Liv Winterberg Sehet die Sünder

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Inhaltsangabe zu „Sehet die Sünder“ von Liv Winterberg

Gottesstrafe oder Teufelswerk?

Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet.

Umfangreiche und interessante Thematik mit einigen Längen am Anfang und teilweise zu wenig Tiefe. Die Auflösung hat mich nicht überzeugt.

— Leyia

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  • Ein Dorf in Angst....

    Sehet die Sünder

    Marakkaram

    05. February 2017 um 13:37

    ***Solte dies eine Nachtmahr sein, war sie direkt aus der Hölle gesandt. Sollte dies keine Nachtmahr sein, war die Hölle auf Erden gekommen!*** Ein Dorf in Angst... ~ Ihr Erstling (Bis ans Ende der Welt) erhielt 2011 den begehrten LB-Leserpreis und auch ihr zweiter Roman hält was er verspricht und kann nahtlos an das gewohnte Niveau anknüpfen. ~ 1440, Saint Mourelles, ein kleines Dorf in der Bretagne wird zum Schauplatz abscheulicher Verbrechen. Die Dorfgemeinschaft rund um Pfarrer Jeunet und seiner jungen Haushälterin Catheline ist erschüttert und in Angst, als zuerst 2 Kinder spurlos verschwinden und dann die alte Grete erwürgt aufgefunden wird. War es ein Durchreisender, ein Soldat, war es jemand aus dem Dorf oder vielleicht sogar jemand vom Schloss? Man munkelt ja, dass der Baron sich seit Neuestem der Alchemie verschrieben hat... ~ ~ ~ Ein überzeugender und durch die Bank weg spannender historischer Krimi, mit einer gelungenen und vor allem glaubwürdigen Auflösung. ~ Schon die ersten Seiten entwickeln aufgrund ihrer Charaktere eine regelrechte Sogwirkung. Liv Winterbergs Figuren sind für den Leser greifbar. Sie sind sympathisch, tiefgründig, vielschichtig und sehr menschlich. Jeder hat seine kleinen Fehler und Schwächen, auch wenn sie nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sind. Man spürt die Emotionen der Charaktere, die Beziehungen untereinander. Man ist mittendrin in der Dorfgemeinschaft, im Schloss, auf dem Landsitz... ~ Die Geschichte selbst wird aus verschiedenen Perspektiven und Erzählsträngen erzählt. Die Kapitel sind teilweise recht kurz, aber die Wechsel mindern den Lesefluss nicht im Geringsten. Im Gegenteil, dadurch bleibt der Spannungsbogen, ohne bemüht oder angestrengt rasant zu wirken, kontinuierlich hoch. Es gibt bis zum Ende keinen Punkt, an dem man sich sicher sein kann: Ah, ich hab den Täter entlarvt. Für mich ein sehr gelungener Krimi, dem nicht eine Zutat fehlt. Es gibt: Liebe, Intrigen, Eifersucht und Neid in jeder Form, Verrat, Lügen, kluge und selbstbewusste Frauen und, mit der Alchemie, auch etwas Mystik. ~ Der Schreibstil gefällt mir ausnahmslos gut. Jeder, der historische Romane liest, weiß, wie unangenehm trocken es schnell werden kann und aufgrund der Titel, Ränge und zigtausend Personen, sind sie oftmals anstrengend zu lesen. Dies ist bei Liv Winterberg nicht der Fall. Sie hat einen flüssigen, sehr angenehmen Schreibstil, dem man trotz vieler Personen immer sehr gut folgen kann. Und was mir besonders gefallen hat, sie kann einfach Gefühle vermitteln, und zwar die einer Magd oder eines Bauern genauso gut, wie die des Herrn Baron oder der Baronin. ~ ~ ~ Fazit: Wer gerne Krimis mit einem historischen Einschlag liest, ist mit Sehet die Sünder genau richtig beraten. Ich persönlich freue mich schon sehr auf das was da noch kommen mag, aus der Feder von Liv Winterberg.

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  • Umfangreiche und interessante Thematik mit einigen Längen am Anfang und teilweise zu wenig Tiefe

