Liz Coley Scherbenmädchen

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Inhaltsangabe zu „Scherbenmädchen“ von Liz Coley

Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel§könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen§kann. Sie würde zerbrechen - Ein spannender Psychothriller!

Ein gelungenes Buch mit einem Thema, welches mir noch nie in einem Buch begegnet ist. Eine starke Protagonistin, die man nur mögen kann!

— xLifewithbooks

Wird immer eins meiner Lieblingsbücher bleiben

— zweiundzwanzig

Faszinierende Thematik, super umgesetzt.

— booksalive97

Richtig gutes Buch, habe es zwei mal gelesen es hat mich beide Male total begeistert.

— sophia_leo

schockierender, spannender Roman, der lange im Gedächtnis bleiben wird

— Bookjulie97

Schockierend, spannend und fesselnd. Ein sehr gutes Buch!

— Mondprinzessin

Ein sehr spannendes Buch, welches die Themen Entführung und Dissoziation gut verpackt hat!

— Miichele

Schockierend, heftig und gleichzeitig spannend! Gibt einen interessanten Blick der Dissoziation.

— AnnaBerlin

Wow :) Nichts für Angsthasen

— amsterdam_sarah

Fesselnde Geschichte

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  • Faszinierende Thematik, super umgesetzt

    Scherbenmädchen

    booksalive97

    13. August 2017 um 00:33

    Hier der Link zur Rezension auf meinem Blog:
    https://2bookmarks.wordpress.com/2016/12/18/liz-coley-scherbenmaedchen/

  • schockierender, spannender Roman, der lange im Gedächtnis bleiben wird

    Scherbenmädchen

    Bookjulie97

    14. July 2017 um 14:00

    Kennt ihr diese Bücher, die ihr beendet und erst einmal beiseite legen müsst? Genau so erging es mir bei Scherbenmädchen. Nachdem ich das Nachwort der Autorin gelesen hab, legte ich das Buch neben mich und starrte in die Leere. Ich musste das Gelesene erst sacken lassen bevor ich etwas anderes machen konnte. Ich war nicht in der Lage, einfach zurück in die Realität, in meinen Alltag zu finden. Obwohl die Realität so viel besser ist, als das, was Angie erleben musste. Als ich das erste Kapitel gelesen habe, hatte ich etwas Angst vor dem was kommt, denn es war keine normale Erzählperspektive.  Ich war aber so neugierig dank dem Klappentext, dass ich einfach weiterlesen musste. Im zweiten Kapitel änderte sich die Erzählperspektive auch. Das mochte ich an Liz Coley's Buch sehr. Die Perspektiven sprangen immer mal wieder hin und her, was aber so gut geschrieben wurde und mit kursivem Text unterstrichen wurde, dass ich damit richtig gut klar kam. Es machte die Geschichte interessanter und abwechslungsreich. Außerdem erfuhr man während diesem Wechsel bereits einige Dinge, die zum Weiterlesen anregten und entscheidend für die Geschichte waren. Dennoch musste ich das Buch öfters beiseite legen um erst einmal durchzuschnaufen, denn die Geschichte ist nichts leichtes. Das kann man anhand der Inhaltsangabe auch schon denken, aber trotzdem war es sehr schockierend, grausam und einfach traurig. Man möchte sich gar nicht vorstellen, dass Menschen so etwas wirklich durchstehen müssen. Allgemein fand ich die Idee mit dem Plot und der beschriebenen Krankheit sehr interessant. Ich habe noch nie etwas in diese Richtung gelesen, aber finde, dass Liz Coley das super umgesetzt hat. Sie hat an den richtigen Stellen alles Wichtige erklärt und fachliche Informationen passend einfließen lassen. Somit war das Buch außerdem informativ und hat mir somit einen guten Einblick in eine, für mich neue, Krankheit gegeben (ich möchte nicht spoilern, deswegen nenne ich sie nicht bei ihrem Name). Fazit: Scherbenmädchen ist ein schockierender Roman, der mich mit einer spannenden und sehr traurigen Geschichte sehr mitgenommen hat. Durch die verschiedenen Perspektiven wurde die Komplexität der thematisierten Krankheit gut vermittel und durch fachliche Informationen war das Buch informativ und leicht verständlich. Der Roman und die Protagonistin haben mir sehr gut gefallen und werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben.

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  • Schockierend und spannend!

    Scherbenmädchen

    Miichele

    28. January 2017 um 21:00

    Inhalt + Stil: Angie steht nach drei Jahren plötzlich wieder vor der Haustür. Sie ist als 13 Jährige entführt worden und leidet ab diesem Zeitpunkt unter totaler Amnesie. Als Schutzmechanismus hat sie mehrere Persönlichkeiten gebildet, sie hat also eine dissoziative Idenditätstörung.Das Buch ist einfach zu lesen und ich habe es schnell verschlungen. Es gibt immer wieder Abschnitte in denen die Persönlickeiten das Wort haben, was mir sehr gefallen hat, denn so konnte ich diese gut kennenernen.Meinung: Das Buch hat mich sehr mitgenommen am Anfang, weil man gut mitfühlen konnte, wie sich Eltern und Kind nach einer Entführung fühlen und Probleme die auftreten können. (Ich verdrückte sogar einige Tränchen). Die Reise, um ihre Erinnerungen und ihre Persönlichkeit mitzubekommen, ist ebenfalls sehr spannend und mit einem überraschenden Ende versehen . Fazit: Alles in Allem nur empfehlenswert! Ausserdem wirft es am Ende einige kritische Fragen auf bezüglich eventueller Behandlungsmethoden gegen eine Dissoziation.

