Liv Marit Weberg Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

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Inhaltsangabe zu „Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich“ von Liv Marit Weberg

EIN FEEL-GOOD ROMAN ZUM LESEN UND LIEBEN!

Anne Lise ist superschüchtern, völlig planlos – und Hals über Kopf verliebt!

Was macht man, wenn man zum ersten Mal alleine wohnt, aber viel zu schüchtern ist, um mit der neuen Freiheit etwas anzufangen? Anne Lise versteckt sich erfolgreich in ihrem Schneckenhaus und lässt nicht einmal ihren Freund Tore so richtig an sich heran. Bis Tore genug davon hat und sie völlig entnervt verlässt. Bis sie ihren Studienplatz verliert. Und bis ihre Eltern ihr den Unterhalt streichen. Aber so ohne weiteres gibt Anne Lise nicht auf! Kurzerhand nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und sucht sich einen Job. Und dabei wird Anne Lise bemerkt und gegen ihren Willen kennengelernt. Zum Glück!

So schlau wie ›Juno‹ und so cool wie Lena Dunham!

Abgebrochen! Kam leider gar nicht mit dem Schreibstil und der Protagonistin klar...

— Julie209

Eine etwas eigentümliche Geschichte

— thora01

Sollte wohl philosophisch angehaucht daher kommen - ging meines Erachtens total in die Hose.

— Kartoffelschaf

Man muss sich auf das Buch einlassen. Man darf es halt nicht zu ernst nehmen und ich hab viel über das Buch gelacht. Ich fand es lustig.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Kein FEEL-GOOD-Roman, aber ein ganz besonderes Buch.

— Lesemomente

Man muss sich auf Liv Marit Webergs Debüt einlassen können, um wirklich seinen Feel-Good-Roman zu bekommen.

— -Favola-

Dieses Buch ist seltsam, anders, sehr spitz, aber irgendwie auch gut.

— AnnaBerlin

Keine Ahnung, was das Buch überhaupt aussagen soll. Anna - Lisa ist eher autistisch als schüchtern. Ich empfand sie als unsympathisch. Sorry

— MelE

Mir fallen einige Adjektive zu diesem Buch ein ... schräg, merkwürdig, sonderbar - aber dabei ist es doch ziemlich unterhaltsam ;)

— Daniliesing

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  • Keine Anleitung zum Schüchternsein

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Girdie

    27. January 2016 um 21:28

    In ihrem Debütroman „Zum Glück bemerkt mich niemand … dachte ich“ verarbeitet Liv Marit Weberg das eher selten aufgegriffene Thema Schüchternheit. Sie bringt ihre eigenen Erfahrungen dabei ein und arbeitet vorwiegend mit dem Stilmittel der Hyberbel. Bereits der Titel des Buchs spiegelt sich darin wieder und er wirkt gleichzeitig so sarkastisch wie große Teile der Erzählung gemeint sind. Das Cover deutet an, dass das Buch sich vorwiegend an junge Mädchen richtet, aber die Geschichte ist auch interessant für junge und junggebliebene Erwachsene. Die zartgeblümte Wand als Hintergrund des Titels passt zum Mauerblümchen das davor steht und sich hinter einem großen Windrad verbirgt. Genauso ist die Protagonistin Anne Lise, die sich gelegentlich auch schon mal auf ihre ungewöhnliche Art auf den Boden legt um sich den Blicken anderer Personen zu entziehen – wie sie selber glaubt. Anne Lise hat sich nach ihrem Schulabschluss dazu entschlossen, Entwicklungspolitik zu studieren. Ihre geschiedenen Eltern helfen ihr dabei, ihre wenigen Besitztümer in einer winzigen Wohnung in der Nähe der Hochschule von Oslo unterzubringen. Doch am ersten Tag ihres Studiums verirrt sie sich auf dem Gelände und trifft erst verspätet auf ihre Erstsemestergruppe. Statt sich vorzustellen, flüchtet Anne Lise. Dabei läuft sie mittenrein in Tore. Daraus entsteht der Beginn der ersten Beziehung in Anne Lises Leben. Tore, ebenfalls Student, hat nach ihren aus der Schüchternheit geborenen teils seltsam anmutenden Regeln zu spielen und es ist klar, dass das nicht gut gehen kann. Statt zu studieren, igelt sie sich ein. Und plötzlich ist Anne Lise ohne Studium, ohne Freund im weit von zu Hause entfernten Oslo und auch das Geld wird knapp. Sie erkennt, dass es Zeit wird zu handeln und sich mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen. Aber dazu muss sie ihre vielgeliebte kleine Wohnung verlassen. Der Leser begleitet Anne Lise auf ihrem Weg des Erwachsenwerdens jenseits vom gewohnten Schülerdasein und raus aus dem geborgenen Heim. Sie liest sehr gern und viel und all ihr Wissen über das, was man als Student zu erwarten hat und wie man sich verhalten sollte, weiß sie aus Büchern. Denn ihr Leben in Gesellschaft war bisher geprägt man sehr wenigen Freundschaften und ihr Umgang mit Gleichaltrigen ist holprig und ungeübt. Doch hier zeigt sich, wie die Autorin in übersteigerter Form schildert, dass theoretisches Wissen als Sozialkompetenz nicht ausreicht. Das wahre Leben hält sich nicht an Richtlinien. In jeder Situation, die nicht nach Anne Lises Vorstellungen abläuft, gerät sie aus der Fassung und beginnt mit irgendwelchen schon oft angewendeten Überbrückungstaktiken wie beispielsweise Themenwechsel. Auch über Freundschaft und Liebe und wie man sich beim Verliebt sein verhält hat sie gelesen. Ihr erster Auftritt auf diesem Parkett ist nicht überzeugend und zeigt auf, dass man sich verlieben nicht durch theoretischen Wissen erlernen kann. Das Handeln von Anne Lise ist erfrischend anders, absolut lustig und oft zu schräg um real zu sein. Obwohl den Eltern Anne Lises Schüchternheit und der Umgang damit durchaus bekannt sein sollte, lassen sie sich auf Nachfragen bemerkenswert schnell von ihr telefonisch beschwichtigen. Die räumliche Entfernung kommt Anne Lises sehr entgegen, damit sie so leben kann wie von ihr gewünscht. Doch irgendwann platzt ihre Seifenblase. Doch auch hier lässt Liv Marit Weberg ihre Protagonistin in abwegige Situationen laufen und auf Personen treffen, die zwar Anne Lises Problem erkennen, dieses aber falsch einordnen. Diese verhält sich zunehmend leider immer naiver. Die Erzählung ist geprägt von kurzen Kapiteln und Überschriften die in den Text übergehen. Anne Lise erzählt in der Ich-Form und nur so kann der Leser an ihren Gedanken an die gelernten, vermeintlich richtigen Verhaltensweisen und Gefühlswirrungen teilhaben. Obwohl das Buch sicher eine übertriebene Wirklichkeit darstellt, habe ich mich köstlich amüsiert. Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich darauf die Fortsetzung bald in den Händen zu halten.