    Sehet die Sünder

    Leyia

    02. March 2016 um 20:58

    Inhalt: In Liv Winterbergs historischem Roman „Sehet die Sünder“ geht es um eine Serie von Morden in der Bretagne im Jahre 1440. Es gibt mehrere Erzählstränge. Einmal sind da Catheline, die Haushälterin des Pfarrers, und Mathis, ein Bauer, der bei einem Unfall am Bein verletzt wurde. Zusammen mit dem Pfarrer und den anderen Bewohnern des Dorfes Saint Mourelles erleben sie die Morde hautnah und versuchen herauszufinden, was es damit auf sich hat. Die Spuren führen zum nahegelegenen Schloss Troyenne, wo ihr Lehnsherr Baron Amede de Troyenne mit seiner Gattin Berenice, deren Schwester Francine und den Angestellten des Schlosses lebt. Der Baron hat Geldprobleme und auch mit seiner Frau läuft es derzeit nicht gut. Zuletzt gibt es noch den Bischof von Nantes und seinen Notar Julien Lacante, Schloss und Dorf gehören zu seiner Diözese. Meine Meinung: Das Cover gefällt mir gut. Man sieht sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Leider hat sich der Buchrücken beim Lesen etwas durchgebogen und es sind Leserillen entstanden. Das Buch soll in gewisser Weise einen mittelalterlichen Kriminalfall beschreiben. Die Autorin hat gut recherchiert und man gewinnt den Eindruck, sie wollte ihr ganzes Wissen dann auch mitteilen. Es gibt viele Handlungen, die für die Geschichte selbst nicht alle essentiell sind. Einerseits sind da die Morde, dann gibt es eine Liebesgeschichte zwischen Catheline und Mathis und auch die politischen Verflechtungen der Zeit rund um den Herzog und den Bischof der Betagne, den König von Frankreich und die Praguerie wurden in die Geschichte mit aufgenommen. An sich finde ich das sogar ganz gut, aber die einzelnen Handlungen haben mir dann nicht immer genug Tiefe, manche Dinge bleiben oberflächlich. Und das obwohl das Buch mit über 400 Seiten relativ lang ist. Damit komme ich dann auch zu meinem Hauptproblem, trotz der ganzen Handlungen braucht es recht lange bis die Geschichte wirklich anläuft und Spannung entsteht. Das erste Drittel des Buches zeigt viele Längen. Es gibt sehr viele Morde, die die Handlung aber nicht wirklich weiterbringen. Es wird jemand tot aufgefunden, alle sind schockiert und dann wird bald auch schon die nächste Leiche gefunden. Zum Glück nimmt die Geschichte dann aber an Fahrt auf und das letzte Drittel ist wirklich spannend. Die Personen sind mir nur mittelmäßig sympathisch. Am besten gefällt mir Catheline, auch wenn sie manchmal doch auch anstrengend und etwas zickig ist. Mathis ist mir nicht sehr sympathisch, er vergeht in Selbstmitleid (obwohl um ihn herum anderen Menschen die furchtbarsten Dinge passieren) und stößt Catheline von sich. Auch begeht er einige Dummheiten und ist dann nicht bereit darüber zu reden und die Begebenheiten mit Catheline zu klären. Ihre Probleme miteinander werden eigentlich im ganzen Buch nie wirklich ausdiskutiert oder gelöst. Den restlichen Bewohnern des Dorfes fehlt es etwas an Tiefe um eine wirkliche Beziehung zu ihnen aufzubauen. Amede de Troyenne wirkt anfangs ganz freundlich, das ändert sich aber im Laufe der Zeit. Berenice kann ich eigentlich ganz gut verstehen, aber auch bei ihr werden ihre Gefühle nicht komplett aufgearbeitet. Ihre Schwester ist mir total suspekt und ich finde sie ungeheuer nervig. Wieso läuft sie Amede so hinterher, will sie sich nicht vielleicht mal um ihr eigenes Leben kümmern? Julien zeigt einerseits Gefühle, ist andererseits aber auch sehr berechnend, so wie es der Bischof von ihm erwartet. Dieser ist dagegen eigentlich durchweg unsympathisch, aber das liegt natürlich auch an der ihm angedachten Rolle. Der letzte Teil des Buches hat mir dann, wie schon erwähnt, besser gefallen. Die Schilderungen sind durchaus interessant und ich wollte die Geschichte dann auch unbedingt zuende lesen. Leider ist die Auflösung am Ende aber auch nicht die große Überraschung. Auch das Motiv für die Morde hat mir nicht wirklich gefallen, es gibt keine klugen Verflechtungen und Überraschungsmomente. Keine detektivische Arbeit, die einen ausgeklügelten Plan hinter dem Ganzen aufdeckt. Am Ende schreibt die Autorin, dass sie ihre Geschichte an eine wahre Person angelehnt hat, deren Motiv für die Morde aber nicht übernommen hat. Vielleicht merkt man das einfach bei der Geschichte. Gut gefallen haben mir auch die Personenübersicht am Anfang und die Hintergründe und das Glossar am Ende (wobei ich das Glossar lieber nicht erst am Ende gefunden hätte). Fazit: Die Thematik ist umfangreich, gut recherchiert und eigentlich auch interessant. Leider hat der erste Teil des Buches ziemliche Längen. Die Personen konnten mich nur teilweise überzeugen, einigen Charakteren und Handlungen fehlt es an Tiefe. Auch die Auflösung und das Motiv dahinter waren mir nicht überraschend und intelligent genug. Dennoch ist die zweite Hälfte des Buches dann doch noch spannend und interessant.

