Lizzie Doron

 4,3 Sterne bei 123 Bewertungen
Autor von Who the Fuck Is Kafka, Ruhige Zeiten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lizzie Doron

Lizzie Doron, 1953 in Tel Aviv geboren, erhielt 2018 den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. 2019 war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. Lizzie Doron lebt in Tel Aviv und Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Was wäre wenn (ISBN: 9783423282369)

Was wäre wenn

 (2)
Neu erschienen am 20.08.2021 als Hardcover bei dtv Verlagsgesellschaft.
Cover des Buches Was wäre wenn (ISBN: 9783742416919)

Was wäre wenn

Neu erschienen am 20.08.2021 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.
Cover des Buches Who the Fuck Is Kafka (ISBN: 9783742413635)

Who the Fuck Is Kafka

Neu erschienen am 20.08.2021 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Lizzie Doron

Cover des Buches Who the Fuck Is Kafka (ISBN: 9783423144841)

Who the Fuck Is Kafka

 (39)
Erschienen am 19.02.2016
Cover des Buches Ruhige Zeiten (ISBN: 9783423145749)

Ruhige Zeiten

 (25)
Erschienen am 09.06.2017
Cover des Buches Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen? (ISBN: 9783423145459)

Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?

 (17)
Erschienen am 13.01.2017
Cover des Buches Der Anfang von etwas Schönem (ISBN: 9783423146302)

Der Anfang von etwas Schönem

 (12)
Erschienen am 20.04.2018
Cover des Buches Das Schweigen meiner Mutter (ISBN: 9783423142540)

Das Schweigen meiner Mutter

 (12)
Erschienen am 01.10.2013
Cover des Buches Es war einmal eine Familie (ISBN: 9783423146029)

Es war einmal eine Familie

 (8)
Erschienen am 10.11.2017
Cover des Buches Sweet Occupation (ISBN: 9783423261500)

Sweet Occupation

 (4)
Erschienen am 07.04.2017
Cover des Buches Was wäre wenn (ISBN: 9783423282369)

Was wäre wenn

 (2)
Erschienen am 20.08.2021

Neue Rezensionen zu Lizzie Doron

Cover des Buches Was wäre wenn (ISBN: 9783423282369)Kristall86s avatar

Rezension zu "Was wäre wenn" von Lizzie Doron

Ein ganz besonderes Buch!
Kristall86vor 20 Tagen

!ein besonderes Lesehighlight 2021!

Klappentext:

„Am Abend ein Anruf aus dem Hospiz: Yigal, ein Kindheitsfreund, den Lizzie Doron 40 Jahre lang nicht gesehen hat, bittet sie, sein letzter Besuch zu sein. Aber warum ausgerechnet sie?


Yigals Erfahrungen in der israelischen Armee machten ihn zum Aktivisten gegen die Politik seines Heimatlandes. Als Tochter einer Holocaust-Überlebenden hielt auch Lizzie ihn für einen Verräter und wandte sich von ihm ab. Jetzt stellt sie sich der Frage, wer damals wen verraten hat. In den frühen Morgenstunden macht Lizzie sich auf den Weg. In der Hoffnung, den Kindheitsfreund noch ein letztes Mal sehen zu können.“



Ach du meine Güte - was für ein Buch, was für eine intensive Geschichte auf so wenig Seiten. Gleich zu Beginn überkommt dem Leser das Gefühl der Gänsehaut und man fragt sich, wie man in dieser Situation selber reagieren würde und hat gleich so viele Fragen….aber erst kommt die Geschichte hier und die steckt voller Emotionen und Gefühl das ich nicht anders konnte und sie in einem Rutsch gelesen habe. 

Ich will hier gar nicht viel zum Inhalt erzählen, denn das wäre grundlegend falsch und gespoilert, aber fest steht, lesen Sie dieses Buch! Hier geht es um Selbstreflexion der besonderen Art die jede von uns treffen kann, hier geht es um den Tot um das Vergeben wenn man kann, um Verstehen und Verständnis für sich und Andere und besonders für seine Freunde….