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  • Scherbenmädchen

    Scherbenmädchen

    photovivie

    12. May 2016 um 07:45

    Nach drei Jahren Gefangenschaft und Missbrauch taucht die sechzehnjährige Angie wieder auf – ohne Erinnerungen an die vergangenen Jahre und mit jeder Menge Narben. Die Altersempfehlung des Verlages lautet 14+. Dem kann ich zustimmen. Jüngeren würde ich das Buch nicht geben, da es doch ziemlich heftig ist! Ich würde dringend empfehlen, vor dem Lesen nicht zu viel über das Buch zu lesen, da man sonst doch schon eigentlich zu viel erfährt! Am besten lässt man sich einfach überraschen. Ich fand es sehr spannend! Schau gerne für weitere Rezensionen auch auf meinem Blog www.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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  • Psychologisch sehr interessant!

    Scherbenmädchen

    Inibini

    23. April 2016 um 08:37

    Inhalt: Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel§könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen§kann. Sie würde zerbrechen. (Quelle: LB) Meine Meinung: Ich hab viel von diesem Thriller gehört und da musste ich ihn auch einfach lesen! Die Hauptprotagonistin Angie war gut ausgearbeitet und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen :) Mir gefielen auch die Arten, wie Angies anderen Persönlichkeit 'zu Wort' kamen. Auch der Schreibstil passt gut zum Buch, da er sehr jugendlich und flüssig zu lesen ist. Man erfährt viel über das Thema DIS, was sehr interessant war! :) Spannend fand ich es nun nicht wirklich. Klar, es spielt sich auf der psychischen Ebene ab aber etwas mehr Nervenkitzel hätte ich schon erwartet. Das Ende fand ich so lala. Es hielt noch eine große Überraschung bereit aber es ging mir zu schnell und es gab noch viele und sehr, für mich, wichtige offene Fragen. Das fand ich etwas schade. Die Autorin konnte einen aber gut auf falsche Fährte locken! Mein Fazit: Ein solider Thriller, der durch seinen interessanten Inhalt überzeugen konnte. Aufgrund der nicht sooo vorhandenen Spannung und dem nicht so prallen Ende, ziehe ich einen Stern ab. 4/5 Thrillersternchen

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  • Wie lange kannst du dich vor dir selbst verstecken?

    Scherbenmädchen

    MiraBerlin

    10. October 2015 um 22:16

    Vor circa drei Jahren verschwand Angie im Alter von 13 Jahren spurlos. Als sie wieder auftaucht, hat sie ganz viele Narben, von deren Herkunft sie aber nichts weiß. Alles scheint wie ausgelöscht. Aber schnell merkt sie, dass verschiedene Teilpersönlichkeiten in ihr leben, z. B. der Engel und die Pfadfinderin. Sie alle hüten ein Teil ihres Geheimnisses, welches Angie niemals in seiner Ganzheit erfahren darf, denn daran würde sie zerbrechen. Mein Interesse für Psychologie ist sehr groß, weshalb ich diesem Buch allgemein erst skeptisch gegenüber stand. Ich fürchtete, dass eine psychische Krankheit hier zu Unterhaltungszwecken ausgeschlachtet werden könnte. Als ich dann aber sah, dass eine Diplom-Psychologin bei der Übersetzung geholfen hatte, wusste ich, dass es hier wohl nicht an Tiefsinn fehlen dürfte und das war dann auch glücklicherweise der Fall. Der Schwerpunkt sind hier die dissoziativen Störungen, welche gut umgesetzt wurden. Sowohl die Symptome als auch die Entstehung dieser wird gut behandelt und gibt einen guten Einblick in die Krankheit. Es wird auf wissenschaftliche Weise erklärt und auch die Therapie wird genauer erläutert, auch wenn diese zum Teil fiktiv ist. Dazu äußert sich die Autorin aber in einem bewegenden Nachwort noch genauer. Trotz der wissenschaftlichen Erklärungen hat man nie das Gefühl, eine Abhandlung zu lesen, sondern kann es dennoch gut in einem Rutsch lesen, was ich aber dennoch nicht tat, weil ich diese Geschichte einfach voll auskosten wollte. Immer wieder zwang ich mich, eine Pause zu machen, um all die Informationen aufzusagen, die dieses Buch liefert. Ganz nebenbei lernt man so viel über die Psyche eines Menschen, auch ich, die sich schon recht viel damit beschäftigt. Dieses Buch genießt man am besten in kleinen Happen, einfach, weil es so eine besondere Geschichte ist, deren Vollkommenheit man am besten durch viel Reflexion erkennt. Angie gegenüber hatte ich keine eindeutige Meinung, was ja auch eigentlich selbstverständlich ist, wenn man bedenkt, dass sie mehrere Persönlichkeiten in sich vereinigt. Die Entwicklung von ihr ist aber dennoch enorm, da sie auch immer mehr lernt, mit der Krankheit umzugehen. Aber nicht nur an ihrer Entwicklung nimmt man teil, sondern auch der ihres Umfeldes. Viele Probleme werden in diesem Buch angesprochen, die einen auch selbst zum Nachdenken anregen. Diese Geschichte kann einen einfach nicht kalt lassen, weil man viel zu sehr in das Leid dieses Mädchens hineingezogen wird und nicht glauben kann, dass sie in der Lage war, dass so gut zu verdrängen und auf diese Weise zu überleben. Alles in allem ist es ein faszinierendes Buch, welches dem Leser die dissoziativen Störungen näher bringt und ihn dafür sensibilisiert. Die Charaktere, vor allem die der Protagonistin, sind eindrucksvoll geschildert. Auch wenn man verzweifelt nach Oberflächlichkeit suchte, fände man keine, da alles genau im richtigen Maße detailliert beschrieben wird. Ich bin begeistert! Hoffentlich wird man noch viel von dieser Autorin lesen können!