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  • Sehet die Sünder

    Sehet die Sünder

    AnjaIris

    24. November 2015 um 20:45

    1440 im kleinen Dorf Saint Mourelles in der Bretagne. Die junge Katheline hat es nicht leicht. Nach dem Tod der Eltern arbeitet sie als Haushälterin für den alten Pater Jeunet, ihre Schwester arbeitet als Magd im Schloß Troyenne. Baron Amedé de Troyenne ist bei den Bauern als guter Lehnherr beliebt. Als Kathelines Verlobter Mathis den Baron bei einem Überfall rettet, wird er schwer verletzt. Er behält ein steifes Bein zurück. Als klar wird, daß sein Zustand sich nicht mehr bessert, löst er die Verlobung, weil er glaubt, er kann als Krüppel nicht für sie sorgen. Katheline ist verzweifelt. Aber sie findet Trost in ihrer Arbeit.In dem kleinen Dorf kennen sich alle, und helfen sich gegenseitig. Als der 12jährige Sohn des Schmieds verschwindet suchen ihn alle. Erfolglos.Kurze Zeit später verschwindet die 13jährige Rachel nur einen Tag nach der Geburt ihres kleinen Bruders. Auch sie wird nicht gefunden. Der geistig behindete Avel gerät in Verdacht, wird aber wenig später von Katheline tot im Wald entdeckt. Immer mehr Menschen verschwinden: Die alte Grete, der Bauer Gabin, und eine Magd vom Schloß. Und fast immer findet Katheline die Leichen. Mathis geht nach jedem Todesfall zum Schloß, um dem Baron Bericht zu erstatten. Zu Mathis kommt auch eine Gruppe von Bettlerkindern, um die älteste Schwester als vermißt zu melden. Auf dem Gut der Baronin wird die Markt Soazig vermißt, die ebenfalls tot aufgefunden wird. alle sind ratlos. Pater Jeunet schaltet den Bischoff ein. Raymonds Leiche wird im Frühling gefunden und beigesetzt. Katheline erfährt von einem One-Night-Stand von Mathis mit der Magd Ania. Daraufhin kommt es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen den Frauen. Am nächsten tag ist Ania verschwunden. Als sie auf der Wiese hinter dem Pfarrhaus tot aufgefunden wird, deutet alles auf Katheline als Täterin hin. Der Baron kommt mit seinem Gefolge ins Dorf geritten um sie zu verhören. Katheline beteuert ihre Unschuld. Als der Pfarrer Katheline verteidigt wird er vom Baron in der Kirche angegriffen. Katheline flieht in den Wald und versteckt sich in einer Höhle. Inzwischen ist der Magister des Bischoffs im Schloß angekommen. Dort erfährt er von der Baronin, daß sie ihren Mann in der letzten Nacht bei einer Teufelsbeschwörung beobachtet hat. Er meldet dies sofort dem Bischoff, und fährt nach Saint Mourelles, um Aussagen gegen den Baron aufzunehmen, der inzwischen auch unter Mordverdacht steht. Der Baron wird verhaftet, und das halbe Dorf muß zur Gerichtsverhandlung kommen um auszusagen. Der Baron gesteht zuerst, nimmt die Aussage aber zurück, nachdem Katheline im Wald aufgegriffen und zum Gericht gebracht wird. Er versucht, Katheline die Morde anzuhängen. Erst nachdem Mathis Rachels Leiche am vom Baron benannten Ort findet können ihm seine Greueltaten nachgewiesen werden. Katheline wird freigelassen. Der Baron bekommt seine gerechte Strafe. Ein sehr spannender historischer Kriminalroman. Ich fand es auch sehr interessant, über das Leben in der damaligen Zeit zu lesen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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  • Mörderische Bretagne voller Sünder

    Sehet die Sünder

    Trucks

    19. August 2015 um 09:24

    Nach „Vom anderen Ende der Welt“ nun das zweite Buch von Liv Winterberg und mit mir hat sie nun einen Fan mehr ! In der Bretagne geschehen um 1440 schreckliche Morde – Menschen verschwinden und werden brutal ermordet im Wald wieder aufgefunden. Die Dorfbewohner sind erschüttert und bald misstraut jeder jedem... Mit der einst so idyllischen Dorfgemeinschaft ist es vorbei. Die Haushälterin des Pfarrers und der junge Bauer Mathis wollen den fürchterlichen Vorfällen auf den Grund gehen und der Weg führt sie schnurstracks zum Schloß... Ich hatte eine bestimmte Vorstellung, bevor ich das Buch zur Hand nahm und erhoffte mir einen spannenden Roman, der nicht nur Wert auf die korrekte Wiedergabe von historischen Daten legt, sondern auch gut unterhält – und genau das hat Liv Winterberg geliefert ! Die Spannung ist von Anfang an greifbar und die Spannungen zwischen den einzelnen Personen gibt die Autorin beklemmend wieder. Sie schreibt sehr flüssig und trotz der (für mich zumindestens) stolzen Seitenzahl von 432 hatte ich das Buch rasch durch, denn ich konnte es kaum aus der Hand legen. Von mir kann es daher nur ein „Urteil“ geben: volle Punktzahl und die Vorfreude auf Ihr nächstes Buch, Frau Winterberg !

