Livia Klingl

 4,2 Sterne bei 62 Bewertungen
Autor*in von Der Lügenpresser, Biedermeiern und weiteren Büchern.
Autorenbild von Livia Klingl (© Tanja Trojan / Quelle: Verlag Kremayr & Scheriau)

Lebenslauf

geboren 1956 in Wien, mehr als 20 Jahre Kriegs- und Krisenberichterstatterin vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran und Libanon, neun Jahre Leiterin des Außenpolitik-Ressorts im Kurier und Buchautorin. Österreichischer Staatspreis für „publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung“ im Jahr 2000, wohnt als passionierte Realistin (Eigendefinition) in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Bezirk mit der niedrigsten Kaufkraft und dem höchsten Ausländeranteil. „Der Lügenpresser“ ist ihr erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Livia Klingl

Cover des Buches Der Lügenpresser (ISBN: 9783218011075)

Der Lügenpresser

(21)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Biedermeiern (ISBN: 9783218011648)

Biedermeiern

(14)
Erschienen am 15.02.2019
Cover des Buches Wir können doch nicht alle nehmen! (ISBN: 9783218009683)

Wir können doch nicht alle nehmen!

(14)
Erschienen am 15.03.2015
Cover des Buches Lauter Fremde! (ISBN: 9783218010610)

Lauter Fremde!

(11)
Erschienen am 27.01.2017
Cover des Buches Mord auf leisen Pfoten (ISBN: 9783701717385)

Mord auf leisen Pfoten

(1)
Erschienen am 06.10.2020

Neue Rezensionen zu Livia Klingl

Cover des Buches Mord auf leisen Pfoten (ISBN: 9783701717385)
MartinAs avatar

Rezension zu "Mord auf leisen Pfoten" von Rotraut Schöberl

MartinA
Bunt gemischte Kurzgeschichten

Katzenkrimis erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit, ich selbst lese sie gerne (obwohl ich keine Katze habe und eine Anschaffung auch nicht in Planung ist) und finde sie meist unterhaltsamer als Hundekrimis.
Auch Kurzgeschichten lese ich gerne, da ist es natürlich, dass eine Anthologie mit Katzenkrimis mein Interesse weckt, vor allem wenn es sich dabei um eine bunte Mischung aus klassischen und neuen Autoren und Autorinnen handelt. So findet man neben Geschichten von Lilian Jackson Braun, Rita Mae Brown(mit Sneaky Pie Brown), Patricia Highsmith, Edgar Allan Poe und Agatha Christie auch neue Geschichten von deutschsprachigen Autoren.
19 Geschichten mit Katzen habe sich in Mord auf leisen Pfoten angesammelt, da dürfte für jeden Katenfreund etwas dabei sein.
Mich hat die Anthologie etwas enttäuscht, trotz der großen Namen. Ich würde nicht sagen, dass die Geschichten schlecht sind, aber (egal ob es bekannte oder weniger bekannte Autoren sind) abgesehen von einer Ausnahme fand ich die Storys eher durchschnittlich, auch wenn jede einzelne auf ihre eigene Art versucht den Leser zu überzeugen.
Die Ausnahme: Der weiße Tod von Justin Scott, eine Geschichte über Hunde, Katzen und Kojoten. Diese hat mir ausgesprochen gut gefallen und hob sich angenehm über den Durchschnitt der anderen Geschichten empor (ob das an den Kojoten lag, kann ich allerdings nicht sagen).
Im Großen und Ganzen ist aber auch Mord auf leisen Pfoten eine Anthologie wie jede andere auch, auch wenn die Geschichten keine Highlights sind Die Geschmäcker sind verschieden und ich bin mir sicher, dass jeder Katzenfreund die eine oder andere Geschichte lieben wird.

Aber ich kenne kaum eine Anthologie, bei der mir alle Geschichten gefallen haben. Und die Ilustrationen von Livia Klingl kann man meiner Meinung nach ignorieren (mein Geschmack sind sie nicht, aber sie tun auch nicht weh und sind nur dezent in die Geschichten eingewebt)
100% empfehlen kann ich die Anthologie nicht. Aber der Katzenfreund muss auch nicht unbedingt die Finger davon lassen.

Erschütternde Reportagen

Die österreichische Journalistin Livia Klingl berichtet sachlich von diversen Kriegsschauplätzen und hat dabei immer das Leid der Zivilbevölkerung im Fokus.  