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  • Rezension

    Scherbenmädchen

    Principessa97

    05. October 2015 um 11:17

    Ich lese ja eigentlich keine Thriller, aber hier hat mich der Klappentext und die gute Bewertung einfach so gereizt, dass ich es lesen musste. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Das Buch hat mich geflasht! Gestern Abend gegen 7 Uhr begann ich in die ersten Seiten hinein zuschnuppern und konnte es dann nicht mehr weglegen. Ich lass und las und klappte es dann kurz nach Mitternacht zu. Schon lange habe ich ein Buch nicht mehr in einem Rutsch durchgelesen, aber Angie und ihre Geschichte hat mich einfach nicht losgelassen. Beim Zelten wird die 13- jährige Angie entführt und taucht drei Jahre später vor ihrem Elternhaus wieder auf. Zunächst sind ihre Eltern in heller Freude, doch schnell stellt sich heraus, für Angie ist seitdem kein Tag vergangen. Sie denkt immer noch sie ist 13 Jahre alt und war erst gestern mit ihren besten Freundinnen Livvie und Katie zelten. Sie versteht den ganzen Aufruhr um sie nicht, weiß nicht, was passiert sein soll. Sie ist doch unmöglich 16 Jahre alt! Doch ihr Körper spricht eine andere Sprache. Ihre Haare sind länger, sie hat plötzlich einen Busen und fürchterliche Narben an den Füßen und Händen, die nur von Metallketten stammen können. Nach einer Untersuchung steht fest. Angie wurde Jahre lang gefangen gehalten, musste körperlich schwere Arbeit leisten und wurde körperlich missbraucht. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Angie leitet an der psychischen Erkrankung der Dissoziation. Ein Teil ihres Bewusstseins spaltet sich ab, sie erleidet einen vollständigen Realitätsverlust. Auf diese Weise konnte sie sich vor den traumatischen Ereignissen seelisch schützen. In den verschiedensten Situationen ihrer Gefangennahme hat eine Alternativpersönlichkeit ihren Körper übernommen. Das geht soweit, dass sie in dem einen Moment noch ganz klar bei sich ist und im nächsten Moment sich 3 Stunden vergangen und sie weiß nichts davon, weil eine andere Persönlichkeit von ihr Besitz ergriffen hat. Diese Teilpersönlichkeiten können ein unterschiedliches Alter, Geschlecht und Vorlieben haben. Gemeinsam mit ihrer Therapeutin Dr. Grant versucht Angie ihre Erinnerung zurückzuholen und all ihre Persönlichkeiten in sich zu vereinen. Die Dissoziation ist ein Selbstschutzmechanismus des menschlichen Bewusstseins. Doch bei der Aufarbeitung muss Angie schon bald feststellen, dass sie schreckliche Dinge durchlebt hat. Um ihre Gefangenschaft zu überstehen gibt es da in ihr die Pfadfindern, Kleine Frau, Petze und Engel. Sie alle tragen einen kleinen Teil ihrer Vergangenheit in sich und sie alle zusammen können aber auch dazu führen, dass Angie an der Wahrheit zerbricht - denn vielleicht, ganz vielleicht ist es besser, wenn sie sich nicht an alles erinnern kann, was ich widerfahren ist... Ich finde die Autorin hat diese knifflige Thematik sehr gut umgesetzt. Obwohl diese Geschichte hochkompliziert ist, hat sie alles gut und leicht verständlich in einen Roman umgebaut. Umrahmt ist das alles auch von Angies Wiedereinleben in die Gesellschaft. Denn anscheinend haben sich alle außer sie verändert. Ihre Freunde gehen nicht mehr in die 8., sondern 11. Klasse, und ihr Vater ist innerlich zerbrochen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen. Die Autorin legt sofort das Potenzial der Geschichte in die ersten Sätze. Mich packte sofort die Spannung und Stück für Stück erforschte ich gemeinsam mit Angie ihr Leben. Doch nicht nur ihre Vergangenheit ist schaurig, auch seit sie wieder da ist, gerät sie in die Hände von Verbrechern - und das bei scheinbaren Bewusstsein, weil sich ihre Persönlichkeiten immer näher annähern. Ich fand es faszinieren, wie die Autorin das gestrickt hat. In Form von Briefen oder Aufnahme spricht eine andere Angie aus ihr - doch nicht nur dieser Teil konnte mich überzeugen, sondern die vielen Überraschungen, die besonders am Ende nochmal kamen. Kaum glaubte ich als Leser ihre Geschichte zu kennen, tauchten neue schockierende Details auf. Das Ende hat mich berührt und ich muss immer noch schlucken, wenn ich bloß daran denke. Das ist einfach so herzzerreißend, ich muss einfach immer wieder darüber nachdenken. Der Schreibstil hat mich gefesselt. Liz Coley hat mich an ihre Seiten gebunden und nicht mehr losgelassen. Die Art und Weise wie das Buch aufgebaut ist, spiegelt sich auch in verschiedenen Schriftarten wieder und ich kann es nur widerholen. Ich bin von der Dissoziation fasziniert. Das hat sie so geschickt, so authentisch und interessant in einen Roman über einen Teenager eingeflochten -ich komme aus meinen Lobhymen nicht heraus. Und das schöne ist, dass ich dabei wirklich nachdenken musste, besonders als es am Ende ziemlich verwirrend wurde. Fazit: Scherbenmädchen ist ein klasse Buch und für jeden, der sich ein bisschen für Psychologie interessiert, genau das Richtige!  

