Liselotte Welskopf-Henrich Harka

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Inhaltsangabe zu „Harka“ von Liselotte Welskopf-Henrich

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  • Der Begin einer Jahrhundertgeschichte oder Geschichte der sechs Namen

    Harka
    karatekadd

    karatekadd

    17. August 2013 um 20:07

    Der Indianerjunge oder die Geschichte der sechs Namen Meine Rezension zum 1. Band der sechsbändigen Ausgabe von DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN Liselotte Welskopf - Henrich veröffentlicht auch unter lovelybooks.de und buchgesichter.de Original unter LITTERAE ARTESQUE DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN sind das Kinder- und Jugendbuch schlechthin, zumindest gilt das für mich, denn diese Geschichte habe wohl so oft gelesen wie keine sonst. Unterbrochen wurde das immer wieder lesen nur durch die Rückgabe der drei Bücher an meine Tante. Aber es hat bestimmt nicht sehr lange gedauert, bis ich wieder vorstellig wurde: zum Ausleihen. Der Zeitraum dazwischen? Vielleicht ein paar hundert Bücher aus der Bibliothek. In der großen Rezension zur Erstausgabe habe ich geschrieben, dass ich dieses Buch Ende der ersten oder Anfang der zweiten Klasse gelesen habe. * * * Die Geschichte: Es gilt mitzufiebern mit einem elfjährigen Indianerjungen, der in den Che Sapa, den Schwarzen Bergen des Nachts im Wald hockt und still beobachtet. Er wartet auf seinen Vater. Der ist Kriegshäuptling der Bärenbande und heist, weil er in enem Frühjahr mal vier Bären erlegt hat, Mattotaupa (Matto = Bär). Harka Steinhart Nachtauge, der Anführer des Bundes der JUNGEN HUNDE ist vom Vater aufgefordert wurden, sich unterhalb der Höhle der Großen Bärin einzufinden. Die Große Bärin ist die Ahnin der kleinen Indianergruppe der Oglala bei den Teton - Dakota. Mattotaupa hütet ein Geheimnis und irgendwann soll der älteste Sohn davon erfahren. Diese Nacht sollte heute sein. Aber es kommt etwas dazwischen. Ein weißer Mann ist in die Höhle eingedrungen. Was wird der wohl suchen? Ben heißt er und er findet seinen Meister. Aber nicht in Mattotaupa sondern in einem jungen kräftigen Kerl mit gelben Zähnen und roten Haaren. THE RED wird der genannt oder Jim, oder eben RED FOX. Aber noch begegnen die Männer um Mattotaupa noch keinem Weißen... Es ist Frühjahr, die Indianer und die Tiere hungern. Es wird Zeit, dass die Krieger Büffel finden, die um 1863 noch in größeren Herden durch die Prärie ziehen.[1] Auch die Wölfe sind hungrig und fallen in die Pferdeherde der Gruppe ein. Harka rettet das Büffelpferd des Vaters, den Grauschimmel, und erlegt einen Wolf. So bekommt der Junge der nachts gut sehen (Nachtauge) und Schmerzen gut ertragen kann (Steinhart) nun den Namen Wolfstöter dazu. Der Vater ist stolz auf seinen Sohn. er hat noch zwei weitere Kinder. Uinonah (erstgeborene Tochter) und den achtjährigen Harpstennah, welcher etwas kränklich ist aber auch ein sehr guter Schütze unter den vom älteren Bruder angeführten Knaben. Da der Friedenhäuptling Weißer Büffel gestorben ist, kommt auch noch der Bursche Schonka (Hund) in das Zelt, in welchem neben Mattotaupas Frau auch seine Mutter (Untschida = Großmütterchen) lebt. Mit Schonka verbindet Harka nur eines: Sie können sich nicht leiden. Harka der jüngere ist in Wettkämpfen und Spielen oft schon der Bessere… "Guter Geist gib uns Büffel, Büffel, Büffel…" Die Bärenbande zieht in die Prärie um zu jagen Die Haut der riesigen Tiere dient der Kleidung und den Zeltplanen. Aus den Knochen machen die Prärieindianer Pfeilspitzen und das Fleisch dient der Nahrung auch in getrockneter und pulverisierter Form (Pemikan)… Die