre Figuren stimmig darzustellen. Auch konnte sie mich erst recht spät in die Handlung hineinziehen.Was mir persönlich im Buch auch zu kurz kommt, ist der christliche Glaube, der bei Whitney kaum präsent ist und nur bei Alice in den Briefen etwas sichtbar wird. Der Autorin gelingt es allerdings sehr deutlich zu zeigen, wie schlimm Vorurteile und Rassismus für die Betroffenen und für alle, die sich für diese einsetzen, sind. Insgesamt kann ,,Der Ruf des Meeres" nicht mit den Vorgängerbänden von Lisa Wingate mithalten, aber letztendlich hat mir die Handlung doch noch gefallen und mich gut unterhalten. Daher empfehle ich das Buch hier auch gerne weiter.

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  • Zwei Erzählungen

    Der Ruf des Meeres

    strickleserl

    30. September 2017 um 14:59

    Die Geschichte beginnt mit Whitney, eine Restaurantbesitzerin, die gerade große Schwierigkeiten hat. Es fehlt an Geld, ein Widersacher macht ihr im Business Schwierigkeiten, und sie ist sehr besorgt um ihre Partnerin und um die Angestellten, die vor dem Nichts stehen würden, wenn die zwei Restaurants pleite gehen würden. Dazu kommt ein Anruf aus der Heimat ihrer verstorbener Mutter; ihr Stiefvater hat sich verletzt und braucht Hilfe. Obwohl auch diese Beziehung sehr schwierig ist, reist sie zum Schwiegervater, um zu sehen wie sie helfen kann.In diesem malerischen Ort am Meer gibt es jede Menge Schwierigkeiten. Aber beim Durchsehen vom Nachlass ihrer Mutter und Großmutter stößt sie auf einige Überraschungen. Besonders interessant sind die ungelesen und zerrissenen Briefe von der Zwillingsschwester ihrer Großmutter, eine Frau, von der sie nie gehört hatte.Es hat eine Weile gedauert bis ich mich in diese Geschichte hineinfinden konnte. Ich dachte zuerst, dass mir Vorwissen aus anderen Büchern fehlt, aber das war nicht der Fall. Whitney hat eine komplizierte Vorgeschichte, die nur bruchstückhaft und zu wenig sichtbar wird. Ich denke als Leser würde man sich wünschen, dass einige Wissenslücken besser ausgefüllt werden. Der zweite Grund, warum ich erst nach etwa einem Drittel des Buchs Spaß an der Geschichte hatte, ist weil ich Whitney nicht besonders sympathisch fand.Mit dem Entdecken der Briefe wird aber die Geschichte lesenswert. Die Briefe beschreiben eine längst vergangene Epoche, die Schreiberin ist ausgesprochen sympathisch, und als Leser kann man auch viele Lebensweisheiten entnehmen. Schon allein wegen diesem zweiten Erzählstrang lohnt es sich die Geschichte zu lesen. Auch das Ende, mit einer großen Überraschung, fand ich sehr gelungen.Alles in allem eine gut geschriebene Geschichte, mit einer Prise Humor, interessante historische Begebenheiten, einer Romanze und einem "happy end".

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  • Ein Roman zum Entschleunigen

    Der Ruf des Meeres

    Smilla507

    27. September 2017 um 09:46

    »Manchmal muss man einen großen Sprung machen, um auf einem Wellenkamm zu landen. Aber wenn du oben bist, erwartet dich eine herrliche Gleitfahrt.« (S. 370)Whitney steht vor dem Scherbenhaufen ihres Restaurants. Ein Mitbewerber versucht, sie aus dem Rennen zu drängen. In diese ohnehin turbulente Situation hinein erhält sie die Nachricht, dass ihr verhasster Stiefvater einen Unfall hatte und im Krankenhaus liegt. Da sich sonst keiner um den Witwer zu kümmern scheint, verlässt die 38jährige widerwillig Michigan und fährt nach Roanoke Island. Dort kann sie dann auch gleich mal nach dem Hotel schauen, das ihre Mutter ihr hinterlassen hat - nebst allem möglichen Gerümpel. Vielleicht finden sich ein paar wertvolle Gegenstände, die Whitney zu Geld machen und damit das Restaurant retten könnte?Bei der Sichtung der Hinterlassenschaft stößt Whitney auf alte Briefe. Diese stammen von einer Alice und richten sich an Whitneys Großmutter. Wer war Alice und warum hat ihre Großmutter nie von ihr erzählt? Immer tiefer gerät sie durch die Briefe in den Sog der Vergangenheit, fasziniert von dem Geheimnis, das ihre verstorbene Familie zu umgeben scheint. Doch auch die Gegenwart lässt ihr keine Ruhe. Ihr Stiefvater raubt ihr den letzten Nerv, das Hotel ist marode und der gutaussehende Makler Casey möchte sie zum Verkauf überreden. Dann ist da noch Mark, dem der Surfladen nebenan gehört und andere Pläne mit dem Hotel hätte... Und die Zustände in ihrem Restaurant in Michigan werden auch nicht besser.Whitney muss Entscheidungen treffen, was ihr sehr schwer fällt. Konfrontiert mit der Vergangenheit merkt sie, dass sie loslassen und heilen muss. Und dabei helfen ihr die Briefe von Alice. Die erzählt von einem Projekt in den Dreißiger Jahren, das sie in die Blue Ridge Mountains verschlägt. Dort trifft sie auf Menschen, die von den anderen Bergbewohnern ausgegrenzt werden: Die Melungeons. Und auf Gott.Und hier schließt sich ein Kreis, was den Lesern auffallen dürfte, die »Die Hüterin der Geschichten« und auch »Jolas Briefe« gelesen haben. Hatte ich zwischen den beiden vorigen Bänden keinen Zusammenhang erkennen können, so ist er nun, im dritten Band, sehr stark zu erkennen. Man begegnet namentlich ein paar Personen aus der »Hüterin« und Tandie aus »Jolas Briefe« wieder. Wie das alles zusammenhängt, verrate ich natürlich nicht. Man kann dieses Buch aber auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände sehr gut lesen. Lisa Wingate hat eine sehr dichte Schreibweise, weswegen man das Buch nicht einfach mal eben so wegliest. Anfangs musste ich mich wieder einlesen, bis ich in die Handlung richtig eintauchen konnte, was u.a. daran lag, dass es quasi zwei Handlungsstränge gibt. Die Spannung steigert sich zunächst nur unmerklich, aber irgendwann erwischt man sich dabei, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag, weil es einen Sog entwickelt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Lisa Wingate ist eben eine begnadete Geschichtenerzählerin!Da ich mich anfangs recht lange einlesen musste, gibt’s 4 Sterne. Trotz allem aber wieder ein äußerst lesenswerter Roman, für den man allerdings in der richtigen Stimmung sein muss. Ich brauchte dafür immer Ruhe, um mich genügend auf die Handlung konzentrieren zu können.

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