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  • Rezension zu "Sehet die Sünder" von Liv Winterberg

    Sehet die Sünder

    kubine

    Im Winter 1440 geschehen in der Nähe des kleinen bretonischen Dorfes Saint Mourelles grauenhafte Dinge: Kinder, aber auch Erwachsene, verschwinden plötzlich spurlos und werden kurze Zeit später tot aufgefunden. Keiner hat eine Erklärung dafür, eine Verbindung zwischen den Opfern besteht nicht. Mathis Maury, ein junger Bauer, der seit einem Überfall marodierender Söldner immer noch mit seinen Verletzungen zu kämpfen hat, geht dem ganzen auf den Grund. Ihm zur Seite steht seine Verlobte Catheline. Lange tappen sie im Dunklen, doch die Hinweise verdichten sich – und führen zum nahegelegenen Schloss. Dort allerdings verlieren sie sich wieder. Als der Bischof von Nantes sich aus nicht ganz uneigennützigen Gründen in die Untersuchung einmischt, zieht sich das Netz um den Täter immer enger – und die Dorfbewohner schweben in noch größerer Gefahr... Der neue Roman von Liv Winterberg basiert auf wahren Begebenheiten. Aber nicht die Geschichte an sich reizte die Autorin, sondern die Rolle der Kirche bei der ganzen Sache und das Leben des einfachen Volkes in der damaligen Zeit. Beides verpackte sie sehr gut in diesem historischen Roman. Die Abhängigkeiten des einfachen Volkes von ihrem Lehnsherren werden dabei genau so aufgezeigt wie die Intrigen des Klerus. Durch einen flüssigen Schreibstil schafft es die Autorin auch, diesen gut recherchierten Roman spannend zu gestalten. Es gibt zwar hin und wieder kleinere Längen, trotzdem möchte man wissen, wer und was hinter den Morden steckt und wie es mit den Protagonisten weitergeht. Die Charakterisierung der einzelnen Personen ist auch recht gut gelungen. Manche sind etwas undurchsichtig, wodurch der Leser auf manche falsche Fährte geführt wird, andere schließt man sofort ins Herz. Einzig Catheline war mir oft zu zickig, stur und rechthaberisch, auch wenn sie nicht immer falsch lag. Allerdings ging sie mir damit manches Mal gehörig auf die Nerven.Sie ist durch die Trennung von Mathis, der die Verlobung löste, da er der Meinung war, aufgrund seiner Verletzung nicht mehr für sich selbst, geschweige den für eine Familie sorgen zu können, verletzt, aber trotzdem wirkt ihr Verhalten an mancher Stelle sehr überzogen. Das war etwas unglaubwürdig. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist für mich die Einbettung der Geschichte in den historischen Kontext. Während das Leben der einfachen Bevölkerung, einschließlich der Abhängigkeit von der Obrigkeit, sehr gut beschrieben wird, bleibt die Zeit, in der die Geschichte spielt, für den Leser, der etwas mehr über den Hintergrund wissen möchte, weitestgehend im Dunklen. Zwar wird ein Krieg mit den Engländern erwähnt, genau wie die Jungfrau von Orleans, aber wer mehr wissen möchte, ist auf das Internet angewiesen. Das finde ich ein bisschen schade, den wenn ich ein Buch lese, möchte ich nicht gleichzeitig im Internet recherchieren müssen. Auch wenn es nicht das Hauptaugenmerk der Autorin war (und man muss das ganze ja nicht wissenschaftlich ausarten lassen), hätten mir ein, zwei erklärende Sätze an passender Stelle besser gefallen, als hin und wieder eingestreute Anmerkungen, mit der der in der Historie nicht so bewanderte Leser nicht so viel anfangen kann. Trotz allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, und wer gerne spannende historische Romane liest, bei dem man auch miträtseln kann, ist hier genau richtig.

