Liz Trenow Das Kastanienhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Kastanienhaus“ von Liz Trenow

Eine verbotene Liebe, eine unheilvolle Entscheidung, ein dunkles Geheimnis … England 1938: Lily Verner ist jung, lebenslustig und will etwas von der Welt sehen, doch der heraufziehende Zweite Weltkrieg macht ihre Reisepläne zunichte. Stattdessen arbeitet sie in der väterlichen Seidenweberei. Dort verliebt Lily sich in den deutschen Flüchtling Stephan – eine unmögliche Liebe in Kriegszeiten. Stephan wird des Landes verwiesen, und Lily bleibt nur die drückende Verantwortung für die Produktion der kriegswichtigen Fallschirmseide, die seit dem Tod des Vaters allein auf ihren Schultern lastet. Eine Verantwortung, die zu einem fatalen Fehler führt, der Lilys Leben für immer verändern wird …

wunderschönes Buch, lesenswert

— Gartenkobold
Gartenkobold

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    Das Kastanienhaus
    Gartenkobold

    Gartenkobold

    13. March 2017 um 21:54


  • Liebesgeschichte im Krieg

    Das Kastanienhaus
    radmoth

    radmoth

    11. August 2016 um 10:53

    Lily Verner ist die Tochter eines Seidenfabrikantens. Sie hat die Schule beendet und hat Pläne für ihre Zukunft, doch der bevorstehende Krieg macht ihre Pläne zunichte. Also fängt sie an in der Seidenfabrik zu arbeiten. Ihr Bruder John kommt aus der Schweiz zurück und berichtet von den dort herrschenden Umständen kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Lily kann nicht glauben, was man den Juden antut. Sie möchte helfen und schafft es, ihren Vater zu überreden, drei jüdische Jungen aus Deutschland aufzunehmen, die in der Fabrik helfen sollen. Einer dieser drei Jungen ist Stefan, in den Lily sich verliebt. Für ihre Liebe gibt es keine Hoffnung, weil es auch in England viele Vorurteile gegenüber Juden gibt. Doch die beiden geben nicht auf. Eine tragisch romantische Liebesgeschichte vor und während des zweiten Weltkrieges, die gefühlvoll von Liz Trenow niedergeschrieben wurde. 

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  • seidene Liebe zu Kriegszeiten

    Das Kastanienhaus
    Hortensia13

    Hortensia13

    19. July 2016 um 17:09

    Die Geschichte handelt von Lily Verner und der traditionsreichen Seidenweberei ihrer Familie in England in den 40ger Jahren. Kurz vor dem zweiten Weltkrieg, und später währenddessen, versucht sie ihren Weg im Leben zu finden und in der Liebe glücklich zu werden.Das Buch spiegelt sehr gut wieder, was mit Menschen passiert, wenn plötzlich ein Weltkrieg naht und was es braucht, um einen solchen zu überstehen. Ein Krieg geschieht nicht nur direkt an der Front, sondern wirkt sich auch indirekt auf alle Menschen aus. Ich fand die Geschichte sehr eindrucksvoll, auch mit dem Hintergrund, wie eine Seidenweberei funktioniert. Ein Roman zum Nachdenken.

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  • Schöner Roman über eine starke Frau

    Das Kastanienhaus
    MissNorge

    MissNorge

    Lily wächst als Tochter eines Seidenweberfabrikanten auf. Eigentlich sollte ihr Bruder John die Firma übernehmen, doch nachdem der Vater stirbt während eines Bombenabwurfs in London, meldet John sich freiwillig zum Dienst und so muss Lily die Firma übernehmen. Während des Krieges stellen sie Seide für die Fallschirme der Piloten her. Ihre Liebe zu Stefan, den ihre Familie als deutsches Flüchtlingskind aufgenommen hatte, wird nicht von allen gerne gesehen. Die beiden lieben sich, bis Stefan nach Australien deportiert wird und sie sich monatelang nicht sehen, doch ihre Liebe übersteht auch diese schwere Zeit. In den wenigen Tagen die Stefan nach England darf heiraten sie und Lily wird schwanger. Doch dann erleidet sie eine Fehlgeburt. Ein schwieriges Leben welches sie ganz alleine bestreiten muss, denn später kommt auch Stefan im Krieg ums Leben. Ein wundervoll geschriebener und gefühlvoll erzählter Roman. Über eine starke Frau die in den Kriegsjahren ihren *Mann stehen muss*, mit einer enormen Verpflichtung und Belastung auf ihren Schultern, sowohl im Berufs- wie auch Privatleben.

