Libellenschwestern

von Lisa Wingate 
4,6 Sterne bei80 Bewertungen
Libellenschwestern
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Die Thematik hat mich sehr berührt, aber das Buch hat Längen.

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5 von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert ihr Leben. EINE WAHRE GESCHICHTE. Bewege

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Inhaltsangabe zu "Libellenschwestern"

Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …

Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783809026907
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Limes
Erscheinungsdatum:05.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Yvo3vor 8 Tagen
    Eine tiefbewegende Geschichte

    Libellenschwestern ist insperiert von einer wahren Geschichte. Wir haben hier 2 Handlungsstränge. Einmal befinden wir uns im 1939 in der berichtet wird, wie 5 Geschwistern auf hinterhältige Art ihren Eltern genommen worden sind und in ein Kinderheim gebracht worden sind. In diesem Heim leben die Kinder unter erbärmlichen Zuständen und werden misshandelt. Die 5 Geschwister wurden auseinandergerissen und adoptiert. So erging es vielen Kindern und Familien. 

    In der heutigen Zeit begleiten wir Avery, die auf einem Pressetermin im Altenheim May kennenlernt, die ein Foto hat auf dem ihre Großmutter zu sehen ist. Nun begibt sie sich auf Nachforschungstour , was das zu bedeuten hat und deckt ein Geheimnis auf.
    Das Buch war grandios. Ein ganz toller Schreibstil und die Geschichte hat mich sehr gepackt. Wenn man bedenkt , dass das nach einer wahren Begebenheit , so passiert ist, ist es sehr aufwühlend und dramatisch. Mir ging diese Geschichte unter die Haut. Der Spannungsbogen war gut aufgebaut,  so hat man erst auf den letzten Seiten erfahren wie Averys Oma ins Bild passt. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und es hat mich tief berührt.

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    Toxicass avatar
    Toxicasvor 20 Tagen
    Sehr bewegende Geschichte

    Der Prolog beginnt an einem schwül-heißen Augustabend im Jahr 1939. Zu diesem Zeitpunkt wird das Schicksal der 12-jährigen Rill Foss und ihrer Geschwister besiegelt. Sie leben mit ihren Eltern als Fluss-Piraten auf dem Mississippi in der Nähe von Memphis, Tennessee. Ihr Vater muss die hochschwangere Mutter mit Komplikationen ins Krankenhaus bringen, und während dieser Zeit werden sie gewaltsam von Beamten von Bord und in ein Waisenhaus der "Tennessee Children’s Home Society" gebracht. Dort beginnt eine grausame Zeit voller Demütigung und Misshandlung.

    In einem zweiten Erzählstrang, der in der Gegenwart spielt, lernen wir die Senatorentochter Avery Stafford kennen, eine junge Anwältin, der eine politische Karriere vorherbestimmt ist. Avery lernt bei einem offiziellen Besichtigungstermin eines Altenheims die 90-jährige May Crandall kennen. Diese entwendet ihr das Libellenarmband, welches Avery von ihrer Großmutter May geschenkt bekam. Als sie es sich zurückholt, entdeckt sie in deren Zimmer ein altes Foto, auf welchem sie ihre Großmutter zu erkennen glaubt. Ihre Neugier ist geweckt, doch weder May Crandall, noch ihre demente Großmutter können oder wollen ihr diesbezüglich weiterhelfen. Trotzdem kommt Avery bei ihren Nachforschungen einem dunklen Kapitel ihrer Familiengeschichte auf die Spur.

    Der Erzählstil ist flüssig und bildhaft. Lebendig werden die Ereignisse geschildert, die Protagonisten sind authentisch und real dargestellt. Der stete Wechsel der Zeitebenen zwischen Rill (Ende der dreißiger Jahre) und Avery (in der Gegenwart) hält die Spannung hoch und man kann als Leser kaum erwarten, wie es weitergeht. Im Laufe der Story ahnt man, dass die beiden Erzählstränge zueinander gehören und zum Schluss war ich emotional so berührt, dass ich die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte.

    Dieses Buch kann ich jedem empfehlen. Wir erfahren in diesem Buch die erschütternde Wahrheit über die "Tennessee Children’s Home Society", und deren Leiterin, Georgia Tann, die unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit Millionen Dollar mit dem Verkauf von Kindern an wohlhabende kinderlose Paare verdiente, die teilweise ihren Eltern entrissen wurden, um zwangsadoptiert zu werden.

    "All jenen, die Waisenkindern helfen, ein Zuhause zu finden. Ich wünsche euch, dass ihr euch stets dessen bewusst seid, wie wertvoll eure Arbeit und eure liebevolle Hingabe sind." (Zitat Buchanfang)

    Das Cover zeigt eine Libelle, aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammengesetzt und in Pastelltönen, und bei genauerem Hinsehen erkennt man in der Libelle einen Arm, der zu einer Frau in einem Sommerkleid gehört. Lisa Wingate gelingt es, ihren fiktiven Roman mit wahren Fakten zu unterlegen und daraus eine sehr spannende und emotional mitreißende Geschichte zu machen.

