Liv Winterberg

 4.1 Sterne bei 334 Bewertungen
Autorin von Vom anderen Ende der Welt, Sehet die Sünder und weiteren Büchern.
Liv Winterberg

Lebenslauf von Liv Winterberg

Eine starke Stimme im historischen Genre: Liv Winterberg wurde 1971 in Berlin geboren, studierte Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Sie arbeitet für Film und Fernsehen als Drehbuchautorin und Rechercheurin. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin. Vom anderen Ende der Welt, der erste Roman von Liv Winterberg katapultierte sie kurz nach Erscheinen auf die Liste der Bestseller Autoren.

Neue Bücher

Im Schatten des Mangrovenbaums

Neu erschienen am 30.11.2018 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Liv Winterberg

Vom anderen Ende der Welt

Vom anderen Ende der Welt

 (170)
Erschienen am 01.06.2013
Sehet die Sünder

Sehet die Sünder

 (95)
Erschienen am 19.02.2016
Der Klang der Lüge

Der Klang der Lüge

 (67)
Erschienen am 31.05.2018
Elisabetta

Elisabetta

 (2)
Erschienen am 23.09.2016
Im Schatten des Mangrovenbaums

Im Schatten des Mangrovenbaums

 (0)
Erschienen am 30.11.2018
Elisabetta: Roman

Elisabetta: Roman

 (0)
Erschienen am 23.09.2016

Interview mit Liv Winterberg

Interview zwischen LovelyBooks und Liv Winterberg // Juni 2011

1) „Vom anderen Ende der Welt“ ist ihr Debütroman! Wie kam es denn von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung beim dtv-Verlag?

Schon immer fand ich den Gedanken reizvoll, selbst zu schreiben - aus diesem Grund habe ich auch Germanistik studiert, um zu erfahren, eben aus wissenschaftlicher Sicht, wie andere Autorinnen und Autoren ihre Texte verfassen. Nach dem Studium habe ich bei einer Filmproduktionsfirma gearbeitet und habe mich dort, in der Praxis sozusagen, mit der Stoffentwicklung befasst. Begleitend habe ich eine Drehbuchfortbildung gemacht, und mir noch weiteres praktisches Handwerkszeug zugelegt. Kaum war diese beendet, habe ich die Arbeit am Roman begonnen. Natürlich hatte ich mich schon eine Weile mit der Frage befasst, worüber ich gern schreiben würde und merkte, dass mich Themen interessierten, die einen realen historischen Hintergrund haben. Bei meinen Recherchen stieß ich dann zufällig auf Jeanne Baret und war sofort von ihrem Mut beeindruckt, davon, welchem Risiko sie sich für ihre Berufung ausgesetzt hat. Insgesamt hat es dann gut drei Jahre in Anspruch genommen, aus der Idee einen Roman entstehen zu lassen. Als das Manuskript fertig war, hat die Agentin es angeboten und dtv war sofort interessiert.Wenn ich dann endlich am Schreibtisch sitze, darf der Kaffee nicht fehlen. Das Schreiben an sich ist mit einer hohen Konzentration verbunden, zumindest für mich, so dass ich immer wieder kleinere Pausen einlege. Und auch hier, in diesen kleinen wunderbaren Momenten des Nichtstun, mache ich das, was die meisten in solchen Situationen gern machen: im Internet herumsurfen, telefonieren oder noch eine weitere Tasse Kaffee holen. Natürlich gibt es ergänzende Rechercheausflüge, die meine Arbeit am Schreibtisch unterbrechen und in Bibliotheken, Museen oder zu Treffen mit Experten führen, aber alles in allem ist das Schreiben eine sehr unaufgeregte Tätigkeit, was ich sehr schätze.

2) Die junge Mary Linley bereist in ihrem Buch die ganze Welt. Sind Sie an all diesen Orten selbst gewesen oder kommt Ihnen hier Ihr Beruf als Rechercheurin zugute?