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    • 2

    lord-byron

    17. May 2015 um 01:12
  • Im Großen und Ganzen Zeitverschwendung!

    Sehet die Sünder

    Krimifee86

    Klappentext: Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet. Cover: Ich finde das Cover gelungen, da man direkt sieht, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Natürlich steht es auch drauf, aber ich meine vom Motiv her, von den Farben, dem Emblem und der Schriftart. Gleichzeitig finde ich das Cover aber auch ein wenig unpassend, da es eine offensichtlich große und imposante Kirche zeigt. Hauptsächlicher Ort des Geschehens ist jedoch ein kleines, armes Dorf in der Bretagne. Schreibstil: Der Schreibstil hat mir mit Abstrichen gut gefallen. Man konnte der Autorin und der Geschichte gut folgen, wobei ich mir an manchen Stellen gewünscht hätte, dass Erläuterungen zu Begrifflichkeiten, die hinterher im Glossar zu finden waren, einfach in den Text eingeflossen wären. Ich glaube, dass das ganz gut funktioniert hätte und für den Leser einfacher und entspannter gewesen wäre. Die Charaktere fand ich geht so. Manche fand ich gut und überzeugend (Jeunet, die meisten Dorfbewohner, die Kinder, die Küchenmädchen), andere und das waren leider die Hauptcharaktere fand ich überhaupt nicht gelungen (Catheline, Mathis, Troyenne). Letztere waren in meinen Augen einfach nicht realistisch dargestellt und ich konnte viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, bzw. dachte oft „Wie dumm ist Person XY denn?“ Davon abgesehen fand ich das Buch einfach nur sterbenslangweilig. Das lag aber vor allem an der Story, zu der ich jetzt komme. Die Story: Wenn man den Klappentext liest, gewinnt man ja den Eindruck, man hätte es hier mit einem historischen Krimi zu tun. Leider absolute Fehleinschätzung! Denn ja, es gibt Mordfälle und ja, es gibt Untersuchungen zu diesen Mordfällen, aber es gibt keine richtigen Ermittlungen / Indizien / Hinweise, anhand derer der Schuldige gefunden wird. Er wird so zufällig gefunden, dass ich selber bis zur letzten Seite gar nicht glauben konnte, dass es sich bei der Person wirklich um den Täter handelt. Nicht nur die Person an sich auch die angeblichen Motive waren völlig abstrus und undurchdacht. Die Geschichte an sich plätscherte so vor sich hin. Die Dinge geschahen halt einfach, aber entwickelten sich nicht so richtig und zwischen Mord, Totschlag und Historie meinte die Autorin auch unbedingt noch eine dramatische Liebesgeschichte einbauen zu müssen. Das war dann wirklich zu viel des Guten. Auch wenn die Autorin damit zum Ende hin einen bestimmten Zweck verfolgte, mich hat es genervt! Fazit: Frau Winterberg wollte meiner Meinung nach eine historische Geschichte erzählen und diese durch kriminalistische Elemente aufpeppen. Leider ist ihr das überhaupt nicht gelungen, denn beim Lesen kam keinerlei Spannung auf, alles passierte einfach so. Für mich ein typischer Fall von „Schuster bleib bei deinen Leisten“ und leider nur zwei Punkte wert.

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    • 3
  • Spannender historischer Krimi

    Sehet die Sünder

    buchjunkie

    “Sehet die Sünder“ ist ein historischer Roman, der im 14. Jahrhundert in Frankreich spielt.In einem Dorf in der Bretagne geschehen grausame Dinge. Kinder verschwinden.Die Haushälterin des Pfarrers Catheline und Mathis versuchen herauszubekommen, was da vor sich geht. Zwischen den beiden gibt es einige Probleme, denn eigentlich wollten sie heiraten. Doch nachdem Mathis nach einem Unfall zum Krüppel wurde, d.h. eine Gehbehinderung zurück behielt, wollte er nichts mehr von Catheline wissen. Das Buch ist historischer Krimi und auch Liebesgeschichte . Sehr gut gefallen hat mir der kontinuierliche Wechsel der Schauplätze und dass die einzelnen Kapitel nicht so lang sind, wodurch eine angenehme Spannung erzeugt wird. Die Hauptdarsteller Catheline und Mathis sind sympathisch dargestellt. Der Schreibstil von Liv Winterberg hat mir gut gefallen. Alles in allem ein gutes und angenehm zu lesendes Buch, das ich allen Fans von historischen Romanen, die es auch gerne spannend mögen, wärmstens empfehlen kann.

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    • 6

    parden

    21. March 2014 um 19:47
  • Gottesstrafe oder Teufelswerk

    Sehet die Sünder

    MrsFoxx

    07. March 2014 um 16:11

    Frankreich 1440. Im bretonischen Dorf Saint Mourelles verschwinden immer wieder Menschen. Darunter auch Kinder. Die Dorfbewohner werden zunehmenden von einer lähmenden Angst befallen. Sie bitten den Herren des nahegelegenen Schloss Troyenne um Hilfe. Doch ihr Lehnsherr ist mehr mit seinen finanziellen Sorgen beschäftigt, und handelt nicht sofort. Auch der Bischof der Diözese Nantes sieht keine Dringlichkeit, den Dorfbewohnern zu helfen, ihn kümmern die Absichten des Herzogs mehr: die beiden wollen Amede de Troyennes Ländereien habhaft werden.  Als die Zahl der Verschwundenen und mittlerweile Tot aufgefundenen Dorfbewohnern steigt, kommen endlich des Barons Berittene zu Hilfe. Doch ob das ein Segen oder ein Fluch ist, bleibt es noch herauszufinden. Die beiden Dorfbewohner Catheline und Mathis versuchen die Morde auf ihre Art aufzuklären...  Große Gräueltaten werden in der Bretagne im Mittelalter begangen. Die Autorin lässt uns aus der Vogelperspektive an den Vorgängen teilhaben. Hauptaugenmerk wird jedoch auf die junge Haushälterin Catheline, den Bauern Mathis und Baron Amede gelegt.  Catheline und Mathis, sowie die meisten Dorfbewohner Saint Mourelles waren mir als Leser schnell sympathisch. Baronin Berenice zählte auch dazu. Baron Amede de Troyenne blieb jedoch lange undurchsichtig und sprunghaft.  Der Schreibstil Liv Winterbergs ist wieder ein wahrer Genuss gewesen. Flüssig und Wortgewandt, entstand durch ihr geschriebenes Wort eine sehr detaillierte Vorstellung der Schauplätze und vor allem der beteiligten Menschen dieser Geschichte, die von Anfang bis Ende spannend bleibt.  Die Autorin hat sich in diesem Buch wieder einer wahren Begebenheit angenommen und das ganze phantasievoll Schriftstellerisch ausgeschmückt. Und es ist ihr wieder gelungen, einen großartigen Roman daraus zu machen.  Mit diesem Buch hat Liv Winterberg bereits den zweiten Historischen Roman veröffentlicht, der mich absolut begeistert. Schon ihr Erstlingswerk "Vom anderen Ende der Welt" habe ich verschlungen. Daher war meine Freude auch sehr groß, als ich bei Vorablesen dieses Rezensionsexemplar gewonnen hatte.  Fazit: Der zweite großartige Historische Roman von Liv Winterberg! Absolute Leseempfehlung von mir!