Dakota treffen auf die Pani (Pawnee)[2]. Die Wandergruppe hat angehalten und es kommt zum Kampf der Krieger. Plötzlich knallt es und Harkas Mutter sinkt tot vom Pferd. Die Kinder sind erschrocken und die Krieger schreien: "Mazzawaken, Mazzawaken…" (Geheimniseisen) Harka wagt sich zwischen die kämpfenden Krieger und erbeutet das Gewehr des feindlichen Häuptlings der bereits im Kampf gefallen ist. Aber behalten wird er das Gewehr nicht… Während der folgenden Büffeljagd spickt Harka eine alte Büffelkuh mit allen seinen Pfeilen. Eigentlich hat der Knabe dabei nicht zu suchen. Aber die Herde wurde bei der Jagd abgelenkt und raste auf das Dorf in der Prärie zu. Da waren vor allem die Pferde zu retten und Harka erhält anschließend den nächsten Namen: Büffelpfeilversender. Einige Zeit später, die Gruppe hat das Sommerlager am Pferdebach bezogen, findet Harka einen etwa gleichaltrigen kraushaarigen Jungen mit schwarzer Haut in der Prärie. Er nimmt ihn mit. Der weggelaufene Sohn eines Negersklaven berichtet mit Händen und Füßen und mit Bildern, dass weiße Männer bei den Pani sind und auch sein Vater Fremde Muschel. Auf die Frage wie man den denn freikaufen könnte zeigt Tschapa Kraushaar einen gelben Kiesel vor, den Harka in den Schwarzen Bergen einmal fand. Da wird Mattotaupa zornig und wirft den Kiesel in den Bach. Harka erfährt vom Vater, dass es dieses Gold ist, welches die weißen Männer suchen und das daraus das Geheimnis der Väter besteht. Nie, nie darf er das verraten. NIE! Hawandschita aber kauft mit diesem Nugget Fremde Muschel frei und Vater und Sohn beziehen ein von in den jüngsten Kämpfen von Kriegern verwaistes Zelt mit vielen Frauen und Mädchen. In das Indianerdorf kommen der Maler Morris und dessen Begleiter, der Indianer Langspeer, ein Cheyenne. Morris ist den Indianern freundlich gesonnen, er will den Kriegshäuptling malen, dieser lehnt ab: dies wäre ein großes Geheimnis. Ein großer Grizzly tötet Mattotaupas Bruder und der Häuptling macht sich mit seinem Sohn auf die Jagd…. Bärenjäger lautet der neue Name des Häuptlingssohnes und das Fell des Bären wird ein Jahrhundert überdauern.[3] Auf dem Rückweg begegnen Vater und Sohn dem abreisenden Maler und Langspeer. Diese berichten von neuem Besuch in den Zelten der Bärenbande. Ein weißer Mann mit roten Haaren… Das verfluchte Goldkorn… Das Ende friedlicher Zeiten hatte sich ganz langsam angekündigt, doch nun endet die Kinderzeit ganz plötzlich… * * * Zum Buch: Der erste Band erzählt "endlich" die Kindheits- und Jugendgeschichte des Häuptlings Tokei-ihto, der aus der Erstausgabe und vielen Auflagen bereits vielen Lesern in Ost und West bekannt ist. Es sind unbeschwerte Jahre, denn die Bärenbande hatte bisher noch keinen Kontakt mit den Langmessern und anderen Weißen. Lediglich Hawandschita, der neunzigjährige Geheimnismann der Bärenbande kennt Geschichten aus dem Osten. Er hat als junger Krieger den Tecumseh kennengelernt und unter ihm gekämpft. Allerdings wissen die Indianer, dass diese Männer mit den schweren Stiefeln und den Hüten nach einem suchen: Gold. Insofern ziehen bereits die ersten schwarzen Wolken herauf. Im ersten Band der sechsbändigen Ausgabe lernen wir das Leben in einem Indianerdorf der Plain-Indianer kennen. Liselotte Welskopf-Henrich erzählt von der Aufgabenteilung, den Knaben-, Burschen- und Kriegerbünden, darüber was Jungen und Mädchen bei den Lakota lernen müssen und sie erzählt von kleinen Wettkämpfen, dem Kräftemessen, dem Ertragen von Schmerzen. Wir lesen davon, dass sich die Knaben bereits glühende Holzspäne auf die Hände legen und dass die Krieger sich im Wettessen von roher Hundeleber "üben" (Wer die meisten