Liselotte Welskopf-Henrich Licht über weißen Felsen

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Inhaltsangabe zu „Licht über weißen Felsen“ von Liselotte Welskopf-Henrich

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    Licht über weißen Felsen

    sKnaerzle

    27. April 2018 um 23:48

     Der Roman besteht aus mehreren Teilen.  Zunächst wird geschildert, wie der kleine Wakiya-Knaskiya in derReservation als Halbwaise in einer ärmlichen Hütte aufwächst. Er hat eine schwere Aufgabe zu bewältigen: die Tradition der Indianer zu bewahren und sich gleichzeitig in einer Welt der weißen Sieger behaupten. Aber erst als ihn der bewunderte Joe King bei sich aufnimmt, kann er sich in beiden Welten bewähren. Dieser Teil ist aus der Sicht Wakiyas geschrieben, der nicht immer versteht, was um ihn vorgeht, aber mit der Sicherheit eines Kindes weiß, was richtig und was falsch ist. Diese Geschichte ist halb verträumt - insgesamt sehr schön. Im nächsten Teil geht es um die Fortsetzung der Geschichte des Joe Kings, der sich vom verachteten Sohn eines Alkoholikers zum Erfolgsrancher entwickelt. Noch einmal holt Joe seine Gangster-Vergangenheit ein und er muss vor Gericht um sein Leben kämpfen, aber jetzt hat er Freunde, die ihn unterstützen. Wichtiger aber ist, dass es mit der Reservation aufwärts geht, dass eine Schulranch gegründet wird und der Chief-President des Stammesrats mit dem dem Trinken aufhört. Und bei diesem Kampf hat Joe einen wahrhaftig schlimmen Gegner gegen sich: die Bürokratie! Die Sprache ist nüchtern, die Personen sind eher oberflächlich charakterisiert, deshalb sticht das Einfühlungsvermögen der Autorin im ersten Teil so besonders positiv heraus. Eine längere Passage (die Eröffnung eines Schwimmbads) schildert sie sehr ironisch und damit sehr rasant. Insgesamt  also ein wirklich guter Roman. Einen dicken Wermutstropfen gibt es aber noch - ohne geht es ja nie. Die Art, wie Joe mit seiner Frau umgeht, ist aus heutiger Sicht schwer erträglich. Und manchmal würde es schon helfen, einfach mal miteinander zu reden.

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