    Fazit: Eine Geschichte, die tief berührt und unter die Haut geht. Demnach eine Empfehlung an Leserinnen und Leser, die es gern anspruchsvoller mögen.

    (Recensio Online)

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    MellieJos avatar
    MellieJovor einem Monat
    Kurzmeinung: 5 von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert ihr Leben. EINE WAHRE GESCHICHTE. Bewege
    5 von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert

    Rezension von Melanie zu Libellenschwestern: Roman von Lisa Wingate

    5  von 5 ⭐ ein lohnenswertes Buch über  einWaisenhaus und Waisenkinder. "Ein Flügelschlag verändert ihr Leben. EINE WAHRE GESCHICHTE. Bewegend

    Klappentext
    "Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE) 

    Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! 
    Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf … 
    Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt … 
    Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann … 

    Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte. "

    Quelle: Amazon Verlag

    Meinung
    Nach den ganzen blutigen Thrillern, krimis und Horror-Büchern musste es jetzt mal wieder was leichtes sein; und da habe ich gleich Glück gehabt.

    Es geht um ein 12-jähriges Mädchen namens Rill Foss, welches in den 1930igern mit der ganzen Familie auf einem Hausboot lebt ( ich sag nur Kelly- Family im Kleinen.

    Das Cover ist auf einem Schutzumschlag,und zeigt eine Libelle aus kleinen Mosaikstücken zusammengesetzt, und sieht richtig schön aus. Und oasst ausgezeichnet zum Titel, eine Dtory, welche auf einer wahren Geschichte beruht

    Aber so schön das Familienleben auf dem Missisippi ist schwebt ein Damoklesschwert, über der kleinen Familien. Als die Mutter Wehen vekommt  mit Zwillingen bringt der Vater sie an Land in ein Krankenhaus. Rill wird beauftragt, auf die Geschwister aufzupassen, bis die Eltern wieder da sind. 

    Aber sie warten vergebens,  stattdessen kam die Polizei und nimmt die Kinder mit inkl. Rill.

    Da die Kleine, sich aber immer noch für die Geschwister veeantwortluch fühlt, veresucht sie alles um die Familie zusammen zu halten. Was nicht einfach ist, denn es wsr auf dem Wasser eine heile Welt, und nun kommt das rauhe Leben auf sie eingestürzt. Und das aks zwölfjähriges Mädchen. Diese Zeit und die Widrigkeiten.

    Dann kommt ein Zeitsprung.
    70 Jahre später trifft dieStaatsanwältin Avery Stafgord die 90jährige May und entdeckt bei dieser ein Libellenarmband, da diese an FmDemez leidet kann Affery nicht einfach nach dessen Herkunft fragen. Ein Fote aus den 1930 igern erregt ebrnfalls due Aufmerksamkeit. Affery geht eigene Verabtwortung auf die Suche.

    Lisa Wingate zeigt wie bereits in dieser jungen Zeit mit einer wertvollen Ware gehandekt wird-> Kindern,hier soeziell 'Waisenkindern. Echt erschütternd und bewegend.

    Ich vewundere Autoren die mit ihrem Schreibstil Emitionen an den Leser übertragen können👏👏👏!

    Lisa Wingate legt mit "Libellenschwestern" einen Roman vor, der auf wahren Fakten beruht. Rund 30 Jahre lang nutzte die Sozialarbeiterin Georgia Tann das Waisenhaus der Tennessee Children's Home Society in Memphis für ein perfides Adoptionsprogramm. Sie entriss tausende Kinder ihren armen Familien und 'vermittelte' ​ihre 'Schützlinge' anschließend an reiche Familien, Prominente und Politiker - nicht ohne dabei sehr viel Geld zu verdienen. Was sie und ihre Helfer wie aufopferungsvolle Hilfe für kleine Waisen auf der Suche nach einem schönen Zuhause aussehen ließ, war klassischer Kinderhandel, dem im Übrigen meist eine sehr schlimme Zeit im Waisenhaus voranging.

    "Libellenschwestern" mag äußerlich ein hübsch anzusehendes Buch sein, aber der Inhalt geht ans Eingemachte. Ich weiß nicht, wie oft ich das Buch zuklappen und durchatmen musste, weil mir die Niedertracht und Gier dieser Frau, die all das Leid von so vielen Kindern verursacht hat, an die Nieren gegangen ist. Ihre mehr als armselige Rechtfertigung ihres Handelns und die Tatsache, dass viele ihrer Opfer aufgrund von Tanns durchdachter Systematik nie erfahren haben, wer ihre richtige Familie ist - nur zwei Punkte, die mich fassungslos gemacht haben.

