Liza Klaussmann Zeit der Raubtiere

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Inhaltsangabe zu „Zeit der Raubtiere“ von Liza Klaussmann

Ostküstenhitze, ausgebleichte Bootsstege und abendliche Partys auf dem eleganten Anwesen Tiger House: Als Mädchen waren die Cousinen Nick und Helena unzertrennlich. Mitte der 40er Jahre fiebern sie, frisch verheiratet, dem »richtigen« Leben entgegen. Abenteuer, Liebe, Glück, davon träumen sie. Jahre später ist davon kaum noch etwas übrig – bis der Mord an einem Dienstmädchen wie ein Stein ins Wasser der Alltäglichkeiten fällt und mit einem Schlag all die halb vergessenen Sehnsüchte und Leidenschaften wieder aufflammen lässt.

Ich habe eine ganz andere Geschichte erwartet, nicht so düster, habe aber das Buch in nur zwei Tagen verschlungen. Empfehlenswert!

— plin
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Eine äußerst emotionale und atmosphärische Familiengeschichte mit origineller Erzählperspektive und überraschendem Ende.

— Darcy
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  • Zeit der Raubtiere

    Zeit der Raubtiere
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 16:56

    „It’s bout time we got some airplay of our version of events” (Emeli Sandé – “Read all about it”) Der Sommer in Neuengland ist heiß. Geradezu unerträglich heiß. Es ist 1945, der Zweite Weltkrieg gerade beendet, und die beiden Cousinen Nick und Helena machen sich auf in die weite Welt, um das zu entdecken, was gemeinhin als Leben bezeichnet wird. So beginnt Liza Klaussmanns Roman Zeit der Raubtiere mit dem sie uns durch mehr als zwei Jahrzehnte amerikanische Geschichte führen wird. Dabei geht sie nicht chronologisch vor, sondern widmet vielmehr jedem der fünf Protagonisten einen Teil ihrer Geschichte. Lässt ihn oder sie aus ihrer Sicht erzählen, lässt sich Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln wiederholen. Dabei ist wohl das entschiedenste Ereignis das aus dem Sommer 1959. Daisy und Ed, Nicks und Helenas Kinder, finden die brutal zugerichtete Leiche eines der portugiesischen Dienstmädchen. Schnell erheben sich erste Verdachtsmomente gegen einen möglichen Täter, doch im Vordergrund steht vielmehr der Schock, den dieses Erlebnis bei allen Beteiligten auslöst; und so rückt das Verbrechen mehr und mehr in den Hintergrund – Zeit der Raubtiere ist ganz eindeutig kein Krimi und will das auch nicht sein – zugunsten einer psychologischen Aufarbeitung des Sommers. Im Nachhinein gehen alle Konflikte immer wieder auf diesen einen Tag im Juli 1959 zurück, winden sich alle Charaktere nur um dieses eine Ereignis. Weiterlesen

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  • Zeit der Raubtiere von Liza Klaussmann

    Zeit der Raubtiere
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 17:17

    Helena und Nick sind Cousinen, die sich wie Schwestern fühlen. Über die Kriegsjahre hinweg teilen sie sich ein Haus und die ihnen zugeteilten Essensmarken. Doch nach dem Krieg trennen sich ihre Wege. Helena zieht mit ihrem zweiten Ehemann Avery nach Los Angeles, während Nick mit Mann Hughes im Osten des Landes, zunächst Florida und anschließend New York, verbleibt. Doch immer wieder kommen die beiden zusammen, verbringen ihre Sommer im “Tiger Haus” dem Anwesen ihres Großvaters, wo sie mit ihren Familien die Tage ausschwitzen. Doch ganz so idyllisch, sind, nach Jahren der Intrigen, weder die Beziehung der Cousinen, noch das Leben im Tiger Haus selbst… Ein Roman, der sich traut Zähne zu zeigen und somit ein beeindruckendes Debüt von der Ur-ur-ur-Enkelin Herman Melvilles. Für ein paar Tage ließ ich mich entführen in die Nachkriegsjahre und die bedrückenden Sommer von Massachusetts, an den Bootssteg des Tiger Hauses und in das Geflecht aus Intrigen, in welches sich die Hauptfiguren mit jedem Sommer mehr verstricken. Geheime Sehnsüchte und Ängste schwelen unter der Glasglocke, die der Sommer über die Insel Martha’s Vineyard, auf der das Tiger Haus steht, stülpt und ich genoss es als Zuschauer in die Welt der Charaktere eintauchen zu können, sie straucheln zu sehen, selbst aber unbeschadet und ungeschoren davon zu kommen. Eine Welt in der mehr Unrecht geschieht als jemals gesühnt werden kann, in der die Bösewichte alles haben und die zarten Seelen an sich selbst leiden. Eine Welt in die ich eintauchen und abtauchen konnte, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass auch darüber hinaus der Alltag noch weiter geht und mich fordert und zurück ruft. Eine Welt so mysteriös und verführerisch, wie das Flirren über heißem Asphalt. Eine Welt, die ich Dir zu besuche rate, auch wenn oder vielleicht gerade weil Du nach diesem Besuch nicht mehr die selbe sein wirst. Liza Klaussmann schenkt dabei jedem einzelnen Charakter die ihm, bzw. ihr, gebührende Aufmerksamkeit, lässt sowohl die Cousinen zu Wort kommen, als auch deren Kinder und Nicks Ehemann Hughes. Trotzdem bleiben viele Dinge auch nach der Lektüre dieses Romans noch im Verborgenen, bleiben noch ein paar Fragen offen und der Leser bleibt zurück mit dem Gefühl gerade zu früh aus einem Fiebertraum erwacht zu sein, aufgewühlt und voller loser Enden. Ganz perfekt ist dieser Roman natürlich nicht, so frage ich mich warum Klaussmann im letzten Teil des Buchs nun unbedingt die erste Person Erzählperspektive nutzen muss und so mit dem Rest des Buchs bricht. Warum, frage ich mich, macht sie es sich so einfach mit der Antwort auf eine der schwierigsten Fragen, wenn die Dinge doch so viel komplizierter zu sein scheinen, als Klaussmann sie gegen Ende des Romans präsentiert. Aber vielleicht hege ich in dieser Hinsicht auch zu hohe Ansprüche an ein Buch, das für mich ohne Frage in die Kategorie beeindruckende Debüts gehört. Liza Klaussmann hat mit “Zeit der Raubtiere” einen Roman geschrieben, in dem nichts so ist, wie es zu sein scheint. Einen Roman in dem jeder Protagonist auch Antagonist ist und der den Leser mit einer Fülle an Intrigen, Affären und heißen Sommertagen zu fesseln vermag.