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  • Verstecken mal anders

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    thora01

    14. October 2015 um 22:25

    Inhalt/Klappentext: IN FEEL-GOOD ROMAN ZUM LESEN UND LIEBEN! Anne Lise ist superschüchtern, völlig planlos – und Hals über Kopf verliebt! Was macht man, wenn man zum ersten Mal alleine wohnt, aber viel zu schüchtern ist, um mit der neuen Freiheit etwas anzufangen? Anne Lise versteckt sich erfolgreich in ihrem Schneckenhaus und lässt nicht einmal ihren Freund Tore so richtig an sich heran. Bis Tore genug davon hat und sie völlig entnervt verlässt. Bis sie ihren Studienplatz verliert. Und bis ihre Eltern ihr den Unterhalt streichen. Aber so ohne weiteres gibt Anne Lise nicht auf! Kurzerhand nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand und sucht sich einen Job. Und dabei wird Anne Lise bemerkt und gegen ihren Willen kennengelernt. Zum Glück! Das Buch ist ganz interessant. Der Aufbau der Geschichte ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sehr leichtgängig ist der Schreibstil dieser Lektüre. Ich bin nur durch die Kapitel geflogen. Die Protagonisten konnte ich nicht sehr gut erfassen. Die Charaktere waren mir einfach schon teilweise zu extrem. Sehr gut hat mir dennoch die Thematik Schüchternheit und Rückzug bzw. jemanden an sich heranlassen gefallen. Teilweise musste ich über die Verschrobenheit von Anne Lise schmunzeln. Der Abschluss gefällt mir sehr gut. Wie Anne Lise doch noch ihren Weg in die Zukunft findet.

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  • Völlig daneben

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Kartoffelschaf

    "EIN FEEL-GOOD ROMAN ZUM LESEN UND LIEBEN!" Äh - wie jetzt? Zum lesen ja gut ... dafür sind Bücher meistens da ja, damit gehe ich noch konform. Aber zum lieben? Niemals! Für mich war das alles eine einzige Katastrophe. Der Schreibstil ging noch - an die Schachtelsätze gewöhnte man sich dann irgendwann - aber die Story? Dünn wie Zahnseide und völlig sinnbefreit. Dabei ist mir durchaus klar, dass die Autorin hier ein dezent philosophisch angehauchtes Werk "erschaffen" wollte. Das ging nur leider völlig in die Hose. Die Philosophie blieb irgendwann auf der Strecke - völlig platt getreten von zu viel nicht vorhandenem Inhalt... Die Protagonistin ist weder witzig, noch intelligent oder geistreich sondern vielmehr einfach nur blöd. So richtig - aber hallo! Da wird sich erstmal durchs Leben schmarotzt, weil man keinen Bock aufs Studium hat, als Mami und Papi - obwohl grenzenlos reich - nichts springen lassen wollen muss man sich dann notgedrungen einen Job suchen. Um Gottes Willen! Irgendwie landet man dann in einer ominösen Raststätte - eine ohne Kunden und mit einem Chef, der im Keller hockt und eine dubiose Zeitschrift "verlegt" - und entwirft völlig geistlos eine Speisekarte mit 2 Gerichten. Jobbeschreibung gelesen - Job erfüllt! Ich habe mich bis zum Schluss gefragt, was die Autorin mit mit diesem abstrusen Geschreibsel eigentlich sagen will? Die pseudo-geistreichen Einwürfe wie "Der Ball des Lebens rollt meist abwärts." haben das Ganze nur umso lächerlicher wirken lassen. Einfach eine völlige Zeitverschwendung - einzig das Cover ist schön (umso enttäuschender der Inhalt) und ja ... jedes Buch hat seine guten Seiten nicht? Hier ist es eben die letzte... Keine Leseempfehlung - niemals!