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  • Sehet die Sünder

    Sehet die Sünder

    buchleserin

    31. January 2014 um 09:45

    Inhalt: Bretagne 1440. Keuchend flüchtet eine Frau durch den frisch gefallenen Schnee, ihr Verfolger ist direkt hinter ihr. Sie hat keine Chance zu entkommen. Catheline und der Bauer Mathis, der bei einem Überfall durch Söldner am Bein verletzt wurde, sind auf dem Weg zur Messe. Bérénice und ihr Mann Amédé erwarten eine Festgesellschaft. Die drei Mägde Babette, Ania und Jola haben jede Menge zu tun. Die Baronin verteilt Suppe an die Bettelkinder. Hauptmann Bouchet gibt gut gemeinte Ratschläge. Im Schloss Troyenne sind inzwischen die Spielleute eingetroffen. Bérénice stellt man den neuen Pater der Kapelle vor. Mathis gesteht Catheline, dass er sie nicht heiraten wird. Raymond der Sohn des Schmieds ist plötzlich verschwunden, nachdem er eine Lieferung ins Schloss gebracht hatte. Die Spielleute sind inzwischen weitergezogen. Haben sie Raymond mitgenommen? In dem kleinen Dorf Saint Mourelles verschwinden weitere Menschen und werden ermordet im Wald aufgefunden. Catheline und Mathis versuchen herauszufinden, wer der Täter sein könnte. Die Spuren führen zum Schloss. Auch der Bischof von Nantes hat eine Untersuchung der Vorfälle angeordnet. Meinung: Die Handlung fing ganz spannend an. Mehrere Menschen aus dem kleinen Dorf Saint Mourelles verschwinden und werden ermordet aufgefunden. Catheline und Mathis sind auf der Suche nach dem Täter. Und auch der Bischof von Nantes hat eine Untersuchung der Vorfälle angeordnet. Liv Winterbergs Schreibstil lies sich gut und zügig lesen. Die Erzählperspektive wechselt jedoch oft, was mich anfangs etwas gestört hat, die Handlung lies sich aber trotzdem ganz gut verfolgen. Anfangs fand ich die Geschichte ganz interessant, sie hat jedoch auch einige Längen und so richtige Spannung kam irgendwie dann doch nicht so ganz auf. Auch die Auflösung der Morde fand ich leider nicht spannend oder überraschend. Einige Charaktere waren ganz gut beschrieben, andere blieben jedoch etwas blass. Der Roman lies sich zwar leicht und zügig lesen, konnte mich aber irgendwie nicht so ganz begeistern, etwas mehr Spannung wäre schön gewesen. 3,5 Sterne

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  • [Wanderbuch] Sehet die Sünder - von Liv Winterberg - BEENDET

    Sehet die Sünder

    Kleinstadtkatze

    Nachdem ich die wunderbare Gelegenheit hatte bei lovelybooks dieses tolle Buch zu lesen.. möchte ich natürlich auch allen anderen lieben Lesern die Möglichkeit geben, dass sie diese tolle junge Autorin für sich entdecken... Deswegen schicke ich "Sehet die Sünder" auf Wanderschaft und hoffe, dass es sehr vielen Freude bereiten kann... Hier die Regeln: jeder hat zwei Wochen Zeit, es zu lesen - falls es doch länger dauern sollte, bitte hier bescheid geben die Adresse von dem, der das Buch nach euch bekommt, erfragt ihr bitte selbständig, sodass das hier flüssig durchläuft und keine unnötigen Pausen entstehen falls das Buch verloren geht, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar falls einer - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr teilnehmen will, sagt er bitte rechtzeitig bescheid, damit ihn von der Liste nehmen kann Wenn jemand gestrichen wird, bleibt der Platz frei bis sich jemand dafür meldet! jeder sagt bitte bescheid, wenn er das Buch erhalten hat und wenn er es wieder weiterschickt, sodass wir hier immer wissen, wo es sich gerade befindet WICHTIG: Bitte signiert auf dem 1. Blatt nach dem Buchdeckel! Hätte gerne ein Andenken an die vielen Hände durch die das Buch gegangen ist!   Haltet euch bitte dran, sodass alles flüssig und zu aller Zufriedenheit verläuft.. und nun freue ich mich auf die Anmeldungen :-) Bisherige Reihenfolge: 1.sursulapitschi (Buch ist hier, 19.04.13, abgeschickt am 26.04) 2. Nefertari35 (weitergeschickt) 3.papierelch (Buch ist hier, 23.05.2013, weitergeschickt 19.06.2013) 4..scrollan (Buch ist hier, 25.06.2013, weitergeschickt) 5. samea (Buch ist angekommen,weitergeschickt) 6.lesewurm40(übersprungen, antwortet nicht) 7.flaschengeist1962(Buch ist hier, 16.10.2013, weitergeschickt) 8. ankedieleserin (Buch ist hier, weitergeschickt) 9. lesemaus(Buch ist hier, 13.01.2014)