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  • Wunderbarer authentischer Frauenroman

    Das Kastanienhaus
    Jaelle

    Jaelle

    11. October 2015 um 12:49

    Die Verners besitzen seit Generationen eine kleine Seidenfabrikation, die ihnen ein Leben in bescheidenem Wohlstand ermöglicht. Der Familiensitz in Westbury, East Anglia, wird Kastanienhaus genannt. Als der Ehemann von Lily stirbt und sie beginnt, das Kastanienhaus für den Einzug ihres Sohnes und dessen Familie vorzubereiten, fallen die Erinnerungen ihres Lebens über sie herein. Lily nimmt den Leser mit ins England vor und während des Zweiten Weltkriegs. Sie wächst geliebt und behütet auf und erträumt sich ein Leben außerhalb Englands, irgendwo eine Lehre als Sekretärin oder ähnliches. Doch als der Zweite Weltkrieg seine Schatten voraus wirft, muss sie Verantwortung in der Seidenmanufaktur der Familie übernehmen und das Geschäft von der Pike auf lernen. Die ersten jüdischen Kinder und Jugendlichen flüchten nach England, und Verner nimmt drei Jungen davon in die Arbeiterschaft auf. Lily verliebt sich in den jungen Deutschen Stephan, und trotz aller Toleranz, die die Engländer gerne zur Schau stellen, kommt es zu mehr oder weniger offenen Anfeindungen. Auch, wenn Stephan ein verfolgter Jude ist – er ist immer noch ein verhasster Deutscher. Als der Krieg ausbricht, wird Stephan des Landes verwiesen, Lilys Bruder John geht ins Kriegsgefangenenlager und Lily sieht ihren Vater sterben. Auf sich allein gestellt, muss Lily erwachsen werden und die Geschäftsleitung übernehmen. Gegen die Widerstände im männlich dominierten Business kämpft sie für die Aufträge der Fallschirmproduktion, die die Fabrik, aber vor allem die Belegschaft über den Krieg bringen könnten, und es gelingt ihr, durch die Qualität zu überzeugen. Doch ein Fehler wird sie ihr Leben lang verfolgen. Eine berührende Lebensgeschichte einer Frau, die trotz massiver Rückschläge sich nicht unterkriegen lässt und an ihrer Aufgabe wächst. Liz Trenow hat mich mit »Das Kastanienhaus« positiv überrascht. Die Figur der Lily Verner ist spannend gestaltet und entwickelt sich von einer jungen Frau mit wilden Träumen zu einer erwachsenen Frau, erfahren und abgeklärt. Auch die Hintergründe sind faszinierend. Zum einen die Seidenfabrikation, die ausführlich und informativ beschrieben wird, ohne langweilig zu werden, wobei man merkt, dass Liz Trenow weiss, wovon sie schreibt. Zum anderen die Zeit vor und während des Zweiten Weltkriegs, die ausnahmsweise politisch nicht wertend, sondern nüchtern und objektiv genutzt wird, um die Erzählung in Gang zu bringen. Der Leser wird durch die Figuren emotional gefesselt und geführt. Außerdem ist die doch typische »Frau-kämpft-allein-in-der-Männerwelt«-Thematik lebendig und vor allem glaubwürdig präsentiert. Ebenso gut gefallen hat mir die offene und doch objektive Darstellung tabuisierter Liebe.

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  • Ein toller Schmöker!

    Das Kastanienhaus
    schokoloko29

    schokoloko29

    19. May 2015 um 14:34

    Inhalt des Buches: Lily Verner ist lebensfreudig und möchte so viel wie möglich von der Welt sehen. Deshalb möchte sie direkt nach dem Abitur nach Belgien. Diese Pläne werden durch den zweiten Weltkrieg durchkreuzt. Sie hilft in der väterlichen Seidenweberei aus. Die Arbeit gefällt ihr mehr als sie erwartet und bald werden ihr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen. Ihr Vater und ihr Bruder entschließen sich jüdische Flüchtlinge aufzunehmen, die in der Seidenweberei arbeiten. Lily verliebt sich in Stephan. Doch da er deutscher ist wird es nicht gerne in der Weberei gesehen und ihr Vater verbietet ihr den Umgang.... Eigene Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es weist kaum Klichees auf, ist nicht kitschig noch verhersehbar. Für jeden Fan dieser Sparte von Buch sollte es lesen!!