Leider war es mir nicht möglich, für „Vom anderen Ende der Welt“ einmal um die Welt zu reisen, was ich aber sehr gern getan hätte. Dementsprechend habe ich für meine Recherchen alles zur Informationsbeschaffung herangezogen, was denkbar war. Da das Themenspektrum im Roman sehr breit ist, habe ich beispielsweise zu den Themen der Entdeckungsfahrten, Botanik, Heilkunde und des Schiffsbau regelrechte Bücherberge gelesen. Ich bin in Museen und den Botanischen Garten gegangen, hier in Berlin haben wir ja eine große Auswahl, habe Filme und Dokumentationen angeschaut, Reiseführer verschlungen und Zeitungen durchforstet, die das eine oder andere Thema aufgriffen. Hierbei war es mir wichtig, ergänzend Experten zu Rate zu ziehen, die mir Fragen beantworteten, zum Teil haben sie den ganzen Roman gegengelesen. Ich hatte unter anderem eine Expertin für Botanik, eine für Medizin und einen Experten für die Seefahrt im 18. Jahrhundert. Für einzelne Spezialfragen habe ich dann oft herumtelefoniert, um diese zu klären: Um beispielsweise zu erfahren, wie ein Mensch aussieht, der sich erhängt hat, habe ich einen Freund befragt, der bei der Kriminalpolizei arbeitet. Um zu erfahren, wie man eine Schulter seinerzeit eingerenkt hat, musste wiederum ein Chirurg Frage und Antwort stehen. Das, was ich jetzt hier beschreibe, ist die Spitze des Eisberges. Um es nach dieser Ausführung kurz zu fassen: Ja, ich denke, dass mir meine Erfahrungen als Rechercheurin bei der Arbeit am Roman zu gute kamen, vor allem, weil ich einfach leidenschaftlich gern in mir unbekannte Themen eintauche und so „neue Welten“ erschließe.Insgesamt glaube ich, dass ich wenig Schwierigkeiten mit kritischen Anmerkungen habe. Schon während ich den Roman geschrieben habe, begleiteten mich viele Testleser, die mir Feedback zu den unterschiedlichsten Arbeitsständen gegeben haben. Das war ein sehr ehrlicher Austausch, der den Roman, mein Schreiben und auch mein Verständnis davon, wie ich mit Kritik umgehe, erweitert bzw. weitergebracht haben.

3) Wie dürfen sich die Leser Ihren Alltag als Autorin vorstellen?

In jedem Fall sehr unspektakulär und sehr viel normaler als vielleicht so mancher annimmt, denn mein Alltag unterscheidet sich wenig von dem anderer. Das Kind will in den Kindergarten, der Einkauf muss erledigt werden und das Steuerbüro benötigt Unterlagen, die ich noch zusammensuchen muss. Wenn ich dann endlich am Schreibtisch sitze, darf der Kaffee nicht fehlen. Das Schreiben an sich ist mit einer hohen Konzentration verbunden, zumindest für mich, so dass ich immer wieder kleinere Pausen einlege. Und auch hier, in diesen kleinen wunderbaren Momenten des Nichtstun, mache ich das, was die meisten in solchen Situationen gern machen: im Internet herumsurfen, telefonieren oder noch eine weitere Tasse Kaffee holen. Natürlich gibt es ergänzende Rechercheausflüge, die meine Arbeit am Schreibtisch unterbrechen und in Bibliotheken, Museen oder zu Treffen mit Experten führen, aber alles in allem ist das Schreiben eine sehr unaufgeregte Tätigkeit, was ich sehr schätze.

5) Sie haben sich für Ihre Hauptdarstellerin das 18. Jahrhundert ausgesucht. Würden Sie mit ihr tauschen wollen oder wann und wo hätten Sie vielleicht gerne mal gelebt?

Dafür bin ich viel zu neugierig. Wenn ich die Möglichkeit hätte, vergangene Zeiten zu besuchen, würde ich gern alles sehen, auch wenn das dauern würde. Sei es die Steinzeit, ein Besuch bei den Ägyptern, ein kleine Visite im Römischen Reich oder ein Ausflug zu den Wikingern, bevor ich mich dem Frühen Mittelalter zuwenden und durch die einzelnen Epochen gehen würde, wobei ich dann hier noch die Kontinente und in Europa zumindest die einzelnen Länder bereisen müsste. Eine Präferenz hätte ich da nicht, auch nicht für das 18. Jahrhundert und leben möchte ich ohnehin in der Gegenwart.

4) Bei Portalen wie LovelyBooks wird den Lesern die Möglichkeit gegeben direkt mit den Autoren Kontakt aufzunehmen und sich auszutauschen. Dies bietet Platz für Lob, aber auch für Kritik – wie gehen Sie damit um?

