Ljudmila Petruschewskaja

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Neue Bücher

Das Mädchen aus dem Hotel Metropol

Erscheint am 05.03.2019 als Hardcover bei Schöffling.

Alle Bücher von Ljudmila Petruschewskaja

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Die neuen Abenteuer der Schönen Helena

Die neuen Abenteuer der Schönen Helena

 (3)
Erschienen am 01.02.1998
Der Mann, der wie eine Rose roch

Der Mann, der wie eine Rose roch

 (2)
Erschienen am 15.12.2015
Der schwarze Mantel

Der schwarze Mantel

 (1)
Erschienen am 01.01.2005
Das Mädchen aus dem Hotel Metropol

Das Mädchen aus dem Hotel Metropol

 (0)
Erschienen am 05.03.2019
Meine Zeit ist die Nacht

Meine Zeit ist die Nacht

 (1)
Erschienen am 01.09.1999

Neue Rezensionen zu Ljudmila Petruschewskaja

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Rezension zu "Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte" von Ljudmila Petruschewskaja

Fantasy mit kritischem Hintergrund
solveigvor 9 Monaten

Nein, es ist keine harmlose Märchensammlung, die der Amerikaner Keith Gessen in diesem Buch zusammengestellt hat. Zwar nutzt die Autorin Ljudmila Petruschewskaja das Märchen- und Fantasy-Genre für ihre Kurzgeschichten, doch sie verbindet sie geschickt mit durchaus realistischen Elementen. In klaren Sätzen, schnörkellos und geradeheraus erzählt Petruschewskaja eindrucksvoll von den dunklen Seiten des Lebens, von gesellschaftlichen und sozialen Problemen, aber auch von Krieg und Tod. Ein melancholischer Unterton herrscht vor und manchmal werden die skurrilen Geschichten direkt gespenstisch. Doch immer wieder lässt die Autorin in diesen düsteren Bildern auch ein Fünkchen Hoffnung aufglimmen.

Die märchenhafte Form ihrer Kurzgeschichten gibt ihr die Gelegenheit, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik in ihnen zu verpacken: Wohnungsnot, Armut, Alkoholismus, aber auch Behördenwillkür und Bestechung sind thematisierte Probleme.

Dabei durfte Petruschewskaja (geb. 1938) ihre Werke lange nicht in der Sowjetunion publizieren. Erst in den 80er Jahren konnte sie einzelne Geschichten des vorliegenden Buches in diversen russischen Literaturzeitschriften veröffentlichen. Von einer Literatin des russischen Untergrunds ist sie inzwischen zu einer der bekanntesten Schriftstellerinnen Russlands avanciert. Im Jahr 2010 erhielt sie für diesen Geschichtenband sogar den World Fantasy Award.

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SchmoekerJules avatar

Das Buch enthält 19 kurze Geschichten, die sprachlich ein Genuss sind. Auch inhaltlich haben sie mich mitgenommen: wie im Märchen wird kurz und angeblich naiv das Schlimmste erzählt, manchmal auch nur suggeriert, was man sich vorstellen kann. Eine Erzähltechnik, der ich mehr Verbreitung wünschen würde!

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GeschichtenAgentins avatar

Rezension zu "Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte" von Ljudmila Petruschewskaja

Rezension zu "Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte" von Ljudmila Petruschewskaja
GeschichtenAgentinvor 6 Jahren

Ich hätte vorgewarnt sein können.

“Es war einmal eine Frau, die ihren Mann nicht sonderlich liebte” trägt den Untertitel “Russische Schauergeschichten”. Jetzt zeichnen sich die meisten aktuellen russischen Romane nicht gerade durch eine sommerlich-heitere Atmosphäre aus – was erwartet den Leser denn dann bei russischen Schauergeschichten?

Ich verrate es ihnen: der pure Horror.

Da wimmelt es von Kriegsopfern, die darauf aufmerksam machen, das sie nicht korrekt begraben wurden und von Menschen mit lebenslangen Schuldgefühlen; von Nachbarinnen mit Mordgelüsten und von Selbstmördern, die eine zweite Chance erhalten.

Wer die Schnauze voll hat von Vampiren, die nicht beißen und von Werwölfen, die nur kuscheln wollen und wer seinen Edgar Allan Poe schon auswendig kann, der findet bei Ljudmila Petruschewskaja den echten, unverfälschten, düsteren Grusel. Gestern Nacht – ich habe wie immer im Bett gelesen – war ich mir sicher, dass die Seiten nach dunkler, schwerer Friedhofserde riechen!

Jetzt weiß ich, wieviel es braucht, damit sich ein Russe gruselt – sehr viel. Ein Rätsel bleibt jedoch: Ljudmila Petruschewskaja tritt auch als Kabarettistin auf. Was mag das nur für ein Unterhaltungsprogramm sein?

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