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  • Das Kastanienhaus

    Das Kastanienhaus
    Ikopiko

    Ikopiko

    30. March 2015 um 09:57

    Lily wächst wohlbehütet in einer gut situierten Familie auf. Direkt an das Kastanienhaus grenzt die Seidenweberei, die von ihren Eltern betrieben wird. Da Lily ihren Traumjob nicht ausüben darf, steigt sie in den Familienbetrieb ein. Sie erhält keine Sonderbehandlung, muss die ganze harte Schule durchlaufen. Aber sie ist es auch, die den begehrten Auftrag für die Herstellung von Fallschirmen an Land zieht. Denn es ist Krieg und die Zeit für feine Seidenroben ist vorbei. Der Krieg verschlechtert nicht nur die Situation des Familienbetriebes. Lilys Geliebter und ihr Bruder melden sich freiwillig zur Armee. Von nun an bangt die Familie stets um ihr Leben. Lily, Protagonistin in Liz Trenows „Das Kastanienhaus“ ist zunächst nur ein verwöhntes Töchterchen. Mehr aus Trotz wächst sie jedoch über sich hinaus und kämpft – um ihre große Liebe und um den Familienbetrieb. Ihre Geschichte berührte und fesselte mich. Trotz einiger Längen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Idee, Lilys Geschichte als eine Art Rückblick zu erzählen ist nicht neu, aber sehr passend. Und letztlich wird am Ende noch das letzte große Geheimnis aufgedeckt.

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  • Das Kastanienhaus

    Das Kastanienhaus
    Ikopiko

    Ikopiko

    25. March 2015 um 16:13

    Lily wächst wohlbehütet in einer gut situierten Familie auf. Direkt an das Kastanienhaus grenzt die Seidenweberei, die von ihren Eltern betrieben wird. Da Lily ihren Traumjob nicht ausüben darf, steigt sie in den Familienbetrieb ein. Sie erhält keine Sonderbehandlung, muss die ganze harte Schule durchlaufen. Aber sie ist es auch, die den begehrten Auftrag für die Herstellung von Fallschirmen an Land zieht. Denn es ist Krieg und die Zeit für feine Seidenroben ist vorbei. Der Krieg verschlechtert nicht nur die Situation des Familienbetriebes. Lilys Geliebter und ihr Bruder melden sich freiwillig zur Armee. Von nun an bangt die Familie stets um ihr Leben. Lily, Protagonistin in Liz Trenows „Das Kastanienhaus“ ist zunächst nur ein verwöhntes Töchterchen. Mehr aus Trotz wächst sie jedoch über sich hinaus und kämpft – um ihre große Liebe und um den Familienbetrieb. Ihre Geschichte berührte und fesselte mich. Trotz einiger Längen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Idee, Lilys Geschichte als eine Art Rückblick zu erzählen ist nicht neu, aber sehr passend. Und letztlich wird am Ende noch das letzte große Geheimnis aufgedeckt.

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  • Absolute Leseempfehlung

    Das Kastanienhaus
    Dunkelblau

    Dunkelblau

    02. May 2014 um 20:07

    Die junge Engländerin Lilly möchte eigentlich in Genf studieren, doch die aufkeimende nationalsolzialistische Stimmung in Deutschland und Österreich besorgt Lillys Vater  zunehmend, so dass er Ihr das Studium im Ausland vorerst verbietet. Sie fängt daher eine Lehre in der familieneigenen Seidenweberei an, denn sie soll nach dem Willen ihres Vaters zunächst alles in der Pieke an lernen, bevor die eine Stelle in Büro der Hauptsitzes in London antreten darf. Lilly findet allmählich Gefallen an ihrer Tätigkeit und auch an dem jüdischen Flüchtling Stefan, den die Familie zusammen mit zwei weiteren Jungen aus den „Kindertransporten“ aus Deutschland aufnimmt. Doch ihre Liebe muss geheim bleiben, denn nach Ausbruch des 2. Weltkriegs werden Ausländer in England interniert. Außerdem gibt es noch Robbie, der der Seidenweberei lukrative Aufträge für dringend benötigte Fallschirmseide verschaffen kann. Lilly hätte er gerne als Lohn für seine Mühe gleich als „Beigabe“ dazu. Letztlich macht der Kreig aber auch vor Lillys Familie keinen Halt und sie muss Verantwortung übernehmen… Eingebettet sind die Ereignisse im Kastanienhaus während des Kriegs, von den Szenen einer Lilly im hohen Alter, die immer noch unter einer großen Schuld leidet und von ihrer Enkeltochter behutsam davon befreit wird. Das Kastanienhaus ist ein Familienroman mit  Emotionen und Schicksalsschlägen, aber auch voll Liebe und Stärke, der mich sehr gefesselt hat. Durch die Zitate aus dem von Lillys Vater verfassten Manuskript zu einem Buch über Seide vor jedem Kapitel, habe ich auch so einige spannende Fakten über die Seide gelernt. Eine absolute Leseempfehlung für dieses gelungene Buch!