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    • 2

    wandablue

    19. July 2015 um 09:57
  • Ein etwas anderes Porträt einer Außenseiterin

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. July 2015 um 11:51

    Die äußerst schüchterne Anne Lise geht ziemlich planlos durch ihr Leben. Als sie zum Studienbeginn erstmals eine eigene Wohnung bezieht und auch noch einen Freund findet, ist das eine riesige Umstellung für sie. Sie zieht sich immer mehr in ihre eigene Welt zurück. Als sie ihren Freund vor den Kopf stößt, ihren Studienplatz verliert und zu guter Letzt auch noch die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern ausgesetzt wird, steht sie plötzlich vor der Frage "Wie geht's weiter für mich?" So ist sie gezwungen zu handeln, was ihr nicht leicht fällt... "Zum Glück bemerkt mich niemand" ist ein ungewöhnliches, um nicht zu sagen ein wenig seltsames Buch. Anne Lise, die schwierige Hauptperson, macht sich durch ihre Trägheit und ihr unentschlossenes Verhalten das Leben selbst schwer. Sie brüskiert ihre Mitmenschen, nur um in ihrem Trott weitermachen zu können. Manchmal ist es mir beim Lesen ziemlich schwergefallen, Verständnis für die Anne Lise aufzubringen. Gerade das macht das Buch jedoch für mich so lesenswert, denn die Autorin schafft es hervorragend die Charakterzüge und Antriebslosigkeit der Protagonistin darzustellen. Dazu trägt sicher auch bei, dass die Geschichte in der Ich- Erzählform aus der Sicht von Lise geschrieben ist. Die Erzählung plätschert so dahin, dass ich mein Lesen oftmals dachte: "Mensch Mädel, tu doch was!" Interessant finde ich auch die einzelnen Kapitelüberschriften, die eine kleine Zusammenfassung des folgenden Inhalts wiedergegeben haben. Das hat mir gut gefallen. Insgesamt ist der Autorin ein wirklich gutes Porträt einer Außenseiterin gelungen, das ich gerne gelesen habe. Fazit: Ein etwas anderes Porträt einer Außenseiterin - interessant zu lesen.

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  • Muss man nicht gelesen haben...

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Biest

    01. July 2015 um 09:54

    „Oft würde man am liebsten in einem schwarzen Loch versinken. Leider geht das in der Praxis meistens nicht.“ Zum Inhalt/Klappentext: Gerade ist Anna Lise in ihre erste eigene Wohnung gezogen – Großstadt! Jungs! Yay! -, doch das wilde Partyleben lässt auf sich warten. Denn Anne Lise ist schüchtern. So DERARTIG schüchtern, dass es kaum auszuhalten ist. Vor allem ihr Freund Tore hält das keinen Tag länger aus… und geht. Und als ihre Eltern ihr dann auch noch den Unterhalt streichen, wird Anne Lise überraschend klar: Vielleicht kann man sein Leben doch nicht unsichtbar verbringen? Meine Meinung: Lustig, intelligent und ironisch – der Riesenerfolg aus Norwegen!, dass steht auf der Rückseite des Buches. Ich mag Bücher, die lustig, intelligent und ironisch sind, dieses war aber leider nichts von alledem. Auch habe ich aus den skandinavischen Ländern noch nie so ein seltsames, wenn nicht sogar schlechtes Buch gelesen. Denn eigentlich gefallen mir die Bücher von dort immer sehr gut, sie haben so einen gewissen Touch, der sich nicht in Worte fassen lässt. Dieser Touch war genau das, was ich in an diesem Buch vermisst habe. Die Protagonistin wirkte von Anfang an befremdlich auf mich. Ihr Verhalten war seltsam, anders und gar nicht komisch oder lustig. Am liebsten hätte ich ihr einen Therapieplatz besorgt. Sie ist nicht einfach nur schüchtern, sie ist regelrecht verklemmt und scheint ernsthafte Probleme zu haben. Überwiegend hält sie sich in ihrer Wohnung auf und starrt aus dem Fenster. Mit 19 sollte sie eigentlich ihr Studium beginnen, stattdessen flüchtet sie bereits am ersten Tag, ohne jemals wirklich dagewesen zu sein und rechnet sich aus, wie lange sie mit dem Geld der Darlehenskasse über die Runden kommt ohne etwas dafür tun zu müssen. Zu ihren Eltern, die getrennt leben, hat sie auch keinen besonderen Bezug. Sie belügt sie und erhofft sich so, auch dort noch ein wenig Geld abzuzwacken. Dazu kommt noch ihre Beziehungsunfähigkeit. Mit ihr bin ich nicht warm geworden. Sie war mir total unsympathisch und ihre Gedanken wirr und einfach nicht nachvollziehbar. Die teilweise doch sehr primitive Ausdrucksweise ging mir auch etwas gegen den Strich. Der Schreibstil war auch nicht wirklich berauschend. Mit seinen 222 Seiten war dieses Buch gerade noch so erträglich und Gott sei Dank auch schnell zu Ende. Zu einem großen Teil besteht dieses Büchlein aus wörtlicher Rede (und das, obwohl sie ja gar nicht mal so gerne Konversation betreibt), die auch zu wünschen übrig lässt, sehr einsilbig und langweilig. Das Cover, welches ich wirklich sehr ansprechend finde und der Klappentext, der mehr verspricht als er halten kann, haben mich zum Kauf bewegt. Doch leider war dieses Buch ein Reinfall. Man muss es nicht gelesen haben. Fazit: Keine Leseempfehlung von mit. Langatmig, langweilig und befremdlich.

