Brennender Durst

von Lizzie Wilcock 
2,9 Sterne bei10 Bewertungen
Brennender Durst
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ManjaElss avatar

Ein Kampf ums Überleben, mitten in der australischen Wüste. Nettes Buch

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Ich konnte mich gut auf die Story einlassen und kann dem Buch daher auch eine Leseempfehlung aussprechen.

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Inhaltsangabe zu "Brennender Durst"

Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407823007
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:253 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:10.07.2017

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    ManjaElss avatar
    ManjaElsvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Kampf ums Überleben, mitten in der australischen Wüste. Nettes Buch
    Ein Kampf ums Überleben, mitten in der australischen Wüste. Nettes Buch

    Karanda befindet sich auf dem Weg zu einer neuen Pflegefamilie. Familie Nummer 6 um ehrlich zu sein. Das das keinen Spaß macht, ist klar. Doch dann wird alles anders – sie hat einen Autounfall, der Fahrer kommt ums Leben. Nur sie und der kleine Junge, der ebenfalls zu einer neuen Familie kommen sollte, überleben. Aber es kommt noch schlimmer, denn der Unfall ereignete sich mitten im Nirgendwo, in einer Wüste. Was zunächst wie die Gelegenheit für Karanda wirkt, um unterzutauchen, wird schnell zu einem Kampf ums Überleben. Und eine Reise zu sich selbst.

    Brennender Durst ist ein Jugendbuch, aber auch für Erwachsene ein nettes Leseerlebnis. Die Schrift ist zwar entsprechend groß und man hat das Buch schnell gelesen, aber es zeugt dennoch von großen Gefühlen und erzählt die Geschichte einer beginnenden Freundschaft. Nochmal lesen würde ich es zwar nicht, aber ich hatte dennoch ein paar nette Lesestunden. Besonders jungen Lesern würde ich das Buch trotzdem empfehlen. Vielleicht verschenke ich mein Exemplar ja weiter. 

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    Faancys avatar
    Faancyvor einem Jahr
    Fehlende Glaubwürdig- & Tiefgründigkeit

