Nachdem ich „Die seltsame Sally Diamond“ verschlungen hatte, wollte ich unbedingt mehr von Liz Nugent lesen. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft eine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen, auch wenn diese mich nicht ganz so sehr begeistert hat wie „Die seltsame Sally Diamond“. Es hat sich insbesondere im mittleren Teil sehr gezogen. Die Story dümpelt so vor sich hin. Meine Geduld und Ausdauer waren hier sehr gefordert, in der Hoffnung, dass es noch mindestens eine Wendung in der Story geben wird, so wie es in den anderen beiden Bücher der Autorin auch war. Ich habe es geahnt, am Ende siegt das Böse. Dennoch ein guter Psychothriller.
Liz Nugent
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Liz Nugent
Seltsame Sally Diamond
Kleine Grausamkeiten (Steidl Pocket)
Auf der Lauer liegen (Steidl Pocket)
Die Sünden meiner Väter
Seltsame Sally Diamond (Steidl Pocket)
Strange Sally Diamond (English Edition)
Lying in Wait (English Edition)
Skin Deep (English Edition)
Neue Rezensionen zu Liz Nugent
Fazit: Ich muss unbedingt noch andere Bücher dieser Autorin lesen. Für mich war es das erste Werk und ein absolutes Jahreshighlight, wobei ich direkt anmerken muss, dass es sich um Thematiken handelt, die nichts für schwache Nerven sind und bei denen es meiner Meinung nach unbedingt eine Trigger-Warnung geben sollte. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen wollen - ein absoluter Pageturner! Der Schreibstil ist angenehm leicht und der Lesefluss dadurch sehr gut gestaltet worden. Die Figuren konnte ich allesamt sehr gut greifen und ich bin fasziniert, wie so ein Abschaum von Mensch beschrieben werden kann. Das schlimme an diesem Buch ist, dass diese Geschichte in dieser Form durchaus passiert sein könnte. Ich bin schockiert zurückgeblieben und werde nachhaltig noch darüber nachdenken müssen. Dieses Buch zeigt auf, was wir Kinder alles einflößen können und wie weit wir Erwachsenen damit kommen. Ich kann dieses Buch einfach nur empfehlen und möchte keinen großen Spoiler geben und doch muss ich, damit der Leser weiß, worauf er sich einlässt:
Insofern- Achtung Spoiler:
Sallys Vater spricht immer darüber, ihn mit dem Hausmüll zu entsorgen, wenn er mal sterben sollte. Und eben dies tut Sally auf genau dieser Art und Weise, wie er ihr immer sagte und gerät dadurch in den Fokus von Menschen, in den sie vielleicht besser nicht geraten sollte. Lest gerne selbst wie ein Mensch so kühl geworden sein kann, dass er einen anderen Menschen mit dem Hausmüll verbrennen kann, ganz ohne Reue und Verständnis für das Erstaunen anderer.
"Alle drei Drumm-Brüder waren auf der Beerdigung, einer von uns allerdings im Sarg." Aber welcher? Und warum? Was für ein großartiger Einstieg in dieses Buch!
Die Brüder William, Brian und Luke sind nur jeweils ein Jahr auseinander und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Kaum zu glauben, dass sie überhaupt Brüder sind oder vielleicht doch nicht?
Die drei Brüder werden von der dominanten Mutter unterschiedlich geliebt, behandelt, gefördert (oder das Gegenteil). Ihr ganzes Leben bleiben sie schicksalhaft miteinander verbunden, betrügen einander, verlieben sich und schlafen mit den gleichen Frauen. Was für eine irre Story. Jeder der Brüder erzählt ungeschönt seine eigene Geschichte, seine Ansichten. Diese Selbstdarstellung wird wundebar authentisch erzählt. Es wirkt wie ein Interview das man liest.
Diese menschlichen Abgründe und familiären Beziehungen muss ich ersteinmal verarbeiten und sacken lassen.
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