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  • Lebensunfähige 19-Jährige schlägt sich durch den Alltag

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. June 2015 um 17:21

    Die schüchterne Anne Lise ist gerade in eine eigene Wohnung gezogen - sie selbst bezeichnet sie liebevoll als Schuhschachtel - und muss von nun an alleine in der Großstadt Oslo zurechtkommen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man vollkommen planlos ist, gleich am ersten Tag den Studienplatz verliert und sich Freund Tore nach vier Monaten trennt, weil Anne Lise niemanden an sich heranlässt. Zunächst genießt sie die Freiheit, keinen Pflichten nachgehen zu müssen, doch irgendwann wird das Geld zum Leben knapp und so muss Anne Lise sich überwinden, um nach einem Job zu suchen. Dort wird sie mit der ganzen Welt und besonders mit anderen Menschen konfrontiert, was für die schüchterne Anne Lise der reinste Albtraum ist. "Zum Glück bemerkt mich niemand... dachte ich" bekommt von mir zwei Sterne. Man kommt schnell in die Geschichte von Anne Lise hinein und zu Beginn konnte ich ihre Schüchternheit auch nachvollziehen, denn ganz alleine in einer neuen, großen Stadt hätte ich auch wackelige Beine. Doch Anne Lise ist nicht nur superschüchtern, sondern obendrein noch vollkommen planlos. Mehr als einmal habe ich mir gedacht, das Mädchen ist 19 Jahre alt, total realitätsfremd und komplett lebensunfähig!? Sie scheint doch tatsächlich zu denken, sich auf die faule Haut legen zu können, während ihre Eltern ihr alles finanzieren. Anne Lises gesamtes Benehmen und Auftreten fand ich ziemlich merkwürdig und oftmals ziemlich unrealistisch. Da steht sie beispielsweise an ihrem Arbeitsplatz in der Raststätte und reagiert ganz perplex, als ein Kunde sie nach der Speisekarte fragt, anstatt sich vorher mal Gedanken darüber zu machen, dass man dort vielleicht etwas verkaufen sollte. Genauso komisch ist ihre Beziehung zu Brille. Erst motzt sie ihn die ganze Zeit an, dann besucht sie ihn einmal und wacht am nächsten Morgen neben ihm im Bett auf und kann sich eigenartigerweise an nichts mehr erinnern, obwohl sie keinen Alkohol oder Sonstiges zu sich genommen hat. Über diesen Vorfall wird nicht einmal mehr geredet, als wäre nichts passiert! Naja, das Buch war wirklich nicht so mein Fall, auch wenn es ein Riesenerfolg in Norwegen war und dort als lustig, ironisch und intelligent beschrieben wurde. Lustig? Ja, vielleicht an manchen Stellen. Ironisch? Schon eher. Aber Intelligent? Mit Sicherheit nicht! Insgesamt war es für mich eher eine Enttäuschung als gute Unterhaltung und deshalb würde ich es auch nicht weiterempfehlen.

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  • Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    pelia

    21. April 2015 um 08:43

    Erster Satz: "Die meisten von uns haben ja irgendwann die Schule hinter sich." Meine Meinung zum Cover: Mir gefällt das Cover sehr gut, es wirkt verspielt und die Pastellfarben wirken sommerlich. Ein wirklich schönes Cover das einen magisch anzieht. Meine Meinung zum Buch: Angepriesen wird der Roman als ein "FEEL-GOOD ROMAN ZUM LESEN UND LIEBEN!" Ich wurde beim Lesen allerdings auf eine harte Probe gestellt, denn ich hatte so meine Probleme mit Anne Lise. Obwohl sie sehr schüchtern ist und versucht nicht aufzufallen, hat sie eine Art und Weise an sich, bei der man nur mit dem Kopf schütteln kann. Oft kam bei mir die Frage auf, was stimmt nicht mit ihr? Ich konnte ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen und dachte das ein oder andere mal an eine Depression oder Persönlichkeitsstörung. Trotzdem ist Anne Lise eine sehr kluge junge Frau die weiß, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Auch der Schreibstil und die Aufmachung waren ganz anders als erwartet. Kurze Aussagekräftige Kapitel die zum weiterlesen animieren und mit einem sehr speziellen Schreibstil versehen ist, der wunderbar zur Story passt. Ein Buch das zwar in einem Rutsch zu lesen ist, einen aber so schnell nicht mehr loslässt, denn auch nach dem Lesen habe ich oft über dieses Buch nachgedacht. Fazit: Mit "Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich" liefert die Autorin Liv Marit Weberg einen sehr speziellen Roman der auf seine merkwürdige Art trotzdem gut ist und zum Nachdenken anregt.