Wichtig ist es, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn meiner Meinung nach gibt es zwei Möglichkeiten, Kritik zu äußern: konstruktiv und destruktiv. Eine Rezension, die gut argumentiert und erläutert, was gelungen ist und was vielleicht auch nicht, ist sehr wichtig. Hieraus kann ich Anregungen für den weiteren Schreibprozess mitnehmen. Insgesamt glaube ich, dass ich wenig Schwierigkeiten mit kritischen Anmerkungen habe. Schon während ich den Roman geschrieben habe, begleiteten mich viele Testleser, die mir Feedback zu den unterschiedlichsten Arbeitsständen gegeben haben. Das war ein sehr ehrlicher Austausch, der den Roman, mein Schreiben und auch mein Verständnis davon, wie ich mit Kritik umgehe, erweitert bzw. weitergebracht haben.

7) Gibt es schon Pläne für einen weiteren Roman?

Ja, ich sitze bereits an einem zweiten Roman, seit über einem Jahr. Es wird wieder ein Historischer Roman, und er wird im 15. Jahrhundert in der Bretagne spielen. Sehr viel mag ich dazu aber noch nicht sagen, weniger aus Geheimniskrämerei, sondern weil ich weiß, wie sehr sich ein Projekt bei aller Vorplanung doch im Arbeitsprozess noch verändern kann.

6) Was lesen Sie denn selbst gerne bzw. gibt es ein aktuelles Lieblingsbuch, das Sie den Lesern empfehlen würden?

Derzeit sitze ich an einem Krimi, auf den ich mich schon lange gefreut habe: Das neue Buch von Jussi Adler-Olsen. Mir gefallen seine ersten beiden Bücher sehr, und „Erlösung“ ist bisher, ich bin noch im vorderen Drittel, wieder arg spannend. Meiner Meinung nach braucht ein Buch die richtige Stimmung, um gelesen zu werden: Will ich jetzt Spannung, möchte ich in andere Zeiten abtauchen, will ich intellektuell angeregt werden oder ist mir nach einer romantisch unterhaltenden Lektüre. Danach entscheide ich, was ich lese und im Stapel ungelesener Bücher findet sich meist das passende Werk. Insofern lässt sich die Frage, was ich generell gern lese, schwer beantworten.

Neue Rezensionen zu Liv Winterberg

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AnjaLG87s avatar

Rezension zu "Der Klang der Lüge" von Liv Winterberg

Gut recherchierter und interessanter Historienroman mit überflüssiger Liebesgeschichte
AnjaLG87vor 5 Monaten

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. 

Es liest sich flüssig, ist spannend und mit 
seinen wechselnden Kapiteln/Handlungsorten
abwechslungsreich aufbereitet. Die historischen 
Hintergründe sind gewissenhaft recherchiert 
und im Anhang erläutert worden. Leider 
musste wohl die obligatorische Liebesgeschichte 
für die weibliche Leserschaft eingebaut werden, 
auf die ich gern verzichtet hätte, da sie mich 
zum einen nicht interessiert und zum anderen
auch recht platt und uninspiriert geschrieben
war (im Gegensatz zum viel stärkeren und 
interessanteren Rest). 

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Betsys avatar

Rezension zu "Vom anderen Ende der Welt" von Liv Winterberg

Eine junge Frau und ihre Liebe zur Wissenschaft
Betsyvor einem Jahr

Plymouth 1785: Die Sailing Queen bricht auf eine Expeditionsreise in den Pazifik unter dem berühmten Botaniker Sir Carl Belham auf. Nur zu gerne wäre auch die junge Mary Linley mit von der Partie, die von ihrem Vater, einem angesehenen Arzt und Botaniker, von klein auf gelernt hat und nur zu gerne die Welt bereisen und entdecken will, doch für eine Frau ein Ding der Unmöglichkeit. Als ihr Vater von einer seiner letzten Reisen nicht zurückkommt, übernimmt ihre Tante das Ruder und will sie so bald wie möglich verheiraten. Mary denkt daher gar nicht lange nach und fasst die Entscheidung sich als Mann für die Expedition zu bewerben und wird zu Marc, nicht ahnend was da alles auf sie zukommen wird, angefangen von den Männern an Bord der Sailing Queen, den Strapazen, dem Verbergen ihrer wahren Natur und auch der sich entwickelnden Gefühle für Carl und wie dieser auf die Wahrheit reagieren wird.