    Dieser Roman ist erschütternd, weil es kaum vorstellbar scheint, dass eine Frau, die vorgibt Gutes für hilflose Kinder zu tun, in Wirklichkeit so kaltblütig und grausam ist, dass sie - ohne mit der Wimpern zu zucken - schutzbedürftigen Kindern tiefe seelischen Verletzungen zufügt. Lisa Wingate schildert diese Geschichte in einer einfühlsamen Sprache, die jede Menge Emotionen transportiert. Die Blickwinkel wechseln sich ab, so dass Rill und Avery zu Wort kommen. Dabei hat mich vor allem Rills kindliche Perspektive besonders berührt, denn was sie und ihre Geschwister durchmachen müssen, zeigt stellvertretend die Leiden und Schmerzen all der Kinder, die Opfer von Georgia Tann wurden.

    Dieser Roman ist dramatisch und erschütternd, und jeine leichte Kost - aber auch ganz besonders, denn die Autor hat ein unscheinbares Thema kunstvoll ins Rampenlicht gesetzt.

    Mich hat das Buch positiv überrascht und es hat die volle Punkt- bzw. Sternzahl verdient. Deswegen absolute Leseempfehlung.

    Fakten
    482 Seiten  
    HC 22,00 €
    Ebook 4,99 €

    Erschienen im Limes Verlag

    Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. 

    Ich möchte mich bei RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

    Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! 

    Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
    http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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    gsimaks avatar
    gsimakvor 2 Monaten
    Libellenschwestern.

    Rill Foss ist ein Mädchen, welches dem Leser seine Geschichte erzählt. Mich hat sie ratlos zurückgelassen. Ich weiß, dass es Kinderhandel gibt. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass es in Amerika über Jahre hinweg praktiziert wird. Politiker, Ärzte und Krankenhäuser die Augen vor dem Verbrechen verschließen. 

    1939

    Rill ist ein Flußkind. Mit ihren Eltern und Geschwistern lebt sie auf dem Hausboot Arcadia. Als ihre Mutter Queenie Zwillinge erwartet, wird sie unter qualvollen Schmerzen in ein Krankenhaus gebracht. Der Vater erteilt Avery den Auftrag gut auf die Geschwister aufzupassen. Sie sollen das Hausboot nicht verlassen. Da kommt die Polizei und bringt die Kinder in ein Heim. Nur so lange, bis ihre Eltern zurückkommen. Sagen sie. Sie dürfen ihre Elten bald besuchen. Behaupten sie. Skrupellose Lügen zerstören eine Familie. Die Kinder werden in ein Heim gebracht, das Georgia Tann führt. Diese Frau genießt großes Ansehen, da sie ja armen Kindern ein gutes Zuhause vermittelt. Das Schlimme: Dieses Miststück gab es wirklich!

    Jetzt

    Avery Stafford ist eine Frau, für die ich von Anfang an eine große Sympathie empfand. Ihr krebskranker Vater ist Politiker. Pflegeheime sind stark in Verruf geraten. Oma Judith lebt in einem teuren Pflegeheim. Avery ist sich bewusst, dass sich das ungünstig auf das Ansehen ihres Vaters auswirken kann, sobald die Presse davon Wind bekommt. Bei einem Besuch in einem etwas ärmlichen Pflegeheim, lernt Avery die demente May Crandall kennen. Die alte Dame geht auf sie zu und packt sie am Handgelenk. Die 90 jährige verhält sich, als ob sie Avery kennen würde. Avery muss feststellen, dass die alte Dame ihr das Libellenarmband entwendet hat. Normalerweise würde Avery es auf sich beruhen lassen. Da es sich jedoch um ein Erbstück handelt, besucht sie May. Sie fühlt sich zu der Dame hingezogen. Sie stellt fest, dass May gar nicht so dement ist. Die erfolgreiche Anwältin entdeckt ein Foto bei May. Darauf ist ihre Oma zu sehen …..

    Mir war von Anfang an klar, dass May ein großes Geheimnis hat, welches mit der Familie Stafford zusammenhängt. Dennoch habe ich viele Überraschungen erlebt. Konnte nicht fassen, was mit den Kindern im Heim passiert ist. Ein Hausboot auf dem Mississippi hatte eine behagliche Atmosphäre verbreitet. Die Familie Foss war arm, aber glücklich. Der Vater hat Geschichten erzählt und Fische gefangen. Die Mutter hat gekocht und sich um die Kinder gekümmert. Die Kinder konnten Freiheit und die Liebe ihrer Eltern genießen. Dann zerstört Georgia Tann alles. Macht eine Familie kaputt. Quält hilflose Kinder und gaukelt der Öffentlichkeit ein gutes Herz vor. Ich kann einfach nicht fassen, über wieviele Jahre hinweg dieses grausame Biest das praktizieren konnte.  