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  • Scherbenmädchen - Liz Coley

    Scherbenmädchen

    BinavanBook

    03. October 2015 um 13:36

    Klappentext Es gibt Geheimnisse, die kannst du nicht einmal dir selbst erzählen. Angie wird vermisst. Nach Jahren kehrt sie zurück. Sie kann sich an nichts erinnern. Doch dann fangen ihre inneren Stimmen an zu erzählen … Kleine Frau: >>Du wusstest ja nicht, wie wir dein Leben gerettet haben.<< Türwächterin: >>Nur an deinen Narben konnten wir leider nichts ändern.<< Pfadfinderin: >>Wie wir dich rein und umgerührt gabelten haben, Hübsches Mädchen 13. So haben wir dich genannt.<< Engel: >>Ach Angie, du warst so wütend auf uns.<< Auto Liz Coley schreibt über sich selbst: >>Viele meiner Ideen entstehen, wenn ich im Auto unterwegs bin, und ich bin bereits bekannt dafür, dass ich Ausfahrten verpasse und immer weiterfahre. Ich denke gerne an meine Zeit als Teenager zurück, als Gefühle noch alles bedeuten . Deshalb glaube ich, dass meine Geschichten Jugendliche ansprechen und alle, die sich gerne an ihre Jugend erinnern. Ich möchte Geschichten erzählen, die einen zum Lachen und ein bisschen auch zum Weinen bringen, und die einen darüber nachdenken lassen, was es bedeutet, lebendig zu sein.<< Liz Coley lebt mit ihrer Familie in Ohio. Ihre Kurzgeschichten sind in verschiedenen Magazinen erschienen. Scherbenmädchen ist ihr erster Jugendroman, der in neun Ländern verkauft wurde und unzählige begeisterte Leserinnen gefunden hat. Inhalt Angie ist dreizehn Jahre als, als sie während eines Campingstrips mit ihrer Pfadkindergruppe entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder zu Hause auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern, auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fuß- und Handgelenken stammen. Was ist in den letzten drei Jahren bloß passiert? Wo hat sie gelebt und mit wem? Mithilfe einer Psychologin macht sich Angie daran, die verlorenen Erinnerungen zurückzuholen. Schon bald muss sie erkennen, dass sie schreckliche Dingen durchlebt hat. So schrecklich, dass ihr eigenes Ich das alles nicht ertragen konnte. Und so haben sich ih ihr verschiedene Persönlichkeiten gebildet, um die Jahre in Gefangenschaft an ihrer Stelle durchzustehen. Pfadfinderin, Kleine Frau und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jeder von ihnen trägt einen kleinen teil von Anwies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie alle wissen dass Angie es nicht ertragen würde, die Wahrheit zu hören. Sie würde zerbrechen … Der erste Satz Du hattest vergessen, wie früh beim Sommerzeltlager die Sonne aufgeht – und wie laut die Vögel am Morgen singen. Meine Meinung Mir hat das Buch sehr gut gefallen, das Thema Amnesie in Kombination der Persönlichkeitsspaltung fand ich sehr interessant und hat mich durch die Seiten fliegen lassen. Obwohl nicht nur reale sondern auch fiktive Behandlungsmethoden verwendet wurden, finde ich die medizinische Herangehensweise durchaus nachvollziehbar. Wahnsinn zu was unser Gehirn in der Lage ist um uns zu schützen. Mehr mag ich euch zu diesem sehr gut gelungenen Thriller nicht verraten.

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  • Sehr belastend aber toll geschrieben!

    Scherbenmädchen

    Sunshine_Books

    12. September 2015 um 20:41

    Inhalt: Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen kann. Sie würde zerbrechen ... (Klappentext, Amazon) Cover: Das Cover gefällt mir gut, wobei es meiner Meinung nach ernster hätte gestaltet sein können. Die Geschichte ist sehr belastend. Titel: Dafür passt der Titel "Scherbenmädchen" wunderbar. Dazu werde ich allerdings erst im Bereich "Charaktere" mehr sagen. Schreibstil: Hier kommen wir zur eigentlichen Besonderheit des Buches, denn es ist in allen Perspektiven geschrieben, sprich: Dritte Person, Ich-Erzähler, Du und Wir. Das hatte ich noch nie und es ist wirklich faszinierend. Das Ganze entstand natürlich nicht aus einer Laune der Autorin heraus, sondern dient dazu, den psychischen Zustand der Protagonistin zu erläutern. Generell war das Buch sehr spannend, sodass ich es innerhalb kürzester Zeit verschlungen hatte. Man merkt, wie sehr sich Liz Coley mit dem Thema auseinandergesetzt hat und dass sie ordentlich recherchiert hat. Die Geschichte ist absolut glaubwürdig und nimmt einen daher sehr mit. Charaktere: Angie ist sechzehn, als das Buch beginnt, in ihr drin lebt allerdings immer noch ihr dreizehn-jähriges Ich. Warum das so ist, wird nach und nach klar. Sie war drei Jahre lang verschwunden. Schnell kommt die Polizei zu dem Schluss, dass es sich um eine Entführung gehandelt haben muss. Die ärztlichen Untersuchungen bezeugen zudem, dass das Mädchen in dieser Zeit durch die Hölle gegangen ist und es verständlich ist, dass sie alle Erinnerungen verdrängt. Aber verdrängt sie sie wirklich? Denn es kommt immer wieder zu Ereignissen, an die Angie sich nicht mehr erinnern kann. Es scheint, als tut sie Dinge, ohne zu wissen, dass sie das war. Wer hat nachts ihr Zimmer ausgeräumt? Wer hat im Schaukelstuhl geschaukelt und hat sie sich wirklich an ihren ehemaligen Schulfreund rangeschmissen ohne es zu wissen? Zusammen in ihrer Psychiaterin kommt sie dem Geheimnis auf die Spur und ist geschockt. Ich werde euch nicht sagen, was mit Angie nicht stimmt, denn es ist im Grunde das, was die Story ausmacht. Nur so viel: Man schießt dieses Mädchen sehr schnell ins Herz und die Dinge, die nach und nach ans Licht kommen sind nichts für schwache Nerven. Erwähnenswert: Ein Buch über Kindesmissbrauch und eventuelle psychische Folgen, das vielleicht wirklich erst ab sechzehn gelesen werden sollte. Stuck in my Head: »Sie wollten ihre drei Jahre zurück, genau wie du. Auch sie wollten vergessen. Sie wollten das ganze Ausmaß des Schadens nicht kennen und auch nicht die Ursache für all deine Narben. Aber du musstest es wissen..« (S. 143) Kriesenreif: Nichts, nur dass das Buchs schwer im Magen liegt. Fazit: Kein Buch für zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen um es zu verkraften, aber dennoch ist es eine Geschichte, die man nicht verpassen darf. Bis jetzt das beste Buch, das ich über dieses Thema gelesen habe! Absolute Empfehlung!