    Ein Unfall, der das Leben von Karanda und Solomon auf einen Schlag verändern wird, ist die Ausgangssituation, in der wir uns zu Beginn der Geschichte befinden. Karanda will in keine neue Pflegefamilie, die sie doch irgendwann wieder abgeben wird, wenn es zu schwierig wird. Der Autounfall, der kurze Zeit später passiert, scheint daher für Karanda die Lösung des Problems zu sein. Sie beschließt, nicht auf zu Hilfe zu warten, sondern begibt sich in die Wüste. Sie hat die Rechnung jedoch ohne Solomon gemacht, welcher ihr heimlich folgt. Dabei will sie doch bloß alleine glücklich werden. Doch kann sie Solomon auf sich allein gestellt in der Wüste zurücklassen? Letztendlich bleibt ihr nichts anderes übrig. Und so beginnt die Reise von Karanda und Solomon im Nichts.Das Szenario hat mich im ersten Augenblick an "Nichts als Überleben" von S.A. Bodeen erinnert. Nur, dass wir uns diesmal nicht auf dem offenen Meer, sondern in der australischen Wüste befinden. Karanda und Solomon müssen mit den wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, gemeinsam Überleben. Das finde ich grundsätzlich sehr interessant und eigentlich auch lehrreich. Leider sind die Ereignisse künstlich herbeigeführt. Ich stelle mir das Überleben im Outback als ziemlich schwierig vor. Aber es scheint, als würde den beiden alles in den Schoß fallen. Sie haben Durst? Kein Problem, die Wüste bietet ihnen ständig Möglichkeiten zu trinken - von brennendem Durst, wie der Titel besagt, kann nicht die Rede sein. Generell wirkt ihre Reise total ungefährlich. Die Protagonisten kämpfen nicht wirklich. Zumindest wird das von der Autorin leider kaum glaubwürdig übermittelt. Die Darstellung der gesamten Handlung war leider nicht realistisch. Dazu kommen dann auch noch Protagonisten, die ziemlich oberflächlich sind, aber tiefgründig wirken wollen. Meine größten Schwierigkeiten hatte ich wohl mit Karanda. Sie ist ein so unsympathischer Mensch und sieht grundsätzlich nicht ein, dass sie auch ihren Teil dazu beitragen muss, dass es in ihrer Pflegefamilie funktioniert. So fand ich ihre Geschichte absolut nicht ergreifend. Sie hat eine schwierige und traurige Vergangenheit, das möchte ich nicht abstreiten. Ich finde jedoch, dass man ihr Leid nicht nachvollziehen kann, weil sie so unfassbar frech ist. Ihr Benehmen gegenüber Solomon ist abartig. Ich bezweifle auch, dass man sich wirklich so benimmt, wenn es ums Überleben geht. Beide Charaktere sollen sich im Laufe der Geschichte wohl auch entwickeln, was jedoch leider nicht wirklich geschieht. Am Ende habe ich keine Einsicht auf Karandas Seite gesehen. Solomon ist und bleibt ihr stiller Begleiter. Er gibt manchmal etwas von sich, trägt seine eigenen Lasten, ist im Endeffekt allerdings kein wirklich bedeutender Charakter. Ich hätte mir da vielleicht auch den Blickwinkel von ihm gewünscht, anstatt die Geschichte nur aus Karandas Sicht zu erfahren. 
    Positiv anmerken möchte ich aber den Schreibstil, der sehr flüssig ist. Das Buch lässt sich daher sehr schnell lesen. Betrachtet man den Roman als reine Unterhaltungsliteratur, dann ist die Geschichte lesenswert. Mir persönlich fehlte jedoch am meisten die Glaubwürdigkeit. 
    "Brennender Durst" konnte mit seinen Charakteren leider nicht überzeugen. Karanda war zu unfreundlich, sowie frech. Solomon dagegen viel zu unscheinbar und zu weit im Hintergrund. Beide wurden sehr oberflächlich ausgearbeitet, sodass auch die Vergangenheit von beiden kaum Emotionen ausgelöst haben. Tiefgründigkeit findet man daher trotz der Thematik in keinem Aspekt. Der Leser sollte die Geschehnisse und Charaktere also nicht weiter hinterfragen, sondern das Buch einfach als Unterhaltung für zwischendurch sehen. 

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    MelEs avatar
    MelEvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich konnte mich gut auf die Story einlassen und kann dem Buch daher auch eine Leseempfehlung aussprechen.
    Die Wüste und ihre Tücken