Der Leser steigt gleich in die Geschichte ein und bekommt einen Einblick in das Leben von Mary und wie sich durch den Tod ihres Vaters alles verändert. Ihre Tante, die wenig Verständnis dafür hat, dass ihre Nicht wenig damenhaftes Verhalten zeigt und sich so für die Wissenschaft begeistert, will sie daher so schnell wie möglich verheiraten. Mary die kürzlich erst den Vater verlor, nun mitansehen muss, wie die Arbeit ihres Vaters (und zugleich auch ihre) von der Tante verkauft wird und dann auch noch ihre eigenen Wünsche und Träume aufgeben soll um ein Ehefrau zu werden, ergreift daher die ihre scheinbar einzige Chance die sie hat und wird zum Mann um an Bord der Sailing Queen mitfahren zu können.

Ihre Figur zeigt sehr gut den Zwiespalt, den sie fühlt. Einerseits will sie ihrem vorgezeichneten Leben entfliehen und ihrer Leidenschaft nachgehen, was allerdings als Frau quasi ein Ding der Unmöglichkeit ist zu dieser Zeit, dann aber ist es nicht so leicht alles hinter sich zurückzulassen und es kommen ihr Bedenken, doch letztendlich bleibt ihre keine Wahl und sie stellt sich tapfer den vor ihr stehenden Herausforderungen. Das tatsächliche Leben auf einem Schiff ist dann auch bei weitem nicht so romantisch wie in ihren Vorstellungen und wie sie es aus Erzählungen von ihrem Vater kennt. Nein, vielmehr sieht sie sich einer ungehobelten Horde Männer gegenüber, die derbe Sprüche klopfen, schnell mal die Fäuste sprechen lassen und es mit der Hygiene alles andere als genau nehmen. Man bekommt generell einen sehr guten Einblick was das Leben auf einem Schiff alles mit sich bringt. Angefangen von den beengten Verhältnissen, den Unterschieden zwischen den Offizieren und Gentlemen der Reise, sowie der einfachen Mannschaft bis hin zu den harten Strafen, der Homosexualität, den Verlusten auf See, Krankheiten, der harten Arbeit usw. und damit alles andere als ein Zuckerschlecken, dass wird auch Mary alias Marc schnell klar und sie versucht sich so gut es geht anzupassen und kämpft sich tapfer durch alle Anstrengungen hindurch. Dabei ist sie voller Bewunderung für Belham und die beiden werden ein gutes Team, besonders da sie sich als sehr fähig erweist. Darüber liegt aber die ständige Angst sich durch irgendetwas zu verraten und damit auch Belhams Arbeit sowie seinen Ruf der Lächerlichkeit preiszugeben, sollte bekannt werden, dass er eine Frau mit auf seine Expedition genommen hat ohne es zu wissen.

Was mich doch etwas überrascht hat war, dass das Leben am Schiff Großteils mehr im Vordergrund stand als die Forschungen, von denen ich mir fast mehr erwartet hätte zu lesen, doch zeitweise ins Hintertreffen gelangte, aufgrund der viele Ereignisse die auf der Sailing Queen passieren, wobei dann aber diese Momente wo es dann wirklich um das Erforschen neuer Arten, den Kontakt mit Einheimischen und auch den medizinischen Kenntnissen ging, sehr stimmungsvoll beschrieben wurde. Stellenweise kann einen die Handlung dann auch sehr überraschen, besonders was die Entwicklungen der Figuren angeht und auch die Schicksalsschläge die hier unbarmherzig zuschlagen. Genauso gut geschildert sind die Phasen an Bord wo langsam die Aggressionen in der Mannschaft ansteigen und man diese versucht mit Arbeit unter Kontrolle zu halten, da sie seit Ewigkeiten nicht mehr an Land waren und das Essen immer unzumutbarer wird. Dann aber erlebt man auch wieder die Freude auf den Ausruf „Land in Sicht“ mit und damit die Aussicht endlich wieder eine Frau zu haben, was hier natürlich bei einem Schiff voller Männer ein sehr großes Thema ist.