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  • Wenn einen die Vergangenheit einholt

    Das Kastanienhaus
    Klusi

    Klusi

    13. April 2014 um 21:59

    Nach dem Tod ihres Mannes lebt die achtzigjährige Lily Verner alleine in ihrem Haus, gleich neben der Seidenweberei der Familie. Sie bereitet sich auf einen Umzug vor, denn das „Kastanienhaus“, wie die Verners ihren Stammsitz seit Generationen nennen, ist zu groß für sie, und demnächst wird ihr Sohn mit seiner Familie dort einziehen. Lily möchte auf ihre alten Tage noch einmal von vorne anfangen, so zumindest stellt sie sich die kommenden Jahre vor. Beim Ausräumen der Schränke findet sie einen alten, abgenutzten Koffer, der schon fast in Vergessenheit geraten war und dessen Anblick quälende Erinnerungen in ihr aufkommen lässt. Eingebettet in diese Rahmenhandlung, die in der Gegenwart spielt, erinnert sich Lily, an die Zeit vor sechzig Jahren, als der zweite Weltkrieg wütete, als sie sich in den deutschen Flüchtlingsjungen Stefan verliebte, der seine Heimat verlassen musste, weil er Jude war. Bei den Verners finden er und zwei weitere Jungen wieder ein wenig Sicherheit im Leben und in der Seidenmanufaktur eine neue Aufgabe. Doch je weiter der Krieg fortschreitet, umso stärker macht sich in der englischen Bevölkerung Misstrauen und Unmut gegenüber den Fremden breit. Die Jungen werden abtransportiert, sollen das Land wieder verlassen, und Stefan und Lily müssen Abschied nehmen. Wenig später, nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters, ist Lily ganz auf sich gestellt. Ihre Mutter gibt sich ganz ihrer Trauer hin, und ihr Bruder John befindet sich in Kriegsgefangenschaft. So muss Lily die Seidenweberei alleine weiterführen und die volle Verantwortung tragen. Die unnahbare Gwen Collins, bisher stellvertretende Leiterin der Webabteilung, erweist sich als treue und zuverlässige Hilfe während der folgenden schweren Zeit. Luxusartikel werden schon lange nicht mehr in der Weberei hergestellt, sondern die Manufaktur hat sich nun auf Fallschirmseide spezialisiert, die in Kriegszeiten unentbehrlich ist und in großen Mengen gebraucht wird. Dann passiert ein Fehler, an dem Lily ihr ganzes Leben zu tragen hat…. Lily, die Ich-Erzählerin, nimmt die Leser mit auf eine Reise der Extreme, der Höhen und Tiefen des Schicksals und der Emotionen, die in Kriegszeiten Achterbahn spielen. Alle Ereignisse sind sehr authentisch beschrieben, und man erlebt das damalige Kriegsgeschehen hier einmal aus Sicht der Engländer. Lily hadert mit dem Schicksal, das ihr, bedingt durch den Krieg, so viel genommen hat. Aber auch mit sich selbst geht sie hart ins Gericht. Sie macht sich bittere Vorwürfe, über die eigene Unzulänglichkeit, die nur allzu menschlich ist. Sie ist eine mutige junge Frau, aber sie macht auch Fehler. Unbedachte Äußerungen und Handlungen erweisen sich als zerstörerisch, nicht nur für ihr persönliches Glück. Lily erlebt die ganze Bandbreite der Emotionen. Sie lebt, liebt und leidet. Liz Trenows Debütroman zeugt von ausführlicher Recherche und viel Sachkenntnis, gerade was die Seidenproduktion anbelangt. Jedes Kapitel wird von einer Passage eingeleitet, die aus dem fiktiven Buch „Die Geschichte der Seide“ stammt, welches Lilys Vater geschrieben hat. Lilys Geschichte ist so lebendig und klar geschrieben, dass man die verschiedenen Szenen, schöne und schreckliche, lebhaft vor sich sieht. Es ist ein großartiger und eindrucksvoller Roman, der mich sehr berührt und mir nicht nur einmal die Tränen in die Augen getrieben hat.

