Lizzie Doron Es war einmal eine Familie

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Inhaltsangabe zu „Es war einmal eine Familie“ von Lizzie Doron

Tel Aviv, Anfang der neunziger Jahre: Helena, Elisabeths Mutter, ist gestorben. Während der Schiva, der sieben Trauertage, ist Elisabeth wieder in dem kleinen Viertel, in dem sie in den fünfziger und sechziger Jahren aufgewachsen ist, ein Viertel, in dem Überlebende der Shoah damals versuchten, sich ein neues Leben aufzubauen. Während Elisabeth in der Wohnung ihrer Mutter Schiva sitzt und alte Bekannte bewirtet, werden Erinnerungen an Freunde und Nachbarn aus Kindheit und Jugend wach. Die meisten haben – wie Elisabeth – das Viertel schon vor vielen Jahren verlassen – oder sind im Sechstagekrieg 1967 und im Jom-Kippur-Krieg 1973 ums Leben gekommen. Elisabeth, die allein mit ihrer Mutter aufwuchs, erkennt, daß sie doch nicht ohne Familie aufgewachsen ist. Das Viertel hier – „es war einmal eine Familie“.

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  • Rezension zu "Es war einmal eine Familie" von Lizzie Doron

    Es war einmal eine Familie
    hexhex

    hexhex

    08. July 2012 um 21:47

    Auch das zweite Buch der Autorin hat mir wieder sehr gut gefallen. Der Erzählstil ist genau derselbe wie in "Das Schweigen meiner Mutter". Wieder ein autobiografischer Roman. Elisabeth hat ihre Mutter nach einem Jahr Krankenhausaufenthalt verloren und begibt sich zur Schiwa in die Wohnung ihrer Mutter und verbringt dort 7 Tage mit Besuchen aus der Nachbarschaft, Sachen sortieren und Erinnerungen. Man wird fast ein bisschen neidisch auf diesen jüdischen Brauch, es ist schön, sich inmitten von Bekannten und Freunden an die Verstorbenen zu erinnern. Ich kann dieses Besuch nur allen ans Herz legen, dieses Buch zu lesen, wenn sie gerade jemanden verloren haben.

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  • Rezension zu "Es war einmal eine Familie" von Lizzie Doron

    Es war einmal eine Familie
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 14:37

    A156 Es war einmal eine Familie von Lizzie Doron Kategorie: Allgemein Als Lizzie Dorons Tochter ihre Mutter eines Tages fragte, woher sie komme, nahm die israelische Schriftstellerin diese Frage zum Anlass, Bücher über ihre Heimat und die darin lebenden Menschen zu schreiben. Sie wuchs in einem Stadtteil von Tel Aviv auf und eben jenes Viertel ist der Schauplatz ihrer Romane. Ihr erstes Buch „Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?“ ist eine Sammlung von Erinnerungen an Lizzies Mutter Helena. Sie überlebte die Shoa und wanderte nach dem Krieg nach Israel aus, wo sie ihre Tochter alleine großzog. Helena war eine äußerst starke Frau, aber auch traumatisiert und geprägt von der Judenverfolgung, was für Lizzie als Tochter nicht immer leicht war. Erst viel später konnte sie Verständnis für das eigensinnige Verhalten ihrer Mutter aufbringen und schrieb in Form des Buches eine Hommage an sie. In dem vorliegenden Roman „Es war einmal eine Familie“ kehrt Lizzie nach Helenas Tod in ihr Heimatviertel zurück, um die Schiwa, die jüdische Trauerwoche, abzuhalten. Dabei begegnet sie verschiedenen Menschen aus ihrer Vergangenheit, die zahlreiche Erinnerungen in ihr wach rufen. So trifft sie z.B. Malkale, die damals den jungen Zvika heiraten wollte. Jahrelang haben die beiden Verliebten mit ihrer Vermählung gewartet und als der Termin endlich feststeht, stirbt Zvika nur wenige Tage vor der Hochzeit im Jom-Kippur-Krieg. Des Weiteren begegnet Lizzie Chajale, die in der Schulzeit sehr unbeliebt und schweigsam war, nun aber endlich über ihre Eltern redet: Das Ehepaar war durch die Shoa vollkommen traumatisiert, wodurch ein normales Familienleben undenkbar wurde. Zahlreiche Schicksale kommen in dem Buch zur Sprache und letztlich wird Lizzie klar, dass dieses Viertel mit all den jungen und alten Menschen darin einmal ihre Familie war… Genau wie bei den vorherigen Werken bin ich auch dieses Mal begeistert! Die Autorin schafft es trotz ihrer klaren Sprache eine sehr besondere Atmosphäre zu erzeugen. Es kostet keinerlei Anstrengung die Worte zu lesen und doch steckt soviel Gefühl darin, dass man von jeder Erinnerung im Herzen berührt wird. Man fühlt die Trauer der Überlebenden um ihre Angehörigen und spürt die Verzweiflung hinter ihrer scheinbaren Verrücktheit. Zugleich muss man über Helenas resolute Art und ihre Eigenwilligkeit schmunzeln, auch wenn man merkt, wie schrecklich das manchmal für ihre Tochter war. Und die kleinen Geschichten über Lizzies damalige Freunde und die schönen Momente, die sie miteinander erlebten, vermögen einen zu wärmen. Mit diesem Buch ist es so, als würde Lizzie ein Stück Geschichte fernab der Geschichtsbücher erzählen. Sie entführt den Leser in ein fremdes Land, bringt ihm wie nebenbei dessen Kultur näher und beschreibt wie es ist, zur „zweiten Generation“ zu gehören. Die Menschen des Viertels wachsen einem ans Herz und trotz der ernsten Thematik und unsagbaren Trauer muss man bei vielen Erinnerungen einfach lächeln. „Es war einmal eine Familie“ ist ein Kleinod der Literatur, das ich uneingeschränkt jedem begeisterten Leser empfehlen möchte. Mehr davon!