    Es ist kein Geheimnis. Ich liebe Familiengeschichten. “Libellenschwestern” enthält eine wahre Begebenheit. Die Geschichte an sich ist fiktiv. Der Hintergrund real. Sie beginnt mit Avery. Einer taffen Frau, die den Mut hat, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Eine Frau, die dadurch reichlich belohnt wird. Von Averys Eltern konnte ich mir kein genaues Bild machen. Ihre Mutter kam etwas arrogant rüber. Dann geht es weiter mit Riff. Das Mädchen bekommt eine Verantwortung aufgebürdet und zerbricht fast an dieser Last. Vor diesem Mädchen ziehe ich den Hut! Zuletzt bringt May Licht ins Dunkel. 

    Eine Geschichte, die trotz der traurigen Thematik, das Herz aufgehen lässt. Eine Frau, die durch ihren Mut so vieles zum Positiven ändert. Eine Heimleiterin, die den Ruf einer herzensguten Frau hatte und alles hatte. Nur eins nicht: HERZ! Eine Geschichte, die sämtliche Emotionen in mir ausgelöst hat. Ich habe gelacht, hatte feuchte Augen und wurde oftmals sehr sehr wütend. Das Ende empfinde ich positiv. Zumindest wenn man bedenkt, wie vor vielen Jahren die Geschichte ihren Anfang genommen hat. Enttäuscht hat mich, dass nicht jeder an der Wahrheit interessiert war!

    Herzlichen Dank Lisa Wingale. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt.

     

    Die Musik des Alters ist … nun ja, nicht dafür geschaffen, darauf zu tanzen. Sie ist … einsam. (Pos.6149 auf dem Reader)

    Mutter Queenie hatte die Arcadia immer sehr sauber gehalten. Dieses Zitat hat mir ein Lächeln in’s Gesicht gezaubert: >>Es muss alles schiffabello sein …. << (Pos. 5578)

    Menschen treten nicht zufällig in unser Leben. (Pos. 6183)

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    Susi180s avatar
    Susi180vor 2 Monaten
    Es hat mich berührt


    »Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE)

    Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt!
    Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
    Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
    Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

    Die Autorin:

    Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Was ihr am Schreiben am meisten gefällt ist, dass sie dadurch Menschen näher kennenlernt, reale genauso wie fiktive. Sie lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.

    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist für mich als Leserin eher untypisch. Ich bin im Thriller und Horrorbereich anzutreffen. Diese Geschichte jedoch hat mich so angesprochen das ich sie lesen wollte. Also habe ich mal wieder zu einem Roman gegriffen und was ich hier geboten bekommen habe hat mich sehr berührt. Das Buch basiert ja auf Fakten und ich finde so macht es eine Geschichte immer noch interessanter. Die Autorin hat einen sehr gefühlvollen und leichten Schreibstil der super zu Thematik passt. Die Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte so ans Herz gewachsen und ich hatte schon einen Kloß im Hals als das Buch endete.

    Eine Geschichte die absolut unter die Haut geht. Sehr gefühlvoll und respektvoll von der Autorin erzählt. Tolle Charaktere und eine Thematik die ich so in einem Buch noch nicht gelesen hatte. Von mir eine klare Empfehlung und ich behalte die Autorin im Auge. Sehr emotionales Buch

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    momomaus3s avatar
    momomaus3vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine emotionale Geschichte mit wahrem Hintergrund
    Rezension "Libellenschwestern" von Lisa Wingate

    Zunächst bedanke ich mich beim Limes Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

    Titel: Libellenschwestern
    Autor: Lisa Wingate
    Verlag: Limes Verlag / Random House
    Seitenzahl: 478
    Preis: 22,00€ (Hardcover)
    Erscheinungsdatum: 05.03.2018
    Genre: Roman

    I N H A L T


    »Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE)

    Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! 
    Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
    Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
    Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …

    Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte.

    (Quelle: Randomhouse)

    E I G E N E   M E I N U N G

    Wie es natürlich sein sollte, hat mich auch hier das Cover aber vor allem der Klappentext zum lesen des interessanten Buches bewegt.

    Der Schreibstil ist fesselnd und niemals langatmig. Anfangs muss man zwar erstmal mit den vielen Namen zurecht kommen, aber wenn man einmal drin ist, lässt einen das Buch nicht mehr los. Die Autorin hat wirklich gut recherchiert.

    Der Roman wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt und die fiktive Handlung beruht auf wahrer Geschichte aus den USA.

    Es werden die Machenschaften von der „Tennessee Children´s Home Society“ einem Kinderheim beschrieben, in dem in dem Zeitraum von 1920-1950 Kinder illegal zur Adoption freigegeben wurden. Georgia Tann war dort die Repräsentantin.

    Diverse skrupellose Charaktere werden beschrieben, so dass einem schwer ums Herz wird, wenn man bedenkt, dass es sich so oder so ähnlich abgespielt hat.