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  • Das Kastanienhaus (Liz Trenow)

    Das Kastanienhaus
    LieLu

    LieLu

    07. April 2014 um 16:34

    Blanvalet Verlag Die Autorin Liz Trenow wuchs in der Nähe einer Seidenspinnerei auf, die auch heute noch in Betrieb ist und sie zu ihrem Debüt „Das Kastanienhaus“ inspirierte. Obwohl ihre Vorfahren seit über dreihundert Jahren im Seidengeschäft tätig sind, entschied Liz Trenow sich für einen anderen Beruf. Sie arbeitete viele Jahre als Journalistin für nationale und internationale Zeitungen sowie für den Hörfunk und das Fernsehen, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Das Kastanienhaus England 1938: Lily Verner wohnt mit ihrer Familie im Kastanienhaus. Sie ist glücklich und lebensfroh und hat jede Menge Pläne für die Zukunft. Doch der Beginn des Zweiten Weltkriegs lässt all ihre Pläne und Träumereien zerfließen, sie beginnt eine Arbeit in der väterlichen Seidenweberei. Nach und nach gewöhnt sie sich an die schwere Arbeit und fängt an, ihren Beruf gern auszuführen und sich über ihre Verantwortung bewusst zu werden. Als der gut aussehende und charmante Robbie sich ihrer annimmt, scheint ihr Glück perfekt. Doch Robbie scheint nicht der Mann, für den ihn alle halten und Lilys Gefühle wollen sich für ihn nicht einstellen. Dafür scheint sich immer mehr der deutsche Jude Stefan, den Lilys Familie als Flüchtling aufgenommen haben, für sie zu interessieren. Doch beide steuern einer unvermeidlichen Gefahr entgegen… Fazit Ein unendlich berührendes, emotionales und trauriges Buch. Es zeigt die Gräuel des Zweiten Weltkrieges so nah, dass man als Leser immer den Tränen nah ist. So unverfänglich, wie das Buch mit Lily und ihrem Aufstieg in der Seidenweberei beginnt, so emotional und einfühlsam hört das Buch auf. Ich kann meine Emotionen und Empfindungen beim Lesen dieses Buches gar nicht recht in rationelle Worte fassen, so aufwühlend, dramatisch, grausam, tragisch und liebevoll fand ich es. Die Erzählperspektive ist aus Sicht der Protagonistin Lily, die nach dem Tod ihres Mannes, rückblickend ihre Lebensgeschichte erzählt. Von ihren Berufswünschen, ihren Zukunftsträumen, ihrer wunderbaren Familie, ihren besten Freunden, ihrem Bruder John und ihrer wundervollen und zugleich so tragischen Liebesgeschichte. Diese Liebe ist in den Zeiten des Krieges so wirr und unmöglich, dass sie von Anfang an unter keinem guten Stern steht. Als sich Lilys Liebster dann auch noch freiwillig zur Armee meldet, wie ihr Bruder John, scheint alles verloren. Bis zum Schluss bangt der Leser um ihn und Lily. Zu jeder Zeit ist es absolut möglich sich in die Charaktere hineinzuversetzen und sie zu verstehen. Sogar in die anfangs mürrische und verschlossene Gwen, die immer mehr zu Lilys Freundin wird, bekommt der Leser einen erschütternden Einblick. Die Erzählperspektive der Binnenhandlung ist äußerst spannend, denn nach dem Tod von Lilys Mann sind nun schon Jahre vergangen, seit der Krieg geendet hat. Und trotzdem nagt all das noch unerbittlich an Lily, denn sie gibt sich die Schuld für einen schlimmen Unfall. All das erfährt der Leser letztlich nur aus dem Gespräch zwischen Lily und ihrer Urenkelin Emily. Ein unglaublich spannendes Buch, welches mich gleich ab der ersten Seite fesselte und bis ins Herz berührt. Wenn ein Buch 5 goldene Bücher verdient, dann auf alle Fälle dieses.

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  • Das Kastanienhaus

    Das Kastanienhaus
    manu62

    manu62

    20. January 2014 um 20:47

    Kurzbeschreibung Eine verbotene Liebe, eine unheilvolle Entscheidung, ein dunkles Geheimnis … England 1938: Lily Verner ist jung, lebenslustig und will etwas von der Welt sehen, doch der heraufziehende Zweite Weltkrieg macht ihre Reisepläne zunichte. Stattdessen arbeitet sie in der väterlichen Seidenweberei. Dort verliebt Lily sich in den deutschen Flüchtling Stephan – eine unmögliche Liebe in Kriegszeiten. Stephan wird des Landes verwiesen, und Lily bleibt nur die drückende Verantwortung für die Produktion der kriegswichtigen Fallschirmseide, die seit dem Tod des Vaters allein auf ihren Schultern lastet. Eine Verantwortung, die zu einem fatalen Fehler führt, der Lilys Leben für immer verändern wird … Produktinformation • Taschenbuch: 448 Seiten • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Juli 2013) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3442381185 • ISBN-13: 978-3442381180 • Originaltitel: The Last Telegram Meine Meinung: Nachdem die ersten Seiten des Romans in der Gegenwart spielen, wechselt die Autorin in die Vergangenheit und lässt das Leben von Lily Verner Revue passieren.  Bei diesem Roman handelt es sich nicht nur um eine Liebesgeschichte. Die Autorin gibt dem Leser einen tiefen Einblick in die  Seidenweberei und versteht es, diese Informationen interessant zu gestalten.  Auch das Kriegsgeschehen gibt die Autorin so hautnah wieder, dass man meinen könnte, man ist mittendrin. Das Buch hat mich gefesselt, ich habe mit Lily mitgelitten.  Für mich ist dieses Buch ein rundum gelungener Roman, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihn zu lesen und ich hoffe auf mehr von dieser Autorin.  Ich gebe 5 Sterne