Ihre Stationen in den Jahren 1992 - 2001 sind: 

  • Irak (2000)
  • Saudi-Arabien (1999 + 2001)
  • Afghanistan (2000)
  • Tschetschenien (2000)
  • Bosnien (1992 - 1996)
  • Kroatien (1995)
  • Kosovo (1998)
  • Serbien (1999 + 2001) 

Ohne viel Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit begibt sie sich in gefährliche Situationen, um authentische Augenzeugenberichte zu erhalten. Nachrichten aus zweiter oder dritter Hand sind ihre Sache nicht. Sie will alles aus erster Hand erfahren. Sie spricht mit den Menschen, sieht die Not und Verzweiflung ohne den oft gesehenen Voyeurismus von Journalisten. Obwohl sie (wohl aus Selbstschutz) emotionale Distanz zu den Opfern hält, zeigt sie echtes Interesse und Mitgefühl.

Manchmal sickert so etwas wie (Galgen?)Humor durch, wenn sie von dem Erlebten berichtet.   

„Heute ist doch St. Veitstag“ (Vidov Dan, 28.06.) soll Slobodan Milošević gesagt haben, bevor er zu seinem Kriegsverbrecher-Prozess nach Den Haag gebracht worden ist. (S. 272) 

Fazit:

 Ein erschütterndes und berührendes Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. 

Cover des Buches Biedermeiern (ISBN: 9783218011648)
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Rezension zu "Biedermeiern" von Livia Klingl

lielo99
Wahrhaftig ein kluges und aufrüttelndes Buch

Livia Klingl hat mit ihrem Buch Biedermeiern wahrhaftig ein Meisterwerk kreiert. Schon das Äußere ist außergewöhnlich. Das Cover ein wenig verspielt, wie eine Tapete aus längst vergangener Zeit, wird durch ein „Guckloch“ unterbrochen. Dieses Loch dient gleichzeitig als Rahmen für eine Karikatur. Sie zeigt den „Kinderkanzler“ und „Bumsti“ mit Zigarre. Nein, Bumsti ist kein Schimpfwort. Es ist der Kosename aus Kindertagen für Herrn Strache.


Die Abschnitte des Buches sind in Tage aufgeteilt und zeigen entweder kurze Absätze mit Anmerkungen der Autorin oder eine ihrer phantastischen Karikaturen. Sie schreibt unter anderem, was sie von dem neuen Bündnis Strache - Kurz hält und warum es ihrer Meinung nach dazu kam. Auch das sogenannte „soziale“ Netzwerk sieht sie so, wie es tatsächlich ist: asozial. Dort werden gefälschte Meldungen verbreitet und die handeln meistens von „Missetaten“ der „Ausländer“.


Biedermeiern las ich in einem Rutsch durch und das mehrmals. Die Karikaturen brachten mich zum Schmunzeln, weil Frau Klingl die Mimik der hier gezeichneten Politiker wie die Faust aufs Auge passt. Auch die Anmerkungen hat sie perfekt auf den Punkt gebracht. Ich war zur Zeit der Wahlen von Österreich häufig auf FB unterwegs und staune heute noch über die Gutgläubigkeit der Follower von Kurz und Strache.


Das kleine Buch Biedermeiern ist ein gewaltiges Stück Wahrheit, die nicht nur von Österreichern gelesen werden sollte. Prägnant und in wenigen Sätzen zeigt Frau Klingl uns Wählern, welche Macht wir eigentlich haben. Nutzen wir sie bei allen kommenden Wahlen. Für das Buch gebe ich eine ausdrückliche Leseempfehlung.


Gespräche aus der Community

Autoren oder Titel-CoverUnd täglich grüßt Livia Klingl:
Bissige Kommentare zum Politgeschehen in Wort und Bild.


Worum gehts?

Dass sich Livia Klingl nie ein Blatt vor den Mund nimmt, ist kein Geheimnis. Ihr Blick auf die Welt ist stets unbestechlich und streitbar. Seit dem Wahlsieg der türkis-blauen Koalition im Oktober 2017 begleitet sie auf Facebook das österreichische Politgeschehen mit dem Projekt „Biedermeiern“: tägliche Meldungen, kritisch, satirisch, menschlich und im besten Sinn politisch unkorrekt. Von Kern bis Kickl, von Kurz bis Strache bleibt keine der großen Parteien vor Klingls spitzer Feder verschont. Doch Livia Klingl versammelt in diesem Band nicht nur die Highlights aus bald 500 Tagen eng am Puls des politischen Tagesgeschäfts. Ihre treffsicheren Analysen, Erinnerungen und manchmal auch Wutausbrüche rundet sie durch nachdenklich machende und das Zwerchfell anregende Karikaturen sowie zu Herzen gehende wahre Begebenheiten in ihrem kunterbunten Wiener Heimatbezirk Rudolfsheim-Fünfhaus ab. Ein kleines Buch voll großer Wahrheiten.