    Die 12 jährige Rill und ihre Geschwister werden während sie allein sind von der Polizei abgeholt und ins Kinderheim gebracht. Dort herrschen schlimme Zustände und sie fühlen sich hilflos und sind verzweifelt aber hoffen darauf, dass ihre Eltern sie bald wieder abholen.

    In der Gegenwart trifft Avery, deren Vater Senator ist, bei einer Altersheimbesichtigung auf die ältere Dame, May. Diese entwendet Avery ihr Libellenarmband, das sie von ihrer Großmutter Judy bekommen hat.

    Als sie es wiederhaben möchte, entdeckt sie in Mays Zimmer ein Foto wo auch ihre Großmutter zu sehen ist. Sie stellt May zur Rede, aber diese meint sie solle mit ihrer Großmutter sprechen woher sie sich kennen, denn es stehe ihr nicht zu darüber zu sprechen. Da Averys Großmutter Judy aber an Alzheimer erkrankt ist und sich nicht immer an alles erinnern kann, stellt sie selbst Nachforschungen an und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

    Die Story bleibt spannend bis zum Schluss und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.

    F A Z I T

    Eine sehr emotionale Geschichte, über den Band der Geschwister und über ein Verbrechen, das viele Jahre zurückliegt. Sehr lesenswert.



    B E W E R T U N G 


    ★★★★★




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    SillyTs avatar
    SillyTvor 2 Monaten
    Berührend

    Avery Stafford, Tochter eines Senators und selbst erfolgreiche Staatsanwältin lernt bei einem Nachmittag in einem Seniorenheim die neunzigjährige May kennen. May scheint das Armband an Averys Handgelenk, das sie einst von ihrer Großmutter Judy geschenkt bekam und aussieht wie eine Libelle, zu erkennen. Noch überraschender ist die Fotografie auf Mays Nachttisch, denn die Frau auf dem Bild sieht den Frauen aus der eigenen Familie überraschend ähnlich. Als Avery ihre Großmutter nach May fragt, scheint in der an Demenz erkrankten Frau eine Erinnerung wach zu werden. Avery wird neugierig und beginnt zu forschen.
    Ende der dreißiger Jahre lebt die zwölfjährige Rill Foss gemeinsam mit ihren Eltern und vier Geschwistern auf einem Hausboot auf dem Mississippi. Ihr Mutter Queenie ist wieder schwanger, doch bei der Geburt kommt es zu Komplikationen und ihr Vater muss schnellstmöglich mit Queenie in die Klinik. Als am nächsten Morgen statt der Eltern Polizisten auf dem Boot auftauchen und alle fünf Kinder mitnehmen, versucht Rill alles, was ihr möglich ist, um ihre Geschwister bei sich zu behalten.
    Meine Meinung
    Das Cover des Buches wirkt sehr harmonisch, doch hier war es der Klappentext, der mich unheimlich neugierig auf den Inhalt machte.
    Die Geschichte rund um Avery Stafford in der Gegenwart und Rill Foss in der Vergangenheit wird sehr gefühlvoll erzählt. Man spürt, dass die Autorin sich hier viel Zeit genommen hat, um gerade die Geschichte der Foss Kinder aus der Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Denn auch wenn es die Familie Foss nicht gab, so beruht doch ihr Schicksal auf wahre Begebenheiten aus dieser Zeit. Denn das Waisenhaus der Tennessee Children’s Home Society und deren Machenschaften unter Georgia Tann gab es wirklich. Tann nahm Kinder aus armen Familien und vermittelte diese an reiche, kinderlose Familien, natürlich floss dabei sehr viel Geld. All das verarbeitet Lisa Wingate detailreich und sehr mitnehmend, denn ich habe hier richtig mit Rill und ihren Geschwistern mitgelitten. Ganz leicht zu lesen ist diese Geschichte aber nicht, denn man braucht eine gewisse Ruhe und Zeit, sich auf den Schreibstil und deren Detailreichtum zu gewöhnen. Doch es lohnt sich hier absolut am Ball zu bleiben, denn die Geschichte ist, gerade auf Grund des realen Hintergrunds, sehr zu Herzen gehend.
    Bücher auf zwei Zeitebenen und mit Familiengeheimnissen mag ich immer sehr und ich hatte mich hier auf etwas mehr Spannung eingestellt. Doch die Hintergründe, die Avery Stafford in der Gegenwart auf die Spur geht, waren mir als Leser schnell klar. Trotzdem konnte man mich den Ereignissen, vor allem rund um Rill und den Kindern, fesseln. Ich glaube aber auch, dass es genau so erzählt werden muss, um den Leser ein wenig die Tragik näher zu bringen. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, was sich da abspielte, doch bei einem Interview mit der Autorin konnte man sogar Zeitungsausschnitte sehen, in denen man sich sozusagen ein Kind für unter den Weihnachtsbaum aussuchen konnte. Wie bereits erwähnt, wird der Roman auf zwei Zeitebenen wiedergegeben. Dabei erfährt man aus der Sicht Averys die Gegenwart und aus der Sicht der zwölfjährigen Rill die Vergangenheit. Gerade die Sicht Rills konnte mich unheimlich berühren, denn man spürt hier die Verzweiflung des Mädchens, den Verlust der Eltern, die Angst, ihre Geschwister ebenso zu verlieren und vieles mehr. Gerade jetzt, wo ich für diese Rezension die Geschichte noch einmal innerlich Revue passieren lasse, muss ich zugeben, dass ichbei Rill und deren Erlebnissen sehr viel mehr mitgefiebert habe, als bei Avery. Auch sonst verblasst Avery ein wenig gegenüber dem Mädchen und deren Familie, nicht weil sie nicht sympathisch ist, sondern einfach, weil gerade ihre Geschichte für mich zu vorhersehbar war. Man lernt hier natürlich noch einige Charaktere mehr kennen und man spürt bei jedem von ihnen, dass sich die Autorin auch hier sehr viele Gedanken gemacht hat. Jeder Charakter ist vorstellbar und greifbar und sehr wirkungsvoll. Sie nehmen den ihnen gebührenden Einfluss auf den Fortgang der Geschichte und lassen gerade die vergangenen Ereignisse lebendig werden.
    Mein Fazit
    Ein sehr berührendes Buch, bei dem ich ein wenig Zeit brauchte, um hineinzufinden. Doch Lisa Wingate erzählt mit einer Intensität und mit sehr viel Emotionen, so dass ich gar nicht anders konnte, als von Rill und ihrer Familie berührt zu werden. Auch wenn ich hier den Part der Vergangenheit bevorzuge, der mich aber auch sehr fassungslos zurücklässt, war die Geschichte in der Gegenwart sehr unterhaltsam. Wer Familienromane, die auch auf wahre Begebenheiten beruhen, mag, der sollte diese Geschichte lesen. Empfehlenswert!

