Liz Carlyle Wicked All Day

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Inhaltsangabe zu „Wicked All Day“ von Liz Carlyle

Zoe Armstrong is beautiful, charming, rich and utterly unmarriageable. Since a true-love marriage seems impossible, she has accepted her role as society's flirt and mischiefmaker, until in one reckless, vulnerable moment, her future is shattered.
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  • Rezension zu "Wicked All Day" von Liz Carlyle

    Wicked All Day
    hana

    hana

    10. August 2011 um 16:59

    Inhalt: Zoë ist das uneheliche Kind von Elliot Amstrong, dass er mit seiner französischen Mätresse gezeugt hat. Trotz ihrer schwierigen Kindheit hat Zoë nach der Heirat ihres Vaters noch eine behütete Jugend erlebt, sie ist wohlhabenend und wird von ihrer Familie innig geliebt. Im ton wird sie jedoch nur wegen ihrer großen Mitgift geduldet und nur von wenigen akzeptiert, noch dazu hat Zoë ein Händchen für skandalöses Verhalten. Sie flirtet ungeniert und bricht zahlreiche Männerherzen, weshalb ihr ihr Vater nach einigen wenig erfolgreichen seasons schließlich ein Ultimatum stellt. Entweder sie wird auf den Landsitz der Familie nach Schottland geschickt oder sie heiratet. Der ausgewählte Kandidat passt ihr jedoch überhaupt nicht, da seine Mutter sie abgrundtief wegen ihrer Herkunft verabscheut und er sie auch nur wegen seiner ernsten finanziellen Situation heiraten würde. Aus Trotz und Verzweiflung sucht sie Trost bei ihrem entfernten Cousin Robert und findet sie sich wenig später in einer mehr als nur kompromitierenden Situation wieder und wird auch prompt von Robert's älterem Bruder Stuart, Lord Mercer, und seiner Ex-Geliebten, einer ganz großen Klatschbase versteht sich, entdeckt. Das Schicksal nimmt von nun an seinen Lauf, denn eine Heirat mit Robert scheint unvermeidbar. Kritik: Seit über einem Jahr hat "Wicked All Day" bei mir rumgesubbt, wieso weiß ich bis heute nicht, denn ich fand den Roman richtig gut, sonst hätte ich auch nicht bis fast Acht Uhr an der Geschichte gelesen. Mir Ausnahme vom Schlussteil fand ich "Wicked All Day" nämlich so spannend, dass ich einfach nicht einschlafen konnte und mir so nichts anderes übrig blieb als bis in die frühen Morgenstunden zu lesen. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wann es mir das letzte Mal derartig gegangen ist, normalerweise lese ich nicht länger als bis um Vier oder Fünf Uhr. Zu Beginn muss ich sagen, dass dem Roman ein gutes Lektorat nicht geschadet hätte. Normalerweise achte ich auf solche Sachen nicht, aber bei "Wicked All Day" sind mir immer wieder Fehler aufgefallen und das muss schon was heißen. So wurde aus Zoë auf einmal Zoé oder Robert küsst plötzlich seine eigenen statt Zoë's Lippen. Und auch an anderen Stellen fand ich Absätze etwas merkwürdig, umständlich und unverständlich formuliert.Vielleicht war das von der Autorin so beabsichtigt, aber ich fand die Sprünge in den Dialogen etwas irritierend. Diese Fehler haben nicht großartig gestört, aber sie müssen wirklich nicht sein, schließlich lese ich Romane extra in Englisch, damit mir derartiges erspart bleibt. Was bzw. wer den Roman für mich so spannend und fesselnd gemacht hat war (Stuart) Mercer. Er ist unglaublich sympathisch, süß und einfach für ihn hat es sich gelohnt "Wicked All Day" zu lesen! Wenn es einen Preis für den perfekten Helden gibt, dann wäre Mercer ein Kandidat für diesen Titel. Seine Gefühle wurden von Liz Carlyle unglaublich gut und realistisch dargestellt, sodass ich den ganzen Roman mit ihm mitgelitten und