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    • 88

    lesemaus

    24. January 2014 um 15:52
  • Sehet die Sünder

    Sehet die Sünder

    lesemaus

    20. January 2014 um 09:37

    Bei mir trödelte das Buch als Wanderbuch ein und so machte ich mich auf den Weg, den Spuren zu folgen. In Frankreich, besser gesagt Bretagne, 1440 geschehen unerklärliche Morde. Zuerst verschwinden sie und die Haushälterin des Pfarrers aus dem Dorf Saint Mourelles findet sie Tod im Wald auf. Schnell herrscht Unruhe im Dorf und jeder unterstellt dem Anderen des Mordes. Reiterspuren lassen auf Reiter vom Schloss schließen, aber keiner will das wirklich glauben, denn der Baron ist ein sehr frommer und für diese Zeit zuvorkommender Mann. Durch immer mehr Beweislagen und weiteren Morden schaltet sich der Bischof von Nates ein und so beginnt die Suche nach dem Mörder. Für mich ist das Buch eher zur Unterhaltung. Es gibt sehr wenig Bezug zur historischen Darstellung, es wird dem Leser kurz vermittelt, welche Ereignisse sich gerade in Frankreich abspielten. Für mich waren die Figuren sehr weit weg, man hatte keinen richtigen Tiefgang. Die Gedanken wurden ab und zu erwähnt, aber der Grund für diesen Gedankengang bleibt dem Leser verwehrt. Am Ende bleiben viele Fragen zu den Figuren offen und das finde ich sehr traurig. Der Schreibstil war im Ganzen flüssig, aber an manchen Stellen nicht zusammenhängend. So waren die einzelnen Abschnitte, wo die Autorin zwischen den einzelnen Figuren wechselte zu kurz und der Anschluss zum Vorherigen fehlte. So bekam ich nie richtig mit, wann eine Tote auftauchte und wie diese gefunden wurde. Auch die Beschreibung der Tode hat gefehlt. Für mich war das Buch nicht fesselnd oder spannend. Es war eine verwirrende Anordnung von Ereignissen, die erst am Schluss wie einen roten Faden ergaben. Aus meiner Sicht gibt es bessere historische Krimis.

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  • Spannender historischer Krimi.

    Sehet die Sünder

    shadow_dragon81

    13. November 2013 um 21:59

    Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet. Ein spannender historischer Krimi der auch noch auf wahren Begebenheiten beruht. So etwas konnte ich mir nicht entgehen lassen. Vor allem nicht, nachdem ich den ersten Roman von Liv Winterberg - "Vom anderen Ende der Welt" verschlungen hatte. Der Roman erzählt nicht nur von dem Leben im 15. Jahrhundert sondern bringt noch einen spannenden Kriminalfall und eine Liebesgeschichte mit sich. All dies vereint sich zu einem tollen Buch mit einem sehr schönem Schreibstil. Es springt immer zwischen verschiedenen Orten und Personen hin und her und erzählt so gleich aus mehreren Perspektiven die Geschichte. Anfänglich fand ich dies gespringe etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einer Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Die Charaktere fand ich alle sehr gut beschrieben und glaubwürdig. Die Beschreibungen der verschiedenen Lebensumstände zwischen den verschiedenen Ständen waren anschaulich beschrieben und sehr interessant. Die Umgebung wurde auch sehr detailreich beschrieben. Die Spannung baute sich langsam auf und wurde einige male auf die Probe gestellt wenn mal wieder der Ort gewechselt wurde. Aber die tolle Geschichte und der schöne Schreibstil machten das locker wieder wett. Im Anhang erzählt Liv Winterberg dann noch einmal von den historischen Hintergründen des Buches. Welches auch sehr spannend ist. Ein tolles Buch mit interessanten Fakten, spannung und grauen. Abgerundet mit einer schönen Liebesgeschichte. Sehr zu empfehlen.

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  • Ich sehe leider nicht!