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  • Nett für Zwischendurch

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Leseeule96

    15. April 2015 um 23:39

    Anne Lise ist 19 und wohnt in ihrer ersten eigenen Wohnung. Sie studiert in Oslo, merkt aber schon nach kurzer Zeit, dass das Studium absolut nichts für sie ist, also geht sie nicht mehr hin und lebt nur noch in den Tag hinein. Dabei versucht sie menschliche Kontakte soviel wie möglich zu vermeiden. Nur blöd, dass ihr irgendwann das Studentengeld gestrichen wird und ihre Mutter sie auch nicht mehr länger durchfüttern will. Ein Job muss her. Aber für so ein schüchternes Mädchen wie Anne Lise ist es gar nicht so einfach, den passenden Job zu finden. Dieses Buch ist mir direkt durch das hübsche Cover aufgefallen, außerdem fand ich es toll, dass es so dünn ist, denn grade wenn man eine Leseflaute oder viel um die Ohren hat, freut man sich sehr über eine kurze Geschichte zwischendurch und genau diese bekam ich mit dem Roman auch. Wer allerdings ein Buch mit sehr viel Tiefe sucht, ist hier falsch. Wir sind direkt mitten drin und die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive, aus Anne Lises Sicht beschrieben. Die Kapitel gehen meist nur eine Seite lang, teilweise sogar weniger, aber trotzdem geht das Geschehen direkt im nächsten Kapitel weiter. Diese Schreibweise war bisher neu, doch fand ich sie sehr interessant und da das Buch eh so dünn war, habe ich es in einem Rutsch ausgelesen. Auf die Charaktere wird nicht groß eingegangen, lediglich Anne Lise lernen wir näher kennen, da wir an ihren Gedanken teilhaben. Teilweise ist sie mir leider sehr unsympathisch gewesen und ihre Schüchternheit war auch viel zu übertrieben, daher konnte ich vieles nicht nachvollziehen, obwohl ich durchaus auch ein schüchterner Mensch gewesen bin und vielleicht sogar manchmal noch bin. Trotzdem hat mir der Humor der Autorin gefallen und die Geschichte konnte mich durchaus zwei, drei Stunden gut unterhalten.

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  • einfach nur lustig

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. April 2015 um 20:44

    Die Geschichte handelt von der 18-Jährigen Anne Lise, die nach Oslo geht um zu Studieren. Gleich am ersten Tag verspätet sie sich auf der Uni und deswegen beschließt sie, sie kann dort nicht mehr hin gehen, da sie meint den Anschluss zu verloren haben. Die Autorin erzählt von Anne Lises Alltag und dem Weg zum Erwachsenwerden auf sehr ironischer Art und Weise. Zuerst zum Cover: Es gefällt mir gar nicht. Das Rosa, die kleinen Blumen und die Frau mit dem Windrad, was soll dieses Cover überhaupt aussagen? Einfach schrecklich. Deshalb wollte ich das Buch zuerst gar nicht lesen und ich hab mich auch nicht wirklich für den Inhalt interessiert. Die Bewertung hier und auch bei Amazon sind nicht so gut und normalerweise kauf ich mir kein Buch, das unter 4 Sternen bewertet wurde. Wieso hab ich es dann gekauft und gelesen? Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und die Leseprobe hat mich überzeugt. Ich wurde von dem Buch Gott sei Dank nicht enttäuscht. Man darf als Leser die Geschichte und die Protagonistin einfach nicht ernst nehmen. Die Autorin wollte übertreiben und provozieren und ich finde es ist ihr richtig gut gelungen. Ich fand es stellenweise so lustig und so gut. Klar Geschmäcker sind verschieden und manche finden Anne Lise traurig, einsam und verrückt (gestört) und können nichts mit ihr und der Geschichte anfangen. Ich hab jedoch die paar Stunden, in dem ich dieses kleine Buch gelesen hab, genossen. Es war lustig mal keine "normale" Protagonisten zu haben. Anne Lise ist einfach anders, sehr anders. Sie mag halt keine Menschen und legt sich gern auf den Boden um nicht gesehen zu werden. Haha (; Zusammengefasst: Ein Buch, das nicht für jeden etwas ist. Ich kann es jedoch weiterempfehlen, da es mal was ganz anderes ist. Außerdem würde ich auch sagen, dass dieses Buch nicht wirklich ein Jugendbuch ist. Es ist einfach spezielle und es kommt darauf an, wie man die Geschichte betrachtet.

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  • 3,5 Sterne für ein ungewöhnliches Buch!

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Lesemomente

    07. April 2015 um 09:28

    Merkwürdig! Dieses Buch ist definitiv merkwürdig! Ob das gut oder schlecht ist, kann ich gar nicht so genau sagen. Anne Lise zieht zum Studieren nach Oslo; zwar nur in eine winzig kleine Wohnung, doch das ist ihr erstmal egal, denn sie hat große Pläne. “Mein Plan für die nächsten drei Jahre steht. Wichtige Jahre sollen es werden. Jahre, in denen ich lache und weine, mir eine Existenz aufbaue, allein oder mit jemandem zusammen (das wird die Zeit zeigen, denke ich).” (S. 8) Doch gleich am ersten Unitag, an dem sie ihre Kommilitonen kennenlernen soll, kommt sie zu spät – und traut sich dann gar nicht mehr, zu den anderen zu gehen. Und so verbringt sie, abgesehen von einer kurzen Beziehung mit Tore, ihre Zeit alleine in ihrer Wohnung. “Ich fühle mich in meiner Schuhschachtel mit der Zeit immer mehr zuhause. Sie ist zwar in keinerlei Hinsicht komfortabel, aber zweckmäßig. Ein Aufenthaltsraum, ein Schutzraum. Ähnlich einem Luftschutzbunker.” (S. 73) Irgendwann muss sie feststellen: Sie ist komplett alleine, sie hat noch nie eine Vorlesung besucht und das Geld geht ihr auch aus. Es muss sich etwas ändern. Die Geschichte von Anne Lise wird genauso erzählt, wie ich mir das junge Mädchen auch vorgestellt habe: Die Kapitel sind ziemlich kurz und eher emotionslos. Es passiert nicht viel. Oft hatte ich das Bedürfnis, Anne Lise (wahlweise auch das Buch) zu schütteln, um mal ein bisschen Schwung in ihr Leben zu bringen, doch die Geschichte plätschert so dahin – antriebslos und fremdgesteuert. “Zum Glück bemerkt mich niemand … dachte ich” erzählt auf sehr realistische Art und Weise, wie es ist, ein Leben als kontaktscheuer und antriebsloser Mensch zu leben. Die Erzählstimme passt unheimlich gut zur Geschichte, reizt die Geduld des Lesers aber auch sehr aus. Und so ist dieses Buch gleichzeitig gut, aber auch sehr anstrengend. Und vor allem merkwürdig! Aber auf eine gute Art! Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen!