    In "Brennender Durst" begegnet uns ein unfreiwilliges Survivalabenteuer, welches mich mitunter sehr berührte. Nicht alles empfand ich als stimmig, da meine Sympathie für die beiden Protagonisten Karanda und Solomon mitunter weit auseinanderklaffte. Natürlich kann ich nachvollziehen, warum Menschen sich oftmals anders verhalten als erwartet, denn die Vorgeschichte der Hauptpersonen wird nach und nach hinzugefügt. Zuallererst heißt es zu überleben und dies wird natürlich dadurch erschwert, dass der Autounfall mitten in der Wüste geschah. Mich wundert natürlich auch, warum niemand nach dem Auto sucht, denn zumindest der Fahrer des Wagens sollte doch vermisst werden. Die beiden Pflegekinder, die immerzu hin und her gereicht wurden werden wohl kaum vermisst werden, zumindest macht dies den Eindruck und gibt dem Roman dadurch echtes Drama. Die Wüste hat ihre Tücken und gerade Karanda macht eine echte Verwandlung durch. Zuvor nervender, egoistischer Teenie und im Nachhinein ein Mensch, der langsam lernt Verantwortung zu übernehmen. Solomon ist ihr oftmals viele Schritte voraus. Meine Tochter ist neun Jahre alt und würde es nicht schaffen in der australischen Wüste zu überleben, da sie sich nie damit auseinander gesetzt hatte und dies ja auch nicht musste. Ich selbst würde wahrscheinlich aus lauter Hunger auch die falschen Beeren essen oder beim Jagen versagen. Bei dem Gedanken daran Fisch oder Kaninchen selbst zu erlegen, drehte sich mir tatsächlich der Magen um. Wer bereitet einen auf ein Leben in der Wüste vor? 
    Der Titel "Brennender Durst erscheint äußerst passend, denn er beinhaltet nicht nur, den quälenden Durst der durch Hitze und kilometerlanges Laufen entsteht, sondern auch den Hunger nach Liebe und Wertschätzung, demnach beinhaltet der Roman auch einiges an Tiefe. Es entwickelt sich nach und nach eine Story, die mich bewegte und manchmal auch schockierte. Für das angegebene Lesealter ist der Roman optimal. Mir fehlte zwar hier und da die Logik, dennoch konnte ich mich gut auf die Story einlassen und dem Buch daher auch eine Leseempfehlung aussprechen. Es ist ein Abenteuer, ein Überlebenskampf und auch mit sehr viel Spannung unterlegter Roman, der verdeutlicht, wie wichtig Nestwärme und Liebe ist. Menschen, die dies niemals wirklich erhalten haben, klammern sich an Nebensächlichkeiten, entwickeln Stereotypien oder haben Angst sich zu binden, damit sie Verletzungen von Beginn an unterbinden können. Von daher waren auch manche Eigenarten der Protagonisten nachvollziehbar.

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    Bookiliciouss avatar
    Bookiliciousvor einem Jahr
    Ein durchschnittliches Werk mit furchtbarer Protagonistin aber guter Story


    *Inhalt*
    "Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt." (Quelle: Amazon)


    *Erster Satz des Buches*
    "Kanada blickte aus dem Fenster."


    *Infos zum Buch*
    Seitenzahl: 250 Seiten
    Verlag: Beltz & GelbergVerlag
    ISBN: 978-3407823007
    Preis:  13,95 € (Taschenbuch) / 12,99 € (E-Book)


    *Infos zur Autorin*
    "Lizzie Wilcock, eine Grundschullehrerin, hat bereits drei Jugendbücher ("Losing It", "Grieve" und "Give me four reasons") und drei Kinderbücher veröffentlicht. Sie wurde zweimal für den NSW Premier Literary Shortlist-Award nominiert. "Thirst" ist ihre erste Veröffentlichung in Deutschland.." (Quelle: Amazon)


    *Fazit*
    -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
    Der Klappentext machte mich neugierig und ließ mich in der Erwartung eines hochemotionalen Buches zurück. Aus diesem Grund bewarb ich mich bei Blogg Dein Buch für eines der Exemplare. 


    -> Cover: 
    Ein tolles Cover, das nicht nur perfekt zur Geschichte passt, sondern auch ein echter Blickfang ist! Besonders neugierig macht der Satz am unteren Ende "Manchmal musst Du verloren gehen, um gefunden zu werden." 


    -> Story + Charaktere: 
    Die Geschichte beginnt mit einem Autounfall und man wird direkt in die Geschichte geworfen, was ich jedoch nicht weiter schlimm fand. Pflegekind Karanda flüchtet direkt nach dem Unfall in die Wüste und erhofft sich, dort nicht gefunden zu werden, denn wer einmal "Pflegestellen-Hopping" hinter sich hat, der ist nicht gerade erpicht darauf, wieder einmal umzuziehen. Doch da hat sie die Rechnung ohne den 8-jährigen Salomon gemacht, der ebenfalls auf dem Weg in eine neue Pflegefamilie war, bevor der Unfall passierte, denn dieser folgt ihr. Davon ist Karanda alles andere als begeistert und versucht mit allen Mitteln den Jungen wieder loszuwerden. 