schafft gewinnt…). Welche Achtung der Kriegshäuptling besitzt und wie er seine Krieger im Kampf führt aber auch wie er Gäste nach erfolgreicher Jagd in seinem Zelt bewirtet erfahren wir bereits im ersten Band der ursprünglichen Trilogie und natürlich der nunmehr sechsbändigen Ausgabe. Die Gefährlichkeit der Büffeljagd wird auch gut beschrieben, die Gewalt der rasenden Herde und dass die nicht nur für die jagenden Krieger gefährlich war. Wie die Tipis, die großen Zelte gebaut sind, ab- und aufgebaut werden, wie die Familien darin leben kann sich der Leser gut vorstellen. Gerade dieser erste Band, der besonders von den Kindern und jungen Burschen erzählt, von der Freundschaft des Häuptlingssohnes mit Tschetan, dem Anführer der ROTEN FEDERN (Burschenbund), die zurückhaltende Zuneigung der Geschwister untereinander und ihr Zusammenhalt aber auch ihre Konflikte, empfiehlt sich für Kinder. Allerdings scheint, dass der Erzählstil aber auch das Thema momentan nur schwer zu vermitteln sind, ich bin bei den Kindern im Familienkreis noch nicht sehr weit gekommen mit der Werbung. Der Schreibstil ist einfach gehalten. Komplizierte Sätze sind in den Büchern der Autorin auch nicht üblich. Sie versucht auch nicht, vermeintliche Sprachformeln anzuwenden. Sie war der Auffassung, dass sie die deutsche Schriftsprache in ihrer Breite nutzen muss, verarme doch die gesprochene Sprache sowieso schon genug. Nur zwei Eigenarten verwendet sie. Da ist einmal das "Hau! Ich habe gesprochen!" als Bekräftigungsformel und dann die Art und Weise oft in der dritten Person zu sprechen. (zum Beispiel Mattotaupa zu Harka: "Was denkt Harka über den fremden schwarzhäutigen Knaben?") [4] * * * Die Qellen: Der bereits erwähnte Dr. Uli Otto beschreibt in seinem Buch "Auf den Spuren der Söhne der Großen Bärin" den geschichtlichen und auch den kulturellen Hintergrund des Romans. Er beschreibt die Waffen, die die Plain-Indianer (Plains = Prärie) benutzten und vieles mehr.[5] Das Tipi besaß zum Beispiel einen Bodendurchmesser von ungefähr 5 Metern. Das der Häuptlings war wahrscheinlich etwas größer, es kam auf die Anzahl der erlegten Büffel an, die die Häute für die Zelte lieferten. Zehn bis sechzehn Stangen hatte so Zelt, die Planen bestanden aus ungefähr 20 Büffelhäuten. Die Zelte hatten einen Rauchabzug damit ein Kochfeuer unterhalten werden konnte. Bei Sturm wurde eine "Ankerschnur" von den zusammengehalten Zeltstangen in die Mitte des Zeltes gespannt und am Boden befestigt. So wurde das Tipi sturmfest gemacht. Die Zelte waren wasserdicht, was einerseits am verständigen Gerben der Häute aber auch am Rauch und Fett der Kochfeuer lag. Die Tipis waren außen mit religiösen Motiven in Bezug zum Zeltbesitzer bemalt. In unserer Geschichte sind es oft Vierecke für die vier Weltenden.[6] * * * Der Film DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN versuchte schon viel Originalität einzufangen. Natürlich aber bestehen die Zelte am Pferdebachtal nun nicht gerade aus Bisonhäuten. Der im Jahre 2005 erstmal ausgestrahlte sechsteilige Film INTO THE WEST von Steven Spielberg ist ein sehr wertvolles Dokument amerikanischer Geschichte und zeichnet sich durch detailgetreue Darstellung des Lebens und des Kampfes der Plain-Indianer insbesondere der Sioux-Stämme der Lakota und der Cheyenne aus. Ich glaube, die Autorin eines der erfolgreichsten Jugendbücher wäre zum ersten mal von dieser amerikanischen Darstellung begeistert gewesen.