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  • Es hätte so ein tolles Buch werden können...

    Scherbenmädchen

    FAMI_Anke

    01. September 2015 um 10:50

    Letzte Seite gelesen, Buch zugeschlagen. Plötzlich tauchen furchtbar viele Fragen in meinem Kopf auf, die ich gerne noch geklärt bekommen hätte. Leider ist die Autorin nicht mehr dazu gekommen. Vielleicht war genau das ihre Absicht? Ich weiß es nicht. Schon alleine die Aufmachung des Buches hat mich in seinen Bann gezogen. Rote Signalfarbe, ein junges Mädchen, das mir den Rücken zugewandt hat in einem weißen, unscheinbaren Kleid. Um sie herum ist etwas explodiert, wahrscheinlich eine Glaskugel. Ich finde das Cover extrem interessant und auch hinten sind kleine Zitate von verschiedenen Personen abgedruckt. Alle laden zum lesen ein. Angie, Angela Chapman, ist dreizehn Jahre alt und mit ihrer Pfadfindergruppe unterwegs. Nur leider kehrt sie von diesem Trip nie nach Hause zurück. Drei Jahre später taucht sie dann doch plötzlich bei ihren Eltern wieder auf. Sie hat Klamotten an, die sie nicht kennt. Woher sie die hat? Weiß sie nicht. Was sie die letzten drei Jahre gemacht hat? Weiß sie nicht. Woher die Narben an ihren Hand- und Fußgelenken kommen? Weiß sie nicht. Erst mit Hilfe einer Therapeutin kommt sie den letzten drei Jahre auf die Spur. Doch die Vergangenheit war so grausam, dass ihr eigenes Ich das alles nicht ertragen konnte und sich deswegen in verschiedene Persönlichkeiten gespalten hat. Jede von denen hat eine eigene Rolle bekommen und jede von denen hilft Angie jetzt die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. An dieser Stelle muss ich sagen: Hut ab vor der Autorin! Wer sich noch nie mit Persönlichkeitsspaltungen auseinander gesetzt hat, bekommt hier einen super Einblick in diese Welt. Die Autorin verwebt das locker und flockig mit dem Text. Ich habe trotz meiner wenigen Medizinkenntnisse alles verstanden und bin tatsächlich auch etwas über die Krankheit informiert. Selbst Heilungsmöglichkeiten werden mit dargestellt. Auch wunderschön finde ich, dass alle Teilpersönlichkeiten zu Wort kamen und jeder auf seine Art. Jeder bekam von der Schriftstellerin einen eigenen Schreibstil und vor allem auch eine eigene Schreibschrift, sodass man alle problemlos auseinander halten konnte. Ich hab auch jedem sein Leid und seine Aufgabe ohne mit der Wimper zu zucken geglaubt. Die waren alle so eigenständig, wirklich wie richtige Personen. Als ob sie nicht zu Angie gehört hätten, sondern "Freunde" von ihr wären. Ebenfalls das Leben eines Teenagers an einer neuen Schule wurde wunderbar beschrieben. Mit welchen Problemen Angie nach ihrer Ankunft in einer jüngeren Klasse zu kämpfen hatte, welche Probleme die Eltern und die alten Freunde machen. Doch Angie lässt sich nicht unterkriegen und wird zum Schluss eine starke, junge Frau. Den Wandel kann man ganz genau beobachten und man fiebert auch richtig mit ihr mit. Doch jetzt kommt das große ABER! ------      ACHTUNG !!! SPOILERGEFAHR      ------ Eine der Teilpersönlichkeiten - Petze - entstand, weil Angie jahrelang und mit einer erschreckenden Regelmäßigkeit von ihrem Onkel missbraucht wurde. Gerade weil Andeutungen dazu schon sehr früh im Buch beschrieben werden, dachte ich die ganze Zeit, dass der Onkel derjenige war, der Angie entführt und ihr das alles angetan hatte. Doch stellt sich am Ende heraus, das ein ganz anderer Mann dafür verantwortlich war. Nur leider weiß ich echt nicht, wo der auf einmal her kam. Welche Gründe hatte er Angie zu entführen? Warum hat er es überhaupt so lange gemacht? Über den eigentlichen Täter an sich erfährt man leider nicht mehr als seinen Namen oder wie er zur Hütte, in der Angie festgehalten wird, gelangt bzw. wie er wieder auf Arbeit kommt. Die Beweggründe des Mannes hätte ich nur zu gerne erfahren. Doch er wirkte mehr wie ein Geist als ein Verbrecher. Auch würde ich zu gerne wissen, wie es mit dem Onkel ausgegangen wäre. Die Therapeutin hat zwar mit Hilfe der Polizei eine einstweilige Verfügung gegen ihn erlassen können, aber was sagt der Vater, der Bruder dazu? Was sagt die Oma, die ja plötzlich einen pädophilen Sohn hat? Generell verschwindet mir das Thema und die Person einfach zu schnell und zu einfach. Die ganze Zeit dachte ich, dass da noch was kommt. Dass der Onkel einen Racheplan im Ärmel hat oder sich wenigstens nochmal meldet oder irgendwas! Leider war auch dem nicht so. Auch finde ich es wieder ganz schön zufällig, dass ausgerechnet die Nachbarn der Familie Chapman den kleinen Sohn von Angie adoptiert haben. Zuerst war es auch für mich ein einfaches Kind-Babysitter-Verhältnis. Bis sich dann mit Hilfe von Einsame Seele, eine weitere Teilpersönlichkeit, herausstellt, dass der kleine Sam der leibliche Sohn von Angie ist. Und zum Schluss brennt dann auch noch das Haus der Nachbarn ab. In dem Moment dachte ich: Jetzt hat der Onkel zugeschlagen! Das ist sein Werk! Doch leider werde ich nie erfahren, warum es gebrannt hat. Angie und der Kleine werden zwar von der Feuerwehr gerettet und alles geht gut aus, aber warum letztendlich die Bude gebrannt hat? Keine Ahnung. Absicht oder Zufall? Ich werde es nie erfahren. Wären nicht die vielen Fragen meinerseits und das Gefühl, dass das Buch dann schnell zu Ende geschrieben werden musste, dann wäre es wirklich ein super Buch! Nirgends bekommt man so schön eine Krankheit be- und umschrieben als in diesem Roman. Ich danke der Autorin und wünsche mir vom nächsten Buch noch etwas mehr Tiefgang und vor allem mehr Ausrufezeichen anstatt Fragezeichen.  