Diese Geschichte hat mich wirklich sehr tief berührt und ich spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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Cover des Buches Was wäre wenn (ISBN: 9783423282369)Readrats avatar

Rezension zu "Was wäre wenn" von Lizzie Doron

Was Kriege mit einem machen
Readratvor einem Monat

In ihrem neuen Buch geht es vor allem um die Gefühle, um kranke Seelen, die Psyche und um verpasste Chancen der Figuren. 


Inhalt:

Lizzie und Yigal wachsen gemeinsam auf, sie waren Lebenshungrig, voller Neugier und Hoffnung - vielleicht wären sie ein Liebespaar geworden. Doch dann geriet Yigal im Krieg in syrische Kriegsgefangenheit. Weitere Kriege folgten. Viele Jahre haben sich Lizzie und Yigal nicht mehr gesehen, führen jeder für sich ein anderes Leben - bis er sich plötzlich aus dem Hospiz in Tel-Aviv bei ihr meldet und Lizzie ein letztes mal sehen möchte. 


In Rückblenden erzählt Lizzie nun von ihrer Kindheit, der Jugend, wie sie mit Ihrer Mutter zusammenlebte, dem Krieg, wie sie selbst in die Armee ging, wie es zwischen ihr und Yigal weiterging... 

Sie arbeitet nach ihrem Besuch bei Yigal im Hospiz vieles auf, erinnert sich in dieser Nacht, in der Yigal sterben wird, wieder an viele Geschehnisse und Momente, an die sie schon sehr lange nicht mehr dachte. 


Folgenden Satz möchte ich Euch mitgeben: "Yigal, ein Wiedersehen von neununddreißig Minuten. In meinen Gedärmen eine Revolte. Eine scharfe Kurve im Herzen"



Ein schmales Buch mit viel und schwerem Inhalt! Klare Leseempfehlung!



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Cover des Buches Der Anfang von etwas Schönem (ISBN: 9783423146302)W

Rezension zu "Der Anfang von etwas Schönem" von Lizzie Doron

Lizzie Doron versucht mit ihren Büchern das Schweigen zu brechen
WinfriedStanzickvor 3 Jahren




Lizzie Dorons dritter ins Deutsche übersetzte Roman erzählt verfremdet von ihrer Kindheit im Tel Aviver Viertel Yad Elijahu, einem kleinen, aber geschlossen wirkenden Viertel, in das damals fast nur Überlebende der Konzentrationslager zogen.
Schon in ihrer autobiographischen Novelle "Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?" hat die 1953 geborene Lizzie Doron von Yad Elijahu erzählt, von ihrer prinzipienfesten Mutter, die über ihre Vergangenheit in den Lagern der Nazis wie so viele andere beharrlich schwieg. Doron hat erzählt von den Aufträgen und Botschaften der Mutter, die wollte, dass die Tochter ihr Leben ganz auf die Zukunft ausrichtet. Dass ihre Tochter sich womöglich für ein Leben m Kibbuz entscheiden könnte, war ihr ein schrecklicher Gedanke. Und doch kam es genauso.

In ihrem Roman "Der Anfang von etwas Schönem" erzählt die Autorin von drei Menschen, die in Yad Elijahu geboren sind und miteinander aufwachsen und deren Lebenswege sich 40 (!) Jahre später wieder kreuzen. Dabei hat sie jeder Figur ein eigenes Kapitel gewidmet, lässt sie jeweils in der Ich-Form erzählen, sich erinnern und die sich langsam bei der Lektüre erschließenden Zusammenhänge zwischen den Lebensgeschichten der drei Menschen schildern.

Da ist Malinka Zuckmayer, die sich Amalia Ben Ami nennt und seit drei Jahrzehnten allein im Haus ihrer Mutter lebt. Verkaufen kann sie es nicht, denn die Mutter hat verfügt, dass sie zuvor erst heiraten müsse. So lebt sie, mit wechselnden Affären mit verheirateten Männer auch sinnbildlich "im Haus der Mutter" und arbeitet, vorzugsweise nachts, als Moderatorin beim israelischen Armeesender.

