Liz Coley

 4,4 Sterne bei 172 Bewertungen
Autorin von Scherbenmädchen, Pretty Girl Thirteen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Liz Coley

Liz Coley veröffentlicht Bücher für Jugendliche und für alle, die jung geblieben sind. Ihr deutsches Debüt „Scherbenmädchen“ wurde in neun Länder verkauft und von unzähligen Leserinnen gefunden. Besonders in Frankreich wurde das Buch, mit über 200.000 verkaufen Exemplaren, ein Bestseller.

Alle Bücher von Liz Coley

Cover des Buches Scherbenmädchen (ISBN: 9783404175185)

Scherbenmädchen

 (171)
Erschienen am 24.04.2017
Cover des Buches Pretty Girl Thirteen (ISBN: 9780007468515)

Pretty Girl Thirteen

 (1)
Erschienen am 01.03.2013
Cover des Buches Pretty Girl-13 (ISBN: 9780062127372)

Pretty Girl-13

 (0)
Erschienen am 19.03.2013

Neue Rezensionen zu Liz Coley

Cover des Buches Scherbenmädchen (ISBN: 9783404175185)
annapgnrs avatar

Rezension zu "Scherbenmädchen" von Liz Coley

Persönlichkeitsstörung
annapgnrvor 2 Monaten

Dieses Buch behandelt ein Thema, das ich persönlich unfassbar spannend und interessant finde, demnach konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen.

Die Autorin schreibt über ein sehr intensives Thema, welches in unserer Gesellschaft, wie so manch anderes Thema, das mit psychischen Problemen zu tun hat, totgeschwiegen wird. Die Geschichten der "einzelnen Persönlichkeiten" sind eingehend authentisch. Leider erfahren wir nicht alle Geschichten der "Persönlichkeiten", was somit einige Fragen offenlässt. Im Großen und Ganzen ist es ein gelungenes Buch, das einem definitiv in Erinnerung bleibt.

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Cover des Buches Scherbenmädchen (ISBN: 9783404175185)
Buchperlenblogs avatar

Rezension zu "Scherbenmädchen" von Liz Coley

Vom Abspalten der Persönlichkeit
Buchperlenblogvor 2 Jahren

Inhalt

Das letzte, woran sich Angie erinnern kann, ist, dass sie mit ihrer Pfadfindergruppe zum Zelten gefahren ist. Und das sie Himbeeren im Morgengrauen pflückte. Danach herrscht tiefe Dunkelheit. Doch nun steht sie in ihrer Straße, einen Beutel mit ihr unbekannten Sachen in der Hand. Und ihre Eltern behaupten, dass sie drei Jahre lang weg war. Aber was ist mit ihr passiert?

Vom Abspalten der eigenen Persönlichkeit

Zu Beginn noch einmal eine ausdrückliche Triggerwarnung. Dieses Buch befasst sich mit dem jahrelangen Missbrauch eines jungen Mädchens, in dessen Folge sich Persönlichkeitsanteile gebildet haben, die die Last der Erinnerungen auf sich genommen haben. 

Scherbenmädchen ist nicht mein erstes Buch über die dissoziative Identitätsstörung, jedoch mein erster fiktiver Roman darüber. Dank Vater Unser in der Hölle von Ulla Fröhlich und dem noch immer in meinem Kopf sehr präsenten Aufschrei von Truddi Chase, habe ich bereits einige Einblicke in diese durch schwerste Traumata hervorgerufene Abspaltung des eigenen Geistes erfahren. Das Schicksal von Angela Grace Chapman ist erfunden, das von vielen anderen Kindern jedoch nicht. 

Bei einem Ausflug mit ihrer Pfadfindergruppe in den Wald kehrt Angie drei Jahre lang nicht nach Hause zurück. Als sie es tut, weiß sie nicht, dass bereits so viel Zeit vergangen ist. Für sie ist es erst der nächste Tag, auch wenn ihr Körper eine andere Sprache spricht. Langsam kehren ihre Erinnerungen zurück, größtenteils mit Hilfe von Dr. Grant, der schnell hinzugezogenen Psychotherapeutin. Drei Jahre lang wurde sie von einem Mann in einer Hütte im Wald festgehalten, erniedrigt, gefesselt, missbraucht. Dank meiner vorangegangenen Lektüren wurde ich zunächst stutzig, DIS entwickelt sich in der Regel nicht mehr im Teenageralter, außerdem schien die Stimme, die Angie im Wald zum Verstecken aufforderte, bereits längst vorhanden zu sein. Noch mehr Erinnerungen, die es langsam aufzudecken gilt.

Besonders interessant fand ich den Aspekt des Buches, dass Angie erst sechzehn Jahre alt ist, als sie entdeckt, dass sie nicht allein ihren Körper bewohnt. Das Teenageralter bringt eine Reihe weiterer Probleme mit sich, Schulalltag inklusive, dem es sich nach so einer Tortur zu stellen gilt. Was erzählt man den Mitschülern, kann man ehemaligen Freunden noch vertrauen? Liz Coley, die zu Recherchezwecken ein ausführliches Interview mit einer Überlebenden führte, beschreibt hier auf sehr eindringliche Art und Weise, wie es Angie ergangen sein muss, sich plötzlich mit all diesen erschreckenden Einzeheiten zurecht zu finden, in einer Welt, die nicht mehr die ihre zu sein scheint. Dabei erhält man Einblicke in die Geschehnisse der verlorenen drei Jahre, aber niemals zu detailliert. Angie und ihre Persönlichkeitsanteile wuchsen mir enorm ans Herz, jede für sich, und mehr als einmal verschwamm die Sicht auf die Seiten.

Fazit

Ein etwas sanfterer Einstieg in das Thema der dissoziativen Identitätsstörung dank fehlender Detailgenauigkeit in Bezug auf die erlebten Verbrechen. Außerdem schneidet die Autorin bei der Therapie eine interessante Verfahrenstechnik an, die es so zwar noch nicht gibt, aber vielleicht in naher Zukunft eine weitere Lösung für Überlebende bieten könnte. 

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Cover des Buches Scherbenmädchen (ISBN: 9783404175185)
nathis_nerdwelts avatar

Rezension zu "Scherbenmädchen" von Liz Coley

Spannender und tiefgründiger Thriller
nathis_nerdweltvor 2 Jahren

Vor drei Jahren verschwand Angie im Alter von 13 Jahren spurlos aus ihrem Zeltlager. Plötzlich taucht sie vor ihrem Elternhaus wieder auf, ohne jegliche Erinnerung wo sie war und was geschehen ist. Gemeinsam mit einer Therapeutin versuchen sie die Erinnerungen zurück zu holen.

Das Buch hat sich wirklich schnell und flüssig lesen lassen und war von Anfang bis Ende durchweg spannend. Die Geschichte ist schockierend und tiefgründig und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich wissen wollte was mit Angie geschehen ist.

Die Charaktere sind sehr authentisch und das handeln der einzelenen war realistisch und nachvollziehbar, besonders die Gedanken und Gefühle von Angie sind hier wirklich gut rüber gekommen. Schwerpunkt der Geschichte liegt bei der Krankheit einer Dissoziativen Störungen, die sehr gut umgesetzt wurde. Auch wenn schon früh klar wurde was geschehen ist, gibt es einige Plottwist die ich nicht habe kommen sehen. Das Ende ging mir persönlich etwas zu schnell und war im Gesamtbild gesehen zu actionreich.

Fazit: Scherbenmädchen ist ein spannender und schockierender Thriller, mit einer tiefgründigen Geschichte, die mich wirklich berührt hat. Ich kann dieses Buch jedem Empfehlen.

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