[7] Eine Episode lohnt es sich zu erzählen: Im ersten Teil der Miniserie (Der Aufbruch) jagen die Lakota Bisons. Die Art und Weise ist dem einen oder der anderen vielleicht aus dem Geschichtsunterricht bekannt: In der Urgesellschaft wurde die Wildtiere auf eine Felsenschlucht zu gejagt und stürzten dann herunter. Dies zeigt der Film. Er zeigt auch, wie ein Teil der Herde abbiegt und auf die Frauen und Mädchen zu jagt, die vielleicht darauf warten, die Beute zu verarbeiten. Dies ist genau so eine Szene, wie sie uns bei Harka geschildert wird. Ein Junge wird nicht von der Herde nieder getrampelt. Ein alter Büffelstier hält genau vor ihm an und so wird aus dem Knaben DER, DEN DIE BÜFFEL LIEBEN. Wer erinnert sich da nicht an ► Tatanka Yotanka (Sitting Bull). Der oberste Geheimnismann der Oglala ist zu Besuch im Zeltdorf der Bärenbande als die Kindheit Harkas endet und er freiwillig seinen Vater in die Verbannung begleitet. * * * Welskopf-Henrich hat in HARKA den blonden Maler Dan Morrison (Morris) und seinen Gefährten Langspeer eingeführt. Auf Grund der blonden Haare und der Fähigkeit zu malen nennen ihn die Indianer "Weitfliegender Vogel, Gelbhaar, Geheimnisstab". Für den Maler gibt es eine ganze Menge Vorbilder. Beispielsweise ► Carl BODMER oder auch Paul KANE und Carl F. WIMAR. Diese zogen durch Nordamerika und porträtierten die einzelnen Stämme. Ihr Bilder sind oft authentisch und geben dem Historiker genauen Einblick in die Lebensweise der Indianer.[8] Interessant in diesem Zusammenhang ist auch dass der Maler von einem Häuptling der Mandanen mit dem Namen Mah-to-toh-pa oder Mató Tópe für "Vier Bären" berichtet. Dieser habe eine Büffeldecke besessen, die mit der Geschichte seine Kämpfe bemalt wäre. solche eine Decke übernimmt die Autorin wie auch den Namen für Harkas großes Vorbild, nämlich seinen Vater. Welskopf-Henrich studierte die vorhandenen Quellen also sehr genau.[9] * * * Zusammenfassend kann mit voller Berechtigung gesagt werden, dass bis auch kleine Geschichten für jüngere Kinder (Der Steinknabe) dieser erste Teil des Romans DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN einen hervorragenden Einstieg in die Welt der Indianerliteratur ermöglicht. Es wäre sicherlich wesentlich schwerer mit den Lederstrumpferzählungen des James Fenimore COOPER anzufangen und ein Fehler, dies gar mit Karl MAY zu versuchen. [1] Harka ist im Jahr 1876, dem Jahr der Schlacht am Little Big Horn 24 Jahre alt. Daher diese Jahreszahl, Harka hat elf Winter und Sommer gesehen. Im Osten findet der Bürgerkrieg zwischen den Süd- und Nordstaaten statt. Die Indianerstämme werden weit im Westen in "Ruhe" gelassen. Noch… [2] vgl.: OTTO, Uli: Auf den Spuren der Söhne der Großen Bärin, Kern - Verlag, Regensburg 2001; Die Pawnee werden Feinde der Dakota (eigentlich Lakota) als diese immer mehr in die Prärie hinausreiten und wandern müssen um die riesigen Bisonherden zu finden. [3] siehe: WELSKOPH-HENRICH, L.: Nacht über der Prärie, Palisander, Chemnitz 2013 [4] vgl. LORENZ, Erik: Liselotte Welskopf-Henrich und die Indianer. Eine Biografie; Palisander, Chemnitz 2010; Seite 105 [5] siehe, OTTO, Uli: Auf den Spuren der Söhne…; Kern - Verlag, Regensburg, 2001, Seite 90 ff [6] vgl. Ebenda, Seite 111 f [7] Into the West: neue Rezension folgt [8] http://www.indianer-nordamerikas.keepfree.de/bodmer_galerie.htm (17.08.2013, 18:15 Uhr) [9] siehe LORENZ, Chemnitz 2010, Seite 137 f

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  • Rezension zu "Harka" von Liselotte Welskopf-Henrich

    Harka
    Hendrik

    Hendrik

    19. December 2009 um 22:38

    Harka,Sohn des Kriegshäuptling der Dakota Mattotaupa, erobert bei einem Kampf mit den Pani ein Mazzawaken (Gewehr) und trifft (s)einen ersten Weißen der den Fluch des,von ihm Geheimnisswasser genannt,Alkohol zu den Indianern bringt.Lebendig und fesselnd geschrieben.