Da ist Gadi. Durch eine Kinderlähmung behindert, wurde der hinkende junge Mann vom Armeedienst befreit. Seit Kindertagen ist er in Malinka verliebt und träumt von einer Hochzeit mit ihr. Um ihn vor der Schande der militärischen Untauglichkeit zu bewahren, organisiert seine Mutter Sarke seine Auswanderung nach Amerika, wo man "kein Brot aus Erinnerungen backt", wie sie sagt. Sarke war mit Etka, Malinkas Mutter zusammen in Auschwitz und sie leben in Yad Elijahu als direkte Nachbarn.

Gadi wird in Amerika ein erfolgreicher Mann, doch er beginnt sich immer heftiger nach seinem Geburtsort zu sehnen, sehr zum Unwillen seiner Frau Dina, die ihr Judentum verlassen zu haben glaubt, und mit Gadi kontroverse Diskussionen darüber führt, welche Bedeutung Israel für die Juden hat. Er will zurück und mit Amalia leben.

Und da ist Chesi als dritter im Bunde. Er ist nach Paris gegangen und hat dort als Zeithistoriker Karriere gemacht. Er ist wie besessen von der Idee, dass der Zweite Weltkrieg erst vorbei sei, wenn die Juden bzw. ihre Nachkommen wieder in ihre ursprünglichen Orte in Polen zurückkehren und dort die jüdischen Häuser und Gebetstätten wieder aufbauen. Als er während eines Israelbesuchs Amalias Stimme im Radio hört, die sich mit einen "Schlager aus dem Lager" nämlich dem Lied "Still, still, mein Kind, schweig still, hier wachsen Gräber" von ihren Hörern verabschiedet, trifft er sich mit Amalia. Dieses Lied war die Hymne ihrer Kindheit. Er versucht sie zu überzeugen, dass ihre Begegnung "der Anfang von etwas Schönem" sei, doch sie endet schlussendlich in einem Fiasko, nachdem er sie mit nach Polen zu seinem "Wiederaufbauprojekt" genommen hat.
Es ist der Umgang mit dem geschichtlichen Erbe, an dem sich in Dorons Büchern entscheidet, ob sich etwas Schönes oder eine versöhnende Idee in einen Schrecken verwandelt oder nicht.

Dorons Figuren sitzen allesamt wie in einer Falle. So wie sie sie schildert, versucht sie nachzuweisen, dass es keinen "richtigen" Umgang mit dem Gedenken an die Shoa und ihre Opfer geben kann.
Die zweite Generation, aufgewachsen im auch aggressiv vorgetragenen Schweigen ihrer Eltern, hat für ihr ganzes Leben wirksame Beschädigungen erlitten, weil sie ihr Leben nur verstehen können als Trost für die Eltern. So behutsam zum Beispiel Etka und Sarke miteinander umgehen, so aggressiv und lieblos reagieren alle beide auf die Selbstbehauptungsversuche ihrer Kinder.
Die suchen so wie Amalia, Chesi und Gadi ihr eigenes Leben und stoßen doch immer wieder auf die Gräber der Vergangenheit: "chweig still, mein Kind, hier wachsen Gräber".

Lizzie Doron versucht mit ihren Büchern das Schweigen zu brechen. Es gibt niemand sonst, der in der Lage ist, die widerstrebenden Gefühle der Nachkommen der Überlebenden tiefer und schmerzhafter auszuloten. Man spürt der sensiblen und gelungenen Übersetzung Mirjam Presslers ab, welche unsagbare Anstrengung das Schreiben dieser Bücher für Lizzie Doron bedeutet.

Wie wir wohl die dritte Generation damit umgehen?
Etwa so wie Jonathan Littel in "Die Wohlgesinnten"?




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