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  • Rezension "Zeit der Raubtiere"

    Zeit der Raubtiere
    schokoloko29

    schokoloko29

    15. June 2013 um 22:24

    Inhalt des Buches: Dieses Buch beginnt anfang der 1940er Jahre. Nick und Helena sind Cousinen und sind beste Freundinnen. Helenas Mann ist im Krieg gefallen und heiratet einen zwielichtigen Mann, der in Hollywood wohnt. Nick`s Ehemann kehrt heil vom Krieg zurück und sie lassen sich in Maine nieder. Im Sommer treffen sich die Familie im Ferienhaus "Tiger House" wieder. Bei einem Sommerurlaub findet ein Mord statt und es stellt sich die Frage, wer der Mörder sein könnte... Eigene Meinung: Der Mord und die Frage, wer es getan hat steht in diesem Roman nicht im Mittelpunkt. Sondern eher das Lebensgefühl im Tigerhouse. Die Partys, die Dekadenz, der Neid und die Verlogenheiten der einzelnen Personen. Fazit: Ein tolles Buch, was sehr von der Atmosphäre lebt. Ein Buch, welches man wirklich lesen sollte.

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  • Rezension zu "Zeit der Raubtiere" von Liza Klaussmann

    Zeit der Raubtiere
    walli007

    walli007

    02. March 2013 um 10:03

    Auf samtenen Pfoten Endlich ist der Krieg vorbei und nun soll alles besser werden für die Cousinen Nick und Helen. Nicks Mann kommt endlich aus Europa zurück und die verwitwete Helen will nach Hollywood, um dort zum zweiten Mal zu heiraten. Doch wie so oft gestaltet sich die Zukunft schwieriger als erhofft. Hughes und Nick haben sich entfremdet und finden kaum noch einen Zugang zueinander. Und auch Helens Ehe mit Avery verläuft nicht so glanzvoll wie erhofft. Dennoch bekommen die beiden Frauen kurz nacheinander ein Kind. Und immer wieder zieht es sie an das Ferienhaus an der Ostküste. Und als in jenem denkwürdigen Sommer die 12-jährigen Kinder eine brutal ermordete junge Frau finden, kommen die Ereignisse ins Rollen. Etwas unsicher bin ich, was ich von dem Buch halten soll. Während des Lesens war ich mir nicht sicher, ob mir die Art wie es aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben auf verschiedenen Zeitebenen spielt nicht zu durcheinander wirkt. Auch die teilweise gelangweilten Charaktere, die mir ihrer Affektiertheit und ihrer Blasiertheit unglückliche Entwicklungen begünstigen, die mit etwas Offenheit und Ehrlichkeit einfach nicht soweit hätten kommen müssen, waren mir manchmal nicht besonders sympathisch. In der Rückschau jedoch als sich alles gefügt hat, war die Entwicklung der handelnden Personen nachvollziehbar. Ungereimtheiten, die gerade durch den Aufbau des Buches zunächst unverständlich erscheinen müssen, sind schließlich am rechten Platz. So erinnert mich das Buch etwas an den Film "8 Blickwinkel", in dem der Zuschauer auch mit jedem Blickwinkel, den ihm der Film darbietet, etwas schlauer wird. So war der Roman zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch lesenswert und fesselnd. Ich habe das Buch beim Bertelsmann Club erworben, was eigentlich nicht so wichtig ist, anmerken möchte ich aber, dass mir hier die Umschlaggestaltung wesentlich besser gefällt als bei der Buchhandelsausgabe, weil die Stimmung des Romans einer Ferienidylle mit Rissen sehr gut angedeutet wird.

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