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    puppetgirls avatar
    puppetgirlvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein so berührender und bedeutender Lesegenuss
    Ein so berührender und bedeutender Lesegenuss

    Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich anfangen soll, denn diese Geschichte ist so bewegend und es ist mir eigentlich auch sehr unangenehm, dass ich vorher von der Thematik gar nichts gewusst habe.

    Dieser Roman ist schon ein historischer Roman, doch schwängt er immer wieder von der heutigen Zeit in einen Zeitstrahl der 1930er. Wir erfahren die Geschichte von Rill und ihrer Familie, also ihren Geschwistern und ihren Eltern. Rill ist die Älteste und fühlt sich für ihre Geschwister verantwortlich, doch sie kann mit ihrem kindlichen Wesen doch noch nicht so viel Verantwortung auf sich laden, nur weil Erwachsene meinen, dass sie ein sehr schlechtes Spiel mit ihr und ihrer Familie spielen müssen. Sie kommt mit ihren Geschwistern in ein Waisenhaus und so versucht sie das Versprechen, welches sie ihren Eltern gegeben hat, zu erfüllen. Sie will ihre Geschwister beschützen. Doch wie soll man das machen, wenn man keinen Einfluss hat, wenn man doch nur ein Kind ist, was hin- und her geschubst wird?

    Und dann gibt es in der aktuellen Zeit Avery. Sie ist die Tochter eines Politikers, ist gerade in ihren Dreißigern und lernt die 90-jährige May kennen. Diese kommt mit dem Armband von Avery´s Großmutter in Berührung und denkt, dass es ihr eigenes Armband sei. Aber das ergibt für Avery keinen Sinn. Warum sollte ihre Großmutter das Armband einer fremden Frau haben, die definitiv nicht zur Familie gehört? Avery möchte mehr erfahren, kann aber ihre Großmutter Judy nicht mehr fragen, denn diese leidet an Demenz und somit ist es schwierig klare Antworten aus ihr herauszubekommen. Doch da hilft Avery´s Beruf ihr etwas weiter. Sie ist Anwältin und kann sich somit sehr gut in Recherchen festbeißen. Nur will sie das Geheimnis wirklich lüften? Würde es der politischen Karriere ihrer Familie schaden?

    Lisa Wingate hat mich weinen lassen, hat mich fluchen lassen und hat mich das Buch weglegen lassen, da mir das Herz so wehtat. Ich konnte mir bis dahin nicht vorstellen, was Menschen anderen antun um reich zu werden. Und dass sie es an Kindern auslassen. So verbindet die Autorin Wahrheit und Fiktion so miteinander, dass man glaubt, man könnte sich wirklich mit May unterhalten, alles aus ihrem Leben erfahren, denn irgendwie ist es doch alles wahr.  Die Geschichte wurde für mich nie langweilig, sondern hat mich jedes Mal aufs Neue in eine Geschichte gezogen, von der ich wissen wollte, wie sie weiterging, wie sie endete, ob es ein Happy End gibt oder nicht? Ich habe so sehr mitgefiebert, auch wenn es eben nicht immer freudige Gefühle waren, die dort bei mir auftauchten, aber dies ist wirklich ein Roman, den ich nur empfehlen kann. Er berührt einen und lässt einen nachdenken, vielleicht lässt er auch andere Leser nicht mit trockenen Augen zurück. Es war wirklich ein berührender und bedeutender Lesegenuss für mich.