    Auch wenn man nur so durch die Seiten fliegt und die 250 Seiten des Buches relativ schnell beendet hat, so habe ich mich stellenweise doch etwas durchgequält - dies lag allerdings weniger an der Beschaffenheit der Geschichte, die ich im Großen und Ganzen nicht nur sehr interessant, sondern auch spannend fand, sondern vielmehr am Charakter der Karanda. Die 14-jährige Protagonistin war mir von Anfang bis Ende dermaßen unsympathisch, dass ich ihr alles böse an den Hals gewünscht habe und nach wie vor der Meinung bin, dass sie die Unterstützung von Salomon überhaupt nicht verdient hat. Sie war nicht nur zickig, sondern auch überheblich, egoistisch und fürchterlich selbstverliebt - kein Wunder, dass keine Pflegestelle mit ihr klargekommen ist! Salomon hingegen ist nicht nur sympathisch und für sein Alter sehr survival-erprobt, sondern auch großzügig und freundlich. Im Grunde will der kleine Junge einfach nur nicht alleine sein und tut alles, um an Karandas Seite bleiben zu können - und womit dankt sie ihm? Sie lässt den Boss raushängen, kommandiert ihn herum wo sie kann und gibt all die Negativ-Erfahrungen, die sie in den verschiednen Pflegestellen gemacht hat, an Salomon weiter. So manches Mal hätte ich dieses unmöglich Weib am liebsten geschüttelt! Hin und wieder kam dann aber doch eine weiche Seite zum Vorschein, die sich aber leider kein Stück weiterentwickelt hat, da sie immer wieder zurück in ihr altes Muster fiel. Schade!


    Die Story gefiel mir insgesamt sehr gut, da der Überlebenskampf der beiden Kinder in der Wüste greifbar und realistisch erscheint. Das Ende fand ich vorhersehbar, aber zufriedenstellend.


    -> Schreibstil: 
    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, wenn auch zwischendrin ein wenig ungelenk. 


    -> Gesamt: 
    Ein durchschnittliches Werk, bei dem mich die Hauptprotagonistin zur Weißglut trieb, die Story selbst war jedoch lesenswert. 


    Wertung: 3 von 5 Sterne! 

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hätte ruhig noch mehr Höhepunkte vertragen können
    Hätte ruhig noch mehr Höhepunkte vertragen können

    Klappentext

    „Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt.“

     

    Gestaltung

    An diesem Cover gefällt mir besonders die Farbgebung. Die verschiedenen Braun-, Rot- und Orangetöne passen toll zusammen und lassen ein Wüstenfeeling entstehen. So wird der Handlungsort des Buches sehr schön visualisiert. Die Trockenheit der Wüste wird dabei auch durch den löchrigen Boden und die „Kratzer“ an den Buchrändern veranschaulicht, was mir gut gefällt. Die Schriftart des Titels finde ich auch richtig passend.

     

    Meine Meinung

    Mich haben sofort das coole Cover, der Spruch auf dem Cover und die im Klappentext anklingenden Töne des Überlebenskampfes gelockt und mein Interesse für dieses Buch geweckt, da es nach einer Geschichte voller Action in Verbindung mit Gefühl klang. „Brennender Durst“ lässt sich dabei mit seinen gut 250 Seiten rasend schnell lesen, da auch die Kapitel nicht so lang sind und man so beim Lesen gut vorankommt. Die Handlung dreht sich dabei um das Pflegekind Karanda, welche mit Solomon nach einem Autounfall vor dem Pflegesystem durch die Wüste flieht. Die beiden leiden Hunger, Durst und überstehen andere Gefahren. Ob sie in der rauen, dürren Wüste überleben können?

     

    Ein Problem hatte ich leider mit Karanda. Da sie die Hauptfigur ist, das Buch vorrangig aus ihrer Perspektive erzählt wird und der Leser stets an ihr dran ist, gab es für mich leider nur ein, zwei Momente, in denen ich Karandas für mich anstrengender Art entkommen konnte. Sie war mir persönlich zu motzig. Manche ihrer Ausbrüche konnte ich nicht so wirklich nachvollziehen, selbst wenn die Erklärung „sie wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht“ allgegenwärtig war. Karanda schwebte immer zwischen zwei Polen. Gleichzeitig tut sie stets so, als sei sie eiskalt und hart, aber eigentlich hat sie einen weichen Kern. Nur leider hat auch diese Tatsache sie mir nicht sympathischer gemacht. Ehrlich gesagt habe ich mich oft einfach nur über sie aufgeregt, weil sie nicht dazu lernt, sich dumm verhalten hat und stets den Boss raushängen lies.