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  • Ein spannender und ungewöhnlicher Jugend-Thriller

    Scherbenmädchen

    Minoo

    08. July 2015 um 07:58

    Eben noch sucht sich die 13-Jährige im Pfadfinder-Zeltlager ein geeigneten Ort zum Pinkeln und im nächsten Moment befindet sie sich auf dem Nach-Hause-Weg. Die Eltern sind völlig durcheinander, denn Angie war drei Jahre lang verschwunden. Doch sie erinnert sich an nichts, nicht einmal daran, dass so viel Zeit vergangen ist. Den Tag, an dem sie verschwunden ist, empfindet sie, als wären nur wenige Stunden vergangen. Doch wie kommt es, dass sie auf einmal so viel älter aussieht? Ihr Körper sich zu dem Körper einer 16-Jährigen entwickelt hat? Langsam begreift Angie was dies zu bedeuten hat. Bei ihrer Therapie findet sie heraus, dass sich mehrere Persönlichkeiten von ihrer eigenen abgespalten haben, um die schlimmen Erlebnisse während ihres Verschwindens zu ertragen. Als sich diese Persönlichkeiten an Angie richten, findet sie nach und nach heraus, was ihr während dieser drei Jahre widerfahren ist. Der Schreibstil ist sehr einfach und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird aus Angies Sicht geschildert. Besonders gut gefallen haben mir die Briefe, welche die anderen Persönlichkeiten an Angie schreiben, während sie schläft. Langsam erfährt man das Ausmaß des Erlebten und empfindet nicht nur einmal Mitleid mit Angie. Die Geschichte ist sehr spannend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und mich bremsen musste, langsamer zu lesen. Zudem hat mich Angies Geschichte sehr berührt. Während dem Lesen fragt man sich immer wieder, was Angie noch alles erleiden musste. Man spekuliert über verschiedene Dinge und es kommt keine Seite Langeweile auf. Die Charaktere in diesem Buch sind sehr authentisch. Besonders gut gefallen hat mir Angies Vater, auch wenn ich ihn die meiste Zeit schütteln wollte. Doch sein Umgang mit der Situation mag zwar nicht richtig sein, aber glaubhaft. Auch in Angie konnte ich mich gut hinein versetzen. Während des gesamten Buches macht sie eine große Entwicklung durch. Zunächst verdrängt sie ihre Situation, will ihr Verschwinden nicht wahr haben, doch Schritt für Schritt lernt sie damit umzugehen. Auch ihr Umgang mit den verschiedenen Persönlichkeiten entwickelt und verändert sich im Verlauf des Buches immer weiter. Was mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende des Buches. Dieses war sehr actionreich, was die Geschichte nicht nötig gehabt hätte und auch etwas unglaubhaft war. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. Fazit: Ein spannendes Buch, dass mir nicht nur einmal einen Schauer über den Rücken laufen lies. Für Jugendliche finde ich dieses Buch nur als bedingt empfehlenswert, da die Handlung schon harter Tobak war.

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  • Alptraumhaft

    Scherbenmädchen

    Aleena

    13. June 2015 um 22:32

    Angie verschwindet bei einem Schulausflug,dann taucht sie vor ihrem Elternhaus auf,mit nichts als einer Tüte in der Hand.Angie weiß nicht was passiert ist.Sie war 13 Jahre als sie verschwand,nun ist sie 15 Jahre.Was ist passiert? Kurzfazit Der Schreibstil ist fesselnd.Die Story rätselhaft und die Geschichte unglaublich abgrundtief verstörrend.Angie ihre Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite faziniert.Überaus spannend geschrieben.Muss man gelesen haben.