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  • Hohe Erwartungen wurden leider nicht erfüllt

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    MelE

    10. March 2015 um 06:27

    "Zum Glück bemerkt mich niemand"  fiel mir zuallererst durch das wirklich schöne Cover auf. Der Klappentext versprach auch einiges, daher freute ich mich darüber, dass ich mir das Buch ertauschen konnte. Leider wurde ich mit Anna - Lisa und ihrer Persönlichkeit nicht warm. Ich empfand sie als äußerst skurril in ihrem Verhalten und leider konnte ich auch keine Entwicklung an ihr ausmachen, die darauf hätte hinweisen können, dass Anna - Lisa sich verändert. Das Glücksgefühl, welches sich beim Lesen hätte einstellen können, blieb bei mir komplett aus.  Natürlich gibt es immer wieder Situationen im Leben, in denen man sich verstecken möchte, aber Anna - Lisa übertreibt eindeutig. Sie verhält sich regelrecht  menschenscheu und die Aussage "behindert" empfand ich zwar als beleidigend, aber in manchen Situationen, in denen wir Anna - Lisa begleiten, kam mir selbst der Gedanken, auch wenn es abwertend ist und ich mich fast schon dafür schäme. Menschen, die sich anders verhalten, als ich es tun würde, sind ja nicht gleich "behindert", sondern einfach anders. Bei Anna - Lisa kam mir eher der Gedanke an Autismus auf, denn Nähe zu Menschen sind ihr suspekt und das was als schüchtern genannt wird, nimmt mir wirklich schon zu große Ausmaße an. Ehrlich gesagt habe ich auch kaum Verständnis für die Eltern von Anna - Lisa, die ihr Kind doch kennen müssten. Wie können sie sie also komplett auf sich allein gestellt in einer eigenen Wohnung leben lassen, in der sie fast verhungert, da es sie beängstigt, einzukaufen?  "Zum Glück bemerkt mich niemand" war nett zu lesen, aber leider eben nichts Besonderes oder Außergewöhnliches. Eine ungewöhnliche Protagonistin, für die mir jegliches Verständnis fehlt, geben nicht immer den erwarteten Feinschliff, sondern hinterlässt seine Leser und Leserinnen mitunter auch mit einem Kopfschütteln vor Unverständnis.

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  • eine ungeschliffene Perle, aber erst auf den zweiten Blick

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    -Favola-

    09. March 2015 um 23:25

    Hier stellt sich wieder einmal die Frage, mit welchen Erwartungen man an ein Buch herangeht. Der Verlag preist "Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich" als EINEN FEEL-GOOD ROMAN ZUM LESEN UND LIEBEN an. Das hübsche, in Pastelltönen gehaltene Cover verspricht das gleiche .... nach der Lektüre passt alles dann trotzdem ... auf den zweiten Blick.  Anne Lise erzählt uns im Präsens, wie sie nach Oslo in eine winzige Wohnung zieht, um dort Entwicklungspolitik zu studieren. Sie ist wahnsinnig schüchtern und introvertiert und als sie mit etwas Verspätung bei der ersten Schulveranstaltung ankommt, traut sie sich nicht einmal sich dazuzugesellen und hat schon Angst, dass nun der Zug in Sache Freunde abgefahren sei. Doch das ist erst der Anfang. In einigen Szenen handelt Anne Lise derart weltfremd, dass mir der Mund offen stehen blieb, oder aber sie handelt gar nicht mehr, sondern verschanzt sich in ihrer 'Schuhschachtel' bis ihr Nudeln und Haferflocken ausgehen. Auch ihr Umgang mit ihren Eltern oder Gleichaltrigen ist oft regelrecht grotesk, dass ich mich mehrfach fragen musste, was mit Anne Lise nicht stimmt, denn das geht weit über eine normale Schüchternheit hinaus. Man bekommt das Gefühl, dass sie ihr Leben so gar nicht auf die Reihe bekommt, keinen eigenen Antrieb hat, alleine nicht überlebensfähig ist. Doch zum Glück gibt es dann doch noch jemanden, der sie bemerkt .... So kann man sich denken, dass Anne Lise keine einfache Protagonistin ist. Oft wollte ich sie wach rütteln, sie anschupsen, damit sie in die Gänge kommt und ihren Lebensball ins Rollen bringt. Und obwohl ich ihr gegenüber sehr zwiegespalten war, entlässt sie uns am Ende mit einem guten Gefühl und Hoffnung. "Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich" ist in viele, manchmal sehr kurze Kapitel gegliedert. Wie die Protagonistin und die Geschichte ist auch der Schreibstil sehr speziell und gibt uns ein passendes Gesamtbild. Anne Lise erzählt manchmal etwas kindlich naiv, manchmal in abgehakten Sätzen, aber sehr oft mit einem äusserst trockenen Humor, der nicht immer gleich an der Oberfläche zu finden ist. Und so muss man sich auf Liv Marit Webergs Debüt einlassen können, um seinen Feel-Good-Roman zu bekommen. Fazit: An "Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich" ist wohl alles besonders: die Protagonistin, der Schreibstil, aber auch die Handlung. Und so braucht es etwas Geduld und die Bereitschaft, Anne Lise eine zweite Chance zu geben, um dann eine tiefgründig, unkonventionelle Geschichte zu bekommen. Liv Marit Webergs Debüt ist alles andere als Mainstream - eine ungeschliffene Perle, die man erst einmal bemerken muss.