     

    Dabei wäre sie ohne den 8jährigen Solomon komplett aufgeschmissen gewesen. Für sein Alter hatte er ein unerschöpfliches Wissen über Survivaldinge. Zunächst mag man vielleicht denken, dies sei unrealistisch, aber im Buch gibt es eine unterschwellige Erklärung für Solomons großes Wissen. Karanda wäre ohne Solomon jedenfalls aufgeschmissen gewesen mit ihren blauäugigen Plänen. Mir war Solomon jedenfalls viel sympathischer und er erschien mir oftmals eher als der Ältere und Reifere der beiden.

     

    Sprachlich begann das Buch meiner Meinung nach etwas holprig, da die Autorin häufig die Namen der Figuren mehrfach hintereinander verwendete statt sie manchmal durch Personalpronomen zu ersetzen. Nach den ersten Seiten legte sich dies jedoch wieder. So fiel mir das Lesen dann auch einfacher, da sich der Text dann flüssiger lesen lies.

     

    Die Handlung war insgesamt nicht schlecht. Der Überlebenskampf der beiden Figuren war hart und schwer, allerdings schlich sich manchmal auch etwas Monotonie ein, wenn lange Zeit immer wieder dasselbe passiert. Durchbrochen wird diese jedoch von stellenweisen Höhepunkten, in denen nochmals dramatischere Ereignisse passieren. So gibt es also eine Mischung aus „Durststrecken“ und packenden Spannungsmomenten. Dabei umgibt Solomon ein Geheimnis, das ich persönlich recht früh erkannt habe, Karanda jedoch erst am Ende des Buches. Daher endete das Buch für mich auch nicht sonderlich überraschend, da ich die Enthüllung schon sehr früh vorausgeahnt habe. Das Ende von „Brennender Durst“ war dann für mich einerseits nochmal nervenaufreibend wegen Karandas Art, andererseits war es aber auch zufriedenstellend. Gleichzeitig lässt es auch noch Raum für eigene Spekulationen und Gedanken, wie es weiter gehen könnte.

     

    Fazit

    „Brennender Durst“ ist ein Wechselbad aus packendem Überlebenskampf und leicht monotonen „Durststrecken“, in denen wenig Spannendes geschieht. Ich kam leider mit Protagonistin Karanda nicht so gut klar, da ich sie als anstrengend empfunden habe. Solomon hingegen mochte ich sehr und auch die spannenden Höhepunkte des Buches gefielen mir. Es hätten ruhig noch ein paar mehr sein können.

    3 von 5 Sternen!

     

    Reihen-Infos

    Einzelband

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    Normal-ist-langweiligs avatar
    Normal-ist-langweiligvor einem Jahr
    Manchmal musst du verloren gehen, um gefunden zu werden ***

    Meine Meinung:

    Als das Buch hier ankam, war ich doch ein wenig erstaunt, dass dieses so „dünn“ ist. 250 Seiten sind zwar nicht gerade wenig, aber die Schrift ist zudem noch so groß, dass man das Buch sehr schnell gelesen hat.

    Ich habe mich schon vor dem Lesen gefragt, ob die Geschichte denn genug Tiefgang würde aufbauen können auf diesen Seiten.