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  • Spannend UND informativ

    Scherbenmädchen

    Fina

    04. June 2015 um 12:53

    Kurzbeschreibung: Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen kann. Sie würde zerbrechen ... (Quelle: Amazon.de) Cover: Und auch hier bin ich wieder ein absolutes Opfer der Graphiker geworden. An dem Signalrot kann man ja schon mal gar nicht vorbeigehen und dann dieses eher schlichte, aber sehr ausdrucksstarke Bild dieser jungen Frau in Weiß. Ein toller Kontrast. Doch ausnahmsweise hat nicht nur das Bild den ersten Eindruck so phänomenal gemacht, sondern auch der Titel. Ganz schlicht, nur ein Wort: "Scherbenmädchen". Da fragt man sich doch sofort, was dahinter stecken mag, oder? Ich für meinen Teil habe an der Aufmachung absolut nichts auszusetzen. Nicht nur das Kleid des Buches kann so überzeugen, die inneren Werte machen sich durch wechselnde Schriftarten und toll gestaltete Kapitelanfänge beliebt. Bitte immer ein so wunderschönes Rundum- Paket! Stil: Hat Liz Coley überhaupt schon etwas im Bereich der Jugendbücher veröffentlicht? Also ich habe von dieser Autorin bisher noch nichts gehört- leider! Denn die liebe Frau kann mich hier vor allem durch das spannende Thema sehr fesseln, welches durch einen prägnanten, aber sehr flüssigen Schreibstil sehr gut umgesetzt wird. Sie schafft viele spannende Momente und auch, wenn es nicht heiß hergeht, weiß die Autorin zu unterhalten. Im Mittelteil, um die Hälfte, hatte ich das Gefühl, es zöge sich etwas, allerdings kam ich ganz schnell wieder in einen spannenden Lesefluss und konnte gerade zum Ende hin so richtig mitzittern. Die Autorin hat sich damit bei mir auf jeden Fall beliebt gemacht, aber nicht wegen des eher unspektakulären Stils, sondern vor allem durch die neuartige und unheimlich gut verkörperte Thematik des Jugendschmökers. Thema/ Inhalt: Als Angie von einem Campingausflug nach Hause kommt, wird ihre ganze Welt plötzlich auf den Kopf gestellt. Ihre Eltern erzählen etwas von dreijährigem Verschwinden und Entführungen. Als Angie in den Spiegel sieht, ist sie tatsächlich nicht mehr das kleine 13-jährige Mädchen, sondern eine Junge Frau von 16 Jahren. Doch wieso kann sich Angie nicht daran erinnern? Was ist in dieser Zeit vorgefallen? Auf den Rat ihrer Eltern vertraut das Mädchen einer Psychologin ihr Problem an und nach einer Hypnose berichtet diese, sie habe sich stundenlang mit einer anderen Persönlichkeit in Angie unterhalten, die eine von vielen Figuren in ihrem Körper ist, um schreckliche Erlebnisse in den letzten Jahren vor Angie zu verstecken und das Scherbenmädchen nicht an diesen Erfahrungen zersplittern zu lassen... Idee/ Umsetzung: Schon seit langem interessiert mich die menschliche Psyche unheimlich und das Phänomen der multiplen Persönlichkeit wird leider nur selten in Jugendbüchern behandelt. Nur in Monika Feths "Der Scherbensammler" durfte ich mich mit dem gleichen Thema vertraut machen, wobei ich es sehr interessant finde, dass beide Bücher mit der Metapher der Scherben spielen. Jedenfalls wusste ich noch nicht allzu viel darüber und umso spannender wurde dieses Buch für mich. Glücklicherweise habe ich mir den Klappentext vor so langer Zeit zu Gemüte geführt, dass ich kaum noch etwas über den Inhalt wusste und das wurde zu meinem großen Los. Dadurch konnte ich ganz unvorgenommen zusammen mit Angie ihr Schicksal erkunden und die Persönlichkeiten allesamt kennenlernen, ohne ihre Namen von der Kurzbeschreibung her zu kennen. Die Autorin schafft eine grandiose Umsetzung des Themas in Bezug auf Tiefe, und ich hoffe auch sehr bezüglich der biologischen und neuronalen Hintergründe. Wenn dies zutreffen sollte, so bewundere ich die psychologische Dichte des Jugendbuches und erfreue mich auch im Nachhinein an dieser Exkursion in das menschliche Gehirn mit perfekter Brücke zu Teeniealltag, Freundschaft, Liebe und Probleme in der Familie. Aufgrund des hohen Anteils an dem psychologischen Phänomen der Persönlichkeitsspaltung und Missbrauch, sowie weitere unschöne Verbrechen weiß ich nicht genau, ob ich der Altersempfehlung so zustimmen würde, da ich es mit fast 18 Jahren immer noch sehr erschreckend und aufwühlend empfand- in positiver Art und Weise. Es liefert viel Stoff zum Nachdenken und auch zwischen den Zeilen kann man das ein oder anderen herauslesen. Ein weiterer Aspekt bezüglich der Empfehlung betrifft die Lesergruppe derer, welche selbst von psychischen Krankheiten betroffen sind. Ich kenne mich nicht sonderlich gut aus, aber ich kann mir gut vorstellen, dass Betroffene durch dieses Buch viel über sich lernen können, andererseits aber solche Literatur auch "triggern" oder beeinflussen kann. Jeder sollte sich bei Lektüren dieser Art im klaren sein, dass es sich um ein brisantes Thema dreht, welches mir unheimlich Spaß machte, da es sehr gut und tiefgründig umgesetzt wurde. Charaktere: Durch Angies totale Amnesie fühlt man sehr mit dem Mädchen mit, welches doch kürzlich noch 13 Jahre alt war und eigentlich nur Mommy und Daddy umarmen möchte. Die Distanz, die vor allem ihr Vater aufbaut, hat mich teilweise sehr wütend gemacht, aber dennoch ist jede Reaktion der Charaktere absolut durchdacht und nachvollziehbar. Die Psychologin war mir von Anfang an sehr sympathisch und man kann über kaum eine Figur in diesem Buch sagen, dass sie einfältig oder platt wäre. Die Menschen hier drin haben viel Gefühl, sinnvolle Gedankengänge und sind absolut facettenreich. Spannend wird es natürlich zusätzlich bei den Persönlichkeiten, die nach und nach in Angie zum Vorschein kommen. Aber darüber verrate ich gar nichts. Diese sind so besonders, dass man sie ganz alleine kennenlernen sollte! Ende: Trotz des gut konstruierten Abschlusses der Geschichte, hätte ich gerne so viel mehr über das Thema gelesen. Ich bin absolut glücklich, dieses Buch gelesen zu haben, welches eine sehr strukturelle Geschichte beinhaltet, die inhaltlich, wie sprachlich eine hohe Qualität hat und das Thema der multiplen Persönlichkeitsstörung absolut anschaulich behandelt. Sicherlich geht das Buch nicht vollkommen in die Tiefe, aber im Rahmen eines Jugendbuches sollte das auch gar nicht das Ziel sein, sondern jungen Menschen einfach nur ein Eindruck dieses Krankheitsbildes vermittelt werden, was meiner Meinung nach Liz Coley vorbildlich gelingt. Fazit: Wenn etwas wertvolles erst einmal in Scherben zerbrochen ist, so ist die Frage, ob man die Teile einschmelzen möchte, um etwas neues daraus zu formen, oder ob man die Scherben einsammelt und sie wieder zu einem zusammenfügt. In Angies Fall muss sie jede einzelne Scherbe erst einmal im Licht drehen und wenden, um die Fülle der Farben im Licht zu erfassen und alle Teile in ihr kennenzulernen. Als großer Fan der behandelten Thematik kann ich hier größtenteils nur schwärmen. Bis auf einige, etwas langatmige Passagen gibt es für mich an dieser Stelle nichts zu meckern. Die Autorin Liz Coley begeistert mit einer mitreißenden Umsetzung, farbenfrohen Charakteren und einer Geschichte, die mich auch jetzt noch nicht loslässt. Bitte mehr in dieser Richtung von meiner Neuentdeckung Liz Coley!