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Livia Klingl, geboren 1956 in Wien, mehr als 20 Jahre Kriegs- und Krisenberichterstatterin vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran und Libanon, neun Jahre Leiterin des Außenpolitik-Ressorts im Kurier und Buchautorin. Österreichischer Staatspreis für „publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung“ im Jahr 2000, wohnt als passionierte Realistin (Eigendefinition) in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Bezirk mit der niedrigsten Kaufkraft und dem höchsten Ausländeranteil. „Der Lügenpresser“ ist ihr erster Roman.

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Bewerbung zur Leserunde:
Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

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Letzter Beitrag von  lielo99

Worum geht's?

Dr. Karl Schmied, 62, ist verliebt. In Sonja aus Moldawien. Weil die Zukunft verheißungsvoll ist, schaut der Boulevardjournalist und studierte Historiker auch in die Vergangenheit zurück. Aus kleinen Verhältnissen stammend, hat er etwas aus sich und seinem Leben gemacht. Mit vielen Veränderungen im Land ist er durchaus zufrieden, aber dass man keinen „Mohr im Hemd“ mehr bestellen darf und gleichgeschlechtliche Paare jetzt auch noch heiraten wollen, geht ihm dann doch zu weit. EU, Migranten, Flüchtlinge, Roboterisierung, Social Media, die Krise der Politik und der Zeitungen: Karl Schmied sieht schwarz für die Zukunft. In seinem kleinen Kosmos fühlt er sich durchaus wohl. Bis zwei unerwartete Nachrichten sein sorgfältig zurechtgezimmertes Selbstbild krachend zum Einsturz bringen – worauf der vermeintlich Besonnene zu einem drastischen Mittel greift.
Mit spitzer Feder und hintersinnigem Witz taucht Livia Klingl in ihrem ersten Roman tief in die österreichische Seele ein. Sie schickt Karl Schmied auf eine Reise durch das Gestern, das Heute und das zu erwartende Morgen und blickt hinter die Fassade eines Menschen, der wie so viele andere auch das Gefühl hat, aus dieser unberechenbaren Zeit gefallen zu sein.

Livia Klingl

geboren 1956 in Wien, mehr als 20 Jahre Kriegs- und Krisenberichterstatterin vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran und Libanon, neun Jahre Leiterin des Außenpolitik-Ressorts im Kurier und Buchautorin. Österreichischer Staatspreis für „publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung“ im Jahr 2000, wohnt als passionierte Realistin (Eigendefinition) in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Bezirk mit der niedrigsten Kaufkraft und dem höchsten Ausländeranteil. „Der Lügenpresser“ ist ihr erster Roman.

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Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzer
Vielen Dank, dass ich mitlesen und Dr. Karl Schmied kennenlernen durfte. Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Hier auch meine Rezi dazu https://www.lovelybooks.de/autor/Livia-Klingl/Der-L%C3%BCgenpresser-1512674301-w/rezension/1563346489/?selektiert=1563351802

Worum geht's?

Ein Riss geht durch das Land. Auf der einen Seite stehen jene, die für mehr Miteinander, mehr Solidarität, mehr Offenheit eintreten. Auf der anderen jene, die zurück möchten in die „gute, alte Zeit“, als es noch keine Globalisierung gab, keine Flüchtlinge und keine Angst vor sozialem Abstieg. Die Bruchlinien gehen quer durch die Familien, sogar Freundschaften zerbrechen daran.
Warum ist heute eine aggressionslose Kommunikation darüber kaum mehr möglich? Warum werden Flüchtlinge zum Sündenbock gestempelt für alles, was schief läuft in diesem Land? In ihrer Analyse greift Livia Klingl die Vorurteile auf, sortiert sie und zeigt: Die Flüchtlingsfrage ist oft nur eine Ausrede, um sich mit den wirklichen Problemen nicht beschäftigen zu müssen.

Mit 21 Menschen hat Livia Klingl Interviews zum Thema Fremdheit und Fremdsein geführt. Entstanden sind 21 Porträts, die zeigen, welch vielfältiges Mosaik unsere Gesellschaft ist. Unter den Interviewten sind: Muna Duzdar, Lojze Wieser, Hannah Lessing, Nina Kusturica, Silvana Meixner, Klaus Oppitz, Johannes Voggenhuber.


Livia Klingl

geboren 1956 in Wien, mehr als 20 Jahre Kriegs- und Krisenberichterstatterin vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran und Libanon, neun Jahre Leiterin des Außenpolitikressorts im Kurier und Buchautorin. Österreichischer Staatspreis für „publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung“ im Jahr 2000, wohnt als passionierte Realistin (Eigendefinition) in Wien Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Bezirk mit der niedrigsten Kaufkraft und dem höchsten Ausländeranteil.


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Letzter Beitrag von  Smberge

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