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    Kamimas avatar
    Kamimavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eindrücklich, nachdrücklich und trotz des schweren Themas unterhaltsam - ein Meisterwerk!
    Realität & Fiktion gekonnt miteinander verbunden...

    Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt die amerikanische Autorin mehrerer preisgekrönter Romane von dem Leben zweier Frauen, die scheinbar nichts gemeinsam haben: Avery Stafford, eine junge Anwältin, steht ihrem Vater bei seinen politischen Geschäften zur Seite. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie und kommt bei ihrer Arbeit als „Tochter des Senators“ eines Tages mit der 90-jährigen May Crandall in Berührung, die ihr Libellenarmband wiedererkennt und ein Foto ihrer Großmutter besitzt. Nach anfänglichem Zögern nimmt die Neugier Überhand und Avery beginnt mit den Recherchen rund um das Familienerbstück, welches sie von ihrer Großmutter bekommen hat, die nun in einem gehobenen Seniorenheim lebt und an Demenz erkrankt ist.


    Der zweite Erzählstrang führt uns mehr als 70 Jahre zurück zu der jungen Rill Foss, die mit ihren Eltern und 4 Geschwistern als „Fluss-Zigeuner“ in einem Hausboot auf dem Mississippi lebt. Als die Eltern aufgrund einer schweren Geburt ins Krankenhaus mussten, werden die Geschwister von Spähern der Tennessee Children`s Home Society entführt und in ein Waisenhaus gebracht. Dieses wird von Georgia Tann verwaltet, welche sich zwischen 1920 und 1950 einen Namen als Expertin für Kinderschutz gemacht hat.


    Und hier beginnt nun Fiktion und Realität in ergreifender und unvergesslicher Weise ineinander zu laufen: Wir erleben den schrecklichen Alltag von Rill, ihren Geschwistern und den anderen Kindern im Kinderheim, lesen von einer tyrannischen Leiterin der Zweigstelle, grausamen Erziehungsmethoden und „gesäuberten“ Kindern für die finanzkräftige Klientel & Außenwelt, wir erfahren von Misshandlungen der Seele und des Körpers, Bestechungsbonbons und Betreuerinnen, die ihren Mut zur Hilfe mit einschneidenden Erlebnissen in ihre eigenes Leben bezahlen müssen... und wir begleiten eine starke und doch oft zu hilflose Rill, die ihrem Versprechen, auf ihre Geschwister aufzupassen, nicht immer gerecht werden kann.


    Nach und nach verbinden sich diese beiden Geschichtsstränge zu einem Ende, wenngleich es auch kein wahres Happy End sein kann. Es gibt nur wenige Momente zum Durchatmen; den Faden verliert man allerdings auch durch romantische Erzählungen wie die zarte Annäherungen in der heutigen Geschichte nicht, denn die Bilder, welche durch klare, anschauliche Worte der Autorin mit einer gekonnten Mischung aus fiktiven Bildern und klaren Fakten geschaffen wurden, brennen sich einem förmlich ein.


    Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dieses Buch sehr mitgenommen hat... schon beim Lesen musste ich immer wieder Pausen einlegen und auch zum Ende hin gab es für mich keinen Abschluss – das Thema hat mich weiter beschäftigt und so habe ich u.a. die Hintergründe „Die wahre Geschichte zu den Libellenschwestern“ und weitere Fotos/Erzählungen im www gelesen. Selten hat mich ein Buch so lange gefesselt und gepackt.


    „Den Hunderten gewidmet, die verschwanden, und den Tausenden, denen dieses Schicksal erspart blieb. Mögen eure Geschichten niemals in Vergessenheit geraten.


    All jenen, die Waisenkindern helfen, ein Zuhause zu finden. Ich wünsche euch, dass ihr euch stets dessen bewusst seid, wie wertvoll eure Arbeit und eure liebevolle Hingabe sind“ (Zitat Buchanfang)


    Dieses Zitat bringt meinen Eindruck auf den Punkt: einerseits wird die Geschichte von Rill und ihren Schwestern erzählt, ihre anfängliche Hoffnung auf Rückkehr, das Erkennen des Tatsächlichen, der Versuch des Ausbrechens, das Zerbrechen an der Gewalt und dem System bis hin zur Adoption; andererseits auch indirekter Wink, das Humane im gemeinsamen Tun mit Waisenkindern nie zu vernachlässigen und zu erkennen, wie wichtig diese „Arbeit“ mit den Kindern ist.