mitgefühlt habe, ohne das man ihn bemitleidet hat natürlich. Es ist so rührend mit anzusehen, wie sehr er Zoë in verliebt ist und unter der ganzen schwierigen Situation leidet. Der Großteil des Romans ist zwar aus Zoë's Sicht geschrieben, mit einigen Ausnahmen, aber es sind die kleinen Gesten und Bemerkungen, die einem Mercers Gefühle näher bringen, ohne das man bestimmte Szenen aus seiner Sicht erzählt bekommen muss. Ich fand es zwar immer wieder schön seine Sicht der Dinge kennen zu lernen, aber auch ohne diese Szenen wären seine Gefühle eindeutig herübergekommen. Ich habe wirklich den ganzen Roman gehofft, dass er sein Glück findet. Naja, dass er es findet steht bei einem Liebesroman außer Frage, aber ich wollte wissen, was er auf dem Weg dahin alles durchleben muss, darum geht es schließlich bei einem Historical. Nicht das Happy End ist entscheidend, sondern die Geschichte dorthin. Zoë ist leider neben Mercer etwas untergangen, sie ist zwar auch sehr sympathisch und ich habe ihr ihr Glück gegönnt, aber mich hat es irgendwann genervt, dass sie die Fehler und Probleme (fast) immer bei sich gesucht und jegliche Schuld auf sich genommen hat. Okay, ihre Kindheit und ihre Herkunft sind verbesserungswürdig, aber sie würde dennoch verhätschelt, sowie mit Liebe und Geld überhäuft und hatte im Prinzip später eine schöne Kindheit, weshalb ich ihr Verhalten doch etwas unpassend fand. Abgesehen von kleineren Tendenzen in Selbstmitleid zu versinken und ihre eigenen Wünschen hinter denen anderer stellen, fand ich sie aber sehr erfrischend und realistisch charakterisiert. Sie passt einfach zu Mercer! Robert hat quasi die Arschkarte des Romans gezogen, denn einen wirklichen Bösewicht gibt in "Wicked All Day" nicht und daher wurde diese Rolle in gewisserweise Robert zu teil, dennoch ist er doch irgendwie trotzdem ein wenig sympathisch. Obwohl man seine Gefühle teilweise verstehen kann, benimmt er sich dauernd wie ein verzogener kleiner Junge und stößt alle mit seinem Egoismus und Selbstmitleid vor den Kopf. Mehr als nur einmal benimmt er sich wie ein riesiges Arschloch, am liebsten hätte ich dem Kerl manchmal ein bisschen Verstand in den Körper geschüttelt. Mit seinen 25 Jahren verhält er sich jedenfalls selten wie ein Erwachsener und das ging mir stellenweise wirklich auf die Nerven. Ansonsten passiert mir das nur bei der ein oder anderen Heldin, aber in diesem Fall benimmt sich Robert schlimmer als so manche weibliche Nervensäge und das hat schon was zu bedeuten. Ist ja nicht so, dass andere außer er selber Schuld an seiner etwas schwierigen Lage hätten. ;-) So jetzt habe ich viel zu den Charakteren und wenig zur Geschichte gesagt. Meiner Meinung nach ist die Handlung in diesem Fall gar nicht so entscheidend, denn für mich haben die Charaktere "Wicked All Day" zudem gemacht was sie ist und die Geschichte hat dies nur noch unterstrichen. Ein paar Kleinigkeiten muss ich doch kitisieren. Besonders zum Ende hin zieht sich die Geschichte etwas, da es keine wirklichen Nebenplots gibt und einige Handlungsstränge unnötig detailliert beschrieben sind. Außerdem fand ich das Ende irgendwie nicht romantisch genug, ich hätte mir mehr Dramatik und Herzschmerz erhofft. Also insgesamt habe ich eher wenig zu kritisieren. Fazit: Ich liebe einfach Geschichten in denen sich die Protagonisten aus ihrer Kindheit kennen und "Wicked All Day" ist einer der besten Romane zu diesem Thema die ich bisher gelesen habe. Ansonsten habe ich nur noch eines zu sagen: Mercer ich liebe dich! ;-)

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