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  • ein beeindruckender Roman

    Das Kastanienhaus
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    25. September 2013 um 09:16

    Meine Meinung: Soeben habe ich das Buch ausgelesen und mit einem großen Seufzer zur Seite gelegt. Noch ganz beeindruckt von der Geschichte möchte ich auch gleich die Rezension schreiben. Im Alter von 80 Jahren stirbt der Ehemann von Lily und beim Aufräumen fallen ihr alte Erinnerungsstücke in die Hand. Dies ist der Anlass für Lily sich an die Zeit des zweiten Weltkrieges zu erinnern. Sehr eindrucksvoll beschreibt Liz Trenow hier das Leben einer jungen Frau und mit welchen Problemen sie fertig werden muss. Anfangs kommt mir Lily etwas naiv vor, das mag daran liegen, dass sie sehr behütet aufgewachsen ist. Zunächst ist sie sehr verärgert, dass sie nicht ins Ausland darf und in der Weberei arbeiten soll. Wozu sie überhaupt keine Lust hat, aber bald erliegt sie der Seide und kann sich gar nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu machen. Auch ich war ganz begeistert, was ich so nebenbei alles über Seide erfahren habe. Kenne ich doch einige Begriffe, da ich mich vor Jahren mit Seidenmalerei beschäftigt habe. Deshalb haben mir auch die Auszüge aus dem Buch der Geschichte der Seide zu Beginn eines jeden Kapitels sehr gefallen. Mit Lily, der Protagonistin habe ich mich sehr schnell angefreundet und konnte mich in vielen Situationen so richtig in sie hinein versetzen. Ich habe mich mit ihr gefreut und auch gelitten. Denn Liz Trenow hat es wirklich gut verstanden, alles miteinander zu verbinden. Die Liebe zu einem deutschen Flüchtling, was nicht gern gesehen wurde. Die Probleme einer Seidenweberei, die keine Abnehmer mehr findet und die Produktion umstellen muss. Obwohl es in der Hauptsache um Lily und Stefan geht, sind auch die anderen Familienmitglieder und Freunde in die Handlung einbezogen, so erfährt der Leser sehr viel über die Dramatik der damaligen Zeit. Über den Inhalt des Buches möchte ich auch hier nicht zu viel verraten. Mir hat es gefallen, wie Lilys Enkelin zum Schluss vieles geklärt hat und Lily die Schatten der Vergangenheit los wurde und mit sich ins Reine gekommen ist. Auch wenn Lily erfunden wurde, kann genau dies irgendwo passiert sein und viele Frauen mussten damals mit großen Anforderungen fertig werden und sind mit ihren Aufgaben gewachsen. Ohne weiteres hätte ich geglaubt, dass es eine wahre Geschichte sein könnte, so realistisch wurde alles geschildert. Was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die anschauliche Beschreibung wie es in London nach einem Angriff ausgesehen hat. Lily und ihr Vater wollten nachsehen, ob Gebäude ihres Unternehmens beschädigt wurden. Sie kamen am Bahnhof Liverpoolstreet an. Den kenne ich sehr gut und auch viele der genannten Straßennamen. War ich doch gerade in London und hatte alles noch besser vor Augen. Nun war nicht jeder Leser schon in London, aber man konnte sich auch so gut vorstellen, wie es dort ausgesehen haben muss. Das Denkmal des "Kindertransportes" kenne ich ebenfalls. Auch das gehört zur Geschichte der jüngeren Vergangenheit. Zu dem Buchtitel und Cover möchte ich gerne auch noch etwas schreiben. Neugierig wurde ich zunächst durch das Bild, was mir sehr gefallen hat. Der Titel hört sich auch interessant an. Für die deutsche Ausgabe wurde dieser Titel anscheinend gewählt, weil Lily Zeit ihres Lebens wohl im Kastanienhaus gewohnt hat. Das Haus und die Umgebung wurde ja auch sehr gut beschrieben, zumindest hatte ich alles sehr gut vor Augen. Der englische Titel lautet:  "The Last Telegramm", was ich auch sehr gut nachvollziehen kann, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich dann so neugierig geworden wäre. Deshalb finde ich, dass Cover und Titel für die deutsche Ausgabe gut gewählt wurde. Fazit: Ich möchte dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und zwar nicht nur Freunden von historischen Romanen. In diesem Buch wird ein Abschnitt der jüngeren Vergangenheit beschrieben. Viele wissen von Eltern oder Großeltern, was sie in unserem Land erlebt haben. Aber wie es in den anderen Ländern zuging ist vielen nicht so bekannt. Ich bin auf jeden Fall auch gespannt, mit welchen Büchern uns Liz trenow noch erfreuen wird.