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  • Leider nicht wie erwartet

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Buchfee81

    Anne Lise hat ihre Schule abgeschlossen und zieht nun ins lebendige Oslo. Endlich frei, keine fürsorglichen Eltern mehr und eine eigene Wohnung. Doch Anne Lise muss schnell feststellen, dass ihr neues Zuhause einer Schuhschachtel gleicht und sie nicht in der Lage ist, ihren Studienplatz anzutreten. Hals über Kopf geht sie eine Beziehung mit Tore ein, doch schon nach einigen Monaten, zerbricht diese an Anne Lise's nicht vorhandenem Sozialleben und ihrer Unfähigkeit zur Empathie. Das wunderschöne Cover und der Klappentext machten mich sehr neugierig , doch leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich begeistern. Der abgehakte Schreibstil und die allzu kurzen Kapitel ließen keinen angenehmen Lesefluss zu trübten das Lesevergnügen. Mit Anne Lise wurde ich gar nicht warm. In meinen Augen ist sie keinesfalls nur schüchtern , sondern hat ernsthafte Probleme, was ihr Sozialverhalten angeht. Wenn jemand mit 19 Jahren sein Studium nicht beginnen kann, weil die Angst mit anderen Menschen interagieren zu müssen ihn davonlaufen lässt, und stattdessen lieber tagelang in einem Sessel sitzt und aus dem Fenster starrt, grenzt das wirklich schon an Agoraphobie. Ich konnte leider weder Ironie noch Wortwitz in dieser Geschichte entdecken und das angekündigte Feelgood -Gefühl blieb aus. Selten hat mich ein Buch derart unzufrieden und mit regelrechter Antipathie für die Protagonistin zurückgelassen. Vielleicht bin ich mit zu hohen oder falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Fazit Ich rate jedem, sich ein eigenes Bild von Anne Lise und ihrer Geschichte zu machen. Ganz ohne Erwartungen ;-)

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    • 2
  • Merwürdiges kleines Büchlein mit überzeugender Sprache!

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Buchrebellin

    Ich bin mir nun nach einigen Stunden immer noch nicht darüber im Klaren, was ich von diesem Buch halten soll. Das kleine schmale Bändchen, das zudem noch aus vielen kurzen Kapiteln besteht, dessen Seiten auch nicht immer ganz beschrieben sind, liest sich flott in 1-2 Mittagspausen. Für mich hat es aber nicht viel mit dem Klappentext zu tun. Anne Lise empfand ich ehrlich gesagt als überhaupt nicht schüchtern. Wenn sie denn redet und mit anderen Leuten kommuniziert, dann sagt sie eigentlich das, was ihr in den Sinn kommt und macht sich auch wenig daraus, dass sie die Leute mit ihrer Eigentümlichkeit verwirrt. Sie ist zwar nicht gern mit anderen Menschen zusammen, aber für mich stellt sich das nicht als Folge von Schüchternheit dar. Anne Lise mag einfach keine anderen Menschen. Sie ist gerne für sich und würde wahrscheinlich niemals aus ihrer Komfortzone heraus treten, wenn das Leben sie nicht dazu zwingen würde. So wirklich sympathisch war die Protagonistin mir nicht. Sie ist mehr als nur ein bisschen seltsam und auch das Verhalten ihrer Eltern ist merkwürdig. Haben sie die ganzen Jahre über nicht bemerkt, dass ihr Kind eine schwere soziologische Störung hat? Ich meine, ich spreche hier nicht von ein bisschen erröten oder rumstottern, sondern von einer jungen Frau, die sich von Nudeln und Haferflocken ernährt, um tagelang ihre winzige Pappschachtelwohnung nicht verlassen zu müssen. Natürlich sind Anne Lises Gedankengänge manchmal schon ziemlich witzig. Meistens sind sie allerdings nur schräg und seltsam und ich habe sie des öfteren schütteln wollen, um ihr zu sagen, sie soll diese abstrusen Gedanken abschütteln. Ich meine, sie muss ja nicht zum Partygirl mutieren. Sie kann ja durchaus der eigenbrödlerische Typ bleiben, der lieber mit sich alleine ist. Von dieser Sorte Mensch gibt es auch in der heutigen Zeit genügend. Aber Anne Lise ist so viel mehr. Sie ist gefangen in einer Welt voller abstruser Ideen und Einfälle und ich habe sie einfach nicht verstanden. Tatsächlich kann ich sogar nachvollziehen, dass die ein oder andere Nebenfigur sie für zurückgeblieben hält, denn nicht gerade selten, gibt sie ganz schön bescheuerte Antworten auf normale Fragen. Es gibt Romane, in denen es die Autoren schaffen solche Außenseiter treffend darzustellen. Liv Marit Weberg treibt es mit ihrer Protagonistin jedoch auf die Spitze und tut sich damit keinen Gefallen. Die an sich nette kleine Geschichte über ein Mädchen, dass ihren Platz im Leben eigentlich gar nicht sucht, ihn dann am Ende aber doch ansatzweise findet, leidet an mangelhafter Glaubwürdigkeit. Ich befürchte mit so jemanden wie Anne Lise kann sich selbst der zurückgezogenste Leser kaum identifizieren. Dennoch hat der Roman sprachlich etwas ganz Eigenes. Webergs spröde, manchmal abgehackte Sprache, passt perfekt zur Figur und zur Handlung und hat mich dann schon beeindruckt. Auch das Cover ist wunderschön und sehr auffallend, suggeriert jedoch eine Leichtigkeit, die sich zwischen den Seiten dann nicht finden lässt.