Erzählt wird die Geschichte von mehreren Personen, die hier verschiedenste Einblicke geben: zum einen natürlich von Mary, Sir Carl Belham, 2 Schiffsjungen an Bord, die zugleich Brüder sind, einem Ureinwohner auf Tahiti und dem Kaufmann Landon Reed, der Mary sehr zugetan ist und sie auf Wunsch ihrer Tante sucht. Durch die Angaben von Ort und Datum, weiß man als Leser auch bei jedem neuen Kapitel wo und wann man sich befindet und wieviel Zeit vergangen ist. Leider gibt es teilweise dann auch größere Zeitsprünge von einem Monat, was sich aber leider auch nicht vermeiden lässt wo die Reise doch so lange dauert, dennoch wird dann stellenweise gerade an einer spannenden Stellt unterbrochen und jemand anderer übernimmt wieder die Erzählung zu einem anderen Zeitpunkt, was dann schon etwas ärgerlich ist, weil man denkt man hat etwas Wichtiges verpasst. Es wird zwar alles dann im Nachhinein aufgeklärt, aber man hätte es eben oftmals lieber direkt gelesen hätte.

Erwähnenswert ist noch das Personenregister sowie eine grobe Karte vom Weg der Sailing Queen sowie ein informativer Anhang auf wen die Figuren basieren, sowie ein Glossar, welches besonders für manche Seefahrerausdrücke sehr hilfreich ist.

Fazit: Eine beeindruckende Geschichte über eine junge Frau, die einiges riskiert um ihrer Leidenschaft für die Wissenschaft nachgehen zu können und den Heiratsplänen ihrer Tante entkommen will. Die Figuren sind sehr gut geschildert und auch wenn die Liebesgeschichte hier recht kurz kommt bzw. eher unterschwellig verläuft, ist es dennoch sehr schön wie Mary und Carl sich doch Gedanken um den anderen machen und in vielerlei Hinsicht auf einer Wellenlänge sind, besonders was ihre Leidenschaft für die Natur anbelangt. Die Geschichte entwickelt sich dann teilweise anders als erwartet und kann durchaus überraschen, dazu wird das Leben auf See sehr realistisch und bildlich beschrieben. Großes Manko waren die abrupten Szenen- und Zeitenwechsel, die einen mitunter wirklich frustrieren konnten, da diese oft an so prägnanten Stellen der Geschichte passierten. Der Schluss war dann auch irgendwie zu abrupt. Ich hätte mir gewünscht, dass es zumindest etwas schöner ausklingt, so war es dann im Vergleich zur so atmosphärischen Geschichte fast schon ein wenig lieblos für mich gestaltet. Eine tolle Geschichte, aber mit einigen erzähltechnischen Mängeln für mich.

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RolandBs avatar

Rezension zu "Elisabetta" von Liv Winterberg

Ein Krimi im historischen Rahmen.....
RolandBvor 2 Jahren

Wie ich bereits in meiner Überschrift erwähnt habe, handelt es sich eigentlich "nur" um einen Krimi in einem historischen Rahmen. Aber wenn ich ein Buch innerhalb eines Tages lese, muss schon ein wenig mehr als eine 08/15 Geschichte stecken. Obwohl ich nun wirklich kein Krimifan bin, hat es es Liv Winterberg wieder einmal geschafft mich mit Ihrem neuen Buch zu begeistern. Die Geschichte des Buches und der historische Rahmen wird mit so viel Begeisterung und so anschaulich erzählt, dass man völlig von der Geschichte aufgesogen wird und sich mitten in der Handlung befindet. Vielen Dank für diese tolle Geschichte Liv!

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Gespräche aus der Community

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Liv_Winterbergs avatar
Alle, die Fernweh verspüren, im Reisefieber sind oder für die letzten Spätsommerabende „vielseitige“ Lektüre suchen, sind herzlich eingeladen, mir in die Vergangenheit und hinein in die beeindruckende Bergwelt der Pyrenäen im Süden Frankreichs zu folgen. Für diese von dtv organisierte „gemeinsame Zeitreise“ ins 14. Jahrhundert stehen 15 Exemplare des historischen Romans „Der Klang der Lüge“ für die Verlosung zur Verfügung.

Neugierig geworden?

Zum Inhalt: "Der Klang der Lüge"

Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt. Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine »ketzerische« Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will …

Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 19. August, gut eine Woche später starten wir dann „nach Südfrankreich“.

Die Leserunde steht selbstverständlich nicht nur den 15 Gewinnerinnen und Gewinnern der Verlosung offen, sondern auch allen anderen, die Lust haben, sich zu „Der Klang der Lüge“ auszutauschen.

Wer nun seinen SUB beäugt und vorab noch mehr wissen möchte, findet bei dtv ein Special zum Buch samt Interview  oder kann noch einiges zu meiner bisherigen Arbeit erfahren!