    Kurz und knapp – für mich leider nicht. Und hier kommen die Gründe:

    Beide Protagonisten sind sehr anstrengend und teilweise sehr unsympathisch. Jetzt kann ich als Erwachsener erkennen, dass das Verhalten, das sie zeigen, aus ihrer Vergangenheit resultiert, aber kann das ein lesendes 12 jähriges Kind? Viele Dinge bzw. Geschehnisse aus der Vergangenheit der beiden, vor allem von Karanda, werden nur angerissen und für mich keinesfalls ausführlich genug  erzählt, als dass ich mitleiden/ mitfiebern konnte. Über Karandas Pflegefamilienwechsel wird sehr kalt berichtet, so dass ich zwar die Anzahl und die Namen kennenlernte, aber nicht immer die Gründe nachvollziehen konnte. Bei der einen Familie dachte ich bis zum Ende, dass da noch was kommt… Das Ende empfand ich als sehr unbefriedigend, das sollte nach Monaten zusammen in der Wüste alles sein?

    Was mir gefallen hat:

    Authentisch beschrieben war die Zeit der beiden in der Wüste, ihr Kämpfen ums Überleben, das Wissen aus „Überlebens-Sendungen“ aus dem Fernsehen, die Annäherung der beiden, das Weihnachtsfest, die Liebe zu den Tieren, ihre Angst, ihr Kummer und doch immer wieder die Hoffnung, dass alles irgendwie auch für sie gut wird, obwohl sie anscheinend keiner „haben will“!

    *******************

    Meine Lieblingsstelle:

    „Nein, Solomon. Du verstehst nicht. Ich sag immer solche Sachen. Es hat nichts zu bedeuten.“

    „Ich höre immer solche Sachen“, sagte Solomon. „Und es bedeutet alles.“

    ******************

    Fazit:

    Die Idee hinter der Geschichte fand ich toll und auch sehr interessant. Das Überleben der beiden in der Wüste war spannend zu lesen. Leider kam die Gefühlsebene deutlich zu kurz, da ich aus verschiedenen Gründen nicht richtig mitfiebern konnte.

      (3 / 5)

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    pelias avatar
    peliavor einem Jahr
    Brennender Durst


    Erster Satz:
    "Karanda blickte aus dem Fenster.


    Meine Meinung zum Buch:
    Das Buch habe ich in der Vorschau gesehen und war sofort von Titel und Klappentext angetan, sodass ich nicht lange nachdenken musste, um zu wissen, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Die Grundidee ist wirklich toll, die Umsetzung lässt allerdings zu wünschen übrig. Obwohl Karanda und Solomon es in der Wüste alles andere als leicht haben, konnte ich so gar keine Verbindung zu den beiden aufbauen. Mir lief alles einfach viel zu glatt. Zudem fand ich die Zusammenstellung der Charaktere gerade zu Beginn der Story einfach schrecklich. Dies hat sich erst im Laufe der Story geändert, denn beide ergänzen sich fantastisch. Sie ist eher die Jägerin, er kennt sich dafür mit verschiedenen Pflanzen, Tieren usw. aus.


    Dennoch sind beide keine Sympathieträger. Sie, Karanda, ist ein zickiger Tennie. Zudem ist sie alles andere als sympathisch und eckt mit ihren Aussagen sehr oft an. Er, Solomon, ist mit seinen 8 Jahren zwar ein kluges Köpfchen, dennoch fand ich ihn unglaublich nervig ^^


    Der Schreibstil ist nichts weltbewegendes. Mit kurzen, knappen Sätzen bringt die Autorin die Handlung auf den Punkt. 


    Fazit:
    "Brennender Durst: Manchmal musst du verloren gehen, um gefunden zu werden" von Lizzie Wilcock ist ein kurzlebiger Roman mit einer tollen Grundidee. Die Umsetzung ließ allerdings zu wünschen übrig, sodass ich dem Buch am Ende dann doch "nur" 3 Sterne geben konnte. 


    Das Buch erhält von mir 3 von 5 Federn

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    QueenSizes avatar
    QueenSizevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Grundidee finde ich gut, aber leider hat mich der Roman nicht mitgenommen. Die beiden Hauptpersonen waren und blieben recht farblos.
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    Mykizs avatar
    Mykizvor 3 Monaten
    EmmaMartens avatar
    EmmaMartenvor 7 Monaten

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