    Sehet die Sünder

    beedy

    07. November 2013 um 12:45

    Inhalt: ********* Sehet die Sünder spielt im Jahre 1440 in Frankreich. In dem kleinen Dörfchen Saint Mourelles geschehen grausame Morde und immer wieder verschwinden Kinder und Frauen aus der Umgebung. Catheline, die Haushälterin des Pfarrhauses, und der Bauer Mathis nehmen sich der Sache an und versuchen den Mörder zu finden. Dabei erbitten sie die Unterstützung von Baron de Troyenne, der für ihr Dorf zuständig ist. Doch der Baron hat mehr Gefallen an seiner Verschwendungssucht, als an der Aufklärung der Morde. Durch unglückliche Umstände wird Catheline des Mordes an den Frauen beschuldigt und Mathis versucht nun mit aller Kraft Cathelines Unschuld zu beweisen. Meine Meinung: ***************** Der Sprachstil ist flüssig und gut lesbar. Dadurch kann man sich gut in die Zeit des 15. Jahrhunderts versetzen. Dieser Umstand ist ein Pluspunkt für das Buch, leider ist dies so ziemlich der einzige, dem ich dem Buch verleihen kann. Das Buch hat mich nämlich nicht gepackt. Für mich kam keine Spannung auf. Nur der Schlussteil wurde etwas interessanter, konnte mich aber dann doch auch nicht richtig überzeugen. Das Buch hat mich nicht berührt und das eingebaute Liebesgeplänkel zwischen Mathis und Catheline fand ich nicht prickelnd. Dieses Hin und Her und dann doch wieder nicht löste bei mir keine Emotion aus. Ist natürlich schade, nur empfand ich die Liebesgeschichte, die eigentlich ja keine war, irgendwie unpassend und belanglos. Die Charaktere fand ich eigentlich durch die Bank etwas blass, naiv und unsympathisch. Ich wurde einfach nicht richtig warm mit ihnen. Irgendwie konnte ich mir auch zu schnell die Zusammenhänge erklären und es war danach nur mehr noch eine Bestätigung, nachdem aufgedeckt wurde, wer für die Morde verantwortlich war. Dies nahm auch noch zusätzlich die Spannung und den Reiz für mich. Alles in allem ist das Buch für mich kein Highlight gewesen. Ich mag historische Romane gerne, aber von guten Schauplatzerzählungen und einem schönen Sprachstil habe ich leider nichts, wenn die Geschichte für mich einfach nicht in Fahrt kommt. Ich finde es ganz einfach schade, den aus der Erzählung hätte man mehr machen können, zu mal sie ja auf Tatsachen basiert. Schade, war für mich wohl nicht das Richtige.

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  • Toler Roman!!! TOP!!!

    Sehet die Sünder

    flaschengeist1962

    02. November 2013 um 16:42

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Toller Schreibstil und die Spannung ist von Anfang an da. Ich lese ja gerne historische Krimis und der gehört zu den Guten.

  • Einfach nur klasse

    Sehet die Sünder

    coco_90

    26. August 2013 um 18:16

    Kurzbeschreibung: "Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet." Eigentlich lese ich keine historischen Bücher, zumindest keine die früher als im 19. Jahrhundert spielen, da mich die Kurzbeschreibungen meistens relativ kalt lassen. Dieses Buch jedoch hat mich, aufgrund des tollen Covers und der neugierig machenden Kurzbeschreibung sehr gereizt und somit hatte ich es ruck zuck in den Händen. Catheline ist Haushälterin bei einem Pfarrer in der Bretagne. Sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Mathis. Als dieser bei einem Überfall zum Krüppel wird, zieht dieser den Antrag aber zurück, weil er für Catheline nicht mehr sorgen kann. Auf einmal verschwinden zwei Kinder aus dem Dorf und niemand weiß etwas darüber. Der Dorfpfarrer, Catheline und Mathis beginnen nach zu forschen, finden jedoch ebenfalls keine neuen Hinweise. Als immer mehr Einwohner des Dorfes verschwinden gerät auf einmal Catheline in das Fadenkreuz der Ermittlungen. Der Prolog zieht den Leser direkt in die Geschichte und weckt große Erwartungen. Der Schreibstil von Liv Winterberg ist absolut fesselnd. Auf den ersten Seiten des Buches passiert nicht besonders viel und es dauert relativ lange bis das Buch endlich an Fahrt gewinnt. Normalerweise würde mich das stören, doch weil der Schreibstil so toll ist, empfand ich es hier als absolut in Ordnung. Gerade die zweite Hälfte des Buches ist einfach genial und super spannend. Man kann das Buch kaum noch aus den Händen legen und will unbedingt wissen wie es weitergeht. Das Ende ist der absolute Hammer. Die Charaktere (besonders Catheline und Mathis) sind absolut sympathisch und gut gezeichnet. Man schließt sie sehr schnell in ihr Herz. Auch die Nebencharaktere sind authentisch und passen perfekt ins Bild. Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat ist zudem, dass es auf einer wahren Begebenheit basiert. Im Buch findet man Hinweise zu dem geschichtlichen Hintergrund sowie ein Glossar mit ungewohnten (veralteten) Begriffen. Auch das Personenregister hat mir sehr gut gefallen, wie oft habe ich mich beim Lesen eines anderen Buches schon nach so einem gesehnt ;) Fazit: Ich kann das Buch (auch Personen die normalerweise keine historischen Bücher lesen) nur wärmstens empfehlen!!!

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