Viel Glück für die Verlosung, herzliche Grüße und bis hoffentlich bald,
Liv
Marla0s avatar
Letzter Beitrag von  Marla0vor 4 Jahren
Zur Leserunde
Kleinstadtkatzes avatar
Nachdem ich die wunderbare Gelegenheit hatte bei lovelybooks dieses tolle Buch zu lesen.. möchte ich natürlich auch allen anderen lieben Lesern die Möglichkeit geben, dass sie diese tolle junge Autorin für sich entdecken... Deswegen schicke ich "Sehet die Sünder" auf Wanderschaft und hoffe, dass es sehr vielen Freude bereiten kann... Hier die Regeln:

  • jeder hat zwei Wochen Zeit, es zu lesen - falls es doch länger dauern sollte, bitte hier bescheid geben
  • die Adresse von dem, der das Buch nach euch bekommt, erfragt ihr bitte selbständig, sodass das hier flüssig durchläuft und keine unnötigen Pausen entstehen
  • falls das Buch verloren geht, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar
  • falls einer - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr teilnehmen will, sagt er bitte rechtzeitig bescheid, damit ihn von der Liste nehmen kann
  • Wenn jemand gestrichen wird, bleibt der Platz frei bis sich jemand dafür meldet!
  • jeder sagt bitte bescheid, wenn er das Buch erhalten hat und wenn er es wieder weiterschickt, sodass wir hier immer wissen, wo es sich gerade befindet
  • WICHTIG: Bitte signiert auf dem 1. Blatt nach dem Buchdeckel! Hätte gerne ein Andenken an die vielen Hände durch die das Buch gegangen ist!  

Haltet euch bitte dran, sodass alles flüssig und zu aller Zufriedenheit verläuft.. und nun freue ich mich auf die Anmeldungen :-)

Bisherige Reihenfolge:

1.sursulapitschi (Buch ist hier, 19.04.13, abgeschickt am 26.04)

2. Nefertari35 (weitergeschickt)

3.papierelch (Buch ist hier, 23.05.2013, weitergeschickt 19.06.2013)

4..scrollan (Buch ist hier, 25.06.2013, weitergeschickt)
5. samea (Buch ist angekommen,weitergeschickt)

6.lesewurm40(übersprungen, antwortet nicht)

7.flaschengeist1962(Buch ist hier, 16.10.2013, weitergeschickt)

8. ankedieleserin (Buch ist hier, weitergeschickt)

9. lesemaus(Buch ist hier, 13.01.2014)

lesemauss avatar
Letzter Beitrag von  lesemausvor 5 Jahren
Buch ist unterwegs :)
Zum Thema
jess020s avatar
Nachdem ihr Debütroman "Vom anderen Ende der Welt" auf Anhieb zum Bestseller wurde und auch bei LovelyBooks 2011 den Leserpreis in Bronze gewonnen hat, erscheint im Januar nun endlich der neueste historische Roman "Sehet die Sünder" von Liv Winterberg.

Gottesstrafe oder Teufelswerk

Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet.


Leserstimmen zu "Vom anderen Ende der Welt":

"Ich habe seit langem mal wieder bei einem Buch richtig mitgefiebert. Der Autorin ist ein toller, historischer Roman gelungen, der interessant und spannend ist und der vor Informationen nur so strotzt." - Laren

"Die Autorin schafft es mühelos, den Leser einzuladen mit auf diese Reise zu gehen. Mary fasziniert den Leser und man fühlt sich als Teil der Geschichte." - Sikal

Habt ihr Lust auf eine spannende und fesselnde Zeitreise ins 15. Jahrhundert? Dann ist dieser tolle historische Roman bestimmt genau das Richtige! Gemeinsam mit dem Deutschen Taschenbuch Verlag suchen wir nämlich 25 Testleser, die das Buch gemeinsam lesen und sich gemeinsam mit der Autorin darüber austauschen. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 19. Dezember - gelesen wird das Buch aber erst nach Weihnachten, so dass ihr die Weihnachtszeit mit euren Liebsten in Ruhe genießen könnt :-)

Wenn ihr in den Lostopf wollt, erzählt mir doch, in welches Zeitalter und welchen Ort oder welches Land ihr gerne reisen würdet, hättet ihr die Möglichkeit dazu!

Falls ihr noch die Meinungen zum ersten Buch nachlesen wollt, könnt ihr gerne in die Leserunde dazu reinschauen!

LiebeLebeLeses avatar
Letzter Beitrag von  LiebeLebeLesevor 6 Jahren
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