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    • 3

    Buchrebellin

    22. February 2015 um 15:03
  • Rezension: "Zum Glück bemerkt mich niemand... dachte ich" (Liv Marit Weberg)

    Zum Glück bemerkt mich niemand ... dachte ich

    Anchesenamun

    19. February 2015 um 16:27

    Zum Inhalt Endlich geschafft! Mit dem Schulabschluss in der Tasche zieht es die 19jährige Anne Lise weg vom Elternhaus ins große, geschäftige Oslo. Erstmal ein bisschen studieren und das Großstadtleben genießen. Doch der Anschluss zu den Kommilitonen erweist sich als schwierig, denn Anne Lise hat ein Problem: Sie ist schüchtern. So schüchtern, dass sie nur ungern mit Menschen redet und den Tag am liebsten damit verbringt, von ihrer Wohnung aus die Straße zu beobachten und dabei selbst unsichtbar zu bleiben. Dann tritt Tore in ihr Leben und verliebt sich in sie. Doch Anne Lise kann Tores Erwartungen an eine Beziehung nicht erfüllen, und so steht sie nach wenigen Monaten wieder alleine da. Was ja gar nicht so schlecht ist, denn sie will ja ohnehin nur ihre Ruhe. Doch als der Studienkredit ausläuft und auch die Eltern keinerlei Ambitionen zeigen, ihre Tochter finanziell zu unterstützen, hat Anne Lise nur zwei Möglichkeiten: Weiterhin zuhause bleiben und verhungern, oder vor die Tür treten und einen Job suchen... Meine Meinung Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu rezensieren. Als ich den Klappentext las, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich erwartete eine schräg-komische Geschichte um ein schüchternes Mädchen. Aber wenn man mich jetzt nach der Lektüre fragt, was ich von der Protagonistin und der Story halte, dann muss ich erstmal spontan mit den Achseln zucken und etwas länger überlegen... Alles ist aus Anne Lises Sicht geschrieben. Die Kapitel sind extrem kurz, teilweise nur eine halbe Seite, teilweise nur wenige Sätze, meist so zwischen 1-2 Seiten. Die Protagonistin ist irgendwie anstrengend. Sie ist nicht nur einfach sehr schüchtern – das hätte ich ja noch liebenswert gefunden. Sie ist nahezu emotionslos, an anderen Menschen desinteressiert und überhaupt desillusioniert. Sie hat stellenweise autistische Züge, wenn ich auch vom Gesamtbild her nicht denke, dass sie Autistin sein könnte. Anne Lise ist einfach nur... seltsam. Ich konnte gar keinen Bezug zu ihr herstellen, sie war mir regelrecht unsympathisch. Circa bis zur Hälfte fand ich das Buch dann auch einfach nur total langweilig. Der Job in der Autobahnraststätte verspricht dann etwas mehr Action. Anne Lise ist echt skurril, und was sie so vom Stapel lässt – v. a. gegenüber Chef und Kunden –, ist stellenweise dann doch recht witzig. Dann aber wirkt es doch wieder zu befremdlich, und ihren Gedankengängen kann ich nicht im Geringsten folgen. Ich verstehe, dass man manchmal unsichtbar sein und auf alles pfeifen möchte, dass man von der Welt nichts sehen und hören möchte. Aber die Protagonistin wirkt nicht wie eine schüchterne 19-Jährige, sondern eher wie eine desillusionierte Mittdreißigerin, die keinen Bock mehr auf die Gesellschaft hat. Wieso sie so ist, bleibt ein Geheimnis. Anne Lises Überlegungen sind kindlich-naiv bis nahezu pseudo-poetisch – allerdings fand ich keinen Zugang zu ihrer Handtaschenphilosophie. Manche Sachen gehen so hoppla-di-hopp. Anne Lise trifft Tore gleich am Anfang des Buches, und nach zwei Seiten sind sie schon zusammen. Man fragt sich, wie sie das gemacht hat, wo sie weder eine Frau der großen Worte noch Taten ist. Und Tore scheint ja nun relativ normal zu sein. Was das dann letztendlich für eine Beziehung sein soll, fragt sich nicht nur er, sondern auch der Leser. Und da ist es nicht weiter verwunderlich, dass Tore nach wenigen Monaten einen verzweifelten Schlussstrich zieht. Später kommt dann Stian, der für seine Geduld und Unermüdlichkeit in punkto Anne Lise den Friedensnobelpreis erhalten sollte... Aber ich will ja nicht alles vorwegnehmen. Ich schätze, es war nicht meine Art Humor, und ich möchte diesem Buch selbigen auch nicht absprechen. Es kann sein, dass andere sich über Anne Lise totlachen können und ihre Lebensweisheiten total genial finden. Aber ich bin einfach nicht reingekommen in die Geschichte und mochte die Protagonistin überhaupt nicht. Ich war ehrlich gesagt froh, dass das Buch so flott zu lesen ist. Und so kann ich Tore leider nur beipflichten, der das Resümee zieht: „Sorry, echt. Aber aus so Leuten werd ich nicht schlau.“ Schade.

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