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  • Die Faszination der Seide

    Das Kastanienhaus
    Bellexr

    Bellexr

    13. September 2013 um 08:44

    Nach dem Tod ihres Mannes lebt die achtzigjährige Lily allein im Kastanienhaus. Beim Aufräumen zusammen mit ihrer Enkelin Emily entdeckt diese einen alten Koffer, der bei Lily unheilvolle Erinnerungen weckt. England im Jahr 1938: Die junge Lily Verner hat große Pläne für ihre Zukunft, doch die Vorboten des 2. Weltkrieges machen diese zunichte und so beginnt Lily in der väterlichen Seidenweberei zu arbeiten. Hier ist auch der jüdische Flüchtling Stefan beschäftigt, der aus Nazideutschland fliehen musste. Lily und Stefan verlieben sich ineinander, doch aufgrund des Krieges müssen sie ihre Liebe geheim halten. Als der Vater von Lily stirbt, lastet die Verantwortung der Seidenweberei, die mittlerweile ausschließlich Fallschirmseide herstellt, alleine auf ihr. Unter Druck begeht Lily einen fatalen Fehler, der ihr weiteres Leben verändern wird. Liz Trenow steigt kurz nach der Beerdigung von Lily’s Mann in ihren Roman ein, um kurz darauf nahtlos in die Vergangenheit zu wechseln. Die 18-jährige Lily ist eine lebenshungrige, neugierige und noch etwas naive junge Frau, die nach Beendigung der Schule nur noch davon träumt, ins Ausland zu reisen. Allerdings machen ihr die beunruhigenden Nachrichten aus Nazideutschland einen Strich durch ihre Zukunftspläne und anfangs mehr widerwillig beginnt sie eine Weberlehre im Familienbetrieb. Fortan verfolgt man nun das weitere Leben von Lily, welches nicht nur durch die Folgen des 2. Weltkrieges immer wieder neue Wendungen annimmt, mal wunderschöne, mal umso schmerzvollere. Aber Lily ist eine starke, selbstbewusste Frau, der es nach dem Tod des Vaters schnell gelingt, sich in der harten Geschäftswelt gegenüber ihren männlichen Geschäftspartnern durchzusetzen. Hierbei wird sie tatkräftig von der couragierten Gwen unterstützt, mit deren Hilfe sie alles versucht, den Familienbetrieb durch die schweren Kriegszeiten zu führen. Aber natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und diese findet Lily in dem jüdischen Flüchtling Stefan, der kurz vor dem Ausbruch des Krieges aus Deutschland fliehen konnte. Aber ihre Liebe muss geheim bleiben, nicht nur, weil Stefan Deutscher ist und diese schon bald in England nicht gern gesehen werden, sondern auch wegen dem weltgewandten, arroganten Geschäftsmann Robbie, der ein großes Interesse an Lily zeigt. Die Geschichte von Lily, die während der Zeit von 1938 bis 1945 spielt, erzählt die Autorin einnehmend, fesselnd, unterhaltsam und immer wieder auch durchsetzt mit Informationen rund um die Seide. So ist unter anderem jedem Kapitel ein kurzer Text vorangesetzt, in dem man einiges über die Geschichte der Seide erfährt, aber auch bei der Arbeit in der Seidenweberei ist man öfter dabei und erfährt so einiges über die Verarbeitung des Stoffes. Dies lässt die Autorin meist wie nebenbei mit einfließen und vermittelt ihr Fachwissen immer sehr interessant. Und auch die Kriegszeiten, die weder für den Familienbetrieb, geschweige denn für die Familie Verner einfach verlaufen, erzählt die Autorin sehr eindringlich und überzeugend. Die Entwicklung, welche Lily zwangsläufig während der Kriegsjahre durchläuft ist jederzeit nachvollziehbar und von der Autorin glaubhaft umgesetzt worden. Dies und auch die facettenreiche Zeichnung der Charaktere ist ein Grund, dass man von Lily, wie auch von allen anderen Romanfiguren schnell eine Vorstellung erhält, sich in sie hineinversetzen kann und somit auch gerade mit Lily mitleiden und sich mit ihr freuen kann. Fazit: Ein gelungener Familienroman im historischen Rahmen