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  • Rezension zu "Es war einmal eine Familie" von Lizzie Doron

    Es war einmal eine Familie
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    26. June 2010 um 12:26

    Wie schon in ihrem Roman "Ruhige Zeiten" thematisiert Lizzie Doron auch in ihrem neuen Roman das Leben von Holocaustüberlebenden in Tel Aviv und erzählt aus der Perspektive einer Frau aus der zweiten Generation. Elisabeth kehrt zurück in das Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, denn Helena, ihre Mutter ist gestorben - zum zweite Mal. Das erste Mal starb sie im Zweiten Weltkrieg. Zur Schiwa bleibt Elisabeth 7 Tage in der Wohnung der Mutter und trifft Freundinnen und Freunde ihrer Mutter, die mit ihr trauern, denn eine Familie hatte Helenas Mutter nicht mehr. So wird die Schiwa auch eine Erinnerungsreise in ihre Jugend, denn wie alle ihre Spielkameraden von einst hat auch sie das Viertel schon vor vielen Jahren verlassen. Sie alle wollten fliehen vor den Ängsten und Alpträumen ihrer Eltern und ein normales Leben führen. Fast alle ihrer Kinderfreunde sind jedoch im Jom Kippur Krieg gefallen. In der Begegnung mit den Trauergästen erinnert sich Elisabeth zurück - an ihre Kindheit, an ihre Freunde, an das scheinbar normale Alltagsleben und an die Alpträume der Nächte, die die Erwachsenen heimsuchten und die Auswirkungen, die ihre Schicksale auf den Alltag ihrer Kinder hatten. Und obwohl sie allein mit ihrer Mutter lebte, merkt sie doch, daß sie eine Familie hatte - nämlich die Nachbarn aus dem Viertel. Auch in diesem Roman gelingt es Lizzie Doron wieder, auf knapp 150 Seiten viel zu erzählen. Ohne daß sie die Schicksale der einzelnen Personen detailliert beschreibt, ist klar, was sie erlitten haben. Und auch was die Schicksale der Überlebenden für Auswirkungen auf das Leben ihrer Kinder, der zweiten Generation haben wird ohne große Wort klar. (Susanne Martin)

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  • Rezension zu "Es war einmal eine Familie" von Lizzie Doron

    Es war einmal eine Familie
    KarlMay

    KarlMay

    12. August 2009 um 18:57

    Wie schon in ihrem Roman "Ruhige Zeiten" thematisiert Lizzie Doron auch in ihrem neuen Roman das Leben von Holocaustüberlebenden in Tel Aviv und erzählt aus der Perspektive einer Frau aus der zweiten Generation. Elisabeth kehrt zurück in das Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, denn Helena, ihre Mutter ist gestorben - zum zweite Mal. Das erste Mal starb sie im Zweiten Weltkrieg. Zur Schiwa bleibt Elisabeth 7 Tage in der Wohnung der Mutter und trifft Freundinnen und Freunde ihrer Mutter, die mit ihr trauern, denn eine Familie hatte Helenas Mutter nicht mehr. So wird die Schiwa auch eine Erinnerungsreise in ihre Jugend, denn wie alle ihre Spielkameraden von einst hat auch sie das Viertel schon vor vielen Jahren verlassen. Sie alle wollten fliehen vor den Ängsten und Alpträumen ihrer Eltern und ein normales Leben führen. Fast alle ihrer Kinderfreunde sind jedoch im Jom Kippur Krieg gefallen. In der Begegnung mit den Trauergästen erinnert sich Elisabeth zurück - an ihre Kindheit, an ihre Freunde, an das scheinbar normale Alltagsleben und an die Alpträume der Nächte, die die Erwachsenen heimsuchten und die Auswirkungen, die ihre Schicksale auf den Alltag ihrer Kinder hatten. Und obwohl sie allein mit ihrer Mutter lebte, merkt sie doch, daß sie eine Familie hatte - nämlich die Nachbarn aus dem Viertel. Auch in diesem Roman gelingt es Lizzie Doron wieder, auf knapp 150 Seiten viel zu erzählen. Ohne daß sie die Schicksale der einzelnen Personen detailliert beschreibt, ist klar, was sie erlitten haben. Und auch was die Schicksale der Überlebenden für Auswirkungen auf das Leben ihrer Kinder, der zweiten Generation haben wird ohne große Wort klar.

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