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  • Leo Löwchen 14J. Rezi zu "Scherbenmädchen"

    Scherbenmädchen

    LeoLoewchen

    26. May 2015 um 20:05

    Wenn du nicht glauben willst, was die Stimmen in deinem Kopf sagen… …und du nicht mehr weißt, wozu du imstande bist… Heute habe ich für euch das Buch“Scherbenmädchen” von Liz Coley aus dem one Verlag. Angie ist erst dreizehn Jahre alt, als sie bei einem Ausflug mit den Pfadfinderinnen entführt wird. Von da an ist sie verschwunden. Für ganze drei Jahre. Eines Tages steht sie wieder in einer ihr vertrauten Umgebung. Sie ist sehr untypisch für sie gekleidet, hält eine Plastiktüte in der Hand und hat Narben an Hand- und Fußgelenken. Als sie wie ganz selbstverständlich nach Hause geht, versteht sie nicht, wieso ihre Eltern sie so ungläubig anstarren. Man erzählt ihr, sie solle drei Jahre verschwunden gewesen sein. Doch für Angie liegen niemals drei Jahre zwischen dem Trip mit den Pfadfinderinnen und jetzt. Wieso kann sie sich an nichts mehr erinnern? Woher kommen diese Narben? …und was ist in diesen drei Jahren passiert? Zusammen mit einer Psychologin versucht Angie herauszufinden, was ihr zugestoßen ist und erfährt Schockierendes. In diesen drei Jahren hat sie Grausames durchgemacht, grausam genug für ihr Bewusstsein entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Denn Angie hat sich mehrere Teilpersönlichkeiten erschaffen. Teilpersönlichkeiten dank derer sie diese Zeit durchstehen konnte. Doch was ist, wenn man alle Puzzleteile zusammenfügt? …will Angie die Wahrheit wirklich kennen? Ich finde das Thema einfach nur wahnsinnig spannend und unglaublich faszinierend! Dieses Buch vereint Elemente der Dissoziation mit einer atemberaubenden Geschichte, einer tollen Protagonistin und einer genialen Idee. Man erfährt einfach so viel über diese Teilpersönlichkeiten und fiebert von Seite zu Seite mehr mit Angie mit. Ich war einfach so fasziniert von dieser ganzen Begebenheit, dass ich irgendwann nicht mehr mit dem Lesen aufhören konnte! Der Schreibstil ist einfach nur total packend und zieht einen von der ersten Seite an in seinen Bann. Gerade im ersten Kapitel spricht eine ihrer Teilpersönlichkeiten zu Angie und somit wird der Leser immer nur mit “Du” angesprochen… Das konnte mich sofort mitreißen und begeistern!!! Für mich ein rundum perfektes, emotionales, mitreißendes und faszinierendes Buch, dass man definitiv gelesen haben sollte! Ich vergebe 5 von 5 Löwchens! Das war es dann von mir! Viele Grüße Eure Leo Löwchen

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  • Ein grandioser Mix aus Thriller, Drama und ein klein wenig Humor.

    Scherbenmädchen

    kathrinsbooklove

    26. May 2015 um 19:10

    Meinung: Direkt zum Beginn der Geschichte wird man mit den verschiedenen Teilpersönlichkeiten konfrontiert, doch das ist keinesfalls negativ. Man kann sofort anfangen wilde Spekulationen anzustellen. Durch die Vielfalt an Erzählperspektiven (obwohl theoretisch gesehen immer aus der Sicht von “Angie” berichtet wird), die zum Teil in der Ich/Du-Form verfasst sind, kann sich der Leser sehr gut in die Persönlichkeiten und das Geschehen hineinversetzen. Durch die tolle Darstellung der Situationen, wirkt die ganze Geschichte sehr realitätsnah, was das ganze umso unfassbarer macht. Der Leser bleibt bis zum Ende zu großen Teilen unwissend, erfährt immer Häppchenweise (zusammen mit der “wahren” Angie) Neues. Gekonnt erschafft Liz Coley hierdurch Spannung und fesselt den Leser an ihr Werk. Nach und nach tauchen weitere schreckliche Tatsachen auf und Angie muss sich fragen, ob sie mit ihren Teilpersönlichkeiten verschmelzen oder diese nach und nach auslöschen möchte. Nebenbei muss sie auch noch zurück in das Leben finden, in ein Leben das für ein 16-jähriges Mädchen gedacht ist, nicht für eine 13-jährige. Diese komponente an Geschehnissen macht die Geschichte äußerst vielschichtig. Zusätzlich versteht Coley es, eine dramatische Geschichte an passenden Stellen immer wieder mit tollem Witz aufzulockern.   Fazit: Ein grandioser Mix aus Thriller, Drama und ein klein wenig Humor.   Empfehlung (an)?: Ich muss für dieses Buch eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Da das Buch auch für Junge Erwachsene geeignet ist, würde ich es nicht als klassischen Thriller bezeichnen. Man sollte sich davon also keineswegs abhalten lassen das Buch zu lesen! Gesamte Rezension hier.

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