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  • Das Kastanienhaus

    Das Kastanienhaus
    -sabine-

    -sabine-

    01. September 2013 um 15:11

    Das Buch ist einfach toll! Zunächst war ich mir nicht sicher, ob mir die Geschichte gefallen wird, doch schon nach wenigen Seiten war ich eines besseren belehrt. Ich bin wirklich eingesunken in das Thema, war fasziniert von der Geschichte und konnte mich dem Sog nicht entziehen. Dazu hat sicherlich der sehr angenehme Schreibstil beigetragen, der sich einfach und flüssig lesen lässt. Dabei sind die Beschreibungen der Landschaften, der Umgebung und auch der Charaktere gerade so, dass ich mir alles gut vorstellen konnte, es aber nicht langatmig wurde. Das Buch ist in 24 Kapitel gegliedert, vor jedem Kapitel ist ein Zitat aus dem fiktiven Buch „Die Geschichte der Seide“ – dadurch wird man immer wieder eingestimmt auf das Thema Seidenproduktion. Die eigentlichen Kapitel sind von angenehmer Länge, so dass man wirklich in die Geschichte rund um die Ich-Erzählerin Lily eintauchen kann. Es ist kein eigentlicher Roman auf zwei Zeitebenen, vielmehr wandert Lily in Gedanken in die Vergangenheit zurück – während Anfang und Ende des Romans also in der Jetztzeit spielen, ist der größte Teil der Geschichte in England zwischen 1938 und 1945 angesiedelt.   Das Buch ist sehr dicht erzählt und verschiedene Bereiche werden behandelt. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Roman über ein Familienunternehmen, in dem Seide produziert wird und das sich in Kriegszeiten über Wasser hält, in dem es die für die Fallschirmproduktion notwendige Seide herstellt. Dabei erfährt man in angenehmer Art vieles über den Wertstoff, die Probleme, die sich durch den Krieg ergeben und wie wichtig der Familienzusammenhalt gerade auch in schweren Zeiten ist. Das angepriesene Geheimnis um Lily habe ich als nicht so großartig empfunden, zumal es auch noch leicht zu durchschauen war, aber das hat dem Lesegenuss in keinster Weise einen Abbruch getan. Die Charaktere sind alle wunderbar gezeichnet. Jede Figur hat Ecken und Kanten, ist nicht nur einfach „Gut“ oder „Böse“ und wirkt dadurch sehr authentisch. Gerade die Protagonistin Lily ist mir sehr ans Herz gewachsen. Zu Beginn als ältere Dame macht sie einen sehr souveränen Eindruck. In ihrem Rückblick dann tritt sie zunächst als vorwitziger und resoluter Teenager auf, entwickelt sich dann aber im Lauf der Geschichte zu einer bedachten und verantwortungsvollen Frau. Sie ist geschickt im Umgang mit Menschen, nicht nur geschäftlich sondern auch im privaten Umfeld, dabei voller Gefühl und Emotion. Sie ist eine Frau, die trotz der harten und entbehrungsreichen Kriegsjahre ihren Weg geht, nicht immer läuft alles glatt und auch sie muss sich immer wieder aufrappeln. Doch gerade diese Höhen und Tiefen machen sie sympathisch und lassen sie „echt“ erscheinen. Ich mochte aber auch die anderen Charaktere, die so gut gezeichnet waren, dass ich sie mir vorstellen konnte und ich das Gefühl hatte, Teil der Geschichte zu sein: Die beste Freundin Vera, die gemeinsam mit Lily den Krieg übersteht, der Flüchtling Stephan, der nichts unversucht lässt, seine Familie zu rächen, dabei aber einen hohen Preis bezahlt. Selbst Gwen, die eher distanzierte Mitarbeiterin in der Fabrik, gewinnt im Lauf des Buches mein Herz – allen voran aber Lilys Vater, der mir sehr imponiert hat und mir als charismatischer Mann in Erinnerung bleibt.   Ich fürchte, ich kann meine Begeisterung für dieses Buch gar nicht in Worte fassen, aber mich hat „Das Kastanienhaus“ gepackt und mitgerissen, mich auf eine emotionale Berg- und Talfahrt mitgenommen. Wer Familiengeschichten mag und gerne abtaucht in andere Zeiten, dem wird dieses Buch sicher genauso gut gefallen wie mir!

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