    Finanzielle Interessen gehört hierbei nie dazu und dies trägt die Autorin sehr eindrücklich vor, indem sie geschickt Negativbeispiele (die im übrigen tatsächlich so geschehen sind)schildert: „süße, blonde“ Kinder werde gewaschen und herausgeputzt für eine Weihnachtsaktion, bei der „blonde Engel als echtes, lebendiges Weihnachtsgeschenk“ beworben oder auf Adoptionspartys herumgereicht werden. Verschachert für horrende Preise, manchmal sogar mehrfach zu bezahlen... Menschenhandel in einer Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt.


    Der Roman ist meines Erachtens zu Recht ein Bestseller in den USA. Ich muss auch zugeben, dass mir sowohl Buchcover als auch Titel der amerikanischen Version deutlich besser gefallen als der Schutzumschlag und Titel für den deutschen Markt. Aber das ist ja Geschmackssache ;) Auf jeden Fall empfehle ich das Buch wirklich sehr gerne weiter: es fesselt und unterhält, es lässt einen den Atmen anhalten und Gänsehaut bekommen, aber der Knoten im Bauch löst sich auch wieder auf – nun, jedenfalls bis die Neugier siegt und man weiter recherchiert. Eine absolute Buchempfehlung, wenn ich euch auch nicht „viel Freude“, sondern lieber unterhaltsam-packende Lesemomente wünschen möchte.

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    lenisveavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein eindringlicher authentischer Roman über die Waisenhaussituation früher
    Libellenschwestern von Lisa Wingate

    Folgendes kennzeichne ich nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst allerdings in keinster Weise meine Meinung.
    € 22,00 [D] inkl. MwSt.
    € 22,70 [A] | CHF 30,90*
    (* empf. VK-Preis)
    Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
    ISBN: 978-3-8090-2690-7
    Erschienen:  05.03.2018
    Ihre Geschichte beginnt an einem schwülend-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt.
    Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann.
    Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte.
    Zur Autorin:
    Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Was ihr am Schreiben am meisten gefällt ist, dass sie dadurch Menschen näher kennenlernt, reale genauso wie fiktive. Sie lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.
    Meine Meinung:
    siehe Videorezension bei lenisveasbücherwelt
    Mein Fazit: 
    Ich bin direkt gut in das Buch reingekommen. Der Schreibstil und die berührende Geschichte konnten mich von Anfang an begeistern. Ansatzweise ist dieser Roman aus wahren Begebenheiten entstanden, was das Ganze natürlich sehr authentisch und greifbar gemacht hat.
    Dieser Roman hat es mir auf jeden Fall ermöglicht, mehr über die Waisenhäuser der früheren Zeit zu erfahren. Dass es früher teilweise sehr schlimm in den Waisenhäusern zugegangen ist, war mir schon klar, aber dass es solche Ausmaße annahm, hätte ich nicht gedacht.
    Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Es ist zwar ab ca. der Hälfte meiner Meinung nach etwas schwächer geworden, aber insgesamt dennoch sehr zu empfehlen. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.
    4 von 5 Sternen

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Eine kraftvolle Geschichte über Geschwisterliebe

    In ihrem Roman "Libellenschwestern" thematisiert die US-amerikanische Bestsellerautorin Lisa Wingate einen der größten Skandale in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Ihr Hauptcharakter Rill und ihre vier Geschwister stehen stellvertretend für tausende von Kindern, die ihren Familien unrechtmäßig entzogen wurden. Lisa Wingate gibt ihnen eine Stimme und erzählt die Geschichte eines unfassbaren Verbrechens.

    Zu Inhalt
    Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
    Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann…


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    Zur Autorin
    Lisa Wingate ist Journalistin und Autorin mehrerer preisgekrönter Romane. Was ihr am Schreiben am meisten gefällt ist, dass sie dadurch Menschen näher kennenlernt, reale genauso wie fiktive. Sie lebt in den Ouachita Mountains in Arkansas, USA.

    Begleitet Avery auf ihre Reise in die Vergangenheit und seid dabei, wenn sie das Geheimnis ihrer Familie enthüllt.
    Zusammen mit Limes verlosen wir 25 Exemplare von "Libellenschwestern" unter allen, die bei unserer Leserunde teilnehmen möchten.

    Wenn ihr Lust habt, euch über dieses Buch in Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben, dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 25.02., indem ihr auf folgende Frage antwortet:

    Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen.
    Habt ihr Geschwister? Wie wichtig sind sie für euch?


    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück!

    Möchtet ihr noch mehr über die wahre Geschichte hinter Lisa Wingates Roman erfahren?
    Das Special zu "Libellenschwestern" bietet nicht nur viel Hintergrundinformation, da könnt ihr auch ein Interview mit der Autorin lesen!

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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    Letzter Beitrag von  mermeothvor 5 Monaten
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